Gemälde, Oldtimer, Juwelen: Was taugen Sammlerstücke als Geldanlage?

precious-1199183_960_720Schwankende Aktienkurse, ultra- niedrige Zinsen, regulierte Kryptowährungen, weltpolitische Unsicherheiten: viele Anleger fühlen sich von den momentanen Rahmenbedingungen verunsichert und flüchten in “abstrakte” Märkte jenseits der klassischen Anlageformen. Zum Beispiel in Kunst oder Oldtimer, sogenannte “Collectibles”, also Sammlerstücke.

Zugegeben: ein verlockender Gedanke, der die Fantasie vieler Investoren beflügelt. Man kaufe ein Gemälde eines (noch!) nicht entdeckten Künstlers zu einem günstigen Preis, hänge es an die Wand, erfreue sich an seinem Anblick und versilbere das Kunstwerk ein paar Jahre später zu einem exorbitant höheren Preis. So einfach geht Geldverdienen!

Kunst oder Krempel?

Auch die mediale Berichterstattung rund um das Thema Kunst & Kapital gießt Wasser auf die Mühlen. Zum Beispiel mit Schlagzeilen wie diesen: “Ist 2018 das Jahr der sensationellen Scheunenfunde?” oder: „Bares für Rares: Diese Schätze sorgen für Sensationssummen”. So brachte beispielsweise eine Beatles-Schallplatte ganze 30.000 Euro, ein Oldtimer der Marke Borgward 35.000 Euro, und eine seltene Goldmünze 25.000 Euro ein. Summen, mit denen die glücklichen Besitzer nicht gerechnet hatten. Auf dem “echten” Kunstmarkt locken, zumindest in Theorie, natürlich noch höhere Verkaufspreise.

Zum Beispiel beim Auktionshaus Sotheby’s, dessen Geschäftsjahr 2018 mit der Versteigerung von Picassos schönem Porträt der Marie-Therese Walter für 70 Millionen Dollar an das hervorragende Vorjahrsresultat anknüpfte. Sotheby’s Managing Director Deutschland, Dr. Philipp Herzog von Württemberg, kommentierte die Geschäftsentwicklung: „2017 war ein sehr gutes Jahr, das Sotheby’s mit einem Konzernumsatz von 5,5 Milliarden Dollar abschließt; dies entspricht einer Steigerung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl die erzielten Gesamtergebnisse in den Auktionen weltweit und den Privatverkäufen zeigen ein Wachstum von 8 Prozent respektive 28 Prozent”.

Eine Asset-Klasse für Kenner

Das Interesse an Sammlerstücken als Geldanlage scheint also zu wachsen. Doch die Rendite von Kunst-Investments hinkt den Erwartungen eindeutig hinterher. Eine neue Studie von Wissenschaftlern der London Business School und Experten der Schweizer Bank Credit Suisse zeigt eindrucksvoll, wie sich verschiedene Anlageklassen seit 1900 entwickelt haben. Darunter Aktien, Gold, Immobilien, Anleihen und: Kunst. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der Studie: Aktien zahlen sich auf lange Sicht immens aus. So lag die Rendite bei einer weltweiten Aktienanlage seit 1900 bei 5,2 Prozent pro Jahr. Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) für deutsche Aktien sind sogar noch positiver. Für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren erzielte der Dax im Schnitt rund 9 Prozent Rendite. Kunst entpuppte sich hingegen mit einer Wertsteigerung von im Mittel nur 1,9 Prozent als sehr mäßiger Renditebringer und kennt zudem eine Reihe von Risiken:

• Kunst-Investoren müssen über den nötigen Sachverstand verfügen, um die “Sahnestücke” des Marktes zu identifizieren, und das nötige Kleingeld, um diese auch zu kaufen zu können.
• Selbst wenn Kenntnis und Kapital vorhanden sind, gibt es keine Garantie auf die Renditeentwicklung.
• Kunst erwirtschaftet keine Zinsen oder Dividenden.
• Bei Kunstwerken handelt es sich, ähnlich wie bei Immobilien, um illiquide Anlageformen, die sich nicht ohne Weiteres veräußern lassen.
• Der Kunstmarkt ist intransparent, und die Transaktionskosten sind hoch.
• Schönheit liegt im Auge des Betrachters und kann fundamental kaum valide bewertet werden.

Wenn Sie also unter die Kunst-, Oldtimer-, Wein- oder Schmucksammler gehen wollen, dann sehen Sie Ihr Investment besser nicht unter Renditegesichtspunkten. Genießen Sie Ihren Ankauf, aber stellen Sie Ihre langfristige Vermögensplanung lieber auf ein solides Fundament.

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Gemälde, Oldtimer, Juwelen: Was taugen Sammlerstücke als Geldanlage?

Commerzbank: Eine starke Bilanz, aber…

frankfurt-am-main-germany-2867908_960_720Die Commerzbank-Aktie zählt heute mit einem Plus von rund zwei Prozent zu Handelsbeginn zu den Gewinnern des Tages. Viele Investoren feiern die Rückkehr des Geldinstituts in die schwarzen Zahlen: Nach einem Verlust von 288 Millionen Euro im Vorjahr steht jetzt ein Plus von 472 Millionen Euro auf dem Commerzbank-Konto. Auf den ersten Blick ein Top-Ergebnis, doch der schöne Schein trügt…

Sondereffekte verschönern Bilanz

Wer ein bisschen tiefer in die Zahlen des Dax-Konzerns eintaucht und sich nicht mit vielversprechenden “Headlines” begnügt, wird schnell feststellen, dass das Geldinstitut vor allem aufgrund sogenannter “Sondereffekte” blendend verdiente. Darunter verstehen die Finanzfachleute außerordentliche, in der Regel einmalige, Aufwendungen oder Erträge. Die Commerzbank konnte ihre Q3-Bilanz “aufhübschen”, indem sie beispielsweise die Frankfurter Konzernzentrale “Commerzbank Towers” für geschätzte 620 Millionen verkaufte, ihre Beteiligung am Kartendienstleister Concardis veräußerte und ein Gemeinschaftsunternehmen für Ratenkredite mit der BNP Paribas auflöste.

Unterm Strich trugen diese kleinen Extras fast eine halbe Milliarde Euro zum Gesamtergebnis der Commerzbank bei. Ohne Sondereffekte, die das Resultat “aufpumpen” wäre die Bilanz des Geldinstitutes dagegen eher spärlich ausgefallen.

Geldquelle gesucht

Da Sondereinflüsse einmaliger Natur sind, benötigen die Frankfurter neue, dauerhafte Erlösmodelle. Keine leichte Aufgabe in Zeiten ultra-niedriger Zinsen, zunehmend starkem Wettbewerb durch “FinTech”-Dienstleister und flauen Kapitalmarkt-Erträgen. So sank das Zins- und Handelsergebnis um 4,1 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Umdenken ist angesagt! Um dem stetigen Erlösschwund entgegenzuwirken, plant die Coba umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen – teils mit guten Erfolgen.

Zum Beispiel beim Problemkind Schiffskredite. Jahrelang hatte die Commerzbank im großen Stil Kredite für neue Frachtschiffe gewährt. Steigende Überkapazitäten und fallende Frachtraten hatten jedoch viele Reedereien in Schieflage gebracht und zum Ausfall zahlreicher Schuldner geführt. Der Abbau der Problemkredite steht deshalb ganz oben auf der Coba-ToDo-Liste und scheint sich bereits bezahlt zu machen: In den ersten neun Monaten des Jahres wurde das zum Kentern verurteilte Schiffsportfolio um 1,5 Milliarden Euro reduziert und lag Ende September noch bei 3,3 Milliarden Euro. Bis zum Ende des Jahres sollen es 3 Milliarden Euro sein.

Fusions-Fantasien

Gefallen finden die Börsianer auch an den stets wiederkehrenden Übernahme-Spekulationen rund um die Commerzbank, die jedoch am größten Aktionär der Frankfurter scheitern könnten: dem deutschen Staat. Seit der Finanzkrise ist die Bundesrepublik mit 15 Prozent an der CoBa beteiligt und würde einer – vermutlich verlustbringenden – Veräußerung der zweitgrößten, deutschen Privatbank an ausländische Geldinstitute, wie BNP Paribas oder Crédit Agricole, nur ungern zustimmen. Neue Informationen zu eventuellen Übernahmen gab es aufgrund der ungewissen Sachlage heute dann auch nicht.

Geldinstitute verkehren momentan in schwerem Fahrwasser – mit oder ohne faulen Schiffskrediten im Schlepptau. Wenn Sie lieber auf Aktien mit starken Renditen statt schwachen Zinsen setzten, dann lesen Sie jetzt den gestern neu erschienenen boerse.de-Aktienbrief und profitieren auch Sie von den langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Commerzbank: Eine starke Bilanz, aber…

Bitcoin: Heiße Gerüchte um Goldman Sachs

bitcoin-2730220_960_720Bitte ein Bit(coin)! Der – leicht abgewandelte – Werbeslogan ist momentan in aller Munde. Neben den Fans der Kryptowährung Bitcoin begeistern sich auch immer mehr institutionelle Anleger für digitale Währungen. Ein Trend, auf den jetzt auch die traditionsreiche Investmentbank Goldman Sachs reagiert. Beziehungsweise reagieren muss.

Wird Bitcoin jetzt seriös?

Anfang der Woche kursierte eine Meldung, wonach Goldman Sachs einen Einstieg in den Bitcoin-Handel erwägt. Die eher vage Stellungnahme der Großbank lautete: „Als Reaktion auf das Interesse von Kunden an digitalen Währungen, untersuchen wir, wie wir ihnen am besten in diesem Bereich dienen können.“ Ein Statement, das für mich eher nach Pflichterfüllung, als intrinsisch motiviertem Wunsch klingt. Allerdings regiert auch in der Bankenwelt das Gesetz von Angebot und Nachfrage und da immer mehr Investoren ein Stück vom Krypto-Kuchen abhaben wollen, kommt Goldman Sachs nicht darum herum, das begehrte Gut anzubieten.

Bitcoin, Ethereum und andere Cyberwährungen lösten in den vergangenen Monaten eine wahre Kauf-Hysterie aus, die schwer an die holländische Tulpenmanie von vor 380 Jahren erinnert. Kursgewinne von über 600 Prozent innerhalb der vergangenen 12 Monate, ein unreguliertes System, das keiner Bankenaufsicht unterliegt und die grenzenlose Gier vieler Anleger beflügeln das Krypto-Phänomen und bringen sogar Banken ins Grübeln: Handelt es sich bei Bitcoin & Co. um die Währung der Zukunft oder um eine Spielerei für Computerzocker?

Banken machen Feind zum Freund

Tatsächlich genießt Bitcoin nicht den besten Ruf. Die “Währung” ist – vereinfacht gesagt – ein von Computern erzeugter Datensatz, den Nutzer online miteinander austauschen oder digital in einem “Wallet” (virtuelle Geldbörse) speichern können. Ein wesentliches Kennzeichen aller Kryptowährungen ist ihre fehlende Regulierung. Keine Zentralbank, die über die Währung wacht, kein Finanzamt, das Bitcoin-Gewinne für sich beanspruchen kann. Alle Transaktionen sind völlig anonym und deshalb bestens zur steuerfreien Geldanlage, der Geldwäsche oder Abwicklung dubioser Internetgeschäfte geeignet. Zudem gelingt es Hackern immer wieder, Handelsplattformen zu “knacken” und Bitcoins in Millionenhöhe zu stehlen. Eine dubiose aber dennoch faszinierende, neue Währungs-Welt, die auch Banken anzuziehen scheint.

Eine Mischung aus Angst vor dem “großen Unbekannten” und Geldgier treibt Geldhäuser wie Goldman Sachs und sogar die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zum Einstieg in die Cyberwährung. Einerseits, weil das Thema “Digitalisierung” in der Bankenwelt immer wichtiger wird und Banken den bargeldlosen, schnellen Zahlungsverkehr vorantreiben müssen. Andererseits, weil traditionelle Geldinstitute in Zeiten der Nullzinsen auf der Suche nach neuen Einnahmequellen sind. Bitcoin könnte da eine willkommene Portfolio-Bereicherung darstellen. Nur über das “Wie” der Implementierung herrscht momentan noch Unklarheit. Goldman Sachs erwägt zwar die Einrichtung eines neuen Geschäftsbereiches, der den Handel mit Kryptowährungen im Kundenauftrag abwickeln könnte, ist sich aber auch darüber im Klaren, dass das negative “Darknet”- Image auf das Geldinstitut abfärben könnte.

Wer profitiert?

Während Banken noch darüber nachdenken, wie sie Bitcoin in ihr Tagesgeschäft integrieren können, verdienen sich Handelsplattformen wie Bitcoin Group schon jetzt eine goldene Nase. Die Bitcoin Group SE betreibt unter bitcoin.de eine der führenden, deutschen Trading-Plattformen, deren Erfolg oder Misserfolg direkt an den Erfolg der Cyberwährung gekoppelt ist. Parallel zur Bitcoin-Hausse gewann auch die Aktie der Bitcoin Group seit Jahresbeginn über 900 Prozent an Wert, musste aber in jüngster Zeit auch kräftige Rücksetzer aufgrund der stets schwankenden Nachrichtenlage hinnehmen. Mal prophezeien Insider das baldige Ende der Digitalwährung, mal stehen Bitcoin und Co. kurz vor dem Durchbruch zur etablierten Währung. Alles in allem bleiben sowohl Bitcoin als auch Bitcoin Group hochspekulative Investments, deren Zukunft selbst die gewieftesten Börsianern nicht vorhersehen können.

Bitcoin: Heiße Gerüchte um Goldman Sachs

Nordex überrascht: Ist das der Startschuss für die Kursrakete?

windack-394544_960_720Rückenwind für die Nordex-Aktie: Überraschend gute Halbjahreszahlen wehen den Anleger-Liebling heute auf Kurs Nord-Ost. Der Windanlagenhersteller generierte zwischen April und Juni rund ein Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum, was einem Erlös von 1,5 Milliarden Euro entspricht. Eine sanfte Brise, die auf dem Börsenparkett mit stürmischem Applaus gefeiert wird: Die Nordex-Aktie gewann zu Handelsbeginn zeitweise über fünf Prozent an Wert.

Leicht übertrieben? Vielleicht, doch an den Märkten spielen Erwartungen oft eine größere Rolle, als Fakten. Im Fall von Nordex hatten die meisten Experten mit rückläufigen Erlösen gerechnet und aufgrund der geringen Erwartungshaltung wird das einprozentige Umsatzplus als positive Überraschung gewertet.

Ebenso pessimistisch (und falsch) waren die Prognosen in puncto Auftragslage und Gewinn: Zwar blieben mit 114,5 Millionen Euro unterm Strich 14 Prozent weniger in der Kasse, als im Vergleichszeitraum 2016, doch das war immer noch mehr, als man erwartet hatte. Auch der Auftragseingang lag mit 572 Millionen Euro über den Schätzungen. Tief pokern und anschließend groß auftrumpfen ist eine Strategie, die sich rendite-technisch also durchaus bezahlt machen kann…

Wie ein Fähnchen im Wind

Doch die Windrichtung kann sich für Nordex auch ganz schnell wieder drehen, wie die ausgeprägte Volatilität des Aktienkurses beweist. Zwischen ihrem Jahreshoch von 108 Euro pro Anteilsschein (2001) und der momentanen Bewertung von rund 12,40 Euro liegen Welten und Anleger mussten sich in den vergangenen Jahren gleichermaßen auf Flauten und Tornados einstellen. Erst im Februar brach nach einer Gewinnwarnung der TecDax-Aktie ein wahrer Verkaufs-Sturm los, der die Nordex-Aktie innerhalb von zwei Tagen um 30 Prozent einbrechen ließ. Auf Jahressicht verlor das Papier satte 44 Prozent an Wert. Da ist der heutige Tagesgewinn nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Generell profitieren Windanlagen-Hersteller wie Nordex natürlich von der Energiewende und dem weltweiten Trend zum Ökostrom, doch die Branche stößt an ihre Wachstumsgrenzen und leidet unter einem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck.

Die Solarworld-Pleite macht zudem deutlich, dass das Geschäft mit regenerativen Energien trotz des Klimawandels kein Erfolgsgarant auf Lebenszeit ist. Politische Turbulenzen, die verschärfte (Billig-)Konkurrenz aus Asien und die Konsolidierungswelle in der gesamten Branche machen Wind-Anlagen zu einer wackeligen Angelegenheit.

Windrad XL

Nordex-Chef Krogsgaard will den Anlagenbauer jetzt auf Profit trimmen, das Service-Geschäft ausbauen und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Zum Beispiel durch die Erschließung windarmer Gebiete. Nordex stellt derzeit rund 40 Prozent seiner Turbinen in Süddeutschland auf und erobert damit ein Gebiet, das für viele Konkurrenten uninteressant ist. Nordex hat spezielle “Riesenräder” entwickelt, die sogar bei wenig Wind ordentlich Output liefern. Ein Wettbewerbsvorteil, der Nordex in den kommenden Jahren Rückenwind verschaffen könnte.

Minus 44 Prozent seit Jahresbeginn. Eine Negativ-Rendite der Nordex-Aktie, die “weh tut”. Wie wärs dagegen mit Plus von 41 Prozent im Depot? Eine Top-Rendite, die der  boerse.de-Champions-Defensiv-Index BCDI seit seinem Börsenstart am 1. Juli 2014 verbuchen konnte. Und das bei weit geringeren Rückschlägen als Nordex, wie Sie im Vergleichsdiagramm boersedeProfiChart__29c70baa04884626cc3f30dbf92606besehr eindrucksvoll erkennen können. Das Nordex-Papier steckt voll Überraschungen und ist nur etwas für spekulativ orientierte Anleger, denn wie sagt man doch so schön: “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”.

 

 

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

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Nordex überrascht: Ist das der Startschuss für die Kursrakete?

Fuchs Petrolub: Top Zahlen, Top Ausblick

7028Unsere erfahrenen boerse.de-Aktienbrief-Leser profitieren heute von einem klaren Heimvorteil: Die Fuchs Petrolub-Aktie, von der viele Börsianer vielleicht noch nie gehört haben, zählt schon seit Jahren zum Eliteclub der Champions-Aktien und was soll ich sagen? Meine Kollegen aus der boerse.de-Aktienbrief-Redaktion hatten mal wieder den richtigen Riecher. Der Schmierstoffhersteller präsentierte heute Morgen glänzende Halbjahreszahlen und hängt die Latte für das Gesamtjahr 2017 noch höher.

Läuft wie geschmiert!

Die Erlöse dürften 2017 nun zwischen sieben und zehn Prozent wachsen, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Zuvor war das Management von einem Plus zwischen vier und sechs Prozent ausgegangen. Die Fuchs-Familie hat auch allen Grund, um ein wenig an der Prognoseschraube zu drehen, denn umsatztechnisch laufen die Geschäfte wie geschmiert und das Mannheimer Unternehmen erwirtschaftete mit 1,25 Milliarden Euro zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem das starke, sieben prozentige Wachstum in Asien, Amerika und Afrika lässt die Kasse des Mineralöl- und Chemiekonzerns (und die der Aktionäre) klingeln.

Aktie geht ab

32,73 Prozent Rendite innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Ein Plus von 342,85 Prozent seit 2007. Immer neue Rekord-Hochs, wie zuletzt Mitte Juni, unterdurchschnittliche Rücksetzer. Das sind die Merkmale, die einen Aktienbrief-Champion auszeichnen. Denn im Gegensatz zu vielen spekulativen Aktien mit einer ähnlichen 12-Monats-Rendite wie z.B. Aixtron oder Paion verläuft der Kurs der Fuchs Petrolub-Aktie “wie am Schnürchen” himmelwärts. Die Ursache für die stetig steigende Rendite liegt auf der Hand: Fuchs Petrolub punktet mit einem grundsoliden Geschäftsmodell, einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte und guten Wachstumsperspektiven.

Die Fuchs-Familie

Wer Motoröl (wie ich) lieber nachfüllen lässt, anstatt selbst zum Kanister zu greifen, hat von Fuchs Petrolub vielleicht noch nie gehört. Das ist verzeihlich, zumal das Familienunternehmen vor allem Industrie-Schmierstoffe produziert. Fuchs Petrolub hat mehr als 10.000 Produkte für alle Lebensbereiche im Programm und beliefert unter anderem Automobilhersteller, Stahlunternehmen und die Landwirtschaft. Ein Konzern, der weit weniger “glamourös” als die Elektroauto-Schmiede Tesla, das Geister-Startup SnapChat oder der Actionkamera-Hersteller GoPro ist. Doch der “Charm” vieler Unternehmen wird oft überbewertet und macht Anleger blind für die Mauerblümchen auf dem Börsenparkett, die häufig eine weit bessere Performance hinlegen, als so manche “hippe” Aktie.

Wir haben neben Fuchs Petrolub noch 99 weitere, “heiße” Champions-Aktien für Sie herausgefiltert, die auch in turbulenten Zeiten wie diesen durch herausragende Renditen und geringe Risiken glänzen. Welche das sind, verraten wir Ihnen im brandneuen boerse.de-Aktienbrief. Ihr Gratisexemplarliegt schon für Sie bereit!

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Fuchs Petrolub: Top Zahlen, Top Ausblick

Deutsche Bank: Sechs, setzen

bank-2291233_960_720.jpgDer Deutschen Bank gelang heute Morgen die Mega-Überraschung: Das Geldinstitut verzwanzigfachte seinen Gewinn im zweiten Halbjahr auf 466 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum 2016 waren es nur 20 Millionen Euro. Selbst einige Analysten rieben sich bei diesen Zahlen vermutlich die Augen, denn die Marktbeobachter hatten mit einem Gewinn nach Steuern von nur 273 Millionen Euro gerechnet.

Mehr ist nicht genug

Übertroffene Erwartungen sind eigentlich der Stoff, aus dem Börsianer-Träume gestrickt sind und stehen meist Garant für ein anschließendes Kurs-Feuerwerk. Doch die Party lässt heute auf sich warten: Die Aktie der Deutschen Bank verlor zu Handelsbeginn zeitweise über vier Prozent an Wert. Für den unerwarteten Kursrückgang gibt es mehrere Gründe:

Zum einen fiel das Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal, in dem die Deutsche Bank einen Überschuss von 878 Millionen Euro und einen Gewinn von 575 Millionen Euro ausweisen konnte, eher schmächtig aus. Zum anderen senkte das Geldinstitut mit Hilfe der “Tiefstapel- Strategie” erst die Markterwartungen, um sie anschließend selbst zu übertreffen. Eine Taktik, die bei den Börsianern gar nicht gut ankommt. Sicher gab es auch zu Ihrer Schulzeit einen Klassenkameraden, der nach jeder Mathearbeit unkte: “ohje, diesmal hab ich echt nichts gewußt”. Nur, um Tage später grinsend eine Eins in den Händen zu halten. Ähnlich unbeliebt macht sich heute die Deutsche Bank, die vor ein paar Wochen die eigentlich noch höher liegenden Erwartungen der Analysten gedämpft hatte und deshalb heute “überraschend” gut dasteht.

Das Gewinnplus wird zudem von sinkenden Gesamteinnahmen in den vergangenen sechs Monaten überschattet, die um ein Zehntel auf 6,6 Milliarden Euro einbrachen. Schuld daran war das rückläufige Geschäft mit Aktien und Wertpapieren. Die Märkte ware wenig volatil und genau darin liegt das Problem: Je ruhiger der Handel, desto weniger Gebühren kassieren die Geldinstitute. Ein Problem, mit dem die Deutsche Bank nicht alleine dasteht. Auch die US-Kollegen Goldman Sachs und Morgan Stanley verzeichneten erhebliche Einbußen im Wertpapier-Geschäft.

Das Schlimmste ist überstanden

Trotz der gegenwärtig getrübten Stimmung dürfen wir aber nicht vergessen, dass der Deutsche Bank-Chef John Cryan schon einiges an Aufräumarbeit geleistet hat. In den vergangenen Jahren kämpfte sein Geldinstitut mit unzähligen, juristischen Baustellen, die der DB Milliardenverluste bescherten. Darunter Manipulations-Vorwürfe, zweifelhafte Hypothekengeschäfte und Schummelsoftware. Ein Großteil der kostspieligen Prozesse ist mittlerweile ausgestanden und die Großbank kann sich wieder auf ihre Neuausrichtung konzentrieren. Das Kreditinstitut, das aufgrund seiner großzügigen Boni- und Managementgehälter immer wieder für Schlagzeilen sorgte, hat den Gürtel enger geschnallt. Die Hälfte der geplanten Stellenstreichungen ist inzwischen umgesetzt und 177 der insgesamt 188 betroffenen Filialen wurden seit Jahresbeginn geschlossen. Dank dieser Maßnahmen sanken die Kosten im ersten Halbjahr um sechs Prozent. John Cryan sieht 2017 als “Übergangsjahr”, wenn auch unter “deutlich besseren Vorzeichen” als in der jüngsten Vergangenheit. Die Deutsche Bank-Aktie spiegelt das Wechselbad der Gefühle sehr deutlich wider. Während für den Zeitraum von drei Jahren -31,67 Prozent Kursverlust zu Buche stehen, gewann das Wertpapier innerhalb der vergangenen zwölf Monate 38,85 Prozent an Wert.

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Deutsche Bank: Sechs, setzen

Gold: Kommt jetzt das Comeback?

gold-598378_960_720Im Juli jagt ein Geburtstagsfest das nächste: nach dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), der am 1. Juli 2017 drei Jahre alt wurde, feierte auch die beliebteste Goldmünze der Deutschen, der Krügerrand, diesen Monat ein Jubiläum. Vor 50 Jahren, am 3. Juli 1967 stanzte die afrikanische Münzprägeanstalt den ersten Springbock ins Edelmetall.

Das Wahrzeichen der Kultmünze hat bis heute nichts von seinem Glanz verloren, ganz im Gegenteil. Weltweit haben Sammler und Steuertrickser bis dato rund 60 Millionen Krügerrand gekauft. Wer 1967 in weiser Voraussicht 1oz Krügerrand zum Preis von damals umgerechnet rund 18 Euro erwarb, hatte einen wahrhaftig goldenen Riecher, denn heute liegt der Preis für 33,93 Gramm bei rund 1100 Euro.

Die Goldkenner unter Ihnen wundern sich vielleicht über die eigenartige Maßeinheit des Krügerrand. Eine Feinunze Gold entspricht doch 31,10 Gramm und nicht 33,93 Gramm? Wird da etwa bei der Goldschmelze geschummelt? Ich kann Sie beruhigen: Sie bezahlen tatsächlich nur für den Goldanteil. Das Restgewicht entfällt auf eine dünne Kupferlegierung, die das Sammlerstück widerstandsfähiger macht und somit den Wiederverkaufswert erhöht.

Gold ist seit Jahrzehnten der “Dauerbrenner” bei vielen Anlegern. Doch die aktuelle Preisentwicklung stimmt nachdenklich…

Erst hui, dann pfui

Eigentlich funktioniert das so: Politische Überraschungen wie der Brexit oder die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten verunsichern Investoren, die als Konsequenz den “sicheren Hafen Gold” ansteuern. Der Preis für das Edelmetall steigt. Tut er aber nicht! Und das, trotz aller geopolitischer Unsicherheiten! Anfang der Woche sackte der Goldpreis sogar auf den tiefsten Stand seit vier Monaten. Eine Feinunze verbilligte sich zeitweise um 0,6 Prozent auf 1.205 Dollar. Noch Anfang Juni sah es danach aus, als würde der Preis über die Marke von 1.300 Dollar steigen. Seit Mitte Juni hat Gold rund sieben Prozent an Wert verloren. Wie kommt es, dass die Gleichung “Gold = Krisenwährung” momentan nicht mehr aufgeht?

Zittern vor den Zinsen

Der Spaßverderber ist schnell gefunden: Die aktuelle Zinspolitik vieler Zentralbanken macht dem Goldpreis schwer zu schaffen. In Europa, Amerika und einigen anderen Ländern steht das Ende der jahrelangen Geldschwemme bevor. Kredite und Darlehen zum Nulltarif könnten schon bald Geschichte sein, da die Notenbanken vorsichtig an der Zinsschraube ziehen. Geld auf “Pump” wird dadurch teurer, aber im Gegenzug gibt’s auch wieder Rendite auf Sparbuch & Co. Deshalb fürchten viele Gold-Fans momentan, dass Anleger ihr Vermögen umschichten könnten: raus aus dem Gold, rein in festverzinsliche Geldanlagen. Als Konsequenz könnten zinslose Investitionen wie Edelmetalle an Glanz und Wert verlieren.

Die Nullzinsphase spielt Goldsuchern in die Hände, eine Zinserhöhung wirkt sich meist negativ auf die Goldpreisentwicklung aus.

Goldrausch 2.0?

Eine steigende Inflation bringt den Goldpreis dagegen gewöhnlich in Schwung, da das Edelmetall ein Wertaufbewahrungsmittel par excellence ist. Papierwährungen wie der Dollar verlieren dann an Kaufkraft, die von Gold steigt oder bleibt gleich. Doch momentan herrscht auch hier “verkehrte Welt”: die steigenden US-Zinsen belasten den Goldpreis, zumal die Inflation weiter sinkt. So ist die US-Inflationsrate im Mai auf 1,9 Prozent zurückgegangen. Damit steigt der Realzins, weshalb die Notierung des Edelmetalls zusehends unter Druck kommt.

Die große Frage lautet nun: Wird das Edelmetall seine alte Rolle als “sicherer Hafen” zurückerobern? Auch wenn wir nicht in die “Glaskugel” blicken können, so gibt es doch Anhaltspunkte, die für ein langfristiges Gold-Investment sprechen. Die aktuelle “Krisenresistenz” vieler Anleger könnte temporärer Natur sein. Sprich: Wenn die Anlegerwelt keine Krisen wahrnimmt, ist auch der sichere Hafen nicht mehr gefragt. Aber die nächste Krise kommt bestimmt und mit ihr auch ein eventueller, neuer Goldrausch.

Auch dürfen wir nicht vergessen, dass Gold trotz der momentanen Zinssorgen und Preisschwankungen ein Sachwert ist, der eine sinnvolle Ergänzung für jedes Depot darstellt. Gold ist knapp, Gold ist begehrt. Und wird es immer bleiben. Wenn Sie auf “Nummer sicher” gehen wollen, empfehlen wir ein Basisinvestment in risikoarme und zugleich renditestarke Aktien-Anlageformen, wie z.B. den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), ergänzt um Gold und etwas “Cash” als Rückhalt. Mit diesem Anlage-Mix liegen Sie immer goldrichtig!

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Gold: Kommt jetzt das Comeback?