Das Wort zum Wochenende: Nur keine Panik! Warum wir von politischen Börsen langfristig sogar profitieren

trump-2171739_960_720Unsere treuen Leserinnen und Leser kennen sicher schon ein paar der boerse.de-Kernaussagen. Einer meiner Favoriten, der mich in den vergangenen Monaten vor so manchem Panik-Verkauf bewahrte, lautet: “Jede Börsenkrise wird wieder aufgeholt”. Mit diesen Worten im Hinterkopf lassen sich auch die gegenwärtigen, meist politisch motivierten Kursturbulenzen ganz beruhigt “aussitzen”. Denn wer stoisch auf die Wachstumskraft der Börse vertraut, den bringen ein paar Schlagzeilen nicht aus dem Konzept. Scheuklappen aufsetzen und durch!

Dagegen könnten Börsen-Neulinge Überschriften wie “Wann kommt der Trump-Crash?” oder “Brexit! Jetzt brechen alle Dämme” zu viel Bedeutung schenken. Mit der Konsequenz, dass verunsicherte Anleger ihre Firmenanteile aus blanker Verlustangst zu einem vielleicht ungünstigen Zeitpunkt verkaufen, anstatt die Kurz-Krise einfach auszusitzen.

Skeptiker fragen sich vielleicht, ob die Warnungen der Weltpresse vor politisch motivierten Börsen-Crashs nicht doch ihre Daseinsberechtigung haben. Wie die Historie uns lehrt, gab es Korrekturen zuhauf, existenzielle Crashs ohne anschließendem Aufschwung dagegen nicht.

Ein Blick in die Geschichtsbücher

Vielleicht erinnern Sie sich noch mit Schrecken an den 11. September 2001. Damals, kurz nach dem fürchterlichen Terroranschlag in New York, verlor der Dax im Handelsverlauf fast elf Prozent. Die Wall Street, in unmittelbarer Nähe des World Trade Centers gelegen, blieb vier Tage lang geschlossen und ging am ersten Handelstag um gut sieben Prozent in die Knie. Viele Marktteilnehmer befürchteten die ganz große Korrektur, den Mega-Crash. Doch dem war nicht so. Die Börsenbarometer erholten sich wie Stehaufmännchen und der Dow Jones stand schon Ende Oktober auf einem ähnlichen Niveau, wie vor der entsetzlichen Katastrophe.

Diesmal ist alles anders?

Ob Brexit, Trump, Syrien-Konflikt, das türkische Verfassungsreferendum oder die französische Präsidentschaftswahl: Seit Monaten dominieren politische Ereignisse die Stimmung der Börsianer. Nervosität prägt das Geschehen und dieser labile Zustand spiegelt sich auch in den Kursen wider, die äußerst volatil, sprich: schwankungsanfällig, sind. Doch von einer massiven Korrektur keine Spur. Ganz im Gegenteil! Unser heimischer Leitindex gewann trotz Trumponomics, Terror und Türkei innerhalb der vergangenen zwölf Monate fast 21 Prozent an Wert und sein amerikanisches Pendant, der Dow Jones, punktete mit Plus 16,3 Prozent.

Prognosen und Irrtümer

Skeptiker vertrauen häufig lieber statistischen Erhebungen, als der Börse selbst und lagen damit in der jüngsten Vergangenheit gründlich daneben. Erinnern Sie sich an die Hochrechnungen vor dem EU-Referendum der Briten? Oder an die Prognosen im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl? Innerhalb weniger Monate irrten sich die Statistiker gleich zweimal und führten zahlen fixierte Trader weltweit in die Irre. In beiden Fällen reagierten die Kurse empfindlich auf das überraschende Ergebnis, doch statt des befürchteten Crashs blieb es bei einem kurzen Schock, von dem sich die Märkte rasch wieder erholten. Sie sehen, selbst Fehlprognosen haben langfristig keine fatalen Auswirkungen und können, wie im Fall der US-Wahl, sogar neue Anlagechancen eröffnen.

Die Börse läuft und läuft

Die gern zitierte Börsenweisheit: “Politische Börsen haben kurze Beine” hat nichts an Aktualität eingebüßt, auch wenn manche “Experten” das Gegenteil behaupten. Solange sich die Erde dreht, solange strebt die Menschheit nach Erfolg und Fortschritt. Gelegentliche Rücksetzer und “Verschnaufpausen” sind dabei völlig normal und natürlich und sollten nicht als Sprungbrett, sondern als Einstiegs- oder Zukauf-Chancen genutzt werden.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende und verabschiede mich heute mit einem Zitat des Star-Investors Warren Buffett: “Betrachten Sie die Schwankungen des Aktienmarktes als Ihren Freund und nicht als Ihren Feind. Profitieren Sie von der Torheit Anderer, statt an ihr teilzunehmen.”

Ihre Miss boerse.de

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Das Wort zum Wochenende: Nur keine Panik! Warum wir von politischen Börsen langfristig sogar profitieren

Die Bringer der Woche: Schwarzsehen

Funny-Eggs-Graphics-24Alles aus und vorbei. Nach wochenlangem EM, Grill und Partyrausch fällt der Wochenausblick heute eher trist aus. Mal abgesehen von ein paar Deutschland-Fans, die ihre Wimpel praktischerweise gleich bis zur WM 2018 aufm Auto lassen, ist der Rest der Fangemeinde am abkicken. Uns eingeschlossen. Klarer Fall: Wir brauchen neue Highlights, die uns vom Alltagsblues ablenken. Womit wir beim Thema wären. Ist Traden nicht immer ein genialer Kick? Für mich ist die Börse tatsächlich so ne art Multiplayer-Action-RPG-Strategy-Abenteuer, bei dem es ganz nebenbei auch noch um echten Cash geht!

Natürlich macht das Spekulieren erst so richtig Spaß, wenn man über die nötige Munition verfügt. Deshalb hier exklusiv und nur für euch: Die Must Knows der Woche! Pauschal gesagt dreht sich das Leben der Börsianer zur Zeit um die Themen Brexit, Konjunkturdaten und Quartalszahlen, wobei der Austritt der Engländer aus der EU so unkalkulierbare, wirtschaftliche Folgen haben könnte, dass es den Finanzlern nicht gelingt, ihre Unsicherheit abzuschütteln, oder sich von positiven News aus anderen Bereichen aufheitern zu lassen. Die Jungs blasen Trübsal und lassen sich von keiner noch so positiven Meldung aus ihrer Depri reißen. Gute Konjunkturdaten? Ach ja, ganz nett. Top Unternehmensmeldungen? Naja, wer weiß wie lang der Burgfrieden noch hält. Männer (und Frauen), mit so einer Einstellung kommen wir doch auch nirgendwo hin!

Gott sei Dank beginnt in Amerika diese Woche die Berichtsaison, die Jahreszeit, in der börsennotierte Unternehmen ihre Bilanzen offenlegen müssen. Traditionell darf der Aluminium-Konzern Alcoa heute als erstes ran, gefolgt vom “B” wie Banken. JPMorgan (Donnerstag) und Citigroup (Freitag) sind zwar in den USA angesiedelt, doch die Brexiteritis verbreitet sich wie ein übler Virus und infiziert neben europäischen Geldhäusern auch die Banken im Land der unbegrenzten Kredite. Doch nicht mal mit viel Geld auf Pump lässt sich momentan noch was verdienen. Schuld sind die niedrigen Zinsen, die aus Furcht vor einer neuen Wirtschaftsflaute -wenn überhaupt- nur zögerlich erhöht werden.

Auch die Engländer greifen nach ihrem Brexit-Dilemma zu immer härteren Waffen, um ein K.O. der Wirtschaft zu verhindern. Die Bank of England könnte am Donnerstag eine Senkung des Zinssatzes von jetzt 0,5 Prozent beschließen. Das Manöver würde zwar dank billigem Geld die Konjunktur kicken, der englischen Landeswährung aber gleichzeitig schwer zusetzten. Das Pfund stand mit einem US-Wechselkurs von 1,30 schon seit 31 Jahren nicht mehr so tief und könnte ab Donnerstag zu Ramschpreisen über den Wechseltisch gehen.

Nicht so witzig, das alles. Aber andererseits ist die Börse oft für eine Überraschung gut, wenn niemand damit rechnet. Also, BUXianer: Einsteigen, festhalten und mitfreuen. Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Schwarzsehen

Die Bringer der Woche: Immer was zu feiern

media.media.5cf4f11c-e937-48fb-a659-d6f6ba901450.normalizedHeute ist so ein Montag, den wir auch “kleinen Freitag” nennen könnten, denn diese Woche ist ein großer Feiertag. Die Türen der Wallstreet bleiben heute aufgrund des Indepence Day dicht und auch auf unserem schönen Kontinent gibt es Grund zur Freude. Mal abgesehen vom Geburtstags eurer Autorin stehen die EM-Finalrunden auf dem Programm. Mittwoch, Donnerstag und Sonntag gehts zur Sache, Leute! Ab 21:00 Uhr dürft ihr euch gerne beim Public Viewing die Seele aus dem Trikot jubeln, aber vergesst nicht, vorher eure Schäfchen ins Trockene zu bringen, denn auch aktientechnisch warten einige Leckerbissen auf euch.

Die größte Brexit-Panik scheint erstmal vom Tisch und unser Index ist letzte Woche mit 2,2 Prozent von den Toten auferstanden. Nach dem Italien-Trauma scheint es so, als ob jetzt auch das Brexit-Drama weitestgehend verarbeitet ist. Nicht nur die guten Vibes auf den Märkten in Kombination mit überschrittenen Promille-Grenzen tradender Fußballfans, sondern auch spannende News von Seiten unsere DAX-Allstars könnten uns diese Woche nette Gewinne bescheren. Doch Vorsicht: Einige Experten warnen vor einem vorübergehenden Brexit-Burgfrieden, der trotz der guten Stimmung letzte Woche noch in einen Aktien-Ausverkauf münden könnte. Die Börsianer haben auch dafür wieder eine Weisheit parat: “Kaufen, wenn die Kanonen donnern”! Das bedeutet im Umkehrschluss: “Verkaufen, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist”. Also, Achtung!

Aber gut, kein Grund zur Panik, Leute! Wenn Investoren-Legende George Soros mit dem Brexit und den derben Kursverlusten der Deutschen Bank Millionen scheffeln konnte, dann können wir das auch, oder? Möglich machts die Spekulation auf fallende Kurse. Ein Trick, den ihr ganz einfach aus eurer BUX-App zaubern könnt, solltet ihr dem Burgfrieden nicht trauen.

Und welche Unternehmen könnten diese Woche für Schlagzeilen sorgen? Die “Berichtsaison”, bei der börsennotierte Firmen ihre Quartalszahlen vorlegen müssen und damit regelmäßig für Kursüberraschungen sorgen, beginnt erst Ende Juli. Einstweilen vertreiben wir uns die Zeit mit Kandidaten wie E.ON, bei denen heute eine millionenschwere Gerichtsverhandlung ansteht. Erinnert ihr euch noch an den tragischen Zwischenfall im Atomkraftwerk Fukushima vor 5 Jahren? Damals musste E.ON aus Sicherheitsgründen mehrere Kraftwerke für drei Monate abschalten und klagt jetzt auf 380 Millionen Euro Entschädigung. Hübsches Sümmchen! Der Ausgang des Verfahrens ist sicher relevant für die ohnehin schon brüchige Bilanz des Energiekonzerns und damit seines Standings an der Börse.

Weiter gehts mit den Aktien der Deutschen Börse. Trotz des bye bye, ciao, adios der Briten aus der EU, denken die Handelsplätze London und Frankfurt über eine Lebensgemeinschaft mit Sitz in England nach. Heute lädt der LSE (London Stock Exchange) deshalb zur außerordentlichen Hauptversammlung, bei der die Aktionäre über die geplante Fusion mit der Deutschen Börse abstimmen dürfen. Besonders heikel daran ist der ursprünglich angedachte Hauptsitz London. Warum sollte Europas wichtigste Börse auch von einem Standort außerhalb der EU regiert werden? Das macht echt keinen Sinn. Frau Merkel wohnt schließlich auch nicht auf den Fiji Inseln.

Ihr seht schon BUXers, diese Woche gibt es genug Gründe, um schon vor 21:00 Uhr die ersten Korken ploppen zu lassen. Happy Trading!

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Die Bringer der Woche: Immer was zu feiern

Die Bringer der Woche: Der Bär ist los

maxresdefaultIch weiß nicht, wies euch geht, aber mir steckt der Schreck des Brexit- Black Friday’s noch ziemlich in den Knochen. Der völlig überraschende Austritt der Engländer aus der EU ist ein historisches Ereignis und gleichzeitig der erste Börsencrash in meiner Autoren-Karriere. Der letzte Aktien-Absturz, bei dem der DAX um fette 13 Prozent in die Tiefe rauschte, ereignete sich übrigens 2011 aufgrund der drohenden Schuldenkrise in Europa und den USA. Letzten Freitag verlor unser Index auf dem Höhepunkt seiner Depression rund 10 Prozent, konnte sich aber nach dem ersten Schock doch noch leicht erholen und ging mit knapp 7 Prozent aus dem Rennen. Die unglaubliche Summe von fünf Billionen Dollar löste sich innerhalb weniger Stunden in Luft auf.

Zu den größten Verlieren zählten Banken, Versicherungen und das englische Pfund, das seit 30 Jahren nicht mehr so tief stand wie am Freitag. Sommerurlaub schon geplant? Auf ins schöne Großbritannien zu Schnäppchenpreisen! Oder wie wärs mit einer Flucht ins Gold? Der ewige sichere Hafen kann sich vor Krisen-Touristen kaum noch retten und erlebte am Black Friday einen Glanztag mit Plus 4,5 Prozent.

Das BUXianer-Lager hat sich wahrscheinlich in drei Teile gespalten. Die “WTF”- Anhänger, die wie ich und die absolute Mehrheit der Börsianer letzte Woche auf ein “Bremain” und steigende Kurse spekuliert hat, die “Whatever”- Stoiker, die der Meinung sind, dass in jeder Krise eine Chance steckt und die “Lucky Bastards” die ihre Anteile in weiser Voraussicht noch rechtzeitig vercheckt, oder auf fallende Kurse gesetzt haben.

Die Frage, die sich die gesamte Finanzwelt heute stellt und die wir hier bei BUX auch nicht beantworten können, ohne als fiese Scharlatane beschimpft zu werden, ist: Wie? Gehts? Weiter? I ! Dont! Know! Aber es gibt zwei Theorien. Immerhin.

Die Positivisten sind der Meinung, dass die Börsen schon andere Tiefschläge verkraftet haben und es nur eine Frage von Tagen ist, bis sich das Index-Barometer wieder eingependelt hat. Großbritannien ist schließlich nicht vom Erdball gerutscht und wird bald in neuem Glanz auferstehen. Die Pessimisten (oder Realisten?) dagegen befürchten eine weitreichende Wirtschaftskrise, die nicht nur England, sondern auch den Rest Europas treffen könnte. Unsicherheit war noch nie ein Stimmungsmacher auf den Finanzmärkten und der Brexit als Novum könnte für noch mehr Instabilität und zumindest temporär fallende Kurse sorgen.

Besonders hart dürfte es neben englischen Banken und Versicherungen auch deutsche Aktien wie BMW, Daimler, Deutsche Post und RWE treffen, die rund 10 Prozent ihrer Umsätze mit dem Königreich machen und die Konsequenzen des Brexits nur schwer einschätzen können. Diese Krisen-Kandidaten verloren am Freitag 8-10 Prozent an Wert und könnten jetzt entweder als ganz heiße Einstiegs-Chancen gehandelt werden, oder auch in den kommenden Tagen unter der Brexiteritis leiden.

Brexit hin oder her- das Börsenleben geht weiter. Bei vielen Unternehmen ist “business as usual” angesagt und das ist auch gut so. Vielleicht sorgen Nike (Dienstag) und Monsanto (Donnerstag) mit ihren Quartalszahlen für Adrenalinkicks auf dem Parkett? Auch unser Dauerbrenner Volkswagen könnte diese Woche wieder für das ein oder andere Kurs-Gewitter verantwortlich sein. Am Dienstag endet die Gnadenfrist zur Einigung mit den US-Behörden und der Autobauer hat dann langsam Gewissheit über das ganze finanzielle Ausmaß der Dieselgate-Affäre in den USA und über die Kostenlawine, die auf ihn zurollt.

Spannende Zeiten, liebe BUXers! Das Motto der Woche könnte “No risk, no fun” lauten. Macht euch auf ein paar kurstechnische Überraschungen bereit, die eure Trades eventuell in den Keller schicken, aber gleichzeitig auch eine Top-Einstiegschance sein könnten. The show must go on!

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Die Bringer der Woche: Der Bär ist los

Die Bringer der Woche: Alles aus und vorbei?

vift-valentines-day-breakup-kit“Brexit”. Ekliges Wort. Klingt irgendwie nach Ex, Breakup, aus und vorbei. Und genau das bedeutet es auch: Das mögliche Goodbye Großbritanniens aus der Europäischen Gemeinschaft, über das die Engländer diese Woche, am 23.6., abstimmen. Momentan gehen die meisten Meinungsforscher aufgrund der letzten Umfrage-Ergebnisse davon aus, dass das Votum ein verdammt knappes Kopf-an-Kopfrennen zwischen Brexit-Fans- und Gegnern wird.

Obwohl die Brexit-Chancen 50:50 oder vielleicht sogar nur 40:60 stehen, so verbreitet die Presse dennoch am liebsten Worst-Case- Szenarien vom EU-Ausstieg der Engländer. Und das, obwohl kein Mensch vorhersehen kann, wie letztendlich gestimmt wird und ob ein Brexit wirklich einem Weltuntergang nahe käme. Nach wochenlangem “Zinsen, Zinsen, Zinsen” Gejammer kann ich jetzt echt kein ewiges “Brexit, Brexit, Brexit” Geheule mehr vertragen..Also lasst uns mal ein bisschen entspannt an die Sache rangehen und beide Szenarien unter die Lupe nehmen:

1. Gehen

Viele Wirtschaftsweise fürchten die möglicherweise gravierenden ökonomischen Folgen eines Austritts der Engländer aus dem Kaffeekränzchen der EU-Mitgliedsländer. Es steht mehr auf dem Spiel als der Ausschluss aus dem Eurovision Songcontest, oder die Besteuerung deutscher Bratwurst-Importe. Es geht um Handelsabkommen, juristische Probleme, England als Standort und Dreh- und Angelpunkt für viele internationale Unternehmen und Banken und nicht zuletzt um ein Negativ-Beispiel für andere EU-Länder, die Großbritanniens Vorbild folgen könnten.

Uns BUXers interessieren natürlich vor allem die Folgen, die ein Brexit für Aktien, Währungen und Rohstoffe mit sich bringen könnte. Da “Brexit” als gleichbedeutend mit “Krise” gesehen wird, könnte Gold als “sicherer Hafen” wiedermal ein Revival erleben. Etwas düsterer siehts dagegen für das britische Pfund aus. Die Landeswährung könnte gegenüber dem Euro kräftig verlieren, oder sogar 1:1 gehandelt werden.

Angst ist kein guter Berater der Aktienmärkte. Deshalb rechnen Beobachter damit, dass es im Falle eines Brexit tage- ja vielleicht sogar wochenlang zu kräftigen Kursschwankungen, wenn nicht sogar zu einem “Black Friday”, einem weltweiten Aktien-Kollaps, kommen könnte. Im Falle eines Austritts Englands werden alle Geschäfte mit dem Königreich komplizierter, worunter vor allem europäische Export- und Import- Unternehmen leiden würden. Allen voran Aktien der Autoindustrie und der Banken, die zu den größten Kurs-Verlieren zählen dürften.

2. Bleiben

Obwohl wir gedanklich schon auf “time to say goodbye” eingestimmt sind, besteht die realistische Möglichkeit, dass England Teil der EU bleibt. Hübsches Szenario, das vor allem den jungen Briten, die für den Erhalt von Arbeitsplätzen, Bildungsmöglichkeiten und der internationalen Position ihres Landes kämpfen, ein big smile ins Gesicht zaubert. Auch aktientechnisch gesehen wäre im Falle eines “Remain” (Bleiben) Party auf dem Parkett angesagt. Den Börsianern würde wahrscheinlich eine pfundschwere Last von den Schultern fallen und selbst die zögerlichsten Trader würden wieder auf den Handelsteppich zurückkehren. So könnte “Remain” zur Mega-Einstiegschance für alle risikofreudigen BUXianer werden.

Apropos Risiko: Turbulenzen ahead! Diese Woche solltet ihr besser nicht den großen Trade-Master raushängen lassen. Sogar die Profis raten davon ab, vor dem Votum in die Vollen zu gehen. Diversifikation heißt das Zauberwort! Ein paar Rohstoffe, internationale Aktien, englische Aktien, Währungen.. Der Mix macht die Musik und streut euer Risiko. Just in case…

Bleibt die Frage, mit welchen Aktien wir uns bis Donnerstag die Zeit vertreiben? Der Spielkamerad der Woche heißt: VW. Am Mittwoch laden die Wolfsburger zur Hauptversammlung, bei der vermutlich hitzig über umstrittene Boni-Zahlungen für hochrangige VW-Manager und die Einsetzung eines Sonderermittlers zur Aufarbeitung des Dieselgate-Skandals diskutiert wird. Das ist der Stoff, aus dem die Trade-Träume sind!

So ihr Lieben, ich bin raus, Exit, aus. Nächste Woche sind wir auf jeden Fall klüger und hoffentlich auch reicher. Happy Brexing!

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Die Bringer der Woche: Alles aus und vorbei?

Die Bringer der Woche: Trau dich!

LUIS GUZMAN as a desperate guy out on a ledge and JIM CARREY as Carl in Warner Bros. Pictures’ and Village Roadshow’s comedy “Yes Man,” distributed by Warner Bros. Pictures. PHOTOGRAPHS TO BE USED SOLELY FOR ADVERTISING, PROMOTION, PUBLICITY OR REVIEWS OF THIS SPECIFIC MOTION PICTURE AND TO REMAIN THE PROPERTY OF THE STUDIO. NOT FOR SALE OR REDISTRIBUTION.

Vor einer gefühlten Ewigkeit gab es auch bei mir ein Leben ohne BUX, jedoch mit Aktien. Ich butterte mein Erspartes in Anteile von Firmen, die ich irgendwie sexy fand, wie zum Beispiel Nike oder BMW. Kein Fehler, ganz im Gegenteil! Immerhin verdiente ich mir damit ein paar extra Gadgets, Kurztrips und Frauen-Schnick-Schnack. Seit ein paar Monaten ist mir jedoch klargeworden, dass erfolgreiche Trader nicht nur Anteile von Firmen kaufen, die irgendwie gerade total angesagt sind, sondern ganz andere Faktoren im Auge behalten müssen.

Zum Beispiel den Ölpreis, mit dessen Hochs und Tiefs die weltweiten Aktienkurse mitschunkeln. Oder Konjunkturdaten über die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes. Oder politische Konflikte. Oder: Janet Yellen. Die graue Chefin der US-Notenbank hat zwar das Sexappeal eines Gefrierschranks, bestimmt aber seit Monaten wie keine andere über Hopp- oder Flop an der Börse. Ende letzten Jahres beschloss sie das Ende der amerikanischen Nullzins-Ära und erhöhte den Zinssatz auf 0,25-0,50 Prozent. Ein kleiner Schritt für uns, ein gigantischer Sprung für die Finanzwelt, die seitdem Woche für Woche auf neue Signale der Fed (US-Notenbank) wartet, die darüber Aufschluss geben, wann die nächste Zinsparty steigt.

Nervig. Und- entschuldigt meine Wortwahl zu früher Stunde- pervers. Sollten nicht die Unternehmen und deren Erfolge oder Pleiten die Börsenkurse bestimmen anstelle einer Notenbank? Dazu kommt noch, dass Janet einfach nicht ihren Mund halten kann / darf. Erst letzten Freitag schnappte sie sich bei der Uni Cambridge wieder das Mikro um anzudeuten, dass eine Zinserhöhung in den nächsten Monaten “angemessen” sei. Aha. Und nur aufgrund dieser äußerst informativen Äußerung hielten die Börsen den ganzen Tag den Atem an. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Profi-Trader Janet immer dann den Buhmann zuschieben, wenn sie sich nicht trauen, einen Deal einzutüten. Das Argument : ”Ähm, naja, ich dachte, ich warte mal Janet ab” zieht bestimmt schon seit Monaten und lässt die Kurse auf der Stelle treten. Börsianer zittern vor Mrs. Yellen, weil eine Zinserhöhung Aktien als Investment unattraktiver machen und altmodische Geldanlagen wie das Sparbuch ein Revival erleben könnten.

Unser DAX gewann letzte Woche zwar fast sagenhafte 5 Prozent, die jedoch eher den guten Konjunkturdaten zu verdanken waren, als der Politik der US-Notenbank. Diese Woche rechnen die Analysten wieder nicht mit wilden Kurs-Sprüngen, da man das nächste Fed-Treffen im Juni abwarten will. Doch nicht nur die Zinsen, sondern auch die Entscheidung über den “Brexit” hält die Börsenwelt in Atem. Am 23.Juni beschließen die Briten über den Verbleib ihres Landes in der EU und sorgen damit für Aufregung bei der internationalen Finanzwelt, die heftige Folgen für die Wirtschaft des Landes, aber auch Exportfirmen anderer Länder bis hin zur Wirtschaftskrise voraussieht.

Tja, bei so viel vager Warterei freuen wir uns doch über ein paar handfeste Firmen-Events. Unsere Freunde von VW präsentieren beispielsweise am Dienstag ihre Quartalszahlen, die vermutlich auch ohne extra Kosten für das Dieselgate-Drama nicht gerade rosig ausfallen dürften. Spannend bleibt auch der Übernahme-Krimi Monsanto / Bayer, der nach einem gescheiterten ersten Angebot in die Verlängerung geht. Den Bayer-Aktionären wird bei über 62 Milliarden Euro verbunden mit dem Bad-Boy Image des Glyphosat- und Gen-Pflanzen Produzenten Monsanto doch langsam mulmig. So musste Bayer in den letzten Tagen heftige Kurs-Strafen verdauen und könnte auch diese Woche für ne gute Dosis Adrenalin auf dem Parkett verantwortlich sein. Danke, Bayer! Ohne den DAX-Giganten hätten wir aufgrund der Notenbank- und Brexit-Warterei doch recht wenig Kick in den kommenden Tagen. Ab 09:03 Uhr heißt es wieder: Gasgeben, BUXers! Den Mutigen gehört die Börsen-Welt.

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Die Bringer der Woche: Trau dich!

Die Bringer der Woche: Peep Show

31181B58-74D5-4E0A-AFFF-0A1A0980DA4559Die Wochen der großen Auftritte, der Alleinunterhalter und Bilanz-Showdowns sind vorläufig vorbei. Fast. Lediglich ein paar Nachzügler wie Hewlett Packard, Marks & Spencer (Mittwoch), oder Abercrombie & Fitch (Donnerstag) betreten diese Woche noch das Podium, um ihre Quartalszahlen zu präsentieren.

Zwar waren die Zahlenwerke der großen Börsenhelden in den letzten Wochen auch kein Garant für filmreife Action, aber immerhin hatten wir sowas wie einen roten Faden durch die Woche. Montag: Daimler, Dienstag. Siemens, das Leben kann so einfach sein! Die Bilanzen der DAX- Kandidaten fielen recht gemischt aus, aber trotzdem wussten wir genau, wanns was zu spekulieren gab. Und jetzt? Diese Woche ist eine einzige große Glaskugel. Eine Art Wundertüte, bei der man sich nie sicher sein kann, ob der investierte Euro auch gut angelegt ist.

Das Credo der Woche lautet demnach: Unsicherheit. Die Fragen, die viele Profi-Börsianer dieser Tage zum Valium greifen lässt, drehen sich um die wirtschaftliche Zukunft. Nicht ihrer eigenen (die dürfte schon safe sein), sondern die Deutschlands, Europas und der ganzen großen Welt. Erhöht die US-Notenbank den amerikanischen Leitzins tatsächlich schon im Juni und verlieren Aktien gegenüber anderen Geldanlagen dann an Sexappeal? Schüttet uns die Europäische Zentralbank dagegen dank Null-oder Negativ-Zinsen mit Billig-Geld zu, um die Wirtschaft anzukurbeln? Und geht EZB-Chef Mario Draghi tatsächlich unter die Aktienhändler und kauft erstmals auch Unternehmensanteile? Stimmen die Briten am 23. Juni für ein “good bye” aus der EU (“Brexit”)?

Doch das Thema Weltwirtschaft bewegt nicht nur die Börsen, sondern auch die Politiker. Donnerstag und Freitag trifft sich das Who-is-Who der sieben großen Industrienationen (G7) USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland in Japan. Einer der Tagesordnungspunkte wird sein, wie sich der Motor der Weltwirtschaft auch ohne “Geldspritzen” vom Staat für Unternehmen weiter ankurbeln lässt.

Einige von euch BUXianern werden jetzt schon nervös herumrutschen und sich fragen: Wann kommt die Frau endlich zur Sache? Was gibts denn für Unternehmen, die diese Woche einen Trade wert wären? Ich kann euch flüstern: ein ganz heißes Duo könnten wieder Bayer und Monsanto abgeben. Letzte Woche rutschte die Bayer-Aktie aus dem Nichts um 9 Prozent nach unten als bekannt wurde, dass der deutsche Pharma- und Chemieriese die amerikanische Saatgut-Mafia Monsanto schlucken will. Für einen zweistelligen Milliardenbetrag, den sogar Bayer nicht so mal aus dem Ärmel schüttelt und sich deshalb wahrscheinlich einer Bonitätsprüfung der Ratingagentur S&P unterziehen muss, die checkt, wie kreditwürdig Bayer nach dieser historisch-großen Übernahme noch wäre. Dieser Fusions-Mehrteiler wird sicher noch die Kurse rocken. Von Monsanto, Bayer und vielleicht sogar der ganzen Pharma- und Chemie-Branche.

Zur Entspannung nach dieser konjunkturell-komplizierten Woche öffnet sich dann am Samstag der Vorhang fürs langersehnte Champions League Finale. Angrillen, Adiletten an die Füße und ein Helles in der Hand. Das haben wir uns verdient.

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Die Bringer der Woche: Peep Show