Fällt die Börse in den Feiertagsmodus?

hqdefaultHeute ist Vatertag. Und in den meisten Teilen Deutschlands Feiertag. Nur die Börsianer entgehen der traditionellen Family-Radtour und werfen sich auch heute die Krawatte um den Hals, denn die Börse in Bankfurt bleibt geöffnet. Ganz im Gegensatz zu unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz übrigens, wo heute auch der Handel still liegt.

Geschäfte dicht, die Papas ebenso und wir fragen uns: was macht der DAX an Tagen wie diesem? Für mich gibt es zwei Szenarien: entweder tradet der männliche Teil der Bevölkerung trotz oder gerade wegen ein paar Promille im Blut bis der Daumen blutet um der Familienaction zu entkommen, oder die Börse fällt heute in ein Feiertags-Koma und büßt noch mehr Punkte ein als ohnehin schon diese Woche.

Aber mit Amateur-Börsenpsychologie allein ist es nicht getan, denn in den USA wird weiterhin kräftig geackert. Auf dem Programm stehen US-Arbeitsmarktdaten, die hoffentlich nicht allzu positiv ausfallen, denn das könnte eine baldige Erhöhung der Zinsen durch die US-Notenbank zur Folge haben. So nach dem Motto: unsere Wirtschaft brummt wieder, also können die Amis auch wieder mehr Kohle für Kredite locker machen. Höhere Zinsen sind aber Gift für Aktienkurse, da viele Anleger dann die sicheren Geldanlagen bevorzugen und ihre Anteile verchecken. Wir sind gespannt, ob die US-Daten heute auch überm Teich für Kurs-Turbulenzen sorgen werden.

Neben Konjunkturzahlen stehen auch einige Quartalszahlen auf dem Programm. Ab Lunchtime knallen uns die Bilanzen des US-Pharmariesen Merck, der chinesischen E-Commerce Legende Alibaba, des Call of Duty- Produzenten Activision Blizzard und des Action-Kamera Produzenten GoPro um die Ohren.

Vielleicht lautet die Strategie also heute: Ausschlafen, Frühschoppen und ab Mittags mit Smartphone bewaffnet relaxen & traden? Solange sich die Promille im 0-Komma Bereich bewegen sag ich: tun! Happy Trading!

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Fällt die Börse in den Feiertagsmodus?

GoPro: Aktie auf Tauchkurs

goproDie Adrenalin-Junkies unter euch kennen sie bestimmt schon: die amerikanische Action-Kamera Schmiede GoPro. Für alle, die wie ich ein eher beschauliches Leben ohne Stunt-Qualitäten führen und keine „Be a Hero“ Kamera benötigen, hier eine kleine Einführung in die Welt der Extrem-Kameras.

Vielleicht habt ihr sie schon auf der Skipiste oder dem Oktoberfest gespottet: Menschen mit Helm oder Mütze, die sich eine Kamera um den Kopf binden und aussehen wie Höhlenforscher. Oder Pfadfinder. Damit bewaffnet stürzen sie sich dann vom Lawinenwarnung-Steilhang oder fahren 10 Mal Achterbahn am Stück.

Etwas alltäglichere Einsatzgebiete sind beispielsweise tauchende Hunde, der trampolinspringende Nachwuchs oder – seit Neuestem- Heiratsanträge!

Total gaga? Ja, stimmt, aber die Aufnahmen, die diese rund 200 bis 400Euro teuren Dinger abliefern sind echt mehr als ein Instagram-Share wert.

Nicht ganz so eindrucksvoll performt GoPro derzeit an der Börse. Die Aktie, die im Sommer 2014 ihr Börsendebüt feierte und mit 24 Dollar an der US-Techbörse Nasdaq aufschlug, schoss in kürzester Zeit auf über 90 Dollar. Zu Spitzenzeiten war GoPro zehn Milliarden Dollar wert – der Gründer und CEO Nick Woodman hatte ein Vermögen von mehr als drei Milliarden Dollar.

Doch seit rund einem Jahr bereitet die Helm-Kamera Kopfzerbrechen: der Kurs befindet sich in einer Schussfahrt talabwärts, die an die folgenschwere Actioncam-Fahrt unseres Michi Schumachers erinnert. Seit Januar hat sich der Wert der Aktie halbiert. Von ihrem Allzeithoch ist die GoPro-Aktie sogar rund 70 Prozent entfernt und dümpelt aktuell in Regionen um den Ausgabepreis.

Es gibt zahlreiche Gründe für den Sturzflug des einstigen Silicon Valley Lieblings. Einer davon ist die drohende Konkurrenz aus dem Hause..ja genau..Apple! Habt ihr euch auch schon des Öfteren gefragt, ob man sich ein iPhone um den Kopf binden kann? Zu diesem Zweck gibt es schon jetzt diverse Gadgets aber der iKonzert gibt angeblich bald richtig Vollgas:

Das US-Patentamt hatte Apple im Januar das Patent für ein eigenes Kamerasystem bewilligt, das wie die Geräte von GoPro bei sportlichen Aktivitäten verwendet werden kann.

Und als ob das nicht bedrohlich genug wäre, hat GoPro es doch tatsächlich geschafft, sich mit seinem neuen Produkt Hero4 Session selbst Konkurrenz zu machen. Das Gerät ist kleiner, handlicher und zudem billiger als seine Vorgänger. Willkommen, Produktkannibalisierung!

Auch die Verkaufszahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück und manche Analysten rechnen mit weiteren Kurs-Dramen, sollte GoPro nicht mit einer brillanten, neuen Produktidee kommen. Ex-Surfer und Sunnyboy Nick Woodman hat seine Schäfchen jedenfalls im Trockenen: 2014 hatte Woodman für seine Tätigkeit an der Konzernspitze rund 284,5 Millionen Dollar erhalten.

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

GoPro: Aktie auf Tauchkurs