Gold und Aktien: Das Erfolgsduo für Ihren Vermögensaufbau

Die zurückliegende Börsenwoche war von Unsicherheit und Verlusten geprägt. Keine waschechte “Krise”, aber vielleicht der Beginn einer nötigen Korrektur. So ein kleiner Rücksetzer ist im Allgemeinen kein Grund zur Besorgnis, denn der historische Kursverlauf von Dax und Dow Jones beweist, dass Aktien trotz Krieg, Krisen und Katastrophen im Mittel 9 Prozent pro Jahr zulegen.

Und doch kommen viele Anleger ins Grübeln: Ist das das Ende der “Trump-Rallye”? Droht jetzt die Abwärtsspirale, die saisonale Korrektur? Darüber können auch wir von boerse.de nur spekulieren, doch es gibt ein paar “goldene” Anlage-Regeln, die auch in Zeiten allgemeiner Verunsicherung nicht an Gültigkeit verlieren. Ganz im Gegenteil: Sie bieten uns Rückhalt und finanzielle Sicherheit in Krisenzeiten, denn Panik ist immer ein schlechter Ratgeber.

Mit Sachwerten sind Sie auf der sicheren Seite
Eine davon lautet: “Investieren Sie in Sachwerte!”. Im Allgemeinen versteht man darunter Immobilien, Gold, Schmuck, Sammlerobjekte und ähnliche Gegenstände, die im Gegensatz zu bedrucktem Papiergeld einen gewissen Eigenwert besitzen. Häufig vergessen werden hingegen Aktien, die landläufig eher das Image “Zockerpapier” statt “Sachwert” verkörpern. Zu Unrecht, denn Aktien sind Unternehmensbeteiligungen, denen reale Werte in Form von Produkten, Maschinen, Mitarbeitern oder Patenten gegenüberstehen. Als Aktionär besitzen Sie kein wertloses Papier, sondern einen geldwerten Firmenanteil.

Eine alte Börsenregel besagt, dass Verluste an den Aktienmärkten oft einen Goldpreis-Boom auslösen. Dies ist in der Tat oft der Fall, weil Anleger bei den leisesten Anzeichen einer Korrektur raus aus den “riskanten” Aktien und “rein” in die sicheren Häfen flüchten. Um eine optimale, langfristige und krisenfeste Vermögensbildung zu gewährleisten, empfehlen wir deshalb ein Investment in beide Sachwerte, die sich optimal ergänzen: Aktien und Gold.

Steigende Geldmenge = Sinkender Geldwert = Steigende Sachwerte
Wenn die Geldentwertung Realität wird, gewinnen Sachwerte umso mehr an Bedeutung. Noch vor ein paar Monaten war von einer Inflation in Euroland keine Rede, ganz im Gegenteil. Mario Draghi und seine Notenbank-Kollegen pumpten billiges Geld in die Märkte, um eine Preissteigerung von rund zwei Prozent zu erzielen, was ihnen im Februar auch gelang. Und schon haben wir das Schlamassel: Die Deutschen bangen wieder um ihr Barvermögen. Da die gleichen Notenbanker den Zinssatz trotz erreichtem Inflationsziel bei null Prozent tiefgefroren lassen, ist auch das Sparbuch kein sicherer Hafen fürs Ersparte. Die Formel, wonach eine steigende Geldmenge in sinkendem Geldwert und nominal steigenden Sachwerten resultiert, behält ihre Gültigkeit.

Goldgräberstimmung?
Schon jetzt zeichnet sich ein neuer “Run” auf das Edelmetall ab, das seit Jahresanfang 9 Prozent an Wert gewann und momentan rund 1.229 Dollar pro Feinunze (31,10 Gramm) kostet. Eine Preissteigerung von über zehn Prozent pro Jahr ist eher ungewöhnlich. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich der Goldpreis in den kommenden sechs Monaten eine kleine Verschnaufpause gönnt, in den nächsten Jahren aber insgesamt deutlich anziehen wird. Von einem rein monetären Standpunkt aus gesehen ist meine Hochzeit in zwei Wochen, nach der ich ein paar Gramm vermögensbildende “Sachwerte” an meinem Finger tragen werde, also durchaus ein kluger Schachzug…

Auslöser für den Gold-Boom ist- neben einer hohen Nachfrage- auch der “Angst-Faktor”. Die andauernde Nachrichtenflut rund um den amerikanischen Präsidenten, das Wahljahr in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland gepaart mit geldpolitischen Unstimmigkeiten nähren die Unsicherheit, die den Goldpreis weiter in die Höhe treiben könnte. Ein Muss ist das aber nicht. So war die Brexit-Panik 2016 schnell verflogen und bereitete dem Höhenflug des Edelmetalls ein jähes Ende.

Deutliche Auswirkungen auf den Goldpreis hat dagegen häufig die Zinspolitik der US-Notenbanken. So legte der Preis für das Edelmetall im vergangenen Zinsanhebungszyklus zwischen 2004 und 2006 ganze 55 Prozent zu. Nach dem Zinsschritt der US-Notenbank vor rund zwei Wochen verteuerte sich die Feinunze bereits um gut drei Prozent. Und sollte die FED die Zinsen weiter anheben, könnte sich die Geschichte wiederholen.

Obwohl Gold und auch Aktien manchmal Überraschung bieten, dürfen wir nicht vergessen, dass beide ein echter “Wertspeicher” sind, also einen realen Substanzwert verkörpern. Bei einem “Sachwert-Investment” in Firmenanteile ist es jedoch essentiell, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es geht nicht darum, in “irgendwelche” Aktien zu investieren, sondern in die richtigen. Wir haben für Sie die risikoärmsten und langfristig erfolgreichsten Aktien der Welt herausgefiltert und in einem Aktienindex gebündelt: Dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Damit liegen Sie auch in Krisenzeiten Gold-richtig.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Gold-und-Aktien-Das-Erfolgsduo-fuer-Ihren-Vermoegensaufbau-von-Miss-boersede/7752622

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Steigende Inflation und Null-Zinsen- so wird unser Spargeld vernichtet

Jahrelang haben wir gespart. Auf den guten Rotwein, die Fernreise und den Neuwagen verzichtet. Geschuftet, um die Familie zu ernähren und das Haus abzubezahlen. All die Mühen  stellen uns jetzt vor ein neues Problem: Wohin mit dem Erspartem? Die Tagespresse überhäuft uns mit Schlagzeilen wie “Inflation auf Fünf-Jahres-Hoch”, “Wenn man fürs Sparen zahlen muss” oder “Kommt jetzt der Aktien-Absturz?”.

Diese und ähnliche Nachrichten werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern und stiften Verwirrung: Welche Geldanlage lohnt sich überhaupt noch? Wird mein Geld auf dem Sparbuch von Negativ-Zinsen “aufgefressen”? Wir Verbraucher stecken in der Klemme zwischen Nullzins und gleichzeitiger Inflation– ein Patentrezept zum Geldverbrennen. Denn das auf dem Sparbuch befindliche Kapital kostet mehr, als es Zinsen bringt und das bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten.

Genährt werden die Zweifel der Sparer von zwei aktuellen Ereignissen: Dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch und dem Erreichen der europäischen Inflationsmarke von 2 Prozent im Februar. Dabei hängen das Zins- und Inflationsgespenst auch noch unmittelbar miteinander zusammen. Ist die Inflation zu gering, senken die Notenbanken den Zinssatz. Hat die Preissteigerung wieder das gewünschte Niveau erreicht, so erhöhen sie den Leitzins stufenweise.

Zumindest in den USA. Um die US-Wirtschaft anzuheizen, hat die Zentralbank den amerikanischen Leitzins lange Zeit bei Null Prozent “eingefroren”. Unternehmen konnten sich billiges Geld leihen, Arbeitsplätze schaffen und Investitionen tätigen. Mit Erfolg: Die US-Konjunktur boomt und das Ziel “Vollbeschäftigung” ist nahezu erreicht. Zeit für die Notenbanker, um den Leitzins gemächlich wieder Richtung ein Prozent hochzuschrauben und im Laufe des Jahres noch ein paar Prozentpunkte draufzulegen.

Die US-Wirtschaft kann sichs scheinbar leisten und auch die Wall Street reagierte auf die Zinserhöhung ziemlich unbeeindruckt. Doch wie stehts um die Inflations- und Zinspolitik hierzulande?

Zeit, um einen Blick auf die “Gespenster, die wir riefen” zu werfen:

Inflation
EZB-Chef Mario Draghi hat mit seiner “Geldflut” ganze Arbeit geleistet. Aufgrund der jahrelangen Nullzins-Ära, die Unternehmen billige Kredite beschert und uns um unser Spargeld bringt, ist die Inflation in Europa mit zwei Prozent im Februar auf dem höchsten Stand seit 2013 angelangt. Tanken, Heizen, Essen– die Preise für den Lebensunterhalt steigen, die schleichende Geldentwertung nimmt ihren Lauf. Gegen Preissteigerungen können wir uns kaum wehren, wohl aber gegen die Entwertung unseres eigenen Spargelds, das wir als “Volk der Sparer” immer noch viel zu gerne auf dem Sparbuch verdampfen lassen.

Zinsen
Gibt es nicht. Punkt. Für einen Inflationsausgleich müssten festverzinsliche Geldanlagen rund zwei Prozent Zinsen abwerfen, doch davon können wir derzeit nur träumen. Mario Draghi, der Chef der EZB (Europäische Zentralbank), bleibt trotz Erreichens seines Inflationszieles stur und belässt den Leitzins in der Eurozone bei null Prozent. Seine Entscheidung stützt zwar die südeuropäischen Banken, die dringend auf Null-Zinsen angewiesen sind, schadet aber der deutschen Volkswirtschaft und uns Sparern enorm.

Aktien
Immobilie? Haben wir schon. Sparbuch? Bis auf Weiteres unrentabel. Oldtimer, Rolex, Brilli? Gerne, aber dann ist das Geld erstmal in der Schmuckschatulle oder der Garage “geparkt”- und das bei unsicherer Rendite. Was bleibt, sind unsere “best buddies”, die Aktien. Von vielen noch immer als Spekulationsobjekte beschimpft, sind Unternehmensbeteiligungen langfristig der beste und sicherste Weg zum Vermögensaufbau. Man kann sie zwar im Gegensatz zu Sachwerten wie Immobilien oder Gold nicht anfassen, aber hinter Aktien verbergen sich ganz reale Werte. Fabriken, Produkte, Patente, Mitarbeiter, Maschinen… wer ein Wertpapier kauft ist kein Zocker, sondern “Miteigentümer” eines Unternehmens. Aktionäre profitieren am Firmenerfolg und erhalten zusätzlich zur Rendite oft auch eine Dividende (Gewinnbeteiligung).

Trotz politischer und wirtschaftlicher Krisen, Pleiten und Pannen kannten die Weltbörsen in der Vergangenheit nur eine Richtung: Aufwärts. Die Zielrendite bei Dax und Dow Jones liegt bei 9 Prozent jährlich. Eine Performance, die mit festverzinslichen Geldanlagen auch künftig wohl kaum zu erreichen ist.

Aktien sind also gewissermaßen der perfekte Allwetterschutz gegen Niedrigzinsen und steigende Inflation. Unter einer Bedingung: Die Mischung muss stimmen. Riskante Spekulationen können fatale Auswirkungen auf Ihre Vermögensentwicklung haben, intelligente Investitionen machen sich dagegen bezahlt. Mit Hilfe der Performance-Analyse haben meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief aus den mehr als 20.000 Werten in der boerse.de-Datenbank, die langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt herausgefiltert. Unsere Champions. Diese Aktien zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Rendite-Risiko-Profil aus und dürfen eigentlich in keinem Depot fehlen. Zum Schluss habe ich noch ein Geschenk für Sie. Als boerse.de-Besucher haben Sie hier die Möglichkeit, die aktuelle Ausgabe kostenlos zu lesen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende und viel Vergnügen bei der Lektüre,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Steigende-Inflation-und-Null-Zinsen-So-wird-unser-Spargeld-vernichtet-von-Miss-boersede/7750608

Die Highlights der Woche: Unter Strom

Unser heimisches Börsenbarometer kämpfte vergangene Woche erfolglos gegen den Abstieg aus der 12.000 Punkte-Liga. Es war ein spannender Wettstreit, nach dem der Dax nach einigen Up’s und Down’s am Freitag mit 11.963 Punkte ins wohlverdiente Wochenende ging. Auf Wochensicht ein Minus von einem halben Prozent. Keine berauschende Performance, aber angesichts der Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Einflussfaktoren, die die Weltbörsen momentan im Griff haben, schlägt sich unser heimischen Leitindex noch recht wacker.

Den gleichen Wochenverlust verbuchte der amerikanische Dow Jones, der zwar mit 20.888 Punkten aus dem Rennen ging, aber nicht genug “Drive” hatte, um die 21.000 Punkte-Schallmauer zu durchbrechen.

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier…
Die Hochstimmung an den Weltbörsen erfährt momentan Gegenwind eines Tiefdruckgebietes namens “Donald”, das Mitte der Woche von “Janet” abgelöst wird. Donald Trump und Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank, dominieren schon seit Monaten die Stimmung der Börsianer. Mr. Präsident mit seinem “Gezwitscher” und vagen Äußerungen zu “phänomenalen”, steuerpolitischen Plänen und Mrs. Yellen mit einer überraschend deutlichen Stellungnahme zum anstehenden Zinsentscheid. Sie kündigte vergangene Woche an, dass die “Fed” (US-Notenbank) mit großer Wahrscheinlichkeit am 15. März eine Erhöhung des amerikanischen Leitzinses von derzeit 0,50-0,75 Prozent auf 0,75-1,00 Prozent beschließen wird.

Auf derlei “Drohungen” reagieren die Börsianer oft sehr empfindlich, da steigende Zinsen – angeblich – schlecht für die Aktienkurse sind. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Der Entscheid ist offenbar schon in den momentanen Börsenkursen “eingepreist”. Damit verliert das “Zins-Gespenst” an Schrecken und könnte sich sogar noch in ein regenbogenfarbenes Einhorn verwandeln, denn viele Aktionäre interpretieren den Zinsschritt als ein positives Signal für eine robuste Wirtschaft. Und gute Konjunkturdaten verleihen den Börsenkursen bekanntlich Flügel.

Neue Energie
Bei den Jahreszahlen dürften die Energieunternehmen diese Woche den Ton angeben. RWE, “Sprössling” Innogy und Konkurrent E.ON kämpfen um die Spitzenposition des verlustreichsten Stromerzeugers– ein mit Hochspannung erwarteter Showdown. Die vier Versorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall leiden unter erdrückenden Milliardenkosten für den Atomausstieg und kämpfen zusätzlich mit chronisch niedrigen Großhandelspreisen für ihr Kernprodukt: Strom. Dementsprechend ernüchternd dürften auch die Zahlen der Energieriesen ausfallen, die schon im Vorfeld vor Milliardenlöchern in ihren Bilanzen warnten.

Weitere Finanz- und Bilanztermine, die in den kommenden Tagen für Aufsehen sorgen könnten:

  • Dienstag: RWE, Volkswagen, Symrise, Wacker Chemie (alle Jahreszahlen), Adidas (Investoren Tag)
  • Mittwoch: E.ON, Inditex, Raiffeisen, Sixt, Munich Re (alle Jahreszahlen), Bayer (Investoren Tag), Fed Zinsentscheid
  • Donnerstag: HeidelbergCement, Lanxess, K+S, Lufthansa, MAN, Sainsbury (alle Jahreszahlen) BoE Zinsentscheid
  • Freitag: “Hexensabbat”, der große Verfallstag für Terminkontrakte wie Futures und Optionen

Liebe Börsianer und “Neueinsteiger”, wir freuen uns auf fünf abwechslungsreiche Tage mit dem US-Notenbankentscheid als Höhepunkt. Bis Mittwoch könnten die Märkte deshalb in einer Art “Lauerstellung” verharren, doch sobald die Katze aus dem Sack ist, gehts wieder Rund auf dem Parkett!

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Highlights-der-Woche-Unter-Strom-von-Miss-boersede/7748962

Hello und Goodbye…ihr glorious drei!

bye-bye-pateticBye bye, winke winke und Tschüss! Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Abschied und Neuanfang. Klingt dramatisch, ist es auch. Wie hättet ihrs denn gerne zu so früher Stunde? Ich tippe mal auf thematisch leicht verdauliche Häppchen, passend zum Cappu mit Kippe? Kriegt ihr!

Obama goes Germany, Trump regiert das Chaos

Während sich Barack Obama noch bis morgen bei “Freundin Angela” in Berlin verabschiedet und mit seinem Besuch ganz Europa den Rücken kehrt, probiert Trump, seine Truppen einzufangen. Die Börse wird bei Donalds Manövern zunehmend misstrauisch und machte gestern einen auf tiiief durchatmen. Minus 0,66 Prozent standen am Tagesende aufm Ticker. Eine kleine Pause vor dem sehnlichst erwarteten Jahres-Endspurt?

Quartalszahlen verabschieden sich, Quarterlies bleiben

Bilanzzahlen? Immer nice für den ein oder anderen profitablen Trade. Wenn Unternehmen ihre Gewinne und Verluste verkünden, können Anleger einschätzen, wies um die Zukunft des Kandidaten bestellt ist. In Deutschland sind wir mit der Bilanzsaison, die alle drei Monate im Kalender steht, ziemlich durch. In den USA noch nicht ganz: Wal-Mart (13:00 Uhr) und Salesforce (22:00 Uhr) rücken heute mit Zahlen raus und könnten für spekulative Spannung sorgen.

Und täglich grüßt… die Notenbank

Eine alte Börsenweisheit lautet: Die Börse handelt die Zukunft. Damit ist nicht nur die Perspektive von Unternehmen gemeint, sondern auch die der gesamten Finanzwirtschaft. Ein wichtiges Ding sind dabei die Zinsen, die in den USA schon seit einem Jahr bei 0,25-0,50 Prozent im TK-Fach lagern. Janet Yellen, die Präsidentin der US-Notenbank und Abschuss-Kandidatin Trumps, plaudert heute um 16:00 Uhr vor dem US-Kongress über ihre weiteren Pläne und die Börsianer üben sich im “zwischen den Zeilen lesen”. Erhöht Janet im Dezember- kurz vor ihrem erwarteten Exit- die Zinsen? Wenn ja, dann wären das bad news für Aktien, weil Anleger ihre Dollars dann lieber aufs Sparbuch umschlichten, anstatt sie in Wertpapiere zu investieren.

Ich habe fertig und verabschiede euch in einen Donnerstag voll Spiel, Spaß und Spekulationen. Stay tuned, stay safe und Happy Trading!

Die Bringer der Woche: Timing ist alles

exgxs1eDas mit dem richtigen Timing ist ja so ne Sache. Das perfekte, weichgekochte Ei, das erste “I love you”, der letzte Elfmeter- den entscheidenden Moment zu treffen, ist schon eine Kunst für sich. Auch an der Börse kann es passieren, dass ein Unternehmen einfach bescheidenes Pech hat- wie zum Beispiel Samsung letzte Woche. Pünktlich zur Einführung des neuen iPhone 7 von Erzfeind Apple, knallen den Koreanern ihre Galaxy Note 7 Smartphones serienmäßig um die Ohren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Apple-Boss Tim Cook nach dieser Neuigkeit ein unauffälliges “Strike” nicht verkneifen konnte. Schließlich kam der Samsung Fauxpas pünktlich zur Apple Produkteinführung und wird die Kaufentscheidung vieler Smartphone-Junkies zugunsten des iPhones beeinflussen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: iPhone 7 Plus vergriffen, Apple-Aktie mit einem Wochengewinn von 12 Prozent auf neuem Jahreshoch.

Mein Timing-Held dieser Woche ist die US-Notenbank. Dieser Woche? Was sag ich: Diesen Jahres! Die Mutter aller US-Banken stürzt mich dank Non-Stop-Berichterstattung in eine kreative Krise und die Börsianer in die Verzweiflung, denn höhere Zinsen als die 0,25-0,50 Prozent, dies momentan in Amerika gibt, würden Aktien als Geldanlage wieder unattraktiver machen. Viele Investoren gehen bei höheren Zinsen einfach lieber auf Nummer Sicher und parken ihr Spargeld auf der Bank, statt fröhlich auf dem Aktienmarkt zu spekulieren, so wie wir BUXianer.

Dieser “Geldabfluss” täte den Kursen nicht gut und deshalb wartet die Finanzwelt auf den Zinsentscheid der Fed-Chefin Janet Yellen- wie immer am Mittwochabend, 20:00 Uhr. 8 mal pro Jahr und immer genau zum Zeitpunkt meines heiligen, wöchentlichen Deep Work-Trainings hänge ich an Janets schmalen Lippen  statt im Gym (Timing, ach ja). Ihr Wort beeinflusst die Börsenkurse mehr als alles andere weil steigende, oder fallende Zinsen über die Kursentwicklung an den Weltbörsen entscheiden. Fallende Zinsen = Top Kurse, steigende Zinsen = Flop Kurse. So ungefähr lautet die Zins – Aktien-Formel.

Im Vorfeld eines solchen Events gibts immer viel Getuschel. Notenbanker gucken sich Konjunkturdaten an, die als Basis für Janets Entscheidungen dienen und versuchen daraus Rückschlüsse über die zukünftige Zinspolitik zu ziehen. Konjunkturdaten sind beispielsweise Infos über die Preisentwicklung von Produkten, unserer Kauflaune und der Anzahl neu geschaffener Jobs. Läuft es wirtschaftlich rund, so kann sich die Notenbank höhere Zinsen erlauben, weil die Unternehmen dann genug Geld in der Kasse haben, um sich Kredite was kosten zu lassen. Ansonsten würden hohe Zinsen das Wachstum eines Landes bremsen, weil Geld auf Pump zu teuer ist und Unternehmen jeden Cent zweimal umdrehen, bevor sie Investitionen wagen.

Leider sind die Konjunkturdaten aus Amerika momentan alles andere als berauschend und Experten rechnen deshalb am Mittwoch nicht mit einer Zinserhöhung. Prima, endlich abhaken, das Zins-Ding und ab ins Gym! Ne, leider nicht.. Eine selbstgemachte Börsenweisheit besagt nämlich: “Nach Janet ist vor Janet” und deshalb werden die Börsianer vermutlich zwei Dinge tun: Stillhalten und lauschen. Stillhalten, weil die Spekulanten vor Janets Auftritt lieber ihre Dollars im Sack lassen, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen. Und lauschen, weil sie auf Hinweise in Janets Rede warten, ob die Zinserhöhung dann wenigstens im Dezember Fakt ist. Leise rieselt der Schnee, die Zinsen, die tun nicht weh..Stimmt, denn dann liegen wir kollektiv im Glühwein-Koma, sind emotional sowieso im Liebe- deinen-Nächsten-Rausch und keine Sau schert sich mehr um die Notenbanken. Das wäre ein Timing!

Meine Zeit ist jetzt abgelaufen, liebe BUXies. Ich wünsche euch einen guten Börsenstart in diese Woche und Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Da geht doch was!

Screen-Shot-2013-04-30-at-9.42.52-PMLetzte Woche ging mir die Börse ehrlich gesagt ziemlich aufn Zeiger. Wegen der Warterei auf US-Jobdaten, die am Freitag überraschend bescheiden ausfielen, lagen die Börsianer die ganze Woche lang auf der faulen Haut. Keiner kam so recht in die Pötte weil der US-Notenbank – Zinsentscheid, der am 21. September ansteht, davon abhängt, ob die US-Wirtschaft genug wächst. Und das scheint irgendwie nicht so zu sein.

Wenn zu wenig Amis einen Job haben, dann kämpfen die Unternehmen mit Wachstumsproblemen. Für September scheint die Zinserhöhung also vom Tisch zu sein, denn das Risiko, die Konjunktur mit höheren Zinsen noch mehr ein zu bremsen ist zu groß. Billiges Geld auf Pump ist sowas wie Doping für Unternehmen, die Kredite aufnehmen und das Geld beispielsweise in Produktinnovationen investieren.

Unsere Germany 30 konnten am Freitag nach Bekanntwerden der schlechten Jobdaten tief durchatmen. Fett! Niedrige Zinsen! Das bedeutet, dass Anleger auch weiterhin auf Aktien setzten, um ihr Geld zu vermehren und nicht auf Sparbriefe, oder so. Diese Gewissheit peitschte den DAX schlagartig 1,52 Prozent nach oben- Bankfurt in Ekstase.

Obs diese Woche so weitergeht? Die USA liegen heute aufgrund des Labor Days erstmal auf der faulen Haut und die Wall Street bleibt dicht. Generell gilt der September als eher trister Börsenmonat, aber es gibt natürlich statistische Überraschungen und- Apple! Der Gadget-Gott versüßt uns mit seiner Key Note, bei der iBoss Tim Cook vermutlich das iPhone 7 präsentieren wird, den Mittwoch.

Die Erwartungen an das Ding sind naja, eher bescheiden. Mehr Farben, eine noch bessere Kamera und eine längere Akkulaufzeit sind zwar nett, aber nicht der Burner, den sich Apple-Fans erhoffen. Scheinbar setzt der Konzern bis zum – angeblich- revolutionären iPhone 8 (das dann was kann??) auf mehr Umsatz aus dem Appstore. Eine kreative Pause, könnte man das nennen. Ob sich die Apple-Aktionäre auch lieber in Geduld üben, oder noch vor der Key Note zuschlagen? Just in case, falls sich das Teil doch zum Verkaufsschlager entwickeln sollte und der Apple-Kurs die Schallmauer durchbricht…

So, ihr BUXianer, ich werde heute meinen Herbst-Urlaub buchen und dann überlegen, mit welchen Aktien ich meine Reisekasse tunen könnte. Oder vielleicht sollte ich doch lieber aufs iPhone 7 spekulieren? Erstmal Kaffee…Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Weniger ist mehr

o-FORTUNE-COOKIE-RESOLUTIONS-facebookWie wärs, wenn wir uns einfach nochmal im Bett umdrehen und dem Rauschen unseres Kopfkissens lauschen würden? Ich hätte große Lust, heute mal Blau zu machen und mich vom Wochenende zu erholen. Nette Idee, wird aber nix. Mein Smartphone piept schon im Minutentakt und erinnert mich an mehr oder weniger wichtige Termine. Dagegen ähnelt  die Agenda der Finanzprofis diese Woche einem Sommerloch. Konjunkturdaten-Knaller wie “PMI verarbeitendes Gewerbe”, “Verbrauchervertrauen”, oder “Verkauf neuer Häuser” haben ungefähr den Thrill-Faktor eines Rosamunde Pilcher-Romans und die Quartalszahlen-Saison der Börsen-Unternehmen ist so gut wie beendet.

Uups, da hätte ich doch fast die drei Nachzügler der Woche übersehen: E.ON-Tochter Uniper, Medienkonzern Vivendi und Bergbau-Unternehmen Glencore kommen noch mit Halbjahreszahlen ums Eck! Wird ja fast noch hektisch heute, denn Uniper steht schon in den Startlöchern und wird uns noch vor Börsenstart ein Zahlen-Update präsentieren. Ohoh, trouble in the house! Die E.ON Tochter, die der Energiekonzern nur in die Welt setzte, um sein schmutziges Kohle- und Atomstrom- Business auszulagern, steckt tief in den Roten und es würde an ein Wunder grenzen, wenn Uniper, der / die / das im September an die Börse gebracht werden soll, heute für eine positive Überraschung sorgen würde. Da besuchen wir doch lieber http://www.uniper.de und lassen uns…ähm, stimulieren.

Prickelnd wirds am Mittwoch vermutlich für Glencore. Viele Experten fragen sich, ob es für Minen-Aktien aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise wieder Licht am Ende des Tunnels gibt. Der Schweizer Konzern stand in den letzten Monaten finanziell schwindelerregend dicht am Abgrund, hat aber durch Verkäufe und Einsparungen offenbar wieder Erde unter die Füße bekommen.

Und welcher treue Freund gibt uns diese Woche noch die Ehre? Ja logo, VW! Viele unserer Wolfsburger Freunde genießen bis auf weiteres Zwangs-Hitzefrei, da eine Zuliefer-Firma keine Sitzbezüge für Golf & Co. mehr ranschafft und damit die Produktion auf Eis liegt. Doof für die Aktie, die aufgrund der Streitigkeiten schon letzten Freitag um 3 Prozent in die Knie ging. Donnerstag steht dann noch eine Anhörung zum Thema US-Dieselgate bei Sunnyboy-Richter Charles Breyer auf dem Programm. Nachdem für VW’s mit kleinem Motor schon eine Einigung erzielt wurde und die Schummelmotörchen nachgerüstet werden dürfen, steht die Entscheidung für die rund 85 000 Dieselfahrzeuge mit 3,0-Liter-Motor noch aus. Was interessierts uns? Ne ganze Menge, denn einen alten Gaul in ein neues Gewand zu stecken ist für VW um einiges billiger, als die betroffenen Luxus-Kübel zu verschrotten, oder zurückzukaufen.

Ihr seht schon BUXers, a bisserl was geht immer. Schnappt euch noch ein Heißgetränk, ein Nutella-Brot, oder einen McCroissant und los gehts! Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Höhenangst

1.bildThe only way is up, Baby…! Lalala, summsumm und schon wieder hat sich ein fetter Ohrwurm bei mir eingenistet. Ich wette, dass die meisten Profi-Trader irgendwo zwischen den Wolkenkratzern von Bankfurt, oder New York, letzte Woche genau den gleichen Song geflötet haben, denn die Rekord-Jagd an der Wall Street zog sich gleich über mehrere Tage hin. Donnerstag knallten dann endgültig alle Sektkorken übers Parkett, als sowohl der Dow Jones Index, als auch seine Geschwister Nasdaq (Techi-Aktien) und S&P 500 (die 500 wichtigsten Ami-Companies) neue Allzeit-Hochs erstürmten. Profi-Trader high, die Reichsten der Reichen noch reicher und wir? Haben hoffentlich auch auf die richtigen Pferdchen gesetzt.

So könnte es weitergehen, oder? Einfach auf blöd “Pfeil nach oben” tippen und hoppa, schon klingelt die Kasse. Hm, so einfach läuft das Spiel dann aber (leider) doch nicht. In den letzten Wochen hielten uns die Quartalszahlen aller börsennotierter Unternehmen enorm auf Trab und die Kurse hoch. Jetzt, da die erste Euphorie-Welle langsam abflacht und kaum noch Bilanzen aufm Terminplan stehen, müssen sich die Börsianer neuen Stoff suchen. Genügsam sind sie ja, das muss man ihnen lassen. Sobald es nur den kleinsten Anlass zum Feiern gibt (z.B. Unternehmen XY blickt hoffnungsvoll in die Zukunft, Ölvorräte schrumpfen, Zinsen könnten niedrig bleiben..) geht der Run auf Aktien los. Kaufen, Kaufen, die Gelegenheit war nie so günstig…so lautet das Motto.

Aber die Rally (Kurs-Sprint) steht auf wackeligen Beinen. Je näher sich unser DAX der 11.000 Punkte Grenze nähert, desto schwankender ist er unterwegs. Unsere Germany 30 verabschiedeten sich mit 10.713 Punkte ins Wochenende- noch ein kleiner Ruck und schon hätte der Index eine Schallmauer durchbrochen. Für Börsianer ist sowas psychisch immer recht schwierig. Diese Punktegrenzen lösen bei Investoren oft Gefühle von Höhenangst aus. Ihr könnt euch das so vorstellen, wie bei einem Bergsteiger, der den Gipfel zwar gerne erklimmen würde, aber unterwegs ständig in den Abgrund blickt und sich fragt: “Was, wenn ich jetzt abstürze”? Diese Angst sitzt auch den Börsianern im Nacken, die ständig den nächsten Crash fürchten.

Wann der kommt, weiß natürlich niemand, aber die meisten Experten rechnen damit, dass die gute Stimmung noch eine Weile anhalten wird. Zumindest bis Mittwoch denn dann, pünktlich zur Tagesschau-Zeit, betet US-Notenbank-Chefin Janet Yellen das neueste Fed-Protokoll herunter. Warum immer Mittwochabend? Janet zwingt mich mit ihrem Timing regelmäßig zu Überstunden, aber die Finanzwelt (und wir) hängen jedes mal wieder an ihren schmalen Lippen. Wir hoffen, dass sie irgendwann mal Klartext darüber spricht, ob und wann die nächste US-Leitzinserhöhung kommt. Börsianer fürchten höhere Zinsen wie der Teufel das Wasser, da Aktien dann schlagartig an Sexyness verlieren und Sparbücher wieder im Trend liegen. Deshalb also die ganze Aufregung. Experten rechnen mit einer möglichen Zinserhöhung frühestens im September. Mehr wird uns Janet am Mittwoch wahrscheinlich auch nicht verraten…

Vielleicht rücken wenigstens ein paar Unternehmen mit kurstechnisch relevanten Infos raus? Ja. Auch wenn die Bilanzsaison bei uns fast abgelaufen ist, gibt es doch noch ein paar Nachzügler. Quartalszahlen von Cisco (Mittwoch) und Walmart (Donnerstag) zählen zu den absoluten Wochen-Highlights und wir werden euch selbstverständlich zeitnah mit allen Must-Knows zu den beiden US-Aktien füttern.

Und jetzt bitte Anschnallen, BUXianer! In wenigen Minuten starten wir wieder in eine Woche voll Spiel, Spaß und Spannung. Happy Trading!

http://getbux.com/de/?p=57871&preview=true

Das Warten hat kein Ende

876090716Die alte Börsenweisheit “sell in may and go away” hat ja – zumindest bislang- nicht so ganz geklappt. Unser DAX konnte in den letzten Wochen gut zulegen und ich hätte schon fast das Wort “Euphorie” in den Mund genommen. Bis, ja bis, die Börsianer wieder Muffensausen bekamen. Nicht etwa, weil unsere Unternehmen schlecht dastehen (mal abgesehen von einigen Wackelkandidaten wie VW), sondern weil ein paar Schreckgespenster im fernen Amerika lauern.

Konjunkturdaten, die Aufschluss über den Gesundheitszustand der weltgrößten Volkswirtschaft geben, US-Notenbank-Geplänkel, das die Zinsangst der Börsianer schürt und der Ölpreis, der vor der morgigen Opec (Organisation erdölexportierender Länder) – Konferenz in Wien zittert.

All diese Faktoren zerren am empfindlichen Nervenkostüm der Anleger und so kommt es, dass sich keiner zu weit aus dem Fenster lehnt, bevor es eine endgültige Antwort auf die Fragen “Wann erhöht die US-Notenbank die Zinsen?” und “Beschließen die Opec-Länder ein Ende der weltweiten Ölflut?” gibt.

Und das kann noch dauern. Die Opec trifft sich zwar schon morgen, aber mit einem eindeutigen Beschluss zur Begrenzung der Öl-Fördermenge rechnet niemand. Genauso unspektakulär dürfte die heutige “Beige Book”- Lesung der US-Notenbank Fed ausfallen. Ein schmucker Name für einen Konjunkturbericht, der achtmal pro Jahr veröffentlicht wird und den Notenbankern Input für ihren Zinsentscheid gibt.

Können denn heute wenigstens ein paar Unternehmen für Partylaune in Bankfurt sorgen? Wir sollten das Papier der Deutschen Börse im Auge behalten, die ihren Investoren Tag feiert und alle Auto-Aktien. Grund hierfür sind die PKW-Absatzzahlen aus den USA, die uns verraten, wie gut oder schlecht die Autobauer im Mai performten..

Also BUXers, schnappt euch ne Milchschnitte, ein Heißgetränk eurer Wahl und dann ran an die Buttons! Irgendwann muss das Warten ja mal ein Ende haben…

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Die Bringer der Woche: Trau dich!

LUIS GUZMAN as a desperate guy out on a ledge and JIM CARREY as Carl in Warner Bros. Pictures’ and Village Roadshow’s comedy “Yes Man,” distributed by Warner Bros. Pictures. PHOTOGRAPHS TO BE USED SOLELY FOR ADVERTISING, PROMOTION, PUBLICITY OR REVIEWS OF THIS SPECIFIC MOTION PICTURE AND TO REMAIN THE PROPERTY OF THE STUDIO. NOT FOR SALE OR REDISTRIBUTION.

Vor einer gefühlten Ewigkeit gab es auch bei mir ein Leben ohne BUX, jedoch mit Aktien. Ich butterte mein Erspartes in Anteile von Firmen, die ich irgendwie sexy fand, wie zum Beispiel Nike oder BMW. Kein Fehler, ganz im Gegenteil! Immerhin verdiente ich mir damit ein paar extra Gadgets, Kurztrips und Frauen-Schnick-Schnack. Seit ein paar Monaten ist mir jedoch klargeworden, dass erfolgreiche Trader nicht nur Anteile von Firmen kaufen, die irgendwie gerade total angesagt sind, sondern ganz andere Faktoren im Auge behalten müssen.

Zum Beispiel den Ölpreis, mit dessen Hochs und Tiefs die weltweiten Aktienkurse mitschunkeln. Oder Konjunkturdaten über die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes. Oder politische Konflikte. Oder: Janet Yellen. Die graue Chefin der US-Notenbank hat zwar das Sexappeal eines Gefrierschranks, bestimmt aber seit Monaten wie keine andere über Hopp- oder Flop an der Börse. Ende letzten Jahres beschloss sie das Ende der amerikanischen Nullzins-Ära und erhöhte den Zinssatz auf 0,25-0,50 Prozent. Ein kleiner Schritt für uns, ein gigantischer Sprung für die Finanzwelt, die seitdem Woche für Woche auf neue Signale der Fed (US-Notenbank) wartet, die darüber Aufschluss geben, wann die nächste Zinsparty steigt.

Nervig. Und- entschuldigt meine Wortwahl zu früher Stunde- pervers. Sollten nicht die Unternehmen und deren Erfolge oder Pleiten die Börsenkurse bestimmen anstelle einer Notenbank? Dazu kommt noch, dass Janet einfach nicht ihren Mund halten kann / darf. Erst letzten Freitag schnappte sie sich bei der Uni Cambridge wieder das Mikro um anzudeuten, dass eine Zinserhöhung in den nächsten Monaten “angemessen” sei. Aha. Und nur aufgrund dieser äußerst informativen Äußerung hielten die Börsen den ganzen Tag den Atem an. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Profi-Trader Janet immer dann den Buhmann zuschieben, wenn sie sich nicht trauen, einen Deal einzutüten. Das Argument : ”Ähm, naja, ich dachte, ich warte mal Janet ab” zieht bestimmt schon seit Monaten und lässt die Kurse auf der Stelle treten. Börsianer zittern vor Mrs. Yellen, weil eine Zinserhöhung Aktien als Investment unattraktiver machen und altmodische Geldanlagen wie das Sparbuch ein Revival erleben könnten.

Unser DAX gewann letzte Woche zwar fast sagenhafte 5 Prozent, die jedoch eher den guten Konjunkturdaten zu verdanken waren, als der Politik der US-Notenbank. Diese Woche rechnen die Analysten wieder nicht mit wilden Kurs-Sprüngen, da man das nächste Fed-Treffen im Juni abwarten will. Doch nicht nur die Zinsen, sondern auch die Entscheidung über den “Brexit” hält die Börsenwelt in Atem. Am 23.Juni beschließen die Briten über den Verbleib ihres Landes in der EU und sorgen damit für Aufregung bei der internationalen Finanzwelt, die heftige Folgen für die Wirtschaft des Landes, aber auch Exportfirmen anderer Länder bis hin zur Wirtschaftskrise voraussieht.

Tja, bei so viel vager Warterei freuen wir uns doch über ein paar handfeste Firmen-Events. Unsere Freunde von VW präsentieren beispielsweise am Dienstag ihre Quartalszahlen, die vermutlich auch ohne extra Kosten für das Dieselgate-Drama nicht gerade rosig ausfallen dürften. Spannend bleibt auch der Übernahme-Krimi Monsanto / Bayer, der nach einem gescheiterten ersten Angebot in die Verlängerung geht. Den Bayer-Aktionären wird bei über 62 Milliarden Euro verbunden mit dem Bad-Boy Image des Glyphosat- und Gen-Pflanzen Produzenten Monsanto doch langsam mulmig. So musste Bayer in den letzten Tagen heftige Kurs-Strafen verdauen und könnte auch diese Woche für ne gute Dosis Adrenalin auf dem Parkett verantwortlich sein. Danke, Bayer! Ohne den DAX-Giganten hätten wir aufgrund der Notenbank- und Brexit-Warterei doch recht wenig Kick in den kommenden Tagen. Ab 09:03 Uhr heißt es wieder: Gasgeben, BUXers! Den Mutigen gehört die Börsen-Welt.

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