Der Wochenausblick: Sunny side up!

eggs-1694991_960_720So turbulent die vergangene Juniwoche war, so ruhig sind die Wetteraussichten für die ersten Juli-Tage. Ich will ja nicht gleich von “Sommerloch” sprechen, aber die Finanzagenda ist bis auf wenige potentiell kursbewegende Termine eher spärlich bestückt. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir den Märkten den Rücken kehren sollten, ganz im Gegenteil: oft ist es so, dass sich die größten Überraschungen dann ereignen, wenn niemand damit rechnet. Über die Geschehnisse der kommenden Tage verrate ich Ihnen jetzt mehr…damit Sie gut vorbereitet in die Woche starten.

Highlights vergangener Woche:

 

  • Kleines Dax-Sommertief

 

Ein Wochenverlust von 3,21 Prozent auf 12.325 Punkte sorgt bei kurzfristig orientierten Anlegern zwar für Verdruss, doch langfristig denkende Investoren und treue boerse.de-Leser dürfte so ein kleiner Dämpfer wohl kaum aus der Ruhe bringen, denn wir alle wissen: jede Korrektur wird aufgeholt und Dax und Dow Jones erwirtschaften im Mittel 9 Prozent Rendite pro Jahr. Sowohl die historische, als auch die gegenwärtige Kursentwicklung der Indizes liefert dafür den besten Beweis: Dax und Dow liegen momentan mit 7,35 Prozent bzw. 8 Prozent Rendite seit Januar fast gleich auf. Und das Jahr ist noch jung!

 

  • Vapiano und Delivery Hero

 

Zwei Newcomer, eine Branche. Vapiano (italienische Restaurantkette) und Delivery Hero (Essens-Lieferdienst) kommen aus dem Gastro-Segment und sind seit vergangener Woche im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse gelistet. Noch ist es zu früh um darüber zu urteilen, ob die IPOs eine Erfolgsgeschichte werden. Doch eines ist jetzt schon klar: beide Foodie-Unternehmen konnten so richtig absahnen. Vapiano sammelte 184 Millionen ein, Delivery Hero genehmigte sich ganze 996 Millionen Euro. Ob sich diese Woche

 

  • Bayer bereitet Kopfschmerzen

 

Das Dax-Schwergewicht Bayer hätte vergangenen Freitag mindestens eine Aspirin vertragen können, denn der Chemie- und Pharamriese hing ganz schön in den Seilen. Eine Gewinnwarnung aufgrund des schwächelnden Brasilien-Geschäfts schockte die Bayer-Anleger, die die Aktie mit zeitweise Minus vier Prozent auf die Verkaufsliste setzten. Auch heute steht Bayer wieder im Mittelpunkt der Investoren, denn eine Investmentbank stufte den Titel aufgrund der instabilen Geschäftsentwicklung in Brasilien von “Buy” auf “Hold” herab und senkte das Kursziel von 121 Euro auf 118 Euro. Keine erfreuliche Diagnose für unseren Dax-Patienten!

Highlights dieser Woche:

 

  • Montag:

 

Großer Zahltag für die Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Für die Gesamtsumme von 23,6 Milliarden Euro kaufen sich die Unternehmen von der Verantwortung für ihren Atommüll frei. Damit geht die Verantwortung für die Zwischenlagerung, die Suche, den Bau und den Betrieb eines Endlagers für hochradioaktiven Abfall auf den Staat über. Viel Geld, doch glücklicherweise erwarten die Stromlieferanten im Gegenzug auch ein hübsches Sümmchen von der Regierung zurück: Immerhin 6,3 Milliarden Euro an unrechtmäßig erhobenen “Kernbrennstoffsteuern” bekommen die Energieversorger vom Fiskus erstattet.

 

  • Dienstag:

 

An der Wall Street bleiben die Bürgersteige hochgeklappt. Aufgrund des Independence-Day wird an der New Yorker Börse nicht gehandelt und somit sind von Seiten der USA Anfang der Woche wenig Impulse zu erwarten.

 

  • Mittwoch, Donnerstag und Freitag:

 

Konjunkturdaten und Zinsen: ein “langweiliges” Duo, sollte man meinen. Doch die beiden sind eng miteinander verwoben und können das Geschehen an den Märkten maßgeblich beeinflussen. Positive Daten lassen darauf schließen, dass sich die Wirtschaft eines Landes gut entwickelt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbank “mutig” an der Zinsschraube dreht. Deshalb warten viele Marktteilnehmer mit Spannung auf die wichtigsten Konjunkturtermine der Woche: den Auftragseingang der deutschen Industrie im Mai am Donnerstag und die Industrieproduktion am Freitag. Zudem wird, ebenfalls am Donnerstag, das EZB-Sitzungsprotokoll veröffentlicht. In den USA könnten die für Freitag geplanten Arbeitsmarktdaten für Aufsehen sorgen. Fallen diese positiv aus, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank dieses Jahr tatsächlich dreimal an der Zinsschraube dreht. Gut für Sparer, beängstigend für Aktionäre, die eine Kapital-Umschichtung in Richtung festverzinsliche Wertpapiere fürchten.

Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie nicht den Crash-Propheten, denn Aktien bieten trotz so mancher Korrekturen ungleich große Renditechancen. Sichern Sie sich deshalbnoch heute den boerse.de-Aktienbrief, den Sie gratis testen können und sogar noch ein Geschenk von uns erhalten: den brandaktuellen Sonderreport „Die Sommer-Champions 2017! Darin lesen Sie alles über die heißesten Champions-Aktien für die kommenden Monate, mit denen Sie jede Sommerflaute elegant umschiffen.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

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Der Wochenausblick: Sunny side up!

Bewies Bayer einen „grünen Daumen“ bei der Monsanto-Übernahme?

Es war einer der spannendsten Übernahme-Poker der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Nach monatelangem Tauziehen mit Monsanto legte Bayer im September vergangenen Jahres 66 Milliarden Dollar für den US-Saatguthersteller auf den Tisch. Damit besiegelte Bayer die größte Firmenhochzeit zwischen einem deutschen und einem ausländischen Unternehmen, die unser Land je gesehen hat.

Von Romantik aber keine Spur. Das Dreamteam Bayer / Monsanto bangt um den Segen der Kartellwächter und der neuen US-Regierung. Umweltschützer, die dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat den Garaus machen wollen gehen auf die Barrikaden und auch viele Aktionäre reagieren misstrauisch: Hat Bayer sich mit dem Zukauf eventuell finanziell übernommen?

Monsanto’s Moment der Wahrheit

Morgen legt Monsanto Zahlen zum zweiten Quartal vor. Ein spannender Moment für die Investoren, denn obwohl Bayers Pharmageschäft 2016 blendend lief, blieb das Agrarchemiegeschäft – das zweite Standbein der Leverkusener – hinter den Erwartungen zurück. Eine Stagnation in der Unternehmenssparte “Crop Science” spricht generell für Bayers Zukauf-Strategie. Allerdings nur, wenn sich das “Schnäppchen” gewinnbringend entwickelt. Bei Monsantos Jahreszahlen-Präsentation Anfang Januar war zumindest alles im grünen Bereich. Nach einem fruchtlosen Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der US-Agrarkonzern unterm Strich ein Plus von 29 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor musste das Unternehmen aufgrund des schwächelnden Geschäfts in der Landwirtschaft noch einen Verlust von 253 Millionen Dollar verkraften.

Einige Analysten prognostizieren, dass die morgigen Zahlen ein Erntedankfest rechtfertigen könnten. Monsanto profitierte im vergangenen Quartal von der höheren Nachfrage nach Biotechnologieprodukten, Pflanzenschutzmitteln und anderen Farmville-Spielereien für Bauern der kommenden Generationen. Der Umsatz des Agrarchemiekonzerns dürfte deshalb im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent gestiegen sein. Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in Monsantos Aktienkurs wider, der innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen Wachstumsschub von 39 Prozent verzeichnete.

“Bayer first”

Noch ist der Deal zwischen Bayer und Monsanto allerdings nicht in trockenen Tüchern. Vor allem kartellrechtliche Bedenken rund um den Globus machen dem umstrittenen Dreamteam zu schaffen. Viele Länder fürchten die Marktmacht des zukünftig weltgrößten Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-Herstellers, der die Einführung von gentechnisch veränderten Pflanzen und potentiell krebserregenden Pestiziden auch in Europa vorantreiben könnte. Da kaum eine andere Industrie so viel Einfluss auf die Ernährung der Weltbevölkerung hat, wird die Mega-Übernahme besonders penibel geprüft. Umso wichtiger ist deshalb das “schön Wetter machen” beim amerikanischen Twitter-Präsidenten, auch “Lobbying” genannt.

Bei einem Treffen von Trump mit den Vorständen der Fusions-Kandidaten versprachen beide Milliarden-Investitionen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in den USA. In den kommenden sechs Jahren sollen etwa 16 Milliarden Dollar in die Forschung und Entwicklung im Agrarbereich fließen, davon mindestens acht Milliarden Dollar in Amerika, ließen die Führungen beider Unternehmen Anfang Januar mitteilen. Der umstrittene Deal, in der US-Presse auch als “marriage made in hell” umschrieben, soll bis Ende 2017 finalisiert sein. Ob die finanziellen Vorteile die Risiken der umstrittenen Monopolbildung gegen den “Welthunger” jedoch aufwiegen, ist mehr als fraglich.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Bewies Bayer einen „grünen Daumen“ bei der Monsanto-Übernahme?

Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Börse lässt sich zur Zeit nicht lumpen. Nach anfänglichen Verlusten zu Beginn vergangener Woche fegten die Trader alle Zweifel an Trumps möglicherweise zu “phänomenalen”, wirtschaftspolitischen Plänen beiseite und gingen auf Einkaufstour. Mit reicher Beute: Sowohl an der Wall Street als auch in Frankfurt blieb es nicht beim Windowshopping und unser heimischer Leitindex erklomm nach drei siegreichen Tagen am Donnerstag mit 12.258 Punkten einen neuen Jahresrekord.

Damit war das Allzeithoch, das seit 2015 bei 12.390 Punkten liegt, nur noch einen Katzensprung entfernt, aber für die letzten Meter reichte der Elan dann doch nicht. Auf Wochensicht gewann der DAX dennoch stolze zwei Prozent. Tja, da wurden viele Skeptiker und “Absturz-Propheten” mal wieder eines besseren belehrt und wir von boerse.de sehen unsere These bestätigt, wonach DAX und Dow entgegen aller Widerstände im Mittel jährlich 9 Prozent zulegen. Für diese Zielgröße stehen momentan alle Ampeln auf grün!

Trump(f)

Nachdem bei den Börsianern eine Art trumpsche Immunisierung gegen Tweets und Dekrete aller Art eingesetzt hat, kann Mr. President den Kursen scheinbar nichts mehr anhaben. Im Gegenteil. Zudem sorgten durchwegs positive Konjunktursignale in den USA und Deutschland für Frühlingsgefühle. Während wir ans Angrillen denken, gehts bei den Finanzgenies in den kommenden Tagen um die Wurst. Gelingt unserem heimischen Index ein befreiender Luftsprung ins zweite Quartal, gepaart mit einem neuen Allzeithoch? Vermutlich werden in dieser Woche die Weichen für die kommenden drei Monate gestellt und eine lange Liste an Konjunkturdaten aus aller Welt könnte darüber entscheiden, ob die Weltbörsen ihren Höhenflug fortsetzen.

Hier die wichtigsten Termine für Ihren Finanzkalender:

Montag:

Ein historischer Moment für Volkswagen-Fans: In der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresdenrollt der erste E-Golf vom Band. Die Börse in Schanghai bleibt feiertagsbedingt geschlossen.

Dienstag:

Während in Hongkong und Schanghai die Kurstafeln aufgrund eines Feiertages nur Schwarzbild zeigen,stehen in den USA Daten zur Handelsbilanz und dem Auftragseingang der Industrie auf dem Programm.

Mittwoch:

US-Saatguthersteller und Bayer-Übernahmekandidat Monsanto präsentiert Q2 Zahlen.

Donnerstag:

Wirecard (Jahreszahlen), VTG (Jahreszahlen, Hella (Q3 Zahlen), Gerresheimer (Q1 Zahlen), Henkel und Nestlé (Hauptversammlung).

Liebe Leserinnen und Leser, vergangenen Freitag fehlten nur noch 100 Punkte bis zu einem neuen Allzeithoch des DAX. Der krönende Abschluss eines gelungenen Monats und eines renditestarken Quartals, denn unterm Strich hat unser Leitindex seit Jahresbeginn über sieben Prozent an Wert gewonnen. Eine Performance, die selbst den Dow Jones mit knapp fünf Prozent Plus abhängt. Sie wollen am Börsen-Hype 2017 mitprofitieren? Dann investieren auch Sie in den BCDI-Index, der aufgrund seiner Anlagestrategie in zehn besonders defensive, renditestarke Champions-Aktien langfristig sogar den DAX in den Schatten stellt. Zum Vergleich: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index erzielte seit seinem Börsendebüt am 01.07.2014 eine Rendite von 45 Prozent, der deutsche Leitindex brachte es dagegen “nur” auf rund 25 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

Die Highlights der Woche: Rekordverdächtig

Die Bringer der Woche: Short but sweet

942e8b5d-ece0-4285-a82c-7f2e7cef72f3Erstmal ein “Servus” nach Österreich! Während wir in Deutschland heute den Beginn der Vier-Tage-Woche feiern und – mal abgesehen von eurer schreibenden Autorin- 24 Stunden im Chill-Modus verbringen, dürft ihr “hackln”. Mitleid? Fehlanzeige! Unsere österreichischen Nachbarn haben nämlich 13 bundesweite Feiertage pro Jahr und wir nur 9! Für die BUXianer unter euch, die nicht wissen, was sie mit soviel Zwangsfreizeit anfangen sollen, hier der goldene Tipp: Traden! Die deutschen Aktien sind heute out of order, aber ihr könnt trotzdem auf unsere “Germany 30” (den DAX), oder Aktien aus anderen Herren Ländern spekulieren! Bevor wir so richtig in die Pötte kommen, drücke ich kurz mal auf reeewind—zurück zum “Wicked Friday”, der eigentlich ein “Black Friday” werden sollte.. Aber lest selbst..

Die Aktie der Deutschen Bank zog am Freitag unseren gesamten DAX über 1 Prozent nach unten. Wenn ein Familienmitglied der Germany 30 am abschmieren ist, dann sieht die gesamte Gang rot. Schlagzeilen so von wegen “die nächste Bankenkrise steht vor der Tür wahaaa lasst uns Lemming-Style in den Abgrund springen!” ließen die DB-Aktie von der Klippe jumpen und zogen unseren DAX gleich mit. Lemminge, eben. Doch Freitagnachmittag rieben sich die Profi-Trader ungläubig die Augen. Die Deutsche Bank, der Loser des Vormittags, drehte plötzlich richtig auf! Bam! 6 Prozent rauf und das nur, weil die Deutsche Bank Gerüchten zufolge Bußgelder in Höhe von “nur” 5,4 statt 14 Milliarden Dollar für krumme Hypothekendeals in den USA abdrücken darf. DB-Aktie rauf, DAX über 1 Prozent im Plus.

Die Deutsche Krisen-Bank und die Frage, wie tief das Geldhaus wirklich in der finanziellen Scheiße steckt, wird uns sicher auch diese Woche begleiten und für crazy Up’s und Down’s der DAX- und DB- Kurs-Kurven sorgen.

Ganz heimlich, still und leise hat auch die Quartalszahlen-Saison wieder begonnen und einige Unternehmen lassen uns diese Woche einen Blick in ihre Kassenbücher werfen. Interessante Sache für die Börsianer, weil die Aktie eines Unternehmens am D-Day ziemlich abgehen kann- oder ins Gras beißt. Je nachdem, wie gut, oder schlecht die Unternehmenszahlen bei den Investoren ankommen.

So, und jetzt setze ich mal den Rotstift an: Yum! Brands, Tesco, Easyjet. Nope. Wir gucken der Gen-Getreide-Mafia Monsanto auf die kleinen Schmutzfinger! Mittwoch lässt Bayers historischer, gigantischer Milliarden-Megazukauf die Katze aus dem Sack und ich bin echt super gespannt, ob in Monsantos Quartalszahlen irgendwelche üblen Überraschungen lauern. Der deutsche Pharma- und Chemieriese Bayer will mit der Monsanto-Übernahme den Welthunger besiegen. Genmanipulierte Pflanzen und fieser, toxischer Dünger sollen Mutter Natur unter die Arme greifen und das Duo in den Agro-Chemie-Himmel heben. Umstrittene Geschichte- sowohl ökologisch, als auch wirtschaftlich, denn Experten bezweifeln, dass Monsanto sein Geld (66 Milliarden Dollar) auch wert ist. Mittwoch gibts die ganze Wahrheit- und bei BUX die Story!

So ihr BUXies, shorties, longies- sucht euch ne leckere Aktie, spielt ein bisschen mit den Knöpfen und befolgt meinen goldenen Tipp des Tages: zurück in die Horizontale! Happy Trading!

 

Die Bringer der Woche: Short but sweet

Die Bringer der Woche: Showtime, Baby!

Was wäre ein Börsianer-Leben ohne Zahlen! Ich persönlich bin zwar sowas wie ein Mathe-Leghasteniker und Buchhaltungs-Analphabet, aber die Bilanzen der DAX- und Wallstreet Schwergewichte finde ich trotzdem ziemlich hot. Warum? Weil sich zur sogenannten “Quartalssaison”; die gerade in vollem Gange ist, ordentlich was tut an der Börse! Zum Beispiel letzte Woche, als SAP, Daimler und Überraschungsgast VW ihre Bilanzen öffneten und unseren Index mit kräftigen Kursgewinnen rockten. Ein DAX-Schwergewicht kann also leicht mal das ganze Germany 30-Team auf Goldkurs bringen- oder nahezu ruinieren. Kann passieren, war letzte Woche aufgrund der Top-Performance europäischer und internationaler Unternehmen, nicht angesagt. So flirten der amerikanische Dow Jones mit immer neuen Punkte-Rekorden und auch unser DAX hat wieder zurück zu seiner pre-Brexit-Form gefunden.

Und diese Woche? Die kommenden fünf Tage werden TOUGH mit Ausrufezeichen. Die Liste der Unternehmen, die auf der Quartalszahlen-Agenda stehen ist so lang, dass ich euch mit einer chronologischen Auflistung zum sofortigen wegklicken dieses hübschen Artikels bringen würde. Deshalb gehen wir die Sache mal thematisch an. Mit den wichtigsten Aktien-Terminen für Nerds, Chemical Brothers und Auto-Freaks.

Noch schnell einen kleinen Schwarzen aus der Maschine laufen lassen und los gehts!

Für Auto-Freaks:

Donnerstag ist euer Tag! Dann racen Rolls-Royce, Ford, VW, Renault und Harley Davidson um die Wette und lassen euren Trade-Daumen glühen. VW machte seinen Aktionären zwar schon letzte Woche ein Überraschungsgeschenk, indem der Dieselgate geplagte Konzern überraschend gute Zahlen vorlegte, aber am Donnerstag gehen die Wolfsburger nochmal ins Detail. Ob dann wieder Dollarzeichen in den Augen der Anleger zu sehen sind? Nochmal 6 Prozent Plus- das wär doch was!

Für Nerds:

Ihr armen Dinger. Für euch kommts so richtig Dicke! Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geben sich die Silicon-Valley-Legenden die Klinke in die Hand und gönnen euch kaum Zeit für ne Runde Pokemon. Sorry! Aber das wird echt der Burner..

Schon morgen, nach US-Börsenschluss, rücken Apple und Twitter mit Zahlen raus, gefolgt von  T-Mobile US und Facebook am Mittwoch. Um so lange durchzuhalten genehmigen wir uns um 13:00 Uhr erstmal ne Coke- zusammen mit den Quartalszahlen des Sprudelbrausen-Herstellers und sind dann fit bis zum Zeitpunkt X, wenn sich Actioncam-Produzent GoPro die Ehre gibt. Donnerstag starten wir dann mit dem “A” wie “Alphabet”. Der Google-Mutterkonzern gibt um 22:00 Uhr Zahlen zum zweiten Quartal bekannt. Was für ein Zufall! Am gleichen Tag wie Google’s China-Konkurrent und Oberschnüffelnase Baidu!

Für Chemical Brothers:

A-funny-photo-by-Sacha-Goldberger-of-his-grandmother-in-a-superhero-outfit-posing-like-one-tough-old-girlNeuigkeiten aus den Giftküchen von BASF, Bayer und dem US-Pillendreher GlaxoSmithKline (alle Mittwoch) AstraZeneca (Donnerstag) und Merck (Freitag) könnten für unerwartete Adrenalin-Ausschüttungen, Mirgräne-Attacken, oder Stimmungsschwankungen sorgen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker, oder studieren Sie den BUX-Beipackzettel.

Ja, und in welche Schublade stopfen wir jetzt meinen Börsenliebling Amazon, der Donnerstag um 22:00 seinen Warenkorb öffnet? Der verdient seinen eigenen Absatz, denn ich habs doch tatsächlich geschafft, mich mit der Bestellung von Halogenlampen und neuen Adiletten vom Schreiben dieses Artikels ablenken zu lassen. Pfui! Aber genau darin liegt vielleicht der enorme Erfolg des amerikanischen Onlineshops für alles und jeden: Frau wird immer fündig…Bei der Kurve der Amazon-Kursentwicklung von rund 500 Dollar auf jetzt 750 Dollar wird mir schwindelig. Schwindelig vor Neid, weil ich mal wieder den Einstieg verpasst habe. Mist. Ob’s jetzt schon zu spät ist? Wir widmen dem Shopping-Imperium vor den Zahlen bestimmt noch seine eigene Story.

Meine ist für heute beendet und ich entlasse euch in eine Woche voll Spiel, Spaß und Spannung. Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-showtime-baby/

Die Bringer der Woche: Showtime, Baby!

Legt Bayer noch eins drauf?

Funny-Thanksgiving-Rich-Harvest-12Aspirin-Hersteller Bayer bereitet uns schon am frühen Montagvormittag Kopfzerbrechen. Dem Pharma- und Chemiekonzern liegt derzeit nicht nur unser gesundheitliches Wohlbefinden am Herzen, sondern die Ernährung der gesamten Weltbevölkerung. “Wir lindern mit Monsanto den Hunger” versprach Bayer-Chef Baumann in einem Interview mit der FAZ. Das ist doch mal ne Ansage!

Und die Gerüchteküche brodelt noch weiter: Die “Sunday Times” gossipt, dass Bayer für die Übername der US-Saatgutmafia Monsanto vielleicht schon Anfang der Woche ein neues Angebot von rund 130 Dollar pro Aktie auf den Tisch legen könnte. Die ursprünglichen 122 Dollar hatte Monsanto letzte Woche als “finanziell nicht angemessen” abgeschmettert.

Für die BUXers unter euch, die dem größten und teuersten Fusions-Krimi in der deutschen Wirtschaftsgeschichte nicht ganz folgen konnten, hier die kurz-und-knapp Version:

Bayer ist schon seit Längerem auf der Suche nach einem Verbündeten zum Ausbau seines Agrar-Geschäftes, konnte sich aber bislang für keinen der Anwärter entscheiden und musste zusehen, wie Dow Chemical mit DuPont verschmolz und der Schweizer Konzern Syngenta den Chinesen in die Hände fiel.

Aufgrund der niedrigen Weltmarktpreise für Saatgut und Getreide stehen viele Agro-Konzerne enorm unter Druck und können nur Geld sparen, indem sie sich einen Partner suchen, mit dem sie gemeinsame Sache machen können. Bayer hat die Pflanzenschutzmittel, Monsanto das Saatgut und zusammen könnten die beiden eine Art Farmville World Domination spielen.

Und genau das macht den Kritikern Angst. Monsanto hat aufgrund seines umstrittenen Pflanzengiftes Glyphosat, genmanipuliertem Saatgut und Unterdrückung der Landwirte ein Bad Boy -Image erster Klasse, das Bayer und seine Aktionäre so gar nicht brauchen können. Um die Gemüter zu beruhigen, deutete Bayer-Chef Baumann bereits an, dass der Markenname Monsanto nach der Übernahme verschwinden könnte. Aus den Augen, aus dem Sinn, sozusagen.

Kopfschmerz-Alarm herrscht auch aufgrund des gigantisch hohen Kaufpreises von jetzt über 62 Milliarden Dollar, bei dem sich viele Investoren fragen, ob Bayer diese Summe und einen enormen Haufen Schulden irgendwie gepflügt kriegen würde.

Ich bin gespannt, ob die Redensart “Was Bayer sät, wird der Mensch ernten” irgendwann in die Bibel aufgenommen wird. Bis es soweit ist, vertreiben wir uns die Zeit mit wilden Bayer-Spekulationen. Happy Harvesting!

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Legt Bayer noch eins drauf?

Die Bringer der Woche: Trau dich!

LUIS GUZMAN as a desperate guy out on a ledge and JIM CARREY as Carl in Warner Bros. Pictures’ and Village Roadshow’s comedy “Yes Man,” distributed by Warner Bros. Pictures. PHOTOGRAPHS TO BE USED SOLELY FOR ADVERTISING, PROMOTION, PUBLICITY OR REVIEWS OF THIS SPECIFIC MOTION PICTURE AND TO REMAIN THE PROPERTY OF THE STUDIO. NOT FOR SALE OR REDISTRIBUTION.

Vor einer gefühlten Ewigkeit gab es auch bei mir ein Leben ohne BUX, jedoch mit Aktien. Ich butterte mein Erspartes in Anteile von Firmen, die ich irgendwie sexy fand, wie zum Beispiel Nike oder BMW. Kein Fehler, ganz im Gegenteil! Immerhin verdiente ich mir damit ein paar extra Gadgets, Kurztrips und Frauen-Schnick-Schnack. Seit ein paar Monaten ist mir jedoch klargeworden, dass erfolgreiche Trader nicht nur Anteile von Firmen kaufen, die irgendwie gerade total angesagt sind, sondern ganz andere Faktoren im Auge behalten müssen.

Zum Beispiel den Ölpreis, mit dessen Hochs und Tiefs die weltweiten Aktienkurse mitschunkeln. Oder Konjunkturdaten über die wirtschaftliche Gesundheit eines Landes. Oder politische Konflikte. Oder: Janet Yellen. Die graue Chefin der US-Notenbank hat zwar das Sexappeal eines Gefrierschranks, bestimmt aber seit Monaten wie keine andere über Hopp- oder Flop an der Börse. Ende letzten Jahres beschloss sie das Ende der amerikanischen Nullzins-Ära und erhöhte den Zinssatz auf 0,25-0,50 Prozent. Ein kleiner Schritt für uns, ein gigantischer Sprung für die Finanzwelt, die seitdem Woche für Woche auf neue Signale der Fed (US-Notenbank) wartet, die darüber Aufschluss geben, wann die nächste Zinsparty steigt.

Nervig. Und- entschuldigt meine Wortwahl zu früher Stunde- pervers. Sollten nicht die Unternehmen und deren Erfolge oder Pleiten die Börsenkurse bestimmen anstelle einer Notenbank? Dazu kommt noch, dass Janet einfach nicht ihren Mund halten kann / darf. Erst letzten Freitag schnappte sie sich bei der Uni Cambridge wieder das Mikro um anzudeuten, dass eine Zinserhöhung in den nächsten Monaten “angemessen” sei. Aha. Und nur aufgrund dieser äußerst informativen Äußerung hielten die Börsen den ganzen Tag den Atem an. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Profi-Trader Janet immer dann den Buhmann zuschieben, wenn sie sich nicht trauen, einen Deal einzutüten. Das Argument : ”Ähm, naja, ich dachte, ich warte mal Janet ab” zieht bestimmt schon seit Monaten und lässt die Kurse auf der Stelle treten. Börsianer zittern vor Mrs. Yellen, weil eine Zinserhöhung Aktien als Investment unattraktiver machen und altmodische Geldanlagen wie das Sparbuch ein Revival erleben könnten.

Unser DAX gewann letzte Woche zwar fast sagenhafte 5 Prozent, die jedoch eher den guten Konjunkturdaten zu verdanken waren, als der Politik der US-Notenbank. Diese Woche rechnen die Analysten wieder nicht mit wilden Kurs-Sprüngen, da man das nächste Fed-Treffen im Juni abwarten will. Doch nicht nur die Zinsen, sondern auch die Entscheidung über den “Brexit” hält die Börsenwelt in Atem. Am 23.Juni beschließen die Briten über den Verbleib ihres Landes in der EU und sorgen damit für Aufregung bei der internationalen Finanzwelt, die heftige Folgen für die Wirtschaft des Landes, aber auch Exportfirmen anderer Länder bis hin zur Wirtschaftskrise voraussieht.

Tja, bei so viel vager Warterei freuen wir uns doch über ein paar handfeste Firmen-Events. Unsere Freunde von VW präsentieren beispielsweise am Dienstag ihre Quartalszahlen, die vermutlich auch ohne extra Kosten für das Dieselgate-Drama nicht gerade rosig ausfallen dürften. Spannend bleibt auch der Übernahme-Krimi Monsanto / Bayer, der nach einem gescheiterten ersten Angebot in die Verlängerung geht. Den Bayer-Aktionären wird bei über 62 Milliarden Euro verbunden mit dem Bad-Boy Image des Glyphosat- und Gen-Pflanzen Produzenten Monsanto doch langsam mulmig. So musste Bayer in den letzten Tagen heftige Kurs-Strafen verdauen und könnte auch diese Woche für ne gute Dosis Adrenalin auf dem Parkett verantwortlich sein. Danke, Bayer! Ohne den DAX-Giganten hätten wir aufgrund der Notenbank- und Brexit-Warterei doch recht wenig Kick in den kommenden Tagen. Ab 09:03 Uhr heißt es wieder: Gasgeben, BUXers! Den Mutigen gehört die Börsen-Welt.

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Die Bringer der Woche: Trau dich!