Das sieht nicht gut aus: Unilever killt den Ketchup-Deal

off-insect-repellent-ice-cream-with-ketchup-small-74583Es hätte ein kulinarischer Genuss erster Sahne werden können: Magnum-Philadelphia, Lipton Capri-Sonne… träum weiter, du Foodie! Denn aus der 143-Milliarden-Dollar schweren Übernahme von Unilever durch Kraft Heinz wird erstmal nix. Der amerikanische Ketchup-Traum hat sein Angebot für den britisch-niederländischen Verbrauchsgüterhersteller nach nur zwei Tagen zurückgezogen.

Die hellseherischen Spekulanten unter euch hätten mit den Gerüchten um Unilever-Kraft Heinz am Freitag ganz gut Kasse machen können. Plus 13 Prozent standen auf dem Kursticker der Niederländer! Aber dann…

Ihr kennt vielleicht die alte Börsenweisheit: “Buy on rumour, sell on news”? Tja, darin steckt sicher ein Funken Wahrheit, aber wir Börsianer hatten nicht einmal die Chance “on news” zu verkaufen, denn der Deal wurde am Sonntag gecancelt und da sind bekannterweise selbst die Buttons der Profitrader eingefroren. Wer also am Freitag seine Unilever-Anteile nicht gleich wieder vertickt hat, der bekam heute den AXE-Effekt zu spüren: Unilever verlor nach Börsenstart rund 8 Prozent an Wert.

Vorerst wirds also nix mit Pfanni Mac&Cheese. Schuld daran ist angeblich Unilever und: Die Börse. Als Gerüchte über den Megadeal am Freitag die Kurse rockten, waren die Gespräche der beiden Konsumgüter-Multis gerade erst angelaufen und Unilever zog sich nach Bekanntwerden des Übernahmeversuchs erschrocken zurück.

Stellt euch vor, ihr bringt euer neues Sweetheart mit nach Hause und eure Eltern / Mitbewohner / Freunde fragen gleich mal, wann geheiratet wird. So ein Satz ist ein echter Flirt-Killer! Unilever, bedrängt durch den kräftigen Heinz mit dem noch mächtigeren Warren Buffett im Rücken, fühlte sich also leicht bedrängt und ergriff die Flucht: “Unilever sieht keine Basis für weitere Diskussionen”, verkündete der Konzern. Und tschüss, netter Quickie!

Welche Richtung Warren Buffetts Kraft Heinz-Aktien einschlagen werden, sehen wir übrigens erst morgen, da an der Wall Street heute aufgrund eines Feiertages nicht getradet wird. Bis dahin sind die News schon von gestern und der Kraft Heinz-Großaktionär Buffett kommt vielleicht mit einem Lächeln statt 8 Prozent Miesen davon… Happy Trading!

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Das sieht nicht gut aus: Unilever killt den Ketchup-Deal

Unilever: Ist die Magnum-Aktie ihr Gold wert?

maxresdefaultMahlzeit! Es ist wieder Zeit für eure Tupperware, ne Stulle, den Döner um die Ecke, oder einen kulinarischen Kantinen-Kracher. In meinem Fall liegt übrigens eine Brezel mit Obazda (bayerische Schmierkäse-Spezialität) auf dem Teller. Köstlich! Und damit ihr euch nicht mit eurem Tischnachbarn über dessen Kinder / Exfrau / nächsten Urlaub unterhalten müsst, halte ich euch mit einem Artikel über Unilever bei Laune.

Der niederländisch- britische Verbrauchsgüterhersteller, der vermutlich auch irgendwas zu eurem Lunch beigesteuert hat, präsentiert morgen vor Börsenstart seine Zahlen zum ersten Quartal und wir wollen natürlich wissen, wie die Geschäfte mit Knorr, Becel, Dove & Co. so laufen. Generell wirken Aktien der Lebensmittelindustrie so beruhigend aufs Depot, wie ein Magnum Double Peanut Butter zum Tatort. Die Konsumgüterindustrie ist relativ immun gegen wirtschaftliche Bedrohungen aller Art, denn gegessen und getrunken wird immer. Deshalb entwickelte sich der Kurs der Unilever Aktie in den letzten 12 Monaten auch ohne große ups- und downs. Langweilig, aber äußerst nervenschonend.

Und ratet mal, was die Analysten von den morgigen Q1 Zahlen erwarten? Genau. Kaum Veränderung im Vergleich zum ersten Quartal 2015, in dem Unilever 12,8 Milliarden Euro Umsatz verbuchen konnte. Na, das ist ja echt ein ganz heißes Eisen! Bevor ihr jetzt gelangweilt meinen Artikel closed, verrate ich euch noch, dass Unilever auch sowas wie einen “darunterliegenden Umsatz” abzüglich Währungsschwankungen und Kosten für Übernahmen ausweist. Und siehe da: diese Zahlen klingen dann schon erfolgversprechender. Umsatz +4,7 Prozent, Verkäufe + 2,2 Prozent und Preise +2,4 Prozent.

Da sich an der Zahlenfront nicht so gigantisch viel bewegt, warten die Analysten vor allem gespannt auf Äußerungen zur Perspektive des Unternehmens für die kommenden Jahre. Der Nahrungsmittel-, Körperpflege-, und Putzmittel-Hersteller verdient einen Großteil seiner Euros in Schwellenländern wie Brasilien. Dort lutschen die Bewohner bei tropischen Temperaturen zwar auch gerne am Steckerleis, müssen aber aufgrund der hinkenden Wirtschaft manchmal jeden Cent zweimal umdrehen. Neben der weltweiten, konjunkturellen Gefahr könnten auch die steigenden Grundstoffpreise eine Rolle fürs kommende Jahr spielen. Unilever tritt schonmal vorsorglich auf die Kostenbremse und rechnet bis 2018 mit Einsparungen von rund 1 Milliarde Euro.

Auf die ganz großen Kurssprünge müssen wir also wahrscheinlich noch warten, aber für einen kleinen, leichtverdaulichen Snack-Trade kommt Unilever bestimmt in Frage. Wir wünschen Guten Appetit!

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Unilever: Ist die Magnum-Aktie ihr Gold wert?

Die Bringer der Woche: Positiv denken

999224ce68cdea58da8858ad6cc11a05Es gibt doch dieses uralte Sprichwort: April, April, der weiß nicht was er will. Auch ist diese Philosophie etwas in die Jahre gekommen, matched der Inhalt doch mit dem Wetter und der Stimmung der Börsianer. Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt war letzte Woche die ganze regenbogenbunte Gefühlsskala auf dem Parkett zu spüren. Mal ging es stimmungs- und kurstechnisch steil bergauf, mal ebenso rapide Richtung Endzeitstimmung. Woran lags, dass der DAX und die meisten anderen Indizes letzte Woche so wankelmütig unterwegs waren?

Wahrscheinlich mit unter daran, dass die meisten Trader männlichen Geschlechts sind (sorry, boys ;)). Wie jede meiner Artgenossinnen sicher bestätigen kann, ist auch für noch so cool-smart-hippe Jungs ein leichter Schnupfen eine Nahtoderfahrung. Ähnlich sensibel reagieren die Herren momentan auf News von den Notenbanken, der Weltwirtschaft und dem Ölpreis. Diese drei Übeltäter haben die Finanzwelt momentan ganz schön im Griff. Letzte Woche hatten wir gleich mehrere Dates mit US-Notenbankchefin Janet Yellen, die durchblicken ließ, dass die US-Zinsen nur in leicht verdaulichen Häppchen erhöht werden. Das ist für die Börse bekömmlicher, weil Aktien bei niedrigen Zinsen die attraktivere Geldanlage bleiben. Dabei erwähnte sie auch die gesunde, amerikanische Wirtschaft, die keinen extra Wachstumskick in Form von Geld zum Nulltarif mehr nötig hat. Und last but not least zog der Ölpreis wieder in Richtung der 40 Dollar pro Fass, weil die Öl-Länder bei ihrer Versammlung am 17. April wahrscheinlich beschließen werden, die Fördermengen zu reduzieren, um das weltweite Schmierstoff-Überangebot zu reduzieren.

Zusammengefasst würde ich sagen: Alles easy! Entspannt euch, Jungs! Momentan gibt es echt keinen Grund für Kurs-Pessimismus. Auch von Seiten einiger Unternehmen könnten in dieser Woche positive Vibes aufs Parkett strömen. Langsam kommt die Berichtsaison wieder in die Pötte und viele Firmen präsentieren ihre Zahlen fürs erste Quartal 2016.

Schauen wir uns mal an, welche Events diese Woche für steigende Adrenalin- und Kurs-Pegel sorgen könnte:

Montag

* Henkel: Die Hauptversammlung der weißen Riesen steht in DüDo aufm Programm

* LVMH: Louis Vuitton Moët Hennessy berichtet luxusverliebten Anlegern, wie sich “girls best friends” im Winter so verkauft haben

* Alcoa: Auch der Ami-Aluminium Konzern lässt uns in seine Bücher blicken und eröffnet damit die Berichtsaison in den USA

Mittwoch

* Tesco: Jahreszahlen. Wie super läufts mit Englands größtem Markt?

* JPMorgan Chase: Q1 Zahlen. Hat die amerikanische Großbank mehr Dollars im Speicher als die deutsche Konkurrenz?

Donnerstag

* Unilever: Q1 Trading Statement. Irgendwas von denen steht bestimmt auch bei euch im Schrank. Heute erzählt uns der Tausendsassa, wie gut die Geschäfte mit Deos, Tütensuppen und Eiscreme so laufen

* Bank of America: Q1 Zahlen. Wie gut schlägt sich Amerikas größtes Geldhaus in Zeiten der Zinsebbe?

* BP: Hauptversammlung. Öl. Krise. Und der Zapfhahn tropft gewaltig.

* Rio Tinto: Hauptversammlung. Bergbau. Au. Noch eine weltweite Großbaustelle. Sind die Kumpels dennoch auf eine Goldmine gestoßen?

* Delta Airlines: Q1 Zahlen. Wohin geht die Reise des US-Mega-Carrier?

Ihr seht schon- proppenvoller Terminkalender diese Woche! Da ist doch für jeden Geschmack ein Stimmungsaufheller dabei, oder?

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Die Bringer der Woche: Positiv denken