Nike, just do it!

Heute schlägt für Nike die Stunde der Wahrheit. Die “Siegesgöttin” präsentiert ihre Zahlen zum dritten Quartal und die Fankurve fragt sich, ob Nike der griechischen Namenspatronin einmal mehr gerecht werden kann. Im vergangenen Jahr fehlte dem amerikanischen Sportartikelhersteller zeitweise der “Swoosh”, was sich auch in dessen Bilanz widerspiegeln könnte. Einige Analysten rechnen damit, dass Nike zum ersten mal seit 2012 Gewinneinbußen von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein schwaches Wachstum von nur drei Prozent auf dem wichtigen US-Markt hinnehmen muss. Doch das ist noch lange kein Grund, um den amtierenden Rekordhalter im Sportgeschäft als “Looser” abzuschreiben. Ganz im Gegenteil: Vieles spricht dafür, dass der Langstreckenläufer wieder zu seiner alten Form zurück gefunden hat.

Ein sportlicher Rat schonmal vorab: Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief haben Nike zum Champion gekürt…und das zurecht, denn Nike ist der Inbegriff vieler Superlativen: Die Legende. Der weltweit führende Sportartikelhersteller. Die Hipster-Marke. Zweifellos besticht der Konzern aus dem US-Bundesstaat Oregon mit einer Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht.

Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat die Aktie 427 Prozent dazugewonnen. Nikes Börsenwert beziffert sich derzeit auf satte 90 Milliarden Euro, fast dreimal soviel wie Adidas. Doch Nikes Goldmedaille trug vergangenes Jahr ein paar Kratzer davon. Der Konzern stieß an die Grenzen seines Wachstums und musste im Schlussquartal 2016 einen Umsatzzuwachs von “nur” 6 Prozent hinnehmen. Eine gewöhnungsbedürftige Entwicklung für die erfolgsverwöhnten Nike-Anleger, deren Aktie 2016 über 15 Prozent an Wert verlor.

Neues Jahr, neues Glück? Vieles spricht dafür, dass Nike 2017 seinem Namen wieder alle Ehre machen wird und das, obwohl Erzrivale Adidas und Newcomer wie Under Armour auf der Lauer liegen. Echte Champions lassen sich eben nicht so schnell aus dem Feld schlagen. Viele Experten bezeichnen das vergangene Jahr deshalb als “Verschnaufpause”. Ein kurzes Formtief, von dem sich Nike 2017 wieder erholen wird, denn an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Die Vergangenheit ist demnach bereits “eingepreist” und kann dem zukünftigen Kursverlauf nicht mehr gefährlich werden.

Sie könnten Recht behalten. Seit Jahresbeginn punktet der Sportartikelhersteller mit einem Kursgewinn von 9,9 Prozent, was sowohl positiven Analystenstimmen, als auch einer vielversprechenden Geschäftsperspektive zuzuschreiben ist.

Die Verkäufe in Asien laufen wieder besser, und Nike hat auch im wichtigen Lifestyle-Segment ein “Ass” im Ärmel: Ende März stürmt der neue Sneaker “Air Vapor Max” die Regale. Womöglich der Kassenschlager, mit dem unser Champion einmal mehr beweist, wie viel “Swoosh” in ihm steckt.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss Boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Nike-just-do-it-von-Miss-boersede/7751516

 

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Nike, just do it!

Die Highlights der Woche: Entspannung in Sicht?

Eine turbulente Woche voll politischer und wirtschaftlicher Höhepunkte liegt hinter uns. Die Wahl in den Niederlanden, der Zinsentscheid der US-Notenbank, die dramatischen Jahreszahlen der Energieversorger, die Durchsuchung bei Audi, der Besuch von Kanzlerin Merkel bei Donald Trump… Ereignisse, welche stets auf Sicherheit bedachten Börsianer verunsicherten.
Deren Grundeinstellung “nur nicht zu weit aus dem Fenster lehnen” spiegelte sich auch in den Aktienkursen wider. So ging der deutsche Leitindex mit 12.098 Punkten und einem Wochengewinn von rund einem Prozent ins wohlverdiente Wochenende. Börsianer sind ein sicherheitsliebendes Völkchen und je mehr nach “Schema F” läuft und je weniger welt- oder finanzpolitische Überraschungen drohen, desto besser für die Kursstabilität. “Politische Börsen haben kurze Beine” lautet eine alte Börsenweisheit. Doch was, wenn sich politische Ereignisse praktisch die Klinke in die Hand geben?
Nach dem Amtsantritt von Donald Trump kommen schon die Wahl in den Niederlanden, in Frankreich und schließlich in Deutschland, gemischt mit einer ordentlichen Dosis weltpolitisches Tohuwabohu. Aus den “kurzbeinigen” Börsen werden Marathon-Märkte, die fast schon immun gegen politische Querelen geworden sind.
Auch das “Zins-Gespenst” macht seinem Namen keine Ehre mehr. Obwohl die US-Notenbank vergangenen Mittwoch den US-Leitzins auf 0,75-1,00 Prozent erhöhte, reagierten die Weltbörsen tiefenentspannt. Der Zinsschritt war zwar erwartet worden, doch die Vergangenheit lehrte uns, dass ein Anstieg des Leitzinses häufig einen Kursrutsch verursacht, da Anleger ihr Depot “umschichten”: Raus aus den “riskanten” Aktien, rein in die festverzinslichen Bankanlagen.
Selbst diese Börsenregel verliert momentan ihre Daseinsberechtigung. Sowohl Dax, als auch Dow Jones ließen nach dem Notenbanktermin nur leichte Zuckungen sehen– von einem Kurs-Kollaps konnte keine Rede sein.
Eine kleine Atempause hätten wir uns diese Woche redlich verdient. Ob die Finanzmärkte das genauso sehen? Zweifellos bewegen wir uns weiterhin auf glattem, aber bis dato überraschend tragfähigem Eis. An politische und wirtschaftliche Umfeldfaktoren haben wir uns scheinbar schon gewöhnt. Wie wäre es dann zur Abwechslung mal mit fundamentalen Unternehmensdaten? Davon gibt es diese Woche wieder reichlich. Wie im Showgeschäft drängen Stars und Sternchen aufs Parkett– von “Promis” wie Nike und BMW, bis hin zu “Geheimtipps” wie diesem Champion.
Hier ein Auszug der Börsen-Highlights, die für Stimmung auf dem Parkett sorgen könnten:
Montag:
SAP Capital Markets Day, Deutsche Bank (Geschäftsbericht)
Dienstag:
Fuchs Petrolub (Jahreszahlen), BMW (Jahreszahlen), General Mills (Q3 Zahlen), Nike (Q3 Zahlen), FedEx (Q3 Zahlen), Porsche SE (Bilanz Pk)
Mittwoch:
Xing, Jenaoptik, Kingfisher, Hermes (alle Jahreszahlen)
Donnerstag:
Postbank, Leoni, United Internet, Pfeiffer Vacuum, Stada, Krones, Freenet, Telecom Italia, GameStop (alle Jahreszahlen)
Freitag:
Salzgitter und Hapag-Lloyd (Jahreszahlen)
Liebe Leserinnen und Leser, wie im echten Leben so gilt auch an der Börse: Mit kleinen Schritten gelangt man oft sicherer ins Ziel als mit Siebenmeilenstiefeln. Auch ich fühle mich oft von der Flut an Unternehmensnachrichten und weltpolitischen Neuigkeiten “erschlagen”. Doch das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und der Börse Lebewohl zu winken. Ganz im Gegenteil. Solange die Menschheit nach Wachstum strebt, wird sich auch die Wirtschaft weiterentwickeln. Die Vergangenheit beweist, dass Dax und Dow Jones im Mittel jährlich 9 Prozent Rendite erzielen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf verlieren auch kurzzeitige Kursturbulenzen an Schrecken und einem langfristigen Vermögensaufbau mit risikoarmen Wertpapieren wie unseren Champions steht nichts mehr im Wege.
Ich wünsche Ihnen eine entspannte und erfolgreiche Börsenwoche,
Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Highlights-der-Woche-Entspannung-in-Sicht-von-Miss-boersede/7751078

Die Highlights der Woche: Entspannung in Sicht?

Die Aktie des Tages: Adidas

Adidas gewann bereits 2016 mit einem Plus von 67 Prozent die Dax-Goldmedaille. Entsprechend hohe Erwartungen haben Anleger an die Jahreszahlen, die der Sportartikelhersteller morgen präsentieren wird. Können die drei Streifen punkten und ihre Erfolgsserie fortsetzen? Das Gros der Analysten ist optimistisch: Sie erwarten einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis dürfte um knapp 37 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigen, und auch der Gewinn sollte sich nach 720 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 995 Millionen Euro verbessern.

Zahlen sind ja ganz nett, aber Investoren sind eben auch nur Menschen und wollen Stories, die der Aktie “Phantasie” verleihen. Zu den “Hot Topics”, die Anleger morgen und beim Investorentag am 14.3.2017 besonders interessieren dürften, zählen:

Wie fit ist Adidas-Chef Kasper Rorsted?
Zumindest sein Äußeres verrät: Der Ex-Henkel-Chef, der seit Oktober 2016 die Geschäfte in Herzogenaurach leitet, ist sportlich unterwegs. Statt Schlips und Anzug trägt Rorsted lieber T-Shirt, Jeans und natürlich Sneakers. Aber auch seine Gangart ist die eines Sportlers: Der ehemalige Handballer griff gleich nach seinem Einstand als neuer Adidas-CEO richtig durch, schloss die Zentrale der hinkenden US-Tochter Reebok und will auch den Rest des Geschäfts auf Erfolg trimmen. Marge, Marge, Marge heißt sein Motto. Da haben “Looser” wie die Golf-Sparte und die “Rehbock”-Marke schlechte Karten.

Reebok
Was? Reebok gehört zu Adidas? Was viele nicht wissen: Adidas kaufte den amerikanischen Sportartikelhersteller vor rund zehn Jahren für drei Milliarden Euro. Ein teurer Klotz am Bein, der mit spärlichen Gewinnen und einem bescheidenen Image nicht an die Erfolgsstory des Mutterkonzerns anknüpfen kann. Kasper Rorsted will die Marke (zumindest vorläufig) noch behalten, gesundschrumpfen und auf Fitnesskurs trimmen. Ob Reebok irgendwann mal trendy wird, wage ich zu bezweifeln, aber auch hier gilt vielleicht: Totgeglaubte leben länger. Vor Jahren glaubte kaum jemand an ein Comeback von Puma oder der Handballermarke Hummel, die mittlerweile in den Schuhregalen “hipper” Turnschuhträger neben Nike und New Balance Platz genommen haben…

Ewige Konkurrenten
Konkurrenz: Gutes Stichwort. Nike ist der unangefochtene Platzhirsch und macht weltweit fast doppelt soviel Umsatz wie Adidas, doch der Aktie, die mit momentan rund 53 Euro weniger kostet als vor zwölf Monaten, fehlte 2016 der “Swoosh”. Sie verlor rund 15 Prozent an Wert und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Gesamtmarkt. Zwar konnte die Nike-Aktie nach ihrem Formtief 2016 in den vergangenen sechs Monaten wieder Boden gut machen, doch viele Analysten sind zuversichtlich, dass Adidas im laufenden Jahr den Abstand zum Erzfeind verringern könnte. Vor allem im Wachstumsmarkt Lifestyle-Turnschuhe, also Sportschuhe, die auch Büro- oder Dinner- tauglich sind, gewinnt Adidas Dank Celebrities wie Rapper Kanye West immer mehr Fans. Dessen Designer-Sneakers in limitierter Stückzahl sorgten für einen enormen Hype und klingelnde Kassen in Herzogenaurach.

Ob Adidas dieses Jahr noch nachlegen kann? Keine Frage, nach dem Run im vergangenen Jahr ist das Adidas-Papier zum Stückpreis von rund 160 Euro teurer als ein Paar Nike Air Max. Rorsted muss also morgen liefern und sowohl das eigene Tempo, als auch die Stimmung der Investoren hochhalten.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-Adidas-von-Miss-boersede/7747290

 

Die Aktie des Tages: Adidas

Nike sucht seinen Swoosh

gdfqlw-lHoHoHo, heute nach dem Glöckchen wirds was geben! Die Swoosh-Legende Nike kommt nach US-Börsenschluss mit Quartalszahlen über den Tisch und wir flüstern euch, ob der Turnschuhfabrikant zurück zu seiner alten Form findet. Oder nicht.

Das Duell: Adidas oder Nike?

Nike! Nenene, nicht so schnell, Sabine. Obwohl ich total an meinen Nike Air Max hänge, versuch ichs doch mal lieber mit Objektivität. Meinungsbildung und so, ihr wisst schon. Also gehen wir das Thema mal journalistisch-analytisch an!

Die Glaubensfrage

Kaum ein Thema gibt in der Fußball-Umkleide mehr Stoff für Zoff als die ewige Frage nach den RICHTIGEN Schuhen. Drei Streifen oder Swoosh? Die Puma-Fraktion verdrückt sich bei solchen Diskussionen ohnehin meistens meinungs- und lautlos.

Die meisten von uns dürften einen klaren Favoriten im Schrank haben und würden ihrem Brand auch nie-nie-niemals untreu werden. Zumindest bis Nike den “Air Jordan X Retro OVO” oder Adidas den “Original YEEZY Boost 750” auf den Markt wirft und wir in einen Loyalitätskonflikt geraten.

Wer denkt sich eigentlich diese Namen aus? Sicher irgendwelche ultra-smarten Brandmanager auf der Suche nach dem nächsten Zungenbrecher… “Ähm, ich hätte gerne ein Paar Cheese-Boots oder so von Adidas”. Alles klar.

Die Fußball-Frage

Schnell beantwortet: Der Punkt geht an Nike. Während Adidas bis auf den FC Bayern mit Hamburg, Schalke und Ingolstadt nur Absteiger ausstaffiert, hat Nike mit Leipzig, Hertha und Eintracht Frankfurt ne ganz gute Sponsoren-Aufstellung am Start.

Die Finance-Frage

Nike ist auf der Suche nach seinem Mojo. 2016 war ein tristes Börsenjahr, in dem die Aktie rund 17 Prozent an Wert verlor. Und damits noch mehr wehtut: Adidas konnte im gleichen Zeitraum 59 Prozent zulegen und zählt damit zu unseren absoluten Börsenlieblingen der letzten 12 Monate.

Nike ist zwar noch immer Weltmarktführer, aber die Konkurrenz schläft nicht. Adidas, Under Armour, aber auch No-Brand-Sneakers von Zara & Co. buhlen um uns Millenials und der nächste Verkaufs-Hit, für den die Fans vor den Nike-Stores ihre Zelte aufschlagen, lässt auf sich warten.

Die Analysten halten sich deshalb mit Kaufempfehlungen zurück und befürchten, dass Nike trotz leicht gestiegener Umsätze auch diesmal nicht liefern kann. Zu wenig Bestellungen, zu groß die Angst vor dem neuen Mr. President Trump. Der hat was gegen US-Firmen, die im Ausland produzieren und könnte Nike schmerzhafte Importzölle aufs Auge drücken die an den Gewinnen knabbern.

And the winner is…Adidas! Oder Under Armour, oder New Balance, oder Puma.. auf jeden Fall sitzt Nike vorerst auf der Ersatzbank und wartet auf bessere Zeiten. Wir nicht! Also ran an die Buttons und *Just do it*!

Nike sucht seinen Swoosh

Die Bringer der Woche: Armed and ready

ri22lliDiese Woche ists endlich mal wieder an der Zeit, den dicken Macker raushängen zu lassen. Ihr dürft prollen, prahlen, protzen soviel ihr wollt, denn unser Terminkalender ist voll mit Events für echte Männer und ähm, eure weibliche Autorin. Nach dem Spätsommerloch der letzten Wochen, in denen sich irgendwie alles nur um Zinsen und die Weltwirtschaft drehte, treffen sich am Dienstag die einflussreichsten Ölmagnaten der Welt, um über die Zukunft des Ölpreises und der Fördermenge zu beraten. Superspannende Sache, denn kein anderer Rohstoff schafft es, die Stimmung der Profitrader so zu beeinflussen, wie das Öl. Aber dazu später noch mehr! Rohstoffe zu so früher Stunde schlagen mir meistens auf den Magen. Außer es handelt sich um meinen Sellerie-Smoothie…

Noch so ein Ding, auf das ich echt schon seit Wochen warte, sind die in den nächsten Tagen anstehenden Unternehmens-Bilanzen. Die fünfte Jahreszeit ist für die Börsianer nicht das Oktoberfest (Prosit aus München!), sondern die Bilanzsaison. Dann öffnen börsennotierte Firmen ihre Bücher und erzählen uns, wie die Geschäfte so laufen. Im Vorfeld solcher Dates geben die allmighty Analysten noch ihren Senf dazu und peilen grob über den Daumen, wie sich Gewinn, Verlust und Umsatz eines Kandidaten entwickelt haben.

Wenn die Katze dann endlich aus dem Sack ist und Pressemeldungen über den Newsfeed rollen, entscheiden die Börsianer über Gedeih und Verderb des betroffenen Unternehmens. Für schlechte Zahlen, oder enttäuschte Analysten, gibts meistens die Peitsche mit derben Kursverlusten, für eine gute bis überdurchschnittliche Performance werden die Investoren  dagegen mit steigenden Kursen und Dollarzeichen in den Augen belohnt. Ordentlich “Umpf” für die Börsenkurse, sag ich euch!

Den Anfang machen diese Woche zwei besonders dicke Fische: Nike (Dienstag) und PepsiCo (Donnerstag) rücken mit Bilanzen raus. Besonders hot daran ist, dass beide in schwer umkämpften Branchen unterwegs sind- Nike im Battle gegen Adidas und Under Armor und PepsiCo natürlich gegen Coca-Cola.

Nike ist im Duell gegen Adidas in den letzten Monaten ganz schön auf der Strecke geblieben. Während die Aktie mit den drei Streifen in einem Jahr rund 120 Prozent (!) dazu gewann, verlor Nike im selben Zeitraum 10 Prozent an Wert. Wie das Rennen ausgeht, erfahren wir am Dienstag, wenn Nike uns nach Börsenschluss einen sneak peek in seine Bücher werfen lässt.

PepsiCo fällt im Vergleich zu Coke bei vielen Analysten besser in den Geschmack. Der Sprudelbrausen- und Snack-Hersteller hat das Geheimrezept geknackt: Diversifikation! Während Coca-Cola vor allem auf Soda setzt, hat PepsiCo rechtzeitig den Wasser-Hype für sich entdeckt und bietet dazu noch gesunde Knabberware. Ganz nach meinem Geschmack!

Ihr wollt noch mehr? Kriegt ihr! Am Dienstag treffen sich die Big Boys der Ölindustrie im schönen Algier. Diesmal soll es nicht wie in den letzten 8 (!) Jahren bei nettem BlaBla, Shishas und Kaviarhäppchen bleiben. Nein, diesmal wird Geschichte geschrieben! Die Opec-Mitglieder (Organisation erdölexportierender Länder) und Außenseiter Russland müssen eine Lösung finden, um die weltweite Ölflut einzudämmen. Seit Langem wird mehr Öl gepumpt als irgendein Land dieser Welt verbrennen kann mit dem Resultat, dass der Ölpreis nicht einmal mehr hoch genug ist, um die Förderkosten zu decken. Die reichen Ölmagnaten, die sich so ne Verlustnummer leisten können, pumpen arme Länder, wie Venezuela, oder Brasilien, buchstäblich in den Ruin. So kanns nicht weitergehen, die Pumpmenge muss gedeckelt werden. PepsiCo produziert ja auch nicht endlos viel Sprudel, nur um Coca-Cola aus den Supermarktregalen zu drängen.

Algerien war in der Vergangenheit schon zweimal gut für eine Überraschung. 2004 und 2008 nickte die Opec dort schon mal Förderlimits ab- ein fruchtbarer Boden für das diesjährige Meeting, hoffen wir. So ihr BUXies, meine Gehirnzellen brauchen jetzt erstmal Koffein! Wir lesen uns wieder nach Börsenstart. Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-vorbereitung-ist-alles/

Die Bringer der Woche: Armed and ready

Die Bringer der Woche: Der Bär ist los

maxresdefaultIch weiß nicht, wies euch geht, aber mir steckt der Schreck des Brexit- Black Friday’s noch ziemlich in den Knochen. Der völlig überraschende Austritt der Engländer aus der EU ist ein historisches Ereignis und gleichzeitig der erste Börsencrash in meiner Autoren-Karriere. Der letzte Aktien-Absturz, bei dem der DAX um fette 13 Prozent in die Tiefe rauschte, ereignete sich übrigens 2011 aufgrund der drohenden Schuldenkrise in Europa und den USA. Letzten Freitag verlor unser Index auf dem Höhepunkt seiner Depression rund 10 Prozent, konnte sich aber nach dem ersten Schock doch noch leicht erholen und ging mit knapp 7 Prozent aus dem Rennen. Die unglaubliche Summe von fünf Billionen Dollar löste sich innerhalb weniger Stunden in Luft auf.

Zu den größten Verlieren zählten Banken, Versicherungen und das englische Pfund, das seit 30 Jahren nicht mehr so tief stand wie am Freitag. Sommerurlaub schon geplant? Auf ins schöne Großbritannien zu Schnäppchenpreisen! Oder wie wärs mit einer Flucht ins Gold? Der ewige sichere Hafen kann sich vor Krisen-Touristen kaum noch retten und erlebte am Black Friday einen Glanztag mit Plus 4,5 Prozent.

Das BUXianer-Lager hat sich wahrscheinlich in drei Teile gespalten. Die “WTF”- Anhänger, die wie ich und die absolute Mehrheit der Börsianer letzte Woche auf ein “Bremain” und steigende Kurse spekuliert hat, die “Whatever”- Stoiker, die der Meinung sind, dass in jeder Krise eine Chance steckt und die “Lucky Bastards” die ihre Anteile in weiser Voraussicht noch rechtzeitig vercheckt, oder auf fallende Kurse gesetzt haben.

Die Frage, die sich die gesamte Finanzwelt heute stellt und die wir hier bei BUX auch nicht beantworten können, ohne als fiese Scharlatane beschimpft zu werden, ist: Wie? Gehts? Weiter? I ! Dont! Know! Aber es gibt zwei Theorien. Immerhin.

Die Positivisten sind der Meinung, dass die Börsen schon andere Tiefschläge verkraftet haben und es nur eine Frage von Tagen ist, bis sich das Index-Barometer wieder eingependelt hat. Großbritannien ist schließlich nicht vom Erdball gerutscht und wird bald in neuem Glanz auferstehen. Die Pessimisten (oder Realisten?) dagegen befürchten eine weitreichende Wirtschaftskrise, die nicht nur England, sondern auch den Rest Europas treffen könnte. Unsicherheit war noch nie ein Stimmungsmacher auf den Finanzmärkten und der Brexit als Novum könnte für noch mehr Instabilität und zumindest temporär fallende Kurse sorgen.

Besonders hart dürfte es neben englischen Banken und Versicherungen auch deutsche Aktien wie BMW, Daimler, Deutsche Post und RWE treffen, die rund 10 Prozent ihrer Umsätze mit dem Königreich machen und die Konsequenzen des Brexits nur schwer einschätzen können. Diese Krisen-Kandidaten verloren am Freitag 8-10 Prozent an Wert und könnten jetzt entweder als ganz heiße Einstiegs-Chancen gehandelt werden, oder auch in den kommenden Tagen unter der Brexiteritis leiden.

Brexit hin oder her- das Börsenleben geht weiter. Bei vielen Unternehmen ist “business as usual” angesagt und das ist auch gut so. Vielleicht sorgen Nike (Dienstag) und Monsanto (Donnerstag) mit ihren Quartalszahlen für Adrenalinkicks auf dem Parkett? Auch unser Dauerbrenner Volkswagen könnte diese Woche wieder für das ein oder andere Kurs-Gewitter verantwortlich sein. Am Dienstag endet die Gnadenfrist zur Einigung mit den US-Behörden und der Autobauer hat dann langsam Gewissheit über das ganze finanzielle Ausmaß der Dieselgate-Affäre in den USA und über die Kostenlawine, die auf ihn zurollt.

Spannende Zeiten, liebe BUXers! Das Motto der Woche könnte “No risk, no fun” lauten. Macht euch auf ein paar kurstechnische Überraschungen bereit, die eure Trades eventuell in den Keller schicken, aber gleichzeitig auch eine Top-Einstiegschance sein könnten. The show must go on!

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Die Bringer der Woche: Der Bär ist los

FC Chelsea befreit sich jetzt auch von Adidas

js-forum-money41Adidas erhöht mal wieder seine Gewinnprognose. Aha. Im Falle des fränkischen Sportartikelherstellers haben wir uns schon so an Rekorde und grandiose Pressemeldungen gewöhnt, dass solche News auch an der Börse kaum noch honoriert werden. Adidas erwartet nun ein Gewinn-Plus von etwa 25 Prozent für das Jahr 2016 und nicht mehr nur 15 bis 18 Prozent. Und was macht die Aktie im Zuge dieser Top-Meldung? Nichts. Rührt sich kaum vom Fleck, das undankbare Ding.

Undankbar ist ein gutes Stichwort, denn einer der Gründe für das auf-der-Stelle-treten der Sportaktie ist der vorzeitige Ausstieg des FC Chelsea aus dem Ausrüstervertrag, der eigentlich noch bis 2023 laufen sollte und dem Fußballclub 38 Millionen Euro in die Kasse spült. Nicht genug, meinen die Engländer und bezahlen gerne ein paar Millionen Abfindung an Adidas, um sich vorzeitig aus dem Vertrag freizukaufen und ihr Glück bei (man munkelt..) Nike oder dem too-cool Brand Under Armour zu suchen. Auch sind die Gentlemen beleidigt, weil Adidas dem FC Bayern 60 Millionen pro Jahr für ein paar verschwitzte T-Shirts bezahlt und Manchester United sogar 95 Millionen kassiert. FC Chelsea ist also gekränkt und nimmt das kleine Lösegeld gerne in Kauf, um sich die Taschen zukünftig mit amerikanischen Dollars vollzustopfen.

Die erwartete Abfindung (genaue Höhe unbekannt) schlägt bei Adidas natürlich kräftig auf die Gewinn-Seite und so kommt es, dass der Sportartikel-Hersteller ohne eigene Verdienste seine Prognose für das laufende Jahr erhöht. Genau das könnte auch der Grund dafür sein, weshalb sich die Börsianer heute nicht massenweise mit Adidas eindecken. Echter Erfolg will eben doch verdient sein und Gewinne aus einer Vertragsauflösung sind nun mal halb so sexy wie Gewinne aus ehrlich verkauften Sneakers.

Aber jetzt ist eure Meinung gefragt. Gönnt ihr Adidas den kleinen Bonus in der Kasse, oder geht ihr mit den Börsenhändlern auf Knauser-Kurs?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/fc-chelsea-befreit-sich-jetzt-auch-von-adidas/

FC Chelsea befreit sich jetzt auch von Adidas