Nordex überrascht: Ist das der Startschuss für die Kursrakete?

windack-394544_960_720Rückenwind für die Nordex-Aktie: Überraschend gute Halbjahreszahlen wehen den Anleger-Liebling heute auf Kurs Nord-Ost. Der Windanlagenhersteller generierte zwischen April und Juni rund ein Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum, was einem Erlös von 1,5 Milliarden Euro entspricht. Eine sanfte Brise, die auf dem Börsenparkett mit stürmischem Applaus gefeiert wird: Die Nordex-Aktie gewann zu Handelsbeginn zeitweise über fünf Prozent an Wert.

Leicht übertrieben? Vielleicht, doch an den Märkten spielen Erwartungen oft eine größere Rolle, als Fakten. Im Fall von Nordex hatten die meisten Experten mit rückläufigen Erlösen gerechnet und aufgrund der geringen Erwartungshaltung wird das einprozentige Umsatzplus als positive Überraschung gewertet.

Ebenso pessimistisch (und falsch) waren die Prognosen in puncto Auftragslage und Gewinn: Zwar blieben mit 114,5 Millionen Euro unterm Strich 14 Prozent weniger in der Kasse, als im Vergleichszeitraum 2016, doch das war immer noch mehr, als man erwartet hatte. Auch der Auftragseingang lag mit 572 Millionen Euro über den Schätzungen. Tief pokern und anschließend groß auftrumpfen ist eine Strategie, die sich rendite-technisch also durchaus bezahlt machen kann…

Wie ein Fähnchen im Wind

Doch die Windrichtung kann sich für Nordex auch ganz schnell wieder drehen, wie die ausgeprägte Volatilität des Aktienkurses beweist. Zwischen ihrem Jahreshoch von 108 Euro pro Anteilsschein (2001) und der momentanen Bewertung von rund 12,40 Euro liegen Welten und Anleger mussten sich in den vergangenen Jahren gleichermaßen auf Flauten und Tornados einstellen. Erst im Februar brach nach einer Gewinnwarnung der TecDax-Aktie ein wahrer Verkaufs-Sturm los, der die Nordex-Aktie innerhalb von zwei Tagen um 30 Prozent einbrechen ließ. Auf Jahressicht verlor das Papier satte 44 Prozent an Wert. Da ist der heutige Tagesgewinn nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Generell profitieren Windanlagen-Hersteller wie Nordex natürlich von der Energiewende und dem weltweiten Trend zum Ökostrom, doch die Branche stößt an ihre Wachstumsgrenzen und leidet unter einem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck.

Die Solarworld-Pleite macht zudem deutlich, dass das Geschäft mit regenerativen Energien trotz des Klimawandels kein Erfolgsgarant auf Lebenszeit ist. Politische Turbulenzen, die verschärfte (Billig-)Konkurrenz aus Asien und die Konsolidierungswelle in der gesamten Branche machen Wind-Anlagen zu einer wackeligen Angelegenheit.

Windrad XL

Nordex-Chef Krogsgaard will den Anlagenbauer jetzt auf Profit trimmen, das Service-Geschäft ausbauen und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Zum Beispiel durch die Erschließung windarmer Gebiete. Nordex stellt derzeit rund 40 Prozent seiner Turbinen in Süddeutschland auf und erobert damit ein Gebiet, das für viele Konkurrenten uninteressant ist. Nordex hat spezielle “Riesenräder” entwickelt, die sogar bei wenig Wind ordentlich Output liefern. Ein Wettbewerbsvorteil, der Nordex in den kommenden Jahren Rückenwind verschaffen könnte.

Minus 44 Prozent seit Jahresbeginn. Eine Negativ-Rendite der Nordex-Aktie, die “weh tut”. Wie wärs dagegen mit Plus von 41 Prozent im Depot? Eine Top-Rendite, die der  boerse.de-Champions-Defensiv-Index BCDI seit seinem Börsenstart am 1. Juli 2014 verbuchen konnte. Und das bei weit geringeren Rückschlägen als Nordex, wie Sie im Vergleichsdiagramm boersedeProfiChart__29c70baa04884626cc3f30dbf92606besehr eindrucksvoll erkennen können. Das Nordex-Papier steckt voll Überraschungen und ist nur etwas für spekulativ orientierte Anleger, denn wie sagt man doch so schön: “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”.

 

 

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

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Nordex überrascht: Ist das der Startschuss für die Kursrakete?

Fuchs Petrolub: Top Zahlen, Top Ausblick

7028Unsere erfahrenen boerse.de-Aktienbrief-Leser profitieren heute von einem klaren Heimvorteil: Die Fuchs Petrolub-Aktie, von der viele Börsianer vielleicht noch nie gehört haben, zählt schon seit Jahren zum Eliteclub der Champions-Aktien und was soll ich sagen? Meine Kollegen aus der boerse.de-Aktienbrief-Redaktion hatten mal wieder den richtigen Riecher. Der Schmierstoffhersteller präsentierte heute Morgen glänzende Halbjahreszahlen und hängt die Latte für das Gesamtjahr 2017 noch höher.

Läuft wie geschmiert!

Die Erlöse dürften 2017 nun zwischen sieben und zehn Prozent wachsen, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Zuvor war das Management von einem Plus zwischen vier und sechs Prozent ausgegangen. Die Fuchs-Familie hat auch allen Grund, um ein wenig an der Prognoseschraube zu drehen, denn umsatztechnisch laufen die Geschäfte wie geschmiert und das Mannheimer Unternehmen erwirtschaftete mit 1,25 Milliarden Euro zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem das starke, sieben prozentige Wachstum in Asien, Amerika und Afrika lässt die Kasse des Mineralöl- und Chemiekonzerns (und die der Aktionäre) klingeln.

Aktie geht ab

32,73 Prozent Rendite innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Ein Plus von 342,85 Prozent seit 2007. Immer neue Rekord-Hochs, wie zuletzt Mitte Juni, unterdurchschnittliche Rücksetzer. Das sind die Merkmale, die einen Aktienbrief-Champion auszeichnen. Denn im Gegensatz zu vielen spekulativen Aktien mit einer ähnlichen 12-Monats-Rendite wie z.B. Aixtron oder Paion verläuft der Kurs der Fuchs Petrolub-Aktie “wie am Schnürchen” himmelwärts. Die Ursache für die stetig steigende Rendite liegt auf der Hand: Fuchs Petrolub punktet mit einem grundsoliden Geschäftsmodell, einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte und guten Wachstumsperspektiven.

Die Fuchs-Familie

Wer Motoröl (wie ich) lieber nachfüllen lässt, anstatt selbst zum Kanister zu greifen, hat von Fuchs Petrolub vielleicht noch nie gehört. Das ist verzeihlich, zumal das Familienunternehmen vor allem Industrie-Schmierstoffe produziert. Fuchs Petrolub hat mehr als 10.000 Produkte für alle Lebensbereiche im Programm und beliefert unter anderem Automobilhersteller, Stahlunternehmen und die Landwirtschaft. Ein Konzern, der weit weniger “glamourös” als die Elektroauto-Schmiede Tesla, das Geister-Startup SnapChat oder der Actionkamera-Hersteller GoPro ist. Doch der “Charm” vieler Unternehmen wird oft überbewertet und macht Anleger blind für die Mauerblümchen auf dem Börsenparkett, die häufig eine weit bessere Performance hinlegen, als so manche “hippe” Aktie.

Wir haben neben Fuchs Petrolub noch 99 weitere, “heiße” Champions-Aktien für Sie herausgefiltert, die auch in turbulenten Zeiten wie diesen durch herausragende Renditen und geringe Risiken glänzen. Welche das sind, verraten wir Ihnen im brandneuen boerse.de-Aktienbrief. Ihr Gratisexemplarliegt schon für Sie bereit!

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Fuchs Petrolub: Top Zahlen, Top Ausblick

Deutsche Bank: Sechs, setzen

bank-2291233_960_720.jpgDer Deutschen Bank gelang heute Morgen die Mega-Überraschung: Das Geldinstitut verzwanzigfachte seinen Gewinn im zweiten Halbjahr auf 466 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum 2016 waren es nur 20 Millionen Euro. Selbst einige Analysten rieben sich bei diesen Zahlen vermutlich die Augen, denn die Marktbeobachter hatten mit einem Gewinn nach Steuern von nur 273 Millionen Euro gerechnet.

Mehr ist nicht genug

Übertroffene Erwartungen sind eigentlich der Stoff, aus dem Börsianer-Träume gestrickt sind und stehen meist Garant für ein anschließendes Kurs-Feuerwerk. Doch die Party lässt heute auf sich warten: Die Aktie der Deutschen Bank verlor zu Handelsbeginn zeitweise über vier Prozent an Wert. Für den unerwarteten Kursrückgang gibt es mehrere Gründe:

Zum einen fiel das Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal, in dem die Deutsche Bank einen Überschuss von 878 Millionen Euro und einen Gewinn von 575 Millionen Euro ausweisen konnte, eher schmächtig aus. Zum anderen senkte das Geldinstitut mit Hilfe der “Tiefstapel- Strategie” erst die Markterwartungen, um sie anschließend selbst zu übertreffen. Eine Taktik, die bei den Börsianern gar nicht gut ankommt. Sicher gab es auch zu Ihrer Schulzeit einen Klassenkameraden, der nach jeder Mathearbeit unkte: “ohje, diesmal hab ich echt nichts gewußt”. Nur, um Tage später grinsend eine Eins in den Händen zu halten. Ähnlich unbeliebt macht sich heute die Deutsche Bank, die vor ein paar Wochen die eigentlich noch höher liegenden Erwartungen der Analysten gedämpft hatte und deshalb heute “überraschend” gut dasteht.

Das Gewinnplus wird zudem von sinkenden Gesamteinnahmen in den vergangenen sechs Monaten überschattet, die um ein Zehntel auf 6,6 Milliarden Euro einbrachen. Schuld daran war das rückläufige Geschäft mit Aktien und Wertpapieren. Die Märkte ware wenig volatil und genau darin liegt das Problem: Je ruhiger der Handel, desto weniger Gebühren kassieren die Geldinstitute. Ein Problem, mit dem die Deutsche Bank nicht alleine dasteht. Auch die US-Kollegen Goldman Sachs und Morgan Stanley verzeichneten erhebliche Einbußen im Wertpapier-Geschäft.

Das Schlimmste ist überstanden

Trotz der gegenwärtig getrübten Stimmung dürfen wir aber nicht vergessen, dass der Deutsche Bank-Chef John Cryan schon einiges an Aufräumarbeit geleistet hat. In den vergangenen Jahren kämpfte sein Geldinstitut mit unzähligen, juristischen Baustellen, die der DB Milliardenverluste bescherten. Darunter Manipulations-Vorwürfe, zweifelhafte Hypothekengeschäfte und Schummelsoftware. Ein Großteil der kostspieligen Prozesse ist mittlerweile ausgestanden und die Großbank kann sich wieder auf ihre Neuausrichtung konzentrieren. Das Kreditinstitut, das aufgrund seiner großzügigen Boni- und Managementgehälter immer wieder für Schlagzeilen sorgte, hat den Gürtel enger geschnallt. Die Hälfte der geplanten Stellenstreichungen ist inzwischen umgesetzt und 177 der insgesamt 188 betroffenen Filialen wurden seit Jahresbeginn geschlossen. Dank dieser Maßnahmen sanken die Kosten im ersten Halbjahr um sechs Prozent. John Cryan sieht 2017 als “Übergangsjahr”, wenn auch unter “deutlich besseren Vorzeichen” als in der jüngsten Vergangenheit. Die Deutsche Bank-Aktie spiegelt das Wechselbad der Gefühle sehr deutlich wider. Während für den Zeitraum von drei Jahren -31,67 Prozent Kursverlust zu Buche stehen, gewann das Wertpapier innerhalb der vergangenen zwölf Monate 38,85 Prozent an Wert.

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Deutsche Bank: Sechs, setzen

Gibt Südzucker morgen Stoff?

1135829Südzucker: Das richtige Thema zum falschen Zeitpunkt. Zumindest für mich, denn ich quäle mich gerade durch eine Alk- und zuckerfreie Detox-Woche und träume schon von überlebensgroßen Monster-Gummibärchen, die mich auffressen wollen. Ich bin ein Sugar-Addict und überlebe eigentlich keinen Artikel ohne Inspiration von meinen kleinen Haribo-Freunden. Verzeiht mir also, sollte ich heute ein bisschen unentspannt rüberkommen – mir fehlt einfach mein Stoff!

Südzucker plaudert morgen vor Börsenstart aus dem Döschen und berichtet über seinen Geschäfte im letzten Halbjahr. Tapt doch spaßeshalber mal auf den Kurs der Südzucker-Aktie. Display einmal drehen, die 6-Monats Ansicht auswählen und- ärgern! Oder jubeln, je nachdem. Das Ding marschierte straight von 15 Euro auf jetzt 24 Euro – und ich habs verpennt. Die große Frage ist nur, ob Südzucker auf seinem Gipfelsturm langsam die Energie ausgeht.

Vor drei Wochen erhöhten die Mannheimer ihren Ausblick fürs laufende Geschäftsjahr auf 340 bis 390 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als die 250 bis 350 Millionen Euro, die Südzucker bis dahin in Aussicht gestellt hatte. Nach einem kurzen Glücksrausch fiel die Aktie noch am selben Tag um rund 6 Prozent. Schuld daran waren enttäuschte Analysten, die mit einem Plus von 350 bis 400 Millionen Euro gerechnet hatten und beleidigt ihr Zuckeraktien-Dosis reduzierten.

Das könnte morgen auch wieder passieren, obwohl der Zuckermarkt zum Schlaraffenland vieler Investoren geworden ist. Niedrige Rohstoffpreise und der wachsende Zuckerhunger der Weltbevölkerung sorgen für blendende Geschäfte, aber auch hohe Erwartungen. Das weiße Gold geht zwar nicht gut durch die Nase, sorgt aber im Mund für einen Geschmacks-Rausch, der die Gehirnzellen auf “Happy” programmiert. Krautsalat, Ketchup, Saucenbinder- das Zeug versteckt sich einfach überall und verursacht neben kulinarischen Highs auch Übergewicht und schlechte Zähne. Die Weltgesundheitsorganisation WHO denkt deshalb sogar über eine Zuckersteuer für zuckerhaltige Getränke wie Limos, Colas und Säfte nach. Ob es soweit kommt, steht allerdings noch in den Sternen und so sonnt sich die Südzuckeraktie vielleicht noch längere Zeit im Schlaraffenland. Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/gibt-suedzucker-morgen-stoff/

Gibt Südzucker morgen Stoff?