Krones: Der Champion verteidigt seinen Titel

Krones, unser Champion des Tages, beweist mal wieder, wie treffsicher meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief bei der Auswahl ihrer Top-Werte sind, denn Krones ist schon seit langem Mitglied der 100 Champions-Aktien- die laut Performance-Analyse sichersten und langfristig erfolgreichsten Aktien der Welt.

Der Abfüll-, Verpackungs- und Anlagenspezialist übertraf die Schätzungen der Analysten und profitierte 2016 von einem starken, internationalen Wachstum. Vor allem die Geschäfte im Mittleren Osten, Afrika sowie in Nord- und Mittelamerika legten überproportional zu und sorgten für eine Umsatzsteigerung von sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Experten hatten mit 3,33 Milliarden Euro gerechnet. Unterm Strich verdiente das im MDax notierte Unternehmen 169 Millionen Euro und überstieg auch in diesem Punkt die Erwartungen der Branchenkenner, die Krones 164 Millionen Euro zugetraut hatten. Doch damit nicht genug: Der Getränkeanlagenhersteller ist flüssig genug, um seinen Aktionären auch noch eine saftige Dividende von 1,10 Euro pro Anteilsschein zu bezahlen, 0,10 Euro mehr als im vergangenen Geschäftsjahr.

Soviel zu den “schnöden” Zahlen, aber uns interessiert natürlich auch, womit Krones eigentlich seine Brötchen verdient. “Anlagenhersteller” klingt auf den ersten Blick ja eher unspektakulär und “langweilig”. Wie sehr man sich doch täuschen kann! Haben Sie sich schon mal gefragt, wie das Bier in die Flasche oder die Cola in die Büchse kommt? Mit der Getränkeherstellung allein ist es nicht getan, die Flüssigware muss anschließend auch abgefüllt und verpackt werden. Genau das ist eines der Spezialgebiete von Krones. In den 50er-Jahren begann der Konzern mit der Etikettierung von Flaschen und ist heute sowas wie ein Full-Service-Dienstleister für Getränke- und Lebensmittelhersteller.


Von der PET-Flaschen-Herstellung über die Abfüllung und Verpackung von Getränken und Lebensmitteln bis hin zum Bau kompletter Anlagen und dem Recycling der Plastikflaschen: Krones hat die gesamte Wertschöpfungskette für sich erschlossen und arbeitet unter anderem für bekannte Softdrink,- Bier,- Saft und Spirituosenhersteller.

Ein Champion, der seine Krone auch tatsächlich verdient. Allein der Aktienkurs des Unternehmens legte innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 113 Prozent zu, seit Jahresbeginn gewann ein Krones-Anteil 19,3 Prozent an Wert. Auch um die Zukunft der bayerischen Abfüller ist es gut bestellt: Krones rechnet 2017 mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent.

Liebe Leserinnen und Leser, wie sagt man so schön? Ein Champion kommt selten allein. Sollte ihnen die Erfolgsgeschichte von Krone Lust auf “mehr” gemacht haben, dann sichern Sie sich doch gleich Ihre Gratis-Ausgabe des aktuellen boerse.de-Aktienbriefs– dem Börsenbrief für Champions-Aktien.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Krones: Der Champion verteidigt seinen Titel

Bei Lanxess stimmt die Chemie (wieder)

Spezialchemie-Konzern Lanxess gewährt uns Donnerstagmorgen einen Blick in seine Bilanzbücher 2016. Auf den ersten Blick eine “langweilige” Branche, auf den zweiten eine unentbehrliche. Zwar fehlt den meisten von uns der rechte “Draht” zur Spezialchemie, doch was wären wir ohne Kautschuk, Kunststoffe und Pigmente? Lanxess Produkte sind vielleicht nicht so sexy wie beispielsweise Daimlers neueste Prestigeobjekte, aber ein Mercedes ohne Mithilfe eines Chemiekonzerns? Undenkbar. Reifen, Lack, Kunststoffe – viele Unterteile haben ihren Ursprung im Labor.

Auch aufgrund der boomenden Autoindustrie in Asien erhöhte Lanxess im November 2016 zum dritten Mal innerhalb eines Jahres die Prognose: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) könnte an der Eine-Milliarden-Euro-Grenze kratzen nach 885 Millionen Euro im Jahr zuvor. Unterm Strich bleiben dem Konzern vermutlich 62 Millionen Euro in der Kasse nach 41 Millionen Euro 2015.

Die Erfolgsgeschichte des M-Dax-Mitglieds ist noch relativ jung und vor allem einem Mann zuzuschreiben: Matthias Zachert. Als der “Zahlenmensch mit Stallgeruch”, wie ihn eine Nachrichten-Website zu seinem Amtsantritt 2014 betitelte, die Leitung des Kölner Unternehmens übernahm, braute sich in dessen Chemieküche nichts Gutes zusammen. Ausgerechnet das Kerngeschäft, die Herstellung und der Vertrieb von Kautschuk, entwickelte sich zäh. Zachert fackelte nicht lange und verordnete Lanxess eine Radikalkur, gepaart mit einer strategischen Neuausrichtung.

Neben den üblichen Sparmaßnahmen wie Stellenabbau und der Zusammenlegung von Abteilungen konzentrierte sich der Chemiekonzern von nun an auf Geschäftsbereiche, die weniger zyklisch und konjunkturabhängig sind, als das kriselnde Gummi-Geschäft. Zacherts Ziel ist es, Lanxess’ Abhängigkeit vom Kautschuk zu verringern und freigewordene Ressourcen und Gelder in die Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura zu investieren. Die 2,4 Milliarden Euro teure Fusion soll bis Mitte 2017 in trockenen Tüchern sein und den Kölnern Zugang zum Markt der Schmierstoffe und Flammschutzmittel ermöglichen, die etwa in der Bau,- Luftfahrt- und Elektroindustrie genutzt werden.

Zur Rettung des schwächelnden Kautschuk-Segments fand Zachert 2015 einen potenten Partner: Den weltgrößten Energie- und Ölkonzern Saudi Aramco. Die Araber zahlten für 50 Prozent des Gemeinschaftsunternehmens 1,2 Milliarden Euro netto an Lanxess. Ein doppelter Befreiungsschlag für den Chemiekonzern: Zum einen verfügte dieser nun über die finanziellen Mittel für eine Neuausrichtung und die Akquisition von Chemtura. Zum anderen bekamen die Kölner dank ihrer neuen Arab-Connection so etwas wie eine “Privat-Pipeline” für den gefragten und teuren Rohstoff Öl, der für die Kautschukherstellung benötigt wird.

Na, neugierig geworden? Zurecht. Die Spezial-Chemieindustrie befindet sich zwar im stetigen Wandel, doch sie liefert die Basis für viele Erzeugnisse des täglichen Lebens– von Nahrungsmitteln über Medikamente bis hin zu Gebrauchsgütern. Natürlich gibt es in der Chemiebranche eine Vielzahl interessanter Einzelwerte. Um die Spreu vom Weizen zu trennen haben wir bei der Auswahl der Titel, die den Namen “Champion” auch verdienen, vor allem ein Augenmerk auf deren Zehn-Jahres-Performance gelegt und entschieden uns für den Lanxess-Konkurrenten Fuchs Petrolub. Eine Kursrendite von +368 Prozent (Fuchs Petrolub) im Vergleich zu +70 Prozent (Lanxess) innerhalb der vergangenen zehn Jahre, gepaart mit einem hoffnungsfroh-grünen Renditedreieck machte uns die Entscheidung, Fuchs Petrolub zum Champion zu küren, relativ einfach.

PS: Brandaktuelle Informationen und Analysen zu unseren Champions, den erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt, erhalten Sie in der druckfrischen Ausgabe des boerse.de-Aktienbrief. Reinlesen lohnt sich!

Ich wünsche Ihnen einen spannenden, erfolgreichen Börsentag,

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Bei Lanxess stimmt die Chemie (wieder)

E.ON sieht rot

E.ON veröffentlicht Mittwochmorgen Jahreszahlen 2016. Ein Ereignis, das – zumindest zahlentechnisch – nicht übermäßig spannend ausfallen dürfte, denn dass der Energieversorger tief in den roten Zahlen steckt, ist bereits jetzt traurige Gewissheit. Schon in den ersten neun Monaten klaffte im Zahlenwerk der Essener ein 9,3 Milliarden tiefes Bilanzloch, zum Jahresende dürfte sich der Fehlbetrag Schätzungen zufolge auf 12,4 bis 14 Milliarden Euro belaufen.

Immerhin ein schwacher Trost: E.ON steht mit seiner Leidensgeschichte nicht alleine da. Ruhrpott-Kumpel RWE präsentierte heute Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr und verzeichnete einen neuen Negativ-Rekord. Unterm Strich stand 2016 ein Minus von 5,7 Milliarden Euro – der größte Verlust in der Firmengeschichte.

Atomausstieg
Das alte Sprichwort “geteiltes Leid ist halbes Leid” trifft auf die Versorger nur hinsichtlich der Kosten für die Energiewende zu. Für 23,55 Milliarden Euro “dürfen” sich die vier Energieriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall von den Risiken und Nebenwirkungen des Atomausstiegs “freikaufen”. Das Geld wandert in einen staatlichen Fonds, der die Zwischen- und Endlagerung der verstrahlten Altlasten managed. Davon entfallen rund zehn Milliarden Euro auf E.ON, die schon diesen Sommer fällig werden. Mit der Endlagerung allein ist es natürlich nicht getan. Auch die Stilllegung und der Abriss der Atommeiler hat seinen Preis und könnte die vier Versorger weitere 60 Milliarden Euro kosten.

Preisverfall
Ja, und wo bleiben die Einnahmen, um das ganze Debakel zu finanzieren? Unglücklicherweise scheint auch hier nur ein schwaches Licht am Ende des Tunnels. Hippe Ökostrom-Anbieter drängten konventionelle Stromerzeuger aus den Netzen und verursachten in den vergangenen Jahren einen gigantischen Preisrutsch für konventionell erzeugte Energie. Den wird die leichte Strompreiserhöhung 2017 nicht annähernd kompensieren können.

Neue Energiequelle?
Eine zukunftsträchtige Lösung für beide “Baustellen” zu finden, würde vermutlich viele Firmenchefs überfordern. E.ON-Boss Johannes Teyssen hat dann auch entweder ein besonders sonniges Gemüt oder einen extrem guten Motivations-Guru. Wie sonst lassen sich vier Milliardenverluste in einer Amtszeit verdauen? Bislang blieben Teyssens Wiederbelebungsversuche des akut kranken Konzerns weitgehend erfolglos. Gewagte Vorstöße in Regionen wie die Türkei oder Brasilien haben sich nicht ausgezahlt und die “Kernspaltung” des Unternehmens in alte (Uniper) und neue (E.ON) Energie ist umstritten. Zwar spielte Konkurrent RWE einen ähnlichen Schachzug, doch mit umgekehrter Rollenverteilung. RWE behielt das konventionelle Stromgeschäft und brachte die neue, schöne Ökostrom-Tochter Innogy an die Börse.

Welche Strategie sich letzten Endes beweisen wird, bleibt abzuwarten. Momentan deutet allerdings vieles auf einen Punktesieg für RWE: Der E.ON-Rivale sorgt heute mit seiner Gewinnperspektive fürs Geschäftsjahr 2017 für Jubel unter den Aktionären und einen Kursgewinn von zeitweise über acht Prozent.

Ob die E.ON-Anleger auf Tyssons Bilanzpräsentation morgen ähnlich enthusiastisch reagieren? Experten rechnen damit, dass der Energieriese Investoren mit einer Dividende von 20 Cent pro Aktie bei Laune zu halten probiert. Ein fraglicher Anreiz, zumal die Gewinnausschüttung im Vorjahr noch bei 50 Cent pro Anteilsschein lag… Bleibt noch die Hoffnung auf Besserung. Experten erwarten eine Stabilisierung der Strom-Großhandelspreise und robustere Geschäfte des Tochterunternehmens Uniper, von dem sich E.ON nach Ende 2017 trennen will.

Die gesamte Energiebranche steht schon lange unter Strom und Versorgeraktien frustrierten Investoren in den vergangenen zehn Jahren mit gigantischen Verlusten: E.ON mit -78,5 Prozent, RWE mit -82 Prozent. Da ist das kleine Kursgewinn-Trostpflaster heute nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wie wäre es statt unrentabler Spekulationen mit einem devensiven Investment, das innerhalb der vergangenen zehn Jahre +274 Prozent Rendite errechnet? Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) setzt sich aus zehn “langweiligen” Einzelwerten mit solider Kurshistorie zusammen und eignet sich gerade deshalb bestens für den langfristigen Vermögensaufbau.

Ich wünsche ihnen einen entspannten, erfolgreichen, Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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E.ON sieht rot

Wie Phönix aus der Asche: VW macht sich fit für die Zukunft

Zeitgleich zu meinem Debüt als Finanz-Autorin im September 2015 erblickte der VW-Dieselgate-Skandal das Licht der Weltpresse. Seitdem habe ich fast wöchentlich News und Updates zu den Software-Schummeleien verfasst, die Volkswagen vor allem in den USA viel Geld, Nerven und Reputation gekostet haben. Die Suche nach Opfern, Beschuldigten und Zeugen zieht sich wie ein roter Faden durch die Skandal-Story des Autobauers und erreichte gestern mit der Vorladung von Angela Merkel im VW-Untersuchungsausschuss ihren Höhepunkt. Unsere Kanzlerin wird zum Verhör in einer Unternehmensangelegenheit geladen? Das kommt nicht oft vor und beweist, wie eng die Beziehungen zwischen dem Aushängeschild der deutschen Industrie und der Politik sind.

Zentrales Thema war gestern, wann die Regierung vom Abgasskandal Wind bekommen und welche Maßnahmen sie anschließend ergriffen hat. Frau Merkels Antwort war ebenso nachvollziehbar wie lapidar: Sie hatte von Dieselgate erstmalig am 19. September 2015 erfahren, und zwar aus den Medien, genau wie wir auch. Eine Kanzlerin ist eben auch keine allwissende Kreatur. Soweit so gut, das Verhör der 70 Zeugen und Sachverständigen ist mit der Befragung von Frau Merkel jetzt offenbar abgeschlossen, die Milliarden-Entschädigungen für US-Autohändler und Kunden sind bezahlt und VW kann sich langsam wieder auf seine Zukunft konzentrieren.

Und die beginnt im Genfer Auto-Salon, der ab heute seine Türen geöffnet hat. Für Volkswagen der ideale “Showroom”, um sich als innovativer Autobauer zu beweisen und sein “Schummel”-Image aufzupolieren. Mit dem VW-Roboter-Taxi “Sedric”, dem Vertreter-Traum “Arteon” und der Neuauflage des legendären VW Bulli ist es den Wolfsburgern tatsächlich gelungen, ein paar echte Sahneschnitten zu zaubern. Am Genfer See, dort wo jahrelang Langeweile die VW-Bühne dominierte, regiert diesmal ein echtes “Will-haben”-Gefühl. Die neuen Modelle sind “hot” statt biedern und verkörpern die Laufrichtung des Autobauers: Ab in die Zukunft.

Elektromobilität, autonomes Fahren und Digitalisierung sind die Wachstumsbereiche der Wolfsburger, die sich auch finanziell langsam aus der Krise chauffieren. Während 2015 noch ein dickes Minus von 4,1 Milliarden Euro in der Bilanz stand, fuhr das Unternehmen 2016 einen Betriebsgewinn von 7,1 Milliarden Euro ein. Und das, obwohl VW wegen Dieselgate im vergangenen Jahr 6,4 Milliarden Euro auf die hohe Kante legen musste– sonst wäre das Plus entsprechend größer ausgefallen. Alles in allem ein erstklassiger “U-Turn”, würde ich sagen.

Auch das harte Sparprogramm, das die VW-Chefetage dem Konzern verordnet hat, beginnt Früchte zu tragen. Vorstandsgehälter wurden gekürzt, Boni gestrichen, Mitarbeiter entlassen. Das sogenannte “Zukunftspaket”, mit dem Markenvorstand Diess bis 2020 rund drei Milliarden Euro einsparen will, ist zwar intern umstritten, gilt aber als essentiell, um den Konzern auf mehr Profit und Effizienz zu trimmen.

Die VW-Aktie spiegelt diesen Aufwärtstrend wider und gewann in den vergangenen zwölf Monaten 23,4 Prozent an Wert. Warum zählt Volkswagen dann nicht zu den boerse.de-Champions-Aktien? Zum Beispiel, weil sich ein „Champion“ über den Zeitraum von zehn Jahren als stabil und “krisenfest” erweisen muss. Eine Eigenschaft, die VW und der gesamten, äußerst konjunkturabhängigen Automobilbranche nicht unbedingt zuzuschreiben ist…

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

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Wie Phönix aus der Asche: VW macht sich fit für die Zukunft

Die Aktie des Tages: Adidas

Adidas gewann bereits 2016 mit einem Plus von 67 Prozent die Dax-Goldmedaille. Entsprechend hohe Erwartungen haben Anleger an die Jahreszahlen, die der Sportartikelhersteller morgen präsentieren wird. Können die drei Streifen punkten und ihre Erfolgsserie fortsetzen? Das Gros der Analysten ist optimistisch: Sie erwarten einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis dürfte um knapp 37 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigen, und auch der Gewinn sollte sich nach 720 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 995 Millionen Euro verbessern.

Zahlen sind ja ganz nett, aber Investoren sind eben auch nur Menschen und wollen Stories, die der Aktie “Phantasie” verleihen. Zu den “Hot Topics”, die Anleger morgen und beim Investorentag am 14.3.2017 besonders interessieren dürften, zählen:

Wie fit ist Adidas-Chef Kasper Rorsted?
Zumindest sein Äußeres verrät: Der Ex-Henkel-Chef, der seit Oktober 2016 die Geschäfte in Herzogenaurach leitet, ist sportlich unterwegs. Statt Schlips und Anzug trägt Rorsted lieber T-Shirt, Jeans und natürlich Sneakers. Aber auch seine Gangart ist die eines Sportlers: Der ehemalige Handballer griff gleich nach seinem Einstand als neuer Adidas-CEO richtig durch, schloss die Zentrale der hinkenden US-Tochter Reebok und will auch den Rest des Geschäfts auf Erfolg trimmen. Marge, Marge, Marge heißt sein Motto. Da haben “Looser” wie die Golf-Sparte und die “Rehbock”-Marke schlechte Karten.

Reebok
Was? Reebok gehört zu Adidas? Was viele nicht wissen: Adidas kaufte den amerikanischen Sportartikelhersteller vor rund zehn Jahren für drei Milliarden Euro. Ein teurer Klotz am Bein, der mit spärlichen Gewinnen und einem bescheidenen Image nicht an die Erfolgsstory des Mutterkonzerns anknüpfen kann. Kasper Rorsted will die Marke (zumindest vorläufig) noch behalten, gesundschrumpfen und auf Fitnesskurs trimmen. Ob Reebok irgendwann mal trendy wird, wage ich zu bezweifeln, aber auch hier gilt vielleicht: Totgeglaubte leben länger. Vor Jahren glaubte kaum jemand an ein Comeback von Puma oder der Handballermarke Hummel, die mittlerweile in den Schuhregalen “hipper” Turnschuhträger neben Nike und New Balance Platz genommen haben…

Ewige Konkurrenten
Konkurrenz: Gutes Stichwort. Nike ist der unangefochtene Platzhirsch und macht weltweit fast doppelt soviel Umsatz wie Adidas, doch der Aktie, die mit momentan rund 53 Euro weniger kostet als vor zwölf Monaten, fehlte 2016 der “Swoosh”. Sie verlor rund 15 Prozent an Wert und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Gesamtmarkt. Zwar konnte die Nike-Aktie nach ihrem Formtief 2016 in den vergangenen sechs Monaten wieder Boden gut machen, doch viele Analysten sind zuversichtlich, dass Adidas im laufenden Jahr den Abstand zum Erzfeind verringern könnte. Vor allem im Wachstumsmarkt Lifestyle-Turnschuhe, also Sportschuhe, die auch Büro- oder Dinner- tauglich sind, gewinnt Adidas Dank Celebrities wie Rapper Kanye West immer mehr Fans. Dessen Designer-Sneakers in limitierter Stückzahl sorgten für einen enormen Hype und klingelnde Kassen in Herzogenaurach.

Ob Adidas dieses Jahr noch nachlegen kann? Keine Frage, nach dem Run im vergangenen Jahr ist das Adidas-Papier zum Stückpreis von rund 160 Euro teurer als ein Paar Nike Air Max. Rorsted muss also morgen liefern und sowohl das eigene Tempo, als auch die Stimmung der Investoren hochhalten.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

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Die Aktie des Tages: Adidas

Die Aktie des Tages: Deutsche Telekom

Morgen präsentiert die Deutsche Telekom Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 und weckt bei mir Erinnerungen an meine ersten Ausflüge in die Börsenwelt. Ron Sommer, T-Aktie, Dotcom-Blase…Vor über 20 Jahren gelang es dem Schauspieler Manfred Krug mit einem legendären Werbespot dem Deutschen Volk der Sparer Appetit auf die “Volksaktie” zu machen. „Die Telekom geht an die Börse, und ich gehe mit“, versprach uns der frühere Tatort-Kommissar zur besten Sendezeit, und Millionen Börsenneulinge rochen das ganz große Geld. 1,9 Millionen Privatanleger stiegen ein, 713 Millionen Aktien wurden ausgegeben und spülten 10 Milliarden Euro in die Kassen des Unternehmens und Vater Staat.

Wie gewonnen, so zerronnen: Nach einem kurzen “Kurs-High” von 100 Euro pro T-Aktie im März 2000 platzte die Dotcom-Blase. Das Magenta-Papier kostete zeitweise nur noch acht Euro und liegt momentan mit einem Preis von rund 16,40 Euro pro Stück nur knapp über seinem Ausgabepreis von 14,57 Euro im Jahr 1996. Hätten Anleger ihr Erspartes 20 Jahre lang auf dem Girokonto deponiert, in Sojabohnen oder Goldschmuck für den / die Liebste investiert, so hätten sie damit höchstwahrscheinlich eine höhere Rendite erzielt, als mit dem Kauf der “Volksaktie”.

Der Konzern hat nicht 20 Jahre lang stillgestanden, wie die Zahlen vermuten lassen, sondern ist verzweifelt auf der Suche nach einem Wachstumsmodell. Ich besitze in Zeiten von WhatsApp, Skype und Netflix weder Festnetzanschluss, noch ein digitales TV-Abo. Internet allein reicht mir völlig. Mit dieser “Online-Only” Einstellung bin ich nicht allein. Immer mehr Konsumenten verzichten weitestgehend auf traditionelle Kommunikationsmittel, wie das Telefonnetz oder Mobilfunk, und nutzen vermehrt kostengünstige, digitale Angebote.

Ein Dilemma für die Deutsche Telekom, die zwar für die Bereitstellung der teuren Infrastruktur verantwortlich ist, die Kosten für den Ausbau immer schnellerer Netze aber nicht an ihre preissensible Kundschaft weitergeben kann. Wir machen zwar gerne Gebrauch vom schnellen 4G-Internet, bezahlen aber lieber Amazon Prime für den Download von Filmen und Musik, als das Geld der Telekom für “schnöde” Infrastrukturinvestments in die Tasche zu schieben. Folglich entwickeln sich lediglich die Datendienste der Telekom zu Umsatztreibern, während andere Geschäftsbereiche rückläufig sind oder bestenfalls stagnieren.

Um überhaupt ein Stück vom äußerst rentablen Entertainment-Kuchen abzubekommen, gehen immer mehr Telekommunikationsanbieter dazu über, Medienunternehmen zu kaufen. Diese nutzen zwar die Infrastruktur der “Telcos”, sacken aber den Großteil der Gewinne, die sie mit Content-Angeboten verdienen, alleine ein.

So schluckte der amerikanische Telekommunikations-Riese AT&T den TV-Anbieter DirecTV, die spanische Telefonica kaufte den französischen PayTV-Sender Canal+ und unsere Telekom spekuliert auf eine Hochzeit ihrer Mobilfunktochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint. Ein Megadeal, der die Bonner, die am Tropf des äußerst erfolgreichen USA-Geschäfts hängen, mit einem Schlag zum größten Konkurrenten der US-Platzhirsche AT&T und Verizon werden ließe. Wenn, ja wenn, die Fusion der beiden Mobilfunkunternehmen von den Kartellbehörden und Mr. Trump abgesegnet wird. Insider haben da so ihre Zweifel: Donald Trump gilt zwar als unternehmensfreundlich, hat sich aber in Sachen Firmenfusion noch nicht zu einem eindeutigen “Pro” oder “Kontra” bewegen lassen. Die Wettbewerbshüter dürften dagegen bei ihrem Standpunkt bleiben, wonach Amerika auch zukünftig durch vier statt nur drei landesweite Telekommunikationsunternehmen versorgt werden müsse.

Während die Geschäfte der Telekom-Tochter T-Mobile US für Spannung und gefüllte Kassen sorgen, könnte der Kursverfall der britischen Mobilfunksparte BT eine Ergebnisbelastung zur Folge haben. Nach dem Brexit verlor die Telekom-Beteiligung etwa drei Milliarden Euro an Wert. Die große Frage lautet morgen, ob das erfolgreiche US-Geschäft die Verluste in England und anderen Teilen Europas wettmachen konnte. Börsianer rechnen insgesamt mit einer erhöhten Gewinnausschüttung für Aktionäre um fünf Cent auf 60 Cent pro Aktie und einem leichten Wachstum: Der Betriebsgewinn dürfte unterm Strich um acht Prozent auf 21,5 Milliarden, der Jahresumsatz um fünf Prozent auf 72,7 Milliarden Euro gestiegen sein.

Wer im Rahmen der morgigen Bilanz-Präsentation auf neue Hinweise zur geplanten Fusion von T-Mobile US und Sprint wartet, muss sich aber wahrscheinlich noch in Geduld üben: Aufgrund der laufenden Frequenzversteigerung in den USA, die noch bis April im Gange ist, gilt für alle beteiligten Telekommunikationsanbieter absolutes Stillschweigen.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

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Die Aktie des Tages: Deutsche Telekom

Unsere Börsenwoche: Höhenangst

Nach seiner beachtlichen Klettertour vergangene Woche bekam unser heimischer Leitindex Dax zu guter Letzt Angst vor der eigenen Courage: Nachdem er am Mittwoch zeitweise die 12.000 Punkte-Markt geknackt hatte, ging es rasant zurück ins Basislager. Donnerstag und Freitag kannte der Deutsche Aktienindex nur eine Richtung: Abwärts bis auf rund 11.800 Punkte. Auf Wochensicht hat das Deutsche Leitbarometer knapp ein halbes Prozent gewonnen. Eine enttäuschende Vorstellung, die angesichts der guten Konjunkturdaten hierzulande schwer nachvollziehbar ist. Unsere Wirtschaft wächst, Steuereinnahmen sprudeln wie noch nie seit der Wiedervereinigung, die Arbeitslosigkeit ist niedrig und trotzdem will auf dem Börsenparkett keine rechte Stimmung aufkommen.

Häufig ist es ja so, dass die “good Vibes” an der Wall Street auch den europäischen Aktienkursen Flügel verleiht. Doch auch von dieser, normalerweise hochansteckenden, Euphorie ist derzeit wenig zu spüren. Obwohl der amerikanische Dow Jones Index noch immer im “Trumponomics”-Modus verkehrt und vergangene Woche sein 10. Allzeithoch in Folge markierte, will die Dynamik aus den USA nicht über den Teich schwappen. Vielleicht sind wir einfach ein zu misstrauisches Völkchen, das die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Amerika mit Argusaugen verfolgt und lieber eine abwartende Haltung einnimmt, als sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen? Wie sagen wir doch so schön: “Wer hoch fliegt, kann tief fallen”…

Ehe sich die deutschen Anleger also zu weit aus dem Fenster lehnen, flüchten sie lieber in “sichere Häfen”. Gold erlebte in den vergangenen zwei Monaten, wie so oft in scheinbar unsicheren Zeiten, eine Renaissance und gewann seit Dezember 2016 rund sieben Prozent an Wert. Das ist einerseits aufgrund der turbulenten, politischen, Großwetterlage leicht nachzuvollziehen, widerspricht aber einer alten Börsenweisheit: “Wenn die Zinsen steigen, so fällt der Goldpreis”. Tut er aber nicht. Die Fed (US-Notenbank) erhöhte den Leitzinssatz im Dezember auf 0,5-0,75 Prozent und trotzdem verteuerte sich die Feinunze allein im vergangenen Monat um vier Prozent auf jetzt rund 1.256 US-Dollar. Es könnte also durchaus sein, dass der Goldpreis momentan seinen eigenen Gesetzen folgt und die Theorie, wonach Investoren von Gold und Aktien auf Festgeld “umsatteln”, sobald die Zinsen steigen, nicht mehr aufgeht.

Umso spannender könnte der “Beige Book”-Termin der US-Notenbank am Mittwoch werden. Die Finanzwelt spekuliert darauf, ob der achtmal pro Jahr erscheinenden Konjunkturbericht Hinweise auf eine erneute Zinsanhebung Mitte März liefern könnte. Die Fed hat für 2017 zwei Zinsschritte in Aussicht gestellt. Die Frage ist nur, ob die Aktienmärkte und das konjunkturelle und politische Umfeld in den USA robust genug sind, um einen Zinserhöhung in den kommenden Wochen zu “verdauen”.

Impulse von Unternehmensseite gibt es in den kommenden Tagen nur wenige. Die Bilanzsaison neigt sich dem Ende zu und lediglich ein paar Nachzügler präsentieren noch Geschäftszahlen. Beispielsweise:

Dienstag: Salzgitter, Hochtief, ElringKlinger, RIB Software
Mittwoch: Zalando, Rheinmetall, Ahold, Klöckner & Co., Best Buy
Donnerstag: Anheuser-Bush, Evonik, Deutsche Telekom, Continental, Autodesk, Abercrombie & Fitch

Liebe Leserinnen und Leser, lassen Sie sich von der aktuell recht turbulenten Lage auf den Finanzmärkten nicht aus der Ruhe bringen. Wie die Vergangenheit beweist, sind Dow und Dax äußerst robuste Gesellen, die sich von einem leichten “Schnupfen” schnell wieder erholen. Langfristig sind Aktien als Mittel für den Vermögensaufbau unentbehrlich und zudem risikoärmer, als manche vermuten. Eine durchschnittliche Rendite von 9 Prozent pro Jahr, wie sie Dax und Dow Jones erwirtschaften, beweist, dass Aktien alles andere als “spekulativ” sind. Wie immer kommt es auch hier auf die richtige Mischung an. Für den boerse.de-Champions-Defensiv-Index(BCDI) wurden  zehn besonders defensive Titel herausgefiltert, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Dadurch besteht für den BCDI eine langfristige Gewinnperspektive von 10+x%. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und werfen Sie einen Blick auf den boerse.de-Champions-Defensiv-Index, mit dem auch Sie beruhigt in die neue Woche starten können.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

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Unsere Börsenwoche: Höhenangst