Amazons Antwort auf REWE & Co: Der Lieferservice „Fresh“ steht in den Startlöchern

Ein Artikel über Amazon. Schönes Thema! Wie so oft google ich erstmal nach den neuesten Nachrichten über den Versandhändler. Und da gibt es so einige: “Amazon: Marktführer beim Klamotten-Shoppen”, “Amazon verhandelt über Bundesligarechte” und “Amazon greift Deutsche Supermärkte an”. Aus all diesen Schlagzeilen, die jede für sich einen Hintergrundartikel verdient hätten, wird deutlich, mit welcher Macht Amazon in unterschiedlichsten Geschäftsbereichen Fuß fassen will. Das aktuellste Beispiel ist Amazon Fresh.

Schon seit geraumer Zeit spekulieren Insider darüber, ob Amazon auch in Deutschland unter die Lebensmittellieferanten gehen wird. Jetzt verdichten sich Gerüchte, wonach der E-Commerce-Riese ab April testweise Kunden in München und Berlin mit Frischwaren beliefern will. Ein starker Partner für die “letzte Meile” sei auch schon an Bord: Die Deutsche Post-Tochter DHL, die mit ihrem Onlineshop Allyouneed Fresh bereits Kunden mit Lebensmitteln versorgt. Von offizieller Stelle liegt noch keine Bestätigung vor, aber der Bau eines “Amazon-Giga-Kühlschranks” im Münchener Osten lässt darauf schließen, dass den Gerüchten bald Taten folgen werden. Rund 15.000 Quadratmeter Fläche soll die Lagerhalle samt Kühlräumen umfassen, die nach Augenzeugenberichten schon kurz vor der Fertigstellung ist.

Sobald der Putz trocken ist, könnte alles sehr schnell gehen, denn das Geschäftsmodell ist bereits erprobt. In den USA und England versorgt Amazon Fresh seine Kundschaft schon seit Monaten mit Salatköpfen, Steak und Schokoeis, doch ein Launch in Deutschland war unter Experten lange Zeit umstritten. Angeblich ließe sich mit einem solchen Service in Deutschland kein Geld verdienen. Zu viele REWEs, ALDIs und Tengelmänner zieren die Innenstädte und Industriegebiete, zu gering sei die Marge auf Nahrungsmittel. Vielleicht sind das die Unkenrufe verzweifelter Supermarktketten, die einen Angriff aus dem Amazonas eventuell nicht überleben werden?

Die Angst ist berechtigt. Amazon muss sich im Gegensatz zu den bereits etablierten Lieferdiensten von REWE oder Kaufland sein Verbrauchervertrauen im Bereich Lebensmittel zwar erst verdienen, verfügt aber über eine gigantische Anzahl registrierter Kunden. Ein enormer Vorteil für den Branchenneuling, dessen Kunden bereits mit Kreditkarte und Kontaktdaten angemeldet sind.

Ein gewagtes Abenteuer, doch bei Amazon haben sich die meisten Investitionen in innovative Projekte ausgezahlt. Egal ob der Einstieg ins Filmgeschäft, das Cloud-Business mit virtuellen Datenspeichern oder der Express-Versand Amazon Prime: Fast alles, was die Amerikaner anfassen, wird zu Gold. Kein Wunder, dass der Aktienkurs des Champions in den vergangenen zehn Jahren um- bitte festhalten- 2.670(!) Prozent zulegen konnte.

Nicht ärgern, für einen Einstieg ist es nämlich selten zu spät. Eine positive Unternehmens-Bilanz, gepaart mit glänzenden Geschäftsperspektiven und dem absoluten Willen zum Erfolg sind Amazons große Stärke. Der Online-Händler setzte 2016 insgesamt 136 Milliarden Dollar um – 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn stieg von 596 Millionen auf 2,4 Milliarden Dollar, und Amazon wird auch künftig alles daran setzen, um neue, attraktive Geschäftsfelder zu erschließen. Oder um es mit den Worten des Amazon-Gründers Jeff Bezos zu sagen: “Wenn wir, egal in welchen Bereichen, Widerstände und Hürden abschaffen, kommen die Leute zu uns – einfach, weil es ihnen das Leben erleichtert.”

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Amazons-Antwort-auf-REWE-und-Co-Der-Lieferservice-Fresh-steht-in-den-Startloechern-von-Miss-boersede/7751818

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Amazons Antwort auf REWE & Co: Der Lieferservice „Fresh“ steht in den Startlöchern

Ahold hamstert Gewinne

maxresdefaultBayer, Monsanto, VW, Deutsche Bank.. diese Namen haben wir in letzter Zeit genügend beschrieben. Zeit für einen Blick über die Grenze zu unseren Nachbarn in Holland! Wer ab und zu stilgemäß mit Wohnwagen und Fahrrad bewaffnet in die Niederlande tingelt, der kennt sie bestimmt: die Supermarktkette Albert Heijn, liebevoll “Appie” genannt. Ohne “Appie” geht gar nichts. Der Klassiker unter den niederländischen Fresshallen gehört zur Ahold-Gruppe, dem größten Betreiber von Supermarktketten weltweit.

Ahold präsentierte heute Morgen seine Quartalszahlen der letzten drei Monate und was lag im Körbchen? Ein satter Gewinn! Unterm Strich blieben mit 241 Millionen Euro gut 13 Prozent mehr in der Kasse- das überraschte sogar die sonst so konservativen Analysten, die mit weit weniger gerechnet hatten. Nun bin ich ja wie viele meiner Mitbürger auf dem Aldi-Trip und wundere mich, wie eine meiner Meinung nach völlig überteuerte Supermarktkette trotzt Billig-Konkurrenz alle Erwartungen übertreffen kann.

Für den Überraschungserfolg der Holländer waren Strategie-Tricks verantwortlich, von denen die Deutschen nur träumen können. Die Niederländer vermeiden zunehmend die Supermarkt-Rushhour und bestellen ihre Einkäufe lieber online. Durch das innovative Shopping-Verhalten unserer Nachbarn stiegen die Website-Umsätze um mehr als ein Viertel. Doch damit gibt sich Vorstandschef Dick Boer nicht zufrieden. Er kitzelt seine Kundschaft mit Sonderaktionen, bei denen Shopping-Punkte gegen Weingläser, Bestecksets, Handtücher und anderen Klimbim eingetauscht werden können.

Da ich gut 9 Jahre meines Lebens im schönen Amsterdam verbringen durfte weiß ich, dass die Holländer total auf Rabattaktionen aller Art abfahren. Da wird gesammelt, gefeilscht und gehortet was das Zeug hält und nicht selten lauerten mir Niederländer im Besteck-Rausch hinter der Kasse auf, um mir meine hart verdienten Punkte-Sticker abzuquatschen.

Noch mehr Grund zum Feiern könnte es bald geben, wenn Ahold und der belgische Supermarktriese Delhaize gemeinsame Sache machen. Die Fusion soll Mitte des Jahres in trockenen Tüchern sein und Ahold noch mehr Marktmacht und sinkende Kosten bescheren.

Der Aktienkurs freut sich mit und jumpte zum Handelsstart gut 2 Prozent in die Höhe. Und das ganz ohne Rabatt-Aktion und Gläser-Goodies.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/ahold-hamstert-gewinne/

Ahold hamstert Gewinne