Gemälde, Oldtimer, Juwelen: Was taugen Sammlerstücke als Geldanlage?

precious-1199183_960_720Schwankende Aktienkurse, ultra- niedrige Zinsen, regulierte Kryptowährungen, weltpolitische Unsicherheiten: viele Anleger fühlen sich von den momentanen Rahmenbedingungen verunsichert und flüchten in “abstrakte” Märkte jenseits der klassischen Anlageformen. Zum Beispiel in Kunst oder Oldtimer, sogenannte “Collectibles”, also Sammlerstücke.

Zugegeben: ein verlockender Gedanke, der die Fantasie vieler Investoren beflügelt. Man kaufe ein Gemälde eines (noch!) nicht entdeckten Künstlers zu einem günstigen Preis, hänge es an die Wand, erfreue sich an seinem Anblick und versilbere das Kunstwerk ein paar Jahre später zu einem exorbitant höheren Preis. So einfach geht Geldverdienen!

Kunst oder Krempel?

Auch die mediale Berichterstattung rund um das Thema Kunst & Kapital gießt Wasser auf die Mühlen. Zum Beispiel mit Schlagzeilen wie diesen: “Ist 2018 das Jahr der sensationellen Scheunenfunde?” oder: „Bares für Rares: Diese Schätze sorgen für Sensationssummen”. So brachte beispielsweise eine Beatles-Schallplatte ganze 30.000 Euro, ein Oldtimer der Marke Borgward 35.000 Euro, und eine seltene Goldmünze 25.000 Euro ein. Summen, mit denen die glücklichen Besitzer nicht gerechnet hatten. Auf dem “echten” Kunstmarkt locken, zumindest in Theorie, natürlich noch höhere Verkaufspreise.

Zum Beispiel beim Auktionshaus Sotheby’s, dessen Geschäftsjahr 2018 mit der Versteigerung von Picassos schönem Porträt der Marie-Therese Walter für 70 Millionen Dollar an das hervorragende Vorjahrsresultat anknüpfte. Sotheby’s Managing Director Deutschland, Dr. Philipp Herzog von Württemberg, kommentierte die Geschäftsentwicklung: „2017 war ein sehr gutes Jahr, das Sotheby’s mit einem Konzernumsatz von 5,5 Milliarden Dollar abschließt; dies entspricht einer Steigerung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl die erzielten Gesamtergebnisse in den Auktionen weltweit und den Privatverkäufen zeigen ein Wachstum von 8 Prozent respektive 28 Prozent”.

Eine Asset-Klasse für Kenner

Das Interesse an Sammlerstücken als Geldanlage scheint also zu wachsen. Doch die Rendite von Kunst-Investments hinkt den Erwartungen eindeutig hinterher. Eine neue Studie von Wissenschaftlern der London Business School und Experten der Schweizer Bank Credit Suisse zeigt eindrucksvoll, wie sich verschiedene Anlageklassen seit 1900 entwickelt haben. Darunter Aktien, Gold, Immobilien, Anleihen und: Kunst. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der Studie: Aktien zahlen sich auf lange Sicht immens aus. So lag die Rendite bei einer weltweiten Aktienanlage seit 1900 bei 5,2 Prozent pro Jahr. Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) für deutsche Aktien sind sogar noch positiver. Für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren erzielte der Dax im Schnitt rund 9 Prozent Rendite. Kunst entpuppte sich hingegen mit einer Wertsteigerung von im Mittel nur 1,9 Prozent als sehr mäßiger Renditebringer und kennt zudem eine Reihe von Risiken:

• Kunst-Investoren müssen über den nötigen Sachverstand verfügen, um die “Sahnestücke” des Marktes zu identifizieren, und das nötige Kleingeld, um diese auch zu kaufen zu können.
• Selbst wenn Kenntnis und Kapital vorhanden sind, gibt es keine Garantie auf die Renditeentwicklung.
• Kunst erwirtschaftet keine Zinsen oder Dividenden.
• Bei Kunstwerken handelt es sich, ähnlich wie bei Immobilien, um illiquide Anlageformen, die sich nicht ohne Weiteres veräußern lassen.
• Der Kunstmarkt ist intransparent, und die Transaktionskosten sind hoch.
• Schönheit liegt im Auge des Betrachters und kann fundamental kaum valide bewertet werden.

Wenn Sie also unter die Kunst-, Oldtimer-, Wein- oder Schmucksammler gehen wollen, dann sehen Sie Ihr Investment besser nicht unter Renditegesichtspunkten. Genießen Sie Ihren Ankauf, aber stellen Sie Ihre langfristige Vermögensplanung lieber auf ein solides Fundament.

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Gemälde, Oldtimer, Juwelen: Was taugen Sammlerstücke als Geldanlage?

Bitcoin: Anlagechance oder Tulpenzwiebel des 21. Jahrhunderts?

Beim Begriff “Bitcoin” denke ich unweigerlich an dubiose Internetgeschäfte im grauen Niemandsland, an “Hacker-Typen” und Cyberkriminelle. Warum wir der alternativen Währung, die so gar nicht zu unserer von Sicherheit und Langfristigkeit geprägten boerse.de-Philosophie passt, heute trotzdem einen Artikel widmen? Ganz einfach, weil Bitcoins unverschämt erfolgreich sind, durch die Schlagzeilen der internationalen Presse geistern und sich viele Anleger fragen, ob es sich bei den digitalen Münzen vielleicht um DIE Anlagechance des Jahrzehnts handelt.

Was ist eigentlich “Bitcoin”?

Bei Bitcoins, aufgrund ihrer Verschlüsselungstechnik auch “Kryptogeld” genannt, handelt es sich um eine rein digitale Internetwährung. Im Gegensatz zum Geld in unserem Portemonnaie werden Bitcoins nicht von Zentralbanken reguliert und ausgegeben, sondern von Rechnern. Nutzer können Bitcoins zum Wert von sage und schreibe rund 2000 Euro pro Stück oder Bruchteile davon kaufen, in ihrem digitalen Geldbeutel speichern, sparen oder ausgeben. Zum Beispiel bei Expedia, Dell, Microsoft – oder im Restaurant “Wilde 13” im schönen Augsburg. Ein Stückchen Kryptographie, das mehr wert ist als eine Feinunze Gold? Der Gedanke ist zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig, doch der kometenhafte Aufstieg der Bitcoins hat durchaus irdische Gründe.

Symbolbild von Bitcoins
Hätte, hätte, Blockchain-Kette

Der Kurs einer Bitcoin ist in den vergangenen fünf Jahren um 55.000 Prozent gestiegen und hat vermutlich so manch einen abenteuerlustigen “Nerd” zum Millionär gemacht. Alle derzeit im Umlauf befindlichen 16,3 Millionen Bitcoins zusammengerechnet ergäben einen Marktwert, der dem der renommierten Deutschen Bank nahe kommen würde. Wie lässt sich dieser Boom erklären?

Wie bei Aktien definiert sich der Preis aus dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Der von vielen als “Blase” beschimpfte Trend entstand aus einer Art “Goldrausch”, gepaart mit einem begrenztem Angebot, denn die Produktion ist zeitaufwendig und unwiderruflich auf 21 Millionen Bitcoins limitiert. Und wie so oft wecken seltene Dinge Begehrlichkeiten…

Doch es gibt auch ganz pragmatische Gründe für den Erfolg der Internetwährung. Online-Banking klingt zwar enorm digital, ist es aber nicht. Auch bei Bezahlmethoden im Internet sind Banken involviert, die eine gewisse “offline” Bearbeitungszeit für Transaktionen verlangen. Geschäftszeiten der Geldinstitute passen aber so gar nicht zur alles-hier-und-jetzt Mentalität der Internetwelt, in der Videos live gestreamt und bestellte Schuhe noch am selben Tag geliefert werden können. Eine Diskrepanz, die digitale “Echtzeit-Währungen” überbrücken könnten.

Ob sich Bitcoins tatsächlich zur führenden Online-Bezahlmethode entwickeln, von anderen Kryptowährungen wie Ethereum abgelöst oder gänzlich vom Markt verschwinden werden, kann momentan niemand vorhersehen. Genau deshalb sind Bitcoins auch eine extrem spekulative Geldanlage.

Wertanlage oder Wetteinsatz?

An einem Tag totgesagt, am anderen Tag auf einem neuen Rekordhoch: der Bitcoin-Kursverlauf ist so wankelmütig, dass man wohl kaum von einer langfristigen, risikoarmen Geldanlage sprechen kann. Das Kennzeichen einer Währung ist unter anderem ihre Stabilität. Da Bitcoins keiner Regulation unterworfen sind und von vielen Käufern nicht als Bezahlmittel, sondern Spekulationsobjekt gehandelt werden, schwankt ihr Wert ganz erheblich. So sind Einbrüche von 300 Dollar pro Bitcoin innerhalb einer Stunde keine Seltenheit. Noch im Januar war der Kurs unter 800 Dollar gerutscht, auch im März hatte es Rückschläge gegeben. Die Bundesbank warnte deshalb Sparer kürzlich davor, der Bitcoin-Manie zu verfallen, die schon als “Tulpenzwiebel-Hausse des 21. Jahrhunderts” bezeichnet wird. Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele sagte: „Aus unserer Sicht ist der Bitcoin kein geeignetes Medium, um Werte aufzubewahren.“

Wir schließen uns dieser Warnung an und empfehlen Ihnen, Ihr Erspartes nicht in kryptische Codes umzuwandeln, sondern sicher und dennoch rentabel zu investieren. Zum Beispiel in den BCDI. Nein, damit meinen wir keinen virtuellen Bitcoin-Index, sondern den äußerst realen boerse.de-Champions-Defensiv-Index, bestehend aus zehn der, laut Performance-Analyse, langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt. Bei jeder Bank oder Sparkasse können Sie ganz einfach das BCDI-Zertifikat(WKN: DT0BAC) odern. “Unser” BCDI-Index markierte diese Woche abermals einen neuen Rekordstand und bescherte den Anlegern ganz reale 53 Prozent Rendite innerhalb von knapp drei Jahren. Eine Performance, um die Sie Bitcoin-Besitzer beneiden werden, wenn die Blase doch eines Tages platzt…

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

Bitcoin: Anlagechance oder Tulpenzwiebel des 21. Jahrhunderts?

Geldvernichten leicht gemacht oder: unsere verhängnisvolle Liebe zum Sparbuch

scissors-893152_960_720Jeder deutsche Haushalt hat seit 2010 ganze 1.300 Euro beim “Sparen” verloren. In den kommenden 20 Jahren könnten sich die Verluste auf horrende 14.000 Euro pro Haushalt ausweiten. Ich werfe nicht gerne mit Zahlen um mich, doch die Ergebnisse, die die Experten der Comdirect Bank in der jüngsten Ausgabe ihres “Realzins Radars” präsentierten, erschüttern mich. Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich muss ganz schön lange arbeiten um 1.300 Euro einfach so mal auf die Seite schaffen zu können, geschweige denn 14.000 Euro. Ein Verlust solch hoher Beträge ist schmerzlich, aber vermeidbar.

Die Ursache des Übels

Wie kommt es eigentlich, dass wir uns trotz guter Vorsätze auf Dauer “arm sparen”? Schuld an der aktuellen Entwicklung, die noch über Jahre anhalten könnte, ist die Geldpolitik der Zentralbanken gekoppelt mit der Spar-Moral der Deutschen, die sich einfach nicht von ihrem zweitliebsten Kind, dem Sparbuch, trennen können. Doch dazu später mehr. Konzentrieren wir uns erstmal auf den Entzündungsherd, die Zinspolitik:

“Die EZB enteignet Sparer”, harte, oft gelesene Worte, in denen leider mehr als ein Fünkchen Wahrheit steckt. Mit dem Ziel, Unternehmen und Privatpersonen zu Investitionen zu verführen und damit die Wirtschaft wieder ins Rollen zu bringen, hat die Europäische Zentralbank seit der Finanzkrise 2009 sukzessive den Leitzins auf Null Prozent gesenkt. Geld lehnen zum Nulltarif sollte die Konjunktur ankurbeln und die Inflationsrate erhöhen. Sehr zum Leidwesen der Sparer, deren verzinsliches Vermögen keine Rendite mehr erwirtschaftet und von der Inflation förmlich “aufgefressen” wird. Null Prozent Zinsen, zwei Prozent Inflation: So lautet das Patentrezept für die perfekte Geldschmelze.

Das Sparbuch-Syndrom

Doch offenbar lässt sich das “Volk der Sparer” von irrationalen, verlustbringenden “Geldanlagen” wie dem Sparbuch noch lange nicht abschrecken. Seit 2008 stieg das Finanzvermögen der Deutschen um etwa 1,5 Billionen Euro auf etwa 5,6 Billionen Euro. 38 Prozent davon, also 2,1 Billionen Euro, sind Geldanlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen. Auch ich besitze ein rotes Büchlein mit goldenen Initialen und bekenne mich dazu, über die Jahre hinweg ein inniges Verhältnis zu ihm aufgebaut zu haben. Weltspartag & Co. lehren uns schließlich schon von Kindesbeinen an, dass das Geld auf dem Buch “sicher” ist. Beziehungsweise war.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Inflationsrate hierzulande bis 2022 auf 2,4 Prozent steigen wird. Bei möglicherweise weiter bestehendem Niedrigzinsumfeld.

Umdenken zahlt sich aus

Wie sagt man doch so schön: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Natürlich können wir auf die EZB, die Banken oder die Politik schimpfen, doch reich werden wir damit nicht. Wir sollten endlich dazu übergehen, uns an den eigenen Haaren aus dem Zins-Sumpf zu ziehen. Zum Beispiel, indem wir endlich ein “Volk der Aktionäre” werden. Darin sind uns andere Nationen schon längst überlegen: Die Amerikaner verstehen sich traditionell als “Miteigentümer” von Unternehmen, dementsprechend hoch ist die Aktionärsquote und der Vermögenszuwachs. Während die Deutschen zwischen 2009 und Ende 2015 nur 17,5 Prozent mehr Eigenkapital erwirtschafteten, verdoppelten die Amerikaner ihr Vermögen. Vor allem, weil Aktien in den USA keine Spekulationsobjekte, sondern unbedingter Bestandteil jeder Anlagestrategie sind.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die enorme Diskrepanz zwischen Sparbuch und Aktien:

Hätten wir 2007 10.000 Euro aufs Sparbuch gelegt, so wären daraus 2017 bei einem gemittelten Zinssatz von 0,5 Prozent 10.511 Euro geworden. Berücksichtigt man zusätzlich eine Geldentwertung von einem Prozent, so fällt das Saldo unterm Strich sogar negativ aus.

Hätten wir 2007 dagegen 10.000 Euro in den Dax-Kursindex investiert, so wären daraus bis heute 11.624 Euro geworden. Ein Zugewinn von 16,4% Prozent. Plus Dividendenrenditen, versteht sich.

Zahlen, die eine deutliche Sprache sprechen. Wenn auch Sie dem Sparbuch endgültig Lebewohl winken und Ihr Erspartes langfristig rentabel anlegen möchten, dann führt an Aktien kein Weg vorbei. Wir von boerse.de machen Ihnen den Einstieg in die Welt der Aktien so leicht wie möglich: Gehen Sie einfach zu einer Bank oder Sparkasse Ihrer Wahl und erkundigen Sie sich nach dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Mit diesem Grundlageninvestment, bestehend aus zehn besonders risikoarmen und gleichzeitig renditestarken Aktien wie z.B. Nestlé, Fielmann oder Fresenius, hätten Sie innerhalb der vergangenen zehn Jahre sogar ein Plus von 269 Prozent erzielt. Aus 10.000 Euro wären 26.900 Euro geworden…
Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

Geldvernichten leicht gemacht oder: unsere verhängnisvolle Liebe zum Sparbuch

Das Wort zum Wochenende: Finanzbildung, dringend gesucht!

Mein siebenjähriger Sohn interessiert sich für Geld. Sehr sogar. Er zählt mit Begeisterung den Inhalt seines Sparschweins, rechnet im Matheunterricht fleißig mit Euro und Cent und versucht langsam ein Bild davon zu bekommen, wie viel Auto, Miete, Gummibärchen und FC Barcelona-Trikots kosten. Nur eine Frage stellt er mir immer wieder: “Mama, was ist eigentlich dein Beruf?” Ich erkläre ihm dann, dass ich über die Börse schreibe. Was Aktien sind und warum das alles wichtig ist. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie schwierig es ist, einem Kind in einfachen Worten ein so komplexes Thema wie “Die Börse” zu erläutern. Ich probiere es mit “einem Handelsplatz, auf dem Menschen Firmenanteile kaufen und verkaufen können. Wie ein Flohmarkt, verstehst du? Und je mehr Leute etwas haben wollen, desto teurer wird’s. Und umgekehrt”. Meistens wendet er sich dann gelangweilt ab, um mich Wochen später wieder das Gleiche zu fragen.

Gott sei Dank kam mir ein Kinderfernsehprogramm zu Hilfe, dem endlich gelang, woran ich monatelang scheiterte: Meinen Sohn für das Thema Aktien zu begeistern. In bunten Bildern und anschaulichen Geschichten wurde der Ursprung der Handelsplätze im alten Rom, die erste “echte” Börse in Brügge und ihre heutigen Nachkommen in Frankfurt, London oder New York erzählt. Das Eis war gebrochen und in der Schule bin ich jetzt die “Aktienhändlerin”. Stimmt nicht ganz, freut mich aber trotzdem. Es ist also durchaus möglich, bereits Kinder im Grundschulalter für das Thema Finanzen zu begeistern. Nur über das “ob” und “wie” scheiden sich die Geister.

Zweifelsohne haben Lehrer heutzutage viel zu tun. Sie müssen in den (zu) kurzen Schultagen umfangreichen Lehrstoff vermitteln, den Schülern zusätzlich “soft skills” vermitteln und auch soziale und musische Fähigkeiten dürfen nicht zu kurz kommen. Kein Wunder, dass das Thema “Finanzbildung” selten auf dem Lehrplan steht und wenn dann nur in wirtschaftsspezifischen Fächern auftaucht. Mit besorgniserregenden Konsequenzen: Laut einer 2015 veröffentlichten Studie, von der Ratingagentur S&P, für die  150.000 Menschen aus 155 Ländern zu ihrem finanziellen Grundwissen befragt wurden, liegt Deutschland mit einem “Alphabetisierungsgrad” von 66 Prozent weltweit nur auf Platz 8. Spitzenreiter sind skandinavische Länder wie Norwegen, Dänemark und Schweden, auf den letzten Plätzen rangieren Jemen, Algerien und Afghanistan. Im Umkehrschluss bedeuten diese Zahlen, dass 34 Prozent der Deutschen über ein unzureichendes Finanzwissen verfügen. Ein Alarmsignal, das schnelles Handeln erfordert um aus einem “Volk der Sparer” kein “Volk der Schuldner” werden zu lassen.

Natürlich ist es nicht damit getan, den Bildungsinstituten den “Buhmann” zuzuschieben. Um unseren Kindern einen soliden Start in ihre (finanzielle) Zukunft zu sichern, müssen wir uns erstmal selbst an die Nase fassen. Sind wir denn überhaupt ein gutes Vorbild wenn es um Geldanlagen geht? Vermitteln wir, dass Sparen und Investieren interessant und relevant, oder nur ein notwendiges Übel sind? Jede Form von Bildung fängt zu Hause an. Kindheitserfahrungen mit eigenem Geld, einem Konto, und Eltern, die in der Lage sind, Finanzfragen fachkundig und möglichst anschaulich zu beantworten, haben vielleicht einen größeren Einfluss auf die Fähigkeit Entscheidungen in Geldangelegenheiten zu treffen, als Schulbildung.

Finanzielle Bildung ist wichtig, denn die Redewendung “Wer nichts weiß, muss alles glauben” ist schon so Manchem zum Verhängnis geworden. Entweder, weil das Ersparte aus Risikoscheu und Unwissen auf dem Sparbuch “versauert” und von der Inflation aufgefressen wird, oder weil der Unkundige auf den Rat falscher Freunde hört und sich zu spekulativen Geschäften verleiten lässt. Es gilt, einen gesunden Mittelweg zwischen übertriebenem Sicherheitsbedürfnis und waghalsiger Geldanlage mit unkalkulierbarem Risiko zu finden.

Der Anteil finanzieller “Analphabeten” spiegelt sich übrigens in der Zahl der Aktionäre wider. Deutschland ist mit einem Aktionärsanteil von nur 6 Prozent das europäische Schlusslicht. Und das in Zeiten, in denen Geld auf dem Sparbuch nicht einmal genügend Zinsen abwirft, um die Bankgebühren zu decken.

Wir von boerse.de sehen uns in der Rolle eines unabhängigen Ratgebers. Wir wollen Finanz-Wissen vermitteln und Ihnen gleichzeitig anhand besonders defensiver, erfolgreicher Aktien, Wege für den langfristigen Vermögensaufbau aufzeigen. Nehmen Sie sich doch am Wochenende mal ein paar Minuten Zeit und werfen Sie einen Blick in den aktuellen boerse.de-Aktienbrief. Unserem Beitrag zur Finanzbildung, von dem Sie als Neueinsteiger und erfahrener Börsianer gleichermaßen profitieren können.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Das-Wort-zum-Wochenende-Finanzbildung-dringend-gesucht-von-Miss-boersede/7748632

Das Wort zum Wochenende: Finanzbildung, dringend gesucht!

Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Ich handle mit Aktien. Sporadisch und gerne online. Zeit also für einen (virtuellen) Besuch auf der Website meiner Hausbank, die mich sogleich mit einer plakativen Werbung für den sogenannten “Oberland Sparbrief” begrüßt. Dieser verspricht unglaubliche 1,00 Prozent Rendite pro Jahr – und das bei einer Laufzeit von “nur” fünf oder zehn Jahren (fest)! Sie hören meine Ironie…1,00 Prozent Rendite ist zwar in Zeiten, in denen der europäische Leitzins bei Null Prozent eingefroren ist, gar nicht so übel, aber nichts im Vergleich zu dem, was mein Online-Aktiendepot derzeit erwirtschaftet und in den kommenden fünf bis zehn Jahren erwirtschaften könnte: Dax und Dow Jones eröffnen eine langfristige Gewinnperspektive von im Mittel neun Prozent jährlich. Und das bei voller Flexibilität.

Anlegerin bem Aktienkauf via Laptop und iphone
Wie Sie sich sicher schon vorstellen können, gelang es meiner Bank nicht, mich mit ihrer Sparbrief-Reklame zu ködern und auch sonst tut sie meiner Meinung nach zu wenig, um eine neue, jüngere Kundengeneration von Produkten wie Fonds und Aktien zu überzeugen. Das mangelhafte Engagement der Banken gepaart mit den geringen Finanzkenntnissen der meisten Deutschen sorgt dafür, dass die Aktionärsquote in Deutschland seit 2015 bei rund 14 Prozent stagniert. Wir haben so viel Geld auf der hohen Kante wie schon seit Jahren nicht mehr, die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich 2016 so gut wie nie im vergangenen Vierteljahrhundert entwickelt, der DAX gewinnt durchschnittlich neun Prozent pro Jahr und trotz allem haben viele Deutsche nicht den Mumm, in vermeintlich “riskante” Aktien zu investieren.

Ein Unding, denn Papiergeld schmilzt auf dem Sparbuch, wie ein Eis in der Sonne. Das Schreckgespenst vieler Sparer heißt “Inflation”. Die Geldentwertung, die momentan noch bei “nur” zwei Prozent liegt, ist vermutlich schon jetzt höher als die Zinsen, die Sie für Ihr Festgeld bekommen. Das bedeutet: Ihr Geld verliert bereits jetzt schleichend an Wert. Was aber, wenn die Inflation wie Anfang der 90er Jahre auf rund fünf Prozent steigt?

Daran können sich viele jüngere Anleger wohl kaum erinnern und auch die Dotcom-Blase ist an vielen “Millenials” vorbeigegangen. Ist das der Grund, weshalb eine neue, junge Zielgruppe das Börsenparkett für sich entdeckt? Trotz nahezu gleichbleibender Aktionärsquote ist die Zahl der Anleger im Alter bis 39 Jahre 2016 im zweiten Jahr in Folge gestiegen und macht nun immerhin 21,7 Prozent aller Wertpapierkäufer aus. Ein Hoffnungsschimmer, denn gerade das vergangene Jahr hätte dank politischer Unruhen, Brexit und Trump so manchem Anleger das Fürchten lehren können.

Doch am Ende konnte der Dax trotz einiger Berg- und Talfahrten auf Jahressicht ein Kursplus von rund sieben Prozent verbuchen. Ein Ergebnis, das Lust auf mehr macht und so manchen Börsen-Neuling Vertrauen in die Märkte fassen lassen könnte.

Wie Sie sicher bereits ahnen bin ich, unter 39 Jahren und weiblich, bereits vom Börsenvirus infiziert. Das Vermögen, das meine Eltern, Großeltern und deren Vorfahren über Generationen hinweg aufgebaut haben, liegt mir am Herzen. Ich lebe nicht nur im “Hier und Jetzt” wie uns Jüngeren oft unterstellt wird, sondern sorge mich um meine persönliche und finanzielle Zukunft. Auch aus diesem Grund sehe ich Aktien und Fonds als wertvollen Bestandteil eines langfristigen Vermögensaufbaus. Wertpapiere müssen keine “Zockerpapiere” sein, ganz im Gegenteil.

Mit dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) haben wir für Sie zehn besonders defensive Titel herausgefiltert, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Seit seinem Börsendebüt am 30.06.2014 erzielte der BCDI eine Rendite von 36,9 Prozent, der DAX dagegen “nur” 17,3 Prozent. Sie sehen schon: Wie Sie das Blatt auch drehen und wenden: Alles bringt mehr Profit, als die Euros auf dem Sparbuch “versauern” zu lassen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Das Wort zum Wochenende: Money Matters

money-shark-funny-bunch-of-money-decoration-fun-1673085Vor einer gefühlten Ewigkeit besuchte ich das städtische Gymnasium. Nach der vierten Klasse Grundschule war der weitere Weg schnell klar. All meine Freundinnen gingen aufs “Gymi” und ich als Lehrers-Tochter bekam nicht mal die Chance, mich mit den Alternativen Real- oder Hauptschule zu beschäftigen. Die Noten stimmten, also auf Richtung Hochschulreife!

18 Jahren jung und um mehrere Fremdsprachen reicher, fühlte ich mich reif genug, “echte” Lebensentscheidungen zu treffen und stand schnell vor Problemen, auf die mich keine Schule vorbereiten konnte. Ich hatte ein bisschen Geld geerbt und investierte in Sojabohnen. Das Resultat: Totalverlust. Ich kaufte mir ein Auto ohne Vollkasko-Versicherung und setzte es bei Glatteis in den Graben. Das Resultat: Totalschaden.

Allmählich dämmerte mir, dass ich in den letzten 13 Schuljahren zwar gelernt hatte, selbstständig zu denken, zu rechnen und zu schreiben, aber keinen Schimmer von den Dingen habe, mit denen sich Erwachsene tagtäglich herumschlagen müssen. Welche Versicherungen braucht man wirklich? Wie geht eine Steuererklärung? Wohin mit dem Spargeld? Fragen über Fragen, mit denen sich viele Menschen gar nicht beschäftigen wollen – zu groß der Wissensrückstand, zu mühselig das “Nachpauken” jenseits der Schulbank.

Die Aktionärsquote liefert einen eindeutigen Beweis für das mangelhafte Interesse der Deutschen an Aktien: Nur 14 Prozent der Gesamtbevölkerung investieren in Aktien und Fonds. Das liegt zum einen an der mangelnden Aufklärung über die “Risiken und Nebenwirkungen” von Wertpapieren, zum anderen an unserem gespannten Verhältnis zum Thema Aktien.

Für viele Deutsche sind Aktien kein Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau, sondern “Zockerpapiere”. Diese Risikoscheu gepaart mit Unwissenheit führt dazu, dass Bundesbürger ihr Geld auch in Niedrigzins-Zeiten auf dem Sparbuch, dem Tagesgeldkonto oder in der Garage “parken”. Mit der Konsequenz, dass ihr mühsam Angespartes irgendwann der Inflation zum Opfer fällt. Spannend auch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Während laut dem GFK Investmentbarometer Aktien zwar für 20 Prozent der Deutschen ein attraktives Investment sind, lassen sich nur 12 Prozent dazu hinreißen, auch tatsächlich mit Wertpapieren zu handeln.

Kurios wird es dann beim Thema “Sparbuch”: Von nur 12 Prozent als “attraktiv” eingestuft, erfreut sich das Null-Rendite-Investment immer noch größter Beliebtheit: 40 Prozent der Bundesbürger besitzen das gehasst-geliebte Büchlein ihrer Hausbank.

Amerikaner haben zum Thema Aktien eine viel gesündere Einstellung. Sie sehen sich nicht als “Opfer” börsennotierter Unternehmen, die ihr Spargeld verbrennen, sondern fühlen sich wie kleine Warren Buffets, wenn sie mit dem Kauf von Firmenanteilen am Erfolg von Apple oder Coca-Cola partizipieren.

Ob wir von den US-Bürgern diesbezüglich noch etwas lernen können? Hoffentlich, denn das Thema Geldanlage ist brisanter denn je. Meine Eltern und Großeltern gaben sich größtenteils mit den Zinsen zufrieden, die das Sparbuch abwarf oder kauften sich “reale” Werte, wie Gold oder Immobilien. Doch in Zeiten der Nullzinsen werden Alternativen wie Aktien oder Fonds für den Vermögensaufbau und die Absicherung im Alter immer wichtiger.

Wir von boerse.de haben dazu eine klare Meinung. Wir glauben, dass die Aktienmärkte trotz zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig nur einen Weg kennen: Aufwärts. Beispielsweise erreichte der Dax trotz “New Economy Blase” und “Bankenkrise” in der Vergangenheit durchschnittlich 9 Prozent Rendite (inklusive Dividenden) – hochgerechnet bedeutet das eine Verdopplung Ihres Kapitals alle acht Jahre.

Ich habe einiges aus den Fehlern meiner Jugend gelernt und meine damalige Wissenslücke als Chance begriffen. Die Finanzwelt, aus der ich Ihnen regelmäßig berichte, ist unglaublich spannend und birgt auch für Sie viele Chancen. So vergibt boerse.de mit Hilfe der Performance-Analyse an 100 Aktien das Prädikat „Champion“. Dank der überdurchschnittlichen Kursrenditen, besteht bei den Champions sogar die Chance zur Kapitalverdopplung alle vier Jahre.

Vielleicht finden Sie am Wochenende die Zeit, sich mit dem “lästigen” Thema Aktien einmal anzufreunden. Ich wünsche Ihnen schon mal viel Freude beim Lesen des boerse.de-Aktienbriefs – dem Börsenbrief für Champions-Aktien!

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Das-Wort-zum-Wochenende-Money-Matters/7740061

Das Wort zum Wochenende: Money Matters

Mit Gold zum Glück?

392357-funny-pictures-leprepig-and-his-pot-of-goldIch habe ein Problem. Ich habe Geld. Nicht sehr viel, aber zu viel, um es mal eben für ein Paar Manolo Blahnik Heels, oder einen Kurztrip nach London zu verjubeln. Vor ein paar Jahren hätte ich meine Euros aus Faulheit und Unwissenheit einfach auf meinem Sparkassen-Sparbuch deponiert. Da lagen sie sicher und brachten immerhin so 2 Prozent Zinsen pro Jahr. Genug, um mein Anleger-Gewissen zu beruhigen.

Doch jetzt darf ich mich mit einem ganz blöden Luxusproblem rumschlagen, auf das ich echt gar keinen Bock habe: Wohin mit meinem hübschen Spargeld? Meine Hausbank mit dem “S” hat Fragezeichen in den Augen, wenn ich mich nach den aktuellen Zinsen fürs Sparbuch erkundige. Nix gibts! Und eventuell muss ich künftig sogar Strafzinsen für meine Geldanlage bezahlen. Na danke!

So wie mir geht es momentan den meisten Deutschen, die aus Furcht vor einer Spargeld-Schmelze auf der Bank in Aktien und / oder Gold-Anlagen flüchten. Das Edelmetall ist derzeit echt booming. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) stieg Anfang Mai mit rund 1300 Dollar auf einen neuen Jahres-Rekord und die weltweite Gold-Nachfrage erreichte im ersten Quartal den zweithöchsten Wert in seiner Geschichte.

Im Gegensatz zum Festgeld auf der Bank gibt es für Gold keine laufenden, jährlichen Zinsen. Die Investoren verdienen nur, wenn der Goldpreis steigt. Da Edelmetalle die erfreuliche Eigenschaft haben, “knapp” zu sein (“Gold – Drucken” ist unmöglich, “Geld-Drucken” schon), gilt diese Form der Geldanlage noch immer als der sichere Hafen schlechthin. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, Achterbahn-Kursen an der Börse und einer zweifelhaften Null-Zinspolitik der Notenbanken bleibt vielen Sparern eben nur die Flucht in harte Nuggets.

Ok, die Nachfrage steigt also und treibt den Goldpreis in die Höhe. Doch damit nicht genug. Einen zusätzlich Boost bekommt das Edelmetall scheinbar auch durch ein gesunkenes Angebot. Die weltweiten Goldbestände für den Großhandel sind seit 2011 um zwei drittel gesunken. Die Minen fördern weniger Edelmetall und die chinesische Zentralbank bunkert in ihrem Geldspeicher tonnenweise Gold als eiserne Reserve.

Ob der Goldpreis in den kommenden Monaten noch weiter glänzt, kann momentan niemand mit Gewissheit sagen. Aber bevor ich meine hart verdienten Moneten irgendeiner Bank in den Rachen werfe, nehm ich lieber ein bisschen Risiko in Kauf und platziere einen hübschen, kleinen Gold-Trade. Ist auch viiiel glamouröser, oder?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/mit-gold-zum-glueck/

Mit Gold zum Glück?