Walt Disney: May the 9th be with you!

star-wars-2172947_960_720Ich habe mal kurz nachgezählt. In meinem kleinen Haushalt tummeln sich sechs Star Wars-gebrandete Artikel: 1 Zahnbürste, 1 Duschgel, 1 Nassrasierer, 2 T-Shirts und ein Schlüpfer. Und das, obwohl ich überhauptgarkein Fan der Sternenkrieger bin!

Das Merchandising rund um die Disney-Marke ist einfach so omnipräsent, dass es bei manchen Gebrauchsgegenständen schon schwierig wird, etwas OHNE Darth Vader, Klonkrieger oder Yoda-Aufdruck zu finden. Einen ähnlichen Promi-Status erlangt übrigens mittlerweile das gute, alte Einhorn. Ähm: Glitzer-Regenbogen-Unicorn, das sogar WC-Papier irgendwie magisch machen soll. Und ich kaufs auch noch, buhuuu!

Aber zurück zum Thema: Walt Disney. Der Unterhaltungskonzern präsentiert morgen Zahlen zum zweiten Quartal und wir wollen wissen, ob die Marke mit der Maus nur Luftschlösser baut, oder neue Galaxien erobert.

Möge die Macht mit dir sein

Eines steht schonmal fest: Die vier Milliarden Dollar, die Disney 2012 für die Star Wars-Rechte locker machte, waren gut investiert. Die Weltraumsaga und die Erlöse aus “Fanartikeln” entwickelten sich zum Goldesel und sorgten schon im Vorjahreszeitraum für 22 Prozent mehr Umsatz und ein Kursplus von zehn Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Ob der Konzern genug Jedi Power hat, um den eigenen Benchmark zu knacken?

Möglich wärs, denn die Verfilmung des Märchen-Klassikers “Die Schöne und das Biest” spielte bis jetzt mehr als 1,43 Milliarden Dollar in die Kassen und könnte trotz des schwierigen Vergleichszeitraums für ein Plus in der Bilanz sorgen. Was aber, wenn die Popcorntüte halb leer, statt halb voll ist? Kein Ding, denn der nächste Blockbuster steht schon in den Startlöchern: “Star Wars: Der letzte Jedi”, der kurz vor Weihnachten in die Kinos kommt, wird das Ding schon wuppen.

“Nach meiner Größe beurteilst Du mich, tust Du das”? (Yoda)

Yep. Disney ist riesig, hat weitreichende Film-Pläne bis in die 2030er und weckt damit große Erwartungen. Bei Fans und Analysten. Die dürften morgen mit der Performance der Traumfabrik ganz zufrieden sein, auch wenn sich deren Wachstum im Jahresvergleich verlangsamt haben könnte. Aber so lange Themenparks, Filmerfolge und Merchandising-Geschäfte die Massen begeistern, so lange bleibt Walt Disney ein Unternehmen “Where dreams come true”. Happy Trading!

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Walt Disney lässt (Anleger-) Träume wahr werden

star-wars-2172947_960_720Starten wir doch heute mal mit einem kleinen Test in den (Börsen-) Tag: Was heißt “4. Mai” auf Englisch? Antwort: “May the 4th”. Ausgesprochen klingt das fast identisch wie “May the force (be with you)”, dem epischen Satz aus Disneys Kassenknaller Star Wars. Seit 40 Jahren begeistert die größte Saga aller Zeiten weltweit ganze Fan-Generationen und entwickelte sich seit der Lizenz-Übernahme von Lucasfilm im Jahr 2012 zu Walt Disneys Gelddruckmaschine.

Für die Rechte an Star Wars legte der Medienkonzern damals galaktische 4 Milliarden Dollar auf den Tisch und erwarb damit eine Marke, die möglicherweise noch Lichtjahre-lang Rekordeinnahmen erzielen wird. Lassen Sie unseren Blick doch mal in ferne Galaxien schweifen um zu ergründen, weshalb Disney mit Unterstützung der Star Wars-Force auch zukünftig eines der mächtigsten US-Unternehmen und Champions-Aktie sein könnte.

Star Wars Universe

Was 1977 mit dem Kinofilm “Krieg der Sterne” als harmloses Weltraummärchen begann, entwickelte sich im Lauf der vergangenen vier Jahrzehnte zu einem der erfolgreichsten Werke der Filmgeschichte. Sowohl cineastisch, als auch kommerziell. Über sechs Milliarden Dollar spielten die drei Filmtrilogien bislang in die Kinokassen. Star Wars gewann zehn Oscars, zahlreiche Grammys, Golden Globes und weitere, prestigereiche, Auszeichnungen.

Des einen Freud, des anderen Leid: Vor allem eingefleischte Cineasten und Fans der ursprünglichen Kultfilme aus dem Hause Lucasfilm ärgern sich über Disneys “Omnipräsenz” und die schamlose Vermarktung des Klassikers. Einwegrasierer, Trinkflaschen, Unterwäsche, Spielwaren… es gibt kaum eine Produktkategorie, die nicht auch “Star Wars branded” zu haben ist. Auch wenn ich mich nicht zur Gruppe der Star Wars-Fans zähle, so finden sich in meinem Haushalt mindestens eine handvoll Produkte mit Darth Vader, Yoda oder Stormtrooper-Aufdruck. Um genau zu sein: Eine Zahnbürste, mehrere Trinkbecher, ein Wecker und zwei T-Shirts.

Disney verdient sich mit dem geschickten Ausschlachten der Marke, auch “Merchandising” genannt, eine goldene Nase. Schätzungen zufolge summieren sich die Einnahmen aus Star Wars-Produkten auf bislang circa 30 Milliarden Dollar und ein Ende des Epos ist noch lange nicht in Sicht.

Planet Disney

Zwar lockt der aktuelle Sternenkrieg-Ableger “Rough One” noch immer genügend Fans in die Filmpaläste und steht seit heute (was für ein Timing!) auch als Heimkinoprodukt in den Regalen, doch Disney-Boss Bob Iger denkt in anderen Dimensionen. Er plant nach eigenen Angaben bis in die 2030er und wird mit konstantem Film-Nachschub dafür sorgen, dass Star Wars-Fans und deren Nachkommen auch weiterhin die Säle stürmen.

Da geraten Mickey Mouse, Bambi und Dschungelbuch fast schon in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn die alten Helden sind noch stets ein Zuschauer- und Besuchermagnet. Themenparks, Kreuzfahrtschiffe und Erholungsressorts werben lieber mit der Magie der Maus als mit Laserschwertern und trugen 2016 fast 17 Milliarden Dollar zu Disneys Gesamtergebnis bei. Die Filmsparte generierte dagegen “nur” 9,4 Milliarden Dollar. Auch in diesem Jahr setzt das Medienimperium neben Star Wars auf Altbewährtes: Die Verfilmung des Märchenklassikers “Die Schöne und das Biest” knackte schon nach ein paar Wochen das Einspielergebnis von einer Milliarde Dollar und entwickelt sich zu einer weiteren Gewinnmaschine für Disney. Da könnten sich auch die Jedi mal eine Verschnaufpause gönnen…

Ein Rendite-Märchen

Trotz der latenten Bedrohung durch Entertainment-”Newcomer” wie Netflix oder Amazon verteidigt Walt Disney seine Marktmacht und punktet mit einer diversifizierten Konzernstruktur und dem enormen Talent, mit Filmproduktionen (fast) immer den Nerv der Zuschauer zu treffen.

Der Unternehmenserfolg spiegelt sich auch in der Rendite der Disney-Aktie wider, die zu den besten Aktien des vergangenen Jahrzehnts zählt. Anleger, die 2007 Walt Disney-Anteile kauften, dürfen sich bis heute über fast 300 Prozent Rendite freuen. Und das bei unterdurchschnittlichem Risiko und einer Dividendenrendite von momentan 1,4 Prozent. Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief prognostizieren dem Champion sogar eine Gesamtrendite von 81 Prozent in den kommenden fünf Jahren. Eine Aktie mit Traum-Potential oder um es mit Walt Disneys Worten zu sagen: “If you can dream it, you can do it”.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de