Sturmschäden bei der Allianz?

allianzHeute Morgen, als die meisten von uns noch in den Federn lagen, gab es für die Herren und Damen der Allianz Versicherung eine kalte Dusche: Die Quartalszahlen blieben weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Und wie wir schon wissen: enttäuschte Erwartungen sorgen häufig für einen Aktienkurs-Kater.

Von Juli bis September ging das operative Ergebnis um 7,5 Prozent auf 2,45 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr zurück. Grund waren die Turbulenzen an den Finanzmärkten (wer wurde davon schon verschont?) und höhere Schäden.

Über Schäden gesprochen: Unfall- und Schadensversicherungen sorgen für ordentlich Cash in den Taschen des Versicherungsriesen aus München. Die Einnahmen stiegen hier sogar um 2,4 Prozent und in der Türkei um satte 38 Prozent! Ihr fragt euch sicher: warum entwickelt sich die Türkei zum booming Business für Europas größten Versicherer?

Während wir uns hierzulande einen bunten Strauß nützlicher und überflüssiger Versicherungen geschnürt haben, sind die meisten Türken immernoch unterversichert. Das geringe Risikobewusstsein der türkischen Bevölkerung befände sich jedoch gerade im Wandel. Der junge Türke steht auf teure Autos, schicke Häuser und hat immer mehr Cash auf dem Konto. Ein gefundenes Fressen für jeden freundlichen Allianz-Vertreter der seine All-Inklusive-Paketchen verticken will.

Weniger kalkulierbar sind da Naturkatastrophen. Deren Folgen kosteten die Allianz 144 Millionen Euro, nachdem sie ein Jahr zuvor von solchen Ereignissen nahezu verschont worden war. Die schweren Explosionen im Hafen der chinesischen Stadt Tianjin im August schlugen bei dem Versicherer mit 64 Millionen Euro zu Buche.

Ein weiteres Sorgenkind der Münchener ist  die amerikanische Konzerntochter Pimco. Bei dem Fondsanbieter aus den USA ziehen Anleger nach wie vor jeden Monat Milliardensummen ab. 16 Milliarden Euro waren es innerhalb von 3 Monaten, um genau zu sein.

Bei solchen Zahlen wehen die blauen Allianz- Flaggen nicht mehr so flott im Wind und der Aktienkurs verbuchte am Morgen ein dickes rotes Minus von 2,5 Prozent.

Ob die Aktie wieder Aufwind bekommt oder ob auf Naturkatastrophen auch die Börsen-Katastrophe folgt?

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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Sturmschäden bei der Allianz?

Nike mit Siebenmeilenstiefeln

Run Lola Run 1998 00.16.26Eine Erfolgsgeschichte mit olympischen Ausmaßen:

Vor 5 Jahren lag ihr Kurs bei 37 Dollar, vor einem Jahr bei 80 Dollar und jetzt? Gestern schloss die Gewinner-Aktie Nike bei einem Rekordhoch von 124,36 Dollar!

Der Adidas-Rivale scheint derzeit nicht zu stoppen. Und das ganz ohne Doping! Selbst bei kritischer Betrachtung findet sich kaum ein Haar in der Probe, ähhhhm, Suppe. Die Börse ist jedenfalls begeistert.

Das Zahlenwerk für das erste Geschäftsquartal des amerikanischen Sportartikel-Riesen hat der Aktie im nachbörslichen Geschäft der New York Stock Exchange kräftig Rückenwind eingeblasen.

Konkret stieg das Quartalsergebnis im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar. Je Aktie waren das 1,34 Dollar, die allwissenden Analysten hatten im Vorfeld „nur“ 1,19 Dollar erwartet.

Und ratet mal, welche Nationen zum wichtigsten Nike-Wachstumsmarkt zählen? Genau, die krisengeschüttelten Chinesen, Japaner und sogenannte „Schwellenländer“ (ein schmuckes Wort für Ex-Entwicklungsländer, die noch ein paar Stufen zu gehen haben..). Genauer gesagt zu rennen. Denn mit so schicken Sneakers an den Füßen lässt es sich supergut Hinterhof-Basketball und Tundra-Fußball spielen. Ich bin übrigens stolzer Besitzer eines Paares ebay-Nike’s (NP: 150€) aber gut, anderes Thema..

Trotz der rückläufigen Umsätze von Converse- vermutlich sind Bootschuhe mit Stern am Knöchel endgültig out- und Verlusten in Westeuropa, dem Kontinent der Adidas-Fangemeinde, hat Nike glänzende Zukunftsperspektiven.

„Wir sind gut aufgestellt“ meinte gestern Konzernchef Mark Parker dazu nüchtern.

Starke Geschäftszahlen von Nike haben heute auch den Aktien des Konkurrenten Adidas Rückenwind verliehen. Sie verteuerten sich am Vormittag als einer der Favoriten im DAX (Germany30) um 3,55 Prozent auf 70,97 Euro. Und Nike? Verzeichnet ebenfalls ein dickes Plus.

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Nike mit Siebenmeilenstiefeln

Vorhang auf für Vonovia!

1064010367Bei all den Turbulenzen rundum VW, China und die Germany30 (die gerade kräftig ins Plus drehen!!) hätten wir fast das Happening der Woche verpasst: Die elitäre DAX-Familie hat nämlich ein neues Mitglied, Vonovia. Erstmals seit drei Jahren kommt es somit zu einer Veränderung in die Germany30. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!

Vono-was?? Der Name sagt wahrscheinlich den wenigsten unter uns etwas. Klingt irgendwie nach Musikindustrie oder Luftfahrt. Aber weit gefehlt: es handelt sich um Deutschlands größten Immobilienkonzern mit derzeit rund 370.000 (!) Wohnungen für 1 Millionen Menschen. Darunter vielleicht auch ein paar BUXers? Die frühere „Deutsche Annington“ feiert übrigens als erste Immobilienfirma überhaupt ihren Aufstieg in die erste Börsenliga, dem DAX.

Der Einstieg von Vonovia beflügelt jetzt die Phantasie der leidgeplagten Börsianern und uns BUXern. Und das aus mehreren Gründen:

Die Immobilienhaie sind ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, haben so einige kleinere Branchen-Fische gefressen und sind jetzt Dank Immobilienboom und steigenden Mietpreisen der dickste Hai im Teich.

News die bei uns für Stirnrunzeln sorgen könnten die Aktie noch mehr beflügeln: Die zunehmenden Wohnungsknappheit aufgrund der Flüchtlingswelle und die anhaltenden Niedrig-Zinsen eröffnen für Wohnungsverwalter- und Eigentümer ungeahnte Chancen.

Geht es euch auch so und könnt ihr „Mietpreisbremse“ und „Mietspiegel“ schon nicht mehr hören? Je nachdem wo in Deutschland eure Vierwände stehen, habt auch ihr mit steigenden Miet- und Quadratmeterpreisen zu kämpfen und das wird sich wahrscheinlich die kommenden Jahre auch nicht bessern.

Das Gute daran: Deutschland erfreut sich wachsender Beliebtheit, Eigenheimbesitzer und Vermieter machen Purzelbäume und die Germany30 könnten durch ihr neue Immo-Mitglied mal wieder so richtig Gasgeben.

Believe the hype! Und jetzt traden..

Vorhang auf für Vonovia!

Südzucker: Anleger flüchten ins Schlaraffenland

gg74w-acc1Autsch, das tat weh gestern. Alle Germany30 (DAX Werte) endeten dick im Minus! Allen voran VW mit einem Minus von rund 20 Prozent.

Doch trotz des bitteren, schwarzen Börsentages gestern warten süße, weiße Neuigkeiten auf euch.. Zucker heißt das Zauberwort, genauer gesagt: Südzucker.

Nur wenige Aktien aus der zweiten Reihe konnten sich dem Abwärtstrend entziehen. Doch die Erhöhung der Ergebnis- und Umsatzprognose katapultierte Südzucker um knapp 13 Prozent nach oben! Und damit war das Papier gestern einer der Tagessieger.

Doch warum beschert uns das weiße Gold süße Anlegerträume? Zucker ist doch in Zeiten der Protein-Apostel total out und macht angeblich dick, alt und hässlich? Und die Möglichkeiten qua Produkt-Diversifizierung sind wahrscheinlich auch eher begrenzt..Puderzucker, Kristallzucker, brauner Zucker, Zuckerhütchen, Würfelzucker. Hab ich was vergessen?

Nein, Spaß beiseite, natürlich wird Zucker bekanntermaßen auch in Tiefkühl- und Fertiggerichten verarbeitet und Südzucker beliefert sogar die Pharmazie mit „funktionellen Inhaltsstoffen“ (zum Beispiel für den herrlichen Kinderhustensaft mit Bananengeschmack?). Das Kurs-Zugpferd ist aber ein anderes: das Segment CropEnergies, einer der wichtigsten Bioethanol-Hersteller Europas.

Bioethanol findet seine Verwendung in alkoholischen Getränken (gesund sind diese übrigens trotz „Bio“ nicht), als Fake-Kamin-Brennstoff und als Kraftstoff für Motoren.

Doch ob ihr euren PKW’s Mais und Zuckerrüben in flüssiger Form in den Tank stopfen könnt, bleibt fraglich: Während die Brasilianer seit Jahrzehnten mit reinem Ethanol fahren, ist die Anzahl der in Deutschland zugelassenen E85 fähigen FFV (Flexi Fuel Vehicles) gering.

Dennoch sehen zahlreiche Wissenschaftler Bioethanol aus Pflanzenresten als mögliche Alternative zum Erdöl und auch steigende Preise für Zucker stimmen Europas größten Zuckerkonzern nach der Vorlage von Quartalszahlen zuversichtlicher.

Südzucker versüßte gestern gequälten Anlegern mit Magenverstimmung den Tag. Heute sieht es dagegen so aus, als ob die Germany30 (DAX Werte) wieder zulegen! Momentan sehe ich einen grünen Pfeil nach oben und ein +0,72 Prozent. Das läßt hoffen. Happy Trading!

Südzucker: Anleger flüchten ins Schlaraffenland

Bullen-Stimmung bei VW

bulliNach langen Kämpfen im Tal des Bären nahm Torero Winterkorn gestern Nachmittag seinen Hut und verabschiedete sich aus der Arena.

Sein Rückzug wurde mit einem satten Plus der VW Aktie von gut 5 Prozent bejubelt. Allerdings melden sich auch nachdenkliche Stimmen zu Wort. Denn mit Martin Winterkorn verliert Das Auto einen Top-Manager mit Benzin im Blut. Zudem wurde deutlich, dass Winterkorn in die Diesel-Schmuggeleien überhaupt nicht eingeweiht war. Ist der Torero also nur ein Bauernopfer?

Die wahren Schuldigen müssen erst noch gefunden werden. Einstweilen stapeln sich an US-Gerichten die Klagen gegen den Konzern. Da es in den US ja bekanntermaßen ein lukratives Geschäft ist, um auf Schadensersatz zu klagen, rennen geprellte VW-Besitzer den Gerichten jetzt die Bude ein.

Wertverlust des Autos ist momentan der Spitzenreiter. Ist die Karre schon total verbeult und rostig? Egal! Die Abgaswerte müssen stimmen!

Aber auch in Deutschland kommt es für Volkswagen immer dicker: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig erklärte, die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen verantwortliche VW-Mitarbeiter zu prüfen. Verbraucherschützer und die Grünen forderten VW auf, Fahrzeuge nachzurüsten.

Was der ganze Spaß VW kosten wird ist derzeit noch völlig unklar. Der Imageverlust ist jedoch jetzt schon deutlich. So kursiert im Internet bereits der inoffizielle, neue VW-Claim „VW: Vertrauen Weg“.

Aktien-Experten halten sich aus diesen Gründen mit einer Prognose zurück und stufen Volkswagen-Anteile derzeit größtenteils als Spekulanten-Papier ein. Börsen-Newcomer ohne Bedürfnis nach einem Adrenalin-Kick sollten sich also zurückhalten. Die Mutigen unter uns dürfen ab 9 Uhr wieder Gas geben!

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Bullen-Stimmung bei VW

Im Westen nichts Neues

katzeimsackHabe ich gestern ein spannendes Abendprogramm prophezeit? Satz mit x, das war wohl nix. Zumindest die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen auf ihrem 0-bis 0,25 Prozent Niveau zu belassen, riss wohl niemanden von der Couch.

Auch die US-Börse zeigte sich alles andere als erleichtert. Hatten doch alle darauf gehofft, dass Mrs. Fed, Janet Yellen, die Katze endlich aus dem Sack lässt und ein Prozentpünktchen drauflegt. Das hätte den Anlegern weltweit gezeigt, dass auch die US-Notenbank wieder mehr Vertrauen in die US-Wirtschaft und die globalen Finanzmärkte hat.

Yellen betonte während ihrer Kundgebung mehrmals, dass sie den Markt nicht überraschen wollte. Operation gelungen, Patient eingeschlafen!

Genau das hatten wir nötig nachdem die Germany30 (DAX Werte) gestern schon in der Horizontalen lagen. Lediglich der US-Leitindex Dow Jones ließ gestern Abend noch ein paar Zuckungen erkennen nachdem die erneute Zins-Eiszeit bekannt wurde und endete letztendlich kläglich im Minus.

Doch heute könnte endlich wieder Action an der Börse angesagt sein: 18.9.2015 ist „Hexensabbat“!

Dieser Tag ist unter Anlagern gefürchtet, führt er doch dazu, dass es an der Börse immer wieder zu spektakulären Kurs-Ritten auf fliegenden Besen kommt.

Startende BUXers sollten sich das Geschehen vielleicht erstmal in Ruhe ansehen und sich durch spontane und manchmal auch heftige Kursschwankungen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Profi BUXers bekommen eine Freifahrt auf der DAX-Achterbahn.

Enjoy the ride!

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Im Westen nichts Neues

Die Fed-Zinsentscheidung: Eiszeit oder Tauwetter?

3422874605_ae7ac95260_zWie heißt es doch so schön: man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Unsere Empfehlung für den Feierabend: Schenkt euch einen kühlen Drink ein denn gegen 20:00 Uhr unserer Zeit wird’s richtig spannend: die US-Notenbank Königin Janet Yellen könnte dann mit ihrer Entscheidung die fast 10-jährige Leitzins-Eiszeit beenden. Oder eben nicht.

Die letzte Zinserhöhung der Fed (auf damals 5,25 Prozent) stammt aus dem Jahr 2006, danach folgten nur noch Zinssenkungen. Ende 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, senkte die US-Notenbank die Zinsen schließlich auf 0 Prozent. Die Idee: wenn Kredite so billig zu haben sind, kommt das den Häuslebauern und Unternehmen zugute.

Yellen wird nun die Frage beantworten müssen, ob dieses Ziel weitestgehend erreicht ist und die US-Wirtschaft heute aus ihrem Dornröschenschlaf wachgerüttelt wird, oder ob sie noch bis mindestens Dezember im Zins-Winter ausharren darf.

Doch welche Konsequenzen könnte die Entscheidung der US-Eiskönigin für uns BUXers haben? Auch regiert sie in einem Reich weit weit weg so wird Yellen’s heutige Entscheidung die Märkte weltweit beeinflussen.

Szenario 1: Defrost= Zinserhöhung

Es wird turbulent: auch so genannte “Flash-Crashs”, bei denen die Aktienkurse innerhalb von Minuten einbrechen, wären möglich. Doch keine Panik: die anbrechende Tauzeit sollten Anleger durchaus nutzen, um ihre Aktienquote zu erhöhen denn eine Zinserhöhung wäre auch ein Indiz dafür, dass die US-Wirtschaft brummt und die Aktiengesellschaften ihre Gewinne steigern können. Also: Nerven bewahren!

Szenario 2: Eiszeit= Zinsen bleiben eingefroren

Der Zinssatz bleibt im 0-Grad Fach und wird wenn dann erst Mitte Dezember erhöht.

Kurzfristig könnten bei diesem Szenario die Aktienmärkte zwar erleichtert reagieren und steigen. Vorsichtige Anleger könnten dieses Szenario jedoch umgehend für Abverkäufe nutzen. Eine Achterbahnfahrt auf dem Finanz-Volksfest ist dann sehr wahrscheinlich. Für uns bedeutet das: wach bleiben und Einstiegschancen nutzen!

Na, das klingt doch nach einem spannenden Abendprogramm..

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Die Fed-Zinsentscheidung: Eiszeit oder Tauwetter?