Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Börse lässt sich zur Zeit nicht lumpen. Nach anfänglichen Verlusten zu Beginn vergangener Woche fegten die Trader alle Zweifel an Trumps möglicherweise zu “phänomenalen”, wirtschaftspolitischen Plänen beiseite und gingen auf Einkaufstour. Mit reicher Beute: Sowohl an der Wall Street als auch in Frankfurt blieb es nicht beim Windowshopping und unser heimischer Leitindex erklomm nach drei siegreichen Tagen am Donnerstag mit 12.258 Punkten einen neuen Jahresrekord.

Damit war das Allzeithoch, das seit 2015 bei 12.390 Punkten liegt, nur noch einen Katzensprung entfernt, aber für die letzten Meter reichte der Elan dann doch nicht. Auf Wochensicht gewann der DAX dennoch stolze zwei Prozent. Tja, da wurden viele Skeptiker und “Absturz-Propheten” mal wieder eines besseren belehrt und wir von boerse.de sehen unsere These bestätigt, wonach DAX und Dow entgegen aller Widerstände im Mittel jährlich 9 Prozent zulegen. Für diese Zielgröße stehen momentan alle Ampeln auf grün!

Trump(f)

Nachdem bei den Börsianern eine Art trumpsche Immunisierung gegen Tweets und Dekrete aller Art eingesetzt hat, kann Mr. President den Kursen scheinbar nichts mehr anhaben. Im Gegenteil. Zudem sorgten durchwegs positive Konjunktursignale in den USA und Deutschland für Frühlingsgefühle. Während wir ans Angrillen denken, gehts bei den Finanzgenies in den kommenden Tagen um die Wurst. Gelingt unserem heimischen Index ein befreiender Luftsprung ins zweite Quartal, gepaart mit einem neuen Allzeithoch? Vermutlich werden in dieser Woche die Weichen für die kommenden drei Monate gestellt und eine lange Liste an Konjunkturdaten aus aller Welt könnte darüber entscheiden, ob die Weltbörsen ihren Höhenflug fortsetzen.

Hier die wichtigsten Termine für Ihren Finanzkalender:

Montag:

Ein historischer Moment für Volkswagen-Fans: In der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresdenrollt der erste E-Golf vom Band. Die Börse in Schanghai bleibt feiertagsbedingt geschlossen.

Dienstag:

Während in Hongkong und Schanghai die Kurstafeln aufgrund eines Feiertages nur Schwarzbild zeigen,stehen in den USA Daten zur Handelsbilanz und dem Auftragseingang der Industrie auf dem Programm.

Mittwoch:

US-Saatguthersteller und Bayer-Übernahmekandidat Monsanto präsentiert Q2 Zahlen.

Donnerstag:

Wirecard (Jahreszahlen), VTG (Jahreszahlen, Hella (Q3 Zahlen), Gerresheimer (Q1 Zahlen), Henkel und Nestlé (Hauptversammlung).

Liebe Leserinnen und Leser, vergangenen Freitag fehlten nur noch 100 Punkte bis zu einem neuen Allzeithoch des DAX. Der krönende Abschluss eines gelungenen Monats und eines renditestarken Quartals, denn unterm Strich hat unser Leitindex seit Jahresbeginn über sieben Prozent an Wert gewonnen. Eine Performance, die selbst den Dow Jones mit knapp fünf Prozent Plus abhängt. Sie wollen am Börsen-Hype 2017 mitprofitieren? Dann investieren auch Sie in den BCDI-Index, der aufgrund seiner Anlagestrategie in zehn besonders defensive, renditestarke Champions-Aktien langfristig sogar den DAX in den Schatten stellt. Zum Vergleich: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index erzielte seit seinem Börsendebüt am 01.07.2014 eine Rendite von 45 Prozent, der deutsche Leitindex brachte es dagegen “nur” auf rund 25 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

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Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Aktie des Tages: Henkel

Morgen um 07:30 Uhr präsentiert ein Urgestein der deutschen Konsumgüterindustrie seine Zahlen zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2016: Henkel. Kaum ein anderes Unternehmen hat so viele Kultmarken hervorgebracht, wie der seit über 140 Jahren bestehende Konzern aus Düsseldorf. Persil, Pril, Schauma, Schwarzkopf, Pritt oder Pattex reinigen, pflegen und kleben schon seit Generationen. Im Fachjargon heißen die drei Geschäftsfelder: Laundry & Home Care (Wasch-/Reinigungsmittel), Beauty Care (Schönheitspflege) und Adhesive Technologies (Klebstoffe).
Mit rund 50.000 Mitarbeitern und rund 18 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 ist Henkel sowas wie der Elefant im Gemischtwarenladen: Deutschlands größter Konsumgüterhersteller genießt den Ruf, stets “unaufgeregte”, aber solide Zahlen zu liefern. Experten rechnen im Schnitt auch diesmal mit einem gemächlichen Umsatzzuwachs für das Gesamtjahr von 3,5 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro und einer bereinigten operative Marge von 16,9 Prozent im Vergleich zu 15,3 Prozent im Vorjahr. Das Klebstoff-Segment, in dem Henkel Weltmarktführer ist, erweist sich als Umsatztreiber, die Sparte Wasch- und Reinigungsmittel verzeichnet das stärkste Wachstum.

Mit diesem Mix aus konjunkturabhängigen Produkten wie Klebstoffen, die unter anderem in der Automobilindustrie verwendet werden, und “unentbehrlichen”, krisenresistenten Verbrauchsgütern wie Waschmittel, ist Henkel sauber aufgestellt und weitgehend immun gegen wirtschaftliche Turbulenzen. Henkels Wachstumsstrategie wird auch von den Anlegern belohnt: Mit einer Kursrendite von durchschnittlich 12 Prozent pro Jahr seit 2007 hat sich Henkel den Titel boerse.de-Aktienbrief-Champion verdient.

“Konstanz” und ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent pro Jahr klingt vielleicht unspannend, entspricht aber genau der Zielsetzung, die Henkel in einem Strategiepapier mit dem Namen “Henkel 2020+” angepeilt hat. Mit dem Ausbau seiner “Goldesel-Marken”, einer neuen Digitalisierungsstrategie und wohlüberlegten Zukäufen steuern die Düsseldorfer glänzend ins kommende Jahrzehnt. Um das Wachstumssegment Wasch- und Reinigungsmittel zu stärken, übernahm Henkel 2016 für 3 Milliarden Euro den amerikanischen Hersteller Sun Products. Ein Zukauf, mit dem die Düsseldorfer ihre Position auf dem wichtigen US-Markt stärken und näher an den Platzhirsch Procter & Gamble heranrücken wollen. Doch damit nicht genug: Vor zwei Wochen machten Gerüchte die Runde, wonach Henkel an der Reinigungs-Sparte des US-Unternehmens Sealed Air interessiert ist– ein weiteres 3 Milliarden Dollar Investment in den amerikanischen Markt.

Man sollte den Konsumgüterhersteller also auf keinen Fall unterschätzen, denn stille Wasser sind bekanntermaßen tief. Den Stempel “Langweiler!” verstehe ich im Fall von Henkel deshalb schon fast als Kompliment und Beweis dafür, dass die Geschäfte des Champions seit Generationen mit Bedachtsamkeit und Umsicht geführt werden. Die Bilanz-Präsentation des E-Auto-Pioniers Tesla heute Abend wird zwar mit mehr Spannung erwartet, als die des braven Persil-Herstellers, doch die Elektroautoschmiede dürfte trotz wachsender Umsätze mal wieder in die Verlustzone gerutscht sein. Dann handle ich doch lieber nach dem Motto: Persil- da weiß man, was man hat!

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-Henkel-von-Miss-boersede/7743455

Die Aktie des Tages: Henkel

Henkel: Knapp daneben ist auch vorbei?

Dog-Is-Too-Excited-To-Watch-Out-For-Trees-While-Playing-With-a-FrisbeePersil, Pril, Schauma, Pritt, WC Ente – die meisten von uns BUXianern haben das ein oder andere Kult-Produkt von Henkel in der Besenkammer stehen. Der Mischkonzern, dessen Leidenschaft dem Kleben, Waschen und Pflegen gilt, lässt uns morgen vor Börsenstart einen Blick auf seine Zahlen werfen. Grund genug, um euch im Schongang auf das Top-Event des DAX-Konzerns vorzubereiten, auf das ihr schon heute spekulieren solltet, denn morgen Früh ist die Wäsche schon gewaschen und könntet ihr eure Chance auf saubere Kursgewinne verpasst haben!

Auch ohne Input der weisen Analysten könnte ich mir vorstellen, dass der Konzern mit seinem umfangreichen Produktsortiment aus den Bereichen Kosmetik, Reinigungsmittel und Klebstoffen eine eher unspektakuläre Entwicklung durchlebt. Geputzt, gecremt und geklebt wird schließlich immer und auf der ganzen Welt und die meisten der Henkel-Kunden werden geliebte Klassiker wie Persil oder Schauma nicht ohne weiteres gegen ein No-Name Billigprodukt eintauschen. Außer, auf dem Konto herrscht totale Flaute.

An dieser Stelle befrage ich dann doch mal die Branchenkenner: Leidet der Konzern unter dem Geiz-ist-Geil Kurs seiner Kundschaft? Jein. Die Geschäfte in den sogenannten “Schwellenländern” wie beispielsweise Brasilien oder der Türkei laufen aufgrund der schwachen Kaufkraft der Bevölkerung nicht wie geschmiert und auch das Klebstoff-Business in China benötigt an einigen Stellen Pattex. Dennoch wächst der Konzern solide und Experten rechnen mit drei Prozent mehr Gewinn und einem Umsatzplus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Da kann man doch nicht meckern, oder? Doch. Wenn man Börsianer ist. Die Henkel-Anleger sorgen sich momentan weniger um das Kerngeschäft der Düsseldorfer, sondern um den Mann an der Spitze. Nach seiner mega-erfolgreichen Amtszeit wechselte Vorstandschef Kasper Rorsted vor gut zwei Wochen zu Adidas und hinterlässt eine Schar heulender Aktionäre und einen Nachfolger, den schon vor Amtsantritt der Turnschuh drückt. Der neue Henkel-Chef Hans van Bylen steht unter dem enormen Druck, die Erfolgsstory von Rorsted fortzusetzen. Der Aktienkurs des Unternehmens hatte sich unter ihm seit 2008 vervierfacht und der Konzernumsatz stieg von 14 auf 18 Milliarden Euro. Für dieses Jahr prognostizierte der Ex-Henkeler ein Rekordergebnis von 20 Milliarden Euro, für das der neue Mann an Board nun verantwortlich ist und das er nach heutiger Einschätzung nicht erreichen wird.

Geiler Job mit ordentlich Frustrationspotential, würde ich sagen. Aber vermutlich wird der Herr Bylen mit einem Gehalt gekitzelt, das die Größe eines Trostpflasters bei Weitem übersteigt. Was meint ihr? Ob sich die Aktionäre morgen mit einer Perspektive voll Grauschleier zufrieden geben?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/henkel-knapp-daneben-ist-auch-vorbei/

 

Henkel: Knapp daneben ist auch vorbei?

Kommt unser DAX heute in die Pötte?

The-End-Is-Near-Funny-Toilet-Paper-PictureWenn es nach den Goldmännern der Investmentbank Goldman Sachs geht, sieht die Perspektive an den Aktiemärkten alles andere als glamourös aus. Unser DAX hat sich zwar von seiner Sinnkrise Anfang des Jahres halbwegs erholt, dümpelt aber schon seit Wochen relativ lustlos auf der Stelle herum. Die Banker behaupten, dass Aktien in den kommenden 12 Monaten keine Giga-Geldanlage sind und stufen das Investment von “Buy” auf “Neutral” runter was soviel bedeutet wie: Flopalarm. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass die wirtschaftliche Entwicklung weltweit eher schlapp verläuft und viele Unternehmen ihre Gewinn- und Umsatzprognosen nach unten schrauben. Und das ist natürlich Gift für deren Aktienkurse.

Da kann sogar der Ölpreis, der weiterhin kräftig in Richtung 50 Dollar pro Fässchen sprudelt, wenig ausrichten. Steigende Ölpreise beglücken die Börsianer im Allgemeinen, weil sie als Zeichen einer blühenden Wirtschaft gedeutet werden. Wo viel Öl nachgefragt wird, wird auch viel produziert und wo viel produziert wird, wird viel verkauft und wenn viel verkauft wird, machen Unternehmen gute Geschäfte und steigt deren Aktienkurs. So ungefähr lautet die Ölpreis-Aktienmarkt-Formel, die momentan leider nicht so ganz aufgeht, denn der DAX steht trotz Ölpreis-High auf wackligen Beinen.

Und dann gibt es da noch die Notenbanken, die den Weltbörsen regelmäßig die Party crashen. Kaum kommt wieder Stimmung auf dem Parkett auf, schon klemmt sich Janet Yellen, die Präsidentin der US-Notenbank Fed hinters Mikro ihres Turntables und lässt ein Statement in Sachen Zinspolitik vom Stapel. Gestern Abend zum Beispiel. Sowohl die europäischen Börsen-Hengste als auch die Wall-Street-Trader hielten sich mit Spekulationen den ganzen Tag über zurück und warteten ab, was Mrs. Yellen um 20:00 Uhr unserer Zeit verkündete. Erhöht die Fed bald den amerikanischen Zinssatz? Vielleicht schon im Juni? Oder doch erst im Winter? Oder überhaupt nicht? Und wenn doch- um wie viele Pünktchen? Doch wieder hielt sich die Fed mit klaren Worten zurück. Eine Zinserhöhung im Juni wäre schon möglich, aber unwahrscheinlich. Aha. Der amerikanische Index Dow Jones musste daraufhin gestern erstmal schlucken und tauchte ein paar Punkte weiter in die Tiefe. Ob unser DAX heute in seinem Fahrwasser mit nach unten strudelt?

Auf der Agenda stehen heute auch noch Quartalszahlen von Merck und Henkel sowie die Hauptversammlung der Deutschen Bank am Vormittag. Letztere könnte besonders prickelnd werden, da sich das DB-Management  schon die letzten Male heftige Auseinandersetzungen mit frustrierten Aktionären lieferte. Ich sage nur: Ring frei für John Cryan! Wir sind gespannt, wie er sich gegen Vorwürfe zu überhöhten Bonus-Zahlungen und Fragen zur unsicheren Zukunft seiner Bank wehren wird.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/kommt-unser-dax-heute-in-die-poette/

Kommt unser DAX heute in die Pötte?

Die Bringer der Woche: Positiv denken

999224ce68cdea58da8858ad6cc11a05Es gibt doch dieses uralte Sprichwort: April, April, der weiß nicht was er will. Auch ist diese Philosophie etwas in die Jahre gekommen, matched der Inhalt doch mit dem Wetter und der Stimmung der Börsianer. Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt war letzte Woche die ganze regenbogenbunte Gefühlsskala auf dem Parkett zu spüren. Mal ging es stimmungs- und kurstechnisch steil bergauf, mal ebenso rapide Richtung Endzeitstimmung. Woran lags, dass der DAX und die meisten anderen Indizes letzte Woche so wankelmütig unterwegs waren?

Wahrscheinlich mit unter daran, dass die meisten Trader männlichen Geschlechts sind (sorry, boys ;)). Wie jede meiner Artgenossinnen sicher bestätigen kann, ist auch für noch so cool-smart-hippe Jungs ein leichter Schnupfen eine Nahtoderfahrung. Ähnlich sensibel reagieren die Herren momentan auf News von den Notenbanken, der Weltwirtschaft und dem Ölpreis. Diese drei Übeltäter haben die Finanzwelt momentan ganz schön im Griff. Letzte Woche hatten wir gleich mehrere Dates mit US-Notenbankchefin Janet Yellen, die durchblicken ließ, dass die US-Zinsen nur in leicht verdaulichen Häppchen erhöht werden. Das ist für die Börse bekömmlicher, weil Aktien bei niedrigen Zinsen die attraktivere Geldanlage bleiben. Dabei erwähnte sie auch die gesunde, amerikanische Wirtschaft, die keinen extra Wachstumskick in Form von Geld zum Nulltarif mehr nötig hat. Und last but not least zog der Ölpreis wieder in Richtung der 40 Dollar pro Fass, weil die Öl-Länder bei ihrer Versammlung am 17. April wahrscheinlich beschließen werden, die Fördermengen zu reduzieren, um das weltweite Schmierstoff-Überangebot zu reduzieren.

Zusammengefasst würde ich sagen: Alles easy! Entspannt euch, Jungs! Momentan gibt es echt keinen Grund für Kurs-Pessimismus. Auch von Seiten einiger Unternehmen könnten in dieser Woche positive Vibes aufs Parkett strömen. Langsam kommt die Berichtsaison wieder in die Pötte und viele Firmen präsentieren ihre Zahlen fürs erste Quartal 2016.

Schauen wir uns mal an, welche Events diese Woche für steigende Adrenalin- und Kurs-Pegel sorgen könnte:

Montag

* Henkel: Die Hauptversammlung der weißen Riesen steht in DüDo aufm Programm

* LVMH: Louis Vuitton Moët Hennessy berichtet luxusverliebten Anlegern, wie sich “girls best friends” im Winter so verkauft haben

* Alcoa: Auch der Ami-Aluminium Konzern lässt uns in seine Bücher blicken und eröffnet damit die Berichtsaison in den USA

Mittwoch

* Tesco: Jahreszahlen. Wie super läufts mit Englands größtem Markt?

* JPMorgan Chase: Q1 Zahlen. Hat die amerikanische Großbank mehr Dollars im Speicher als die deutsche Konkurrenz?

Donnerstag

* Unilever: Q1 Trading Statement. Irgendwas von denen steht bestimmt auch bei euch im Schrank. Heute erzählt uns der Tausendsassa, wie gut die Geschäfte mit Deos, Tütensuppen und Eiscreme so laufen

* Bank of America: Q1 Zahlen. Wie gut schlägt sich Amerikas größtes Geldhaus in Zeiten der Zinsebbe?

* BP: Hauptversammlung. Öl. Krise. Und der Zapfhahn tropft gewaltig.

* Rio Tinto: Hauptversammlung. Bergbau. Au. Noch eine weltweite Großbaustelle. Sind die Kumpels dennoch auf eine Goldmine gestoßen?

* Delta Airlines: Q1 Zahlen. Wohin geht die Reise des US-Mega-Carrier?

Ihr seht schon- proppenvoller Terminkalender diese Woche! Da ist doch für jeden Geschmack ein Stimmungsaufheller dabei, oder?

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Die Bringer der Woche: Positiv denken

Henkel: aus Liebe zur Aktie

henkelWährend die Amerikaner an ihrem Thanksgiving-Truthahn knabbern, wird hier noch kräftig gehandelt. Eine kurze Auflistung der Börsen-Öffnungszeiten gleich mal vorweg für euren Terminkalender:

* Die Wall Street hat heute Feiertag. US-Aktien könnt ihr erst morgen wieder traden und dann auch nur bis 19:00Uhr.

* Deutsche, französische und englische Indizes unterbrechen den Handel heute zwischen 22:00Uhr und 24:00Uhr.

* Amerikanische Indizes und Rohstoffe pausieren heute von 19:00Uhr bis 24:00Uhr.

Grund genug, uns auf die deutschen Papiere zu stürzen, findet ihr nicht? In meinem Spam-Ordner fand sich heute Morgen eine Email einer gewissen “Amber” die mehr über meine Waschgewohnheiten erfahren wollte. Sie bat mich, an einer Umfrage teilzunehmen, bei der ich ein Jahr lang gratis Persil im Wert von 300 Euro gewinnen könnte! Wow!

Ganz ehrlich: ich guck mir dann doch lieber die Henkel-Aktie genauer an, denn der Persil- und Vernel-Hersteller wurde von der der US-Investmentbank Goldman Sachs zum Kauf empfohlen und könnte damit durchaus einen Trade wert sein.

Der Konzern Henkel besteht aus drei Unternehmensbereichen: Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik & Körperpflege (z.B. Schwarzkopf) sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik (z.B. Pritt oder Pattex). Anfang des Monats präsentierte der Konsumgüterhersteller blitzsaubere Quartalszahlen. Vor allem der Waschmittel-Bereich glänzte mit einem Erlöszuwachs von 5,5 Prozent, gefolgt vom Beauty-Segment mit einem Plus von 2,1 Prozent.

Lediglich das chinesische Klebstoff-Business bereitet Henkel-Chef Rorsted derzeit Kopfzerbrechen. Ursache ist nicht der Mangel an Hobby-Bastlern und Pritt-Stift Konsumenten im Reich der Mitte, sondern das schwächelnde Geschäft mit Klebern für die Computer- und Autoindustrie das sich aber, laut Meinung des Konzernchefs, bis Ende 2016 wieder erholen wird.

Mehr Freude bereitet da die Eroberung Nordamerikas. Ende 2014 gelang es den Henkel-Managern nach zähen Verhandlungen mit Wal-Mart endlich, Persil und Schwarzkopf – anfangs exklusiv- in dessen Regale zu stellen und Platzhirsch Procter & Gamble seinen Heimatmarkt streitig zu machen.
Mit Erfolg: seit ein paar Wochen verkauft Henkel seine Produkte zusätzlich zu den 4500 Wal-Mart Filialen auch in mehreren Tausend Lebensmittel- und Drogeriemarktketten und rechnet bis Ende des Jahres mit einer Marktabdeckung von mehr als 50 Prozent.

Pflegen, waschen, kleben: traut ihr dem Alleskönner unter den Konsumentenmarken auch einen sauberen Auftritt auf dem Börsenparkett zu?

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

Henkel: aus Liebe zur Aktie