BMW vor den (endgültigen) Zahlen: Gelingt der Überraschungssieg?

car-1281697_960_720Wofür steht das Kürzel “BMW”? Bald Mein Wagen. Zugegebenermaßen ein extrem platter Witz mit einem Fünkchen Wahrheit garniert: Die sportlichen Autos der Münchener wecken Begehrlichkeiten. Bei Hehlerbanden aber auch bei Aktionären, die der morgigen, endgültigen, Q1-Präsentation entgegenfiebern.

Als dritter und damit letzter Autobauer im DAX überraschte BMW bereits am 20. April mit vorläufigen Quartalszahlen und deutlich höheren Gewinnen. Ein Trend, der sich in den Resultaten der gesamten Branche widerspiegelt, denn auch VW und Daimler punkteten im Vorfeld mit Rekordergebnissen.

Aus Freude an Zahlen

Einen Titel musste BMW 2016 an Mercedes abtreten: Der Pokal “weltgrößter Premiumhersteller” ging nach elf Jahren an der Spitze erstmals an die Stuttgarter, die deutlich mehr PKWs verkauften als die Bayern. Trotz des kleinen Wermutstropfens haben die Münchener morgen vermutlich allen Grund zum Feiern. Die vorläufigen Zahlen lassen vermuten, dass das Vorsteuerergebnis der vergangenen drei Monate die drei Milliarden Euro-Grenze knackte, was einem Zuwachs von 27 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der Konzernumsatz nahm um 12,4 Prozent auf 23,45 Milliarden Euro zu.

Ein “Kickstart” gelang BMW wohl auch beim Finanzergebnis: Es schnellte auf 359 Millionen Euro in die Höhe, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust von 89 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatte. Grund genug für ein kollektives “Prosit” in der Chefetage des Autobauers? Leider nein, denn der schöne Schein trügt manchmal. Sowohl im Bierzelt, als auch in der Bilanz.

Ein Haar in der Suppe…

…fanden die Anleger nach Vorlage der Ergebnisse Mitte April. Das Zahlenwerk strahlte zwar auf den ersten Blick wie eine frisch polierte Luxuslimousine, doch bei näherem Hinsehen zeigten sich ein paar Kratzer. So kletterte der Quartalsgewinn im mit Abstand wichtigsten Automobil-Segment lediglich um sechs Prozent auf 1,87 Milliarden Euro und die Marge lag mit mageren neun Prozent sogar leicht unter dem Niveau des Vorjahres-Quartals.

Auch das anscheinend brillante Finanzergebnis schmeckte den Investoren nicht so recht, da es auf positive Bewertungseffekte statt BMW’s Erfolg als Autohersteller zurückzuführen war. Zum Beispiel die Resultate aus dem Kartendienst Here, den BMW, Daimler und Audi 2015 von Nokia erwarben. Der Einstieg neuer Partner bei diesem ungewöhnlichen Projekt konkurrierender Hersteller führte zu einer höheren Bewertung der BMW-Anteile an Here. Ein Sondereinfluss, von dem bereits Erzrivale Daimler profitierte. Mit dem Unterschied, dass Mercedes bei der für einen Autohersteller wesentlich wichtigeren Kennzahl “Marge” deutlich besser abschnitt als BMW: Die Stuttgarter steigerten ihre Umsatzrendite von sieben Prozent im Vorjahr auf zuletzt 9,8 Prozent.

Zahlentechnisch muss BMW also noch ein paar Dellen ausbügeln, um Anleger zum Einsteigen zu bewegen. Die Konkurrenz unter den Automobilherstellern ist groß und Investoren werden bei der morgigen Zahlen-Präsentation und der Hauptversammlung am 11. Mai sehr genau hinhören, um zu erfahren, mit welchen neuen Modellen und Investitionen BMW wieder an die Weltspitze preschen will.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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BMW vor den (endgültigen) Zahlen: Gelingt der Überraschungssieg?

Daimler strahlt trotz Diesel-Ärgers

Dieselgate statt Wurstgate: Während sich bei der letzten Hauptversammlung in Stuttgart alles um heimlich vom Buffet entwendete Würstchen drehte, die ein Aktionär in sein Doggybag packte, muss sich Daimler heute vor allem Fragen zu Abgas-Vorwürfen gefallen lassen.

Abgas-Ärger durch Thermofenster

Anders als bei VWs Dieselfahrzeugen, deren Motorabschaltung während der Abgasprüfung aktiviert wurde, schummelt Daimler mit sogenannten Thermofenstern, die ab einer bestimmten Temperatur die Abgasnachbereitung herunterfahren. Angeblich, um bestimmte Motorteile zu schonen, wenn es draußen kälter wird. Umweltschützer in Deutschland und den USA gehen verständlicherweise auf die Barrikaden und verklagen den Autobauer, weil er mit der Werbung für vermeintlich “saubere” Dieselmotoren Verbraucher in die Irre geführt haben soll.

Spritfressende SUVs

Einen weiteren Vorwurf muss sich Daimler aufgrund seiner umfangreichen Geländewagen-Palette gefallen lassen. Die sogenannten SUVs liegen momentan weltweit total im Trend und sowohl Stadt-Cowboy, als auch Unternehmergattin schmücken sich gerne mit einem überdimensionierten Allrad. Einerseits eine erfreuliche Nachfrage-Entwicklung, andererseits ein Andachtspunkt für Daimlers Forschungsteam. Erstmals seit 2007 gelang es dem Autobauer nicht, die strengen Klimaschutzziele der EU einzuhalten und den CO2-Ausstoß der Flotte zu senken.

Der Wert belief sich 2016 wie im Vorjahr auf 123 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer. Die spezifische Zielvorgabe für Daimler für das Jahr 2020 sind maximal 100 Gramm. Eine “ernstzunehmende Herausforderung” für den Forschungschef des Konzerns, da der zunehmende Anteil spritschluckender SUVs den Gesamtwert der Daimler-Flotte erhöht.

Doch die Stuttgarter lassen sich von etwas Gegenwind noch lange nicht aus der Spur drängen. Mit einer Fokussierung auf Hybrid- und Elektromotoren will Daimler den Kraftstoffverbrauch seiner Flotte in den kommenden Jahren senken und gleichzeitig in die Entwicklung spritsparender Technologien investieren.

Traum-Bilanz

Bei so viel “Dreck am Stecken” treten die grandiosen Geschäftszahlen, die Daimler-Chef Zetsche heute präsentierte, fast schon in den Hintergrund. Dabei schien der Stern des Autobauers nie heller: Für die vergangenen drei Monaten rechnet Daimler mit dem höchsten, jemals erreichten Absatz. Die Zahlen für März liegen zwar noch nicht vor, aber im Januar und Februar schafften die Stuttgarter ein Verkaufsplus von 15,6 Prozent.

Trotz des Diesel-Ärgers treten die Aktionäre heute aufs Gaspedal und bescheren Daimler einen Kursgewinn von rund 1,6 Prozent. Nett, aber die Aktie des Autobauers kann mit einer Rendite von nahezu null Prozent seit Januar nicht überzeugen. Ganz im Gegensatz zum boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BDCI), der im gleichen Zeitraum 5,37 Prozent an Wert gewann. Sie sehen schon, liebe Leserinnen und Leser, es muss nicht immer die Marke mit dem “Stern” sein. Manchmal sind vermeintlich “langweilige”, aber ungemein renditestarke Aktien wie die des BCDI, die bessere Wahl.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Daimler strahlt trotz Diesel-Ärgers

Daimler vor den Zahlen: Hält die Aktie noch Kurs?

distracted2Man sollte doch meinen, dass bei Daimler-Chef Dieter Zetsche alles Butter ist. Laut unserer Lieblingszeitung mit den vier Großbuchstaben schwebt der Dieter mit seiner neuen Französin Anne auf Wolke 7, war 2015 mit angeblich 14,4 Millionen Euro Jahresgehalt der höchstbezahlte Boss eines DAX-Unternehmens und sein Baby Mercedes lässt die Konkurrenz in der Premium-Klasse am Auspuff schnuppern. Da ist selbst der Skandal um geklaute Würstchen zeitens der Daimler-Hauptversammlung vor zwei Wochen schnell gegessen.

Doch am Horizont des Stern-Universums ziehen dunkle Wolken auf. Genauer gesagt: Q1 Zahlen. Morgen ist D-Day für unsere schwäbischen Autobauer und Analysten warnen vor einer Ergebnis-Delle. Die erwarteten 5 Prozent mehr Umsatz klingen erstmal garnicht so übel, doch ein Gewinn-Einbruch von rund 12 Prozent sorgt für Sorgenfalten bei den Aktionären. Woher kommt das Loch in der Kasse, Dieter? Müssen wir uns jetzt echt Sorgen um unsere Stern-Aktien machen?

Kurzfristig, vielleicht. Langfristig, nein. Denn für das Gewinn-Defizit gibts einen guten Grund. Daimler musste kräftig Geld in die Hand nehmen, um den Taxi-Klassiker, die Familienkutsche und Firmenwagen schlechthin in die 10. Generation zu beamen. Die Neuauflage der Mercedes E-Klasse, die ab April auf Deutschlands Straßen rollt, ist ein digitaler Traum auf Rädern und soll Mercedes ab der zweiten Jahreshälfte ordentliche Gewinne einfahren. Das Ding kostet zwar über 45000 Euro, kann aber auch echt kinky Tricks. Wer seine E-Klasse mit Drive Pilot bestellt, kann – theoretisch- alles tun, was während der Fahrt eigentlich verboten ist, denn Händchen am Steuer sind eigentlich überflüssig. Der Computer auf Rädern kann selbständig die Spur halten, misst den Abstand zum Vordermann und hält sich an Tempolimits. Mit dem richtigen Beifahrer an Board, könnt ihr euch dann getrost von der Massage-Funktion der Sitze und der Ambiente-Beleuchtung in 64 Farben ablenken lassen…

Kein Wunder, dass Daimler Apple heute beim geplanten, gemeinsamen Projekt “iCar” abblitzen ließ. Viel vernetzter kann ein Auto auch mit Unterstützung aus Kalifornien nicht werden! Und wer braucht schon Silicon Valley wenn in Sindelfingen das Auto 3.0 vom Stapel läuft? Die Verhandlungen über eine gemeinsames Auto-Baby scheiterten aber vor allem an der Frage des Datenschutzes. Während Apple alle Daten in seiner iCloud speichern wollte, pochte Daimler auf die lokale Datensicherheit der Kundschaft.

Schwer zu sagen, ob die erwartete, kurzfristige Gewinnflaute den Kurs der Daimler-Aktie morgen auf die Bremsspur zwingen wird. Ich würde sagen: Drive Pilot (in der BUX-App: Auto-Stopp) aktivieren und entspannt zurücklehnen!

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Daimler vor den Zahlen: Hält die Aktie noch Kurs?

Daimler zeigts der Konkurrenz

L1001833Volkswagen und BMW durften im ersten Quartal 2016 vor allem eines: an Daimlers Auspuff schnuppern. Nicht etwa, um zu testen, ob die Stuttgarter auch an den Abgaswerten geschraubt haben, sondern weil Mercedes die Konkurrenz mit Verkaufsrekorden abgehängt hat. So musste sich der bisherige Weltranglistenerste BMW im Kampf um Platz 1 im Premiumsegment dem Rivalen Daimler geschlagen geben. BMW vertickte in den letzten 3 Monaten rund 479.000 PKW’s, Mercedes brachte allerdings 5000 Autos mehr auf die Straßen dieser Welt. Damit wuchs die Daimler-Sparte um gut 12 Prozent- doppelt soviel wie der weiß-blaue Autohersteller.

Ich finde ja, dass der VW-Käufertyp ein ganz anderer Charakter ist, als der BMW- oder Mercedes- Fahrer. Meinen jahrelangen Beobachtungen an Ampeln und auf Autobahnen zufolge, ist der VW-Typ ein totaler Pragmatiker, der BMW-Fahrer ein immer jugendlicher (Möchtegern-) Sportler und der Mercedes-Pilot ein Segelschuh-Träger. Oder Hippster. Der Stern erfreut sich nämlich in meinem Freundeskreis, bestehend aus thirtysomethings, immer größerer Beliebtheit. Das liegt wahrscheinlich daran, weil die Modellpalette von Daimler nicht mehr den Taxi-Charakter von vor 10 Jahren hat, sondern sexy und sportlich geworden ist.

Genau davon profitiert Daimler auch im Mekka der Autobauer: China. Das Land des Lächelns ist und bleibt der wichtigste Absatzmarkt der deutschen Autoindustrie. Wer hier das Rennen macht, hat die Schnauze auch im internationalen Vergleich ganz weit vorne. Nur die Hackordnung im Reich der Mitte ist eine andere als im Rest der Welt: Auf Platz 1 rangiert Audi, die Silbermedaille geht an BMW und Daimler folgt auf dem dritten Rang. Doch wie lange noch? Im SUV-verliebten China gewinnt Mercedes mit seinem GLC ordentlich an Fahrt und legten im letzten Quartal um satte 36 Prozent zu. Wenn die Aufholjagd der Stuttgarter in diesem Tempo weitergeht, so müssen Audi und BMW eventuell auch dort schneller ihre Titel abgeben, als erwartet.

Momentan steht die Daimler-Aktie auf +/- 0 Prozent und überlässt euch das Steuer. Setzt ihr auf Gasgeben oder Abbremsen?

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Daimler zeigts der Konkurrenz

Deutschland 30: Heute gehts um die Wurst!

wwf-jpg--1034c551355d70b5-Kennt ihr diese Tage, an denen eigentlich nichts mehr schiefgehen kann? An denen der Espresso auch ohne Zucker schmeckt, an denen die Frisur trotz Sturm sitzt und der Chef dich “einfach so” eine Stunde früher in den Feierabend schickt? Bei mir ist heute so ein Tag, ich spürs schon in der Zehenspitze, denn heute Abend habe ich ein Date mit meinem Babe.

Während im Hause Lembert die Frühlingsgefühle zuschlagen, musste gestern bei Daimler die Polizei eine schlagkräftige Auseinandersetzung verhindern. Zwei Aktionäre rauften sich um die gerechte Verteilung der bei der Hauptversammlung aufgetischten Würstchen namens „Saitenwürschtle“. 12.500 Stück standen für 5.5000 hungrige Aktionäre bereit. Macht 2,27 Würstchen pro Anteilseigner. Nicht gerade üppig und sicher zu wenig, um auch noch ein Doggy Bag davon zu machen. Genau das tat allerdings ein Besucher, der auf frischer Tat ertappt wurde und sich daraufhin ein knackiges Wortgefecht mit einem Mitstreiter lieferte.

Dabei hätten die Gäste doch echt allen Anlass zum Feiern gehabt! Daimler glänzt mit einem Absatzrekord und kündigte eine erhöhte Dividende von 3,25 je Aktie an. Deutlich mehr, als die Anzahl verfügbarer Würstchen pro Aktionär, in jedem Fall.

Der Rest der Welt blickt heute gespannt nach New York, wo die US-Notenbankchefin Janet Yellen gegen 23:00 Uhr unserer Zeit eine Rede zur Zinspolitik der USA schwingen wird. Und was interessiert uns die Janet schon jetzt zu so früher Stunde? Schon gestern, vor der Veröffentlichung des März-Sitzungsprotokolls der Notenbank, murkelte unser Dax den ganzen Tag so vor sich hin und auch der amerikanische Index Dow Jones kam erstmal nicht so recht in die Pötte. Denn bei den Händlern herrscht gespanntes Warten. Die Börsianer wollen endlich Klarheit über die künftige Zinspolitik der Fed und legen jedes Wort der Notenbank auf die Goldwaage.

Die Frage ist nicht, ob sie’s tut, sondern wann und wie. Derzeit steht der Ami-Zins bei 0,25-0,50 Prozent was schon ziemlich viel ist im Vergleich zu 0 Prozent in der EU. Bei den Börsianern gilt sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz: je niedriger die Zinsen, desto sexier die Aktien. Ist auch irgendwie logisch, denn hohe Zinsen lassen Sparbuch & Co. in neuem Glanz erstrahlen und Unternehmensanteile würden an Attraktivität verlieren.

Gestern wurde deutlich, dass zumindest in diesem Monat keine Zinsanhebung stattfindet. Ob Janet heute Abend durchsickern lässt, wann das große Happening dann bevorsteht? Wir warten gespannt. Happy Dating, ähm, Trading!

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Deutschland 30: Heute gehts um die Wurst!

Monday Kickstarter: Die Bringer der Woche

il_fullxfull.250008309Ladies und Dudes, ich präsentiere euch: den Monday Kickstarter, euren ultimativen Survival-Guide für die kommende Börsen-Woche! Alles was MoDiMiDoFr wichtig wird- serviert in kleinen, leichtverdaulichen Häppchen, die ihr problemlos an der Bushaltestelle, mit einem ToGo Heißgetränk, mit dem Kopf in den Kissen, dem Po aufm Klo, oder heimlich unterm Schreibtisch genießen dürft.

Für die BUXers, die den genialen Friday Wrap meines Kollegen nicht mehr aufm Radar haben, hier noch eine Mini-Zusammenfassung der letzten Börsenwoche. Ganz nach dem Motto: ”I’m a looser baby, so why don’t you buy me?” schnappten sich die Banken-, Auto,- und Rohstoffkonzerne das gelbe Trikot im Rennen um den DAX-Wochensieg. Die Autobranche jubelte über Top-Absatzzahlen im Februar, der VW-Aktie waren die täglichen Skandal-News schnuppe und der Ölpreis kletterte weitgehend grundlos himmelwärts. Vermutlich juckt vielen Börsianern nach der monatelangen Kursflaute seit Anfang des Jahres langsam wieder der Trade-Daumen. Raus mit den Euros! Und die niedrigen Aktienpreise vieler Unternehmen machen einen Einstieg momentan ja auch sehr verlockend.

Der DAX gewann insgesamt gut 3 Prozent und rutschte lediglich am Freitag in eine leichte Wochenend-Depri. Schuld daran waren die US-Arbeitsmarktzahlen. Denen zufolge ist nahezu jeder Ami tüchtig am ackern, allerdings zu niedrigeren Stundenlöhnen. Gemischte Signale für die wirtschaftliche Entwicklung der USA und das, obwohl die Börsianer sich doch so nach ein bisschen Sicherheit sehnen! Puhhuuu! Die verwirrte Wall Street könnte uns diese Woche noch beschäftigen und auch unser zweites Sorgenkind China, dessen Regierung im Rahmen des “Volkskongresses” gerade ihren Masterplan für die kommenden Jahre verkündet, könnte noch für einen Kurs-Tsunami Made in China sorgen.

Hier steht, was geht, Tag für Tag:

Montag:
* BMW: Freude am Fahren, und das schon seit 100 Jahren! BUX gratuliert zum runden Geburtstag! Habt ihr einen bayerischen Flitzer vor der Tür stehen? Dann bindet ihm ne Schleife um die Motorhaube, hängt den Fuchsschwanz ausm Fenster und setzt die Flagge aufs Dach!

* Daimler: Verabschiedet sich von seiner Elektroauto-Kooperation mit Tesla. Schnief. Und gewährt BMW-Mitarbeitern anlässlich der 100 Jahrfeier freien Eintritt ins Mercedes-Museum.

* BASF / DuPont / Dow Chemical: In der Chemiebranche treibts gerade jeder mit jedem. Echt eklig. Eigentlich wollte sich BASF von der Übernahme-Orgie distanzieren, denkt jetzt aber angeblich darüber nach, ob ein Techtelmechtel mit DuPont nicht doch ganz geil wäre.

Dienstag:
* RWE (Jahreszahlen): Wie rot sind die roten Zahlen des Energiekonzerns?
* Merck (Jahreszahlen): Sind die Pillendreher aus Darmstadt fit für die Zukunft? In den letzten Jahren wurde fleißig investiert. Stecken dafür neue Wundermittelchen in der Medizin-Pipeline?

Mittwoch:
* E.ON (Jahreszahlen): Noch ein Energieriese. Noch mehr Verluste. Noch Fragen?
* Deutsche Post (Jahreszahlen): Können die Herren in Gelb / Blau heute ins Posthorn blasen? 2015 musste der Frachtkonzern ganz schön strampeln. Profitiert die DP dennoch vom Online-Shopping-Boom?

Donnerstag:

* EZB: Showtime für Mario Draghi! Kann der Chef der Europäischen Zentralbank heute das rosa Kaninchen aus dem Hut zaubern, oder liefert er wie letzten Dezember einen enttäuschende Performance? Im Kampf gegen sinkende Preise will die EZB voraussichtlich noch mehr Geld in die Märkte pumpen. Ob dieser Zaubertrick funktioniert, um das Wachstum in Euroland anzuheizen?

* K+S (Jahreszahlen): Der Düngemittelproduzent zählt seit Kurzem nicht mehr zur Elitegruppe der Deutschland 30. Nach Übernahme-Batteln und Razzien wegen Verdacht auf Umweltverschmutzung im großen Stil, könnte K+S etwas Salz in der Suppe vertragen.

* Linde (Jahreszahlen): Der Technologiekonzern tagte am Freitag in einem schicken Hotel bei mir um die Ecke. Hätte ich doch ganz unauffällig an der Tür des Meetingrooms gelauscht! Dann hätte ich vielleicht jetzt einen echt guten Insider-Tipp für euch gehabt..

Freitag:
* Deutsche Bank (Jahrszahlen): Der Burner der Woche könnte am Freitag noch für ordentlich Adrenalin auf dem Parkett sorgen. Rekordverlust, ein Aktienkurs im freien Fall und eine Anklage-Liste so lang wie ne Rolle WC-Papier, liefern uns seit Monaten täglich neue Bad-News. Wohin geht die wunderbare Reise der DB?

Der Countdown tickt: ab 09:02 Uhr sitzt ihr wieder am Drücker. Happy Trading!

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Monday Kickstarter: Die Bringer der Woche

Deutschland 30: In Fahrt dank Autoaktien?

3872335_1_0525HA-SEIFENKISTE-TJO3Gestern gings wieder rund in Deutschland: In Landshut wurde eine Garage voll Geldfälscher mitsamt Tintenstrahldruckern und Lamborghini ausgehoben und in Berlin ertappte die Polizei den Grünenpolitiker und Bundestagsabgeordneten Volker Beck mit 0,6 Gramm Crystal Meth. Dazu las ich auf Twitter den Schenkelklopfer des Tages: “Sollten Grüne nicht kiffen? Früher war alles besser #breakingbeck”.

Und heute? Heute eröffnet der Genfer Autosalon. Ganz solides Business und total skandalfrei (schmunzel). Aber auf jeden Fall ein guter Grund, um BMW, VW, Mercedes & Co. mal ins Rampenlicht zu stellen. Was da blitzt und funkelt hat teilweise, wie VW beweist, ganz schön Dreck unter der Motorhaube. Dennoch zählten Auto-Aktien gestern zu den Selbstläufern an der Börse. Das lag an den Top-Verkaufszahlen der Branche im Februar. In Deutschland brachten die Dealer fette 12 Prozent mehr Neuzulassungen auf die Straße, in den USA immerhin 8 Prozent.

Diese 8 Prozent Plus kommen allerdings nicht aus deutschen Auto-Manufakturen, sondern von GM, Ford, oder Toyota. Denn seit dem Dieselgate-Skandal finden die Amis Autos Made in Germany ziemlich “disgusting”. Schließlich haben Winterkorn und all die anderen VW-Schummler eine ganze Nation betrogen und unser Qualitäts-Image ordentlich in den Dreck gezogen. Das verzeihen die Amerikaner uns nicht so schnell und boykottieren deutsche Automarken.

VW verbuchte einen Einbruch von 13 Prozent. BMW setzte 12 Prozent weniger Autos ab, Daimler verkaufte 0,5 Prozent weniger. Ob BMW kurz vor seinem 100. Geburtstag am 7. März dennoch Grund zum Feiern hat? Daimler hat da schon ne tolle Geburtstagsüberraschung parat. Der Stern-Konzern lädt BMW-Mitarbeiter zum Gratis-Besuch ins Mercedes-Museum ein und serviert den ersten 50 von ihnen Saure Nierle zum Dank. Kein Scherz, sondern eine liebevolle Stichelei der Stuttgarter gegen die Bayern.

Noch mehr Lacher gabs während der Präsentation von VW-Vertriebschef Jürgen Stackmann in Genf. Der britische Komiker Simon Brodkin tauchte plötzlich im Blaumann auf der Bühne auf und wollte in den vorgestellten VW up! eine “Cheatbox” – also Schummelbox- einbauen.

Echte Grinsefalten bekamen die Wolfsburger jedoch gestern vor dem bochumer Landgericht. Im bundesweit ersten Prozess, bei dem ein geprellter VW-Tiguan-Käufer sein Autohaus auf Umtausch seines Schummel-PKW’s wegen “erheblicher Mängel” verklagen wollte, sind die Richter skeptisch. Mängel ja, erheblich: nein. So lautet die erste Einschätzung der Herren in Robe.

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Deutschland 30: In Fahrt dank Autoaktien?