Geldvernichten leicht gemacht oder: unsere verhängnisvolle Liebe zum Sparbuch

scissors-893152_960_720Jeder deutsche Haushalt hat seit 2010 ganze 1.300 Euro beim “Sparen” verloren. In den kommenden 20 Jahren könnten sich die Verluste auf horrende 14.000 Euro pro Haushalt ausweiten. Ich werfe nicht gerne mit Zahlen um mich, doch die Ergebnisse, die die Experten der Comdirect Bank in der jüngsten Ausgabe ihres “Realzins Radars” präsentierten, erschüttern mich. Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich muss ganz schön lange arbeiten um 1.300 Euro einfach so mal auf die Seite schaffen zu können, geschweige denn 14.000 Euro. Ein Verlust solch hoher Beträge ist schmerzlich, aber vermeidbar.

Die Ursache des Übels

Wie kommt es eigentlich, dass wir uns trotz guter Vorsätze auf Dauer “arm sparen”? Schuld an der aktuellen Entwicklung, die noch über Jahre anhalten könnte, ist die Geldpolitik der Zentralbanken gekoppelt mit der Spar-Moral der Deutschen, die sich einfach nicht von ihrem zweitliebsten Kind, dem Sparbuch, trennen können. Doch dazu später mehr. Konzentrieren wir uns erstmal auf den Entzündungsherd, die Zinspolitik:

“Die EZB enteignet Sparer”, harte, oft gelesene Worte, in denen leider mehr als ein Fünkchen Wahrheit steckt. Mit dem Ziel, Unternehmen und Privatpersonen zu Investitionen zu verführen und damit die Wirtschaft wieder ins Rollen zu bringen, hat die Europäische Zentralbank seit der Finanzkrise 2009 sukzessive den Leitzins auf Null Prozent gesenkt. Geld lehnen zum Nulltarif sollte die Konjunktur ankurbeln und die Inflationsrate erhöhen. Sehr zum Leidwesen der Sparer, deren verzinsliches Vermögen keine Rendite mehr erwirtschaftet und von der Inflation förmlich “aufgefressen” wird. Null Prozent Zinsen, zwei Prozent Inflation: So lautet das Patentrezept für die perfekte Geldschmelze.

Das Sparbuch-Syndrom

Doch offenbar lässt sich das “Volk der Sparer” von irrationalen, verlustbringenden “Geldanlagen” wie dem Sparbuch noch lange nicht abschrecken. Seit 2008 stieg das Finanzvermögen der Deutschen um etwa 1,5 Billionen Euro auf etwa 5,6 Billionen Euro. 38 Prozent davon, also 2,1 Billionen Euro, sind Geldanlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen. Auch ich besitze ein rotes Büchlein mit goldenen Initialen und bekenne mich dazu, über die Jahre hinweg ein inniges Verhältnis zu ihm aufgebaut zu haben. Weltspartag & Co. lehren uns schließlich schon von Kindesbeinen an, dass das Geld auf dem Buch “sicher” ist. Beziehungsweise war.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Inflationsrate hierzulande bis 2022 auf 2,4 Prozent steigen wird. Bei möglicherweise weiter bestehendem Niedrigzinsumfeld.

Umdenken zahlt sich aus

Wie sagt man doch so schön: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Natürlich können wir auf die EZB, die Banken oder die Politik schimpfen, doch reich werden wir damit nicht. Wir sollten endlich dazu übergehen, uns an den eigenen Haaren aus dem Zins-Sumpf zu ziehen. Zum Beispiel, indem wir endlich ein “Volk der Aktionäre” werden. Darin sind uns andere Nationen schon längst überlegen: Die Amerikaner verstehen sich traditionell als “Miteigentümer” von Unternehmen, dementsprechend hoch ist die Aktionärsquote und der Vermögenszuwachs. Während die Deutschen zwischen 2009 und Ende 2015 nur 17,5 Prozent mehr Eigenkapital erwirtschafteten, verdoppelten die Amerikaner ihr Vermögen. Vor allem, weil Aktien in den USA keine Spekulationsobjekte, sondern unbedingter Bestandteil jeder Anlagestrategie sind.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die enorme Diskrepanz zwischen Sparbuch und Aktien:

Hätten wir 2007 10.000 Euro aufs Sparbuch gelegt, so wären daraus 2017 bei einem gemittelten Zinssatz von 0,5 Prozent 10.511 Euro geworden. Berücksichtigt man zusätzlich eine Geldentwertung von einem Prozent, so fällt das Saldo unterm Strich sogar negativ aus.

Hätten wir 2007 dagegen 10.000 Euro in den Dax-Kursindex investiert, so wären daraus bis heute 11.624 Euro geworden. Ein Zugewinn von 16,4% Prozent. Plus Dividendenrenditen, versteht sich.

Zahlen, die eine deutliche Sprache sprechen. Wenn auch Sie dem Sparbuch endgültig Lebewohl winken und Ihr Erspartes langfristig rentabel anlegen möchten, dann führt an Aktien kein Weg vorbei. Wir von boerse.de machen Ihnen den Einstieg in die Welt der Aktien so leicht wie möglich: Gehen Sie einfach zu einer Bank oder Sparkasse Ihrer Wahl und erkundigen Sie sich nach dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Mit diesem Grundlageninvestment, bestehend aus zehn besonders risikoarmen und gleichzeitig renditestarken Aktien wie z.B. Nestlé, Fielmann oder Fresenius, hätten Sie innerhalb der vergangenen zehn Jahre sogar ein Plus von 269 Prozent erzielt. Aus 10.000 Euro wären 26.900 Euro geworden…
Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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Geldvernichten leicht gemacht oder: unsere verhängnisvolle Liebe zum Sparbuch

Steigende Inflation und Null-Zinsen- so wird unser Spargeld vernichtet

Jahrelang haben wir gespart. Auf den guten Rotwein, die Fernreise und den Neuwagen verzichtet. Geschuftet, um die Familie zu ernähren und das Haus abzubezahlen. All die Mühen  stellen uns jetzt vor ein neues Problem: Wohin mit dem Erspartem? Die Tagespresse überhäuft uns mit Schlagzeilen wie “Inflation auf Fünf-Jahres-Hoch”, “Wenn man fürs Sparen zahlen muss” oder “Kommt jetzt der Aktien-Absturz?”.

Diese und ähnliche Nachrichten werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern und stiften Verwirrung: Welche Geldanlage lohnt sich überhaupt noch? Wird mein Geld auf dem Sparbuch von Negativ-Zinsen “aufgefressen”? Wir Verbraucher stecken in der Klemme zwischen Nullzins und gleichzeitiger Inflation– ein Patentrezept zum Geldverbrennen. Denn das auf dem Sparbuch befindliche Kapital kostet mehr, als es Zinsen bringt und das bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten.

Genährt werden die Zweifel der Sparer von zwei aktuellen Ereignissen: Dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch und dem Erreichen der europäischen Inflationsmarke von 2 Prozent im Februar. Dabei hängen das Zins- und Inflationsgespenst auch noch unmittelbar miteinander zusammen. Ist die Inflation zu gering, senken die Notenbanken den Zinssatz. Hat die Preissteigerung wieder das gewünschte Niveau erreicht, so erhöhen sie den Leitzins stufenweise.

Zumindest in den USA. Um die US-Wirtschaft anzuheizen, hat die Zentralbank den amerikanischen Leitzins lange Zeit bei Null Prozent “eingefroren”. Unternehmen konnten sich billiges Geld leihen, Arbeitsplätze schaffen und Investitionen tätigen. Mit Erfolg: Die US-Konjunktur boomt und das Ziel “Vollbeschäftigung” ist nahezu erreicht. Zeit für die Notenbanker, um den Leitzins gemächlich wieder Richtung ein Prozent hochzuschrauben und im Laufe des Jahres noch ein paar Prozentpunkte draufzulegen.

Die US-Wirtschaft kann sichs scheinbar leisten und auch die Wall Street reagierte auf die Zinserhöhung ziemlich unbeeindruckt. Doch wie stehts um die Inflations- und Zinspolitik hierzulande?

Zeit, um einen Blick auf die “Gespenster, die wir riefen” zu werfen:

Inflation
EZB-Chef Mario Draghi hat mit seiner “Geldflut” ganze Arbeit geleistet. Aufgrund der jahrelangen Nullzins-Ära, die Unternehmen billige Kredite beschert und uns um unser Spargeld bringt, ist die Inflation in Europa mit zwei Prozent im Februar auf dem höchsten Stand seit 2013 angelangt. Tanken, Heizen, Essen– die Preise für den Lebensunterhalt steigen, die schleichende Geldentwertung nimmt ihren Lauf. Gegen Preissteigerungen können wir uns kaum wehren, wohl aber gegen die Entwertung unseres eigenen Spargelds, das wir als “Volk der Sparer” immer noch viel zu gerne auf dem Sparbuch verdampfen lassen.

Zinsen
Gibt es nicht. Punkt. Für einen Inflationsausgleich müssten festverzinsliche Geldanlagen rund zwei Prozent Zinsen abwerfen, doch davon können wir derzeit nur träumen. Mario Draghi, der Chef der EZB (Europäische Zentralbank), bleibt trotz Erreichens seines Inflationszieles stur und belässt den Leitzins in der Eurozone bei null Prozent. Seine Entscheidung stützt zwar die südeuropäischen Banken, die dringend auf Null-Zinsen angewiesen sind, schadet aber der deutschen Volkswirtschaft und uns Sparern enorm.

Aktien
Immobilie? Haben wir schon. Sparbuch? Bis auf Weiteres unrentabel. Oldtimer, Rolex, Brilli? Gerne, aber dann ist das Geld erstmal in der Schmuckschatulle oder der Garage “geparkt”- und das bei unsicherer Rendite. Was bleibt, sind unsere “best buddies”, die Aktien. Von vielen noch immer als Spekulationsobjekte beschimpft, sind Unternehmensbeteiligungen langfristig der beste und sicherste Weg zum Vermögensaufbau. Man kann sie zwar im Gegensatz zu Sachwerten wie Immobilien oder Gold nicht anfassen, aber hinter Aktien verbergen sich ganz reale Werte. Fabriken, Produkte, Patente, Mitarbeiter, Maschinen… wer ein Wertpapier kauft ist kein Zocker, sondern “Miteigentümer” eines Unternehmens. Aktionäre profitieren am Firmenerfolg und erhalten zusätzlich zur Rendite oft auch eine Dividende (Gewinnbeteiligung).

Trotz politischer und wirtschaftlicher Krisen, Pleiten und Pannen kannten die Weltbörsen in der Vergangenheit nur eine Richtung: Aufwärts. Die Zielrendite bei Dax und Dow Jones liegt bei 9 Prozent jährlich. Eine Performance, die mit festverzinslichen Geldanlagen auch künftig wohl kaum zu erreichen ist.

Aktien sind also gewissermaßen der perfekte Allwetterschutz gegen Niedrigzinsen und steigende Inflation. Unter einer Bedingung: Die Mischung muss stimmen. Riskante Spekulationen können fatale Auswirkungen auf Ihre Vermögensentwicklung haben, intelligente Investitionen machen sich dagegen bezahlt. Mit Hilfe der Performance-Analyse haben meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief aus den mehr als 20.000 Werten in der boerse.de-Datenbank, die langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt herausgefiltert. Unsere Champions. Diese Aktien zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Rendite-Risiko-Profil aus und dürfen eigentlich in keinem Depot fehlen. Zum Schluss habe ich noch ein Geschenk für Sie. Als boerse.de-Besucher haben Sie hier die Möglichkeit, die aktuelle Ausgabe kostenlos zu lesen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende und viel Vergnügen bei der Lektüre,

Ihre Miss boerse.de

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Steigende Inflation und Null-Zinsen- so wird unser Spargeld vernichtet

Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Ich handle mit Aktien. Sporadisch und gerne online. Zeit also für einen (virtuellen) Besuch auf der Website meiner Hausbank, die mich sogleich mit einer plakativen Werbung für den sogenannten “Oberland Sparbrief” begrüßt. Dieser verspricht unglaubliche 1,00 Prozent Rendite pro Jahr – und das bei einer Laufzeit von “nur” fünf oder zehn Jahren (fest)! Sie hören meine Ironie…1,00 Prozent Rendite ist zwar in Zeiten, in denen der europäische Leitzins bei Null Prozent eingefroren ist, gar nicht so übel, aber nichts im Vergleich zu dem, was mein Online-Aktiendepot derzeit erwirtschaftet und in den kommenden fünf bis zehn Jahren erwirtschaften könnte: Dax und Dow Jones eröffnen eine langfristige Gewinnperspektive von im Mittel neun Prozent jährlich. Und das bei voller Flexibilität.

Anlegerin bem Aktienkauf via Laptop und iphone
Wie Sie sich sicher schon vorstellen können, gelang es meiner Bank nicht, mich mit ihrer Sparbrief-Reklame zu ködern und auch sonst tut sie meiner Meinung nach zu wenig, um eine neue, jüngere Kundengeneration von Produkten wie Fonds und Aktien zu überzeugen. Das mangelhafte Engagement der Banken gepaart mit den geringen Finanzkenntnissen der meisten Deutschen sorgt dafür, dass die Aktionärsquote in Deutschland seit 2015 bei rund 14 Prozent stagniert. Wir haben so viel Geld auf der hohen Kante wie schon seit Jahren nicht mehr, die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich 2016 so gut wie nie im vergangenen Vierteljahrhundert entwickelt, der DAX gewinnt durchschnittlich neun Prozent pro Jahr und trotz allem haben viele Deutsche nicht den Mumm, in vermeintlich “riskante” Aktien zu investieren.

Ein Unding, denn Papiergeld schmilzt auf dem Sparbuch, wie ein Eis in der Sonne. Das Schreckgespenst vieler Sparer heißt “Inflation”. Die Geldentwertung, die momentan noch bei “nur” zwei Prozent liegt, ist vermutlich schon jetzt höher als die Zinsen, die Sie für Ihr Festgeld bekommen. Das bedeutet: Ihr Geld verliert bereits jetzt schleichend an Wert. Was aber, wenn die Inflation wie Anfang der 90er Jahre auf rund fünf Prozent steigt?

Daran können sich viele jüngere Anleger wohl kaum erinnern und auch die Dotcom-Blase ist an vielen “Millenials” vorbeigegangen. Ist das der Grund, weshalb eine neue, junge Zielgruppe das Börsenparkett für sich entdeckt? Trotz nahezu gleichbleibender Aktionärsquote ist die Zahl der Anleger im Alter bis 39 Jahre 2016 im zweiten Jahr in Folge gestiegen und macht nun immerhin 21,7 Prozent aller Wertpapierkäufer aus. Ein Hoffnungsschimmer, denn gerade das vergangene Jahr hätte dank politischer Unruhen, Brexit und Trump so manchem Anleger das Fürchten lehren können.

Doch am Ende konnte der Dax trotz einiger Berg- und Talfahrten auf Jahressicht ein Kursplus von rund sieben Prozent verbuchen. Ein Ergebnis, das Lust auf mehr macht und so manchen Börsen-Neuling Vertrauen in die Märkte fassen lassen könnte.

Wie Sie sicher bereits ahnen bin ich, unter 39 Jahren und weiblich, bereits vom Börsenvirus infiziert. Das Vermögen, das meine Eltern, Großeltern und deren Vorfahren über Generationen hinweg aufgebaut haben, liegt mir am Herzen. Ich lebe nicht nur im “Hier und Jetzt” wie uns Jüngeren oft unterstellt wird, sondern sorge mich um meine persönliche und finanzielle Zukunft. Auch aus diesem Grund sehe ich Aktien und Fonds als wertvollen Bestandteil eines langfristigen Vermögensaufbaus. Wertpapiere müssen keine “Zockerpapiere” sein, ganz im Gegenteil.

Mit dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) haben wir für Sie zehn besonders defensive Titel herausgefiltert, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Seit seinem Börsendebüt am 30.06.2014 erzielte der BCDI eine Rendite von 36,9 Prozent, der DAX dagegen “nur” 17,3 Prozent. Sie sehen schon: Wie Sie das Blatt auch drehen und wenden: Alles bringt mehr Profit, als die Euros auf dem Sparbuch “versauern” zu lassen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Das-Wort-zum-Wochenende-Mein-Auto-mein-Haus-meine-Aktie-von-Miss-boersede/7742181

Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Das Wort zum Wochenende: Money Matters

money-shark-funny-bunch-of-money-decoration-fun-1673085Vor einer gefühlten Ewigkeit besuchte ich das städtische Gymnasium. Nach der vierten Klasse Grundschule war der weitere Weg schnell klar. All meine Freundinnen gingen aufs “Gymi” und ich als Lehrers-Tochter bekam nicht mal die Chance, mich mit den Alternativen Real- oder Hauptschule zu beschäftigen. Die Noten stimmten, also auf Richtung Hochschulreife!

18 Jahren jung und um mehrere Fremdsprachen reicher, fühlte ich mich reif genug, “echte” Lebensentscheidungen zu treffen und stand schnell vor Problemen, auf die mich keine Schule vorbereiten konnte. Ich hatte ein bisschen Geld geerbt und investierte in Sojabohnen. Das Resultat: Totalverlust. Ich kaufte mir ein Auto ohne Vollkasko-Versicherung und setzte es bei Glatteis in den Graben. Das Resultat: Totalschaden.

Allmählich dämmerte mir, dass ich in den letzten 13 Schuljahren zwar gelernt hatte, selbstständig zu denken, zu rechnen und zu schreiben, aber keinen Schimmer von den Dingen habe, mit denen sich Erwachsene tagtäglich herumschlagen müssen. Welche Versicherungen braucht man wirklich? Wie geht eine Steuererklärung? Wohin mit dem Spargeld? Fragen über Fragen, mit denen sich viele Menschen gar nicht beschäftigen wollen – zu groß der Wissensrückstand, zu mühselig das “Nachpauken” jenseits der Schulbank.

Die Aktionärsquote liefert einen eindeutigen Beweis für das mangelhafte Interesse der Deutschen an Aktien: Nur 14 Prozent der Gesamtbevölkerung investieren in Aktien und Fonds. Das liegt zum einen an der mangelnden Aufklärung über die “Risiken und Nebenwirkungen” von Wertpapieren, zum anderen an unserem gespannten Verhältnis zum Thema Aktien.

Für viele Deutsche sind Aktien kein Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau, sondern “Zockerpapiere”. Diese Risikoscheu gepaart mit Unwissenheit führt dazu, dass Bundesbürger ihr Geld auch in Niedrigzins-Zeiten auf dem Sparbuch, dem Tagesgeldkonto oder in der Garage “parken”. Mit der Konsequenz, dass ihr mühsam Angespartes irgendwann der Inflation zum Opfer fällt. Spannend auch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Während laut dem GFK Investmentbarometer Aktien zwar für 20 Prozent der Deutschen ein attraktives Investment sind, lassen sich nur 12 Prozent dazu hinreißen, auch tatsächlich mit Wertpapieren zu handeln.

Kurios wird es dann beim Thema “Sparbuch”: Von nur 12 Prozent als “attraktiv” eingestuft, erfreut sich das Null-Rendite-Investment immer noch größter Beliebtheit: 40 Prozent der Bundesbürger besitzen das gehasst-geliebte Büchlein ihrer Hausbank.

Amerikaner haben zum Thema Aktien eine viel gesündere Einstellung. Sie sehen sich nicht als “Opfer” börsennotierter Unternehmen, die ihr Spargeld verbrennen, sondern fühlen sich wie kleine Warren Buffets, wenn sie mit dem Kauf von Firmenanteilen am Erfolg von Apple oder Coca-Cola partizipieren.

Ob wir von den US-Bürgern diesbezüglich noch etwas lernen können? Hoffentlich, denn das Thema Geldanlage ist brisanter denn je. Meine Eltern und Großeltern gaben sich größtenteils mit den Zinsen zufrieden, die das Sparbuch abwarf oder kauften sich “reale” Werte, wie Gold oder Immobilien. Doch in Zeiten der Nullzinsen werden Alternativen wie Aktien oder Fonds für den Vermögensaufbau und die Absicherung im Alter immer wichtiger.

Wir von boerse.de haben dazu eine klare Meinung. Wir glauben, dass die Aktienmärkte trotz zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig nur einen Weg kennen: Aufwärts. Beispielsweise erreichte der Dax trotz “New Economy Blase” und “Bankenkrise” in der Vergangenheit durchschnittlich 9 Prozent Rendite (inklusive Dividenden) – hochgerechnet bedeutet das eine Verdopplung Ihres Kapitals alle acht Jahre.

Ich habe einiges aus den Fehlern meiner Jugend gelernt und meine damalige Wissenslücke als Chance begriffen. Die Finanzwelt, aus der ich Ihnen regelmäßig berichte, ist unglaublich spannend und birgt auch für Sie viele Chancen. So vergibt boerse.de mit Hilfe der Performance-Analyse an 100 Aktien das Prädikat „Champion“. Dank der überdurchschnittlichen Kursrenditen, besteht bei den Champions sogar die Chance zur Kapitalverdopplung alle vier Jahre.

Vielleicht finden Sie am Wochenende die Zeit, sich mit dem “lästigen” Thema Aktien einmal anzufreunden. Ich wünsche Ihnen schon mal viel Freude beim Lesen des boerse.de-Aktienbriefs – dem Börsenbrief für Champions-Aktien!

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Das-Wort-zum-Wochenende-Money-Matters/7740061

Das Wort zum Wochenende: Money Matters