Deutsche Bank: Sechs, setzen

bank-2291233_960_720.jpgDer Deutschen Bank gelang heute Morgen die Mega-Überraschung: Das Geldinstitut verzwanzigfachte seinen Gewinn im zweiten Halbjahr auf 466 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum 2016 waren es nur 20 Millionen Euro. Selbst einige Analysten rieben sich bei diesen Zahlen vermutlich die Augen, denn die Marktbeobachter hatten mit einem Gewinn nach Steuern von nur 273 Millionen Euro gerechnet.

Mehr ist nicht genug

Übertroffene Erwartungen sind eigentlich der Stoff, aus dem Börsianer-Träume gestrickt sind und stehen meist Garant für ein anschließendes Kurs-Feuerwerk. Doch die Party lässt heute auf sich warten: Die Aktie der Deutschen Bank verlor zu Handelsbeginn zeitweise über vier Prozent an Wert. Für den unerwarteten Kursrückgang gibt es mehrere Gründe:

Zum einen fiel das Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal, in dem die Deutsche Bank einen Überschuss von 878 Millionen Euro und einen Gewinn von 575 Millionen Euro ausweisen konnte, eher schmächtig aus. Zum anderen senkte das Geldinstitut mit Hilfe der “Tiefstapel- Strategie” erst die Markterwartungen, um sie anschließend selbst zu übertreffen. Eine Taktik, die bei den Börsianern gar nicht gut ankommt. Sicher gab es auch zu Ihrer Schulzeit einen Klassenkameraden, der nach jeder Mathearbeit unkte: “ohje, diesmal hab ich echt nichts gewußt”. Nur, um Tage später grinsend eine Eins in den Händen zu halten. Ähnlich unbeliebt macht sich heute die Deutsche Bank, die vor ein paar Wochen die eigentlich noch höher liegenden Erwartungen der Analysten gedämpft hatte und deshalb heute “überraschend” gut dasteht.

Das Gewinnplus wird zudem von sinkenden Gesamteinnahmen in den vergangenen sechs Monaten überschattet, die um ein Zehntel auf 6,6 Milliarden Euro einbrachen. Schuld daran war das rückläufige Geschäft mit Aktien und Wertpapieren. Die Märkte ware wenig volatil und genau darin liegt das Problem: Je ruhiger der Handel, desto weniger Gebühren kassieren die Geldinstitute. Ein Problem, mit dem die Deutsche Bank nicht alleine dasteht. Auch die US-Kollegen Goldman Sachs und Morgan Stanley verzeichneten erhebliche Einbußen im Wertpapier-Geschäft.

Das Schlimmste ist überstanden

Trotz der gegenwärtig getrübten Stimmung dürfen wir aber nicht vergessen, dass der Deutsche Bank-Chef John Cryan schon einiges an Aufräumarbeit geleistet hat. In den vergangenen Jahren kämpfte sein Geldinstitut mit unzähligen, juristischen Baustellen, die der DB Milliardenverluste bescherten. Darunter Manipulations-Vorwürfe, zweifelhafte Hypothekengeschäfte und Schummelsoftware. Ein Großteil der kostspieligen Prozesse ist mittlerweile ausgestanden und die Großbank kann sich wieder auf ihre Neuausrichtung konzentrieren. Das Kreditinstitut, das aufgrund seiner großzügigen Boni- und Managementgehälter immer wieder für Schlagzeilen sorgte, hat den Gürtel enger geschnallt. Die Hälfte der geplanten Stellenstreichungen ist inzwischen umgesetzt und 177 der insgesamt 188 betroffenen Filialen wurden seit Jahresbeginn geschlossen. Dank dieser Maßnahmen sanken die Kosten im ersten Halbjahr um sechs Prozent. John Cryan sieht 2017 als “Übergangsjahr”, wenn auch unter “deutlich besseren Vorzeichen” als in der jüngsten Vergangenheit. Die Deutsche Bank-Aktie spiegelt das Wechselbad der Gefühle sehr deutlich wider. Während für den Zeitraum von drei Jahren -31,67 Prozent Kursverlust zu Buche stehen, gewann das Wertpapier innerhalb der vergangenen zwölf Monate 38,85 Prozent an Wert.

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Deutsche Bank: Sechs, setzen

Deutsche Bank: Ein Hoffnungsschimmer nach zwei Horrorjahren

Wie Phoenix aus der Asche: Die Deutsche Bank überraschte im Rahmen der Quartalszahlen-Präsentation mit einer Gewinnmeldung. Nach zwei verlustreichen Jahren verbuchte das Geldhaus in den vergangenen drei Monaten endlich mal wieder einen ordentliches Vorsteuerergebnis von 878 Millionen Euro, was einer Steigerung von 52 Prozent entspricht. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Ergebnis von 868 Millionen gerechnet. Doch die Erträge ließen zu wünschen übrig: Sie gingen um neun Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zurück.

Rechtfertigt dieser kleine “Schönheitsfehler” in der Bilanz den Kursrutsch der Aktien von rund drei Prozent zu Handelsbeginn? Teilweise. Neben Gewinnmitnahmen der Anleger, die sich über die Wertsteigerung ihrer Bankenaktien von über zehn Prozent seit Jahresbeginn freuten, waren viele Börsianer mit dem Statement des DB-Chefs John Cryan “Ich bin zufrieden mit unserem Start ins Jahr 2017” nicht ganz einverstanden.

Etwas Licht…

Good news first: Der boomende Anleihenhandel spülte der Deutschen Bank ordentlich Geld in die Kassen. Aufgrund der andauernden Unsicherheiten an den Weltbörsen schichteten Anleger ihr Depot um und zahlreiche Börsen-Neulinge kauften Aktien, um von der andauernden Hausse zu profitieren. Folglich sprudeln die Erlöse aus dem Beratungsgeschäft und Investmentbanking, das sein operatives Ergebnis von 313 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 462 Millionen Euro steigern konnte. Mit diesem Resultat liegen die Frankfurter übrigens schwer im Trend: Auch richtungsweisende US-Großbanken profitierten vom starken Anleihengeschäft und verbuchte im ersten Quartal Milliardengewinne.

Auch das Tagesgeschäft mit Privat- und mittelständischen Kunden kam wieder in Schwung. Hier kletterte das Ergebnis vor Steuern auf 320 Millionen Euro nach 63 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bedeutet das, dass Kunden wieder mehr Vertrauen in das krisengeschüttelte Bankhaus gewonnen haben? Die erst kürzlich abgeschlossene Kapitalerhöhung von 8 Milliarden Euro sollte Kunden und Anleger von der Zukunftsfähigkeit der Bank überzeugen, doch viele argwöhnen, dass die momentanen Überschüsse mehr kosmetischer Natur sind und sich nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen lassen.

…und Schatten


Dem Bankhaus wird “mehr Schein als Sein” unterstellt, denn der Schrumpfkurs des John Cryan hat Köpfe rollen lassen und zu Kostensenkungen von rund zwölf Prozent geführt. So wäre es durchaus denkbar, dass sogar bei gleichbleibenden Einnahmen unterm Strich ein Plus in der Bilanz steht. Zudem profitierte die Deutsche Bank von Basiseffekten und weggefallenen Belastungen, die ein in Wirklichkeit stagnierendes Geschäft in einem günstigeren Licht erscheinen lassen.

Wie gehts weiter?

Um das Bankhaus wieder auf Erfolgskurs zu trimmen und die teils selbst verschuldete Finanzkrise zu überwinden, setzt Cryan auch weiterhin auf den Rotstift. Nachdem die Mitarbeiterzahl innerhalb eines Jahres von weltweit 101.445 auf 98.177 eingedampft wurde, sollen bis 2018 weitere 9.000 Angestellte ihren Job verlieren. Vor allem Mitarbeiter der insgesamt 188 deutschen Filialen, die auf der roten Liste stehen, müssen ihren Hut nehmen und sollen durch freundliche Telefonberater ersetzt werden. Die unverkäufliche Postbank-Tochter wird in die Bank eingegliedert und die Vermögensverwaltung Deutsche Asset könnte im Falle eines Teil-Börsengangs Millionen zur Firmenbilanz beisteuern.

Unterm Strich ist die Neuausrichtung der Deutschen Bank ein enormer Kraftakt. Sowohl Kunden, als auch Mitarbeiter und Aktionäre sollen wieder Vertrauen in die Finanzkraft und Zukunftsfähigkeit der Großbank gewinnen und John Cryan muss wieder und wieder beweisen, dass sein Masterplan auch langfristig Früchte trägt.

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Deutsche Bank: Ein Hoffnungsschimmer nach zwei Horrorjahren

Deutsche Bank Hauptversammlung: Eine große Baustelle

RTX1FRLJDie Aktionäre der Deutschen (Skandal-) Bank trafen sich heute um 10:00 Uhr zur Hauptversammlung in der Frankfurter Festhalle. Von Partystimmung jedoch keine Spur. Schon vor Beginn der Veranstaltung geisterten Fotos aufgebrachter Anteilseigner und kinky gekleideter Demonstranten durch die Liveblogs der deutschen Presselandschaft. Mein persönliches Highlight sind die Öko-Aktivisten der Gruppe “Urgewald”, die vor dem Gebäude Putzlumpen und Flyer mit der Überschrift “Sauber machen, Herr Cryan” verteilten.

Den Lumpen-Aktivisten wollen die Deutsche Bank mit ihrer Aktion dazu bringen, Unternehmen die in Waffen- oder umweltfeidliche Kohlegeschäfte verstrickt sind, finanziell nicht mehr zu unterstützen. Ein hübscher Gedanke, wobei ich mir vorstellen könnte, dass Vorstandschef John Cryan heute auf anderen Baustellen reinen Tisch machen muss.

Eine kleine Zusammenfassung der Deutschen Bank Problemchen:

* Der Aktienkurs fiel in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit der 90er Jahre. Die Dividende wurde gestrichen.

* Das Bilanzjahr 2015 endete mit einem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro.

* Die DB hat mit einem enormen Image- und Vertrauensverlust zu kämpfen.

* Unzählige Rechtsstreitgkeiten kosten die Bank viel Zeit und Geld. Cryan geht im laufenden Jahr von “nur” 2,1 Milliarden Euro aus.

* Hohe Strafgelder, Gerichtskosten und historisch niedrige Zinsen zwingen die Bank auf Sparkurs.

* Die Aktionäre wollen vor allem eines: Wissen, wohin die Reise geht.

Beobachter rechnen – wie schon vor einem Jahr- mit einem filmreifen Clash zwischen Anteilseignern, deren Investment sich im letzten Jahr halbiert hat, Firmenboss John Cryan, dem gerade erst zurückgetretenen Co-Chef Jürgen Fitschen und Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner. Die drei Hauptdarsteller haben ganz unterschiedliche Rollen im DB-Drama. John ist der “Aufräumer” und Hoffnungsträger der Aktionäre, Jürgen spielt den verprellten “Ausscheider”, der so unentbehrlich ist, dass er in Teilzeit weiterhin Firmenkunden betreut und Paul den “Buhmann”, der als interner Kontrolleur gepfuscht und der Bank höhere Strafen für Zinsmanipulation eingebrockt haben soll, als eigentlich nötig.

Diesen Vorwurf will eine Aktionärin jetzt genauer prüfen lassen und verlangt eine Abstimmung darüber, ob vier Sonderprüfungen durchgesetzt werden, die das (Fehl-) Verhalten von Paul Achleitner & Co. bei der Aufklärung der weltweiten Zinsmanipulations-Affäre ans Licht bringen sollen. Hätte die DB besser mit den britischen Behörden kooperiert, wäre sie eventuell einem Teil der 2,5 Milliarden Dollar- Strafe entgangen.

Um die Stimmung in der Halle zu retten, legte sich John Cryan mächtig ins Zeug und probierte, einen auf Aufbruchstimmung zu machen. Es fielen Statements wie: “Wir haben die Chance, die Deutsche Bank auf das zu konzentrieren, was sie stark macht.” oder “Fleiß, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gründlichkeit sind die Tugenden der Deutschen Bank.” Und nicht zu vergessen: “Unsere neue Private-Banking-App ist wirklich klasse.” Na da sind wir aber froh! Ein toller Anfang und der richtige Zeitpunkt für die Aktionäre, um sich aufs Würstchen-Buffet zu stürzen. Frei nach dem Motto: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei. Mahlzeit!

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Deutsche Bank Hauptversammlung: Eine große Baustelle

Ist bei der Deutschen Bank noch was zu retten?

holy-shit-framedWenn ich etwas nicht kann, dann ist das: Warten. Auf den Bus im Regen, auf das Geld aufm Konto, auf den notorisch-zuspätkommenden Buddy. Sogar Vorfreude finde ich scheiße. So ähnlich geht es wohl auch den Profi-Spekulanten an den Weltbörsen, die heute die Stunden bis 20:00 Uhr zählen. Sie warten nicht auf die Tagesschau, auch nicht auf den Champions League Halbfinalen-Knaller, sondern auf Janet. Janet Yellen, das Bondgirl unter den Notenbankern, entscheidet heute Abend über den Finanz-Frieden. Ihre Geheimwaffe sind die Zinsen. Schraubt Janet den Zinssatz nach oben, so dürften die Aktienmärkte in eine Art Schreckstarre verfallen. Denn hohe Zinsen sind absolut killing für Kursgewinne. Eigentlich logisch, denn wenn “sichere” Geldanlagen wie Sparbücher wieder Rendite abwerfen, stürzen sich weniger Anleger auf Firmenanteile.

Doch eigentlich könnten sich die Börsianer mit einem entspannten “Ommm” und einem kühlen Blonden vors Halbfinale setzen, denn von Mrs. Yellen können wir keine Action erwarten. Der US-Zinssatz bleibt wohl bis mindestens Juni bei 0,25-0,50 Prozent hängen. Blöde Sache, besonders für die großen Geldhäuser dieser Welt, die ihre Moneten praktisch zum Nulltarif an Kunden verleihen müssen.

Eine Bank, dies besonders hart erwischt hat, ist unsere Deutsche Bank. Eigentlich könnte man doch annehmen, dass die DB alle Hände voll zu tun hat, um in Zeiten der Gefriertruhen-Zinsen noch mit irgendwas Geld zu verdienen. Doch anstatt sich kollektiv die Nase zu reiben und einen Plan B auszuhecken, reiten sich die Bankfurter immer tiefer in die Sch****. Seit 2008 wurden Kunden betrogen, Märkte manipuliert, Ramschhypotheken verscherbelt und russische Rubel gewaschen. Die DB ist in mehr als 7000 Rechtsstreitigkeiten verwickelt und muss für Gerichtskosten und mögliche Strafzahlungen Milliardensummen aus dem ohnehin löchrigen Sparstrumpf zaubern.

Morgen Punkt 7.00 Uhr ziehen die Banker Bilanz fürs erste Quartal 2016 und könnten noch für eine positive Überraschung sorgen, denn alle Gewinnwarnungen und Verlustmeldungen hat Deutsche Bank Chef John Cryan ja schon in den letzten Wochen abgearbeitet. Dass das Geldhaus im ersten Quartal weder mit Festzins-Produkten noch mit Aktien irgendwie Gewinne einfahren konnte, gilt als sicher. Über die Höhe der Verluste sind die Analysten allerdings geteilter Meinung. Das liegt daran, weil die Kosten für laufende Streitereien nur schwer abschätzbar sind. Gemittelt rechnen die Bankexperten mit einem Verlust von 97 Millionen Euro. Ziemlich krasser Abstieg von den 544 Millionen Euro Gewinn im letzten Jahr…

Wenn die Gegenwart eher grau und depri ist, dann trösten wir uns doch gerne mal mit einem Blick in die Zukunft. So auch Co-Bankchef Jürgen Fitschen, der -selbst gerade von Betrugsvorwürfen freigesprochen- ein Ende der Prozessflut in den nächsten Monaten voraussieht.

Ich bin gespannt, ob die Vorstände morgen noch mehr Baldrian für geschundene Aktionärsnerven im Gepäck haben. Wer von euch BUXern traut sich ran an die Aktie mit Nervenkitzel-Garantie?

Ist bei der Deutschen Bank noch was zu retten?

Ist der Deutschen Bank noch zu trauen?

DownloadAlso ich weiß nicht wies euch geht, aber früher fand ich die Deutsche Bank mit ihren schicken, blauen EC Karten enorm cool und dachte mir immer, ach, wenn ich mal das Haus gebaut und den Opel vor der Garage stehen habe, dann tausche ich meine biedere Stadtsparkasse-Rechnung gegen ein Konto bei der DB ein. Und jetzt? Haus? Check. Opel? Check. Deutsche Bank? Never ever! Da bleib ich doch meiner soliden, stocklangweiligen Kreissparkasse treu.

Ein Rekordverlust von Minus 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 und eine Aktie auf Deepdive-Kurs (aktuell: Minus 2 Prozent) sorgen bei Anlegern, Mitarbeitern, Kunden und der ganzen Finanzwelt für enorme Verunsicherung und stetigen Kundenschwund. Es ist ohnehin für die ganze Branche schon schwer genug, bei einem Zinslevel um die 0 Prozent noch irgendwie Geld zu verdienen, doch Deutschlands größte Bank hat noch an anderen Fronten zu kämpfen.

Für Rechtsstreitigkeiten mit schwer kalkulierbarem Ausgang muss das Geldhaus Milliarden auf die hohe Kante legen. Um die Bilanz wieder irgendwie auf Kurs zu bringen, hat der neue DB-Boss John Cryan ordentlich durchgegriffen, über 9000 Mitarbeiter entlassen und in Deutschland 200 Filialen eingestampft. Aber auch Schrumpfen kostet Geld, wie beispielsweise die Abfindungen hochbezahlter Manager.

Nicht gerade hilfreich sind da die beiden neuesten Nachrichten über die Bankfurter: Wegen des Verdachts auf persönliche Bereicherung schickte die DB gestern 5 hochrangige Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Vielleicht nach Panama? Dort kann sich die Truppe fast wie zu Hause fühlen, denn es erwartet sie ein schicker Briefkasten ihres Ex-Arbeitgebers. Die Deutsche Bank ist, wie viele andere Banken auch, in den Sumpf der “PanamaPapers” verstrickt. Anfang der Woche drang einer der größten Daten-Leaks der Geschichte ans Tageslicht. Seitdem stehen Politiker, Sportler, Unternehmen und Banken weltweit im Verdacht, über eine panamaische Anwaltskanzlei Briefkastenfirmen gegründet zu haben. Teils legal, teils um eigenes Vermögen vor dem Fiskus zu schützen. In wieweit die Geschäfte der DB in Panama legal waren, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber schon jetzt, dass die interne Rechtsabteilung einen weiteren Aktenordner auf den Tisch bekommt.

»Die ersten zwei Monate (2016) waren im Bankensektor die schlechtesten Anfangsmonate eines Jahres, die ich persönlich erlebt habe.« meinte selbst der Finanzvorstand der Deutschen Bank in einem Interview. Klingt für mich nach ganz schön mieser Perspektive fürs laufende Jahr..

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Ist der Deutschen Bank noch zu trauen?

Deutsche Bank: Erdbeben in BankFurt?

IMG_1287Und weiter gehts im Skandal-Cirkus! Nach News zur VW-Affäre heute Vormittag gehts jetzt weiter mit der krisengeschüttelten Deutschen Bank, die morgen ihre Horror-Bilanz für das letzte Jahr präsentiert. Und die sieht – wie derzeit bei vielen europäischen Banken- nicht rosig aus. Der ganze Sektor leidet unter den niedrigen Zinsen, die den Banken ihr Geschäftsmodell verpfuschen. Zinsen im Nullkomma-Bereich freuen Häuslebauer und Kreditbesitzer, stürzen viele Geldhäuser aber fast in den Ruin.

Bei der Deutschen Bank brechen jedoch nicht nur die Einnahmen weg, sondern es steigen zusätzlich auch noch die Ausgaben für “Altlasten”. Eine ganze Waschleiste von Rechtsstreitigkeiten, Steuerbetrug und Strafzahlungen in Milliardenhöhe hängt wie ein Damoklesschwert über den Dächern des Frankfurter Geldinstituts. Das hat zur Folge, dass so manch ein Finanzler Zweifel daran hat, ob die DB überhaupt noch genug Geld in ihrem Speicher hat. Mitte Februar versuchte deren Chef, John Cryan, gut Wetter zu machen. Er kündigte eine milliardenschwere Rückkaufaktion von Anteilen an. Einfach um seine Muckis spielen zu lassen und Anlegern zu signalisieren: hey, wir lassen uns nicht klein kriegen!

Damals gab es viele kritische Stimmen, die sich fragten, warum John der Poser solche Statements überhaupt nötig hat, wenn die finanzielle Lage wirklich so entspannt ist, wie er behauptet. Die vorab veröffentlichten Zahlen sprechen eine andere Sprache: 6,8 Milliarden Verlust hat der Geld-Riese 2015 eingefahren und auch die Zukunftsaussichten für 2016 sind düster. Abfindungen und Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten in Milliardenhöhe in Kombination mit einem nicht-tragfähigen Erlösmodell könnten die DB auch in diesem Jahr schwer belasten. Da bebt die Erde in BankFurt!

Wir sind gespannt, ob der morgige Tag als “Black Friday” in die Geschichte des Geldhauses eingeht.

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Deutsche Bank: Erdbeben in BankFurt?

Grippewelle: Deutsche Bank und thyssenkrupp hat’s erwischt

fludogErstmal bitte einer Runde Mitleid für den Autor…ich hänge mit schniefender Nase über der Tastatur und mein Paracetamol / heiße Zitrone Doping hat mir ordentlich den Magen verdorben. Hats von euch da draußen auch jemanden erwischt? Ich tröste mich damit, dass es vielen Menschen heute sehr viel schlechter geht als mir- zum Beispiel dem Chef der Deutschen Bank, John Cryan.

Sein Name klingt schon nach Katzenjammer und genauso weinerlich stand er heute Morgen bei der Pressekonferenz auf dem Podium und musste der Weltpresse einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2015 erklären. Gestern gab’s hier bei BUX schon einen ausführlichen Artikel zum DB-Drama also füttere ich euch heute nur mit den wichtigsten Infos.

Die Deutsche Bank ist momentan ein einziger Schrotthaufen von Altlasten. Die Entlassung von rund 9000 Mitarbeitern, unzählige Rechtsstreitigkeiten wegen Geldwäsche, manipuliertem Devisenhandel und Falschaussagen vor Gericht, kosten die Bank Milliarden. Würde zumindest das Kerngeschäft der Großbank Gewinne abwerfen, wären die Finanzlöcher noch irgendwie zu stopfen, aber auch die Sparten Investmentbanking und das Filialgeschäft gaben wenig Anlass zur Freude. Der Aktienkurs rutschte nach diesen Schreckensmeldungen gut 1,5 Prozent in die Miesen. Mit rund 17 Euro pro Stück sind die Anteile der Deutschen Bank jetzt meilenweit von ihrem einstigen 100 Euro-Hoch entfernt.

Schnief! Ich gönne mir einen neuen Meter WC-Papier und stürze mich auf den nächsten Jammer-Kandidaten: thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger. Der Vorstand des Stahlbau-Unternehmens hat nicht nur die Großbuchstaben im Logo gekürzt, sondern dem ganzen Konzern eine Schlankheitskur verordnet. Doch fallende Stahlpreise, eine geringe Nachfrage und gestiegene Importe von Billigstahl Made in China, sorgen für Sorgenfalten auf Hiesinger´s Stirn. Im Vorfeld der thyssenkrupp-Hauptversammlung diesen Freitag heulte sich der Manager beim Handelsblatt mal so richtig aus und jammerte: “Alles, was wir an Sparanstrengungen unternehmen, holt uns binnen kurzer Zeit wieder ein.” Auf gut Deutsch: ist doch alles für die Katz.

Großinvestor Cevian will nun Hiesinger dazu drängen, die Sahnestücke des Konzerns wie beispielsweise den Aufzugbau oder den Automobilzulieferbereich zu versilbern. Das würde kurzfristig Geld in die Taschen spülen, aber das Stahl-Problem des Konzerns ist damit natürlich nicht gelöst. Die Aktie kränkelt mit derzeit Minus 1 Prozent in der Verliererecke der Deutschland 30 knapp über dem Papier der Deutschen Bank.

So liebe BUXers, ich habe jetzt ein Date mit meiner Wärmflasche und wünsche an dieser Stelle auch Cryan und Hiesinger gute Besserung!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/grippewelle-deutsche-bank-und-thyssenkrupp-hats-erwischt/

Grippewelle: Deutsche Bank und thyssenkrupp hat’s erwischt