Südzucker: Das schmeckt nach mehr!

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candy-1678933_960_720.jpgHeute berichte ich Ihnen von einer Aktie aus der zweiten Reihe, die eine Sünde wert sein könnte: Südzucker. Der MDax-Wert legt morgen Q1-Zahlen vor und Investoren interessiert natürlich brennend, ob die Zuckerbranche Zukunftspotential hat, oder ob sie sich besser heute als morgen von der Aktie verabschieden sollten.

Bitterer Nachgeschmack

Noch vor einem Jahr zählte die Südzucker-Aktie zu den Lieblingen vieler Börsianer, denn das Papier sprintete von ihrem Kurstief bei 12,77 Euro (Februar 2016) auf 25,45 Euro (Oktober 2016) und  zählte damit zwischenzeitlich zu den Top-Performern im Index mittelgroßer Werte. Steigende Zuckerpreise motivierten den Konzern, die eigene Jahresprognose zu erhöhen und bestärkten Investoren darin, in Südzucker zu investieren. Im vergangenen Geschäftsjahr verdoppelte der Konzern das operative Ergebnis nahezu auf 426 Millionen Euro (Vorjahr: 241 Millionen). Das MDax-Mitglied setzte 2016/2017 insgesamt 6,5 Milliarden Euro um nach 6,4 Milliarden im Vergleichszeitraum.

Doch mit den Monaten schmolzen die anfänglichen Gewinne dahin, wie ein Zuckerhut über der Feuerzangenbowle: die Aktie verbuchte seit Jahresbeginn ein Minus von 18,77 Prozent und einige Experten fürchten, dass das dicke Ende noch bevorsteht. Schuld am wachsenden Pessimismus ist die enorme Abhängigkeit des Lebensmittelkonzerns von den stark schwankenden Zuckerpreisen, die Ende Juni mit rund 394 Euro je Tonne den niedrigsten Stand seit 16 Monaten erreichten.

Ein Produkt, viele Geschäftsfelder

Sinkende Weltmarktpreise für das “weiße Gold” haben zwei Ursachen: die abnehmende Nachfrage und Spekulanten, die auf eine Fortsetzung des Preisverfalls wetten. Südzucker versucht sich mit einem möglichst diversifizierten Produktangebot gegen mögliche Marktschwankungen abzusichern. Der weltgrößte Zuckerkonzern gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Zucker, Spezialitäten (z.B. Tiefkühlprodukte), Fruchtzubereitungen und die Bioethanolproduktion.

Während die weltweite Nachfrage nach raffiniertem Zucker und “ungesunden” Lebensmitteln wie TK-Pizza oder Ketchup, die viel “leere Kalorien” enthalten sinkt, steigt der Bedarf an Bio-Kraftstoff. Südzucker-Tochter CropEnergies macht mit der Erzeugung von Bioethanol gute Geschäfte, wie die heute vorgelegten Zahlen beweisen. CropEnergies steigerte den Umsatz in Q1 um 38 Prozent auf 231 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Ein willkommenes “Zuckerl” für die Mannheimer Mutter…

Revolution im Schlaraffenland

Im Oktober kommt Bewegung ins Schlaraffenland: die revolutionäre Abschaffung der EU-Quotenregelung wird die jahrzehntelange Planungssicherheit der Branche bezüglich Produktionsmengen- und Preisen gefährden. Wenn die Quote wegfällt, dürfen Zuckerrübenbauern pflanzen und ernten was das Feld hergibt. Auch der Preis und die Exportmenge sind dann nicht mehr reguliert. Diese Entwicklung sorgt zum einen dafür, dass der Wettbewerb durch eine steigende Produktion zunimmt und die Preise weiter fallen könnten. Zum anderen trennt sich aufgrund der Deregulierung auch die Spreu vom Weizen: die Zuckerhersteller, die es sich leisten können, werden expandieren und noch mehr Felder bewirtschaften als momentan. Den Unternehmen aber, die nicht über die nötigen Energiereserven verfügen, könnte diese Entwicklung bittere Verluste bescheren.

Wir von boerse.de überlassen die “Nervennahrung” gerne ausgehungerten Spekulanten und konzentrieren uns lieber auf Aktien mit einem ausgezeichneten Chance-Risiko-Profil, die bei überdurchschnittlichen Renditen geringe Rückschläge aufweisen. Generell ist dies ein Kennzeichen der Nahrungs- und Genussmittelbranche, denn Gegessen und Getrunken wird bekanntlich immer. Südzucker ist da allerdings eine Ausnahme, denn die starke Abhängigkeit vom Kernprodukt Zucker, schwankenden Marktpreisen und Regularien machen den Wert zu einem spekulativen Investment.

Ein ganz anderes Bild zeichnet dagegen Branchenkollege und boerse.de-Top-Defensiv-Champion Nestlé: der schweizer Nahrungsmittelkonzern ist wesentlich breiter aufgestellt als Südzucker, profitiert als Abnehmer von fallenden Zuckerpreisen und zeichnet sich durch eine besondere Defensiv-Stärke aus. Profitieren Sie mit! Das geht ganz einfach mit einem Investment in den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), der auch in Nestlé investiert und innerhalb der vergangenen drei Jahre +46,3 Prozent Gewinn erzielte. So lasse ich mir Erfolg schmecken!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Südzucker: Das schmeckt nach mehr!

Der Wochenausblick

1b96b3ac02045e3cf60bda54462dcd39Während die meisten von uns vergangene Woche bei hochsommerlichen Temperaturen im Auto, Liegestuhl oder Büro schwitzten, kamen die Börsenbarometer Dax und Dow Jones kaum über die Nullgrad-Marke. Genauer gesagt verbuchten sowohl unser heimischer Leitindex (+ 0,5 Prozent, 12.388 Punkte) als auch die Wall Street (+ 0,33 Prozent, 21.414 Punkte) lediglich minimale Gewinne auf Wochensicht.

Marktbeobachter rätseln, ob es sich bei der momentan sehr zögerlichen Entwicklung um ein “Sommerloch”, oder den Anfang einer anhaltenden Kurs-Flaute handelt. Auch wir werden auf diese Frage keine endgültige Antwort finden – die gegenwärtigen Signale und Einflussfaktoren sind einfach zu konträr. Investoren sorgen sich um den wirtschaftspolitischen Weltfrieden und die Zinspolitik der Notenbanken. Gleichzeitig kommen positive Signale von Seiten der Industrie und dem Arbeitsmarkt: deutsche Unternehmen haben die Produktion entgegen der Marktprognose (+0,3 Prozent) im vergangenen Monat um 1,2 Prozent hochgeschraubt. Der Motor brummt, doch momentan spiegelt sich die florierende, deutsche Konjunktur nur bedingt in der Kursentwicklung des Dax wider. Etwas enthusiastischer reagierte die Wall Street vergangenen Freitag auf die durchwegs positiven US-Jobdaten. Im Juni entstanden deutlich mehr neue Stellen als erwartet – ein gutes Signal für die amerikanische Wirtschaft und die Aktienmärkte.

Viele Anleger fragen sich momentan, was wohl das Beste ist: Gewinne versilbern, abwarten oder einsteigen? Wir von boerse.de zählen nicht zu den notorischen Schwarzsehern, die hinter jedem Kursverlust einen Crash wittern: was wirklich zählt, sind langfristige Gewinne. Kleine Rücksetzer sind schmerzhaft und das “Aussitzen” vorübergehender Flauten erfordert starke Nerven, macht sich aber “bezahlt”. Unser Mantra in schwierigen Zeiten lautet: “Dax und Dow gewinnen im Mittel 9 Prozent pro Jahr”. Eine beruhigende Tatsache, finden Sie nicht?

Wagen wir trotz der aktuellen Schwäche doch mal einen Blick auf die potentiellen Kurstreiber dieser Woche:

Aurelius

Investoren der Beteiligungsgesellschaft mussten dieses Jahr entweder stoisch oder tief-gläubig sein. Ende März halbierte sich der Kurswert der Aurelius-Aktie innerhalb weniger Stunden auf ein Rekordtief von 34,55 Euro. Schuld daran waren Zweifel einer Research-Firma am Substanzwert des Unternehmens. Diese Skeptiker dürften am Freitag eines Besseren belehrt worden sein: Aurelius erhöhte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr von 500 Millionen auf  650 Millionen Euro. Die Aktie feierte das Comeback mit einem Kursplus von zeitweise über sechs Prozent. Hoch und runter, immer munter – spannend, aber kein Attribut, das Aurelius zum boerse.de-Champion krönen würde.

Dienstag:
Coca Cola-Konkurrent und Knabberartikel-Hersteller PepsiCo könnte mit der Präsentation seiner Q2-Zahlen für Erfrischung sorgen.

Mittwoch:
US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen liest uns abends aus ihrem Fed-Beige-Book vor. Kein Thriller aber eine recht aufschlussreiche Lektüre wenn man sich für die künftige Zinspolitik der USA interessiert.

Donnerstag:
Ist die Südzucker-Aktie eine Sünde wert? Am Donnerstag wird sich zeigen, ob die Naschkatzen im ersten Quartal genug Appetit hatten. Auch die wegfallenden Regulierungen auf dem Zuckermarkt könnten dem Titel pfundige Chancen bescheren.

Freitag:
Zahltag! Können die US-Banken JPMorgan, Citigroup, Wells Fargo mit einem positiven Saldo im zweiten Quartal punkten?

Die Bilanzsaison steht in den Startlöchern, der Dax witterte mit einem Plus von rund 0,4 Prozent zu Handelsbeginn Morgenluft und sogar der Ölpreis startet leicht erholt in die Woche. Alles positive Signale, die Sie zu einem Einstieg ermutigen sollten! Passend dazu finden Sie im aktuellen boerse.de-Aktienbrief 34 Kauf- bzw. Nachkaufsignale, die 400. boerse.de-Aktienbrief-Ausgabe, können Sie gratis und unverbindlich hier downloaden.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Link: boerse.de

Der Wochenausblick

Gibt Südzucker morgen Stoff?

1135829Südzucker: Das richtige Thema zum falschen Zeitpunkt. Zumindest für mich, denn ich quäle mich gerade durch eine Alk- und zuckerfreie Detox-Woche und träume schon von überlebensgroßen Monster-Gummibärchen, die mich auffressen wollen. Ich bin ein Sugar-Addict und überlebe eigentlich keinen Artikel ohne Inspiration von meinen kleinen Haribo-Freunden. Verzeiht mir also, sollte ich heute ein bisschen unentspannt rüberkommen – mir fehlt einfach mein Stoff!

Südzucker plaudert morgen vor Börsenstart aus dem Döschen und berichtet über seinen Geschäfte im letzten Halbjahr. Tapt doch spaßeshalber mal auf den Kurs der Südzucker-Aktie. Display einmal drehen, die 6-Monats Ansicht auswählen und- ärgern! Oder jubeln, je nachdem. Das Ding marschierte straight von 15 Euro auf jetzt 24 Euro – und ich habs verpennt. Die große Frage ist nur, ob Südzucker auf seinem Gipfelsturm langsam die Energie ausgeht.

Vor drei Wochen erhöhten die Mannheimer ihren Ausblick fürs laufende Geschäftsjahr auf 340 bis 390 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als die 250 bis 350 Millionen Euro, die Südzucker bis dahin in Aussicht gestellt hatte. Nach einem kurzen Glücksrausch fiel die Aktie noch am selben Tag um rund 6 Prozent. Schuld daran waren enttäuschte Analysten, die mit einem Plus von 350 bis 400 Millionen Euro gerechnet hatten und beleidigt ihr Zuckeraktien-Dosis reduzierten.

Das könnte morgen auch wieder passieren, obwohl der Zuckermarkt zum Schlaraffenland vieler Investoren geworden ist. Niedrige Rohstoffpreise und der wachsende Zuckerhunger der Weltbevölkerung sorgen für blendende Geschäfte, aber auch hohe Erwartungen. Das weiße Gold geht zwar nicht gut durch die Nase, sorgt aber im Mund für einen Geschmacks-Rausch, der die Gehirnzellen auf “Happy” programmiert. Krautsalat, Ketchup, Saucenbinder- das Zeug versteckt sich einfach überall und verursacht neben kulinarischen Highs auch Übergewicht und schlechte Zähne. Die Weltgesundheitsorganisation WHO denkt deshalb sogar über eine Zuckersteuer für zuckerhaltige Getränke wie Limos, Colas und Säfte nach. Ob es soweit kommt, steht allerdings noch in den Sternen und so sonnt sich die Südzuckeraktie vielleicht noch längere Zeit im Schlaraffenland. Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/gibt-suedzucker-morgen-stoff/

Gibt Südzucker morgen Stoff?

Südzucker: Anleger flüchten ins Schlaraffenland

gg74w-acc1Autsch, das tat weh gestern. Alle Germany30 (DAX Werte) endeten dick im Minus! Allen voran VW mit einem Minus von rund 20 Prozent.

Doch trotz des bitteren, schwarzen Börsentages gestern warten süße, weiße Neuigkeiten auf euch.. Zucker heißt das Zauberwort, genauer gesagt: Südzucker.

Nur wenige Aktien aus der zweiten Reihe konnten sich dem Abwärtstrend entziehen. Doch die Erhöhung der Ergebnis- und Umsatzprognose katapultierte Südzucker um knapp 13 Prozent nach oben! Und damit war das Papier gestern einer der Tagessieger.

Doch warum beschert uns das weiße Gold süße Anlegerträume? Zucker ist doch in Zeiten der Protein-Apostel total out und macht angeblich dick, alt und hässlich? Und die Möglichkeiten qua Produkt-Diversifizierung sind wahrscheinlich auch eher begrenzt..Puderzucker, Kristallzucker, brauner Zucker, Zuckerhütchen, Würfelzucker. Hab ich was vergessen?

Nein, Spaß beiseite, natürlich wird Zucker bekanntermaßen auch in Tiefkühl- und Fertiggerichten verarbeitet und Südzucker beliefert sogar die Pharmazie mit „funktionellen Inhaltsstoffen“ (zum Beispiel für den herrlichen Kinderhustensaft mit Bananengeschmack?). Das Kurs-Zugpferd ist aber ein anderes: das Segment CropEnergies, einer der wichtigsten Bioethanol-Hersteller Europas.

Bioethanol findet seine Verwendung in alkoholischen Getränken (gesund sind diese übrigens trotz „Bio“ nicht), als Fake-Kamin-Brennstoff und als Kraftstoff für Motoren.

Doch ob ihr euren PKW’s Mais und Zuckerrüben in flüssiger Form in den Tank stopfen könnt, bleibt fraglich: Während die Brasilianer seit Jahrzehnten mit reinem Ethanol fahren, ist die Anzahl der in Deutschland zugelassenen E85 fähigen FFV (Flexi Fuel Vehicles) gering.

Dennoch sehen zahlreiche Wissenschaftler Bioethanol aus Pflanzenresten als mögliche Alternative zum Erdöl und auch steigende Preise für Zucker stimmen Europas größten Zuckerkonzern nach der Vorlage von Quartalszahlen zuversichtlicher.

Südzucker versüßte gestern gequälten Anlegern mit Magenverstimmung den Tag. Heute sieht es dagegen so aus, als ob die Germany30 (DAX Werte) wieder zulegen! Momentan sehe ich einen grünen Pfeil nach oben und ein +0,72 Prozent. Das läßt hoffen. Happy Trading!

Südzucker: Anleger flüchten ins Schlaraffenland