Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

10914554_340c184857_zFire and Fury! Trump twittert “World of Warcraft”-Slogans und fühlt sich dabei scheinbar immer noch wie zu Zeiten seiner TV-Show “The Apprentice”. Als Showmoderator beendete er jede Sendung mit den Worten “You’re fired!”, scheinbar eine seiner Lieblingsparolen, die er momentan allerdings im falschen Kontext gebraucht.

Krieg ist kein Game und die Welt fürchtet, dass Trump mit seinen Machtspielchen gegen Nordkorea die politische Sicherheit rund um den Globus gefährden könnte. Und was hat das jetzt mit uns zu tun? Alles! Denn die Börse ist “das größte Spiel der Welt”, das bestimmten Regeln folgt. Eine davon lautet:

Play safe

Sobald Zeitungen irgendwas von “Krise”, “Konflikt” oder sogar “Krieg” schreiben, reagieren Börsianer wie die Lemminge, werfen reihenweise ihre Aktien über Bord und flüchten ins Gold. Das ist kein finanzieller Selbstmord, sondern Selbstschutz, denn Unternehmensanteile könnten in Krisenzeiten an Wert verlieren. Gold dagegen nicht. Weil es so selten und deshalb begehrt ist, wird das Edelmetall immer teuer bleiben.

Aktien runter, Gold rauf

Oder noch teurer werden! Der Preis pro Feinunze (entspricht in etwa 13 Goldbären) liegt momentan bei rund 1.286 Dollar, Tendenz steigend. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis elf Prozent zugelegt und das sogar, obwohl Aktien 2017 enorm angesagt waren und es in den USA endlich wieder Zinsen auf Sparbuch & Co. gibt. Und wenn Trump weiter so abgeht, könnte das Edelmetall erst so richtig zünden.

Dicke fette Blockchain-Kette

BlingBling um den Hals ist sooo last season…Blockchains sind das Must-have dieser Tage! Die verketteten Datensätze der Digiwährung Bitcoin besitzen zwar keine inneren Werte, könnten aber möglicherweise trotzdem zum  “sichere Hafen” der Millenials werden. Im Gegensatz zu anderen Währungen existiert Bitcoin in einer nicht-regulierten, virtuellen Parallelwelt, die weitgehend frei von politischen Einflüssen ist.

Wenn – worst case –  alles den Bach runtergeht, dann haben wir immer noch ein paar BTC im digitalen Wallet, die momentan mit rund 3.490 Dollar pro Stück mehr als doppelt so teuer sind, wie eine Feinunze Gold.

Alte Werte oder Krypto-Gold? Was ist euer “safe haven”?

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Der Wochenausblick: Wettrennen oder Wassertreten?

adidas-1838597_960_720Als “Black Friday” können wir vergangenen Freitag nicht bezeichnen, aber grau war die Stimmung in Frankfurt auf jeden Fall. Der Dax zeigte sich von Christi Himmelfahrt gänzlich unbeeindruckt, rutschte am Feier- und darauf folgenden Brückentag zeitweise auf 12.530 Punkte und pendelte sich zu Börsenschluss bei 12.602 Punkten ein. Ein Wochenverlust von 0,3 Prozent. Die große Frage ist jetzt, ob wir es mit einem temporären Vatertags-Kater zu tun haben, oder ob sich die Kursverluste vergangener Woche noch ausweiten? In bester Verfassung befindet sich dagegen unser BCDI. Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index erreichte vergangene Woche einen neuen Höchststand und übertraf mit einer Rendite von +11,9 Prozent seit Jahresbeginn Dax (+9,8 Prozent) und Dow (+6,7 Prozent) mit Leichtigkeit.

Amazon oder Alphabet: Wer knackt die 1000 Dollar-Marke?

Während der Dax eher orientierungslos scheint, gibt sich die Wall Street siegessicher. Zwar dürfen die US-Börsianer heute aufgrund des Memorial Days die Beine hochlegen, doch so eine kleine Verschnaufpause kann nach der Rekordjagd vergangener Woche nicht schaden. Sowohl S&P 500 als auch der Technologieindex NASDAQ erreichten neue Bestmarken wobei zwei Akteure den restlichen Marktteilnehmern die Show stahlen: die boerse.de-Champions-Aktien Amazon und Google-Mutter Alphabet. Die Internetriesen liefern sich seit Wochen ein spannendes Duell um die magische Bewertung von “1000 Dollar pro Aktie”. Amazon lag am Freitag mit 995 Dollar um Haaresbreite vorn, dicht gefolgt von Alphabet mit 993 Dollar pro Anteilsschein. Das bedeutet für mich und mein Depot: Daumendrücken für den E-Commerce-Pionier!

Ryanair und Rocket Internet: Bitte zum Bilanzcheck

Bilanzzahlen sind in dieser Woche Mangelware. Lediglich ein paar Nachzügler gewähren uns einen Blick in ihre Bücher, darunter Ryanair (Dienstag) und Rocket Internet (Mittwoch). Dabei könnten sowohl der “Überflieger”, als auch die Comeback-Aktie von Rocket Internet eine Überraschung parat haben. Während die Billigairline weiter auf die Kostenbremse drückt und dank dieser Strategie vermutlich bessere Resultate als im Vorjahr einfliegt, könnte der schon fast totgesagte Inkubator Rocket Internet endlich die Rakete zünden. Könnte. Denn seit dem Rocket-Börsengang mussten Anleger sehr viel Leidensfähigkeit beweisen, um Schwankungen von 15 Euro, über 58 Euro bis auf momentan rund 21 Euro zu überdauern. Die Startup-Schmiede, die Firmen wie Delivery Hero, Hello Fresh und den einzig wirklich erfolgreichen Sprössling Zalando hervorgebracht hat, schreibt noch immer Verluste. Eine spekulative Geduldsprobe…

Trump-Ticker

10.000 Sicherheitsleute bei gerade mal 11.000 Einwohnern: warum ausgerechnet die sizilianische Kleinstadt Taormina als Tagungsort für den G7-Gipfel auserwählt wurde, ist vielen ein Rätsel. Das Städtchen mutierte vom Touristenmagnet zum Sperrbezirk und das nur, weil sich Freitag und Samstag dort Vertreter der wichtigsten Industrienationen versammelten – darunter erstmals Donald Trump. Wie zu erwarten gestaltete sich das Treffen als schwierig. Schon im Vorfeld beschimpfte der US-Präsident die Deutschen als “sehr, sehr böse (bad)” und beschuldigte sie, zu viele BMW’s, VW’s, Porsche und Mercedes für Amerika zu produzieren: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“

Als Reaktion auf Trumps Drohung legten die deutschen Automobilwerte am Freitag den Rückwärtsgang ein und verabschiedeten sich mit Verlusten von teils über einem Prozent (BMW) ins Wochenende. Diese Schockwelle könnte zu Wochenbeginn noch weitere Kreise ziehen, denn neben möglichen Handelsdifferenzen mit Amerika hat BMW noch mit Problemen auf dem Heimatmarkt zu kämpfen: Wegen eines fehlenden Bauteils musste die Produktion in einigen Standorten am Wochenende teilweise gestoppt werden. Während sich einige Angestellte über Hitzefrei freuen, könnte das Logistikproblem BMW heute ins Schwitzen bringen. Produktionsausfälle kosten schließlich Zeit und damit auch Geld…

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Start in diese Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

BMW: Mieses Karma hinterm Steuer

urn-newsml-dpa-com-20090101-161114-99-172930-large-4-3.jpgSommersonne ist verdammt anstrengend. Ich weiß nicht wies euch geht, aber ich zwinge mich gerade dazu, meine übermüdeten Wochenendaugen hinter einer XL-Sonnenbrille zu verbergen und gleichzeitig den Screen meines Laptops so auszurichten, dass ich darauf mehr als mein eigenes Spiegelbild erkennen kann. Die beste Strategie für diesen Montag ist also: schnell den Trade-des-Tages klarmachen, früh in den Feierabend starten und dann ab ans Gewässer!

Alles zugeparkt mit fetten BMW’s? Guess why! Einige Mitarbeiter des Autobauers bekommen dieser Tage hitzefrei, weil ein Teil fehlt und die Produktion deshalb an einigen Standorten stillsteht.

Trump denkt, BMW lenkt…

…nicht. Lenkgetriebe aus Bella Italia sind irgendwo hinterm Brenner hängen geblieben und sorgen für eine Open-End Zwangspause an den Bändern. Zwar hat BMW sogar eine eigene “Task Force” zusammengestellt, die sich als Sondereinsatzkommando in Sachen Lenkgetriebe um eine schnelle Lieferung kümmern soll, doch wie lange die italienischen Kollegen noch Dolce Vita feiern, ist derzeit ungewiss. Sicher ist aber, dass so ein Produktionsausfall Zeit und Geld kostet und die Aktionäre BMW heute den zweiten Tag in Folge ins Minus befördern.

Vielleicht haben aber auch die sizilianischen amici etwas damit zu tun? Auf dem G7 Gipfel am Freitag in Taormina schockte Trump die deutschen Autobauer nämlich mit den Worten: „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie (die Deutschen Autohersteller) in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“ Ich bin ja nicht so esoterisch unterwegs, aber wer weiß, wer weiß, vielleicht verbreitete Trump in Italien so viel mieses Karma, dass sogar die Fließbänder Bammel bekamen und ihren Dienst einstellen?

Offene Türen in den USA?

Trump ist mittlerweile zurück in Washington und schon schlägt sein Spirit wieder zu: Er will die Schranken für die deutsche Autoindustrie schließen und was passiert? BMWs Türen öffnen sich!

Und das auch noch während der Fahrt! Deshalb müssen die Münchner in den USA rund 45.000 ältere Fahrzeuge der 7er Reihe zurückrufen und reparieren. BMW befindet sich momentan auf dem Highway to hell aber soviel ist sicher, Leute: Karma f**** back! Happy Trading!

Der Wochenausblick: Jammern auf hohem Niveau

hammock-2036336_960_720Auf und nieder, immer wieder…Was für uns nach körperlicher Ertüchtigung klingt, hält auch den Dax in Form. Unser heimischer Leitindex ging zwar vergangenen Mittwoch und Donnerstag kräftig in die Knie und sackte sukzessiv rund 300 Punkte abwärts, bekam aber am Freitag wieder Boden unter die Füße. Zum Wochenausklang standen 12.639 Punkte auf dem Zähler, rund ein Prozent weniger im Vergleich zur Vorwoche.

Panik? Nein, Schnäppchenjagd! Während viele Börsen-Neulinge und Crash-Propheten bei solchen Kapriolen Muffensausen bekommen, nutzen erfahrene Börsianer Rücksetzer oft als Nachkaufgelegenheit. Als Chance, vielversprechende, teils überteuerte Aktien zu einem reellen Preis zu bekommen. Dieser Effekt machte sich am Freitag bemerkbar, als sich Dax und Dow Jones nach dem reinigenden Gewitter der Vortage wieder leicht erholten.

TrumpPhobia

Eine schöne neue Wortschöpfung, die bei Google immerhin 46.000 Suchresultate erzielt. Gemeint ist die fast krankhafte Furcht vor den Handlungen des US-Präsidenten, die die Märkte schon seit dem Wahlkampf in Atem hält. Donald Trump entwickelt sich langsam zu so etwas wie einem Börsenbarometer. Der Segen im Weißen Haus hängt mal wieder schief? Ein schlechtes Omen für die Stimmung an den Märkten. Vermutlich ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis findige Analysten einen Algorithmus entwickeln, mit dem sich Börsenkurse basierend auf den “Tweets” des Präsidenten prognostizieren lassen. Und selbst dann wird sich zeigen: das einzig zuverlässige Börsenbarometer der Welt ist die Börse selbst.

Lassen Sie sich deshalb von kurzen “Verschnaufpausen” oder den Unkenrufen der Medien nicht irritieren – die Märkte haben mehr Fantasie, als so mancher Finanzexperte. Während viele Marktteilnehmer an der ein oder anderen Phobie erkrankt sind, lehnen sich meine boerse.de-Kollegen und ich ganz entspannt zurück denn wir wissen: Solange sich die Erde noch dreht, so lange strebt die Menschheit nach Wachstum. Diese Motivation spiegelt sich in der Konjunktur und den Kursentwicklungen von Dax und Dow wider, die im Mittel jährlich 9 Prozent Rendite erzielen. Das ist keine aus der Luft gegriffene Zahl, sondern das Ergebnis historischer Auswertungen, die ihre Gültigkeit auch in Zukunft nicht verlieren werden. Wichtig ist nur, dass Sie sich langfristig orientieren. Zum Beispiel mit einer Investition in den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). In diesem Index haben wir für Sie eine “Elite-Auswahl” von zehn besonders risikoarmen, renditestarken Champions zusammengestellt, mit dem Anleger, die den BCDI zu seiner Börseneinführung am 1.Juli 2014 erwarben, bis dato 50,7 Prozent Rendite erzielten.

US-Wirtschaft gesund

Viele Finanzexperten lassen sich von geopolitischen Unruhen ins Boxhorn jagen und übersehen dabei das wichtigste Indiz für Wachstum: Die wirtschaftliche Stabilität in den USA und hierzulande. Fakt ist, dass Amerikas Wirtschaft läuft. So hat sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Mai überraschend aufgehellt. Der sogenannte “Philly-Fed-Index” ist im Mai überraschend auf 38,8 Punkte gestiegen, nach 22,0 Punkten im Vormonat. Erwartet wurde ein Rückgang auf 18,5 Punkte. Zudem ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet gefallen. Alles positive Indizien, die auf ein fortgesetztes Wirtschaftswachstum in den USA schließen lassen.

Die Dates der Woche

Auch diese Woche treffen wir auf einen alten Bekannten: Donald Trump. Der US-Präsident begab sich am Freitag auf seine erste, neuntägige Auslandsreise, die ihn nach Saudi-Arabien, Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, den Vatikan, Italien, Brüssel und Sizilien führt. Am Ende könnte Trump deutlich mehr als 25.000 Flugkilometer auf dem Tacho haben und die Welt wird jede einzelne seiner Flugmeilen mit Argusaugen verfolgen. Eine Welttournee, die eventuell auch für Turbulenzen an den Finanzmärkten sorgen könnte.

Die Finanzagenda ist dieser Tage dagegen recht lückenhaft. Ein paar Bilanzzahlen (darunter Vonovia, Tiffany und HP am Mittwoch), zahlreiche Hauptversammlungen, einige Konjunkturdaten und ein Feiertag (Donnerstag): Diese Woche kommen “Impulse” für die Finanzmärkte vermutlich eher aus politischer Richtung, als von Unternehmensseite. Also gönnen Sie sich eine kleine Auszeit im Liegestuhl, genießen Sie die Sonnenseiten des Lebens und erinnern Sie sich an die weisen Worte von André Kostolany: “Der Analytiker denkt, die Börse lenkt”.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

Das Wort zum Wochenende: Nur keine Panik! Warum wir von politischen Börsen langfristig sogar profitieren

trump-2171739_960_720Unsere treuen Leserinnen und Leser kennen sicher schon ein paar der boerse.de-Kernaussagen. Einer meiner Favoriten, der mich in den vergangenen Monaten vor so manchem Panik-Verkauf bewahrte, lautet: “Jede Börsenkrise wird wieder aufgeholt”. Mit diesen Worten im Hinterkopf lassen sich auch die gegenwärtigen, meist politisch motivierten Kursturbulenzen ganz beruhigt “aussitzen”. Denn wer stoisch auf die Wachstumskraft der Börse vertraut, den bringen ein paar Schlagzeilen nicht aus dem Konzept. Scheuklappen aufsetzen und durch!

Dagegen könnten Börsen-Neulinge Überschriften wie “Wann kommt der Trump-Crash?” oder “Brexit! Jetzt brechen alle Dämme” zu viel Bedeutung schenken. Mit der Konsequenz, dass verunsicherte Anleger ihre Firmenanteile aus blanker Verlustangst zu einem vielleicht ungünstigen Zeitpunkt verkaufen, anstatt die Kurz-Krise einfach auszusitzen.

Skeptiker fragen sich vielleicht, ob die Warnungen der Weltpresse vor politisch motivierten Börsen-Crashs nicht doch ihre Daseinsberechtigung haben. Wie die Historie uns lehrt, gab es Korrekturen zuhauf, existenzielle Crashs ohne anschließendem Aufschwung dagegen nicht.

Ein Blick in die Geschichtsbücher

Vielleicht erinnern Sie sich noch mit Schrecken an den 11. September 2001. Damals, kurz nach dem fürchterlichen Terroranschlag in New York, verlor der Dax im Handelsverlauf fast elf Prozent. Die Wall Street, in unmittelbarer Nähe des World Trade Centers gelegen, blieb vier Tage lang geschlossen und ging am ersten Handelstag um gut sieben Prozent in die Knie. Viele Marktteilnehmer befürchteten die ganz große Korrektur, den Mega-Crash. Doch dem war nicht so. Die Börsenbarometer erholten sich wie Stehaufmännchen und der Dow Jones stand schon Ende Oktober auf einem ähnlichen Niveau, wie vor der entsetzlichen Katastrophe.

Diesmal ist alles anders?

Ob Brexit, Trump, Syrien-Konflikt, das türkische Verfassungsreferendum oder die französische Präsidentschaftswahl: Seit Monaten dominieren politische Ereignisse die Stimmung der Börsianer. Nervosität prägt das Geschehen und dieser labile Zustand spiegelt sich auch in den Kursen wider, die äußerst volatil, sprich: schwankungsanfällig, sind. Doch von einer massiven Korrektur keine Spur. Ganz im Gegenteil! Unser heimischer Leitindex gewann trotz Trumponomics, Terror und Türkei innerhalb der vergangenen zwölf Monate fast 21 Prozent an Wert und sein amerikanisches Pendant, der Dow Jones, punktete mit Plus 16,3 Prozent.

Prognosen und Irrtümer

Skeptiker vertrauen häufig lieber statistischen Erhebungen, als der Börse selbst und lagen damit in der jüngsten Vergangenheit gründlich daneben. Erinnern Sie sich an die Hochrechnungen vor dem EU-Referendum der Briten? Oder an die Prognosen im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl? Innerhalb weniger Monate irrten sich die Statistiker gleich zweimal und führten zahlen fixierte Trader weltweit in die Irre. In beiden Fällen reagierten die Kurse empfindlich auf das überraschende Ergebnis, doch statt des befürchteten Crashs blieb es bei einem kurzen Schock, von dem sich die Märkte rasch wieder erholten. Sie sehen, selbst Fehlprognosen haben langfristig keine fatalen Auswirkungen und können, wie im Fall der US-Wahl, sogar neue Anlagechancen eröffnen.

Die Börse läuft und läuft

Die gern zitierte Börsenweisheit: “Politische Börsen haben kurze Beine” hat nichts an Aktualität eingebüßt, auch wenn manche “Experten” das Gegenteil behaupten. Solange sich die Erde dreht, solange strebt die Menschheit nach Erfolg und Fortschritt. Gelegentliche Rücksetzer und “Verschnaufpausen” sind dabei völlig normal und natürlich und sollten nicht als Sprungbrett, sondern als Einstiegs- oder Zukauf-Chancen genutzt werden.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende und verabschiede mich heute mit einem Zitat des Star-Investors Warren Buffett: “Betrachten Sie die Schwankungen des Aktienmarktes als Ihren Freund und nicht als Ihren Feind. Profitieren Sie von der Torheit Anderer, statt an ihr teilzunehmen.”

Ihre Miss boerse.de

Bewies Bayer einen „grünen Daumen“ bei der Monsanto-Übernahme?

Es war einer der spannendsten Übernahme-Poker der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Nach monatelangem Tauziehen mit Monsanto legte Bayer im September vergangenen Jahres 66 Milliarden Dollar für den US-Saatguthersteller auf den Tisch. Damit besiegelte Bayer die größte Firmenhochzeit zwischen einem deutschen und einem ausländischen Unternehmen, die unser Land je gesehen hat.

Von Romantik aber keine Spur. Das Dreamteam Bayer / Monsanto bangt um den Segen der Kartellwächter und der neuen US-Regierung. Umweltschützer, die dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat den Garaus machen wollen gehen auf die Barrikaden und auch viele Aktionäre reagieren misstrauisch: Hat Bayer sich mit dem Zukauf eventuell finanziell übernommen?

Monsanto’s Moment der Wahrheit

Morgen legt Monsanto Zahlen zum zweiten Quartal vor. Ein spannender Moment für die Investoren, denn obwohl Bayers Pharmageschäft 2016 blendend lief, blieb das Agrarchemiegeschäft – das zweite Standbein der Leverkusener – hinter den Erwartungen zurück. Eine Stagnation in der Unternehmenssparte “Crop Science” spricht generell für Bayers Zukauf-Strategie. Allerdings nur, wenn sich das “Schnäppchen” gewinnbringend entwickelt. Bei Monsantos Jahreszahlen-Präsentation Anfang Januar war zumindest alles im grünen Bereich. Nach einem fruchtlosen Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der US-Agrarkonzern unterm Strich ein Plus von 29 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor musste das Unternehmen aufgrund des schwächelnden Geschäfts in der Landwirtschaft noch einen Verlust von 253 Millionen Dollar verkraften.

Einige Analysten prognostizieren, dass die morgigen Zahlen ein Erntedankfest rechtfertigen könnten. Monsanto profitierte im vergangenen Quartal von der höheren Nachfrage nach Biotechnologieprodukten, Pflanzenschutzmitteln und anderen Farmville-Spielereien für Bauern der kommenden Generationen. Der Umsatz des Agrarchemiekonzerns dürfte deshalb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent gestiegen sein. Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in Monsantos Aktienkurs wider, der innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Wachstumsschub von 39 Prozent verzeichnete.

“Bayer first”

Noch ist der Deal zwischen Bayer und Monsanto allerdings nicht in trockenen Tüchern. Vor allem kartellrechtliche Bedenken rund um den Globus machen dem umstrittenen Dreamteam zu schaffen. Viele Länder fürchten die Marktmacht des zukünftig weltgrößten Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-Herstellers, der die Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen und potentiell krebserregenden Pestiziden auch in Europa vorantreiben könnte. Da kaum eine andere Industrie so viel Einfluss auf die Ernährung der Weltbevölkerung hat, wird die Mega-Übernahme besonders penibel geprüft. Umso wichtiger ist deshalb das “schön Wetter machen” beim amerikanischen Twitter-Präsidenten, auch “Lobbying” genannt.

Bei einem Treffen von Trump mit den Vorständen der Fusions-Kandidaten versprachen beide Milliarden-Investitionen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in den USA. In den kommenden sechs Jahren sollen etwa 16 Milliarden Dollar in die Forschung und Entwicklung im Agrarbereich fließen, davon mindestens acht Milliarden Dollar in Amerika, ließen die Führungen beider Unternehmen Anfang Januar mitteilen. Der umstrittene Deal, in der US-Presse auch als “marriage made in hell” umschrieben, soll bis Ende 2017 finalisiert sein. Ob die finanziellen Vorteile die Risiken der umstrittenen Monopolbildung gegen den “Welthunger” jedoch aufwiegen, ist mehr als fraglich.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Börse lässt sich zur Zeit nicht lumpen. Nach anfänglichen Verlusten zu Beginn vergangener Woche fegten die Trader alle Zweifel an Trumps möglicherweise zu “phänomenalen”, wirtschaftspolitischen Plänen beiseite und gingen auf Einkaufstour. Mit reicher Beute: Sowohl an der Wall Street als auch in Frankfurt blieb es nicht beim Windowshopping und unser heimischer Leitindex erklomm nach drei siegreichen Tagen am Donnerstag mit 12.258 Punkten einen neuen Jahresrekord.

Damit war das Allzeithoch, das seit 2015 bei 12.390 Punkten liegt, nur noch einen Katzensprung entfernt, aber für die letzten Meter reichte der Elan dann doch nicht. Auf Wochensicht gewann der DAX dennoch stolze zwei Prozent. Tja, da wurden viele Skeptiker und “Absturz-Propheten” mal wieder eines besseren belehrt und wir von boerse.de sehen unsere These bestätigt, wonach DAX und Dow entgegen aller Widerstände im Mittel jährlich 9 Prozent zulegen. Für diese Zielgröße stehen momentan alle Ampeln auf grün!

Trump(f)

Nachdem bei den Börsianern eine Art trumpsche Immunisierung gegen Tweets und Dekrete aller Art eingesetzt hat, kann Mr. President den Kursen scheinbar nichts mehr anhaben. Im Gegenteil. Zudem sorgten durchwegs positive Konjunktursignale in den USA und Deutschland für Frühlingsgefühle. Während wir ans Angrillen denken, gehts bei den Finanzgenies in den kommenden Tagen um die Wurst. Gelingt unserem heimischen Index ein befreiender Luftsprung ins zweite Quartal, gepaart mit einem neuen Allzeithoch? Vermutlich werden in dieser Woche die Weichen für die kommenden drei Monate gestellt und eine lange Liste an Konjunkturdaten aus aller Welt könnte darüber entscheiden, ob die Weltbörsen ihren Höhenflug fortsetzen.

Hier die wichtigsten Termine für Ihren Finanzkalender:

Montag:

Ein historischer Moment für Volkswagen-Fans: In der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresdenrollt der erste E-Golf vom Band. Die Börse in Schanghai bleibt feiertagsbedingt geschlossen.

Dienstag:

Während in Hongkong und Schanghai die Kurstafeln aufgrund eines Feiertages nur Schwarzbild zeigen,stehen in den USA Daten zur Handelsbilanz und dem Auftragseingang der Industrie auf dem Programm.

Mittwoch:

US-Saatguthersteller und Bayer-Übernahmekandidat Monsanto präsentiert Q2 Zahlen.

Donnerstag:

Wirecard (Jahreszahlen), VTG (Jahreszahlen, Hella (Q3 Zahlen), Gerresheimer (Q1 Zahlen), Henkel und Nestlé (Hauptversammlung).

Liebe Leserinnen und Leser, vergangenen Freitag fehlten nur noch 100 Punkte bis zu einem neuen Allzeithoch des DAX. Der krönende Abschluss eines gelungenen Monats und eines renditestarken Quartals, denn unterm Strich hat unser Leitindex seit Jahresbeginn über sieben Prozent an Wert gewonnen. Eine Performance, die selbst den Dow Jones mit knapp fünf Prozent Plus abhängt. Sie wollen am Börsen-Hype 2017 mitprofitieren? Dann investieren auch Sie in den BCDI-Index, der aufgrund seiner Anlagestrategie in zehn besonders defensive, renditestarke Champions-Aktien langfristig sogar den DAX in den Schatten stellt. Zum Vergleich: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index erzielte seit seinem Börsendebüt am 01.07.2014 eine Rendite von 45 Prozent, der deutsche Leitindex brachte es dagegen “nur” auf rund 25 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

Unsere Börsenwoche: Die fünfte Jahreszeit

hat-2016797_960_720Die Stimmung an der deutschen Börse passte vergangene Woche nicht so recht zur “närrischen” Jahreszeit. Während in den Karnevalshochburgen die Jecken durch die Straßen zogen, wollte in Frankfurt einfach keine Stimmung aufkommen. Unser heimischer Leitindex Dax blieb in der Horizontalen und beendete eine ereignislose Börsenwoche mit 11.757 Punkten – lediglich 90 Punkte mehr als am Freitag zuvor.

Angesichts der Kurslethargie der vergangenen Handelstage wären ein paar “frische Impulse” aus den USA, wo noch stets die Trump-Euphorie die Kurse zwitschern lässt, mehr als willkommen. Doch Pustekuchen: An der Wall Street bleiben die Bürgersteige heute, an Georg Washingtons Geburtstag, hochgeklappt. Ein Fest, das seit der Präsidentschaft von “Mr. T” zwiespältige Gefühle bei der amerikanischen Gesellschaft auslösen dürfte. Der erste Präsident der USA war ein Mann, der “alle Herzen vereinte”. Eine Umschreibung, die auf Donald Tramp wohl kaum zutrifft.

Aus den Vereinigten Staaten weht also zumindest heute kein frischer Wind nach Europa. Fehlende US-Impulse bedeuten aber nicht automatisch, dass sich an “unseren Börsen” nichts tut, ganz im Gegenteil. Die “fünfte Jahreszeit” hat in der Finanzwelt nämlich noch eine andere Bedeutung: Sie steht Synonym für die “verrückte” Berichtssaison, die alle drei Monate die Kurse zum Schwanken bringt. Wenn börsennotierte Unternehmen ihre Bilanzen öffnen, droht Anlegern häufig eine Überraschung. Mal positiv, mal negativ – je nachdem, in welchem Maße ein Unternehmen die Erwartungen des Marktes erfüllt, übertrifft, oder enttäuscht. Dabei ist der erste Bilanz-Termin eines Jahres immer besonders bedeutungsvoll. Zum einen, weil dann die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres publiziert werden, zum anderen, weil börsennotierte, deutsche Unternehmen ihre Dividenden bekannt geben.

Während sich die Quartalssaison in Amerika langsam dem Ende zuneigt, stehen in Europa noch zahlreiche Börsen-Schwergewichte auf der Agenda. Darunter auch zwei Mitglieder des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI): Sowohl Fresenius (Dienstag) als auch British American Tabacco (Donnerstag) lassen uns einen Blick in ihre Bilanzbücher werfen.
Ein deutsches Gesundheitsunternehmen und ein englischer Tabakkonzern in einem Index? Passt das denn zusammen? Ganz bestimmt sogar, denn beide Branchen erwiesen sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre als besonders wachstumsstark und risikoarm. Aufgrund dieser Qualitätsmerkmale und einer herausragenden Kursperformance von +309 Prozent (Fresenius) und  +213 Prozent (B.A.T) qualifizierten sich die Werte für den BCDI-Index, mit dem auch Sie an der Wertentwicklung von Unternehmen aus der Nahrungs-, Genussmittel-, und Gesundheitsindustrie teilhaben können.

In starkem Kontrast zu den “soliden” Werten des BDCI stehen zwei Bilanz-Kandidaten aus den USA: Der “Activity Tracker”- Produzent Fitbit und die Elektroauto-Schmiede Tesla. Natürlich bin ich als Autor zur Objektivität verpflichtet, aber in diesem Fall muss ich bekennen, dass ich kein Freund von “Hype”-Aktien bin. Mit einer Investition in den E-Auto-Pionier Tesla ließen sich zugegebenermaßen schon viele Dollars verdienen, aber bei Oberklasse-Preisen, einem “visionären” Geschäftsführer und andauernder Sicherheits-Zweifel ist Tesla keine Aktie, die mich ruhig schlafen ließe.

Hätte ich mein Geld in die “trendy” Fitbit-Aktie investiert, so wäre ich chronisch übermüdet und fast pleite. Die Aktie des Fitnessarmband-Herstellers, der unter der starken Konkurrenz von Apple, Samsung oder Xiaomi leidet, verlor im vergangenen Jahr satte 57 Prozent an Wert. Ein Verlust, der selbst den Herzschlagmesser an den Rand seiner Kapazitäten gebracht hat.

Sie finden mehr Gefallen an risikoarmen Investments, als an der turbulenten Tesla-Aktie oder dem kraftlosen Fitbit-Papier? Dann werfen Sie doch mal einen Blick auf den BCDI, dem Index der zehn Top-Defensiv-Champions, der Sie auch in der “fünften Jahreszeit” ruhig schlafen lässt.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Unsere-Boersenwoche-Die-fuenfte-Jahreszeit-von-Miss-boersede/7742697

Unsere Börsenwoche: Erste allgemeine Verunsicherung

17562844299_0d84693952_bVielleicht sollten wir einfach kollektiv “Die Simpsons” gucken, statt den Aktienanalysten und Wirtschaftsnachrichten Glauben zu schenken? Im Internet grassieren mittlerweile ganze Hitlisten von Ereignissen, die das “Simpsons Orakel” prophezeit hat und die auch tatsächlich eingetreten sind. So zum Beispiel die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, die Erfindung der Smartwatch und: Der Auftritt von Lady Gaga beim Super-Bowl.

Die 14-minütige Performance der Sängerin während der Halbzeitpause war auch wegen ihres Outfits bemerkenswert, aber  in Deutschland undenkbar. Oder können Sie sich vorstellen, dass Sarah Connor in der Trinkpause eines DFB-Pokalspiels singend von der Decke der Allianz Arena schwebt und sich dann auch noch zu politischen Statements über Kanzlerin Merkel hinreißen lässt? Wohl eher nicht.

Amerikaner haben uns eines voraus: Enthusiasmus. Nicht nur beim Sport, sondern auch in Politik und Wirtschaft. Während die Börse in New York seit Trumps Präsidentschaftswahl “the only way is up” trällert, verharrt unser heimischer Leitindex DAX in einer Art Schockstarre und verabschiedete sich mit rund 11.666 Punkten ins Wochenende am Freitag zuvor waren es 11.651 Punkte. Der Dow-Jones-Index markierte dagegen vergangene Woche mit 20.269 Punkten wiederum ein neues Jahreshoch. “Schuld” am Run auf amerikanische Aktien ist ein alter Bekannter: Donald Trump.

Der Twitter-Präsident zwitschert seine Regierungspläne in 140 Zeichen und sorgt damit immer wieder für Euphorie auf dem Börsenparkett. So geschehen vergangenen Donnerstag, als “Mr. T” seine “phänomenalen” Steuerpläne ankündigte. Nichts genaues weiß man nicht, aber diese vage Botschaft genügte, um das Kopfkino der Börsianer zum Laufen zu bringen. Demnach könnten Steuersenkungen die US-Konjunktur ankurbeln, Unternehmen entlasten und neue Stellen schaffen. “Ein riesen Ding” für Amerika, dessen Konsequenzen für Europa momentan nur schwer abzusehen sind.


Die Unsicherheit hierzulande im Gegensatz zur Euphorie in den USA spiegelt sich auch in den Börsenkursen wider. Wir treten auf der Stelle, die Amis geben so richtig Gas. Gelingt es Trump diese Woche seine Pläne zu konkretisieren, so könnte das den Trump-Effekt an der Wall Street sogar noch verstärken. Könnte, könnte, könnte. Zu viel Konjunktiv für meinen Geschmack. In Zeiten politischer Unsicherheit besinnen wir uns lieber auf die Fakten dieser Börsenwoche, zum Beispiel der laufenden Berichtsaison.

Unter den Kandidaten, die in den kommenden Tagen ihre Zahlenwerke präsentieren, finden sich auch einige Champions-Aktien und sogar zwei Mitglieder des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI): Reckitt Benckiser (Montag) und Nestle (Donnerstag). Beide Unternehmen könnten mit der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen zumindest kurzfristig für Bewegung im Index sorgen. “Bewegung” ist jedoch nicht gleichzusetzen mit “Turbulenzen”. Während beispielsweise der Dow-Jones-Index im Gleichklang mit Donald Trumps Gezwitscher marschiert, ist der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) kein Freund der lauten Töne.

Der Index, mit dem auch Sie an der Wertentwicklung zehn besonders risikoarmer Top-Defensiv-Champions teilhaben können, eignet sich hervorragend für den langfristigen, stressfreien Vermögensaufbau. Der BCDI verhält sich vor allem in Korrekturphasen an der Börse viel stabiler als beispielsweise der Dow-Jones-Index, erleidet kürzere Verlustphasen und ist dem amerikanischen Leitindex auch hinsichtlich seiner Performance überlegen: Innerhalb der vergangenen drei Jahren verbuchte der BCDI ein Plus von 57,48 Prozent, der Dow-Jones-Index brachte es dagegen auf “nur” 27,72 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche!
Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlagen/Miss-boersede

BMW, Daimler, VW: Adios, amigos!

wrc-rally-mexico-volkswagen-01Und täglich grüßt… Mr. President! Während Donald Trump aufgrund des heutigen US-Feiertags vermutlich noch in seinen Kissen murmelt und sich die Wall Street eine schöpferische Pause gönnt, sprengt sein BILD-Interview die Schlagzeilen. Und vermiest den deutschen Auto-Aktien die Performance. BMW: -1,32 Prozent, Daimler: -1,63 Prozent, VW: -1,94 Prozent… Wie kommts?
Stellt euch vor, Frau Merkel würde sich in einem Interview mit der TIMES tierisch darüber aufregen, dass Opel nicht nur “dahoam” in Rüsselsheim produziert, sondern auch in US-Werken von Chevrolet. Oder, dass McDonalds Schlabberbrötchen nicht aus deutschem Bio-Weizen gebacken werden. Tut sie nicht, ganz im Gegensatz zu ihrem US-Kollegen Trump, der sich momentan die Autoindustrie zum Staatsfeind macht.
Er droht den Herstellern mit Importzöllen von 35 Prozent, sollten sie Autos für den US-Markt im benachbarten Mexiko bauen, statt Fabriken in den USA zu eröffnen. Dass Autobauer wie Nissan, VW, Ford und viele mehr in Tequila Sunshine-Land produzieren, hat einen guten Grund: Ein Fabrikarbeiter dort verdient 4 Dollar pro Stunde, ein ähnlich qualifizierter Kollege in den USA 50 Dollar.
Über die Moral der Billiglöhne kann man sicher streiten, aber Mexiko würde unter einer Landflucht der Autoindustrie in die USA sicher mehr leiden, als unter der knausrigen Bezahlung seiner Landsleute. Ford reagierte panisch und beschloss kurzerhand 700 Millionen Dollar, die eigentlich für Mexiko gedacht waren, in ein US-Werk zu pumpen.
Und was machen Daimler, VW und BMW? Sie lassen sich von Donalds Gezwitscher erst mal nicht aus der Ruhe bringen und beschließen, die Trump-Show auszusitzen. Donalds wütenden Worten müssen schließlich erstmal Taten folgen.
Ein Ziel hat D.Trump auf jeden Fall schon mal erreicht: Er hat uns erfolgreich von News Made in Germany abgelenkt! Nivea-Legende Beiersdorf präsentiert morgen seine Umsatzzahlen 2016 und eigentlich sollte hier ein Artikel stehen so von wegen: Solide Ergebnisse erwartet. Schwaches Wachstum. Gemischte Gefühle, oder so. Und ein Umsatzplus in den USA von 3-4 Prozent.
Womit wir schon wieder beim amerikanischen Traum wären..Argghh!
Happy Trading, the show must go on!