Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

10914554_340c184857_zFire and Fury! Trump twittert “World of Warcraft”-Slogans und fühlt sich dabei scheinbar immer noch wie zu Zeiten seiner TV-Show “The Apprentice”. Als Showmoderator beendete er jede Sendung mit den Worten “You’re fired!”, scheinbar eine seiner Lieblingsparolen, die er momentan allerdings im falschen Kontext gebraucht.

Krieg ist kein Game und die Welt fürchtet, dass Trump mit seinen Machtspielchen gegen Nordkorea die politische Sicherheit rund um den Globus gefährden könnte. Und was hat das jetzt mit uns zu tun? Alles! Denn die Börse ist “das größte Spiel der Welt”, das bestimmten Regeln folgt. Eine davon lautet:

Play safe

Sobald Zeitungen irgendwas von “Krise”, “Konflikt” oder sogar “Krieg” schreiben, reagieren Börsianer wie die Lemminge, werfen reihenweise ihre Aktien über Bord und flüchten ins Gold. Das ist kein finanzieller Selbstmord, sondern Selbstschutz, denn Unternehmensanteile könnten in Krisenzeiten an Wert verlieren. Gold dagegen nicht. Weil es so selten und deshalb begehrt ist, wird das Edelmetall immer teuer bleiben.

Aktien runter, Gold rauf

Oder noch teurer werden! Der Preis pro Feinunze (entspricht in etwa 13 Goldbären) liegt momentan bei rund 1.286 Dollar, Tendenz steigend. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis elf Prozent zugelegt und das sogar, obwohl Aktien 2017 enorm angesagt waren und es in den USA endlich wieder Zinsen auf Sparbuch & Co. gibt. Und wenn Trump weiter so abgeht, könnte das Edelmetall erst so richtig zünden.

Dicke fette Blockchain-Kette

BlingBling um den Hals ist sooo last season…Blockchains sind das Must-have dieser Tage! Die verketteten Datensätze der Digiwährung Bitcoin besitzen zwar keine inneren Werte, könnten aber möglicherweise trotzdem zum  “sichere Hafen” der Millenials werden. Im Gegensatz zu anderen Währungen existiert Bitcoin in einer nicht-regulierten, virtuellen Parallelwelt, die weitgehend frei von politischen Einflüssen ist.

Wenn – worst case –  alles den Bach runtergeht, dann haben wir immer noch ein paar BTC im digitalen Wallet, die momentan mit rund 3.490 Dollar pro Stück mehr als doppelt so teuer sind, wie eine Feinunze Gold.

Alte Werte oder Krypto-Gold? Was ist euer “safe haven”?

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Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

Anlageaufteilung: Mehr Rendite, weniger Risiko

pick-and-mix-171342_960_720“Die Mischung macht’s” – ein Satz, der für viele Bereichen des täglichen Lebens von zutrifft. Bei der Planung meiner bevorstehenden Hochzeitsparty sorgt die Zusammenstellung der Gäste für das richtige Quäntchen Stimmung. Eine Mahlzeit schmeckt noch besser, wenn die Zutaten gut ausbalanciert sind. Ähnlich verhält es sich auch beim Thema Geldanlage: Nur mit einer ausgewogenen Mischung von Anlageformen- und Klassen lassen sich optimale Ergebnisse, sprich: Renditen erzielen.

Definitionsgemäß bedeutet Anlageaufteilung (englisch: “Asset Allocation”) die Diversifikation eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, wie z. B. Anleihen, Aktien, Immobilien, Währungen und Edelmetalle. Mit dem Ziel, die Anlagerisiken durch die Streuung des Risikos zu minimieren und gleichzeitig die Renditechancen zu maximieren.

Eine eigene Wohnung, ein bisschen Gold im Tresor, ein paar Standardwerte und fertig ist der Kuchen? Nicht ganz, denn obwohl Banken, Vermögensberater und auch meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief immer dazu raten, nicht alles auf ein Pferd zu setzen, ist mangelnde Diversifikation einer der größten Fallstricke unter Anlegern. Zwar ist schon viel damit gewonnen, wenn das Ersparte nicht “nur” in Immobilien oder aufs Girokonto deponiert, sondern “gestreut” wird. Doch auch hierfür gelten bestimmte Regeln.

Die richtige Dosis

Ganz wichtig: Bei zu wenig Abwechslung im Aktiendepot hängt das Wohl und Wehe von den Schwankungen einzelner Werte ab. Bei zu vielen Einzelwerten im Portfolio ist es dagegen schwierig, den rechten Überblick zu behalten. Unsere Experten vom boerse.de-Aktienbrief raten deshalb bei Aktieninvestments, auf acht bis zehn Champions zu setzen. Mit dieser “Dosierung” verfügen Sie über eine übersichtliche Anzahl von Einzelwerten, die eine gute Streuung möglich macht und gleichzeitig eine weitere Falle umschifft: Lokalpatriotismus.

Über den Tellerrand blicken

Nach dem Motto: “Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht” vertrauen viele Anleger am liebsten guten, alten Bekannten. Den Dax-Werten. Dieser Aktien-Patriotismus ist übrigens weit verbreitet: Rund um den Globus investieren Aktionäre überwiegend in heimische Unternehmen und bringen sich damit um die Chancen, die Märkte in und außerhalb Europas bieten. Allzu exotisch muss es dabei gar nicht sein: Im BCDI (boerse.de-Champions-Defensiv-Index) haben wir zehn besonders renditestarke, sichere Aktien aus England, Spanien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland versammelt. Die Performance dieser europäischen Auswahl kann sich sehen lassen: Mit Plus 51,35 Prozent seit seinem Börsenstart am 1. Juli 2014 übertrifft der BCDI die Wertentwicklung von Dax und Dow mit Leichtigkeit. Ein Blick über den Tellerrand ist also durchaus lohnenswert und sei es nur, um sich gegen heimische Risiken abzusichern.

Die richtigen Zutaten

Obwohl die Märkte langfristig immer nach oben tendieren, können selbst Börsenexperten kurz- und mittelfristige Entwicklungen schwer vorhersehen. Müssen sie auch nicht. Denn mit dem richtigen Anlage-Mix sind Sie immer auf der richtigen Seite. Aktien bieten langfristig zwar höhere Renditen als andere Investitionsformen, da Anleger mit ihnen am unternehmerischen Erfolg teilhaben, können aber Korrekturen unterworfen sein. Als “Gegengift” und sicherer Hafen in Krisenzeiten eignet sich Gold ganz hervorragend. Der Wert des Edelmetalls entwickelt sich meist gegenläufig zu Aktienkursen und gleicht auf diese Weise eventuelle Verluste an den Märkten aus.

Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief empfehlen, dass ein ausgewogenes Portfolio aus zehn Champions bestehen sollte. Die stabile Basis sollte dabei aus besonders defensiven Champions bestehen, den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt. Ist dieser Depotgrundbaustein errichtet, kann ein kleinerer Kapitalanteil auch spekulativer eingesetzt werden. Auf diese Weise sollte Ihr Depot langfristig auf der Erfolgsspur fahren und auch in Krisenzeiten nicht ins Schlingern geraten.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

Anlageaufteilung: Mehr Rendite, weniger Risiko

Gold und Aktien: Das Erfolgsduo für Ihren Vermögensaufbau

Die zurückliegende Börsenwoche war von Unsicherheit und Verlusten geprägt. Keine waschechte “Krise”, aber vielleicht der Beginn einer nötigen Korrektur. So ein kleiner Rücksetzer ist im Allgemeinen kein Grund zur Besorgnis, denn der historische Kursverlauf von Dax und Dow Jones beweist, dass Aktien trotz Krieg, Krisen und Katastrophen im Mittel 9 Prozent pro Jahr zulegen.

Und doch kommen viele Anleger ins Grübeln: Ist das das Ende der “Trump-Rallye”? Droht jetzt die Abwärtsspirale, die saisonale Korrektur? Darüber können auch wir von boerse.de nur spekulieren, doch es gibt ein paar “goldene” Anlage-Regeln, die auch in Zeiten allgemeiner Verunsicherung nicht an Gültigkeit verlieren. Ganz im Gegenteil: Sie bieten uns Rückhalt und finanzielle Sicherheit in Krisenzeiten, denn Panik ist immer ein schlechter Ratgeber.

Mit Sachwerten sind Sie auf der sicheren Seite
Eine davon lautet: “Investieren Sie in Sachwerte!”. Im Allgemeinen versteht man darunter Immobilien, Gold, Schmuck, Sammlerobjekte und ähnliche Gegenstände, die im Gegensatz zu bedrucktem Papiergeld einen gewissen Eigenwert besitzen. Häufig vergessen werden hingegen Aktien, die landläufig eher das Image “Zockerpapier” statt “Sachwert” verkörpern. Zu Unrecht, denn Aktien sind Unternehmensbeteiligungen, denen reale Werte in Form von Produkten, Maschinen, Mitarbeitern oder Patenten gegenüberstehen. Als Aktionär besitzen Sie kein wertloses Papier, sondern einen geldwerten Firmenanteil.

Eine alte Börsenregel besagt, dass Verluste an den Aktienmärkten oft einen Goldpreis-Boom auslösen. Dies ist in der Tat oft der Fall, weil Anleger bei den leisesten Anzeichen einer Korrektur raus aus den “riskanten” Aktien und “rein” in die sicheren Häfen flüchten. Um eine optimale, langfristige und krisenfeste Vermögensbildung zu gewährleisten, empfehlen wir deshalb ein Investment in beide Sachwerte, die sich optimal ergänzen: Aktien und Gold.

Steigende Geldmenge = Sinkender Geldwert = Steigende Sachwerte
Wenn die Geldentwertung Realität wird, gewinnen Sachwerte umso mehr an Bedeutung. Noch vor ein paar Monaten war von einer Inflation in Euroland keine Rede, ganz im Gegenteil. Mario Draghi und seine Notenbank-Kollegen pumpten billiges Geld in die Märkte, um eine Preissteigerung von rund zwei Prozent zu erzielen, was ihnen im Februar auch gelang. Und schon haben wir das Schlamassel: Die Deutschen bangen wieder um ihr Barvermögen. Da die gleichen Notenbanker den Zinssatz trotz erreichtem Inflationsziel bei null Prozent tiefgefroren lassen, ist auch das Sparbuch kein sicherer Hafen fürs Ersparte. Die Formel, wonach eine steigende Geldmenge in sinkendem Geldwert und nominal steigenden Sachwerten resultiert, behält ihre Gültigkeit.

Goldgräberstimmung?
Schon jetzt zeichnet sich ein neuer “Run” auf das Edelmetall ab, das seit Jahresanfang 9 Prozent an Wert gewann und momentan rund 1.229 Dollar pro Feinunze (31,10 Gramm) kostet. Eine Preissteigerung von über zehn Prozent pro Jahr ist eher ungewöhnlich. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich der Goldpreis in den kommenden sechs Monaten eine kleine Verschnaufpause gönnt, in den nächsten Jahren aber insgesamt deutlich anziehen wird. Von einem rein monetären Standpunkt aus gesehen ist meine Hochzeit in zwei Wochen, nach der ich ein paar Gramm vermögensbildende “Sachwerte” an meinem Finger tragen werde, also durchaus ein kluger Schachzug…

Auslöser für den Gold-Boom ist- neben einer hohen Nachfrage- auch der “Angst-Faktor”. Die andauernde Nachrichtenflut rund um den amerikanischen Präsidenten, das Wahljahr in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland gepaart mit geldpolitischen Unstimmigkeiten nähren die Unsicherheit, die den Goldpreis weiter in die Höhe treiben könnte. Ein Muss ist das aber nicht. So war die Brexit-Panik 2016 schnell verflogen und bereitete dem Höhenflug des Edelmetalls ein jähes Ende.

Deutliche Auswirkungen auf den Goldpreis hat dagegen häufig die Zinspolitik der US-Notenbanken. So legte der Preis für das Edelmetall im vergangenen Zinsanhebungszyklus zwischen 2004 und 2006 ganze 55 Prozent zu. Nach dem Zinsschritt der US-Notenbank vor rund zwei Wochen verteuerte sich die Feinunze bereits um gut drei Prozent. Und sollte die FED die Zinsen weiter anheben, könnte sich die Geschichte wiederholen.

Obwohl Gold und auch Aktien manchmal Überraschung bieten, dürfen wir nicht vergessen, dass beide ein echter “Wertspeicher” sind, also einen realen Substanzwert verkörpern. Bei einem “Sachwert-Investment” in Firmenanteile ist es jedoch essentiell, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es geht nicht darum, in “irgendwelche” Aktien zu investieren, sondern in die richtigen. Wir haben für Sie die risikoärmsten und langfristig erfolgreichsten Aktien der Welt herausgefiltert und in einem Aktienindex gebündelt: Dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Damit liegen Sie auch in Krisenzeiten Gold-richtig.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Gold-und-Aktien-Das-Erfolgsduo-fuer-Ihren-Vermoegensaufbau-von-Miss-boersede/7752622

Gold und Aktien: Das Erfolgsduo für Ihren Vermögensaufbau

Die Bringer der Woche: Der Bär ist los

maxresdefaultIch weiß nicht, wies euch geht, aber mir steckt der Schreck des Brexit- Black Friday’s noch ziemlich in den Knochen. Der völlig überraschende Austritt der Engländer aus der EU ist ein historisches Ereignis und gleichzeitig der erste Börsencrash in meiner Autoren-Karriere. Der letzte Aktien-Absturz, bei dem der DAX um fette 13 Prozent in die Tiefe rauschte, ereignete sich übrigens 2011 aufgrund der drohenden Schuldenkrise in Europa und den USA. Letzten Freitag verlor unser Index auf dem Höhepunkt seiner Depression rund 10 Prozent, konnte sich aber nach dem ersten Schock doch noch leicht erholen und ging mit knapp 7 Prozent aus dem Rennen. Die unglaubliche Summe von fünf Billionen Dollar löste sich innerhalb weniger Stunden in Luft auf.

Zu den größten Verlieren zählten Banken, Versicherungen und das englische Pfund, das seit 30 Jahren nicht mehr so tief stand wie am Freitag. Sommerurlaub schon geplant? Auf ins schöne Großbritannien zu Schnäppchenpreisen! Oder wie wärs mit einer Flucht ins Gold? Der ewige sichere Hafen kann sich vor Krisen-Touristen kaum noch retten und erlebte am Black Friday einen Glanztag mit Plus 4,5 Prozent.

Das BUXianer-Lager hat sich wahrscheinlich in drei Teile gespalten. Die “WTF”- Anhänger, die wie ich und die absolute Mehrheit der Börsianer letzte Woche auf ein “Bremain” und steigende Kurse spekuliert hat, die “Whatever”- Stoiker, die der Meinung sind, dass in jeder Krise eine Chance steckt und die “Lucky Bastards” die ihre Anteile in weiser Voraussicht noch rechtzeitig vercheckt, oder auf fallende Kurse gesetzt haben.

Die Frage, die sich die gesamte Finanzwelt heute stellt und die wir hier bei BUX auch nicht beantworten können, ohne als fiese Scharlatane beschimpft zu werden, ist: Wie? Gehts? Weiter? I ! Dont! Know! Aber es gibt zwei Theorien. Immerhin.

Die Positivisten sind der Meinung, dass die Börsen schon andere Tiefschläge verkraftet haben und es nur eine Frage von Tagen ist, bis sich das Index-Barometer wieder eingependelt hat. Großbritannien ist schließlich nicht vom Erdball gerutscht und wird bald in neuem Glanz auferstehen. Die Pessimisten (oder Realisten?) dagegen befürchten eine weitreichende Wirtschaftskrise, die nicht nur England, sondern auch den Rest Europas treffen könnte. Unsicherheit war noch nie ein Stimmungsmacher auf den Finanzmärkten und der Brexit als Novum könnte für noch mehr Instabilität und zumindest temporär fallende Kurse sorgen.

Besonders hart dürfte es neben englischen Banken und Versicherungen auch deutsche Aktien wie BMW, Daimler, Deutsche Post und RWE treffen, die rund 10 Prozent ihrer Umsätze mit dem Königreich machen und die Konsequenzen des Brexits nur schwer einschätzen können. Diese Krisen-Kandidaten verloren am Freitag 8-10 Prozent an Wert und könnten jetzt entweder als ganz heiße Einstiegs-Chancen gehandelt werden, oder auch in den kommenden Tagen unter der Brexiteritis leiden.

Brexit hin oder her- das Börsenleben geht weiter. Bei vielen Unternehmen ist “business as usual” angesagt und das ist auch gut so. Vielleicht sorgen Nike (Dienstag) und Monsanto (Donnerstag) mit ihren Quartalszahlen für Adrenalinkicks auf dem Parkett? Auch unser Dauerbrenner Volkswagen könnte diese Woche wieder für das ein oder andere Kurs-Gewitter verantwortlich sein. Am Dienstag endet die Gnadenfrist zur Einigung mit den US-Behörden und der Autobauer hat dann langsam Gewissheit über das ganze finanzielle Ausmaß der Dieselgate-Affäre in den USA und über die Kostenlawine, die auf ihn zurollt.

Spannende Zeiten, liebe BUXers! Das Motto der Woche könnte “No risk, no fun” lauten. Macht euch auf ein paar kurstechnische Überraschungen bereit, die eure Trades eventuell in den Keller schicken, aber gleichzeitig auch eine Top-Einstiegschance sein könnten. The show must go on!

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Die Bringer der Woche: Der Bär ist los

Die Bringer der Woche: Alles aus und vorbei?

vift-valentines-day-breakup-kit“Brexit”. Ekliges Wort. Klingt irgendwie nach Ex, Breakup, aus und vorbei. Und genau das bedeutet es auch: Das mögliche Goodbye Großbritanniens aus der Europäischen Gemeinschaft, über das die Engländer diese Woche, am 23.6., abstimmen. Momentan gehen die meisten Meinungsforscher aufgrund der letzten Umfrage-Ergebnisse davon aus, dass das Votum ein verdammt knappes Kopf-an-Kopfrennen zwischen Brexit-Fans- und Gegnern wird.

Obwohl die Brexit-Chancen 50:50 oder vielleicht sogar nur 40:60 stehen, so verbreitet die Presse dennoch am liebsten Worst-Case- Szenarien vom EU-Ausstieg der Engländer. Und das, obwohl kein Mensch vorhersehen kann, wie letztendlich gestimmt wird und ob ein Brexit wirklich einem Weltuntergang nahe käme. Nach wochenlangem “Zinsen, Zinsen, Zinsen” Gejammer kann ich jetzt echt kein ewiges “Brexit, Brexit, Brexit” Geheule mehr vertragen..Also lasst uns mal ein bisschen entspannt an die Sache rangehen und beide Szenarien unter die Lupe nehmen:

1. Gehen

Viele Wirtschaftsweise fürchten die möglicherweise gravierenden ökonomischen Folgen eines Austritts der Engländer aus dem Kaffeekränzchen der EU-Mitgliedsländer. Es steht mehr auf dem Spiel als der Ausschluss aus dem Eurovision Songcontest, oder die Besteuerung deutscher Bratwurst-Importe. Es geht um Handelsabkommen, juristische Probleme, England als Standort und Dreh- und Angelpunkt für viele internationale Unternehmen und Banken und nicht zuletzt um ein Negativ-Beispiel für andere EU-Länder, die Großbritanniens Vorbild folgen könnten.

Uns BUXers interessieren natürlich vor allem die Folgen, die ein Brexit für Aktien, Währungen und Rohstoffe mit sich bringen könnte. Da “Brexit” als gleichbedeutend mit “Krise” gesehen wird, könnte Gold als “sicherer Hafen” wiedermal ein Revival erleben. Etwas düsterer siehts dagegen für das britische Pfund aus. Die Landeswährung könnte gegenüber dem Euro kräftig verlieren, oder sogar 1:1 gehandelt werden.

Angst ist kein guter Berater der Aktienmärkte. Deshalb rechnen Beobachter damit, dass es im Falle eines Brexit tage- ja vielleicht sogar wochenlang zu kräftigen Kursschwankungen, wenn nicht sogar zu einem “Black Friday”, einem weltweiten Aktien-Kollaps, kommen könnte. Im Falle eines Austritts Englands werden alle Geschäfte mit dem Königreich komplizierter, worunter vor allem europäische Export- und Import- Unternehmen leiden würden. Allen voran Aktien der Autoindustrie und der Banken, die zu den größten Kurs-Verlieren zählen dürften.

2. Bleiben

Obwohl wir gedanklich schon auf “time to say goodbye” eingestimmt sind, besteht die realistische Möglichkeit, dass England Teil der EU bleibt. Hübsches Szenario, das vor allem den jungen Briten, die für den Erhalt von Arbeitsplätzen, Bildungsmöglichkeiten und der internationalen Position ihres Landes kämpfen, ein big smile ins Gesicht zaubert. Auch aktientechnisch gesehen wäre im Falle eines “Remain” (Bleiben) Party auf dem Parkett angesagt. Den Börsianern würde wahrscheinlich eine pfundschwere Last von den Schultern fallen und selbst die zögerlichsten Trader würden wieder auf den Handelsteppich zurückkehren. So könnte “Remain” zur Mega-Einstiegschance für alle risikofreudigen BUXianer werden.

Apropos Risiko: Turbulenzen ahead! Diese Woche solltet ihr besser nicht den großen Trade-Master raushängen lassen. Sogar die Profis raten davon ab, vor dem Votum in die Vollen zu gehen. Diversifikation heißt das Zauberwort! Ein paar Rohstoffe, internationale Aktien, englische Aktien, Währungen.. Der Mix macht die Musik und streut euer Risiko. Just in case…

Bleibt die Frage, mit welchen Aktien wir uns bis Donnerstag die Zeit vertreiben? Der Spielkamerad der Woche heißt: VW. Am Mittwoch laden die Wolfsburger zur Hauptversammlung, bei der vermutlich hitzig über umstrittene Boni-Zahlungen für hochrangige VW-Manager und die Einsetzung eines Sonderermittlers zur Aufarbeitung des Dieselgate-Skandals diskutiert wird. Das ist der Stoff, aus dem die Trade-Träume sind!

So ihr Lieben, ich bin raus, Exit, aus. Nächste Woche sind wir auf jeden Fall klüger und hoffentlich auch reicher. Happy Brexing!

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Die Bringer der Woche: Alles aus und vorbei?

Mit Gold zum Glück?

392357-funny-pictures-leprepig-and-his-pot-of-goldIch habe ein Problem. Ich habe Geld. Nicht sehr viel, aber zu viel, um es mal eben für ein Paar Manolo Blahnik Heels, oder einen Kurztrip nach London zu verjubeln. Vor ein paar Jahren hätte ich meine Euros aus Faulheit und Unwissenheit einfach auf meinem Sparkassen-Sparbuch deponiert. Da lagen sie sicher und brachten immerhin so 2 Prozent Zinsen pro Jahr. Genug, um mein Anleger-Gewissen zu beruhigen.

Doch jetzt darf ich mich mit einem ganz blöden Luxusproblem rumschlagen, auf das ich echt gar keinen Bock habe: Wohin mit meinem hübschen Spargeld? Meine Hausbank mit dem “S” hat Fragezeichen in den Augen, wenn ich mich nach den aktuellen Zinsen fürs Sparbuch erkundige. Nix gibts! Und eventuell muss ich künftig sogar Strafzinsen für meine Geldanlage bezahlen. Na danke!

So wie mir geht es momentan den meisten Deutschen, die aus Furcht vor einer Spargeld-Schmelze auf der Bank in Aktien und / oder Gold-Anlagen flüchten. Das Edelmetall ist derzeit echt booming. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg Anfang Mai mit rund 1300 Dollar auf einen neuen Jahres-Rekord und die weltweite Gold-Nachfrage erreichte im ersten Quartal den zweithöchsten Wert in seiner Geschichte.

Im Gegensatz zum Festgeld auf der Bank gibt es für Gold keine laufenden, jährlichen Zinsen. Die Investoren verdienen nur, wenn der Goldpreis steigt. Da Edelmetalle die erfreuliche Eigenschaft haben, “knapp” zu sein (“Gold – Drucken” ist unmöglich, “Geld-Drucken” schon), gilt diese Form der Geldanlage noch immer als der sichere Hafen schlechthin. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, Achterbahn-Kursen an der Börse und einer zweifelhaften Null-Zinspolitik der Notenbanken bleibt vielen Sparern eben nur die Flucht in harte Nuggets.

Ok, die Nachfrage steigt also und treibt den Goldpreis in die Höhe. Doch damit nicht genug. Einen zusätzlich Boost bekommt das Edelmetall scheinbar auch durch ein gesunkenes Angebot. Die weltweiten Goldbestände für den Großhandel sind seit 2011 um zwei drittel gesunken. Die Minen fördern weniger Edelmetall und die chinesische Zentralbank bunkert in ihrem Geldspeicher tonnenweise Gold als eiserne Reserve.

Ob der Goldpreis in den kommenden Monaten noch weiter glänzt, kann momentan niemand mit Gewissheit sagen. Aber bevor ich meine hart verdienten Moneten irgendeiner Bank in den Rachen werfe, nehm ich lieber ein bisschen Risiko in Kauf und platziere einen hübschen, kleinen Gold-Trade. Ist auch viiiel glamouröser, oder?

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Mit Gold zum Glück?

Gold als Angst- und Krisenwährung?

3094_originalAus gegebenem Anlass verzichte ich heute Morgen auf meine kleinen Scherze, geplanten Sticheleien über Apple, Berichte aus der Firmenwelt, oder sonstige Lappalien. Bei einem Bombenanschlag am Brüssler Flughafen Zaventem und einer U-Bahnstation sind heute Morgen nach unserem derzeitigen Wissensstand 14 Personen ums Leben gekommen, mindestens 25 weitere wurden teils schwer verletzt. Im Namen des gesamten BUX-Teams möchte ich an dieser Stelle unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gegenüber den Opfern und deren Angehörigen aussprechen. Ein Anschlag dieser Größenordnung, der sich gerade mal zwei Autostunden von unserem Headquater in Amsterdam entfernt ereignet hat, geht uns besonders nahe.

So grausam es auch ist: der Handel an der Börse kennt keine Pause und keine Schweigeminute. Die Frage, die die Finanzwelt jetzt bewegt ist: wie wirkt sich so ein Ereignis auf die Aktienkurse aus?

Zu den Verlierern dürften heute, ähnlich wie nach den Anschlägen von Paris, die Papiere der Luftfahrt-, Hotel- und Versicherungsbranche zählen. Derzeit notiert der DAX gut 1,5 Prozent im Minus, die Lufthansa-Aktie hat fast 3 Prozent eingebüßt.

Wie so oft flüchten Anleger in die Angst- oder Verzweiflungswährung Gold, die mit 1 Prozent Plus zu den traurigen Gewinnern des frühen Handels zählt. Wenn Anleger die Angst packt, wenn die Zentralbanken die Zinsen für Geldanlagen auf 0 Prozent einfrieren, wenn das Haus schon gekauft ist und der Mercedes schon in der Garage wartet, dann fragt sich der Geldbesitzer: wohin mit den Scheinen? Gold und andere Edelmetalle werfen zwar keine Zinsen ab, sind aber an sich schon wertvoll und haben seit Anfang des Jahres eine glamouröse Performance hingelegt und sich um rund 18 Prozent verteuert. Die latente Terrorgefahr in vielen Teilen der Welt und eine Angebotsverknappung durch die Schließung zahlreicher Goldminen, könnten für einen weiteren Aufschwung des Goldpreises sorgen.

Puh, was für ein Tag! Wir halten euch natürlich auch in den kommenden Stunden über die aktuellsten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden und ich verabschiede mich heute von euch mit einem: Peace, Brussels!

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Gold als Angst- und Krisenwährung?