Südzucker: Das schmeckt nach mehr!

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candy-1678933_960_720.jpgHeute berichte ich Ihnen von einer Aktie aus der zweiten Reihe, die eine Sünde wert sein könnte: Südzucker. Der MDax-Wert legt morgen Q1-Zahlen vor und Investoren interessiert natürlich brennend, ob die Zuckerbranche Zukunftspotential hat, oder ob sie sich besser heute als morgen von der Aktie verabschieden sollten.

Bitterer Nachgeschmack

Noch vor einem Jahr zählte die Südzucker-Aktie zu den Lieblingen vieler Börsianer, denn das Papier sprintete von ihrem Kurstief bei 12,77 Euro (Februar 2016) auf 25,45 Euro (Oktober 2016) und  zählte damit zwischenzeitlich zu den Top-Performern im Index mittelgroßer Werte. Steigende Zuckerpreise motivierten den Konzern, die eigene Jahresprognose zu erhöhen und bestärkten Investoren darin, in Südzucker zu investieren. Im vergangenen Geschäftsjahr verdoppelte der Konzern das operative Ergebnis nahezu auf 426 Millionen Euro (Vorjahr: 241 Millionen). Das MDax-Mitglied setzte 2016/2017 insgesamt 6,5 Milliarden Euro um nach 6,4 Milliarden im Vergleichszeitraum.

Doch mit den Monaten schmolzen die anfänglichen Gewinne dahin, wie ein Zuckerhut über der Feuerzangenbowle: die Aktie verbuchte seit Jahresbeginn ein Minus von 18,77 Prozent und einige Experten fürchten, dass das dicke Ende noch bevorsteht. Schuld am wachsenden Pessimismus ist die enorme Abhängigkeit des Lebensmittelkonzerns von den stark schwankenden Zuckerpreisen, die Ende Juni mit rund 394 Euro je Tonne den niedrigsten Stand seit 16 Monaten erreichten.

Ein Produkt, viele Geschäftsfelder

Sinkende Weltmarktpreise für das “weiße Gold” haben zwei Ursachen: die abnehmende Nachfrage und Spekulanten, die auf eine Fortsetzung des Preisverfalls wetten. Südzucker versucht sich mit einem möglichst diversifizierten Produktangebot gegen mögliche Marktschwankungen abzusichern. Der weltgrößte Zuckerkonzern gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Zucker, Spezialitäten (z.B. Tiefkühlprodukte), Fruchtzubereitungen und die Bioethanolproduktion.

Während die weltweite Nachfrage nach raffiniertem Zucker und “ungesunden” Lebensmitteln wie TK-Pizza oder Ketchup, die viel “leere Kalorien” enthalten sinkt, steigt der Bedarf an Bio-Kraftstoff. Südzucker-Tochter CropEnergies macht mit der Erzeugung von Bioethanol gute Geschäfte, wie die heute vorgelegten Zahlen beweisen. CropEnergies steigerte den Umsatz in Q1 um 38 Prozent auf 231 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Ein willkommenes “Zuckerl” für die Mannheimer Mutter…

Revolution im Schlaraffenland

Im Oktober kommt Bewegung ins Schlaraffenland: die revolutionäre Abschaffung der EU-Quotenregelung wird die jahrzehntelange Planungssicherheit der Branche bezüglich Produktionsmengen- und Preisen gefährden. Wenn die Quote wegfällt, dürfen Zuckerrübenbauern pflanzen und ernten was das Feld hergibt. Auch der Preis und die Exportmenge sind dann nicht mehr reguliert. Diese Entwicklung sorgt zum einen dafür, dass der Wettbewerb durch eine steigende Produktion zunimmt und die Preise weiter fallen könnten. Zum anderen trennt sich aufgrund der Deregulierung auch die Spreu vom Weizen: die Zuckerhersteller, die es sich leisten können, werden expandieren und noch mehr Felder bewirtschaften als momentan. Den Unternehmen aber, die nicht über die nötigen Energiereserven verfügen, könnte diese Entwicklung bittere Verluste bescheren.

Wir von boerse.de überlassen die “Nervennahrung” gerne ausgehungerten Spekulanten und konzentrieren uns lieber auf Aktien mit einem ausgezeichneten Chance-Risiko-Profil, die bei überdurchschnittlichen Renditen geringe Rückschläge aufweisen. Generell ist dies ein Kennzeichen der Nahrungs- und Genussmittelbranche, denn Gegessen und Getrunken wird bekanntlich immer. Südzucker ist da allerdings eine Ausnahme, denn die starke Abhängigkeit vom Kernprodukt Zucker, schwankenden Marktpreisen und Regularien machen den Wert zu einem spekulativen Investment.

Ein ganz anderes Bild zeichnet dagegen Branchenkollege und boerse.de-Top-Defensiv-Champion Nestlé: der schweizer Nahrungsmittelkonzern ist wesentlich breiter aufgestellt als Südzucker, profitiert als Abnehmer von fallenden Zuckerpreisen und zeichnet sich durch eine besondere Defensiv-Stärke aus. Profitieren Sie mit! Das geht ganz einfach mit einem Investment in den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), der auch in Nestlé investiert und innerhalb der vergangenen drei Jahre +46,3 Prozent Gewinn erzielte. So lasse ich mir Erfolg schmecken!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Südzucker: Das schmeckt nach mehr!

Delivery Hero geht an die Börse: Verbrennen Sie sich nicht die Finger!

press-photos-office-reception (1)Und täglich grüßt…nein, nicht das Murmeltier, sondern ein neuer Börsengang. Nach Vapiano am Dienstag muss morgen Delivery Hero liefern. Zwei IPOs in einer Woche und dazu noch aus der gleichen Branche das ist in Zeiten, in denen sich immer weniger deutsche Unternehmen aufs Parkett wagen eher ungewöhnlich. Schätzungen zufolge gehen 2017 hierzulande insgesamt nur 15 Firmen an die Börse. Weltweit waren es dagegen allein im ersten Halbjahr über 772 Neuemissionen. Deutschland backt zwar kleinere Brötchen als der Rest der Welt, aber vielleicht die qualitativ besseren? Bis jetzt noch nicht. Nachdem der Aktienkurs des Börsenneulings Vapiano am Dienstag kurz hochkochte, fiel er im Handelsverlauf unter den Ausgabepreis und stagniert seitdem auf ähnlichem Niveau. Ob dem Essens-Lieferdienst Delivery Hero ein ähnliches Schicksal droht?

Der Rocket Internet Sprössling

Was haben die meisten Börsengänge dieser Tage miteinander gemein? Sie schreiben rote Zahlen. So auch Delivery Hero, eine Beteiligung des (ebenfalls defizitären) Start-up Investors Rocket Internet. Das 2011 gegründete Unternehmen hinter den bei Konsumenten eher bekannten Marken “Foodora”, “Pizza.de” und “Lieferheld” setzte im vergangenen Jahr knapp 300 Millionen Euro um und schrieb 200 Millionen Euro Verlust. So überrascht es auch nicht, dass ein Großteil der IPO-Erlöse von knapp einer Milliarde Euro nicht in den Ausbau des Geschäfts, sondern in den Abbau der Schulden gesteckt wird. Das ansich ist paradox. Ich dachte immer, man kauft Aktien, um vom Erfolg eines Unternehmens zu profitieren und nicht, um dessen Defizite zu kompensieren?

Ob Delivery Hero jemals den Hunger der Investoren stillen wird, ist fraglich. Das Erlösmodell des Lieferdienstes basiert auf Provisionen, die die Webseiten des Unternehmens von angeschlossenen Restaurants erhalten. Bestellt ein Kunde Pizza beim Italiener über Pizza.de, dann klingelt bei Delivery Hero die Kasse. Naja, das ist vielleicht etwas übertrieben, denn da Foodora, Lieferheld und Pizza.de als reine Essens-Vermittlungsplattform fungieren sind die Margen so gering, dass sich das Geschäft nur sehr knapp rechnet. Folglich lautet das Geheimrezept: Wachstum. Doch die teuer erkauften Marktanteile werden sich möglicherweise auf Dauer nicht rechnen, denn im Gegensatz zu anderen Branchen trägt “Größe” im Liefergeschäft nicht dazu bei, die Margen zu erhöhen. Das Geschäft mit den Online-Essensbestellungen ist ein wahrhaft hartes Brot.

Schlaraffenland oder Schlachtfeld?

Noch übler wird der Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass der Markt für Lieferdienste weder neu, noch einfach ist. Schon seit vielen Jahren buhlen Konkurrenten wie die britische (profitable!) Firma Just Eat oder das niederländische Unternehmen Takeaway (“Lieferando”) um die Gunst hungriger Kunden. Keine Frage: Mit der Bequemlichkeit vieler Städter lässt sich ordentlich Geldverdienen. Das haben aber auch mächtige Branchen-Neulinge wie Amazon oder Uber erkannt, die neben Paketen und Fahrgästen jetzt auch Essen bzw. Lebensmittel ausliefern und mit ihrer Marktmacht Neueinsteigern die Butter vom Brot nehmen könnten.

Gegessen wird immer. Geliefert auch?

Vielleicht. Das gilt allerdings nur für wirtschaftlich florierende Länder wie Deutschland. Denn wenn das Haushaltsgeld kaum ausreicht, um Lebensmittel beim Discounter zu kaufen, ist die Sushi-Bestellung ein utopischer Luxus. Das bedeutet für Liebhaber von “Foodie-Aktien”: Investieren Sie lieber in langfristig orientierte Marken mit soliden Geschäftsmodellen und schwarzen Zahlen, wie zum Beispiel Nestlé. Der boerse.de-Top-Defensiv-Champion ist diese Woche aufgrund der geplanten Verkäufe von Anteilen an L’Oreal in aller Munde und erzielte seit Jahresbeginn eine Rendite von 13,46 Prozent. Auch zählt die Nestlé-Aktie aufgrund ihres unterdurchschnittlichen Risikos und der attraktiven Gewinne quasi zum Inventar unserer Aktienbrief-Empfehlungen und bescherte treuen Lesern, die den 35 Empfehlungen gefolgt sind, im Mittel über 136 Prozent Kursgewinn. Sicher Sie sich noch heute Ihr Aktienbrief-Gratisexemplar und entdecken Sie die Aktien, die mehr “liefern”, als sie versprechen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Delivery Hero geht an die Börse: Verbrennen Sie sich nicht die Finger!

L’Oreal: Beast dumpt Beauty

Beauty-and-the-Beast-Emma-Watson-Josh-Gad-Man-RepellerDie L’Oreal-Aktie schimmert mit derzeit 4,3 Prozent Plus glamouröser als mein essie “jazzy jubilant” Glitzer-Nagellack. Und warum? Weil ein gewisser Daniel L. genug Geld hat, um sich bei Nestlé einzukaufen und statt erstmal eine Tasse Nespresso zu trinken, sofort die L’Oreal-Anteile der Schweizer auf die Verkaufsliste setzt. Mensch ihr Amis, so ein bisschen Schweizer Gemütlichkeit würde euch manchmal auch nicht schaden!

Who the f*** is Daniel Loeb?

Wir BUXis dürfen wenn nötig lästern. Das ist schön, denn so ein amerikanischer Multimilliardär, der mit seinem Hedgefonds “Third Point” nach Europa pilgert und auf der Suche nach einer neuen Goldmine Unternehmen umkrempelt, ist für mich echt kein Rolemodel. In seiner Mission, den Nahrungsmittelkonzern Nestlé auf Erfolgskurs zu trimmen ist Mr. Loeb mit “Third Point” ziemlich agro unterwegs. Sein Fonds investiert 3,5 Milliarden Dollar in die Schweizer und hält damit schlappe 1,25 Prozent am Unternehmen.

Jeder Börsen-Newbie kann sich denken, dass man mit einer vergleichsweise kleinen Beteiligung nur kleine Brötchen backen kann. Doch Daniel Loeb geht die Sache politisch an: Er will Nestlé dazu bringen, L’Oreal Anteile im Wert von geschätzten 44 Milliarden Euro zu verticken. Wie?

Au revoir, L’Oreal

Indem er die Nestlé-Aktionäre auf seine Seite zieht. Das ist gar nicht so schwer, denn die Jungs und Mädels schieben Frust. “Ihr” Konzern verfehlt seit Jahren die eigenen Wachstumsziele und außerdem passt “Beauty” auch überhauptgarnicht zu “Nahrungsmittelkonzern”. Argumente, mit denen Daniel wahrscheinlich den Nerv der Nestlé-Anleger treffen wird und dann steht dem Verkauf von L’Oreal nichts mehr im Wege.

Die Kosmetik-Aktie geht schon mal ab wie geschmiert und erreicht heute mit rund 196 Euro pro Stück ein neues Alltime-High. Na dann mach ich mal einen auf Daniel-Dicke-Hose und sichere mir einen Unternehmensanteil “weil ich es mir wert bin”. Yeah! Happy Trading!

L’Oreal: Beast dumpt Beauty

Der Wochenausblick: Knackt der Dax die 13.000?

high-jump-695308_960_720Es hätte so schön werden können. Die Champagnerflaschen lagen vergangene Woche schon auf Eis, das Feuerwerk war vorbereitet und dann die Enttäuschung: Der Dax scheiterte an der hart umkämpften 13.000 Punkte-Marke. Dabei hatten die Börsianer allen Grund zur Hoffnung, denn der Leitindex Dax erreichte am Dienstagvormittag mit 12.951 Punkten ein neues Rekordhoch. Was jedoch fehlte, war der entscheidende “Kick”. Irgendeine fundamental positive Nachricht aus Politik oder Wirtschaft, die die Märkte beflügelt. Noch ein kleiner Anstporn und es fällt die 13.000 Punkte-Marke. Dann sind auch die nächsten “Tausender” nur noch einen Katzensprung entfernt.

Doch noch hat es nicht sollen sein. Wie auch im “echten” Leben ereignen sich Überraschungen meist nicht, wenn man sie sehnlich herbei wünscht, sondern kommen aus heiterem Himmel. Der Dax beendete eine harmonische, wenn auch nicht spektakuläre Börsenwoche mit einem Mini-Minus von 0,15 Prozent und 12.733 Punkten. Keine derben Verluste, wir wollen nicht klagen. Doch ohne Sorgen ums “schwarze Gold” hätten wir uns vermutlich über ein positives Wochenergebnis freuen dürfen…

Öl in der Krise

Der Ölpreis gilt als konjunktureller Frühindikator. Wenn die Wirtschaft brummt, läuft die Produktion in Fabriken und Unternehmen auf Hochtouren. Die Nachfrage nach Rohöl steigt und mit ihr der Ölpreis. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Wenn die Nachfrage zurückgeht, so fällt auch der Ölpreis. Ein Indiz für eine schwächelnde Weltwirtschaft, die Aktionäre natürlich gar nicht gerne sehen. Am Dienstag überraschte die Anleger ein plötzlicher Kursrutsch der Nordseesorte Brent um über drei Prozent. Damit sank der Preis pro Barrel (159 Liter) mit 45,42 Dollar auf das Niveau von Dezember 2016 und das, obwohl sich die Opec (Organisation Erdölexportierender Länder) redlich um eine Stabilisierung bemüht.

Um den Ölpreis zu “pushen” kürzen die Opec-Länder bis April 2018 ihr Fördermenge um 1,8 Milliarden Barrel täglich. Ein guter Plan? Nicht wirklich. Von vielen Marktbeobachtern wird der Schachzug als “Nullsummenspiel” gewertet, denn je weniger die Opec-Nationen produzieren, desto mehr drücken Nicht-Opec-Länder wie die USA auf die Pumpe. Eine Entwicklung, die sowohl der Ölindustrie, als auch der Umwelt schadet. Der “Fracking-Boom”, also die Erdölgewinnung aus Schiefergesteinschichten, erreicht in den USA momentan ganz neue Ausmaße und untergräbt damit das Vorhaben der Opec-Mitgliedstaaten, den Ölpreis zu stabilisieren.

Die Highlights der Woche

Vielleicht sind es ja fundamental gute Unternehmensnachrichten, die die Börsianer in den kommenden Tagen aus ihrem “schwarzen Loch” ziehen? Das Zeug dazu haben:

 

  • Vapiano

 

Am Dienstag weht ein herrlicher Pizzaduft übers Parkett, die die italienische Restaurantkette mit deutschen Wurzeln schnuppert in Frankfurt zum ersten Mal Börsenluft. Eine heißersehnte und bis zu 200 Millionen Euro schwere Neuemission, deren Einnahmen Vapiano zur internationalen Expansion verwenden will.

 

  • Monsanto

 

Mittwoch wirds spannend für Monsanto- und Bayer-Anleger. Der umstrittene US-Saatguthersteller soll noch in diesem Jahr für die Rekordsumme von 66 Milliarden Dollar von Bayer geschluckt werden. Was den beiden noch zu ihrem gemeinsamen Glück fehlt, ist die Zustimmung der EU-Kommission. Anleger wird zudem interessieren, ob Monsanto sein Geld auch wert ist…darüber dürften die Quartalszahlen Aufschluss geben, die der Konzern Mitte der Woche präsentiert.

 

  • Nike

 

Donnerstag ist Champions-Tag. Der boerse.de-Aktienbrief-Champion Nike präsentiert

Zahlen zum vierten Quartal. Anleger warten vermutlich gespannt auf Neuigkeiten zur bevorstehende Kooperation mit Amazon die vorsieht, dass der Sportartikelhersteller

künftig einen Teil seiner Produkte direkt an Amazon verkauft. Eine Win-win-Situation für beide Unternehmen und möglicherweise ein kräftiger Impuls für die “Swoosh-Aktie”.

 

  • Nestlé

 

Ein Traumstart für Nestlé, ein Traumstart für den boerse.de-Champions-Defensiev-Index (BCDI), der heute von Nestlé mit über 3,5 Prozent Plus angeführt wird. Der aggressive, amerikanische Hedgefonds-Manager Daniel Loeb steigt bei den Schweizern ein und hat sich zum Ziel gesetzt, den Nahrungsmittelkonzern und boerse.de-Top-Defensiv-Champion Nestlé weiter auf Gewinnkurs zu trimmen. Ein Vorhaben, das die Anleger des BCDI ganz besonders freuen dürfte!

Übrigens: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index feiert diese Woche seinen dritten Geburtstag und wir feiern mit, denn eine Rendite von 50,62 Prozent seit seinem Börsendebüt am 01. Juli 2014 sind das wahrscheinlich beste Geschenk für Sie, unsere Anleger.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick: Knackt der Dax die 13.000?

Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Börse lässt sich zur Zeit nicht lumpen. Nach anfänglichen Verlusten zu Beginn vergangener Woche fegten die Trader alle Zweifel an Trumps möglicherweise zu “phänomenalen”, wirtschaftspolitischen Plänen beiseite und gingen auf Einkaufstour. Mit reicher Beute: Sowohl an der Wall Street als auch in Frankfurt blieb es nicht beim Windowshopping und unser heimischer Leitindex erklomm nach drei siegreichen Tagen am Donnerstag mit 12.258 Punkten einen neuen Jahresrekord.

Damit war das Allzeithoch, das seit 2015 bei 12.390 Punkten liegt, nur noch einen Katzensprung entfernt, aber für die letzten Meter reichte der Elan dann doch nicht. Auf Wochensicht gewann der DAX dennoch stolze zwei Prozent. Tja, da wurden viele Skeptiker und “Absturz-Propheten” mal wieder eines besseren belehrt und wir von boerse.de sehen unsere These bestätigt, wonach DAX und Dow entgegen aller Widerstände im Mittel jährlich 9 Prozent zulegen. Für diese Zielgröße stehen momentan alle Ampeln auf grün!

Trump(f)

Nachdem bei den Börsianern eine Art trumpsche Immunisierung gegen Tweets und Dekrete aller Art eingesetzt hat, kann Mr. President den Kursen scheinbar nichts mehr anhaben. Im Gegenteil. Zudem sorgten durchwegs positive Konjunktursignale in den USA und Deutschland für Frühlingsgefühle. Während wir ans Angrillen denken, gehts bei den Finanzgenies in den kommenden Tagen um die Wurst. Gelingt unserem heimischen Index ein befreiender Luftsprung ins zweite Quartal, gepaart mit einem neuen Allzeithoch? Vermutlich werden in dieser Woche die Weichen für die kommenden drei Monate gestellt und eine lange Liste an Konjunkturdaten aus aller Welt könnte darüber entscheiden, ob die Weltbörsen ihren Höhenflug fortsetzen.

Hier die wichtigsten Termine für Ihren Finanzkalender:

Montag:

Ein historischer Moment für Volkswagen-Fans: In der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresdenrollt der erste E-Golf vom Band. Die Börse in Schanghai bleibt feiertagsbedingt geschlossen.

Dienstag:

Während in Hongkong und Schanghai die Kurstafeln aufgrund eines Feiertages nur Schwarzbild zeigen,stehen in den USA Daten zur Handelsbilanz und dem Auftragseingang der Industrie auf dem Programm.

Mittwoch:

US-Saatguthersteller und Bayer-Übernahmekandidat Monsanto präsentiert Q2 Zahlen.

Donnerstag:

Wirecard (Jahreszahlen), VTG (Jahreszahlen, Hella (Q3 Zahlen), Gerresheimer (Q1 Zahlen), Henkel und Nestlé (Hauptversammlung).

Liebe Leserinnen und Leser, vergangenen Freitag fehlten nur noch 100 Punkte bis zu einem neuen Allzeithoch des DAX. Der krönende Abschluss eines gelungenen Monats und eines renditestarken Quartals, denn unterm Strich hat unser Leitindex seit Jahresbeginn über sieben Prozent an Wert gewonnen. Eine Performance, die selbst den Dow Jones mit knapp fünf Prozent Plus abhängt. Sie wollen am Börsen-Hype 2017 mitprofitieren? Dann investieren auch Sie in den BCDI-Index, der aufgrund seiner Anlagestrategie in zehn besonders defensive, renditestarke Champions-Aktien langfristig sogar den DAX in den Schatten stellt. Zum Vergleich: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index erzielte seit seinem Börsendebüt am 01.07.2014 eine Rendite von 45 Prozent, der deutsche Leitindex brachte es dagegen “nur” auf rund 25 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Aktie des Tages: Nestlé

chocolate-bar-1636220_960_720Mit großer Wahrscheinlichkeit kamen auch Sie heute schon in den Genuss eines Nestlé-Produktes. Das Schweizer Traditionsunternehmen, das uns morgen vor Börsenstart Jahreszahlen serviert, ist mit Marken wie Nescafé, Vittel, Maggi, Herta, Thomy, Buitoni, Wagner, After Eight oder KitKat in aller Munde und sicherte sich mit einem Umsatz von 88 Milliarden Euro und einer Börsenbewertung von 200 Milliarden Euro 2015 den Titel: „Größter Nahrungsmittelkonzern weltweit.“

Bei so vielen Superlativen interessiert uns natürlich, ob der Top-Defensiv-Champion, der seit 150 Jahren die Kühl- und Vorratsschränke seiner Kundschaft in 189 Ländern füllt, noch immer eine “sichere Kornkammer” für Krisenzeiten ist. Aktien der Konsumgüterindustrie sind langweilig, aber solide. Das bestätigt auch ein Blick auf die Gewinne des Unternehmens, die sich zwischen 2005 und 2015 im Schnitt um 1,2 Prozent pro Jahr verbesserten.

Trotz des stetigen Wachstums ist es selbst für Unternehmen aus der beständigen Konsumgüterindustie manchmal an der Zeit, neue Wege einzuschlagen. Dass man dabei manchmal mit uralten Traditionen brechen muss, mag für die Schweizer schwer bekömmlich sein. Dennoch wagte Nestlé ein personelles Experiment: Zum ersten Mal seit 1922 wurde ein externer Manager zum Firmenchef ernannt. Seit Januar 2017 steht Ex-Fresenius-Boss Ulf Mark Schneider an der Spitze des Lebensmittelriesen.

Nach anfänglichen Zweifeln unter den Kontinuität-liebenden Aktionären macht sich jetzt Zuversicht breit, denn Schneider gilt als personifizierte Wachstumsmaschine. In den vergangenen 13 Jahren gelang es dem Manager, Fresenius auf Gewinnkurs zu trimmen – eine Erfolgsgeschichte, die Nestlé gerne nachschreiben möchte.

Doch neben seiner Reputation als Top-Manager gab es für den Lebensmittelriesen noch eine weitere Motivation, Ulf Schneider mit an Board zu holen. Im Gegensatz zum weitgehend gesättigten Lebensmittelmarkt gilt die Gesundheitsbranche als Wachstumswunder. Ein rasender Zug, auf den Nestlé mit “Functional Food” Produkten wie Spezial- und Krankenhausnahrung aufspringen will und den Ulf Schneider mit seiner jahrelangen Erfahrung im Bereich “Nutrition” bestens lenken kann.

Auch aufgrund ihrer Innovationskraft vertrauen die Anleger der Schweizer Qualitätsaktie, die seit 2007 mit einer schmackhaften Kursrendite von durchschnittlich 9% jährlich und einer aktuellen Dividendenrendite von 3% überzeugt. Lebensmittel verkaufen sich eben immer, unabhängig von der wirtschaftlichen Großwetterlage. Die Spaghetti finden ihren Platz im Einkaufswagen, die neue Familienkutsche zieht dagegen in Zeiten schmaler Geldbeutel oft den Kürzeren. Mit der Nestlé-Aktie, Bestandteil des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), profitieren auch Sie von der stabilen Wertentwicklung der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche. Zudem eröffnet der Demografiewandel, also das Älterwerden der Weltbevölkerung, neue Wachstumschancen für Nestlé und Renditechancen für uns Anleger.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-Nestle-von-Miss-boersede/7741531

Die Aktie des Tages: Nestlé

Unsere Börsenwoche: Erste allgemeine Verunsicherung

17562844299_0d84693952_bVielleicht sollten wir einfach kollektiv “Die Simpsons” gucken, statt den Aktienanalysten und Wirtschaftsnachrichten Glauben zu schenken? Im Internet grassieren mittlerweile ganze Hitlisten von Ereignissen, die das “Simpsons Orakel” prophezeit hat und die auch tatsächlich eingetreten sind. So zum Beispiel die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, die Erfindung der Smartwatch und: Der Auftritt von Lady Gaga beim Super-Bowl.

Die 14-minütige Performance der Sängerin während der Halbzeitpause war auch wegen ihres Outfits bemerkenswert, aber  in Deutschland undenkbar. Oder können Sie sich vorstellen, dass Sarah Connor in der Trinkpause eines DFB-Pokalspiels singend von der Decke der Allianz Arena schwebt und sich dann auch noch zu politischen Statements über Kanzlerin Merkel hinreißen lässt? Wohl eher nicht.

Amerikaner haben uns eines voraus: Enthusiasmus. Nicht nur beim Sport, sondern auch in Politik und Wirtschaft. Während die Börse in New York seit Trumps Präsidentschaftswahl “the only way is up” trällert, verharrt unser heimischer Leitindex DAX in einer Art Schockstarre und verabschiedete sich mit rund 11.666 Punkten ins Wochenende am Freitag zuvor waren es 11.651 Punkte. Der Dow-Jones-Index markierte dagegen vergangene Woche mit 20.269 Punkten wiederum ein neues Jahreshoch. “Schuld” am Run auf amerikanische Aktien ist ein alter Bekannter: Donald Trump.

Der Twitter-Präsident zwitschert seine Regierungspläne in 140 Zeichen und sorgt damit immer wieder für Euphorie auf dem Börsenparkett. So geschehen vergangenen Donnerstag, als “Mr. T” seine “phänomenalen” Steuerpläne ankündigte. Nichts genaues weiß man nicht, aber diese vage Botschaft genügte, um das Kopfkino der Börsianer zum Laufen zu bringen. Demnach könnten Steuersenkungen die US-Konjunktur ankurbeln, Unternehmen entlasten und neue Stellen schaffen. “Ein riesen Ding” für Amerika, dessen Konsequenzen für Europa momentan nur schwer abzusehen sind.


Die Unsicherheit hierzulande im Gegensatz zur Euphorie in den USA spiegelt sich auch in den Börsenkursen wider. Wir treten auf der Stelle, die Amis geben so richtig Gas. Gelingt es Trump diese Woche seine Pläne zu konkretisieren, so könnte das den Trump-Effekt an der Wall Street sogar noch verstärken. Könnte, könnte, könnte. Zu viel Konjunktiv für meinen Geschmack. In Zeiten politischer Unsicherheit besinnen wir uns lieber auf die Fakten dieser Börsenwoche, zum Beispiel der laufenden Berichtsaison.

Unter den Kandidaten, die in den kommenden Tagen ihre Zahlenwerke präsentieren, finden sich auch einige Champions-Aktien und sogar zwei Mitglieder des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI): Reckitt Benckiser (Montag) und Nestle (Donnerstag). Beide Unternehmen könnten mit der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen zumindest kurzfristig für Bewegung im Index sorgen. “Bewegung” ist jedoch nicht gleichzusetzen mit “Turbulenzen”. Während beispielsweise der Dow-Jones-Index im Gleichklang mit Donald Trumps Gezwitscher marschiert, ist der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) kein Freund der lauten Töne.

Der Index, mit dem auch Sie an der Wertentwicklung zehn besonders risikoarmer Top-Defensiv-Champions teilhaben können, eignet sich hervorragend für den langfristigen, stressfreien Vermögensaufbau. Der BCDI verhält sich vor allem in Korrekturphasen an der Börse viel stabiler als beispielsweise der Dow-Jones-Index, erleidet kürzere Verlustphasen und ist dem amerikanischen Leitindex auch hinsichtlich seiner Performance überlegen: Innerhalb der vergangenen drei Jahren verbuchte der BCDI ein Plus von 57,48 Prozent, der Dow-Jones-Index brachte es dagegen auf “nur” 27,72 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche!
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Unsere Börsenwoche: Erste allgemeine Verunsicherung