Der Wochenausblick

1b96b3ac02045e3cf60bda54462dcd39Während die meisten von uns vergangene Woche bei hochsommerlichen Temperaturen im Auto, Liegestuhl oder Büro schwitzten, kamen die Börsenbarometer Dax und Dow Jones kaum über die Nullgrad-Marke. Genauer gesagt verbuchten sowohl unser heimischer Leitindex (+ 0,5 Prozent, 12.388 Punkte) als auch die Wall Street (+ 0,33 Prozent, 21.414 Punkte) lediglich minimale Gewinne auf Wochensicht.

Marktbeobachter rätseln, ob es sich bei der momentan sehr zögerlichen Entwicklung um ein “Sommerloch”, oder den Anfang einer anhaltenden Kurs-Flaute handelt. Auch wir werden auf diese Frage keine endgültige Antwort finden – die gegenwärtigen Signale und Einflussfaktoren sind einfach zu konträr. Investoren sorgen sich um den wirtschaftspolitischen Weltfrieden und die Zinspolitik der Notenbanken. Gleichzeitig kommen positive Signale von Seiten der Industrie und dem Arbeitsmarkt: deutsche Unternehmen haben die Produktion entgegen der Marktprognose (+0,3 Prozent) im vergangenen Monat um 1,2 Prozent hochgeschraubt. Der Motor brummt, doch momentan spiegelt sich die florierende, deutsche Konjunktur nur bedingt in der Kursentwicklung des Dax wider. Etwas enthusiastischer reagierte die Wall Street vergangenen Freitag auf die durchwegs positiven US-Jobdaten. Im Juni entstanden deutlich mehr neue Stellen als erwartet – ein gutes Signal für die amerikanische Wirtschaft und die Aktienmärkte.

Viele Anleger fragen sich momentan, was wohl das Beste ist: Gewinne versilbern, abwarten oder einsteigen? Wir von boerse.de zählen nicht zu den notorischen Schwarzsehern, die hinter jedem Kursverlust einen Crash wittern: was wirklich zählt, sind langfristige Gewinne. Kleine Rücksetzer sind schmerzhaft und das “Aussitzen” vorübergehender Flauten erfordert starke Nerven, macht sich aber “bezahlt”. Unser Mantra in schwierigen Zeiten lautet: “Dax und Dow gewinnen im Mittel 9 Prozent pro Jahr”. Eine beruhigende Tatsache, finden Sie nicht?

Wagen wir trotz der aktuellen Schwäche doch mal einen Blick auf die potentiellen Kurstreiber dieser Woche:

Aurelius

Investoren der Beteiligungsgesellschaft mussten dieses Jahr entweder stoisch oder tief-gläubig sein. Ende März halbierte sich der Kurswert der Aurelius-Aktie innerhalb weniger Stunden auf ein Rekordtief von 34,55 Euro. Schuld daran waren Zweifel einer Research-Firma am Substanzwert des Unternehmens. Diese Skeptiker dürften am Freitag eines Besseren belehrt worden sein: Aurelius erhöhte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr von 500 Millionen auf  650 Millionen Euro. Die Aktie feierte das Comeback mit einem Kursplus von zeitweise über sechs Prozent. Hoch und runter, immer munter – spannend, aber kein Attribut, das Aurelius zum boerse.de-Champion krönen würde.

Dienstag:
Coca Cola-Konkurrent und Knabberartikel-Hersteller PepsiCo könnte mit der Präsentation seiner Q2-Zahlen für Erfrischung sorgen.

Mittwoch:
US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen liest uns abends aus ihrem Fed-Beige-Book vor. Kein Thriller aber eine recht aufschlussreiche Lektüre wenn man sich für die künftige Zinspolitik der USA interessiert.

Donnerstag:
Ist die Südzucker-Aktie eine Sünde wert? Am Donnerstag wird sich zeigen, ob die Naschkatzen im ersten Quartal genug Appetit hatten. Auch die wegfallenden Regulierungen auf dem Zuckermarkt könnten dem Titel pfundige Chancen bescheren.

Freitag:
Zahltag! Können die US-Banken JPMorgan, Citigroup, Wells Fargo mit einem positiven Saldo im zweiten Quartal punkten?

Die Bilanzsaison steht in den Startlöchern, der Dax witterte mit einem Plus von rund 0,4 Prozent zu Handelsbeginn Morgenluft und sogar der Ölpreis startet leicht erholt in die Woche. Alles positive Signale, die Sie zu einem Einstieg ermutigen sollten! Passend dazu finden Sie im aktuellen boerse.de-Aktienbrief 34 Kauf- bzw. Nachkaufsignale, die 400. boerse.de-Aktienbrief-Ausgabe, können Sie gratis und unverbindlich hier downloaden.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

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Der Wochenausblick

Der Wochenausblick: Sunny side up!

eggs-1694991_960_720So turbulent die vergangene Juniwoche war, so ruhig sind die Wetteraussichten für die ersten Juli-Tage. Ich will ja nicht gleich von “Sommerloch” sprechen, aber die Finanzagenda ist bis auf wenige potentiell kursbewegende Termine eher spärlich bestückt. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir den Märkten den Rücken kehren sollten, ganz im Gegenteil: oft ist es so, dass sich die größten Überraschungen dann ereignen, wenn niemand damit rechnet. Über die Geschehnisse der kommenden Tage verrate ich Ihnen jetzt mehr…damit Sie gut vorbereitet in die Woche starten.

Highlights vergangener Woche:

 

  • Kleines Dax-Sommertief

 

Ein Wochenverlust von 3,21 Prozent auf 12.325 Punkte sorgt bei kurzfristig orientierten Anlegern zwar für Verdruss, doch langfristig denkende Investoren und treue boerse.de-Leser dürfte so ein kleiner Dämpfer wohl kaum aus der Ruhe bringen, denn wir alle wissen: jede Korrektur wird aufgeholt und Dax und Dow Jones erwirtschaften im Mittel 9 Prozent Rendite pro Jahr. Sowohl die historische, als auch die gegenwärtige Kursentwicklung der Indizes liefert dafür den besten Beweis: Dax und Dow liegen momentan mit 7,35 Prozent bzw. 8 Prozent Rendite seit Januar fast gleich auf. Und das Jahr ist noch jung!

 

  • Vapiano und Delivery Hero

 

Zwei Newcomer, eine Branche. Vapiano (italienische Restaurantkette) und Delivery Hero (Essens-Lieferdienst) kommen aus dem Gastro-Segment und sind seit vergangener Woche im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse gelistet. Noch ist es zu früh um darüber zu urteilen, ob die IPOs eine Erfolgsgeschichte werden. Doch eines ist jetzt schon klar: beide Foodie-Unternehmen konnten so richtig absahnen. Vapiano sammelte 184 Millionen ein, Delivery Hero genehmigte sich ganze 996 Millionen Euro. Ob sich diese Woche

 

  • Bayer bereitet Kopfschmerzen

 

Das Dax-Schwergewicht Bayer hätte vergangenen Freitag mindestens eine Aspirin vertragen können, denn der Chemie- und Pharamriese hing ganz schön in den Seilen. Eine Gewinnwarnung aufgrund des schwächelnden Brasilien-Geschäfts schockte die Bayer-Anleger, die die Aktie mit zeitweise Minus vier Prozent auf die Verkaufsliste setzten. Auch heute steht Bayer wieder im Mittelpunkt der Investoren, denn eine Investmentbank stufte den Titel aufgrund der instabilen Geschäftsentwicklung in Brasilien von “Buy” auf “Hold” herab und senkte das Kursziel von 121 Euro auf 118 Euro. Keine erfreuliche Diagnose für unseren Dax-Patienten!

Highlights dieser Woche:

 

  • Montag:

 

Großer Zahltag für die Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Für die Gesamtsumme von 23,6 Milliarden Euro kaufen sich die Unternehmen von der Verantwortung für ihren Atommüll frei. Damit geht die Verantwortung für die Zwischenlagerung, die Suche, den Bau und den Betrieb eines Endlagers für hochradioaktiven Abfall auf den Staat über. Viel Geld, doch glücklicherweise erwarten die Stromlieferanten im Gegenzug auch ein hübsches Sümmchen von der Regierung zurück: Immerhin 6,3 Milliarden Euro an unrechtmäßig erhobenen “Kernbrennstoffsteuern” bekommen die Energieversorger vom Fiskus erstattet.

 

  • Dienstag:

 

An der Wall Street bleiben die Bürgersteige hochgeklappt. Aufgrund des Independence-Day wird an der New Yorker Börse nicht gehandelt und somit sind von Seiten der USA Anfang der Woche wenig Impulse zu erwarten.

 

  • Mittwoch, Donnerstag und Freitag:

 

Konjunkturdaten und Zinsen: ein “langweiliges” Duo, sollte man meinen. Doch die beiden sind eng miteinander verwoben und können das Geschehen an den Märkten maßgeblich beeinflussen. Positive Daten lassen darauf schließen, dass sich die Wirtschaft eines Landes gut entwickelt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbank “mutig” an der Zinsschraube dreht. Deshalb warten viele Marktteilnehmer mit Spannung auf die wichtigsten Konjunkturtermine der Woche: den Auftragseingang der deutschen Industrie im Mai am Donnerstag und die Industrieproduktion am Freitag. Zudem wird, ebenfalls am Donnerstag, das EZB-Sitzungsprotokoll veröffentlicht. In den USA könnten die für Freitag geplanten Arbeitsmarktdaten für Aufsehen sorgen. Fallen diese positiv aus, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank dieses Jahr tatsächlich dreimal an der Zinsschraube dreht. Gut für Sparer, beängstigend für Aktionäre, die eine Kapital-Umschichtung in Richtung festverzinsliche Wertpapiere fürchten.

Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie nicht den Crash-Propheten, denn Aktien bieten trotz so mancher Korrekturen ungleich große Renditechancen. Sichern Sie sich deshalbnoch heute den boerse.de-Aktienbrief, den Sie gratis testen können und sogar noch ein Geschenk von uns erhalten: den brandaktuellen Sonderreport „Die Sommer-Champions 2017! Darin lesen Sie alles über die heißesten Champions-Aktien für die kommenden Monate, mit denen Sie jede Sommerflaute elegant umschiffen.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick: Sunny side up!

Der Wochenausblick: Wettrennen oder Wassertreten?

adidas-1838597_960_720Als “Black Friday” können wir vergangenen Freitag nicht bezeichnen, aber grau war die Stimmung in Frankfurt auf jeden Fall. Der Dax zeigte sich von Christi Himmelfahrt gänzlich unbeeindruckt, rutschte am Feier- und darauf folgenden Brückentag zeitweise auf 12.530 Punkte und pendelte sich zu Börsenschluss bei 12.602 Punkten ein. Ein Wochenverlust von 0,3 Prozent. Die große Frage ist jetzt, ob wir es mit einem temporären Vatertags-Kater zu tun haben, oder ob sich die Kursverluste vergangener Woche noch ausweiten? In bester Verfassung befindet sich dagegen unser BCDI. Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index erreichte vergangene Woche einen neuen Höchststand und übertraf mit einer Rendite von +11,9 Prozent seit Jahresbeginn Dax (+9,8 Prozent) und Dow (+6,7 Prozent) mit Leichtigkeit.

Amazon oder Alphabet: Wer knackt die 1000 Dollar-Marke?

Während der Dax eher orientierungslos scheint, gibt sich die Wall Street siegessicher. Zwar dürfen die US-Börsianer heute aufgrund des Memorial Days die Beine hochlegen, doch so eine kleine Verschnaufpause kann nach der Rekordjagd vergangener Woche nicht schaden. Sowohl S&P 500 als auch der Technologieindex NASDAQ erreichten neue Bestmarken wobei zwei Akteure den restlichen Marktteilnehmern die Show stahlen: die boerse.de-Champions-Aktien Amazon und Google-Mutter Alphabet. Die Internetriesen liefern sich seit Wochen ein spannendes Duell um die magische Bewertung von “1000 Dollar pro Aktie”. Amazon lag am Freitag mit 995 Dollar um Haaresbreite vorn, dicht gefolgt von Alphabet mit 993 Dollar pro Anteilsschein. Das bedeutet für mich und mein Depot: Daumendrücken für den E-Commerce-Pionier!

Ryanair und Rocket Internet: Bitte zum Bilanzcheck

Bilanzzahlen sind in dieser Woche Mangelware. Lediglich ein paar Nachzügler gewähren uns einen Blick in ihre Bücher, darunter Ryanair (Dienstag) und Rocket Internet (Mittwoch). Dabei könnten sowohl der “Überflieger”, als auch die Comeback-Aktie von Rocket Internet eine Überraschung parat haben. Während die Billigairline weiter auf die Kostenbremse drückt und dank dieser Strategie vermutlich bessere Resultate als im Vorjahr einfliegt, könnte der schon fast totgesagte Inkubator Rocket Internet endlich die Rakete zünden. Könnte. Denn seit dem Rocket-Börsengang mussten Anleger sehr viel Leidensfähigkeit beweisen, um Schwankungen von 15 Euro, über 58 Euro bis auf momentan rund 21 Euro zu überdauern. Die Startup-Schmiede, die Firmen wie Delivery Hero, Hello Fresh und den einzig wirklich erfolgreichen Sprössling Zalando hervorgebracht hat, schreibt noch immer Verluste. Eine spekulative Geduldsprobe…

Trump-Ticker

10.000 Sicherheitsleute bei gerade mal 11.000 Einwohnern: warum ausgerechnet die sizilianische Kleinstadt Taormina als Tagungsort für den G7-Gipfel auserwählt wurde, ist vielen ein Rätsel. Das Städtchen mutierte vom Touristenmagnet zum Sperrbezirk und das nur, weil sich Freitag und Samstag dort Vertreter der wichtigsten Industrienationen versammelten – darunter erstmals Donald Trump. Wie zu erwarten gestaltete sich das Treffen als schwierig. Schon im Vorfeld beschimpfte der US-Präsident die Deutschen als “sehr, sehr böse (bad)” und beschuldigte sie, zu viele BMW’s, VW’s, Porsche und Mercedes für Amerika zu produzieren: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“

Als Reaktion auf Trumps Drohung legten die deutschen Automobilwerte am Freitag den Rückwärtsgang ein und verabschiedeten sich mit Verlusten von teils über einem Prozent (BMW) ins Wochenende. Diese Schockwelle könnte zu Wochenbeginn noch weitere Kreise ziehen, denn neben möglichen Handelsdifferenzen mit Amerika hat BMW noch mit Problemen auf dem Heimatmarkt zu kämpfen: Wegen eines fehlenden Bauteils musste die Produktion in einigen Standorten am Wochenende teilweise gestoppt werden. Während sich einige Angestellte über Hitzefrei freuen, könnte das Logistikproblem BMW heute ins Schwitzen bringen. Produktionsausfälle kosten schließlich Zeit und damit auch Geld…

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Start in diese Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick: Wettrennen oder Wassertreten?

Der Wochenausblick: Jammern auf hohem Niveau

hammock-2036336_960_720Auf und nieder, immer wieder…Was für uns nach körperlicher Ertüchtigung klingt, hält auch den Dax in Form. Unser heimischer Leitindex ging zwar vergangenen Mittwoch und Donnerstag kräftig in die Knie und sackte sukzessiv rund 300 Punkte abwärts, bekam aber am Freitag wieder Boden unter die Füße. Zum Wochenausklang standen 12.639 Punkte auf dem Zähler, rund ein Prozent weniger im Vergleich zur Vorwoche.

Panik? Nein, Schnäppchenjagd! Während viele Börsen-Neulinge und Crash-Propheten bei solchen Kapriolen Muffensausen bekommen, nutzen erfahrene Börsianer Rücksetzer oft als Nachkaufgelegenheit. Als Chance, vielversprechende, teils überteuerte Aktien zu einem reellen Preis zu bekommen. Dieser Effekt machte sich am Freitag bemerkbar, als sich Dax und Dow Jones nach dem reinigenden Gewitter der Vortage wieder leicht erholten.

TrumpPhobia

Eine schöne neue Wortschöpfung, die bei Google immerhin 46.000 Suchresultate erzielt. Gemeint ist die fast krankhafte Furcht vor den Handlungen des US-Präsidenten, die die Märkte schon seit dem Wahlkampf in Atem hält. Donald Trump entwickelt sich langsam zu so etwas wie einem Börsenbarometer. Der Segen im Weißen Haus hängt mal wieder schief? Ein schlechtes Omen für die Stimmung an den Märkten. Vermutlich ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis findige Analysten einen Algorithmus entwickeln, mit dem sich Börsenkurse basierend auf den “Tweets” des Präsidenten prognostizieren lassen. Und selbst dann wird sich zeigen: das einzig zuverlässige Börsenbarometer der Welt ist die Börse selbst.

Lassen Sie sich deshalb von kurzen “Verschnaufpausen” oder den Unkenrufen der Medien nicht irritieren – die Märkte haben mehr Fantasie, als so mancher Finanzexperte. Während viele Marktteilnehmer an der ein oder anderen Phobie erkrankt sind, lehnen sich meine boerse.de-Kollegen und ich ganz entspannt zurück denn wir wissen: Solange sich die Erde noch dreht, so lange strebt die Menschheit nach Wachstum. Diese Motivation spiegelt sich in der Konjunktur und den Kursentwicklungen von Dax und Dow wider, die im Mittel jährlich 9 Prozent Rendite erzielen. Das ist keine aus der Luft gegriffene Zahl, sondern das Ergebnis historischer Auswertungen, die ihre Gültigkeit auch in Zukunft nicht verlieren werden. Wichtig ist nur, dass Sie sich langfristig orientieren. Zum Beispiel mit einer Investition in den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). In diesem Index haben wir für Sie eine “Elite-Auswahl” von zehn besonders risikoarmen, renditestarken Champions zusammengestellt, mit dem Anleger, die den BCDI zu seiner Börseneinführung am 1.Juli 2014 erwarben, bis dato 50,7 Prozent Rendite erzielten.

US-Wirtschaft gesund

Viele Finanzexperten lassen sich von geopolitischen Unruhen ins Boxhorn jagen und übersehen dabei das wichtigste Indiz für Wachstum: Die wirtschaftliche Stabilität in den USA und hierzulande. Fakt ist, dass Amerikas Wirtschaft läuft. So hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Mai überraschend aufgehellt. Der sogenannte “Philly-Fed-Index” ist im Mai überraschend auf 38,8 Punkte gestiegen, nach 22,0 Punkten im Vormonat. Erwartet wurde ein Rückgang auf 18,5 Punkte. Zudem ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet gefallen. Alles positive Indizien, die auf ein fortgesetztes Wirtschaftswachstum in den USA schließen lassen.

Die Dates der Woche

Auch diese Woche treffen wir auf einen alten Bekannten: Donald Trump. Der US-Präsident begab sich am Freitag auf seine erste, neuntägige Auslandsreise, die ihn nach Saudi-Arabien, Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, den Vatikan, Italien, Brüssel und Sizilien führt. Am Ende könnte Trump deutlich mehr als 25.000 Flugkilometer auf dem Tacho haben und die Welt wird jede einzelne seiner Flugmeilen mit Argusaugen verfolgen. Eine Welttournee, die eventuell auch für Turbulenzen an den Finanzmärkten sorgen könnte.

Die Finanzagenda ist dieser Tage dagegen recht lückenhaft. Ein paar Bilanzzahlen (darunter Vonovia, Tiffany und HP am Mittwoch), zahlreiche Hauptversammlungen, einige Konjunkturdaten und ein Feiertag (Donnerstag): Diese Woche kommen “Impulse” für die Finanzmärkte vermutlich eher aus politischer Richtung, als von Unternehmensseite. Also gönnen Sie sich eine kleine Auszeit im Liegestuhl, genießen Sie die Sonnenseiten des Lebens und erinnern Sie sich an die weisen Worte von André Kostolany: “Der Analytiker denkt, die Börse lenkt”.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

Der Wochenausblick: Jammern auf hohem Niveau

Der Dax auf neuem Rekordhoch! Warum wir in dieser Börsenwoche nicht die Füße hochlegen sollten.

young-woman-2194038_960_720Langsam ertappe ich mich dabei, ähnlich zu denken wie die “Crash-Propheten” der Tagespresse: Wie lange kann das noch gut gehen? Wann kommt er, der “Absturz”? Unser heimischer Leitindex Dax hat trotz aller geopolitischer Unsicherheiten und Unkenrufe sogenannter “Marktexperten”seit Jahresbeginn fast elf Prozent an Wert gewonnen. Von Ermüdungserscheinungen keine Spur: Der Dax knackte heute zu Handelsbeginn sogar sein Rekordhoch von 12.800 Punkten! Saisonalität (“Sell in May an go away”) gepaart mit hohen Kursgewinne sorgen für Skepsis. Doch die Realität belehrt uns eines Besseren: Mittlerweile sind sogar die magischen 13.000 Punkte in greifbare Nähe gerückt und dem Dax fehlen nur noch 1,5 Prozent bis zum nächsten Gipfel-Glück.

Unsere treuen Leserinnen und Leser wissen ja, dass einer unserer Grundsätze lautet: Die Börse kennt langfristig nur einen Weg: nach oben! Basierend auf die zurückliegende Kurshistorie ist eine gemittelte Rendite von neun Prozent pro Jahr bei Dax und Dow völlig normal. Ja sogar ein Richtwert, mit dem man als Anleger getrost kalkulieren darf. An diese Aussage versuche ich mich immer dann zu erinnern, wenn mich latente Kritiker glauben lassen wollen, dass die Hausse jetzt “wirklich zu lange dauert” und der baldige Kurs-Kollaps bevorsteht.

Einmal Durchatmen

Zwar müssen wir uns bis zum nächsten “Crash” vermutlich noch ein Weilchen gedulden, doch vergangene Woche schalteten die Märkte zumindest mal einen Gang zurück. Wassertreten war angesagt und sowohl Dax als auch Dow Jones stagnieren bei minimalen Kursgewinnen. Es ist ganz natürlich, dass sich die Märkte ab und zu eine Pause gönnen. Anleger “versilbern” ihre Rendite wodurch Kurse kurz einbrechen können. Politische oder wirtschaftliche Turbulenzen führen zu nervösen Handelsverläufen. Einem Kurs-Zickzack, das auch hartgesottenen Börsianern auf den Magen schlagen kann. Doch denken Sie immer daran, dass solche Achterbahnfahrten völlig normal sind und wie jede Krise sogar prima Einstiegs-Chancen darstellen können. Oder um es mit Starinvestor Buffetts Worten zu sagen: „Egal, ob es um Aktien oder Socken geht, ich kaufe gerne qualitativ hochwertige Ware, wenn sie herabgesetzt ist.”

Wenn auch Sie unter die Schnäppchenjäger gehen möchte, so könnte sich in den kommenden Tagen die ein oder andere Gelegenheit zum “Zuschlagen” bieten. Zum Ausklang der Quartalssaison präsentieren noch ein paar namhafte Unternehmen ihre Zahlenwerke wie z.B. Porsche, RWE, Home Depot oder Wal-Mart – an Ihnen die Qual der Wahl!

Montag:
RWE, Salzgitter, Porsche, EnBW (alle Q1 Zahlen), TUI (Halbjahreszahlen)

Dienstag:
Vodafone (Jahreszahlen), Easyjet (Halbjahreszahlen), Home Depot (Q1 Zahlen)

Mittwoch:
Raiffeisen (Q1 Zahlen), Bouygues (Q1 Zahlen), Cisco Systems (Q3 Zahlen)

Donnerstag:
Merck KGaA (Q1 Zahlen), Alibaba Group (Q4 Zahlen), Wal-Mart (Q1 Zahlen), Salesforce (Q1 Zahlen), Burberry (Jahreszahlen), Google I/O Entwicklerkonferenz (bis 19.5.)
Sie können sich nicht entscheiden? Kein Problem! Riskieren Sie doch mal einen Blick auf “unseren” Index, den BCDI. Hierin haben wir zehn der weltweit risikoärmsten und zugleich renditestärksten Aktien zu einem handlichen “Paket” mit einer außergewöhnlichen Performance gebündelt. Mit einem Investment in den boerse.de-Champions-Defensive-Index hätten (oder haben?) Sie seit seinem Börsendebüt am 1. Juli 2014 über 50 Prozent Rendite gemacht. Fast doppelt soviel wie unser Leitindex Dax…

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Der Dax auf neuem Rekordhoch! Warum wir in dieser Börsenwoche nicht die Füße hochlegen sollten.

Der Wochenausblick: Volltreffer!

Die-Pute-von-Panem-Einfach-nur-bloed1_image_630_420f_wnWas für ein Marathon! Inspiriert vom wahrscheinlichen Wahlsieg des EU-Freundes Emmanuel Macron gewann der Dax in den vergangenen neun Handelstagen ganze sechs Prozent an Wert und startete heute mit einem Plus von rund 0,3 Prozent in den Tag. Eigentlich ein Grund zum Jubeln, doch sowohl in Frankreich, als auch an den Märkten hält sich der Freudentaumel in Grenzen. Trotz aller Kursgewinne spekulieren viele Skeptiker darauf, dass Anleger bald “Kasse machen” und der Börse eine Verschnaufpause bescheren könnten. Wer behält Recht? Die ewigen Pessimisten oder die “Viva la France”-Fankurve?

Befragen wir doch mal die guten, alten Börsenweisheiten… Gleich zwei Regeln raten zu einem vorübergehenden Rückzug vom Aktienmarkt. Ob das wirklich eine so gute Idee ist?

“Sell in may and go away…

…but remember to come back in September”. Saisonalität. Viele Börsianer schwören auf Ratschläge wie diese und richten ihre Anlagestrategie danach aus. Im Mai raus aus den Aktien, im September wieder rein. Keine besonders rentable Vorgehensweise, wie die Vergangenheit zeigt. Zum einen freut sich Ihre Investmentbank über die anfallenden Gebühren, die Sie für die “Umschichtung” bezahlen, zum anderen gehen Ihnen vermutlich ein paar Prozent Rendite verloren. Tatsächlich gibt es nämlich einige wissenschaftliche Studien die belegen, dass die Sommermonate statistisch gesehen nicht schlechter sind, als die Wintermonate. Mit einer, alle vier Jahre wiederkehrenden, Ausnahme: Dem Jahr vor der US-Präsidentschaftswahl, in dem der Dow Jones im Winter eine bessere Performance zeigt, als im Sommer nach der US-Wahl.

Glaubt man der Theorie, so könnten die Sommermonate 2017 unter keinem guten Stern stehen. Könnten. Denn dieses Jahr steckt voll Überraschungen. Viele Börsianer warnten bereits nach dem Wahlsieg des US-Präsidenten Trump vor dem “Crash”, der nicht kam. Ganz im Gegenteil: Seit Jahresanfang gewann der Dax rund 10,8 Prozent an Wert. Ob die Frankreich-Wahl an der Rekordlaune unseres Leitindex etwas ändern wird?

“Buy the rumour, sell the news”

Vielleicht, wenn Börsenweisheit Nummer zwei den Realitätstest besteht. Bekanntlich wird an der Börse die Zukunft gehandelt. Diesem Umstand war auch der Aktien-Boom der französischen Wahlkampf-Periode zu Danken, der als verfrühte Erleichterungsrally aufgrund des erwarteten Wahlsiegs (“rumour”) von Emmanuel Macron betrachtet werden kann. Die Börse lag also schon vergangene Woche im Vor-Freudentaumel und könnte diese Woche, nach den “news” der Frankreichwahl, an Euphorie verlieren.

Fundamental viel Neues

Börsenweisheiten hin oder her, auf Eines können wir uns verlassen: Die Börse strebt nach Größerem. Solange die Wirtschaft wächst, solange machen Unternehmen Gewinn und geben den Märkten mit guten Bilanzkennzahlen frische Impulse. Sowohl amerikanische als auch europäische Firmen gewähren uns in den kommenden Tagen einen Blick in ihre Bücher. Für Bewegung auf dem Parkett könnten folgende Kandidaten sorgen, die teils auch zu unseren boerse.de-Champions-Aktien zählen:

Dienstag:

Commerzbank, K+S, Eon, ElringKlinger, Zalando, Walt Disney, News Corp, NVIDIA, Electronic Arts

Mittwoch:

HeidelbergCement, Carl Zeiss Meditec, AXA, ING, Evotec, Toyota, Leonk, 21st Century Fox

Donnerstag:

Deutsche Post, Deutsche Telekom, Nordex, Lanxess, Henkel, ProSiebenSat.1, Nissan

Freitag:

Innogy, Allianz, Thyssenkrupp, ArcelorMittal, Hapag-Lloyd

Ich wünsche Ihnen gute Nerven und eine erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick: Volltreffer!

Die Highlights der Woche: Viva la France!

O là là, was für ein Wochenstart! Die Erleichterung der Börsianer über den zu erwartenden Sieg des EU-Befürworters Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl am 7. Mai verlieh dem Dax zu Handelsbeginn Flügel: Unser Leitindex sprang bereits in den ersten Minuten rund zwei Prozent nach oben und markierte kurz vor 11 Uhr mit über 12.390 Punkten ein neues Allzeithoch. Chapeau! Der Etappensieg des wirtschaftsfreundlichen Kandidaten Emmanuel Macron dürfte den befürchteten “Frexit” verhindern und könnte gleichzeitig den Startschuss für eine sommerliche Börsenrallye Frankreich-Frankfurt geben.

Die Euphorie an den Märkten ist ein erfrischender Richtungswechsel nach den volatilen Zitterkursen der vergangenen Börsenwochen. Diese standen im Zeichen eines Gefechts zweier ungleicher Kontrahenten: Politik versus Wirtschaft. Auf der einen Seite des Ringes die Frankreich-Wahl, Brexit, Trump und Terror, auf der anderen die blühende US-Bilanzzahlen-Saison und weitere, positive Konjunkturmeldungen. Ein Battle, der in dieser Konzentration selten stattfindet und für Hochspannung auf dem Parkett sorgt.

Trotz ihrer Verschiedenartigkeit haben Politik und Wirtschaft nämlich vieles gemeinsam. Zum Beispiel die Fähigkeit, Aktienkurse zu dirigieren. Börsianer mussten in den vergangenen Wochen starke Nerven beweisen und sich von den teils heftigen Kursschwankungen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Denn obwohl Dax und Dow langfristig immer auf Wachstumskurs sind und sich von politisch motivierten “Crashs” schnell wieder erholen, machen Anleger oft den Fehler, bei der kleinsten Kurs-Verstimmung Aktien zu verkaufen, statt zu halten.

Die Investoren aber, die auf die Krisenfestigkeit der Börse vertrauen, werden diese Woche belohnt: Sowohl die positive, politische Stimmung als auch die Bilanzzahlen-Saison, die in den USA ihren Höhepunkt erreicht, könnten den Kursen Rückenwind verleihen. An guten Zahlen mangelt es nämlich nicht. Sowohl in Amerika, als auch auf unserem Kontinent floriert die Wirtschaft und viele der dieswöchigen Bilanz-Kandidaten dürften positive Überraschungen für ihre Anteilseigner bereithalten.

Hier sind die Unternehmen (darunter auch einige boerse.de-Champions!), die uns einen Blick in ihre Bücher gewähren:

Montag:

Syngenta, Philips, Anglo American, Alcoa, Halliburton, T-Mobile US


Dienstag:

Essilor International, SAP, Covestro, Volvo, Puma, Aixtron, Rocket Internet, DuPont, Eli Lilly, Coca-Cola, 3M, Caterpillar, McDonald’s, Kering, AT&T, Texas Instruments, Corning, Biogen

Mittwoch:

BHP Billiton, Comdirect, Daimler, KPN, Pepsico, Twitter, Procter & Gamble, GlaxoSmithKline, Boeing, Amgen, PayPal, Fiat Chrysler

Donnerstag:

Samsung, Roche, Kuka, Deutsche Bank, Renault, BASF, Nokia, Airbus, Wacker Chemie, Air Berlin, Vossloh, Fielmann, Lufthansa, Bayer, Beiersdorf, Total, AstraZeneca, Nintendo, Dow Chemical, Under Armour, Ford, Comcast, Intel, Alphabet, Amazon, Starbucks, Microsoft,  American Airlines Group, Expedia, GoPro, Abbvie, Praxair

Freitag:

Fuchs Petrolub, RIB Software, Linde, Sanofi, Barclays, Royal Bank of Scotland, Sony (Jahreszahlen), Colgate-Palmolive, General Motors, Exxon, Chevron

Genug Stoff für hochfliegende Börsenträume, die lediglich am Donnerstag einen kleinen Dämpfer bekommen könnten. Dann ist nämlich “Super” Mario Draghi in heikler Mission unterwegs. Der Chef der Europäischen Zentralbank muss langsam aber sicher das Ende der Geldflut einläuten, die dazu dient, die EU-Wirtschaft anzuheizen. Geld zum Nulltarif stimuliert Unternehmen zur Aufnahme von Krediten und fördert so deren Innovations- und Investitionskraft. Sehr zum Leidwesen des Bankensektors, dessen Kerngeschäft unter der jahrelangen Nullzinsphase litt. Jetzt, da das Inflationsziel von knapp zwei Prozent fast erreicht scheint, muss die EZB ihren geldpolitischen Kurs anpassen. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn eine plötzliche Kehrtwende könnte die Märkte kalt erwischen.

Ich wünsche ihnen eine spannende, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Die Highlights der Woche: Viva la France!