Facebook vor den Zahlen: das müssen Sie heute wissen!

eye-1553789_960_720Die Facebook-Aktie – eine Erfolgsstory. Aber wie lange noch? Bislang ist zwar mit einer Jahresrendite von 21,59 Prozent noch alles im “grünen Bereich”, doch bei der morgigen Quartalszahlen-Präsentation wird das soziale Netzwerk auf die Probe gestellt. Wobei der “soziale” Grundgedanke, den Mark Zuckerberg einst hegte, mittlerweile sehr kontrovers diskutiert wird. Zum einen, weil viele Nutzer mehr Zeit damit verbringen, den Facebook-Newsfeed zu studieren, als aktiv Zeit mit Familie oder Freunden zu verbringen. Zum anderen, weil sich Facebook mehr und mehr zur Werbeplattform entwickelt.

Wachstum und Werbung

Ein Spagat. Einerseits will und muss das Netzwerk seine über zwei Milliarden Kunden mit interessanten Inhalten an sich binden, andererseits müssen Werbeeinnahmen die steigenden Ausgaben kompensieren. Die Entwicklung neuer Sicherheits-Features, eines individuelleren Newsfeeds und eines besseren Werbealgorithmus kosten Geld. Viel Geld. So kündigte Finanzchef David Wehner im Rahmen der Q3-Zahlenkonferenz an, dass die Betriebskosten 2018 um bis zu 60 Prozent und die Investitionen um 100 Prozent steigen dürften. Natürlich fragen sich Investoren, ob und wie Facebook diese enormen Ausgaben kompensieren will. Mehr Werbung würde zulasten der Nutzerfreundlichkeit gehen, weniger Werbung würde zu einem finanziellen Desaster führen.

Mark Zuckerbergs Strategie lautet deshalb: Weniger Anzeigen zu höheren Preisen. Mit der Mitte 2017 eingeführten Strategie will Facebook wieder persönlicher werden, seine Community an sich binden und durch ein attraktives Werbeumfeld langfristig mehr verdienen. Klingt gut, aber ob Marks Masterplan auch funktioniert?

Es scheint so. Ersten Zahlen zufolge verzeichnete Facebook im dritten Quartal zwar weniger “Klicks” auf Anzeigen, dafür stieg der gemittelte Preis pro “Ad” allerdings um 35 Prozent. Die Optimierung des Werbealgorithmus resultiert demnach in eine bessere Zielgruppenansprache für die Kunden bereit sind, einen höheren Preis zu bezahlen. Die Gewinnmaschine läuft.

Hohe Erwartungen

Das Gros der Analysten rechnet deshalb damit, dass sich Facebook heute mal wieder selbst übertreffen wird. Auf der Umsatzseite erwarten Marktexperten ein Plus von 42,07 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Zahlen ausgedrückt: 12,52 Milliarden Dollar Umsatz nach 8,81 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Facebook-Aktie dürfte 1,92 Dollar nach 1,41 Dollar im Vergleichsquartal betragen. So viel Erfolg ruft natürlich die Konkurrenz auf den Plan. Google, Snapchat und jüngst Tencent buhlen um die Gunst von Nutzern und Werbetreibenden. Tencent, der chinesische Betreiber der Plattform “WeChat” war im November mit einer Bewertung von 562 Milliarden Dollar erstmals mehr wert, als Facebook (541 Milliarden Dollar). “WeChat”, die Kommunikationsplattform, die anfangs wie eine billige Raubkopie von Facebooks “WhatsApp” aussah, zählt mittlerweile 980 Millionen Nutzer. Fast so viel wie das “Original” aus dem Hause Zuckerberg. Doch die App hat noch mehr drauf: während wir mit WhatsApp vor allem chatten, nutzen Chinesen WeChat als mobiles Portmonee. Eine Funktion, die so gut ankommt, dass sogar deutsche Läden, wie zum Beispiel Rossmann oder dm, WeChat als Bezahlmethode akzeptieren.

Es bleibt spannend abzuwarten, welche sozialen Plattformen in ein paar Jahren das Sagen haben werden und wie die Online-Giganten dann unser Leben beeinflussen. Investorenlegende George Soros vertritt da seine ganz eigene Meinung: während des Weltwirtschaftsforums in Davos warnte er vor den wirtschaftlichen Monopolen von Google und Facebook, die das eigenständige Denken bedrohten und die Demokratie gefährdeten. Auch würden Facebook bei stabilem Wachstum schon bald “die Menschen” ausgehen. Was dann?

Eine Überlegung, die Soros auch bei der Umschichtung seines Depots Ende 2017 in Betracht zog. Er reduzierte seine Beteiligung an Tech-Aktien wie SnapChat, Twitter und Facebook drastisch und investierte dafür in “Börsendinos” wie General Motors, Oracle und Campbell Soup. Diese Werte zählen zwar aufgrund ihrer instabilen Kurshistorie nicht zu den Top-Defensiv-Champions, doch unsere Denkrichtung ist ähnlich: während die Zukunft der Tech-Giganten auf unsicheren Beinen steht und einem steten Wandel unterworfen ist, werden Aktien der Nahrungs- und Konsumgüterindustrie immer gefragt sein. Wenn auch Sie in Defensiv-Champions investieren möchten, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit langfristige Wettbewerbsvorteile auszeichnen, dann informieren Sie sich über den BCDI, den boerse.de-Champions-Defensiv-Index. Dem mit mehr als 120 Millionen Euro Anlagevolumen meist gehandelten Aktien-Index-Zertifikat der Börse Stuttgart.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,
Ihre Miss boerse.de

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Facebook vor den Zahlen: das müssen Sie heute wissen!

Snapchat: Eine Aktie auf Geisterbahn-Fahrt

snapchat-2123517_960_720Wie heißt es doch so schön? “Schadenfreude ist die schönste Freude”. Eigentlich kein sehr rühmliches Verhalten denn das Belächeln des Unglücks anderer hat immer einen bitteren Beigeschmack. Doch heute mache ich mal eine Ausnahme: Die Snapchat-Aktie verlor gestern 24 Prozent an Wert und ich schadenfreue mich “Hab ichs nicht gewusst!”. Schon kurz nach dem Börsengang der Chat-App mutmaßten wir, dass sich die Kursgewinne des Senkrechtstarters aufgrund der mangelhaften Monetarisierungs-Strategie geisterhaft schnell in Luft auflösen könnten.

Und tatsächlich: Nach einem fulminanten Börsendebüt Anfang März, bei dem die mehrfach überzeichnete Snap-Aktie zum Ausgabepreis von 17 Dollar innerhalb weniger Minuten um 44 Prozent in die Höhe schnellte, verließen sie gestern alle guten Geister. Enttäuschte Anleger bestraften den Betreiber der Foto-App für das vorgelegte Zahlenwerk und beförderten Snapchat gestern praktisch auf das Niveau des Ausgabepreises.

Quartalszahlen enttäuschen

Das hätte sich Firmengründer Evan Spiegel anders vorgestellt. Beim Quartalszahlen-Debüt überzeugte sein junges Unternehmen die Investoren in keiner einzigen Messzahl. Zwar erreichte Snapchat in den vergangenen drei Monaten ein Umsatzwachstum von 39 Prozent auf 149,7 Millionen Dollar, doch erstens hatten Analysten im Vorfeld mit 158 Millionen Dollar gerechnet und zweitens wurde das Wachstum teuer erkauft. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 2,2 Milliarden Dollar nach “nur” 104 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Ein schwacher Trost: Der Verlust liegt überwiegend an den Aktienoptionen, die sich Snapchat-Mitarbeiter im Zuge des Börsengangs gönnten. Allein Evan Spiegel erhielt für den IPO seines “One Trick Ponies” einen Sonderbonus von 750 Millionen Dollar.

Für dieses “Taschengeld” darf er jetzt ordentlich arbeiten – das ist er seinen Anlegern schuldig. Seine erste Baustelle ist vermutlich das träge Nutzerwachstum der Chat-App, die sich zum Ziel gesetzt hat, sowas wie das nächste Facebook zu werden aber keinesfalls zu einem erfolglosen Twitter oder Yahoo zu verkommen. Nutzer sind für Werbetreibende bares Geld wert. Je besser sie die kaufkräftige Zielgruppe der “Millennials” erreichen können, desto besser funktioniert das Anzeigengeschäft. Snapchats User-Wachstum bleibt mit nur 8 Millionen neuen Nutzern in diesem Jahr hinter den Erwartungen zurück. Das kann zum einen daran liegen, dass der “Hype” rund um die Foto-App, deren Bilder und Videos sich nach kurzer Zeit selbst “zerstören”, langsam abflaut. Zum anderen entwickelt sich Snap’s größter Konkurrent Facebook zu einem extrem talentierten Copycat.

Wer hat Angst vorm Zuckerberg?

Seit Facebook damit anfing, erfolgreiche Snapchat-Elemente wie “Stories” (von Usern erstellte Geschichten) und diversen Fotobearbeitungs-Schnickschnack auf seinen eigenen Plattformen Messenger und Instagram anzubieten, knickten bei Snap die Nutzerzahlen ein. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Branchen-Neuling mit nicht mal 200 Millionen Usern auf Dauer gegen einen kampflustigen “Goliath” wie Facebook mit fast zwei Milliarden Kunden durchsetzen kann.

Geschäftsmodell: Verzweifelt gesucht

Die Frage, die sich Evan Spiegel jetzt vermutlich stellt ist: Wie kann Snapchat Geld verdienen und gleichzeitig Facebook Paroli bieten? Einer seiner Pläne ist äußerst riskant. Spiegel eliminierte das einzige Alleinstellungsmerkmal seiner App: Selbstzerstörende Nachrichten. Stattdessen können Anwender Bilder und Videos jetzt auch beliebig lange in der App “stehen” lassen. Stellen Sie sich vor, Tesla würde plötzlich dazu übergehen, auch Benziner zu bauen, weil der E-Auto-Pionier davon mehr verkaufen könnte. Die Magie der Marke wäre auf einen Schlag vernichtet. Ähnlich könnte es Snapchat ergehen, sollte Evan Spiegel ihr den “geisterhaften” Charakter rauben.

Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer: Das Anzeigengeschäft steckt noch in den Kinderschuhen und sollte schon bald dafür sorgen, dass Snapchat seine Nutzer besser vermarkten kann. Zudem machen Gerüchte die Runde, wonach der Börsenneuling ein attraktiver Übernahmekandidat für Medienkonzerne wie Disney sein könnte.

Sie sehen schon, liebe Leserinnen und Leser, die Snapchat-Story ist ungemein spannend aber gleichzeitig hoch spekulativ. Wenn Sie sich lieber in ruhigerem Fahrwasser bewegen und Ihr Kapital nicht “hippen” Börsen-Newcomern anvertrauen möchten, die sich als Eintagsfliegen entpuppen könnten, so empfehle ich Ihnen einen Blick auf unseren BCDI. Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index ist ein langfristiges Investment bestehend aus zehn besonders risikoarmen, renditestarken Aktien, mit denen Sie bestimmt ruhigere Nächte haben, als die Snapchat-Anleger.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Snapchat: Eine Aktie auf Geisterbahn-Fahrt

Daumen hoch für die Facebook-Aktie

So umstritten das Social Network auch sein mag: Die Facebook-Aktie verdient ein dickes “Like”. Dieser Meinung waren gestern auch die Analysten der Investmentbank Barclays, die dem Technologiewert das Prädikat “Overweight” verliehen und ein Kursziel von 153 US-Dollar in die Bewertung aufnahmen. Momentan kostet ein Facebook-Anteil rund 143 US-Dollar.

Seit ihrem Börsendebüt im Mai 2012 gewann die FB-Aktie 260 Prozent an Wert, doch die Erfolgsgeschichte kannte ein paar Stolpersteine. Nach einem gefeierten IPO zum Ausgabepreis von 38 US-Dollar fiel die Aktie innerhalb weniger Tage unter 30 US-Dollar und erholte sich erst wieder im Dezember 2013, als die werbefinanzierte Konzernstrategie Form annahm und Anleger von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens überzeugte.

Snapchat: Konkurrent oder Copycat?

Eine ähnliche “Story” kennt Snapchat. Nach einem Raketenstart entpuppte sich das gefeierte Tech-IPO zum Rohrkrepierer. Snap Inc. notiert momentan bei einem Kurs von rund 21 US-Dollar- 9,3 Prozent unter dem Aktien-Hoch am ersten Handelstag. Ähnlich Facebooks Werdegang muss auch Snapchat erst noch seine Richtung finden und momentan ist unklar, ob sich der Wert zur “Geister-Aktie”, oder Gewinnmaschine entwickeln wird.

Auch wenn die Anleger bislang skeptisch sind: Snap Inc. hat schon seit Jahren einen mächtigen Verehrer. Kein anderer als Facebook-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg klopfte bereits 2012 bei Snapchat an und bot den Eigentümern Evan Spiegel und Bobby Murphy zunächst eine, später sogar drei Milliarden Dollar für ihr junges Unternehmen. Doch Mark biss auf Granit. Evan und Bobby wollten nicht verkaufen und zwangen Zuckerberg dazu, sich auf Plan B zu besinnen: Das schamlose Abkupfern von Snapchat-Features.

Aktuellstes Beispiel: Snapchats “Stories”. Zuerst kopierte Zuckerberg das Video- und Fotoschnipsel Feature, mit dem Nutzer ihren Alltag aufhübschen und teilen können, nur auf seiner Fotoplattform Instagram. Doch seit Kurzem können auch User der Facebook-App Bildergeschichten-Posts über “ihren Tag” publizieren. Inklusive mehr oder weniger lustigen Gesichts-Filtern, Masken und Zeichnungen.

Gut möglich, dass Snap Inc. den “Klone War” mit dem überambitionierten Facebook verlieren wird, zumal das führende Social Network gegenüber der Geister-App einen überragenden, wirtschaftlichen Vorteil hat: Facebook scheffelt Millionen mit Werbeeinnahmen.

Die Spitze des Zuckerbergs

Die Geldquelle, der Twitter und Snapchat noch auf der Spur sind, hat Facebook längst erschlossen. Im vergangenen Jahr blieben nach einem sehr erfolgreichen Schlussquartal 3,56 Milliarden Dollar in der Kasse, was einem Zuwachs von 128 Prozent entsprach. Auch der Umsatz explodierte gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent auf 8,81 Milliarden Dollar wobei Werbeeinnahmen mit 8,63 Milliarden Dollar der weitaus größte Umsatzbringer des Konzerns waren. Da das Wachstum aus Werbegeldern in den kommenden Jahren an seine Grenzen stoßen wird, hat Mark Zuckerberg eine neue Strategie bedacht. Beziehungsweise abgekupfert. Womit Netflix und Amazon schon seit Jahren erfolgreich sind, will Facebook nachahmen: Die Produktion von Video-Inhalten, die vor allem junge Zuschauer überzeugen soll. Wie immer setzt Facebook auch hier auf Werbeeinnahme, die zwischen den Inhalte-Produzenten und der Video-Plattform geteilt werden sollen.

Auch boerse.de ist auf Facebook vertreten. Wir wollen mit unserem Auftritt jedoch kein Geld verdienen, sondern schlicht und einfach mit unseren Leserinnen und Lesern kommunizieren. Schauen Sie doch mal vorbei, wir freuen uns über Ihre “Likes”, “Shares”, Kommentare und Anregungen!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Daumen hoch für die Facebook-Aktie

Die Aktie des Tages: Snap Inc.

Snap Inc., die Mutter des soundsovielten Social Networks / Messaging-Dienstes Snapchat, feiert heute ihr Börsendebüt in New York. Ein “Happening”, das wahrscheinlich mehr Fans aufs Parkett lockt, als John Travolta in Saturday Night Fever. Die Aktie, die Medienberichten zufolge zum Einstandspreis von 17 Dollar pro Stück gehandelt wird, ist vielfach überzeichnet und wird die Firmengründer Evan Spiegel (26) und Bobby Murphy (28) quasi über Nacht zu Multimilliardären machen. Ärgerliches Detail am Rande: Laut gut informierten Kreisen hätte das Duo seine Firmenanteile auch für 19 Euro pro Stück an den Mann bringen können…

Trotz der verpassten Chance auf noch mehr Nullen hinterm Komma nimmt der Snap-Börsengang schon jetzt historische Ausmaße an: Mit 17 Dollar je Aktie erreicht er ein Volumen von 3,4 Milliarden Dollar. Snap wird nun mit 24 Milliarden Dollar bewertet der höchste Betrag in der Technologiebranche seit Facebook, dem Social Network, dessen IPO 2012 rund 16 Milliarden Dollar einbrachte. Damit feiert der Nachrichtendienst das weltweit größte Börsendebüt seit der chinesischen Handelsplattform Alibaba 2014.

Die große Frage ist nun, ob Anleger die “Katze im Sack” kaufen und Snap langfristig ein ähnliches Schicksal erleiden wird, wie die Aktie des Kurznachrichtendienstes Twitter, die seit ihrem Start Ende 2013 rund 57 Prozent an Wert verlor. Es gibt in der Tat Parallelen, aber auch Unterschiede zwischen den zwei Plattformen. Beide dienen der Verbreitung kurzer, selbst erstellter, Berichte, Fotos oder Videos, beide haben Probleme damit, ihr Geschäftsmodell über Werbung zu monetarisieren.

Snapchat verfolgt allerdings ein völlig anderes Kommunikationsziel als Twitter: Im Gegensatz zum “Gezwitscher”, das chronologisch sortiert bestehen bleibt und so manchem twitterndem Promi oder Politiker schon zum Verhängnis wurde, sind Snapchat-Berichte selbstzerstörend. “Storys” (Bildergeschichten) und “Snaps” (Fotos) haben ein Verfallsdatum und löschen sich nach einem vorbestimmten Zeitraum. Man könnte Snapchat als eine Art Tagebuch umschreiben, dessen persönliche Inhalte man für einen kurzen Moment mit einem engen Freund teilt. Firmengründer Evan Spiegel fasst seine Unternehmensphilosophie folgendermaßen zusammen: „Bei Snapchat geht es nicht darum, den traditionellen Kodak-Moment einzufangen. Es geht darum, den vollen Umfang menschlicher Emotionen zu transportieren – nicht nur, was hübsch oder perfekt zu sein scheint.“

“Hübsch” ist sie, die Snapchat-Fassade mit ihren zahlreichen Filtern, Emojis und Masken, mit denen sich Bilder aufpeppen lassen. Doch von “Perfekt” kann – zumindest im Unternehmenskern – noch keine Rede sein. Der milliardenschwere Börsenneuling verlor im vergangenen Jahr 514,6 Millionen Dollar, nach einem Fehlbetrag von knapp 373 Millionen Dollar 2015. Auch die Userzahlen bleiben hinter den Erwartungen zurück: Rund 158 Millionen Menschen täglich “snappten” im vierten Quartal 2016, wobei das Wachstum im Vergleich zu den drei Vormonaten mit einem Plus von lediglich 5 Millionen ins Stocken geriet. Keine erfreuliche Entwicklung angesichts der Tatsache, dass Twitter doppelt so viele Nutzer zählt und ganze 1,8 Milliarden “Liker” und “Poster” täglich auf Facebook unterwegs sind. Da hat das junge Startup noch eine lange, mühsame Story vor sich!

Snaps Inc’s Dienste sind zwar äußerst kreativ und innovativ, haben aber möglicherweise das Haltbarkeitsdatum eines “Snaps”: Es sind Wegwerfartikel, die so gar nicht zum Nachhaltigkeits-Trend unserer Zeit passen wollen. Wenn auch Sie lieber auf langfristige Investments statt kurzlebige, spekulative Aktien setzen, dann werfen Sie doch mal einen Blick in die neue Ausgabe des boerse.de-Aktienbriefes, die Sie hier kostenlos testen können. Darin zeigen Ihnen meine Kollegen nachhaltige Methoden für Ihren Vermögensaufbau und stellen Ihnen die besten Aktien der Welt mit einer langen Erfolgs-”Story” vor. Denn letztlich unterscheidet sich in der Aktienwelt die Spreu vom Weizen vor allem in einem Kriterium: Dem langfristigen Kursverlauf mit hoher Gewinn-Konstanz in dem nichts beschönigt und nichts verheimlicht werden kann. Oder sich gar geisterhaft “in Luft auflöst”.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Die Aktie des Tages: Snap Inc.

Facebook will cash loswerden

jw1irmvPssst…Kursalarm bei Facebook! Freitagabend, als die Trader schon ihren Schlips an den Haken gehängt hatten, machten News die Runde, nach denen das Social Network Aktienrückkäufe im Wert von 6 Milliarden Dollar plant. Der Post könnte heute viral gehen und der Wall Street zeigen, was ein Zuckerberg ist! Hat FB das Zeug zum Champion of the Day?

WTF is a “Aktienrückkauf”?

Wie das Wort schon sagt, kauft ein Unternehmen eigenen Aktien von Investoren zurück. Stellt euch vor, ihr verkauft aus Geldnot und mit blutendem Herzen euren 3er BMW aus den 70ern an einen Kumpel und stellt ein Jahr später fest, dass ihr echt an dem Schlitten hängt. Und jetzt auch die nötigen Euros im Sack habt! Also: dem Freund ein lukratives Angebot gemacht und schwupp, schon steht der Oldie wieder in eurer Einfahrt.

Auch Mark /[Sackerbörgs]/ Sparstrumpf ist prall gefüllt: Facebook hat dank Social-Ads 26 Milliarden Dollar auf der hohen Kante und will 6 davon verwenden, um Aktien wieder in eigene Hände zu bekommen.

Warum machen die das?

Die Hasser sagen: Weil Facebook die Ideen ausgehen. Wie wärs mit dem Bau von Drohnen? Naja, sowas machen doch schon Amazon, Google und sogar die Deutsche Post. Noch ein soziales Netzwerk? Hm, Facebooks Firmenplattform “Workplace” läuft momentan noch unterm Radar.

Wohin also mit den Dollars? Eine gute Idee ist immer Copy / Paste. Vor allem von Google (Alphabet) und Geisterchat-Platform Snapchat lässt sichs schön abkupfern. Google zieht nach London? Facebook folgt. Facebook kauft WhatsApp? Google bringt Messaging-Dienst Allo auf den Markt. Google plant Aktienrückkäufe? Hey, warum nicht auch Facebook?

Den Anlegern gefällt so ein Rückkauf-Programm meistens ganz gut und so könnte Facebook heute womöglich seinen eigenen Aktienkurs pushen. Nicht mit inspirierten Ideen, dafür mit injizierten Dollars. Happy Tading!

Facebook will cash loswerden

Die Bringer der Woche: Da geht was!

Funny-Finger-Love-Couple-Kissing-e1337178122727Vor circa 4 Jahren lief das noch ungefähr so: Single, willig und / oder angetrunken befindet sich in Bar und / oder Club. Blickkontakt mit hottest Boy / Girl. Mehr Drinks, mehr Kippen, mehr Lachen. Vor Sonnenaufgang: zu dir oder zu mir?

Seit circa 4 Jahren gibt es Tinder. Das endlos-Daumenkino von Selfies alleinstehender, bedürftiger und / oder neugieriger Zeitgenossen, die auf der Suche sind nach irgendwem und irgendwas. Ein Wisch nach links und der Kandidat ist raus, ein Wisch nach rechts, vielleicht wird was draus! Total oberflächlich, total platt und total erfolgreich.

Bei eurer Lieblings-Trading-App BUX funktioniert die Selektion dagegen noch ganz altmodisch und der Reihe nach: informieren, auswählen und dann entscheiden: rauf oder runter mit dem Pfeil? So sichert ihr euch euer Traum-Trade-Date. Nicht fürs Leben, aber immerhin bis zum brutalen Ende einer hoffentlich ertragreichen Affäre durch den blauen Button. Damit euch die Auswahl eines potentiellen Trade-Partners etwas leichter fällt, haben wir für euch wieder die begehrtesten Kandidaten dieser Woche versammelt! Dazu gibts natürlich noch ein Kurzprofil- damit ihr auch wisst, mit wem ihr euch so einlasst…

Die Mehrheit der potentiellen Trading-Traumdates stammt übrigens immer noch aus den USA, da dort die Berichtsaison in vollem Gange ist. Aber auch die Auswahl an europäischen Hotties lässt keine Wünsche offen. Lets go!

Montag

* TNT Express. Q1 Zahlen.  I’m T.N.T., I’m dynamite (T.N.T.) and I’ll win the fight (T.N.T.) I’m a power load (T.N.T.) watch me explode! Kann der harmlose, niederländische Kurierdienst mit hitverdächtigen Quartalszahlen das Parkett rocken?

* Xerox. Q1 Zahlen. Zuletzt lief das Geschäft mit Druckern, Scannern und Kopierern eher flau. Aber wer wird denn gleich schwarz/weiß sehen?

Dienstag

* Bayer. Q1 Zahlen. Das perfekte Date hat gleich ne Aspirin mit dabei. Könnte die Aktie auch brauchen. Kopfweh-Alarm!

* DuPont. Q1 Zahlen. Stimmt hier die Chemie? Oder war die Blitzhochzeit mit DowChemical doch ein Schnellschuss?

* Procter & Gamble. Q1 Zahlen. Ein ganz hübsches Ding. Mit blend-a-med weißen Zähnen und Oil of Olaz auf der Haut: einfach unwiderstehlich.

* AT&T. Q1 Zahlen. Mit diesem Babe seid ihr einfach immer und auf allen Kanälen verbunden. Über WiFi, Festnetz, oder Handy.

* Ebay. Q1 Zahlen. Wohin mit den Altlasten? Verticken! Leider geht ebay momentan wohl auch der Umsatz flöten..

* Apple. Q2 Zahlen. Sehr spannendes Date. Und wir fragen uns: zieht die Nummer mit dem iPhone noch?

* Twitter. Q1 Zahlen. Einmal Vögelchen, bitte! Twitter verliert Kunden, steigert aber seinen Umsatz. Das zwitschert man zumindest von den Dächern San Franciscos.

Mittwoch

* Deutsche Börse. Q1 Zahlen. Das Mekka aller Börsianer muss selber auch ran. Wie laufen die Geschäfte mit unseren Trades?

* Barclays. Q1 Zahlen. Ein Leckerbissen für alle Golddigger. Die Rating-Bank steht heute selber auf dem Präsentierteller!

* GlaxoSmithKline. Q1 Zahlen. Der Name zergeht auf der Zunge. Not! Dennoch macht der Pharmakonzern gute Geschäfte. Behaupten die, die sich da auskennen.

* Boeing. Q1 Zahlen. Komm Baby, ich zeig dir die Welt! Wer von euch bekommt Flugzeuge im Bauch bei diesem Trading-Hit?

* Facebook. Q1 Zahlen. Ähm. Da hab ich mein Glück gefunden. Ganz platte story.. Aber überaus gewinnbringend!

* Paypal. Q1 Zahlen. Noch recht frisch dabei und schon super-hot! Das Paypal Papier gilt als sicherere Nummer.

Bonustrack: FED (US-Notenbank) Zinsentscheid zur Tagesschau-Zeit!

Donnerstag

* Volkswagen. Jahreszahlen. Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit: wie groß ist der Schaden durch die Dieselgate-Schummeleien?

* Deutsche Bank. Q1 Zahlen. Liebeskummer garantiert. Wer auf Loser steht, ist hier goldrichtig.

* Airbus. Q1 Zahlen. Kann der fliegende Holländer Boeing hinter sich lassen?

* Lloyds Banking. Q1 Zahlen. Wie tief stecken die Engländer im Niedrigzins-Schlamassel?

* Dow Chemical. Q1 Zahlen. DuPont’s Neue. Wenns zwischen den Chemieriesen funkt, dann könnte das für eine explosive Kursmischung sorgen.

* Ford Motor. Q1 Zahlen. Der zweitgrößte US-Autobauer könnte von der VW-Schwäche profitieren. Oder doch nicht?

* Amazon. Q1 Zahlen. Mein Liebling. Mein E-Commerce Darling. Mir egal, was die Analysten sagen. Ich kaufe!

* Expedia. Q1. Mit der flieg ich in Urlaub! Immer die besten Deals. Aber auch die besten Gewinne?

* LinkedIn. Q1. Gibts schon sowas wie das erste LinkedIn-Baby? Die erste LinkedIn-Scheidung? Die, die sich hier linken, machen Business. Vor allem.

Freitag

* BASF. Q1 Zahlen. Der weltweit größte Chemiekonzern produziert schon lange keine Lovesong-Mixtapes mehr. Dafür Saatgut. Unter anderem..

* Linde. Q1 Zahlen. Von Luft und Liebe leben geht dann doch nicht. Von Gas schon. Linde produziert ne Menge davon und erzählt uns heute, ob sich die Gewinne Dank Konjunkturkrise in Luft aufgelöst haben.

* AstraZeneca. Q1 Zahlen. Der englische Pharma-Konzern bietet erste Hilfe bei Herzschmerz.

* Royal Bank of Scotland. Q1 Zahlen. Das Kreditinstitut kommt nicht aus den roten Zahlen. Das finden wir gar nicht sexy!

* Telefonica. Q1 Zahlen. Sie ist online, doch sie schreibt nicht.. “Allzeit erreichbar” kann so grausam sein. Profitiert der Telekommunikations-Riese vom connected-Boom?

* Exxon. Q1 Zahlen. Ölkonzerne haben in den letzten Monaten viel von ihrem Traumpartner-Status eingebüßt. Sorgt der neue Hype ums Schwarze Gold für Schwarze Zahlen?

* Chevron. Q1 Zahlen. Total out, die fossilen Brennstoffe. Wir stehen mehr auf Öko-Jungs! Genauso wie die Familie Rockefeller übrigens, die ihr Geld nicht länger in Ölfelder pumpt.

Und jetzt habt ihr die Qual der Wahl. Zum Glück müsst ihr euch bei BUX nicht für einen Favoriten entscheiden, sondern könnt täglich mit neuen Aktien flirten. Die sind nicht billig, aber willig. Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-da-geht-was/

Die Bringer der Woche: Da geht was!

US-Tech-Aktien: Die ganz großen Kursgeschenke

silicon-valley01An alle BUXers, die nicht schon im Kochstress oder Glühweinrausch sind: tatatataaa, ich präsentiere euch den letzten BUX-Artikel vor dem großen Fest! Ich habs mir hier schon mit Plätzchen, Schaumwein und Lockenwicklern gemütlich gemacht und bin sehr froh darüber, dass ihr mich nicht sehen könnt!

Weihnachten ist das Fest der Besinnlichkeit und ich denke darüber nach: Wer hat uns dieses Jahr börsentechnisch so richtig glücklich gemacht? Genau, die Tech-Aktien. Die sogenannten BUX US Tech 100 haben uns mit vielen News, Kursfeuerwerken und BUX-Artikeln den Alltag versüßt. Ich finde, diese Prachtstücke haben sich eine ganz persönliche Weihnachts-Widmung verdient, meint ihr nicht?

Schwergewichte wie Amazon, Facebook, Google (seit diesem Jahr: Alphabet) oder Microsoft schoben den amerikanischen Technologie-Index Nasdaq 100 ordentlich an und verhalfen ihm 2015 sogar zu einem neuen Allzeithoch. Die Kurse der Techi-Buden kletterten zum Teil um mehr als ein Drittel oder konnten sich, wie im Fall von Amazon, sogar verdoppeln. Ach hätte ich doch..! Zum Vergleich: Unser Deutscher Aktienindex DAX brachte es auf ein Plus von 8 Prozent auf Jahressicht. Auch kein schlechtes Ergebnis, aber weit entfernt von den Sahneschnittchen aus Silicon Valley.

Dabei lief es nicht bei allen IT-Riesen rund. Fangen wir mal bei den diesjährigen Gewinnern an. Google kann sich mit 72 Milliarden Dollar Cash in der Tasche und 11 Prozent Umsatzwachstum im letzten Quartal ungeniert “King of Search” nennen. Kein Wunder, dass sich die Aktie im Höhenrausch befindet und 2015 rund 45 Prozent zulegen konnte.

Meine geliebte Amazon-Aktie entwickelte sich 2015 entgegengesetzt zu meinem Kontostand: aufwärts. 120 Prozent Kursgewinn allein in diesem Jahr! Während ich meine hart verdienten Euros in den Amazon-Einkaufswagen stopfe, klettert die Aktie von einem Allzeithoch zum nächsten. Der amerikanische E-Commerce- Gigant macht sein Geschäft nicht nur mit Shopaholics wie mir, sondern verdient auch ordentlich am Cloud-Geschäft. Dabei stellt Amazon Unternehmen und Privatpersonen virtuellen Speicher und Rechendienste zur Verfügung, die nicht mehr auf dem heimischen PC, sondern auf Amazon’s Servern laufen.

Und nicht nur die Aktie hebt ab, sondern mit ihr der ganze Konzern. Letzte Woche gab Amazon bekannt, zusammen mit Boeing an einer eigenen Frachtflugzeugflotte zu arbeiten. Die Paketzustellung mit der Deutschen Post & Co. dauert den Amis einfach zu lange.

Beim Apfelkonzern lief dagegen nicht alles rund und hochfliegende Pläne hat das Unternehmen auch nicht. Apple’s ehemaliger Kassenschlager iPhone steckt schon bei der halben Weltbevölkerung in der Hosentasche und die andere Hälfte bevorzugt einfach Android. Oder zählt zur Gruppe der Smartphone-Verweigerer. Oder hat einfach kein Geld für Schnickschnack. So wackelt Apple’s Wachstum und auch die Aktie trat 2015 mehr oder weniger auf der Stelle.
Bleibt zu hoffen, dass bei ganz vielen von uns heute Abend eine Apple Watch unterm Baum liegt. Dann hätte Tim Cook doch noch was zum feiern..

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

US-Tech-Aktien: Die ganz großen Kursgeschenke