Die Bringer der Woche: Großes Kino

maxresdefaultLadies und Gents, das wird die Woche der ganz großen Auftritte. Am liebsten würde ich einen roten Teppich auf dem Frankfurter Parkett ausrollen und die Stars der Woche persönlich beklatschen. Klangvolle Deutsche Namen wie BMW, Siemens, Lufthansa und Infineon, aber auch Hollywood-Legenden wie Tesla, Activision Blizzard, oder Time Warner lassen uns diese Woche gebannt auf den Schirm unseres smarten Phones starren.

“Quartalszahlen” heißt der Blockbuster, der in den kommenden Tagen für volle Kassen und verdammt spannende Kurs-Action sorgen könnte. Die sogenannte Bilanzsaison lief erst in den USA und erobert jetzt auch die deutschen Börsensäle. Wenn die Performance eines Unternehmens im letzten Quartal die Erwartungen der verwöhnten Zuschauer erfüllen, oder sogar übertreffen kann, so kommt es oft zu einer Art Börsen-Flashmob mit steigenden Kursen. Wie beispielsweise letzte Woche, als Underdog Deutsche Bank plötzlich und total überraschend Gewinne aus dem Ärmel schüttelte. Das ist der Stoff, aus dem die Trader-Träume sind und der die Zuschauerherzen höher schlagen lässt. Die Fans feierten das Geldhaus am Donnerstag mit einem Plus von über 5 Prozent. Showtime, Baby! Dass die Deutsche Bank-Aktie am Freitag um dieselbe Prozentzahl in die Miesen rutschte, wollen wir dann mal ganz schnell verdrängen…

Zur emotionalen Einstimmung auf diese schwer spannende Woche stelle ich euch schon mal zwei meiner absoluten Favoriten vor. Vorhang auf und einen fetten Applaus bitte für: BMW und Infineon. Wie? Beide aus München? Na so ein Zufall! Natürlich schreibe ich als Wahl-Bayer gerne über einheimische Erfolgsgeschichten, aber seid doch mal ehrlich- sind der weißblaue Autobauer und der Chipfabrikant keine filmreife Erfolgsstory? Beide laden am Dienstag zur Bilanz-Party und ihr bekommt schon heute ein VIP-Update zur Unternehmensentwicklung.

BMW feierte erst kürzlich seinen 100. Geburtstag und gleichzeitig seinen besten Absatz, den höchsten Umsatz und den höchsten Gewinn in seiner Erfolgsgeschichte. Doch das Drama kennt eine bittere Wendung: kurz nach dem Höhepunkt verlor BMW die Weltherrschaft in der Premium-League an seinen Erzrivalen Daimler. Das drückt bei den Zuschauern kräftig auf die Tränendrüse und auch der BMW- Aktienkurs könnte von diesem herben Rückschlag trotz beglückender Zahlen nicht ungerührt bleiben.

Infineon’s extra knusprige Chipsprodukte verkaufen sich immer noch wie Popcorn an der Kinokasse. Zu den größten Fans der Halbleiter-Produkte zählen allerdings nicht mehr die Smartphone-Hersteller, die unter einem leichten Absatz-Schwund leiden, sondern die Automobilindustrie. Bei den hippen, selbstfahrenden, mitdenkenden und elektrifizierten Schlitten dieser Tage sind tonnenweise kluge Computerchips im Einsatz. Ein Giga-Wachstumsmarkt für Infineon und die große Hoffnung aller Analysten und Aktionäre.

Neben ausreichend Bespaßung von Seiten der Unternehmen gibts diese Woche auch noch einen Feiertags-Bonus. Während die Börsianer am Donnerstag in Deutschland wie gewohnt den Schlips anlegen, dürfen viele von uns entspannt chillen und genüsslich über ihr Smartphone swipen. Börse offen, wir frei, so muss das sein.

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Die Bringer der Woche: Großes Kino

Infineon: Gut gerüstet unterwegs

infiIch bin mir sicher, dass fast jeder von euch ein Stückchen Infineon besitzt. Damit meine ich keine Firmenanteile (die dürft ihr aber gerne gleich traden), sondern kleine Hardwareschnipsel, genannt “Halbleiter”, die in keinem Smartphone oder halbwegs hippen Auto fehlen dürfen. Diese Mikro-Computerchips, die ein bisschen so aussehen wie Pringles auf Speed, werden beispielsweise in Einpark-Assistenten, Airbags oder in Speicherkarten verbaut.

Einer der weltweit wichtigsten Hersteller dieser Allzweckwaffen ist der deutsche Konzern Infineon, der morgen vor Börsenstart seine Quartalszahlen präsentieren wird. Wie ihr euch schon denken könnt, haben die Experten hohe Erwartungen an ein Unternehmen, dessen Produkte für Zukunftstrends wie Connected Cars, intelligente Haushaltsgeräte und natürlich Smartphones eingesetzt werden. Doch es gibt auch Analysten, die genau darin ein Problem sehen. Denn niemand kann vorhersagen, ob beispielsweise die “vollautomatische Fahrerüberwachung” im Auto tatsächlich ein Verkaufsschlager wird.

Dabei filmt eine Kamera den Fahrer und erkennt, wenn sich die Augenlider schließen oder der Kopf nach vorne fällt. In zwei bis drei Jahren soll die neue Technik von Infineon in Serie gehen und für weniger Suffkopf-Unfälle im Straßenverkehr sorgen. Und was passiert dann beim Knutschen auf dem Fahrersitz? Geht der Alarm los? Knallt uns der Airbag um die Ohren? Macht unser Connected Car ne Vollbremsung? Oder dürfen wir uns einfach über romantisches Filmmaterial freuen, das die Autokamera für uns dreht?

Aber gut, zurück zur Sache. Mehr Sorgen als die Knutsch-Problematik bereitet den Analysten, dass im Falle einer weltweiten Wirtschaftskrise Konsumenten vor allem beim Kauf von teuren Elektro-Gadgets und Autos sparen würden. Dann hätte Infineon als Wachstumsbranchen-Liebling natürlich ein Problem.

Doch wir wollen nicht gleich den Teufel an die Wand malen, denn im letzten Jahr zählte Infineon zu unseren absoluten DAX-Lieblingen und der Konzern scheint auch in den letzten drei Monaten aufs richtige Pferd gesetzt zu haben. Die Münchener sind aufgrund ihres starken Automobil-Chip-Geschäftes weniger abhängig von Smartphone-Herstellern, wie beispielsweise Apple geworden, die Chip-Produzenten aufgrund der schleppenden iPhone-Verkaufszahlen wenig Freude bereiten. Laut Infineon stecken in heutigen Autos Halbleiter für rund 340 Dollar. Bei den Elektroautos der Zukunft soll es mehr als doppelt so viel sein. Entsprechend gut sind die langfristigen Perspektiven von Infineon.

Konkurrenten wie ASML oder Xinlinx präsentierten bereits in den letzten Wochen glänzende Zahlen. Was meint ihr? Gibt der Halbleiter-Konzern Infineon morgen Vollgas?

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Infineon: Gut gerüstet unterwegs

Kommt der DAX in Stimmung?

the-wolf-of-wall-streetPuh, der Schreckensmonat Januar mit einem Verlust der DAX-Unternehmen von insgesamt 8,8 Prozent, ist endlich vorbei. In den letzten 4 Wochen hatte ich aufgrund des ständigen Aktien Auf-und Ab’s mehr Adrenalin im Blut, als ein Slackliner überm Grand Canyon. Ging’s euch auch so? Und immer nur auf “Short”, also den Kursverlust einer Aktie, zu spekulieren frustriert auf Dauer doch auch. Oder? Ich jedenfalls will wieder Gewinner sehen! So wie unsere Handball-Jungs. EM-Sieger! Über 8,8 Millionen Fernsehzuschauer feierten gestern das deutsche Handballteam, das quotentechnisch sogar das Finale des Dschungelcamps in den Schatten stellte.

Ob die Börse in dieser Woche auch wieder punkten kann? Letzten Freitag sah die DAX-Welt schon Frühlings-Grün aus. Die Kurse unserer Deutschland 30 steckten die Köpfchen aus der Erde und die Börsianer zwitscherten es von den Dächern: juhuuu, der Ölpreis steigt! Und damit gewann auch der DAX ein paar Prozent zurück. Viele von euch werden sich jetzt wundern: was zum **** hat ein steigender Ölpreis mit den Aktienkursen zu tun? Sollten die nicht eher fallen, wenn die Rohstoff-Preise steigen? Eigentlich schon, doch 2016 herrscht verkehrte Welt. Der Ölpreis stellt einen Tiefen-Rekord nach dem anderen auf und reißt die Aktienkurse weltweit gleich mit in den Keller.

Das liegt daran, dass ein dauerhaft niedriger Ölpreis auf eine weltweit schlappe Konjunktur deuten könnte. Denn eine geringe Öl-Nachfrage kommt nur zustande, wenn aus den Fabrikschloten wenig Rauch aufsteigt- also wenig produziert wird. So zum Beispiel in China, dessen Wirtschaft sich derzeit nur im Schneckentempo entwickelt. Unter einer Industrie-Flaute würden dann die betroffenen Unternehmen in Fernost, aber auch alle Zulieferer, die ins China-Business verstrickt sind, leiden. Wie zum Beispiel die deutsche Automobilindustrie. Oder Hersteller von Smartphone-Chips wie Infineon.

Das Münchener Unternehmen präsentiert übrigens am Dienstag seine Quartalszahlen, gefolgt von Daimler am Donnerstag. Während die sogenannte “Berichtsaison”, also die Wochen des Jahres, in denen börsennotierte Unternehmen erzählen, wie die Geschäfte so laufen, hier erst anfängt, sind die Amerikaner schon voll im Zahlenrausch. Börsen-Superstars wie beispielsweise Alphabet (Google), Yahoo oder Vodafone ziehen alle diese Woche Bilanz und werden garantiert für Hochspannung auf dem Parkett sorgen.

Legt ein Unternehmen enttäuschende Zahlen vor, so kann das zum kompletten Kurs-Kollaps führen. Das gleiche kann übrigens passieren, wenn der Kandidat die Erwartungen der Analysten “nur” erfüllt, aber nicht übertrifft. Präsentiert eine Firma dagegen Ergebnisse, bei denen die Börsengurus Purzelbäume schlagen, zischt auch meisten der Aktienkurs in Richtung Wolke 7.

Langweilen werden wir uns diese Woche jedenfalls bestimmt nicht. Hoffen wir mal, dass die “fünfte Jahreszeit” auch für fröhliche Vibes auf dem Parkett sorgen wird! Ich sag nur: rein ins Hasen-Kostüm und Happy Trading!

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Kommt der DAX in Stimmung?

Die DAX-Knaller 2015

Herz_Feuerwerk_HeiratsantragAlle Jahre wieder: rund um den Jahreswechsel kommen die unvermeidlichen, unsäglichen und viel geliebten Hitlisten. Die Discoknaller der 80er, die Dance-Classics der 90er, die tränen sichersten Liebesfilme und- die Börsen-Charts. Bevor auch wir mit unserer 2015- Hitparade loslegen noch ein paar Hinweise:

Heute bleibt die Deutsche Börse geschlossen, doch ihr könnt trotzdem traden bis der Daumen brennt. Aber Achtung: don’t drink and trade! Ab dem ersten Glas Schaumwein verabschiedet ihr eure Trade-Pfeile besser ins neue Jahr…

Hier eine Übersicht mit den wichtigsten Aktien-Deadlines für alle Limonadentrinker:

* Deutsche und schwedische Aktien können heute nicht gehandelt werden
* UK Aktien schließen um 13:30 Uhr
* Holländische und französische Aktien machen um 13:55 Uhr dicht
* Holländische und Belgische Indizes verabschieden sich um 13:55 Uhr
* Und Spanien? Hält bis 14:00 Uhr durch!
* Auf der amerikanischen Wall Street gehen wie gewohnt um 21:59 Uhr die Lichter aus

Und für diejenigen unter euch, die nach 22:00 Uhr auf der langweiligsten Party der Stadt abhängen, hier noch die Stimmungskanonen unter den Trades:

Die Deutschland 30, alle Währungen und Rohstoffe bleiben bis 23:00 Uhr geöffnet! Danach müsst ihr dann aber echt in die Pötte kommen und euer Smartphone gegen ein Glas Hugo oder was auch immer eintauschen.

Tatatata… und da sind sie dann: die Top 3 aus der DAX-Hitliste 2015!

Platz 1 (Plus 56 Prozent): Adidas
Nach einem tiefen Sturz 2014 feierte die Aktie in diesem Jahr ein Mega-Comeback. Vorstandschef Herbert Hainer jubelt und will 2016 “Ungebremstes Wachstum” sehen.

Platz 2 (Plus 52,8 Prozent): Fresenius
Der Gesundheitskonzern profitiert von der immer älter werdenden Gesellschaft und macht gesunde Geschäfte mit Infusions-Produkten.

Platz 3 (Plus 52,7 Prozent): Infineon
Der Chiphersteller trotzte dem schwächelnden Auto-Markt und vertickte seine Halbleiter-Technik mit großem Erfolg an Smartphone-Hersteller.

Na, wenn die drei DAX-Helden keinen Applaus wert sind! Wir verbeugen uns und freuen uns schon auf spannende Trades 2016. Mögen die Kursgewinne mit euch sein!

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Die DAX-Knaller 2015

Geht da noch was beim DAX?

2925718Guten Weihnachts-Morgen, liebe BUXers! Na, liegt ihr auch noch so wie ich gemütlich an euer Smartphone gekuschelt im Bett? Eigentlich habe ich heute einen vollen ToDo-Zettel, muss die letzten zwei Geschenke einpacken und noch frische Himbeeren und Trüffelkäse scoren. Aber gut, der Countdown bis zur Bescherung zählt noch knappe 8 Stunden.. kriegen wir schon hin, oder?

Auch die Finanz-Familie feiert heute das Fest der Liebe statt des Geldes und die Deutsche Börse bleibt dicht. Solltet ihr zu den Hardcore-Fans unserer Deutschland 30 (DAX) zählen, dann habe ich einen ganz heißen Tipp für euch: hier bei BUX könnt ihr heute noch bis 19:30 Uhr mit dem Deutschland 30 -Päckchen “rauf oder runter” spielen. Einzel-Aktie, wie beispielsweise VW oder Lufthansa, gibt’s dagegen erst wieder nach den Feiertagen zu traden.

Unsere Deutschland 30 haben gestern in letzter Minute gezeigt, was in ihnen steckt. Seit Wochen warten wir auf die Weihnachtsrally, dem Jahres-Endspurt der Aktien, und plötzlich gibt unser Index Gas: der DAX stieg um fette 2,28 Prozent. Einige Experten rechnen sogar damit, dass der gestrige Kaufrausch nur ein Aufwärmrunde für die Handelswoche nach Weihnachten war, in der noch mehr Kursgewinne locken könnten. Ich vertraue ehrlich gesagt noch eher der Botschaft beim Silvester-Bleigießen als den Meinungen der Finanz-Gurus, aber gut, vielleicht behalten sie recht.

2015 war DAX-technisch gesehen ohnehin schon gar nicht so übel. Seit Jahresbeginn konnten die Deutschland 30 trotz einiger Auf- und Ab’s knapp 9 Prozent zulegen. Für die Hitlisten-Fans unter euch habe ich hier nochmal die Top 3 Gewinner und Verlierer des Jahres zusammengestellt:

Top 1: Adidas mit + 55 Prozent
Top 2: Infineon mit + 52 Prozent
Top 3: Fresenius mit + 48 Prozent

Oh du Fröhliche, wenn ihr eine dieser Überflieger auf eurer Trade-Liste hattet!

Die größten Verlierer im DAX (wein!) waren dagegen:

Flop 1: RWE mit – 53 Prozent
Flop 2: Eon mit – 38 Prozent
Flop 3: VW mit – 28 Prozent

Und jetzt raus aus den Federn! Denkt ihr, dass die Deutschland 30 noch eine Kurs-Überraschung im Sack haben, oder nicht?

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Geht da noch was beim DAX?

Ja, ist denn schon Weihnachten?

geldO du fröhliche! Endlich ist es soweit: die Vorweihnachtszeit hat offiziell begonnen! Glühwein, Bockwurst, kitschige Fensterbilder, beleuchtete Weihnachtsmänner auf den Balkonen, Marzipankartoffeln und Weihnachtssterne. Irgendwie schon schön, die Adventszeit. Während wir mehr oder weniger begeistert das große Fest vorbereiten, wird an der Börse wie immer fleißig gehandelt.

Letzte Woche feierten die Amis Thanksgiving gefolgt vom “Black Friday”, dem größten Shoppingevent des Landes und Festtag für alle Schnäppchenjäger. Der große Run auf den Einzelhandel blieb dieses Jahr jedoch aus und auch die Wall Street zeigte sich vorweihnachtlich ruhig. Der Dow Jones trat am Freitag auf der Stelle und steckte unsere Deutschland 30 gleich mit an. So begab sich der DAX mit einem leichten Minus ins Wochenende. Nach einer Top-Woche mit einem Plus von insgesamt 1,6 Prozent gönnen wir ihm die kleine Verschnaufpause, oder?

Zu den großen Gewinnern zählte eindeutig Infineon. Die Münchner überraschten letzten Donnerstag selbst einige Analysten mit Top-Geschäftszahlen. Damit eroberten sie mit einem Plus von rund 12 Prozent nicht nur die Spitzenposition im DAX, sondern erreichten auch den höchsten Stand seit 2007.

Diese Woche erwartet uns das erste Türchen unseres Adventskalenders und am Donnerstag steht – leicht verfrüht- Nikolaus Mario (Draghi), von der EZB vor der Tür. Die Anleger warten voll Vorfreude auf seinen gut gefüllte Sack mit Geldgeschenken und hoffen, dass die Europäische Zentralbank auch weiterhin frisches Geld in die Märkte pumpt.

Im Idealfall kommt das Zentralbankgeld über die Banken, denen die EZB Wertpapiere abkauft, in Form von Krediten bei Unternehmen und Verbrauchern an. Diese Maßnahme soll das Wachstum und die Konsumlaune in Europa anschieben. Werden die Milliarden allerdings teils in Aktienkäufe investiert, freut sich die Börse (und wir BUXers) doch Mario Draghi hat sein Ziel dann verfehlt.

Auf jeden Fall wird uns diese Woche nicht langweilig, liebe BUXers… Traut ihr den DAX-Veteranen VW oder Infineon noch weiter Kurssprünge zu? Bringen uns die Notenbänker die ganz großen Kurs-Weihnachtsgeschenke?

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Ja, ist denn schon Weihnachten?

Infineon: Übernahmehunger in der Halbleiterbranche

infineonDas Motto der Halbleiter-Branche lautet derzeit: Fressen oder gefressen werden. Viel billiges Geld, das Dank der amerikanischen Nullzins-Politik die Märkte überflutet, sorgt für Übernahmehunger und Lust auf Chips! Ob Computer-Chips, Sicherheits-Chips, Energieeffizienz-Chips oder Automobil-Chips: Hersteller von Halbleiter-Produkten wie beispielsweise Infineon sind gefragte Leckerbissen unter den Übernahmekandidaten.

Dabei geht es nicht mehr einzig und allein um strategisch sinnvolle Investments, sondern vor allem darum, das Objekt der Begierde der Konkurrenz wegzuschnappen. Wachsen um jeden Preis lautet die Devise. Das Übernahmefieber unter dem melodischen Fachbegriff “Konsolidierung” macht schon seit einiger Zeit die Runde und infizierte unter anderem Dialog (schluckte Atmel), On Semi (schnappte Fairchild Infineon vor der Nase weg) oder Intel (kaufte Altera).

Ein weiterer Grund für das große Fressen sind die Wachstumsgrenzen, an die die Halbleiterbranche stößt. Computerchips für neue PC’s waren noch vor wenigen Jahren ein gigantischer Markt. Doch da beispielsweise Windows 10 auch auf älteren Rechnern läuft, schrumpft die Nachfrage nach neuen PC’s. Intel & Co. sind deshalb auf der Suche nach Herstellern von Halbleiter-Nischenprodukten, die sie sich “einverleiben” um überhaupt noch wachsen zu können.

Für einen vollen Magen könnte beispielsweise Infineon sorgen. Unsere Münchener Chip-Spezialisten haben den Trend zur Marktlücke erkannt und sind in zahlreichen Zukunftsmärkten vorn dabei. Die Bayern liefern beispielsweise Halbleiter für Elektroautos, entwickeln Radarsysteme für selbstfahrende Autos und bauen Chips für die Strombranche.

Die Infineon Aktie landete gestern mit Minus 4,56 Prozent auf dem unrühmlichen letzten Platz der DAX-Liste. Anleger fürchten, dass der schwache Absatz auf dem chinesischen Automobilmarkt seine Spuren in der Bilanz hinterlassen könnte. Automobilhersteller füllen aufgrund der sinkenden Verkaufszahlen in China nur zögerlich ihre Chips-Vorräte. Die Automobilindustrie ist zwar das wichtigste Standbein der Münchener, doch eventuelle Verluste könnten durch Gewinne aus dem boomenden Smartphone-Geschäft kompensiert werden.

Die meisten Analysten rechnen damit, dass Infineon morgen vor Börsenstart solide Zahlen präsentieren wird: 2015/16 könnte der Umsatz des Unternehmens um rund 10 Prozent auf dann 6,4 Milliarden Euro klettern.

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Infineon: Übernahmehunger in der Halbleiterbranche