90% Plus seit Januar: diese Aktie hat mehr Power, als ihr denkt!

atv-accidentIch kann mich noch gut daran erinnern, dass ich 2015 zwei Dinge echt nicht mehr hören konnte: “Hello” von Adele und “RWE”. Der deutsche Energieversorger sorgte damals mit derben Verlusten fast täglich für knallrote Schlagzeilen und als ob das nicht deprimierend genug war, säuselte Adele gefühlte 100 mal 24/7 auf allen Radiofrequenzen.


Jetzt, zwei Jahre später ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen und siehe da: RWE hat sich mit einem gigawatt-großen Plus von 90,44 Prozent seit Jahresanfang mehr als erholt und die Sängerin findet ihre Erfüllung jetzt in der Gartenarbeit und pfeift auf Millionengagen.

So kanns weitergehen! Oder doch nicht? RWE zeigt uns morgen Zahlen zum dritten Quartal und wir wollen natürlich wissen, ob die Aktie auch 2018 im positiven Flow bleibt!

At least I can say that I’ve tried

Jahrelang sinkende Strompreise. Enorme Kosten für den Atomausstieg und Umstieg auf grüne Energiequellen. Die wachsende Konkurrenz von Ökostrom-Anbietern. All das brachte RWE 2015 / 2016 an der Rand des Ruins. Was die Ruhrpottler auch versuchten, nichts half gegen die substanzielle Energiekrise.

Erst mit der Abspaltung der RWE-Ökostromtochter Innogy, die an der Börse frisches Geld für den Mutterkonzern einsammelte, bekamen die Essener wieder etwas Grip unter die Räder.

They say that time’s supposed to heal ya

Innogys grüner Strom verkauft sich ähnlich gut wie Vega-Würste und RWE verdient am Erfolg seiner schönen Tochter ordentlich mit. Auch der Faktor Zeit spielt bei RWEs Erholung eine Rolle: nach jahrelangem Warten auf eine Entscheidung darüber, wer jetzt welche Kosten für den Atomausstieg schultern muss, bekam der Energieriese im Juni ein enormes Steuergeschenk.

Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass RWE 1,7 Milliarden Euro zu viel an den Fiskus bezahlt hat und wieder erstattet bekommt. Eine hübsche Rückzahlung, die die Konzernbilanz und die Gesichter der Aktionäre wieder zum Strahlen brachte.

Ob die Happy Preppy-Aktie morgen nach den Zahlen weiterhin auf Kurs liegt? Die meisten Analysten sagen: Ja! – und erwarten ein Ergebnis-Plus gegenüber dem Vorjahr von 9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Läuft!

 

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90% Plus seit Januar: diese Aktie hat mehr Power, als ihr denkt!

Lufthansa: Piloten in die Holz-Klasse

 

lhSchadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und ganz ehrlich: ich musste schon schmunzeln, als ich heute Morgen die Schlagzeile “Lufthansa-Piloten dürfen nicht mehr First Class fliegen” gelesen habe. Warum sollten sie auch? Die Köche eines Sterne-Restaurants speisen nach Feierabend ja auch nicht immer Hummer & Kaviar.

Hintergrund war, dass die Deutsche Lufthansa ihren Piloten scheinbar bald nicht mehr erlauben wird, First Class zum Einsatzort zu fliegen. Business Class oder- falls ausgebucht- Holz Class müssen den Herren und Damen dann auch genügen. Das könnte für Zoff in den eigenen Reihen sorgen! Heute riefen die Piloten schon sowas wie “Degradierung!” und “Ein Schlag ins Gesicht!”. Oh je, wenn da nicht bald der nächste Streik droht..

Ohnehin war 2015 für die Deutsche Lufthansa ein Jahr mit vielen Turbulenzen. Rekordstreiks, Rekordgewinne- die Kranich-Linie war ständig in den Schlagzeilen.
Beginnen wir mal mit den Negativ-News des Jahres. Im November blieben über 4700 Kraniche samt Nils und Holgerssons am Boden. Fast eine halbe Millionen Passagiere waren betroffen und mussten in Wartehallen kampieren. Streitigkeiten dieser Art sind schlecht fürs Image und schlecht fürs Geschäft. Zum einen kosten Flugausfälle ne Menge Kohle, zum anderen überlegen zukünftige Flug-Bucher lieber zweimal, ob sie das Lufthansa-Risiko nochmal eingehen wollen, oder nicht doch auf andere, zuverlässigere, Airlines ausweichen.

Gift für die ohnehin schon Konkurrenz-geplagte Lufthansa. Der Konkurrenzkampf über den Wolken ist hart. Immer mehr Billigairlines und Konkurrenz aus 1001 Nacht, wie Etihad oder Emirates, wollen der Lufthansa Kunden abgraben und richten sich mit ihren Angeboten mittlerweile auch an Geschäftsreisende, dem Kernsegment der LH.

Deshalb will Lufthansa seiner Billig-Tochter Eurowings Flügel verleihen und die Kosten drücken. Sparmaßnahmen sorgen natürlich erneut für Stress mit der Bemannung, die ohnehin schon schlecht auf das Management der Airline zu sprechen ist…

Trotz viel Gegenwind laufen die Geschäfte der Lufthansa glänzend und das Unternehmen peilt 2015 sogar den höchsten Gewinn der Firmengeschichte an. Wie kann das sein? Dank des dauertiefen Ölpreises können Fluglinien die Tanks ihrer Maschinen mit Billig-Kerosin füllen und geben die Einsparungen in Form günstiger Ticketpreise an ihre Kunden weiter. Wir Europäer sind ohnehin schon ein reiselustiges Völkchen und wenns Flugreisen auch noch zu Discountpreisen gibt, schlagen wir natürlich zu.

Viele Experten zählen die LH deshalb auch 2016 zu den Gewinneraktien. Ich freue mich vor allem über billige Tickets und: den Piloten neben mir in der Economy-Class.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/lufthansa-piloten-in-die-holz-klasse/

Lufthansa: Piloten in die Holz-Klasse

Zoff in der Bankenfamilie: Commerzbank gegen Deutsche Bank

bankSchluss, Aus, Ende mit der Besinnlichkeit! Der Großfamilie der deutschen Banken sind die Feiertage nicht gut bekommen und heute krachts gewaltig in den eigenen Reihen. Die Commerzbank verklagt in den USA vier Geldhäuser, darunter auch eine Tochter der Deutschen Bank.

Nach Thanksgiving folgt der Cold Turkey, oder was? Nein, der Grund der Streitigkeiten ist fast schon historisch zu nennen. Es geht um die weltweite Finanzkrise, die ab 2008 ihren Lauf nahm. Der US-Wirtschaft geht es mittlerweile wieder prima und die Krise ist so gut wie gegessen, aber die Banken haben noch einen Truthahn miteinander zu rupfen.

Die Ursache der Bankenkrise war eigentlich eine Immobilienkrise in den USA, die schon 2005 begann. Damals konnte sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten fast jeder der wollte, ein Haus kaufen. Hierzulande guckt die Bank erst ganz genau nach deinem Job, deinem Einkommen, deinen Schulden, deinen Familienverhältnissen und dem Inhalt deines Sparschweins. In Amerika nicht. Dort vergaben die Banken massenweise “Ninja- Kredite” (steht für: No income, No job, No asset), also Kredite ohne Sicherheiten.

Die Banken dachten sich: oh super, so viele neue Kunden, die alle Kridit-Zinsen an uns bezahlen! Damit können wir mächtig viel Geld verdienen! Voll Übermut schnürten die Banken aus den Immobilien-Krediten auch noch Wertpapier-Produkte. Man könnte sagen, es handelte sich dabei um Säcke fauler Äpfel, die als schicke Finanzprodukte getarnt an Banken weltweit verkauft wurden. Das Geschäft boomte, die Banker strichen fette Boni ein und Rating-Agenturen beurteilten die Mogelpackungen auch noch mit Bestnoten, beispielsweise “AAA”. Die Banken vertrauten darauf und der Handel mit den faulen Wertpapieren boomte.

Es kam, wie es kommen musste. Die Zinsen stiegen, die Häuslebauer konnten ihre Kredite nicht mehr bezahlen und ihr “Amerikanischer Traum” musste zwangsversteigert werden. Die Banken blieben auf wertlosen Wertpapieren sitzen und die Krise nahm ihren Lauf.

Die Commerzbank hatte vor 2008 in Amerika Mogel-Wertpapiere in Höhe von 2 Milliarden Dollar gekauft. Allein in die Fonds der Deutschen Bank investierte sie 640 Millionen Euro. Viele Nullen haben sich seitdem in Luft aufgelöst und die Commerzbank ist sauer. Sie wirft der Deutschen Bank vor, ihre Pflichten verletzt und Verträge gebrochen zu haben und will Schadenersatz.

Ob die Klage Schweißperlen auf die Stirn der Deutschen Bank-Manager treiben wird, ist fraglich. Das Geldhaus ist derzeit mit über 7000 Rechtsstreitigkeiten konfrontiert und hat für all den Ärger vorsorglich schonmal 4,8 Milliarden Dollar auf die Seite gelegt. Ob das als Schadenersatz für den amerikanischen Albtraum reichen wird?

Die Commerzbank- Aktie nimmt’s gelassen und dümpelt derzeit mit einem leichten Plus von 0,38 Prozent dahin. Wir sind gespannt, ob sich bei den Papieren der Streithähne heute noch mehr bewegt.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/zoff-in-der-bankenfamilie-commerzbank-gegen-deutsche-bank/

Zoff in der Bankenfamilie: Commerzbank gegen Deutsche Bank