Aufgeflogen! Die geheimen Dates der Autobauer

minivan-datenight2Fragt man einen Inder, Australier, Russen oder Eskimo, was ihm zum Thema “Deutschland” so in den Sinn kommt, dann lautet die Antwort wahrscheinlich: “Oktoberfest”, “Bier” oder “Autos”. Anno 2017 könnte das Aushängeschild der deutschen Industrie jedoch gegen einen anderen Begriff ersetzt werden. Wie wärs denn zum Beispiel mit “Betrug”, “Kartell” oder “Skandal”?

La Famiglia

“Gruppenarbeit” ist ja eigentlich was Schönes. Schon in der Schule wird man dazu gezwungen, in Vierer-Grüppchen abstrakte Text-Collagen zu schnippeln oder so. Auch die fünf aus der letzten Bank der Autobauer (Daimler, VW, BMW, Porsche und Audi) sollen sich an einem Gesamtkunstwerk versucht haben. Wie der “Spiegel” am Freitag berichtete, könnte die gesamte deutsche Autoindustrie seit Jahrzehnten geheime Meetings veranstaltet haben, um so Sachen wie Technik, Zulieferer und Kosten miteinander abzustimmen.

Im Unterricht fördert das die Sozialkompetenz, in der Wirtschaft sind Absprachen dagegen total asozial. Und verboten! Vor allem, weil sie einen fairen Wettbewerb verhindern, die Marktpreise manipulieren und Autokäufer letzten Endes dafür blechen dürfen.

“Qualität” Made in Germany?

Das war einmal… Alles sieht danach aus, als ob wir unserem Saubermann-Image langsam Lebewohl winken müssen. Die deutsche Vorzeige-Industrie hat schon unter Dieselgate gelitten, aber bis vor ein paar Tagen ahnte niemand, dass hinter den Schummeleien, die bei VW, Daimler, Audi oder BMW aufgedeckt wurden, kollektives, knallhartes Kalkül steckt.

Wichtige Vertreter der Autohersteller trafen sich anscheinend regelmäßig und das nicht, um die heißesten Lack-Farben dieses Sommers zu diskutieren oder sich selbst zu feiern, sondern um Manipulationen à la Dieselgate auszuhecken. So könnte es sein, dass sich die Big Boys auf kleine, dafür aber billige “AdBlue”-Tanks einigten, deren Volumen nicht ausreicht, um Stickoxide dauerhaft von giftigen Stoffen zu befreien. Wenn das wahr ist, haben die Autohersteller über Jahre hinweg vorsätzlich Umweltbehörden und Verbraucher getäuscht.

Insider rechnen damit, dass geprellte Autokäufer und Jungs, die das schnelle Geld wittern auf einer gigantischen Klagewelle mitsurfen werden, die die Hersteller Milliarden kosten könnte. Vom unbezahlbaren Imageschaden mal ganz zu schweigen. *Überraschung*! Auto-Aktien sind heute ganz klar die Looser des Tages. How low can you go? Happy Trading!

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Aufgeflogen! Die geheimen Dates der Autobauer

Daimler zeigts der Konkurrenz

L1001833Volkswagen und BMW durften im ersten Quartal 2016 vor allem eines: an Daimlers Auspuff schnuppern. Nicht etwa, um zu testen, ob die Stuttgarter auch an den Abgaswerten geschraubt haben, sondern weil Mercedes die Konkurrenz mit Verkaufsrekorden abgehängt hat. So musste sich der bisherige Weltranglistenerste BMW im Kampf um Platz 1 im Premiumsegment dem Rivalen Daimler geschlagen geben. BMW vertickte in den letzten 3 Monaten rund 479.000 PKW’s, Mercedes brachte allerdings 5000 Autos mehr auf die Straßen dieser Welt. Damit wuchs die Daimler-Sparte um gut 12 Prozent- doppelt soviel wie der weiß-blaue Autohersteller.

Ich finde ja, dass der VW-Käufertyp ein ganz anderer Charakter ist, als der BMW- oder Mercedes- Fahrer. Meinen jahrelangen Beobachtungen an Ampeln und auf Autobahnen zufolge, ist der VW-Typ ein totaler Pragmatiker, der BMW-Fahrer ein immer jugendlicher (Möchtegern-) Sportler und der Mercedes-Pilot ein Segelschuh-Träger. Oder Hippster. Der Stern erfreut sich nämlich in meinem Freundeskreis, bestehend aus thirtysomethings, immer größerer Beliebtheit. Das liegt wahrscheinlich daran, weil die Modellpalette von Daimler nicht mehr den Taxi-Charakter von vor 10 Jahren hat, sondern sexy und sportlich geworden ist.

Genau davon profitiert Daimler auch im Mekka der Autobauer: China. Das Land des Lächelns ist und bleibt der wichtigste Absatzmarkt der deutschen Autoindustrie. Wer hier das Rennen macht, hat die Schnauze auch im internationalen Vergleich ganz weit vorne. Nur die Hackordnung im Reich der Mitte ist eine andere als im Rest der Welt: Auf Platz 1 rangiert Audi, die Silbermedaille geht an BMW und Daimler folgt auf dem dritten Rang. Doch wie lange noch? Im SUV-verliebten China gewinnt Mercedes mit seinem GLC ordentlich an Fahrt und legten im letzten Quartal um satte 36 Prozent zu. Wenn die Aufholjagd der Stuttgarter in diesem Tempo weitergeht, so müssen Audi und BMW eventuell auch dort schneller ihre Titel abgeben, als erwartet.

Momentan steht die Daimler-Aktie auf +/- 0 Prozent und überlässt euch das Steuer. Setzt ihr auf Gasgeben oder Abbremsen?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/daimler-zeigts-der-konkurrenz/

Daimler zeigts der Konkurrenz

Daimler: kann der Stern glänzen?

mercedesIch berichte euch ja ehrlich gesagt am liebsten von total erfolgreichen Unternehmen, steigenden Kursen und einer blühenden Weltwirtschaft. Doch: Fehlanzeige. Good News habe ich heute Morgen noch nicht gefunden. Nach dem gestrigen DAX-Rutsch von 1,8 Prozent schlitterten auch die amerikanischen und asiatischen Indizes tief in die roten Zahlen. Schuld daran: das liebe Öl. Die Börsianer befürchten, dass der dauerhaft niedrige Ölpreis das Symptom einer weltweiten Wirtschafts-Grippe sein könnte und verticken schon mal vorsorglich ihre Aktienpakete. Da sind wir BUXers doch fein raus, oder? Wir können mit unserem magischen Daumen sogar aus fallenden Kursen noch Profit schlagen! Ein Tipp für die BUX-Frischlinge unter euch: Einfach “Pfeil runter” traden und schon spekuliert ihr auf den Verlust einer Aktie.

Wenn die Gegenwart eher mausgrau ist, konzentrieren wir uns doch einfach auf die Zukunft. Morgen zum Beispiel steht mein persönliches Börsenhighlight der Woche an: Daimler präsentiert seine Quartalszahlen. Spannende Geschichte! Nicht, weil ich zum Mercedes-Fanclub gehöre (mein Ex fährt ein Taxi-Modell in GOLD mit Automatik…), sondern weil der Automarkt derzeit super spannend ist. Die Skandal-Stories rund um die Autobauer sind fast schon ne Seifenoper wert. Erst gestern wurde bekannt, dass der Mercedes C 220 bei Tests mehr Schadstoffe in die Luft pustet, als erlaubt. Die Stuttgarter sagen dazu ganz lässig sinngemäß: “Alter Hut! Natürlich schalten wir die Abgasnachbehandlung bei Temperaturen von unter zehn Grad Celsius herunter und dadurch erhöhen sich die Ausstöße. Machen wir aber nur, um den Motor zu schonen. Alles ganz legal”. Aha.

Wie ihr euch schon denken könnt, werden auch hier weitere Untersuchungen folgen, die dem Saubermann-Image der Stuttgarter ganz schön schaden könnten. Da kommt es doch ganz gelegen, dass Mercedes im Gegensatz zu VW bei den gestern veröffentlichten USA-Absatzzahlen punkten konnte. Daimler brachte im Januar 1,3 Prozent mehr Autos auf den Highway, VW aufgrund des Abgasskandals 14,6 Prozent weniger. Vor allem die fetten SUV’s mit Stern aufm Kühler haben es den Ami’s angetan und sorgten auch in China für Mega-Wachstumsraten von 20-30 Prozent pro Jahr.

Die meisten Analysten erwarten, dass Mercedes morgen eine glänzende Bilanz für das Jahr 2015 vorlegt. Doch 2016 könnte der Stern mehr Gegenwind bekommen. Das Wachstum in China stößt an seine Grenzen und Erzrivalen BMW und Audi geben mit neuen Modellen ordentlich Gas.

Seit Jahresbeginn zählen so gut wie alle Autowerte zu den DAX-Verlieren. Was meint ihr? Ist jetzt die Zeit der Schnäppchenjäger gekommen? Dann mal los: Einsteigen, anschnallen und Gasgeben!

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Daimler: kann der Stern glänzen?