Nike, just do it!

Heute schlägt für Nike die Stunde der Wahrheit. Die “Siegesgöttin” präsentiert ihre Zahlen zum dritten Quartal und die Fankurve fragt sich, ob Nike der griechischen Namenspatronin einmal mehr gerecht werden kann. Im vergangenen Jahr fehlte dem amerikanischen Sportartikelhersteller zeitweise der “Swoosh”, was sich auch in dessen Bilanz widerspiegeln könnte. Einige Analysten rechnen damit, dass Nike zum ersten mal seit 2012 Gewinneinbußen von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein schwaches Wachstum von nur drei Prozent auf dem wichtigen US-Markt hinnehmen muss. Doch das ist noch lange kein Grund, um den amtierenden Rekordhalter im Sportgeschäft als “Looser” abzuschreiben. Ganz im Gegenteil: Vieles spricht dafür, dass der Langstreckenläufer wieder zu seiner alten Form zurück gefunden hat.

Ein sportlicher Rat schonmal vorab: Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief haben Nike zum Champion gekürt…und das zurecht, denn Nike ist der Inbegriff vieler Superlativen: Die Legende. Der weltweit führende Sportartikelhersteller. Die Hipster-Marke. Zweifellos besticht der Konzern aus dem US-Bundesstaat Oregon mit einer Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht.

Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat die Aktie 427 Prozent dazugewonnen. Nikes Börsenwert beziffert sich derzeit auf satte 90 Milliarden Euro, fast dreimal soviel wie Adidas. Doch Nikes Goldmedaille trug vergangenes Jahr ein paar Kratzer davon. Der Konzern stieß an die Grenzen seines Wachstums und musste im Schlussquartal 2016 einen Umsatzzuwachs von “nur” 6 Prozent hinnehmen. Eine gewöhnungsbedürftige Entwicklung für die erfolgsverwöhnten Nike-Anleger, deren Aktie 2016 über 15 Prozent an Wert verlor.

Neues Jahr, neues Glück? Vieles spricht dafür, dass Nike 2017 seinem Namen wieder alle Ehre machen wird und das, obwohl Erzrivale Adidas und Newcomer wie Under Armour auf der Lauer liegen. Echte Champions lassen sich eben nicht so schnell aus dem Feld schlagen. Viele Experten bezeichnen das vergangene Jahr deshalb als “Verschnaufpause”. Ein kurzes Formtief, von dem sich Nike 2017 wieder erholen wird, denn an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Die Vergangenheit ist demnach bereits “eingepreist” und kann dem zukünftigen Kursverlauf nicht mehr gefährlich werden.

Sie könnten Recht behalten. Seit Jahresbeginn punktet der Sportartikelhersteller mit einem Kursgewinn von 9,9 Prozent, was sowohl positiven Analystenstimmen, als auch einer vielversprechenden Geschäftsperspektive zuzuschreiben ist.

Die Verkäufe in Asien laufen wieder besser, und Nike hat auch im wichtigen Lifestyle-Segment ein “Ass” im Ärmel: Ende März stürmt der neue Sneaker “Air Vapor Max” die Regale. Womöglich der Kassenschlager, mit dem unser Champion einmal mehr beweist, wie viel “Swoosh” in ihm steckt.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss Boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Nike-just-do-it-von-Miss-boersede/7751516

 

Werbeanzeigen
Nike, just do it!

Die Aktie des Tages: Adidas

Adidas gewann bereits 2016 mit einem Plus von 67 Prozent die Dax-Goldmedaille. Entsprechend hohe Erwartungen haben Anleger an die Jahreszahlen, die der Sportartikelhersteller morgen präsentieren wird. Können die drei Streifen punkten und ihre Erfolgsserie fortsetzen? Das Gros der Analysten ist optimistisch: Sie erwarten einen Umsatzanstieg von 14 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis dürfte um knapp 37 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro steigen, und auch der Gewinn sollte sich nach 720 Millionen Euro im Jahr 2015 auf 995 Millionen Euro verbessern.

Zahlen sind ja ganz nett, aber Investoren sind eben auch nur Menschen und wollen Stories, die der Aktie “Phantasie” verleihen. Zu den “Hot Topics”, die Anleger morgen und beim Investorentag am 14.3.2017 besonders interessieren dürften, zählen:

Wie fit ist Adidas-Chef Kasper Rorsted?
Zumindest sein Äußeres verrät: Der Ex-Henkel-Chef, der seit Oktober 2016 die Geschäfte in Herzogenaurach leitet, ist sportlich unterwegs. Statt Schlips und Anzug trägt Rorsted lieber T-Shirt, Jeans und natürlich Sneakers. Aber auch seine Gangart ist die eines Sportlers: Der ehemalige Handballer griff gleich nach seinem Einstand als neuer Adidas-CEO richtig durch, schloss die Zentrale der hinkenden US-Tochter Reebok und will auch den Rest des Geschäfts auf Erfolg trimmen. Marge, Marge, Marge heißt sein Motto. Da haben “Looser” wie die Golf-Sparte und die “Rehbock”-Marke schlechte Karten.

Reebok
Was? Reebok gehört zu Adidas? Was viele nicht wissen: Adidas kaufte den amerikanischen Sportartikelhersteller vor rund zehn Jahren für drei Milliarden Euro. Ein teurer Klotz am Bein, der mit spärlichen Gewinnen und einem bescheidenen Image nicht an die Erfolgsstory des Mutterkonzerns anknüpfen kann. Kasper Rorsted will die Marke (zumindest vorläufig) noch behalten, gesundschrumpfen und auf Fitnesskurs trimmen. Ob Reebok irgendwann mal trendy wird, wage ich zu bezweifeln, aber auch hier gilt vielleicht: Totgeglaubte leben länger. Vor Jahren glaubte kaum jemand an ein Comeback von Puma oder der Handballermarke Hummel, die mittlerweile in den Schuhregalen “hipper” Turnschuhträger neben Nike und New Balance Platz genommen haben…

Ewige Konkurrenten
Konkurrenz: Gutes Stichwort. Nike ist der unangefochtene Platzhirsch und macht weltweit fast doppelt soviel Umsatz wie Adidas, doch der Aktie, die mit momentan rund 53 Euro weniger kostet als vor zwölf Monaten, fehlte 2016 der “Swoosh”. Sie verlor rund 15 Prozent an Wert und entwickelte sich damit gegensätzlich zum Gesamtmarkt. Zwar konnte die Nike-Aktie nach ihrem Formtief 2016 in den vergangenen sechs Monaten wieder Boden gut machen, doch viele Analysten sind zuversichtlich, dass Adidas im laufenden Jahr den Abstand zum Erzfeind verringern könnte. Vor allem im Wachstumsmarkt Lifestyle-Turnschuhe, also Sportschuhe, die auch Büro- oder Dinner- tauglich sind, gewinnt Adidas Dank Celebrities wie Rapper Kanye West immer mehr Fans. Dessen Designer-Sneakers in limitierter Stückzahl sorgten für einen enormen Hype und klingelnde Kassen in Herzogenaurach.

Ob Adidas dieses Jahr noch nachlegen kann? Keine Frage, nach dem Run im vergangenen Jahr ist das Adidas-Papier zum Stückpreis von rund 160 Euro teurer als ein Paar Nike Air Max. Rorsted muss also morgen liefern und sowohl das eigene Tempo, als auch die Stimmung der Investoren hochhalten.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Die-Aktie-des-Tages-Adidas-von-Miss-boersede/7747290

 

Die Aktie des Tages: Adidas

Nike sucht seinen Swoosh

gdfqlw-lHoHoHo, heute nach dem Glöckchen wirds was geben! Die Swoosh-Legende Nike kommt nach US-Börsenschluss mit Quartalszahlen über den Tisch und wir flüstern euch, ob der Turnschuhfabrikant zurück zu seiner alten Form findet. Oder nicht.

Das Duell: Adidas oder Nike?

Nike! Nenene, nicht so schnell, Sabine. Obwohl ich total an meinen Nike Air Max hänge, versuch ichs doch mal lieber mit Objektivität. Meinungsbildung und so, ihr wisst schon. Also gehen wir das Thema mal journalistisch-analytisch an!

Die Glaubensfrage

Kaum ein Thema gibt in der Fußball-Umkleide mehr Stoff für Zoff als die ewige Frage nach den RICHTIGEN Schuhen. Drei Streifen oder Swoosh? Die Puma-Fraktion verdrückt sich bei solchen Diskussionen ohnehin meistens meinungs- und lautlos.

Die meisten von uns dürften einen klaren Favoriten im Schrank haben und würden ihrem Brand auch nie-nie-niemals untreu werden. Zumindest bis Nike den “Air Jordan X Retro OVO” oder Adidas den “Original YEEZY Boost 750” auf den Markt wirft und wir in einen Loyalitätskonflikt geraten.

Wer denkt sich eigentlich diese Namen aus? Sicher irgendwelche ultra-smarten Brandmanager auf der Suche nach dem nächsten Zungenbrecher… “Ähm, ich hätte gerne ein Paar Cheese-Boots oder so von Adidas”. Alles klar.

Die Fußball-Frage

Schnell beantwortet: Der Punkt geht an Nike. Während Adidas bis auf den FC Bayern mit Hamburg, Schalke und Ingolstadt nur Absteiger ausstaffiert, hat Nike mit Leipzig, Hertha und Eintracht Frankfurt ne ganz gute Sponsoren-Aufstellung am Start.

Die Finance-Frage

Nike ist auf der Suche nach seinem Mojo. 2016 war ein tristes Börsenjahr, in dem die Aktie rund 17 Prozent an Wert verlor. Und damits noch mehr wehtut: Adidas konnte im gleichen Zeitraum 59 Prozent zulegen und zählt damit zu unseren absoluten Börsenlieblingen der letzten 12 Monate.

Nike ist zwar noch immer Weltmarktführer, aber die Konkurrenz schläft nicht. Adidas, Under Armour, aber auch No-Brand-Sneakers von Zara & Co. buhlen um uns Millenials und der nächste Verkaufs-Hit, für den die Fans vor den Nike-Stores ihre Zelte aufschlagen, lässt auf sich warten.

Die Analysten halten sich deshalb mit Kaufempfehlungen zurück und befürchten, dass Nike trotz leicht gestiegener Umsätze auch diesmal nicht liefern kann. Zu wenig Bestellungen, zu groß die Angst vor dem neuen Mr. President Trump. Der hat was gegen US-Firmen, die im Ausland produzieren und könnte Nike schmerzhafte Importzölle aufs Auge drücken die an den Gewinnen knabbern.

And the winner is…Adidas! Oder Under Armour, oder New Balance, oder Puma.. auf jeden Fall sitzt Nike vorerst auf der Ersatzbank und wartet auf bessere Zeiten. Wir nicht! Also ran an die Buttons und *Just do it*!

Nike sucht seinen Swoosh

Die Bringer der Woche: Anpfiff!

SPAINITALY04Und wöchentlich grüßt das Murmeltier…kann man sein Börsen-Leben eigentlich “verwarten”, frage ich mich? So machens jedenfalls die Profi-Trader, bei denen schon seit Wochen Däumchendrehen angesagt ist. Letzte Woche boten die Meetings der Opec (die wichtigsten Öl-Länder der Welt) über eine Begrenzung der Fördermenge und das Treffen der EZB (Europäische Zentralbank) über die Zinspolitik genügend Entschuldigungs-Potential, um Aktien nicht zu kaufen. Niemand wollte sich vor diesen wichtigen Entscheidungen zu weit aus dem Fenster lehnen und so übt unser DAX seit Wochen Wassertreten. Öde Sache!

Doch die Aktienmärkte reagieren nunmal ultra sensibel auf Bewegungen des Ölpreises und der Leitzinsen. Beide Instrumente können Aktienkurse indirekt beeinflussen, weil sie beispielsweise Produktionskosten für Unternehmen erhöhen, oder Firmenanteile wegen höherer Zinsen fürs Sparbuch weniger interessant werden. Letzteres bereitet den Tradern schon seit Monaten Kopfzerbrechen: Wann erhöht die US-Notenbank endlich den amerikanischen Leitzins? Fast wöchentlich schwingt Mrs. US-Notenbank, Janet Yellen, irgendwo eine Rede und die Welt hängt gebannt an ihren roten Lippen. Und jedes Mal läuft der gleiche Film: die Aktienmärkte erstarren vor ihrer Ansprache in gebannter Erwartungshaltung, legen jedes Wort auf die Goldwaage und sind hinterher trotz neurotischem zwischen-den-Zeilen-lesen kein Stück schlauer als vorher.

Heute Abend um 18.30 Uhr unserer Zeit tut sie’s wieder: Janet erzählt beim World Affairs Council of Philadelphia irgendwas mit “vielleicht” oder “vermutlich” und sorgt damit weder für Klarheit, noch Erleichterung. Nervig. Aber so ist das nunmal- an der Börse zählen halt nicht nur die Resultate, die Unternehmen einfahren, sondern auch das Ganze drumherum, das den Erfolg von Firmen irgendwie beeinflussen könnte. Also auch Währungen, Wechselkurse, politischer Kram, Zinsen und..Sportereignisse.

Was für eine Überleitung, hehe. Im Gegensatz zu den Profi-Börsianern warten wir auf Freitag, den Kick-Off der Fußball EM! Und natürlich sitzen wir bis es soweit ist auch nicht passiv-gelähmt vor unseren Smartphones, sondern traden fröhlich weiter! Zum Beispiel Sportaktien wie Adidas, die zu den großen Gewinnern der EM zählen könnten. Die Franken rüsten fast die Hälfte aller Teams mit drei Streifen aus, produzieren den Turnierball und sind einer der Top-Sponsoren. Die Aktie könnte vom Trikot-Boom kräftig profitieren, aber es wäre auch möglich, dass der EM-Effekt schon in den 17 Prozent Umsatz-Zuwachs im ersten Quartal einkalkuliert war.

Bleiben noch Nike und EM-Schmarotzer wie Accor (Hotels), Heineken, oder diverse Fluggesellschaften, die von dem Großereignis profitieren könnten. Genug Stoff, um die Europameisterschaft auch trade-technisch noch spannender zu machen!

Etwas öde, aber diese Woche mega wichtig: Die Hauptversammlung von E.ON, dem Riesen mit Energie-Krisen. Die Aktionäre müssen mit einer 75 prozentigen Mehrheit einer Aufspaltung in zwei Unternehmen zustimmen, damit sich E.ON auf das zukunftsträchtige Ökostrom-Geschäft konzentrieren kann und Tochter Uniper das leidige Kohle- und Gas-Geschäft übernimmt. Ob der Aktienkurs nach der Kernspaltung vielleicht endlich einen Energie-Kick erlebt?

Und jetzt wirds langsam Zeit, dass wir in die Pötte kommen, BUXers! Grill, Panini-Sammelalbum, Wimpel am Auto, Biervorrat- alles gecheckt? Dann platziert jetzt noch eure Sieger-Trades und ab geht’s in eine Woche voller Spiel, Spaß und Spannung.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-anpfiff/

Die Bringer der Woche: Anpfiff!

FC Chelsea befreit sich jetzt auch von Adidas

js-forum-money41Adidas erhöht mal wieder seine Gewinnprognose. Aha. Im Falle des fränkischen Sportartikelherstellers haben wir uns schon so an Rekorde und grandiose Pressemeldungen gewöhnt, dass solche News auch an der Börse kaum noch honoriert werden. Adidas erwartet nun ein Gewinn-Plus von etwa 25 Prozent für das Jahr 2016 und nicht mehr nur 15 bis 18 Prozent. Und was macht die Aktie im Zuge dieser Top-Meldung? Nichts. Rührt sich kaum vom Fleck, das undankbare Ding.

Undankbar ist ein gutes Stichwort, denn einer der Gründe für das auf-der-Stelle-treten der Sportaktie ist der vorzeitige Ausstieg des FC Chelsea aus dem Ausrüstervertrag, der eigentlich noch bis 2023 laufen sollte und dem Fußballclub 38 Millionen Euro in die Kasse spült. Nicht genug, meinen die Engländer und bezahlen gerne ein paar Millionen Abfindung an Adidas, um sich vorzeitig aus dem Vertrag freizukaufen und ihr Glück bei (man munkelt..) Nike oder dem too-cool Brand Under Armour zu suchen. Auch sind die Gentlemen beleidigt, weil Adidas dem FC Bayern 60 Millionen pro Jahr für ein paar verschwitzte T-Shirts bezahlt und Manchester United sogar 95 Millionen kassiert. FC Chelsea ist also gekränkt und nimmt das kleine Lösegeld gerne in Kauf, um sich die Taschen zukünftig mit amerikanischen Dollars vollzustopfen.

Die erwartete Abfindung (genaue Höhe unbekannt) schlägt bei Adidas natürlich kräftig auf die Gewinn-Seite und so kommt es, dass der Sportartikel-Hersteller ohne eigene Verdienste seine Prognose für das laufende Jahr erhöht. Genau das könnte auch der Grund dafür sein, weshalb sich die Börsianer heute nicht massenweise mit Adidas eindecken. Echter Erfolg will eben doch verdient sein und Gewinne aus einer Vertragsauflösung sind nun mal halb so sexy wie Gewinne aus ehrlich verkauften Sneakers.

Aber jetzt ist eure Meinung gefragt. Gönnt ihr Adidas den kleinen Bonus in der Kasse, oder geht ihr mit den Börsenhändlern auf Knauser-Kurs?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/fc-chelsea-befreit-sich-jetzt-auch-von-adidas/

FC Chelsea befreit sich jetzt auch von Adidas

Der DAX im Meetingfieber

12239979_fa9c_1024x2000Versammlungen, Meetings, Konferenzen. Der heutige Tag ist vollgeproppt mit Events der DAX-Unternehmen bei denen neben Häppchen, Schnittchen, Würstchen und Süppchen auch brandheiße News und Gerüchte serviert werden. Solche Tage sind für uns BUXianer echte Leckerbissen, weil die Börsenkurse quasi am Tropf der Firmennachrichten hängen. Ist die Nachrichtenwetterlage positiv und vielleicht sogar irgendwie überraschend, so jumpen die Aktienkurse euphorisch in die Höhe. Gibts dagegen überwiegend schlechte News oder wage Zukunftsausblicke, dann geht der Preis pro Firmenanteil vorübergehend auf Tauchkurs.

Auf der Event-Liste stehen heute die Quartalszahlen von RWE und Zalando zur Frühstücks-Happyhour zwischen 07:00 – und 09:00 Uhr und die Hauptversammlungen von Adidas, BMW und SAP – etwas entspannter ab 10:00 Uhr.

Während die Morgenstunden aufgrund der erwarteten RWE-Verluste und Zalando-Gewinneinbrüche alles andere als Gold im Mund haben könnten, bringt die Afterhour schon etwas mehr gute Vibes aufs Parkett. BMW fuhr 2015 zum 100-jährigen Bestehen einen Gewinn von 6,4 Milliarden Euro ein – ein Plus von zehn Prozent und einen weltweiten Absatzrekord. Kritik hagelt es dagegen von einigen Aktionären für die Elektroauto-Strategie der Bayern. Sie moppern, dass die elektrische Revolution viel zu viel Kohle kostet und nur durch die Verkaufserfolge der großen Benzinschleudern überhaupt finanziert werden kann. Die Verkaufszahlen der BMW i-Elektromodelle sind mit rund 30.000 Exemplaren bislang noch extrem übersichtlich und fallen in der Bilanz keineswegs positiv auf.

Noch stärker könnte der Impact von Adidas heute ausfallen. Herbert Heider, der scheidende Chef der drei Streifen, lädt zu seiner letzten Hauptversammlung und könnte das Podium mit einem wohlverdienten Stagedive verlassen. Der Aktienkurs kletterte in diesem Jahr erstmals über 100 Euro, das Adidas-Papier legte trotzt allgemeiner Aktienmarkt-Schwäche kräftig zu und Mega-Sportereignisse wie die Fussball EM und die Olympiade werden Sportfans zum Kauf Schwarz-Rot-Goldener Fanartikel verführen und in Herzogenaurach kräftig die Kasse klingeln lassen.

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/der-dax-im-meeting-fieber/

Der DAX im Meetingfieber

Adidas: Können die Streifen punkten?

IMG_0447Hey, das könnte ein Top-Börsentag werden! Die amerikanischen und japanischen Indizes Dow Jones und Nikkei sprinteten heute Nacht ein paar Prozentpunkte nach oben und könnten unseren Deutschland 30 heute einen kräftigen Boost geben.

Ein ganz heißer Kandidat für die DAX-Goldmedaille ist für mich Adidas. Mein bayerischer Lokalmatador kündigte schon im Januar an, dass er seine selbstgesteckten Ziele für 2015 übertroffen hat. Endgültige Zahlen legt die Nummer 2 der Sportartikelhersteller (nach Nike) morgen vor Börsenstart vor, doch es gilt schon jetzt als sicher, dass Adidas 12 Prozent mehr Gewinn eingetütet hat, als im Jahr zuvor.

Und was tut ein Sportler, der schon so ziemlich alle Preise abgesahnt hat? Sich auf die Malediven zurückziehen? Neee, er sucht sich ne neue Challenge. So prophezeit Adidas für 2016 ein “Goldjahr”. Mit den Olympischen Spielen in Rio und der Fußball-Europa-Meisterschaft in Frankreich stehen zwei Mega-Sportevents auf der Planung, die Adidas und auch Konkurrent Nike extra Geld in die Kasse spülen werden.

Den Kampf gegen Nike um den wichtigsten Sneaker-Markt USA wird Adidas wahrscheinlich ohne Doping nie für sich entscheiden können. Die Amis kaufen einfach lieber Swoosh als Streifen- eine reine Herzensangelegenheit, die Adidas auch mit den wildesten Marketingstunts nicht beeinflussen kann.

Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Nach dem Motto: Totgesagte laufen länger marschiert die aus den US stammende Adidas-Marke Reebok mit einem Umsatz-Plus von 6 Prozent auf ein neues Rekordergebnis zu. Kurz mal googeln: Reebok. Sind die in den letzten Jahren irgendwie cool geworden? Ich sehe die Fitness-Schlappen mit dem komischen Delta-Dreieck meistens an den Füßen von 40+ Aerobic- Damen… Aber ich muss sagen, so übel sehen die neuen Modelle gar nicht aus und sind zudem deutlich budgetfreundlicher als Nike & Co.

Reebok setzt in den USA auf den Fitness Mega-Trend “CrossFit”, Yoga, Dance und Running. Premium Brands wie Nike und Neuaufsteiger Under Armour können sie mit dieser Strategie zwar nicht ans Bein pissen, aber Adidas freut sich über einen weiteren, gut laufenden, Brand.

Zum Schluss wollen wir natürlich noch wissen, wo bei Adidas der Schuh drückt. Das schwächelnde Geschäft mit Russland und Brasilien sorgt für ein paar Blasen und die wackelige Golfsparte bleibt ein Sorgenkind der Herzogenauracher.

Die kleinen Blessuren können dem Adidas-Aktienkurs jedoch nichts anhaben. Das Papier gewann in diesem Jahr als einziger DAX-Kandidat gut 9 Prozent, innerhalb der letzten 12 Monate sogar 43 Prozent. Ach hätte ich nur..Aber gut, es ist nie zu spät für einen guten Trade, oder? Wer von euch drückt zusammen mit mir auf “Pfeil nach oben” für Adidas?

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/adidas-koennen-die-streifen-punkten/

Adidas: Können die Streifen punkten?