BMW: Mieses Karma hinterm Steuer

urn-newsml-dpa-com-20090101-161114-99-172930-large-4-3.jpgSommersonne ist verdammt anstrengend. Ich weiß nicht wies euch geht, aber ich zwinge mich gerade dazu, meine übermüdeten Wochenendaugen hinter einer XL-Sonnenbrille zu verbergen und gleichzeitig den Screen meines Laptops so auszurichten, dass ich darauf mehr als mein eigenes Spiegelbild erkennen kann. Die beste Strategie für diesen Montag ist also: schnell den Trade-des-Tages klarmachen, früh in den Feierabend starten und dann ab ans Gewässer!

Alles zugeparkt mit fetten BMW’s? Guess why! Einige Mitarbeiter des Autobauers bekommen dieser Tage hitzefrei, weil ein Teil fehlt und die Produktion deshalb an einigen Standorten stillsteht.

Trump denkt, BMW lenkt…

…nicht. Lenkgetriebe aus Bella Italia sind irgendwo hinterm Brenner hängen geblieben und sorgen für eine Open-End Zwangspause an den Bändern. Zwar hat BMW sogar eine eigene “Task Force” zusammengestellt, die sich als Sondereinsatzkommando in Sachen Lenkgetriebe um eine schnelle Lieferung kümmern soll, doch wie lange die italienischen Kollegen noch Dolce Vita feiern, ist derzeit ungewiss. Sicher ist aber, dass so ein Produktionsausfall Zeit und Geld kostet und die Aktionäre BMW heute den zweiten Tag in Folge ins Minus befördern.

Vielleicht haben aber auch die sizilianischen amici etwas damit zu tun? Auf dem G7 Gipfel am Freitag in Taormina schockte Trump die deutschen Autobauer nämlich mit den Worten: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie (die Deutschen Autohersteller) in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“ Ich bin ja nicht so esoterisch unterwegs, aber wer weiß, wer weiß, vielleicht verbreitete Trump in Italien so viel mieses Karma, dass sogar die Fließbänder Bammel bekamen und ihren Dienst einstellen?

Offene Türen in den USA?

Trump ist mittlerweile zurück in Washington und schon schlägt sein Spirit wieder zu: Er will die Schranken für die deutsche Autoindustrie schließen und was passiert? BMWs Türen öffnen sich!

Und das auch noch während der Fahrt! Deshalb müssen die Münchner in den USA rund 45.000 ältere Fahrzeuge der 7er Reihe zurückrufen und reparieren. BMW befindet sich momentan auf dem Highway to hell aber soviel ist sicher, Leute: Karma f**** back! Happy Trading!

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BMW: Mieses Karma hinterm Steuer

Nike, just do it!

Heute schlägt für Nike die Stunde der Wahrheit. Die “Siegesgöttin” präsentiert ihre Zahlen zum dritten Quartal und die Fankurve fragt sich, ob Nike der griechischen Namenspatronin einmal mehr gerecht werden kann. Im vergangenen Jahr fehlte dem amerikanischen Sportartikelhersteller zeitweise der “Swoosh”, was sich auch in dessen Bilanz widerspiegeln könnte. Einige Analysten rechnen damit, dass Nike zum ersten mal seit 2012 Gewinneinbußen von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein schwaches Wachstum von nur drei Prozent auf dem wichtigen US-Markt hinnehmen muss. Doch das ist noch lange kein Grund, um den amtierenden Rekordhalter im Sportgeschäft als “Looser” abzuschreiben. Ganz im Gegenteil: Vieles spricht dafür, dass der Langstreckenläufer wieder zu seiner alten Form zurück gefunden hat.

Ein sportlicher Rat schonmal vorab: Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief haben Nike zum Champion gekürt…und das zurecht, denn Nike ist der Inbegriff vieler Superlativen: Die Legende. Der weltweit führende Sportartikelhersteller. Die Hipster-Marke. Zweifellos besticht der Konzern aus dem US-Bundesstaat Oregon mit einer Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht.

Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat die Aktie 427 Prozent dazugewonnen. Nikes Börsenwert beziffert sich derzeit auf satte 90 Milliarden Euro, fast dreimal soviel wie Adidas. Doch Nikes Goldmedaille trug vergangenes Jahr ein paar Kratzer davon. Der Konzern stieß an die Grenzen seines Wachstums und musste im Schlussquartal 2016 einen Umsatzzuwachs von “nur” 6 Prozent hinnehmen. Eine gewöhnungsbedürftige Entwicklung für die erfolgsverwöhnten Nike-Anleger, deren Aktie 2016 über 15 Prozent an Wert verlor.

Neues Jahr, neues Glück? Vieles spricht dafür, dass Nike 2017 seinem Namen wieder alle Ehre machen wird und das, obwohl Erzrivale Adidas und Newcomer wie Under Armour auf der Lauer liegen. Echte Champions lassen sich eben nicht so schnell aus dem Feld schlagen. Viele Experten bezeichnen das vergangene Jahr deshalb als “Verschnaufpause”. Ein kurzes Formtief, von dem sich Nike 2017 wieder erholen wird, denn an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Die Vergangenheit ist demnach bereits “eingepreist” und kann dem zukünftigen Kursverlauf nicht mehr gefährlich werden.

Sie könnten Recht behalten. Seit Jahresbeginn punktet der Sportartikelhersteller mit einem Kursgewinn von 9,9 Prozent, was sowohl positiven Analystenstimmen, als auch einer vielversprechenden Geschäftsperspektive zuzuschreiben ist.

Die Verkäufe in Asien laufen wieder besser, und Nike hat auch im wichtigen Lifestyle-Segment ein “Ass” im Ärmel: Ende März stürmt der neue Sneaker “Air Vapor Max” die Regale. Womöglich der Kassenschlager, mit dem unser Champion einmal mehr beweist, wie viel “Swoosh” in ihm steckt.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss Boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Nike-just-do-it-von-Miss-boersede/7751516

 

Nike, just do it!

Die Aktie des Tages: PepsiCo

snack_1483932_1280Morgen um 12:30 Uhr deutscher Zeit heißt es: Showtime für PepsiCo! Der ewige Coca-Cola-Konkurrent präsentiert dann Zahlen zum vierten Quartal 2016, und uns interessiert natürlich, ob es der Champions-Aktie ein weiteres Mal gelingt, die Marktprognosen zu toppen. In den ersten drei Quartalen 2016 übertraf der Getränke- und Lebensmittelkonzern jedes Mal die Erwartungen der Börsianer, und auch morgen könnte PepsiCo für eine erneute Überraschung sorgen.

Doch die Latte der Wall Street liegt hoch: Einnahmen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal, rund fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, sollten schon drin sein, um die Stimmung an der Wall Street zum Sprudeln zu bringen. Halbleer ist das Glas dagegen bei Coca-Cola: Die Getränkemarke enttäuschte vergangene Woche mit sechs Prozent weniger Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal und einem trüben Ausblick fürs Gesamtjahr.

Was macht PepsiCo also besser als die Konkurrenz? Zwar ist der Konzern vor allem für seine Cola-ähnlichen Softdrinks bekannt, doch was die meisten Konsumenten nicht wissen, ist, dass PepsiCo gleichzeitig den Löwenanteil des weiltweiten Chips-Markts für sich beansprucht. Unter dem Namen “Lay’s” verkauft Pepsi Kartoffelchips, die nach Paprika, Thai Sweet Chili, Smoked Bacon, oder Sour Cream & Onion schmecken und trifft damit bei den meisten Couch-Potatoes ins Schwarze. Das Knabber-Segment, das schon seit 1965 zum Pepsi-Imperium zählt, erwirtschaftet mittlerweile fast ein Viertel von PepsiCo’s Gesamtumsatz: Rund 13 Milliarden Euro.

Doch die Diversifikation, die PepsiCo einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Coca-Cola beschert, geht noch weiter. Neben Knabbereien buhlen auch immer mehr gesunde Drinks um ihren Platz auf dem Sofa. Nach Angaben des Branchendienstes Beverage-Digest ist der Softdrink-Konsum in Amerika im Jahr 2015 auf den niedrigsten Stand seit 1985 gesunken – eine große Herausforderung für die gesamte Limo-Industrie. PepsiCo hat das wachsende Gesundheitsbewusstsein seiner Kundschaft rechtzeitig erkannt und füllt die Supermarktregale auch mit Säften (Punica, Tropicana), Gatorade und Lipton Ice Tea. Ebenfalls nicht gerade zuckerfrei, aber immerhin erwecken diese Durstlöscher den Anschein, als wären sie ernährungstechnisch unbedenklich.

Kurz gesagt: Die Mischung machts. Ob diese so viel gesünder ist, als die klassische Pepsi-Cola, ist fraglich, aber der US-Konzern sichert sich mit seinem Mix aus Softdrinks, Knabberwaren und Säften einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Coca-Cola und ist gleichzeitig besser für die Zukunft gewappnet.

Neben veränderten Konsumenten-Trends droht der Limonadenindustrie nämlich noch eine weitere Gefahr: Immer mehr Staaten folgen der Aufforderung der Weltgesundheitsorganisation WHO, eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke einzuführen, die mindestens ein Fünftel des Preises ausmachen soll. Mit dieser Maßnahme sollen Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes bekämpft und das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung geschärft werden. PepsiCo-Chefin Indra Nooiy fühlt sich auch für diesen Kampf bestens gerüstet und will in den kommenden Jahren Milliarden Dollar in die Entwicklung gesünderer Snacks und Getränke investieren.

Sie sehen schon, die Lebensmittelbranche ist zwar stets in Bewegung, eignet sich aber im Gegensatz zu schwankungsanfälligen Sektoren, wie beispielsweise der Automobilindustrie, bestens für einen gesunden, langfristigen Vermögensaufbau. Konsumgüter-Aktien wie PepsiCo machen einen Teil unseres BCDI-Aktienfonds aus, mit dem auch Sie am Erfolg von 25 Aktien mit einer besonders niedrigen Risikokennziffer partizipieren können. Der BCDI-Aktienfonds investiert regelbasiert in die zehn Werte des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI; WKN: SLA3CD) und in 15 weitere laut Performance-Analyse des boerse.de-Aktienbrief besonders defensive Champions. Dabei stammen gleich neun Titel aus der Branche Tabak, Lebensmittel & Getränke.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden Börsentag und sprudelnde Renditen,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-PepsiCo-von-Miss-boersede/7740936

 

Die Aktie des Tages: PepsiCo

BMW: Alle Münchner fliegen hoooch!

article-2427946-1824275200000578-134_964x487Wenn die Deutsche Bank was von “Liquidität”, “Profitabilität” oder “gute Firmen-Führung” faselt, dann kann sie nicht sich selbst meinen. Stimmt, die Deutsche Drama-Bank, die mehr interne Baustellen hat als die A8, plauderte heute nicht aus dem eigenen Nähkästchen, sondern lobte die Bayerischen Motoren Werke.

Die Großbank adelte die BMW-Aktie und verlieh ihr die “Buy” Medaille was soviel bedeutet wie: Kaufen, das Ding! BMW sei hoch profitabel, gut gemanaged und finanziell flüssiger als Konkurrent Daimler.

Autsch!

Daimler. Da war doch was. Erst vor zwei Tagen sickerte eine Meldung durch die Presse, wonach die Stuttgarter die Münchner erstmals seit elf Jahren am Auspuff schnuppern lassen. Aktuelle Absatzzahlen der Monate Januar- November verraten, dass Daimler rund 70.000 mehr Autos ausgeliefert hat als BMW, oh weh oh weh. Daran könnte nur ein Unglück der Größenordnung “Elchtest” oder “Dieselgate” noch etwas ändern.

Macht niX!

Denn 2018 kommt der X7, verriet BMW Finanzchef Eichiner. So ne neue, große Kiste könnte den SUV-verliebten US-Markt wieder anheizen, in dem die Münchner mit einem Verkaufs-Minus von 18 Prozent ganz schön Federn lassen mussten. Die Amis stehen auf dicke Kisten und warten lieber auf den neuen X7 oder 5er, der im Februar auf den Markt kommen soll, als sich mit Modellen der letzten Generation zu begnügen.

Auch wenn BMW seinen Titel dieses Jahr wohl an Daimler verlieren wird, glauben die meisten Experten daran, dass die Motorenwerke 2017 einen Gang raufschalten. Analysten prophezeien 21 Prozent höhere Gewinne und sorgen mit ihrem Optimismus dafür, dass die BMW-Aktie heute mit Plus 1,24 Prozent zu den Top-Scorern des Tages zählt.

Und jetzt seid ihr dran. Entscheidet ihr euch für “Fahrfreude pur” oder “Das Beste oder nichts”? Happy Trading!

BMW: Alle Münchner fliegen hoooch!

VW will hoch hinaus

bus-1Vor rund einem Jahr dachte ich: Ohoh, das wird nix mehr mit Volkswagen. Der Dieselgate-Skandal, bei dem VW den Umweltbehörden falsche Abgaswerte vorgegaukelt hat, hätte dem Konzern gut und gern das Genick brechen können.

Ein Software-Trick sorgte dafür, dass die Abgasreinigung nach 22 Minuten abgeschaltet wurde. Warum nach 22 Minuten? Weil die Sitzheizung sonst meinen Allerwertesten verglüht hätte? Nee, die Abgas-Tests der US- Umweltbehörden dauern im Schnitt knapp 20 Minuten. In dieser Zeit war alles sauber im Auspuff, danach wurde es toxisch.

Imagekiller: Diesel

VW erzählte in den USA erst “it wasn’t me!”, versuchte es dann mit arroganten Ausreden und bekannte sich erst zu seinem Vergehen, als die Tricksereien echt nicht mehr zu leugnen waren. Die Amis waren von dieser Taktik not amused und die VW-Verkaufszahlen brachen ein.

Die Diesel stehen schon seit Herbst 2015 nicht mehr beim Dealer im Hof und sollen, wie heute bekannt wurde, ganz aus dem US-Modellprogramm verschwinden. Stattdessen gibts den amerikanischen Traum in Form von besonders umweltschonenden (*zwinker*) SUVs und großen Limousinen- mit Benzinmotor, versteht sich.

Highway from hell: Der Weg aus der Krise

Bei einem Skandal, der VW weit über 15 Milliarden Euro kosten wird, muss der Konzern einmal kräftig auf den “Reset”-Knopf drücken. Aufräumen ist angesagt! Insidern zufolge plant Volkswagen über 23.000 Stellenstreichungen, setzt voll auf den E-Auto-Trend und sucht sich ein neues Image: Man wolle nicht mehr arrogant sein, aber trotzdem der Größte, sagt VW-Markenchef Herbert Diess. Aha. Klingt in meinen Ohren immer noch ziemlich überheblich.

Warum ist die Aktie trotzdem ein Hottie?

Zum einen, weil die Aktionäre und VW-Fans ein bisschen blauäugig hinterm Steuer sitzen und auf das Gute im Konzern vertrauen, zum anderen, weil die “Goldmännchen” heute nachgeholfen haben.

Die Investment-Experten von Goldman Sachs analysierten Auto-Aktien von VW, Daimler und BMW und gaben Volkswagen überraschend die Bestnote. Während sich Daimler und BMW wegen schlapper Gewinnaussichten mit einem “Neutral” begnügen mussten, bekam VW einen fetten “Buy”-Stempel aufgedrückt. Goldman denkt, dass Volkswagen die Dielselgate-Kosten jetzt im Griff hat und fit für die Zukunft ist.

Mich juckt schon der Daumen: Ist die VW-Aktie mit einem Preis von 122 Euro vielleicht ein echtes Schnäppchen? In jeder Krise steckt eine Chance..jaja, also dann ran an die Knöpfe und Happy Trading!

VW will hoch hinaus

Schmierig! Das Geschäft mit dem Öl

surfrider_calendar5Aus irgendeinem unerfindlichen Grund habe ich heute Morgen über das Thema Weltmacht nachgedacht und dabei fiel mir auf, dass die meisten mächtigen Dinge oder Menschen ziemlich unsexy und manchmal sogar gefährlich sind. Politiker, Banken, Terroristen, Michael Jackson und.. Öl! Der Schmierstoff stinkt, verklebt die Federn unschuldiger Wasservögel, kostet ne Stange Geld und ist für mich nur in Form von Sonnenschutz-Kokosöl zumutbar.

Dennoch: kaum eine andere Substanz schafft es, den Weltfrieden in Gefahr zu bringen, ganze Wirtschaftsnationen zu traumatisieren und die Aktienkurse in Atem zu halten. Wir alle hänge am Öl-Tropf, weil ohne den Stoff keine Fabrik raucht, kein Auto fährt und die Heizung kalt bleibt. Unsere Abhängigkeit machen sich die großen Öl-Mächte wie die USA, Saudi-Arabien oder Russland zu Nutze, um Rohstoff-Poker im ganz großen Stil zu spielen. Wer produziert, dominiert. Deshalb ist der Ölpreis auch weitgehend abhängig von den Beschlüssen der sogenannten Opec-Länder (Organisation Erdölexportierender Länder), die sich heute im schönen Wien treffen.

Der Ölpreis schwappte in den letzten Monaten von abgrundtief bis himmelhoch jauchzend. Mussten im Juni 2014 noch mehr als 110 Dollar für ein Fass (159 Liter) der Sorte Brent gezahlt werden, so waren es im Februar 2016 für kurze Zeit weniger als 30 Dollar. Momentan hat sich der Preis pro Barrel auf ungefähr 50 Dollar eingependelt und liegt damit wieder auf einem Niveau, bei dem sich die Pumperei auf für weniger reiche Staaten mit hohen Förderkosten, wie beispielsweise Nigeria, wieder lohnt.

Alles in Butter? Nee! Denn sowohl der Preisverfall, als auch der letzte Preisanstieg haben leicht perverse Gründe. 2014 bauten die USA  ihr umstrittenes “Fracking” (Herauspressen von Rohöl aus unterirdischen Gesteinsschichten) aus und sorgten mit der sprunghaft erhöhten Fördermenge für eine Art Öl-Tsunami. Damals wäre es Opec’s Job gewesen, der Pumperei durch die Einführung eines Förderlimits den Hahn abzudrehen, um einen weltweiten Preisverfall aufgrund des Überangebots zu verhindern. Doch die superreiche Öl-Nation Saudi-Arabien machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Im Gegensatz zu armen Ländern mit hohen Förderkosten, wie beispielsweise Nigeria, verdient Saudi-Arabien auch noch bei Preisen von rund 20 Dollar pro Fass ganz gut Geld. Und über ein finanzielles Ruhepolster verfügen die Scheiche ja auch noch. Deshalb verfolgen die Saudis den Plan, die Welt auch weiterhin mit Öl zu Dumpingpreisen zu fluten, um kleinere Exportländer, für die sich die Pumperei nicht mehr lohnt, aus dem Markt zu drücken.

Fiese Sache, funktioniert aber. Der Grund für den derzeit recht hohen Ölpreis liegt deshalb auch nicht am Wohlverhalten der Opec, sondern an Waldbränden in Kanada und politischen Unruhen in Afrika. Von Einsicht also keine Spur. Und so wird vermutlich auch das heutige Meeting in Wien beschlusslos zu Ende gehen. Aber nett, sich mal wieder getroffen zu haben. Shake Hands. Und Tschüss.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/schmierig-das-geschaeft-mit-dem-oel/

Schmierig! Das Geschäft mit dem Öl

VW US-Chef zieht Leine

RTS7UM2Also ganz ehrlich: VW kommt mir langsam zu den Ohren raus. Seit Monaten vergeht kein Tag ohne Skandal-Schlagzeilen aus Wolfsburg! Genau das dachte sich scheinbar auch VW US-Chef Michael Horn und nahm gestern Nacht überraschend die Beine in die Hand und verabschiedete sich aus seinem Posten. “Im gegenseitigen Einvernehmen” und “aus persönlichen Gründen” hieß es in der offiziellen Pressemeldung von Volkswagen. Tatsächlich war Michael Horn ein eher unsicherer Zeitgenosse und so könnte es durchaus sein, dass ihm der ganze Trubel einfach zu viel geworden ist.

So war sein Auftritt bei der ersten Automesse in Los Angeles nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals eher als peinlich einzustufen. Mr. Horn las seinen “speech” vom Teleprompter ab und ließ sich im Anschluss von einer Horde wild gewordener Journalisten gegen einen gelben VW Beetle quetschen. Der arme Horn lag wie ein Käfer auf dem Rücken und wirkte äußerst hilflos.

Dabei kann Mr. Horn auch ganz anders. Als der Dieselgate-Skandal um manipulierte Abgaswerte im September publik wurde, drückte sich die ganze Wolfsburger Mannschaft vor einem Presseauftritt in den USA. Nicht so der Michael. Er stellte sich in New York den Fragen skandalhungriger Journalisten und gab zu: “Wir haben richtig Mist gebaut!”.

Dieses Eingeständnis kam vor allem bei den rund 650 VW-Vertragsdealern in den USA richtig gut an. Sie hatten mit Horn einen best buddy, der sich nicht nur für den Bau des langersehnten SUVs für den amerikanischen Markt stark gemacht, sondern Händlern auch finanziell aus der Patsche geholfen hatte, die nach dem Skandal kaum noch Diesel-Fahrzeuge an den Mann bringen konnten.

Vielleicht hatte Horn einfach keinen Bock mehr, noch länger den Kopf für das Wolfsburger Management hinzuhalten. Er selbst war erst seit 2014 im Amt und hatte- soweit bekannt- keinen Schummel-Dreck am Stecken. Jetzt darf Volkswagens künftiger Nordamerika-Chef Hinrich Woebcken das Ding wuppen. Auf ihn kommt ein enormer Shit-Storm von Sammelklagen und Betrugsvorwürfen zu und viele VW-Kenner zweifeln daran, ob er der richtige Mann fürs Aufräumen ist.

Und was macht die VW Aktie? Nix. Die ist schlechte News schon gewöhnt, genau wie wir.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/vw-us-chef-zieht-leine/

VW US-Chef zieht Leine