Gemälde, Oldtimer, Juwelen: Was taugen Sammlerstücke als Geldanlage?

precious-1199183_960_720Schwankende Aktienkurse, ultra- niedrige Zinsen, regulierte Kryptowährungen, weltpolitische Unsicherheiten: viele Anleger fühlen sich von den momentanen Rahmenbedingungen verunsichert und flüchten in “abstrakte” Märkte jenseits der klassischen Anlageformen. Zum Beispiel in Kunst oder Oldtimer, sogenannte “Collectibles”, also Sammlerstücke.

Zugegeben: ein verlockender Gedanke, der die Fantasie vieler Investoren beflügelt. Man kaufe ein Gemälde eines (noch!) nicht entdeckten Künstlers zu einem günstigen Preis, hänge es an die Wand, erfreue sich an seinem Anblick und versilbere das Kunstwerk ein paar Jahre später zu einem exorbitant höheren Preis. So einfach geht Geldverdienen!

Kunst oder Krempel?

Auch die mediale Berichterstattung rund um das Thema Kunst & Kapital gießt Wasser auf die Mühlen. Zum Beispiel mit Schlagzeilen wie diesen: “Ist 2018 das Jahr der sensationellen Scheunenfunde?” oder: „Bares für Rares: Diese Schätze sorgen für Sensationssummen”. So brachte beispielsweise eine Beatles-Schallplatte ganze 30.000 Euro, ein Oldtimer der Marke Borgward 35.000 Euro, und eine seltene Goldmünze 25.000 Euro ein. Summen, mit denen die glücklichen Besitzer nicht gerechnet hatten. Auf dem “echten” Kunstmarkt locken, zumindest in Theorie, natürlich noch höhere Verkaufspreise.

Zum Beispiel beim Auktionshaus Sotheby’s, dessen Geschäftsjahr 2018 mit der Versteigerung von Picassos schönem Porträt der Marie-Therese Walter für 70 Millionen Dollar an das hervorragende Vorjahrsresultat anknüpfte. Sotheby’s Managing Director Deutschland, Dr. Philipp Herzog von Württemberg, kommentierte die Geschäftsentwicklung: „2017 war ein sehr gutes Jahr, das Sotheby’s mit einem Konzernumsatz von 5,5 Milliarden Dollar abschließt; dies entspricht einer Steigerung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl die erzielten Gesamtergebnisse in den Auktionen weltweit und den Privatverkäufen zeigen ein Wachstum von 8 Prozent respektive 28 Prozent”.

Eine Asset-Klasse für Kenner

Das Interesse an Sammlerstücken als Geldanlage scheint also zu wachsen. Doch die Rendite von Kunst-Investments hinkt den Erwartungen eindeutig hinterher. Eine neue Studie von Wissenschaftlern der London Business School und Experten der Schweizer Bank Credit Suisse zeigt eindrucksvoll, wie sich verschiedene Anlageklassen seit 1900 entwickelt haben. Darunter Aktien, Gold, Immobilien, Anleihen und: Kunst. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der Studie: Aktien zahlen sich auf lange Sicht immens aus. So lag die Rendite bei einer weltweiten Aktienanlage seit 1900 bei 5,2 Prozent pro Jahr. Erhebungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) für deutsche Aktien sind sogar noch positiver. Für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren erzielte der Dax im Schnitt rund 9 Prozent Rendite. Kunst entpuppte sich hingegen mit einer Wertsteigerung von im Mittel nur 1,9 Prozent als sehr mäßiger Renditebringer und kennt zudem eine Reihe von Risiken:

• Kunst-Investoren müssen über den nötigen Sachverstand verfügen, um die “Sahnestücke” des Marktes zu identifizieren, und das nötige Kleingeld, um diese auch zu kaufen zu können.
• Selbst wenn Kenntnis und Kapital vorhanden sind, gibt es keine Garantie auf die Renditeentwicklung.
• Kunst erwirtschaftet keine Zinsen oder Dividenden.
• Bei Kunstwerken handelt es sich, ähnlich wie bei Immobilien, um illiquide Anlageformen, die sich nicht ohne Weiteres veräußern lassen.
• Der Kunstmarkt ist intransparent, und die Transaktionskosten sind hoch.
• Schönheit liegt im Auge des Betrachters und kann fundamental kaum valide bewertet werden.

Wenn Sie also unter die Kunst-, Oldtimer-, Wein- oder Schmucksammler gehen wollen, dann sehen Sie Ihr Investment besser nicht unter Renditegesichtspunkten. Genießen Sie Ihren Ankauf, aber stellen Sie Ihre langfristige Vermögensplanung lieber auf ein solides Fundament.

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Gemälde, Oldtimer, Juwelen: Was taugen Sammlerstücke als Geldanlage?

Die 5 Top-Aktien des Tages

workout.jpgNa, schon was vor? Falls nicht, hätte ich da ein Top-Animationsprogramm für heute Nachmittag zu bieten. Spiel, Spaß und Spannung garantiert! Egal ob Aktien-Thrillseeker, Konjunkturdaten-Fan oder Zins-Zocker- da ist für jeden was dabei. Also nochmal tiiief durchatmen, am isotonischen Sportgetränk nippen und dann ab in die Vollen!

13:00 Uhr: Italienisch für Anfänger

Ähm, nix für die bella figura, aber ein prima Workout fürs Depot! Fiat Chrysler präsentiert Jahreszahlen und Anleger warten gespannt auf News, die den Hot-Stock, der seit Anfang des Jahres +32 Prozent Rendite machte, weiter auf Rekordkurs trimmen!

13.30 Uhr: Hot Iron

Das Kraftpaket Caterpillar zeigt, was in ihm steckt. Dank Trumps Steuersenkungs-Reform und einem Aufschwung im Bergbau-Business baggert der Baumaschinenkonzern an immer neuen Rekordhochs. Rendite innerhalb der vergangenen zwölf Monate: +56 Prozent. Ja, wir schaffen das!

13:45 Uhr: Ausdauertraining

Öde aber wichtig: der EZB Zinsentscheid. Zwar wird die Europäische Zentralbank heute noch nicht das Zinstempo erhöhen, doch das Ende des ultra-billigen Geldes auf Pump ist in Sicht. Durchhalten!

17:45 Uhr: Jane Fonda Workout

Auch ich kenne Jane im knappen Aerobic-Outfit nur von Postern. Schade. Doch die mittlerweile betagte Luxus-Lady sieht auch in ihrem Louis Vuitton-Anzug ziemlich fit aus. Genau, wie Mutterkonzern LVMH, der +26 Prozent Rendite in zwölf Monaten erzielte und heute Jahreszahlen vorlegt.

22:00 Uhr: Power Core

Auf und nieder, immer wieder. Stehaufmännchen Intel hat sich gerade erst von den Folgen einer Sicherheitswarnung für Prozessoren erholt und schon steht das nächste Event vor der Tür: Q4 Zahlen! Analysten sind positiv: der Chip-Boom ist zwar nicht gut für die Taille, spült Intel aber ordentlich Geld in die Kasse.

22:04 Uhr: Cooldown

Fast geschafft! Zum Abschluss genehmigen wir uns einen koffeinfreien Caramel-Frappucino und erfreuen uns an den Q1-Zahlen des Coffeeshops der, wie Caterpillar, auch zu den Profiteuren der US-Steuerreform zählt.

So, genug geschrieben. It’s time to trade! Also rein in die Sneakers und ab an die Buttons!

Die 5 Top-Aktien des Tages

Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

10914554_340c184857_zFire and Fury! Trump twittert “World of Warcraft”-Slogans und fühlt sich dabei scheinbar immer noch wie zu Zeiten seiner TV-Show “The Apprentice”. Als Showmoderator beendete er jede Sendung mit den Worten “You’re fired!”, scheinbar eine seiner Lieblingsparolen, die er momentan allerdings im falschen Kontext gebraucht.

Krieg ist kein Game und die Welt fürchtet, dass Trump mit seinen Machtspielchen gegen Nordkorea die politische Sicherheit rund um den Globus gefährden könnte. Und was hat das jetzt mit uns zu tun? Alles! Denn die Börse ist “das größte Spiel der Welt”, das bestimmten Regeln folgt. Eine davon lautet:

Play safe

Sobald Zeitungen irgendwas von “Krise”, “Konflikt” oder sogar “Krieg” schreiben, reagieren Börsianer wie die Lemminge, werfen reihenweise ihre Aktien über Bord und flüchten ins Gold. Das ist kein finanzieller Selbstmord, sondern Selbstschutz, denn Unternehmensanteile könnten in Krisenzeiten an Wert verlieren. Gold dagegen nicht. Weil es so selten und deshalb begehrt ist, wird das Edelmetall immer teuer bleiben.

Aktien runter, Gold rauf

Oder noch teurer werden! Der Preis pro Feinunze (entspricht in etwa 13 Goldbären) liegt momentan bei rund 1.286 Dollar, Tendenz steigend. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis elf Prozent zugelegt und das sogar, obwohl Aktien 2017 enorm angesagt waren und es in den USA endlich wieder Zinsen auf Sparbuch & Co. gibt. Und wenn Trump weiter so abgeht, könnte das Edelmetall erst so richtig zünden.

Dicke fette Blockchain-Kette

BlingBling um den Hals ist sooo last season…Blockchains sind das Must-have dieser Tage! Die verketteten Datensätze der Digiwährung Bitcoin besitzen zwar keine inneren Werte, könnten aber möglicherweise trotzdem zum  “sichere Hafen” der Millenials werden. Im Gegensatz zu anderen Währungen existiert Bitcoin in einer nicht-regulierten, virtuellen Parallelwelt, die weitgehend frei von politischen Einflüssen ist.

Wenn – worst case –  alles den Bach runtergeht, dann haben wir immer noch ein paar BTC im digitalen Wallet, die momentan mit rund 3.490 Dollar pro Stück mehr als doppelt so teuer sind, wie eine Feinunze Gold.

Alte Werte oder Krypto-Gold? Was ist euer “safe haven”?

Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

Gold: Kommt jetzt das Comeback?

gold-598378_960_720Im Juli jagt ein Geburtstagsfest das nächste: nach dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), der am 1. Juli 2017 drei Jahre alt wurde, feierte auch die beliebteste Goldmünze der Deutschen, der Krügerrand, diesen Monat ein Jubiläum. Vor 50 Jahren, am 3. Juli 1967 stanzte die afrikanische Münzprägeanstalt den ersten Springbock ins Edelmetall.

Das Wahrzeichen der Kultmünze hat bis heute nichts von seinem Glanz verloren, ganz im Gegenteil. Weltweit haben Sammler und Steuertrickser bis dato rund 60 Millionen Krügerrand gekauft. Wer 1967 in weiser Voraussicht 1oz Krügerrand zum Preis von damals umgerechnet rund 18 Euro erwarb, hatte einen wahrhaftig goldenen Riecher, denn heute liegt der Preis für 33,93 Gramm bei rund 1100 Euro.

Die Goldkenner unter Ihnen wundern sich vielleicht über die eigenartige Maßeinheit des Krügerrand. Eine Feinunze Gold entspricht doch 31,10 Gramm und nicht 33,93 Gramm? Wird da etwa bei der Goldschmelze geschummelt? Ich kann Sie beruhigen: Sie bezahlen tatsächlich nur für den Goldanteil. Das Restgewicht entfällt auf eine dünne Kupferlegierung, die das Sammlerstück widerstandsfähiger macht und somit den Wiederverkaufswert erhöht.

Gold ist seit Jahrzehnten der “Dauerbrenner” bei vielen Anlegern. Doch die aktuelle Preisentwicklung stimmt nachdenklich…

Erst hui, dann pfui

Eigentlich funktioniert das so: Politische Überraschungen wie der Brexit oder die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten verunsichern Investoren, die als Konsequenz den “sicheren Hafen Gold” ansteuern. Der Preis für das Edelmetall steigt. Tut er aber nicht! Und das, trotz aller geopolitischer Unsicherheiten! Anfang der Woche sackte der Goldpreis sogar auf den tiefsten Stand seit vier Monaten. Eine Feinunze verbilligte sich zeitweise um 0,6 Prozent auf 1.205 Dollar. Noch Anfang Juni sah es danach aus, als würde der Preis über die Marke von 1.300 Dollar steigen. Seit Mitte Juni hat Gold rund sieben Prozent an Wert verloren. Wie kommt es, dass die Gleichung “Gold = Krisenwährung” momentan nicht mehr aufgeht?

Zittern vor den Zinsen

Der Spaßverderber ist schnell gefunden: Die aktuelle Zinspolitik vieler Zentralbanken macht dem Goldpreis schwer zu schaffen. In Europa, Amerika und einigen anderen Ländern steht das Ende der jahrelangen Geldschwemme bevor. Kredite und Darlehen zum Nulltarif könnten schon bald Geschichte sein, da die Notenbanken vorsichtig an der Zinsschraube ziehen. Geld auf “Pump” wird dadurch teurer, aber im Gegenzug gibt’s auch wieder Rendite auf Sparbuch & Co. Deshalb fürchten viele Gold-Fans momentan, dass Anleger ihr Vermögen umschichten könnten: raus aus dem Gold, rein in festverzinsliche Geldanlagen. Als Konsequenz könnten zinslose Investitionen wie Edelmetalle an Glanz und Wert verlieren.

Die Nullzinsphase spielt Goldsuchern in die Hände, eine Zinserhöhung wirkt sich meist negativ auf die Goldpreisentwicklung aus.

Goldrausch 2.0?

Eine steigende Inflation bringt den Goldpreis dagegen gewöhnlich in Schwung, da das Edelmetall ein Wertaufbewahrungsmittel par excellence ist. Papierwährungen wie der Dollar verlieren dann an Kaufkraft, die von Gold steigt oder bleibt gleich. Doch momentan herrscht auch hier “verkehrte Welt”: die steigenden US-Zinsen belasten den Goldpreis, zumal die Inflation weiter sinkt. So ist die US-Inflationsrate im Mai auf 1,9 Prozent zurückgegangen. Damit steigt der Realzins, weshalb die Notierung des Edelmetalls zusehends unter Druck kommt.

Die große Frage lautet nun: Wird das Edelmetall seine alte Rolle als “sicherer Hafen” zurückerobern? Auch wenn wir nicht in die “Glaskugel” blicken können, so gibt es doch Anhaltspunkte, die für ein langfristiges Gold-Investment sprechen. Die aktuelle “Krisenresistenz” vieler Anleger könnte temporärer Natur sein. Sprich: Wenn die Anlegerwelt keine Krisen wahrnimmt, ist auch der sichere Hafen nicht mehr gefragt. Aber die nächste Krise kommt bestimmt und mit ihr auch ein eventueller, neuer Goldrausch.

Auch dürfen wir nicht vergessen, dass Gold trotz der momentanen Zinssorgen und Preisschwankungen ein Sachwert ist, der eine sinnvolle Ergänzung für jedes Depot darstellt. Gold ist knapp, Gold ist begehrt. Und wird es immer bleiben. Wenn Sie auf “Nummer sicher” gehen wollen, empfehlen wir ein Basisinvestment in risikoarme und zugleich renditestarke Aktien-Anlageformen, wie z.B. den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), ergänzt um Gold und etwas “Cash” als Rückhalt. Mit diesem Anlage-Mix liegen Sie immer goldrichtig!

boerse.de

Gold: Kommt jetzt das Comeback?

Achtung, Altersarmut! So schließen Sie die Rentenlücke.

snail-1447233_960_720Altersarmut? Ich? Niemals! Obwohl ich (weiblich, zwei Kinder, selbstständig) rein statistisch zur absoluten Risikogruppe zähle, schiebe ich dieses “lästige” Thema gerne auf die lange Bank. “Wird schon gut gehen” lautet die Devise vieler Deutscher und kaum ein Mittdreißiger weiß, wie hoch sein Rentenbudget im Alter tatsächlich sein wird. Ein gefährlicher Mix aus Unwissenheit und mangelndem Interesse, der uns wortwörtlich teurer zu stehen kommen könnte.

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung warnt vor einer alarmierenden Entwicklung. Demnach werden bis 2036 rund 25 Prozent mehr Menschen als derzeit von Altersarmut betroffen sein. Alles Panikmache? Tatsächlich wird das Thema “Rente” gerne als Wahlkampf-Munition missbraucht. Von einer drohenden Apokalypse, vor der Politiker gerne zu ihren Gunsten warnen, kann (noch) keine Rede sein aber Fakt ist, dass die gesetzliche Altersvorsorge für die meisten von uns im Alter nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Das Renten-Einmaleins…

So kompliziert, wie viele denken, ist es gar nicht. Im Grunde dreht sich die Thematik um drei Größen: Rentenniveau, Rentenbeitrag und Rentenalter. Das Rentenniveau (also das Verhältnis der Rente zum Arbeitseinkommen) liegt derzeit im Schnitt bei 48 Prozent. Der Rentenbeitrag, der je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt wird, beträgt 18,7 Prozent. Das Rentenalter steigt momentan schrittweise auf 67 Jahre. Wenn aber künftig immer weniger Junge für immer mehr Alte zahlen sollen, geht die Rechnung nicht mehr auf. Das Rentenniveau wird fallen und die Beiträge steigen.

…ohne Ergebnis

Die Überalterung der Bevölkerung, Risikofaktoren wie ein fragmentierter Lebenslauf, Teilzeitarbeit oder niedrige Löhne und die mangelnde Innovationsbereitschaft von Seiten der Politik tragen dazu bei, dass es allenfalls zu einer Rentenreform, nicht aber zur nötigen Rentenrevolution kommen wird. Und das, obwohl das Minus in der Rentenkasse 2016 rund 2,2 Milliarden Euro betrug. Tendenz: schrumpfend. Bis dato ist noch kein Allheilmittel gefunden, um das Kernproblem “fallendes Rentenniveau bei steigenden Beiträgen” zu lösen. Ein Ansatz wäre die freiwillige, aktienorientierte Beitragsinvestition, doch einen solchen Schritt meidet der Staat wie der Teufel das Wasser.

Warum so zurückhaltend? Schließlich sind wir doch stolz auf unsere deutschen Industrieschwergewichte wie Daimler, Siemens oder BASF und könnten aktienbasierte Investitionen in unsere “Asse” durchaus für die breite Bevölkerung zugänglich machen. Doch ein wertpapierbasiertes Rentenkonzept ist noch in weiter Ferne. Zu groß die Furcht vor Risiken und Verlusten, zu elementar die Lust am zinslosen Sparen.

Das Vorsorge-Einmaleins…

Solange die Regierung keine Aktien-Altersvorsorge anbietet, müssen wir selbst vorsorgen. Die eigene Immobilie als Geldanlage und günstiger Wohnsitz nach der Pensionierung ist ein guter Anfang. Doch auch an Wertpapieren führt in der andauernden Niedrigzinsphase, in der Sparbuch & Co. keine Rendite mehr abwerfen, kein Weg vorbei. Natürlich sind Aktien mit Risiken behaftet, doch die Chancen überwiegen bei weitem. Schwankungen an den Märkten sind völlig normal und sogar zwischenzeitliche Rücksetzer wie die der Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder der Finanzkrise 2008 wurden wieder aufgeholt.

…lohnt sich!

Die Historie beweist, dass Dax und Dow Jones im Mittel eine Rendite von 9 Prozent pro Jahr generieren. Ein Resultat, das mit festverzinslichen Geldanlagen völlig utopisch wäre. Natürlich kommt es auch auf die richtige Mischung an. Mit einer aktienbasierten Altersvorsorge meinen wir keine hochspekulativen Wertpapiergeschäfte, sondern ein solides, langfristiges Investment. Hierfür eignen sich vor allem Anteile an Unternehmen, die menschliche Grundbedürfnisse befriedigen. Essen, Trinken und Gesundheit stehen dabei ganz oben auf der Hitliste und machen deshalb auch den Großteil der Aktien des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) aus.

Nestlé, Fielmann und Fresenius sind gute Beispiele für Unternehmen mit soliden, langfristigen Geschäftsmodellen, überdurchschnittlicher Rendite und unterdurchschnittlichem Risiko. Informieren auch Sie sich noch heute über unsere Antwort auf die Rentenproblematik und investieren Sie mit dem BCDI in Ihre persönliche Zukunft. Nicht umsonst ist das BCDI-Zertifikat mit einer Rendite von rund 50 Prozent seit seiner Börsennotiz vor drei Jahren der meist gehandelte Index der Aktien-Index-Zertifikate nach dem Dax (Quelle: Deutsche Bank).

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Achtung, Altersarmut! So schließen Sie die Rentenlücke.

Geldvernichten leicht gemacht oder: unsere verhängnisvolle Liebe zum Sparbuch

scissors-893152_960_720Jeder deutsche Haushalt hat seit 2010 ganze 1.300 Euro beim “Sparen” verloren. In den kommenden 20 Jahren könnten sich die Verluste auf horrende 14.000 Euro pro Haushalt ausweiten. Ich werfe nicht gerne mit Zahlen um mich, doch die Ergebnisse, die die Experten der Comdirect Bank in der jüngsten Ausgabe ihres “Realzins Radars” präsentierten, erschüttern mich. Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber ich muss ganz schön lange arbeiten um 1.300 Euro einfach so mal auf die Seite schaffen zu können, geschweige denn 14.000 Euro. Ein Verlust solch hoher Beträge ist schmerzlich, aber vermeidbar.

Die Ursache des Übels

Wie kommt es eigentlich, dass wir uns trotz guter Vorsätze auf Dauer “arm sparen”? Schuld an der aktuellen Entwicklung, die noch über Jahre anhalten könnte, ist die Geldpolitik der Zentralbanken gekoppelt mit der Spar-Moral der Deutschen, die sich einfach nicht von ihrem zweitliebsten Kind, dem Sparbuch, trennen können. Doch dazu später mehr. Konzentrieren wir uns erstmal auf den Entzündungsherd, die Zinspolitik:

“Die EZB enteignet Sparer”, harte, oft gelesene Worte, in denen leider mehr als ein Fünkchen Wahrheit steckt. Mit dem Ziel, Unternehmen und Privatpersonen zu Investitionen zu verführen und damit die Wirtschaft wieder ins Rollen zu bringen, hat die Europäische Zentralbank seit der Finanzkrise 2009 sukzessive den Leitzins auf Null Prozent gesenkt. Geld lehnen zum Nulltarif sollte die Konjunktur ankurbeln und die Inflationsrate erhöhen. Sehr zum Leidwesen der Sparer, deren verzinsliches Vermögen keine Rendite mehr erwirtschaftet und von der Inflation förmlich “aufgefressen” wird. Null Prozent Zinsen, zwei Prozent Inflation: So lautet das Patentrezept für die perfekte Geldschmelze.

Das Sparbuch-Syndrom

Doch offenbar lässt sich das “Volk der Sparer” von irrationalen, verlustbringenden “Geldanlagen” wie dem Sparbuch noch lange nicht abschrecken. Seit 2008 stieg das Finanzvermögen der Deutschen um etwa 1,5 Billionen Euro auf etwa 5,6 Billionen Euro. 38 Prozent davon, also 2,1 Billionen Euro, sind Geldanlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen. Auch ich besitze ein rotes Büchlein mit goldenen Initialen und bekenne mich dazu, über die Jahre hinweg ein inniges Verhältnis zu ihm aufgebaut zu haben. Weltspartag & Co. lehren uns schließlich schon von Kindesbeinen an, dass das Geld auf dem Buch “sicher” ist. Beziehungsweise war.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Inflationsrate hierzulande bis 2022 auf 2,4 Prozent steigen wird. Bei möglicherweise weiter bestehendem Niedrigzinsumfeld.

Umdenken zahlt sich aus

Wie sagt man doch so schön: Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Natürlich können wir auf die EZB, die Banken oder die Politik schimpfen, doch reich werden wir damit nicht. Wir sollten endlich dazu übergehen, uns an den eigenen Haaren aus dem Zins-Sumpf zu ziehen. Zum Beispiel, indem wir endlich ein “Volk der Aktionäre” werden. Darin sind uns andere Nationen schon längst überlegen: Die Amerikaner verstehen sich traditionell als “Miteigentümer” von Unternehmen, dementsprechend hoch ist die Aktionärsquote und der Vermögenszuwachs. Während die Deutschen zwischen 2009 und Ende 2015 nur 17,5 Prozent mehr Eigenkapital erwirtschafteten, verdoppelten die Amerikaner ihr Vermögen. Vor allem, weil Aktien in den USA keine Spekulationsobjekte, sondern unbedingter Bestandteil jeder Anlagestrategie sind.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die enorme Diskrepanz zwischen Sparbuch und Aktien:

Hätten wir 2007 10.000 Euro aufs Sparbuch gelegt, so wären daraus 2017 bei einem gemittelten Zinssatz von 0,5 Prozent 10.511 Euro geworden. Berücksichtigt man zusätzlich eine Geldentwertung von einem Prozent, so fällt das Saldo unterm Strich sogar negativ aus.

Hätten wir 2007 dagegen 10.000 Euro in den Dax-Kursindex investiert, so wären daraus bis heute 11.624 Euro geworden. Ein Zugewinn von 16,4% Prozent. Plus Dividendenrenditen, versteht sich.

Zahlen, die eine deutliche Sprache sprechen. Wenn auch Sie dem Sparbuch endgültig Lebewohl winken und Ihr Erspartes langfristig rentabel anlegen möchten, dann führt an Aktien kein Weg vorbei. Wir von boerse.de machen Ihnen den Einstieg in die Welt der Aktien so leicht wie möglich: Gehen Sie einfach zu einer Bank oder Sparkasse Ihrer Wahl und erkundigen Sie sich nach dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Mit diesem Grundlageninvestment, bestehend aus zehn besonders risikoarmen und gleichzeitig renditestarken Aktien wie z.B. Nestlé, Fielmann oder Fresenius, hätten Sie innerhalb der vergangenen zehn Jahre sogar ein Plus von 269 Prozent erzielt. Aus 10.000 Euro wären 26.900 Euro geworden…
Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

Geldvernichten leicht gemacht oder: unsere verhängnisvolle Liebe zum Sparbuch

Anlageaufteilung: Mehr Rendite, weniger Risiko

pick-and-mix-171342_960_720“Die Mischung macht’s” – ein Satz, der für viele Bereichen des täglichen Lebens von zutrifft. Bei der Planung meiner bevorstehenden Hochzeitsparty sorgt die Zusammenstellung der Gäste für das richtige Quäntchen Stimmung. Eine Mahlzeit schmeckt noch besser, wenn die Zutaten gut ausbalanciert sind. Ähnlich verhält es sich auch beim Thema Geldanlage: Nur mit einer ausgewogenen Mischung von Anlageformen- und Klassen lassen sich optimale Ergebnisse, sprich: Renditen erzielen.

Definitionsgemäß bedeutet Anlageaufteilung (englisch: “Asset Allocation”) die Diversifikation eines angelegten Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, wie z. B. Anleihen, Aktien, Immobilien, Währungen und Edelmetalle. Mit dem Ziel, die Anlagerisiken durch die Streuung des Risikos zu minimieren und gleichzeitig die Renditechancen zu maximieren.

Eine eigene Wohnung, ein bisschen Gold im Tresor, ein paar Standardwerte und fertig ist der Kuchen? Nicht ganz, denn obwohl Banken, Vermögensberater und auch meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief immer dazu raten, nicht alles auf ein Pferd zu setzen, ist mangelnde Diversifikation einer der größten Fallstricke unter Anlegern. Zwar ist schon viel damit gewonnen, wenn das Ersparte nicht “nur” in Immobilien oder aufs Girokonto deponiert, sondern “gestreut” wird. Doch auch hierfür gelten bestimmte Regeln.

Die richtige Dosis

Ganz wichtig: Bei zu wenig Abwechslung im Aktiendepot hängt das Wohl und Wehe von den Schwankungen einzelner Werte ab. Bei zu vielen Einzelwerten im Portfolio ist es dagegen schwierig, den rechten Überblick zu behalten. Unsere Experten vom boerse.de-Aktienbrief raten deshalb bei Aktieninvestments, auf acht bis zehn Champions zu setzen. Mit dieser “Dosierung” verfügen Sie über eine übersichtliche Anzahl von Einzelwerten, die eine gute Streuung möglich macht und gleichzeitig eine weitere Falle umschifft: Lokalpatriotismus.

Über den Tellerrand blicken

Nach dem Motto: “Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht” vertrauen viele Anleger am liebsten guten, alten Bekannten. Den Dax-Werten. Dieser Aktien-Patriotismus ist übrigens weit verbreitet: Rund um den Globus investieren Aktionäre überwiegend in heimische Unternehmen und bringen sich damit um die Chancen, die Märkte in und außerhalb Europas bieten. Allzu exotisch muss es dabei gar nicht sein: Im BCDI (boerse.de-Champions-Defensiv-Index) haben wir zehn besonders renditestarke, sichere Aktien aus England, Spanien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland versammelt. Die Performance dieser europäischen Auswahl kann sich sehen lassen: Mit Plus 51,35 Prozent seit seinem Börsenstart am 1. Juli 2014 übertrifft der BCDI die Wertentwicklung von Dax und Dow mit Leichtigkeit. Ein Blick über den Tellerrand ist also durchaus lohnenswert und sei es nur, um sich gegen heimische Risiken abzusichern.

Die richtigen Zutaten

Obwohl die Märkte langfristig immer nach oben tendieren, können selbst Börsenexperten kurz- und mittelfristige Entwicklungen schwer vorhersehen. Müssen sie auch nicht. Denn mit dem richtigen Anlage-Mix sind Sie immer auf der richtigen Seite. Aktien bieten langfristig zwar höhere Renditen als andere Investitionsformen, da Anleger mit ihnen am unternehmerischen Erfolg teilhaben, können aber Korrekturen unterworfen sein. Als “Gegengift” und sicherer Hafen in Krisenzeiten eignet sich Gold ganz hervorragend. Der Wert des Edelmetalls entwickelt sich meist gegenläufig zu Aktienkursen und gleicht auf diese Weise eventuelle Verluste an den Märkten aus.

Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief empfehlen, dass ein ausgewogenes Portfolio aus zehn Champions bestehen sollte. Die stabile Basis sollte dabei aus besonders defensiven Champions bestehen, den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt. Ist dieser Depotgrundbaustein errichtet, kann ein kleinerer Kapitalanteil auch spekulativer eingesetzt werden. Auf diese Weise sollte Ihr Depot langfristig auf der Erfolgsspur fahren und auch in Krisenzeiten nicht ins Schlingern geraten.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

Anlageaufteilung: Mehr Rendite, weniger Risiko