Steigende Inflation und Null-Zinsen- so wird unser Spargeld vernichtet

Jahrelang haben wir gespart. Auf den guten Rotwein, die Fernreise und den Neuwagen verzichtet. Geschuftet, um die Familie zu ernähren und das Haus abzubezahlen. All die Mühen  stellen uns jetzt vor ein neues Problem: Wohin mit dem Erspartem? Die Tagespresse überhäuft uns mit Schlagzeilen wie “Inflation auf Fünf-Jahres-Hoch”, “Wenn man fürs Sparen zahlen muss” oder “Kommt jetzt der Aktien-Absturz?”.

Diese und ähnliche Nachrichten werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern und stiften Verwirrung: Welche Geldanlage lohnt sich überhaupt noch? Wird mein Geld auf dem Sparbuch von Negativ-Zinsen “aufgefressen”? Wir Verbraucher stecken in der Klemme zwischen Nullzins und gleichzeitiger Inflation– ein Patentrezept zum Geldverbrennen. Denn das auf dem Sparbuch befindliche Kapital kostet mehr, als es Zinsen bringt und das bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten.

Genährt werden die Zweifel der Sparer von zwei aktuellen Ereignissen: Dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch und dem Erreichen der europäischen Inflationsmarke von 2 Prozent im Februar. Dabei hängen das Zins- und Inflationsgespenst auch noch unmittelbar miteinander zusammen. Ist die Inflation zu gering, senken die Notenbanken den Zinssatz. Hat die Preissteigerung wieder das gewünschte Niveau erreicht, so erhöhen sie den Leitzins stufenweise.

Zumindest in den USA. Um die US-Wirtschaft anzuheizen, hat die Zentralbank den amerikanischen Leitzins lange Zeit bei Null Prozent “eingefroren”. Unternehmen konnten sich billiges Geld leihen, Arbeitsplätze schaffen und Investitionen tätigen. Mit Erfolg: Die US-Konjunktur boomt und das Ziel “Vollbeschäftigung” ist nahezu erreicht. Zeit für die Notenbanker, um den Leitzins gemächlich wieder Richtung ein Prozent hochzuschrauben und im Laufe des Jahres noch ein paar Prozentpunkte draufzulegen.

Die US-Wirtschaft kann sichs scheinbar leisten und auch die Wall Street reagierte auf die Zinserhöhung ziemlich unbeeindruckt. Doch wie stehts um die Inflations- und Zinspolitik hierzulande?

Zeit, um einen Blick auf die “Gespenster, die wir riefen” zu werfen:

Inflation
EZB-Chef Mario Draghi hat mit seiner “Geldflut” ganze Arbeit geleistet. Aufgrund der jahrelangen Nullzins-Ära, die Unternehmen billige Kredite beschert und uns um unser Spargeld bringt, ist die Inflation in Europa mit zwei Prozent im Februar auf dem höchsten Stand seit 2013 angelangt. Tanken, Heizen, Essen– die Preise für den Lebensunterhalt steigen, die schleichende Geldentwertung nimmt ihren Lauf. Gegen Preissteigerungen können wir uns kaum wehren, wohl aber gegen die Entwertung unseres eigenen Spargelds, das wir als “Volk der Sparer” immer noch viel zu gerne auf dem Sparbuch verdampfen lassen.

Zinsen
Gibt es nicht. Punkt. Für einen Inflationsausgleich müssten festverzinsliche Geldanlagen rund zwei Prozent Zinsen abwerfen, doch davon können wir derzeit nur träumen. Mario Draghi, der Chef der EZB (Europäische Zentralbank), bleibt trotz Erreichens seines Inflationszieles stur und belässt den Leitzins in der Eurozone bei null Prozent. Seine Entscheidung stützt zwar die südeuropäischen Banken, die dringend auf Null-Zinsen angewiesen sind, schadet aber der deutschen Volkswirtschaft und uns Sparern enorm.

Aktien
Immobilie? Haben wir schon. Sparbuch? Bis auf Weiteres unrentabel. Oldtimer, Rolex, Brilli? Gerne, aber dann ist das Geld erstmal in der Schmuckschatulle oder der Garage “geparkt”- und das bei unsicherer Rendite. Was bleibt, sind unsere “best buddies”, die Aktien. Von vielen noch immer als Spekulationsobjekte beschimpft, sind Unternehmensbeteiligungen langfristig der beste und sicherste Weg zum Vermögensaufbau. Man kann sie zwar im Gegensatz zu Sachwerten wie Immobilien oder Gold nicht anfassen, aber hinter Aktien verbergen sich ganz reale Werte. Fabriken, Produkte, Patente, Mitarbeiter, Maschinen… wer ein Wertpapier kauft ist kein Zocker, sondern “Miteigentümer” eines Unternehmens. Aktionäre profitieren am Firmenerfolg und erhalten zusätzlich zur Rendite oft auch eine Dividende (Gewinnbeteiligung).

Trotz politischer und wirtschaftlicher Krisen, Pleiten und Pannen kannten die Weltbörsen in der Vergangenheit nur eine Richtung: Aufwärts. Die Zielrendite bei Dax und Dow Jones liegt bei 9 Prozent jährlich. Eine Performance, die mit festverzinslichen Geldanlagen auch künftig wohl kaum zu erreichen ist.

Aktien sind also gewissermaßen der perfekte Allwetterschutz gegen Niedrigzinsen und steigende Inflation. Unter einer Bedingung: Die Mischung muss stimmen. Riskante Spekulationen können fatale Auswirkungen auf Ihre Vermögensentwicklung haben, intelligente Investitionen machen sich dagegen bezahlt. Mit Hilfe der Performance-Analyse haben meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief aus den mehr als 20.000 Werten in der boerse.de-Datenbank, die langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt herausgefiltert. Unsere Champions. Diese Aktien zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Rendite-Risiko-Profil aus und dürfen eigentlich in keinem Depot fehlen. Zum Schluss habe ich noch ein Geschenk für Sie. Als boerse.de-Besucher haben Sie hier die Möglichkeit, die aktuelle Ausgabe kostenlos zu lesen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende und viel Vergnügen bei der Lektüre,

Ihre Miss boerse.de

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Die Highlights der Woche: Unter Strom

Unser heimisches Börsenbarometer kämpfte vergangene Woche erfolglos gegen den Abstieg aus der 12.000 Punkte-Liga. Es war ein spannender Wettstreit, nach dem der Dax nach einigen Up’s und Down’s am Freitag mit 11.963 Punkte ins wohlverdiente Wochenende ging. Auf Wochensicht ein Minus von einem halben Prozent. Keine berauschende Performance, aber angesichts der Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Einflussfaktoren, die die Weltbörsen momentan im Griff haben, schlägt sich unser heimischen Leitindex noch recht wacker.

Den gleichen Wochenverlust verbuchte der amerikanische Dow Jones, der zwar mit 20.888 Punkten aus dem Rennen ging, aber nicht genug “Drive” hatte, um die 21.000 Punkte-Schallmauer zu durchbrechen.

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier…
Die Hochstimmung an den Weltbörsen erfährt momentan Gegenwind eines Tiefdruckgebietes namens “Donald”, das Mitte der Woche von “Janet” abgelöst wird. Donald Trump und Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank, dominieren schon seit Monaten die Stimmung der Börsianer. Mr. Präsident mit seinem “Gezwitscher” und vagen Äußerungen zu “phänomenalen”, steuerpolitischen Plänen und Mrs. Yellen mit einer überraschend deutlichen Stellungnahme zum anstehenden Zinsentscheid. Sie kündigte vergangene Woche an, dass die “Fed” (US-Notenbank) mit großer Wahrscheinlichkeit am 15. März eine Erhöhung des amerikanischen Leitzinses von derzeit 0,50-0,75 Prozent auf 0,75-1,00 Prozent beschließen wird.

Auf derlei “Drohungen” reagieren die Börsianer oft sehr empfindlich, da steigende Zinsen – angeblich – schlecht für die Aktienkurse sind. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Der Entscheid ist offenbar schon in den momentanen Börsenkursen “eingepreist”. Damit verliert das “Zins-Gespenst” an Schrecken und könnte sich sogar noch in ein regenbogenfarbenes Einhorn verwandeln, denn viele Aktionäre interpretieren den Zinsschritt als ein positives Signal für eine robuste Wirtschaft. Und gute Konjunkturdaten verleihen den Börsenkursen bekanntlich Flügel.

Neue Energie
Bei den Jahreszahlen dürften die Energieunternehmen diese Woche den Ton angeben. RWE, “Sprössling” Innogy und Konkurrent E.ON kämpfen um die Spitzenposition des verlustreichsten Stromerzeugers– ein mit Hochspannung erwarteter Showdown. Die vier Versorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall leiden unter erdrückenden Milliardenkosten für den Atomausstieg und kämpfen zusätzlich mit chronisch niedrigen Großhandelspreisen für ihr Kernprodukt: Strom. Dementsprechend ernüchternd dürften auch die Zahlen der Energieriesen ausfallen, die schon im Vorfeld vor Milliardenlöchern in ihren Bilanzen warnten.

Weitere Finanz- und Bilanztermine, die in den kommenden Tagen für Aufsehen sorgen könnten:

  • Dienstag: RWE, Volkswagen, Symrise, Wacker Chemie (alle Jahreszahlen), Adidas (Investoren Tag)
  • Mittwoch: E.ON, Inditex, Raiffeisen, Sixt, Munich Re (alle Jahreszahlen), Bayer (Investoren Tag), Fed Zinsentscheid
  • Donnerstag: HeidelbergCement, Lanxess, K+S, Lufthansa, MAN, Sainsbury (alle Jahreszahlen) BoE Zinsentscheid
  • Freitag: “Hexensabbat”, der große Verfallstag für Terminkontrakte wie Futures und Optionen

Liebe Börsianer und “Neueinsteiger”, wir freuen uns auf fünf abwechslungsreiche Tage mit dem US-Notenbankentscheid als Höhepunkt. Bis Mittwoch könnten die Märkte deshalb in einer Art “Lauerstellung” verharren, doch sobald die Katze aus dem Sack ist, gehts wieder Rund auf dem Parkett!

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

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Das Wort zum Wochenende: Finanzbildung, dringend gesucht!

Mein siebenjähriger Sohn interessiert sich für Geld. Sehr sogar. Er zählt mit Begeisterung den Inhalt seines Sparschweins, rechnet im Matheunterricht fleißig mit Euro und Cent und versucht langsam ein Bild davon zu bekommen, wie viel Auto, Miete, Gummibärchen und FC Barcelona-Trikots kosten. Nur eine Frage stellt er mir immer wieder: “Mama, was ist eigentlich dein Beruf?” Ich erkläre ihm dann, dass ich über die Börse schreibe. Was Aktien sind und warum das alles wichtig ist. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie schwierig es ist, einem Kind in einfachen Worten ein so komplexes Thema wie “Die Börse” zu erläutern. Ich probiere es mit “einem Handelsplatz, auf dem Menschen Firmenanteile kaufen und verkaufen können. Wie ein Flohmarkt, verstehst du? Und je mehr Leute etwas haben wollen, desto teurer wird’s. Und umgekehrt”. Meistens wendet er sich dann gelangweilt ab, um mich Wochen später wieder das Gleiche zu fragen.

Gott sei Dank kam mir ein Kinderfernsehprogramm zu Hilfe, dem endlich gelang, woran ich monatelang scheiterte: Meinen Sohn für das Thema Aktien zu begeistern. In bunten Bildern und anschaulichen Geschichten wurde der Ursprung der Handelsplätze im alten Rom, die erste “echte” Börse in Brügge und ihre heutigen Nachkommen in Frankfurt, London oder New York erzählt. Das Eis war gebrochen und in der Schule bin ich jetzt die “Aktienhändlerin”. Stimmt nicht ganz, freut mich aber trotzdem. Es ist also durchaus möglich, bereits Kinder im Grundschulalter für das Thema Finanzen zu begeistern. Nur über das “ob” und “wie” scheiden sich die Geister.

Zweifelsohne haben Lehrer heutzutage viel zu tun. Sie müssen in den (zu) kurzen Schultagen umfangreichen Lehrstoff vermitteln, den Schülern zusätzlich “soft skills” vermitteln und auch soziale und musische Fähigkeiten dürfen nicht zu kurz kommen. Kein Wunder, dass das Thema “Finanzbildung” selten auf dem Lehrplan steht und wenn dann nur in wirtschaftsspezifischen Fächern auftaucht. Mit besorgniserregenden Konsequenzen: Laut einer 2015 veröffentlichten Studie, von der Ratingagentur S&P, für die  150.000 Menschen aus 155 Ländern zu ihrem finanziellen Grundwissen befragt wurden, liegt Deutschland mit einem “Alphabetisierungsgrad” von 66 Prozent weltweit nur auf Platz 8. Spitzenreiter sind skandinavische Länder wie Norwegen, Dänemark und Schweden, auf den letzten Plätzen rangieren Jemen, Algerien und Afghanistan. Im Umkehrschluss bedeuten diese Zahlen, dass 34 Prozent der Deutschen über ein unzureichendes Finanzwissen verfügen. Ein Alarmsignal, das schnelles Handeln erfordert um aus einem “Volk der Sparer” kein “Volk der Schuldner” werden zu lassen.

Natürlich ist es nicht damit getan, den Bildungsinstituten den “Buhmann” zuzuschieben. Um unseren Kindern einen soliden Start in ihre (finanzielle) Zukunft zu sichern, müssen wir uns erstmal selbst an die Nase fassen. Sind wir denn überhaupt ein gutes Vorbild wenn es um Geldanlagen geht? Vermitteln wir, dass Sparen und Investieren interessant und relevant, oder nur ein notwendiges Übel sind? Jede Form von Bildung fängt zu Hause an. Kindheitserfahrungen mit eigenem Geld, einem Konto, und Eltern, die in der Lage sind, Finanzfragen fachkundig und möglichst anschaulich zu beantworten, haben vielleicht einen größeren Einfluss auf die Fähigkeit Entscheidungen in Geldangelegenheiten zu treffen, als Schulbildung.

Finanzielle Bildung ist wichtig, denn die Redewendung “Wer nichts weiß, muss alles glauben” ist schon so Manchem zum Verhängnis geworden. Entweder, weil das Ersparte aus Risikoscheu und Unwissen auf dem Sparbuch “versauert” und von der Inflation aufgefressen wird, oder weil der Unkundige auf den Rat falscher Freunde hört und sich zu spekulativen Geschäften verleiten lässt. Es gilt, einen gesunden Mittelweg zwischen übertriebenem Sicherheitsbedürfnis und waghalsiger Geldanlage mit unkalkulierbarem Risiko zu finden.

Der Anteil finanzieller “Analphabeten” spiegelt sich übrigens in der Zahl der Aktionäre wider. Deutschland ist mit einem Aktionärsanteil von nur 6 Prozent das europäische Schlusslicht. Und das in Zeiten, in denen Geld auf dem Sparbuch nicht einmal genügend Zinsen abwirft, um die Bankgebühren zu decken.

Wir von boerse.de sehen uns in der Rolle eines unabhängigen Ratgebers. Wir wollen Finanz-Wissen vermitteln und Ihnen gleichzeitig anhand besonders defensiver, erfolgreicher Aktien, Wege für den langfristigen Vermögensaufbau aufzeigen. Nehmen Sie sich doch am Wochenende mal ein paar Minuten Zeit und werfen Sie einen Blick in den aktuellen boerse.de-Aktienbrief. Unserem Beitrag zur Finanzbildung, von dem Sie als Neueinsteiger und erfahrener Börsianer gleichermaßen profitieren können.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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Die Aktie des Tages: Fresenius

Für Aktionäre des Gesundheitskonzerns Fresenius wird es morgen um 07:00 Uhr gleich doppelt spannend: Sowohl Mutter Fresenius, als auch Tochter Fresenius Medical Care präsentieren ihre Jahreszahlen 2016. Während sich Fresenius einen Namen als Deutschlands größter Klinikbetreiber gemacht hat, darf sich Sprössling Fresenius Medical Care (FMC) mit dem Titel “weltgrößter Dialyse-Konzern” schmücken.

Doch was macht FMC nun zu einem echten Champion, der seinen Namen auch verdient? Ein Blick auf den Aktien-Chart des Dialyse-Spezialisten verrät: Der Patient ist kerngesund. In den vergangenen zehn Jahren legte die FMC-Aktie im Mittel knapp 10 Prozent pro Jahr zu. Der Konzern hat sich für 2016 ein Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent und einen Überschuss von 15 bis 20 Prozent zum Ziel gesetzt. Ob Fresenius Medical Care seine selbstgesteckten Ziele auch erreicht hat, bleibt abzuwarten, denn das Unternehmen hängt wortwörtlich “am Tropf” der USA. FMC verdient den Löwenanteil seines Gesamtumsatzes in Amerika, doch der Wandel des dortigen Gesundheitssystems verläuft nicht ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Ende 2016 sorgte eine drohende Verordnung der US-Behörde Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS), wonach Wohltätigkeitsorganisationen bestimmten Dialysepatienten keine Zuschüsse mehr für Zusatzversicherungen bezahlen sollten, für Unwohlsein. Nierenkranke hätten nach Willen der CMS lediglich eine Basisversorgung erhalten und FMC eine geringere Behandlungs-Vergütung. Eine Regelung mit erheblichen, nachteiligen Folgen für das besonders wichtige US-Geschäft des Konzerns. Doch zum Glück gab es vor rund vier Wochen “Entwarnung”: Ein von Fresenius und anderen Dialyse-Anbietern angerufenes Gericht hat den Vorstoß der US-Behörde bis auf weiteres gestoppt.

Mit einer einstweiligen Verfügung, die auf unbestimmte Zeit bestehen bleibt, bewegt sich FMC in den USA wieder auf sicherem Terrain und geht zugleich auf Expansionskurs: Anfang Februar wurde bekannt, dass der Dialysekonzern sein Australien-Geschäft ausweitet. Fresenius Medical Care kaufte 70 Prozent der Cura-Gruppe, einem Betreiber von Tageskliniken in “Down Under”.

Sie merken schon, liebe Leser, ich versuche Ihnen das Thema “Gesundheitsaktien” möglichst schmackhaft zu machen. Natürlich beschäftigt sich niemand gerne mit Themen, die einem buchstäblich “an die Nieren” gehen, aber rein wirtschaftlich gesehen ist die Gesundheitsbranche ein Wachstumsmarkt, der enorme Chancen für uns Anleger birgt. Der demografische Wandel führt dazu, dass Gesundheitsunternehmen weltweit immer mehr Dialyse-Patienten versorgen müssen. Eine fragwürdige Entwicklung, die sich jedoch positiv auf die Geschäftszahlen von Fresenius Medical Care auswirken könnte.

Wenn ich Ihr Interesse an Champions-Aktien wie Fresenius und Fresenius Medical Care wecken konnte, so empfehle ich Ihnen einen Blick in den boerse.de-Aktienbrief, mit dem Sie wertvolle Informationen und Empfehlungen zu den weltweit erfolgreichsten und sichersten Aktien erhalten. Denn was für Ihre Gesundheit gilt, trifft auch auf Ihren Vermögensaufbau zu: Vorsorgen ist besser als heilen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-Fresenius-von-Miss-boersede/7742893

Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Ich handle mit Aktien. Sporadisch und gerne online. Zeit also für einen (virtuellen) Besuch auf der Website meiner Hausbank, die mich sogleich mit einer plakativen Werbung für den sogenannten “Oberland Sparbrief” begrüßt. Dieser verspricht unglaubliche 1,00 Prozent Rendite pro Jahr – und das bei einer Laufzeit von “nur” fünf oder zehn Jahren (fest)! Sie hören meine Ironie…1,00 Prozent Rendite ist zwar in Zeiten, in denen der europäische Leitzins bei Null Prozent eingefroren ist, gar nicht so übel, aber nichts im Vergleich zu dem, was mein Online-Aktiendepot derzeit erwirtschaftet und in den kommenden fünf bis zehn Jahren erwirtschaften könnte: Dax und Dow Jones eröffnen eine langfristige Gewinnperspektive von im Mittel neun Prozent jährlich. Und das bei voller Flexibilität.

Anlegerin bem Aktienkauf via Laptop und iphone
Wie Sie sich sicher schon vorstellen können, gelang es meiner Bank nicht, mich mit ihrer Sparbrief-Reklame zu ködern und auch sonst tut sie meiner Meinung nach zu wenig, um eine neue, jüngere Kundengeneration von Produkten wie Fonds und Aktien zu überzeugen. Das mangelhafte Engagement der Banken gepaart mit den geringen Finanzkenntnissen der meisten Deutschen sorgt dafür, dass die Aktionärsquote in Deutschland seit 2015 bei rund 14 Prozent stagniert. Wir haben so viel Geld auf der hohen Kante wie schon seit Jahren nicht mehr, die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich 2016 so gut wie nie im vergangenen Vierteljahrhundert entwickelt, der DAX gewinnt durchschnittlich neun Prozent pro Jahr und trotz allem haben viele Deutsche nicht den Mumm, in vermeintlich “riskante” Aktien zu investieren.

Ein Unding, denn Papiergeld schmilzt auf dem Sparbuch, wie ein Eis in der Sonne. Das Schreckgespenst vieler Sparer heißt “Inflation”. Die Geldentwertung, die momentan noch bei “nur” zwei Prozent liegt, ist vermutlich schon jetzt höher als die Zinsen, die Sie für Ihr Festgeld bekommen. Das bedeutet: Ihr Geld verliert bereits jetzt schleichend an Wert. Was aber, wenn die Inflation wie Anfang der 90er Jahre auf rund fünf Prozent steigt?

Daran können sich viele jüngere Anleger wohl kaum erinnern und auch die Dotcom-Blase ist an vielen “Millenials” vorbeigegangen. Ist das der Grund, weshalb eine neue, junge Zielgruppe das Börsenparkett für sich entdeckt? Trotz nahezu gleichbleibender Aktionärsquote ist die Zahl der Anleger im Alter bis 39 Jahre 2016 im zweiten Jahr in Folge gestiegen und macht nun immerhin 21,7 Prozent aller Wertpapierkäufer aus. Ein Hoffnungsschimmer, denn gerade das vergangene Jahr hätte dank politischer Unruhen, Brexit und Trump so manchem Anleger das Fürchten lehren können.

Doch am Ende konnte der Dax trotz einiger Berg- und Talfahrten auf Jahressicht ein Kursplus von rund sieben Prozent verbuchen. Ein Ergebnis, das Lust auf mehr macht und so manchen Börsen-Neuling Vertrauen in die Märkte fassen lassen könnte.

Wie Sie sicher bereits ahnen bin ich, unter 39 Jahren und weiblich, bereits vom Börsenvirus infiziert. Das Vermögen, das meine Eltern, Großeltern und deren Vorfahren über Generationen hinweg aufgebaut haben, liegt mir am Herzen. Ich lebe nicht nur im “Hier und Jetzt” wie uns Jüngeren oft unterstellt wird, sondern sorge mich um meine persönliche und finanzielle Zukunft. Auch aus diesem Grund sehe ich Aktien und Fonds als wertvollen Bestandteil eines langfristigen Vermögensaufbaus. Wertpapiere müssen keine “Zockerpapiere” sein, ganz im Gegenteil.

Mit dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) haben wir für Sie zehn besonders defensive Titel herausgefiltert, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Seit seinem Börsendebüt am 30.06.2014 erzielte der BCDI eine Rendite von 36,9 Prozent, der DAX dagegen “nur” 17,3 Prozent. Sie sehen schon: Wie Sie das Blatt auch drehen und wenden: Alles bringt mehr Profit, als die Euros auf dem Sparbuch “versauern” zu lassen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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Das Wort zum Wochenende: Money Matters

money-shark-funny-bunch-of-money-decoration-fun-1673085Vor einer gefühlten Ewigkeit besuchte ich das städtische Gymnasium. Nach der vierten Klasse Grundschule war der weitere Weg schnell klar. All meine Freundinnen gingen aufs “Gymi” und ich als Lehrers-Tochter bekam nicht mal die Chance, mich mit den Alternativen Real- oder Hauptschule zu beschäftigen. Die Noten stimmten, also auf Richtung Hochschulreife!

18 Jahren jung und um mehrere Fremdsprachen reicher, fühlte ich mich reif genug, “echte” Lebensentscheidungen zu treffen und stand schnell vor Problemen, auf die mich keine Schule vorbereiten konnte. Ich hatte ein bisschen Geld geerbt und investierte in Sojabohnen. Das Resultat: Totalverlust. Ich kaufte mir ein Auto ohne Vollkasko-Versicherung und setzte es bei Glatteis in den Graben. Das Resultat: Totalschaden.

Allmählich dämmerte mir, dass ich in den letzten 13 Schuljahren zwar gelernt hatte, selbstständig zu denken, zu rechnen und zu schreiben, aber keinen Schimmer von den Dingen habe, mit denen sich Erwachsene tagtäglich herumschlagen müssen. Welche Versicherungen braucht man wirklich? Wie geht eine Steuererklärung? Wohin mit dem Spargeld? Fragen über Fragen, mit denen sich viele Menschen gar nicht beschäftigen wollen – zu groß der Wissensrückstand, zu mühselig das “Nachpauken” jenseits der Schulbank.

Die Aktionärsquote liefert einen eindeutigen Beweis für das mangelhafte Interesse der Deutschen an Aktien: Nur 14 Prozent der Gesamtbevölkerung investieren in Aktien und Fonds. Das liegt zum einen an der mangelnden Aufklärung über die “Risiken und Nebenwirkungen” von Wertpapieren, zum anderen an unserem gespannten Verhältnis zum Thema Aktien.

Für viele Deutsche sind Aktien kein Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau, sondern “Zockerpapiere”. Diese Risikoscheu gepaart mit Unwissenheit führt dazu, dass Bundesbürger ihr Geld auch in Niedrigzins-Zeiten auf dem Sparbuch, dem Tagesgeldkonto oder in der Garage “parken”. Mit der Konsequenz, dass ihr mühsam Angespartes irgendwann der Inflation zum Opfer fällt. Spannend auch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Während laut dem GFK Investmentbarometer Aktien zwar für 20 Prozent der Deutschen ein attraktives Investment sind, lassen sich nur 12 Prozent dazu hinreißen, auch tatsächlich mit Wertpapieren zu handeln.

Kurios wird es dann beim Thema “Sparbuch”: Von nur 12 Prozent als “attraktiv” eingestuft, erfreut sich das Null-Rendite-Investment immer noch größter Beliebtheit: 40 Prozent der Bundesbürger besitzen das gehasst-geliebte Büchlein ihrer Hausbank.

Amerikaner haben zum Thema Aktien eine viel gesündere Einstellung. Sie sehen sich nicht als “Opfer” börsennotierter Unternehmen, die ihr Spargeld verbrennen, sondern fühlen sich wie kleine Warren Buffets, wenn sie mit dem Kauf von Firmenanteilen am Erfolg von Apple oder Coca-Cola partizipieren.

Ob wir von den US-Bürgern diesbezüglich noch etwas lernen können? Hoffentlich, denn das Thema Geldanlage ist brisanter denn je. Meine Eltern und Großeltern gaben sich größtenteils mit den Zinsen zufrieden, die das Sparbuch abwarf oder kauften sich “reale” Werte, wie Gold oder Immobilien. Doch in Zeiten der Nullzinsen werden Alternativen wie Aktien oder Fonds für den Vermögensaufbau und die Absicherung im Alter immer wichtiger.

Wir von boerse.de haben dazu eine klare Meinung. Wir glauben, dass die Aktienmärkte trotz zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig nur einen Weg kennen: Aufwärts. Beispielsweise erreichte der Dax trotz “New Economy Blase” und “Bankenkrise” in der Vergangenheit durchschnittlich 9 Prozent Rendite (inklusive Dividenden) – hochgerechnet bedeutet das eine Verdopplung Ihres Kapitals alle acht Jahre.

Ich habe einiges aus den Fehlern meiner Jugend gelernt und meine damalige Wissenslücke als Chance begriffen. Die Finanzwelt, aus der ich Ihnen regelmäßig berichte, ist unglaublich spannend und birgt auch für Sie viele Chancen. So vergibt boerse.de mit Hilfe der Performance-Analyse an 100 Aktien das Prädikat „Champion“. Dank der überdurchschnittlichen Kursrenditen, besteht bei den Champions sogar die Chance zur Kapitalverdopplung alle vier Jahre.

Vielleicht finden Sie am Wochenende die Zeit, sich mit dem “lästigen” Thema Aktien einmal anzufreunden. Ich wünsche Ihnen schon mal viel Freude beim Lesen des boerse.de-Aktienbriefs – dem Börsenbrief für Champions-Aktien!

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Das-Wort-zum-Wochenende-Money-Matters/7740061