Deutsche Telekom: T-Saster oder T-Trumpf?

f2dkkc5Donald J. Trump twittert ja gerne und oft. Das wissen wir bereits aus seiner Wahl-Schlammschlacht. Gestern Abend übte er mal wieder “ich klopf mir selbst auf die Schulter” und verkündete unter seinem Twitter- Alias @realDonaldTrump einen 50 Milliarden-Dollar-Deal, der nur, aber auch nur zustande kommt, weil er Mr. President wird.

Manhattan-Maki

Hübsch sahen die beiden gestern in der Lobby des Trump-Towers in Manhattan aus: Der große Donald neben dem kleinen Japaner und Softbank-Chef Masayoshi Son im Partnerlook mit schwarzem Anzug und rotem Schlips. Der einflussreiche Investor kam extra angereist, um Trump zu seinem Sieg zu gratulieren und brachte ihm ein nettes Gastgeschenk: Keine Flasche Sake, sondern 50 Milliarden-Dollar.

Big in Japan?

Gerüchten zufolge (und Börsianer lieben Gerüchte!) soll der Mega-Anteil des Geldes in die Telekom-Tochter T-Mobile US fließen. Softbank liegt schon seit Jahren auf der Lauer, um seine Mobilfunk-Sparte Sprint mit T-Mobile US zu fusionieren und so den Marktführern AT&T und Verizon auf die Pelle zu rücken. Ging aber nicht, weil Obama etwas gegen “Kartellbildung”, also der Marktmacht einzelner Firmen, hatte.

Jetzt ist die Katze aus dem Haus und die Japaner wittern ihre Chance auf einen fetten Happen vom Mobilfunk-Kuchen. Trump sieht das mit den Kartellregeln alles nicht so eng und könnte dafür sorgen, dass die Karten auf dem US-Mobilfunkmarkt durch Fusionen neu gemischt werden.

Doping für die T-Aktie?

Da die Telekom den Mega-Anteil ihrer Umsätze momentan mit T-Mobile US macht, freuen sich auch die T-Aktien-Besitzer über japanischen Frischfisch und die englische Investmentbank Barclays krönte das Telekom-Papier sogar mit der Auszeichnung “Top Pick” für 2017.

Hm. Also ich finde das leicht übertrieben. Die T-Aktie ist momentan ungefähr so viel Wert wie zu ihrem turbulenten Börsen-Start vor 20 Jahren und bewegt sich auch heute nur um träge 0,8 Prozent nach oben.

Was meint ihr BUXies? Steht das nächste T-saster vor der Tür oder kommt 2017 der lang erwartete T-Trumpf?

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Deutsche Telekom: T-Saster oder T-Trumpf?

SAB Miller: Big in Japan

ChinesischerBiermix_80b9d70c62070847c651ce547dd3d6e0_et2008051382In Bayern darf ja theoretisch schon vormittags getrunken werden. Ein “Weißwurstfrühstück” ohne Weißbier ist halt auch so fade wie Sushi ohne Wasabi. Wobei sich auch die Japaner gerne mal ein Asahi Bier zur Fischrolle genehmigen, oder in Kürze sogar ein niederländisches Grolsch.

In einer gestern erschienen Pressemeldung aus Leuven/London/Tokio erklärte der britische Bierbrauer SAB Miller, dass er seine Marken Grolsch, Peroni und Meantime für 2,55 Milliarden Euro an Asahi verticken wird. Nicht ganz freiwillig und unter Vorbehalt, übrigens. SAB Miller und der belgische Beck’s Brauer Anheuser-Busch stehen vor einer Megafusion, die die EU-Kommission am 24. Mai noch abnicken muss.

Um knock-out-Kriterien wie “Marktmacht” und “Kartellbildung” gleichmal abzuwürgen, beschlossen SAB&An, ein paar ihrer Schätzchen zu verjubeln. Wettbewerbshüter findens halt einfach nicht so geil, wenn jedes dritte Bier auf der Welt aus den Kesseln des neuen Brauerei-Giganten fließt.

Aber auch ohne die Fusion mit Anheuser sprudeln die Geschäfte bei SAB Miller ganz frisch. Morgen vor Börsenstart äußert sich das Unternehmen zu seinen Q4 Umsätzen. In seinem letzten Statement Ende Januar überraschte SAB Miller sogar die Experten mit einem Umsatzplus von 7 Prozent. Schuld daran war das warme Wetter, aber auch Giga-Umsätze in Latein-Amerika und Afrika, wo Bud, Corona und Stella Artois für 68 Prozent von SAB’s Umsätzen verantwortlich sind.

Richtig spanned wirds wahrscheinlich dann in gut einem Monat wenn feststeht, ob die Elefantenhochzeit zwischen SAB und Anheuser für gut 120 Milliarden US-Dollar übern Tresen geht. Und jetzt steht ihr am Zapfhahn. Heißt es morgen: hoch die Tassen für SAB Miller?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/sab-miller-fliesst-jetzt-auch-in-japan/

SAB Miller: Big in Japan

Asien mischt auf

20882Was für ein Wochenstart! Während unser DAX noch in den Federn lag, schoss ausgerechnet der japanische Börsenindex Nikkei mit 7,2 Prozent in die Höhe und zog den DAX um derzeit 2,5 Prozent mit nach oben. In den letzten Wochen kamen vor allem Negativ-News aus Asien über den Ozean geweht und sorgten für einen weltweiten Kurs-Verfall. Das könnte heute anders sein. Viele Analysten glauben, dass die guten Vibes aus Tokio auch in Frankfurt für Partystimmung sorgen könnten. Die Börsianer haben nämlich momentan ein extrem dünnes Nervenkostüm. Jede Neuigkeit, die irgendwas mit Konjunktur, Ölpreis, China oder Amerika zu tun hat, wird gedreht, gewendet, analysiert und interpretiert. Warum so sensibel? Die Finanzwelt will endlich wissen, wie es nun wirklich um die wirtschaftliche Entwicklung der Welt bestellt ist.

Soweit, so logisch. Doch was heute Morgen in Japan geschah, krieg ich irgendwie intellektuell nicht verarbeitet. Die japanische Wirtschaft schrumpfte in den letzten 3 Monaten um 1,4 Prozent (Analysten hatten mit 1,2 Prozent gerechnet) und die asiatischen Händler knallen mit den Korken. Verkehrte Welt! Die meisten Experten tippen auf eine rein technische Korrektur. Damit meinen sie, dass der japanische Index nach Wochen im Tiefflug einfach mal einen Top-Tag nötig hatte. Vielleicht vergleichbar mit dem JoJo-Effekt nach einer Diät, wenn Frau / Mann sich nach wochenlanger Saftkur endlich wieder genüsslich ein Snickers reinpfeift.

Von brandheißen Neuigkeiten aus Asien schwupp, ein fliegender Wechsel zu einem unsererDAX-Allstars: HeidelbergCement. Morgen ist nämlich D-day für den Baustoffkonzern aus, ja genau: Heidelberg. Die Jungs präsentieren dann ihre Resultate für 2015 und ihr wollt sicher wissen, wie es um die Betonmischer bestellt ist. Das Unternehmen macht sein Hauptgeschäft in den USA und Europa und ist deshalb von der Krisenstimmung in China kaum betroffen.

Der Konzern profitiert von den niedrigen Energiepreisen und dem milden Wetter in Europa. Bei Plusgraden können die Baumeister betonieren, was das Zeug hält und müssen in vielen Regionen keine Winterpause einlegen. Da fließt der Zement und Heidelberg freut’s!

Zäh entwickelt sich dagegen das Geschäft in Osteuropa und den sogenanntenSchwellenländern, wie beispielsweise Indonesien. Schwellenländer sind Ex-Entwicklungsländer, die sich auf dem Weg zur Industrienation befinden. In Indonesien lässt der erwartete Ausbau der Infrastruktur (wie z.B. dem Straßenbau) auf sich warten und sorgt für einen leichten Knick in der Gewinnkurve des Unternehmens.

Um sich trotzdem einen Platz unter den Top-Zement-Unternehmen dieser Welt zu sichern, plant HeidelCement die Übernahme seines italienischen Konkurrenten Italcementi. Der Milliardenzukauf soll für Kosteneinsparungen, schnelleres Wachstum und einen größeren Marktanteil am Beton-Kuchen sorgen.

Experten erwarten ein zweistelliges Umsatzwachstum und einen höheren Gewinn als im letzten Jahr. Wir sind schon gespannt, ob der Baustoffkonzern den Markt morgen aufmischen kann!

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Asien mischt auf