Inditex: Kann der Börsen- und Frauenliebling morgen liefern?

audience-1840941_960_720Ein objektiver Artikel über Inditex. Keine leichte Aufgabe für eine AutorIn! Während meiner Recherche befinde mich nämlich in einem permanenten Gewissenskonflikt zwischen “200 Euro auf zara.com vershoppen”, oder “200 Euro in Inditex-Aktien investieren”. Das spanische Modeimperium, das mit Marken wie Massimo Dutti, Bershka und Zara die Herzen der Damenwelt und Aktionäre gleichermaßen höher schlagen lässt, präsentiert morgen Zahlen der vergangenen drei Monate und wir wollen wissen: wie laufen die Geschäfte des boerse.de-Top-Defensiv-Champions Inditex?

Kleine Preise, große Gewinne

Eine Strategie, mit der “Industria de Diseño Textil S.A.” zum größten Textilhersteller der Welt geworden ist. Der spanische “Fast-Fashion”-Konzern weiß, was Frauen wollen und liefert gut kopierte Laufstegmode frisch von der Fashionshow direkt auf den Ladentisch. Zu einem Bruchteil des Preises, den die echten Designerstücke kosten, versteht sich. Endlich können modebewusste Kundinnen und Kunden die “Looks”, die in den aktuellen Mode- und Lifestylezeitschriften zu sehen sind, sofort zu erschwinglichen Preisen nachkaufen. Eine Versuchung, der auch ich oft nicht widerstehen kann…

Mit diesem Konzept ist der Spanier Amancio Ortega zur Unternehmerlegende, zum reichsten Mann Europas und viert reichstem Mann der Welt geworden. Sein Imperium umfasst derzeit acht Marken, zählt weltweit fast 7300 Boutiquen und ist in 93 Märkten vertreten. Eine unglaubliche Präsenz, die den schwedischen Konkurrenten H&M mit “nur” 4400 Geschäften in 66 Ländern wie ein Mauerblümchen aussehen lässt.

Auch in puncto Gewinn hat Inditex den Rivalen Hennes & Mauritz im vergangenen Jahr vom Fashion-Thron gestoßen: 3,16 Milliarden Euro Gewinn bleiben bei den Spaniern im Geschäftsjahr 2016/17 bis Ende Januar in der Kasse. H&M hatte im Jahr 2016 „nur“ zwei Milliarden Euro Gewinne gemacht.

Ein Mode-Märchen mit Happyend?

Die Inditex-Erfolgsgeschichte hat ihren Höhepunkt vermutlich noch lange nicht erreicht. Viele Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen in Q1 ein Wachstum von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal erzielte und mit 650 Millionen Euro deutlich mehr verdiente als im Vergleichszeitraum 2016 (540 Millionen Euro). Eine Entwicklung, die auch die Anleger des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) freut, die direkt vom Kursgewinn der Inditex-Aktie von über 11 Prozent seit Jahresbeginn profitieren.

Meine Kollegen haben Inditex aber nicht aufgrund ihres ausgeprägten Modeinteresses in die Elite-Familie der zehn BCDI-Aktien gewählt, sondern weil die Aktie des spanischen Fashion-Imperiums hohe Kursgewinne und überdurchschnittliche Dividendenrendite bei gleichzeitig geringen Kursschwankungen aufweist. Qualitätsmerkmale, die nur echte Champions-Aktien auszeichnen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

boerse.de

 

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Inditex: Kann der Börsen- und Frauenliebling morgen liefern?

Hat H&M den Trend verpennt?

d2c4991df2c5f923cda74ea1383214bdZerwühlte Tische, schwitzende Kunden, die sich auf der Suche nach der letzten, gefütterten Bomberjacke in Größe M gegenseitig die Ellenbogen in die Rippen rammen. Das ist der Stoff, aus dem die Träume von H&M- Boss Karl-Johan Persson gestrickt sind.

Trockene Träume, denn vom einstigen Glanz des schwedischen Fashion-Imperiums ist wenig geblieben. Hennes veröffentlicht Dienstag vor Börsenstart seine Jahreszahlen und Insider ahnen nichts Gutes. In den letzten 12 Monaten gelang es Hasi & Mausi nur einmal, seine Vorjahreszahlen zu toppen- das Wachstum des einstigen Fast-Fashion-Pioniers stagniert und könnte morgen für lange Anleger-Gesichter sorgen.

Wie kommts? Hier sind die Fakten:

Blame it on the weatherman

Ausreden! Darin ist H&M ne ganz große Nummer. Okay, okay, die Entschuldigung mit dem “zu kalten Sommer”, in dem weniger Bikinis als sonst verkauft wurden, lasse ich gerne einmal gelten. Aber nicht jahrelang. Im November 2015 das „milde Wetter in Nordamerika und vielen Ländern in Europa“, im April 2016 der „kalte Frühling bis in den April“ und im September war ein „nicht der Jahreszeit entsprechendes warmes Wetter“ schuld.

Wollen uns die Schweden echt weiß machen, dass sie auf fünf Kontinenten mit dem gleichen, verflixten Klima zu kämpfen haben? Dass der Sommer in Australien viel zu kalt und der Winter in Ägypten zu kurz war? Darauf fallen wir nicht rein und schon gar nicht, wenn die Konkurrenz den Faktor “Wetter” ganz gut im Griff hat.

Schneller, hipper, billiger

Wettbewerb. Guter Punkt. Während die Anwesenheit einer H&M – Filiale in den 90er Jahren noch über den Coolness-Faktor einer Stadt entschied, drängen heute hippe Billigketten wie Zara, Primark und Forever 21 ins Zentrum. Die Fashion-Lieblinge 2017 produzieren billiger und schneller als die Schweden und geben uns (Frauen) das, was H&M nicht mehr drauf hat: Den ultimativen Shopping-Kick.

World Wide Web

Ein Trend, den Hennes eindeutig verschlafen hat. Anstatt mich durch die Münchener Innenstadt zu boxen, klicke ich mir meinen Shoppingbag lieber auf der Couch zusammen – stressfreier und oft auch günstiger als ein Trip in die City, der mich neben Parkgebühren auch noch einen Besuch bei meinem Lieblings-Sushidealer kostet. H&M hat sich viel zu lange darauf konzentriert, neue Filialen aus dem Boden zu stampfen und Trends wie “Lieferung am nächsten Tag” oder “Click & Collect” verpennt.

Die Aktie sorgt für ebenso wenig Besitzerstolz wie die 3- für- 2 Lieblingssocken. Innerhalb der letzten drei Jahre verlor das Ding 20 Prozent an Wert und wir fragen uns: Ist H&M reif für den Ramschtisch? Happy Trading!

Hat H&M den Trend verpennt?

Die Bringer der Woche: Endlich!

the-chick-is-finally-freeHeute ist Montag der 13.. Kein schlechtes Omen, oh nein! Diese Woche können wir endlich anstoßen- auf die lang erwartete Fußball EM und ähm… auf den Zinsentscheid der US-Notenbank. Was für ein Burner! Am Mittwoch, zur besten Tagesschau-Zeit und kurz vor dem Spiel Frankreich gegen Albanien, betritt US-Notenbankchefin Janet Yellen das Podium, um zu verkünden, ob und um wie viel Prozentpünktchen der US-Zinssatz erhöht wird. Diesmal gibts kein “vielleicht” oder “wahrscheinlich”. Diesmal ist Klartext angesagt!

Da das Deutschland-Spiel erst am Donnerstag stattfindet, könnten wir am Mittwoch also durchaus Janet als Angrill- Alibi nehmen, oder? Okay, okay, vielleicht ein wenig übertriebene Aktion, aber die Profi-Börsianer warten echt schon seit Wochen auf dieses Happening, das die Aktienkurse in den kommenden Tagen vollkommen hypnotisieren könnte.

Während eine (relativ unwahrscheinliche) Zinserhöhung für Banken-Aktien echt der Knaller wäre, würden die Kurse der meisten anderen Unternehmen zumindest übergangsweise leiden. Banken freuen sich natürlich, wenn sie endlich wieder Kredite gegen würdige Zinsen verticken dürfen, andere Unternehmens-Aktien verlieren dagegen an Sexappeal, da Sparbuch & Co. dann wieder mehr Rendite abwerfen. Ihr seht schon, zwiespältige Sache, der Zinsentscheid! Letzten Endes müsst ihr entscheiden, ob ihr eure Trades vor Mittwochabend versilbert, oder das (geringe) Risiko eines Kursgewitters nach Janet’s Auftritt in Kauf nehmt.

Und dann wollen wir natürlich noch wissen, welche Unternehmen diese Woche im Rampenlicht stehen. Heiße Kandidaten für den roten Teppich sind Apple, die heute Abend zur Entwicklerkonferenz einladen und die beiden Textil-Multis H&M und Inditex (Zara), die sich beide den Mittwoch für ihre Quartalszahlen-Präsentation auserkoren haben. Mit ein bisschen Glück darf ich euch an diesem Tag ausführlich von den In’s und Out’s der Modebranche berichten, doch soviel schon mal vorweg: Die beiden Runway-Konkurrenten liefern sich schon seit Jahren ein spannendes Rennen um die Fashion-Krone, wobei Zara-Mutter Inditex die unangefochtene Nummer eins ist und wohl auch bleibt. H&M hatte nach eigenen Angaben unter dem wechselhaften Frühling und der ebenso launischen Kundschaft zu leiden und enttäuschte die Analysten bereits im April mit flauen Umsätzen. Ganz im Gegensatz zum Zara-Konzern Inditex, der von Tochter-Marken wie Massimo Dutti und Bershka profitiert und weiterhin kräftig auf Expansionskurs setzt.

So, ihr BUXers. Ich gebe zu- ich bin total verkatert und muss jetzt unbedingt noch eine Runde nachschlafen. Ab 09.03 Uhr bin ich wieder am Start für ein paar fitte Trades. Ihr auch?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-endlich/

Die Bringer der Woche: Endlich!

Ist H&M auf Schrumpfkurs?

hmErstmal: alle aufstehen bitte, Feuerzeuge in die Luft und einen dicken, fetten Applaus für unseren DAX! Er hat heute erstmals seit ich weiß nicht wann wieder die 10.000 Punkte-Marke geknackt!

Einen perfektereren Start in die neue Woche gibts gar nicht, oder?

Ich schreibe heute nicht schon wieder über VW, sondern schnappe mir ein echtes Frauenthema: Hennes & Mauritz. Sorry Jungs, aber ab und zu muss sich eure Autorin auch mal selbstverwirklichen. Nur soviel: Gestern wurde bekannt, dass ein Ex-VW Mitarbeiter den Konzern beschuldigt, möglicherweise Beweismaterial rund um den Abgasskandal vernichtet zu haben. So wurden nach Bekanntwerden der Diesel-Schummeleien in den USA Daten gelöscht, obwohl das US-Justizministerium befohlen hatte, alle routinemäßigen Datenlöschungen zu stoppen. Angeblich musste die IT-Abteilung Speicherplatz frei zu machen. Jaja, noch nie was von Cloud Servern gehört?? So wirds natürlich noch schwieriger, den Schummelfingern etwas nachzuweisen..

Aber jetzt zu unseren Saubermännern von H&M, die uns morgen einen Blick auf ihre Umsatzzahlen werfen lassen. Eigentlich bin ich ja ein bekennender Online-Shopaholic und hasse Einkaufsbummel in der City, aber letzte Woche war ich dann doch mal in Downtown München. Dort waren deutlich mehr Damen mit ökobrauner Zara-Tüte als mit weißem H&M Tütchen unterwegs und siehe da: ein Blick auf die Zahlen bestätigt, dass Hasi & Mausi schwer unter der spanischen Konkurrenz von Indidex (Zara, Massimo Dutti, Bershka..) zu leiden hat. Wie Zara vor einer Woche bekanntgab, ist die Frühjahrskollektion ein echter Kassenknaller. Trotz Tiefkühl-Temperaturen greifen wir massal zum transparenten Blumenkleid. Weiße Leggings drunter, Uggs dazu, passt schon! Mitte März gehen einem der Ganzkörperschlafsack, Handschuhe & Co. ja langsam auch aufn Zeiger, oder?

Während Inditex in den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres 15 Prozent mehr Umsatz einfuhr, blieb H&M auf seiner Winterkollektion sitzen und schaffte deshalb im Januar im Vergleich zum Vorjahr nur ein Plus von 7 Prozent. Wie die ganze Branche hat auch H&M unter Online-Shoppern wie mir zu leiden, die die teuren Shoppingpaläste in den Innenstädten langsam aussterben lassen. Zara konzentriert sich dennoch auf Neueröffnungen, allerdings nur in 1a Lagen. Das Rennen gegen die spanische Traumfabrik Inditex haben die Schweden in den letzten Jahren haushoch verloren. Die Börsenbewertung von Inditex ist etwa doppelt so hoch wie die von H&M und der schuldenfreie, spanische Textilriese gilt als wertvollstes Unternehmen des Landes.

Ein großer Vorteil von Inditex gegenüber H&M sind die niedrigen Produktionskosten und die Catwalk Copy / Paste-Strategie der Spanier. Während Hennes in Asien schneidern lässt, produziert Zara überwiegend in Europa. Das sorgt für kürzere Produktionszeiten, mehr “High Fashion” in den Shops und günstigere Kosten. H&M leidet am starken Dollar, der die Produktionskosten von Shirts Made in Vietnam ordentlich in die Höhe treibt. Geschieht ihnen ganz recht finde ich. Hätten sie ein paar moralisch vertretbare Fabriken in Europa eröffnet, säßen die Schweden jetzt nicht in der Dollar-Falle.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/ist-hm-auf-schrumpfkurs/

Ist H&M auf Schrumpfkurs?