Gold: Kommt jetzt das Comeback?

gold-598378_960_720Im Juli jagt ein Geburtstagsfest das nächste: nach dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), der am 1. Juli 2017 drei Jahre alt wurde, feierte auch die beliebteste Goldmünze der Deutschen, der Krügerrand, diesen Monat ein Jubiläum. Vor 50 Jahren, am 3. Juli 1967 stanzte die afrikanische Münzprägeanstalt den ersten Springbock ins Edelmetall.

Das Wahrzeichen der Kultmünze hat bis heute nichts von seinem Glanz verloren, ganz im Gegenteil. Weltweit haben Sammler und Steuertrickser bis dato rund 60 Millionen Krügerrand gekauft. Wer 1967 in weiser Voraussicht 1oz Krügerrand zum Preis von damals umgerechnet rund 18 Euro erwarb, hatte einen wahrhaftig goldenen Riecher, denn heute liegt der Preis für 33,93 Gramm bei rund 1100 Euro.

Die Goldkenner unter Ihnen wundern sich vielleicht über die eigenartige Maßeinheit des Krügerrand. Eine Feinunze Gold entspricht doch 31,10 Gramm und nicht 33,93 Gramm? Wird da etwa bei der Goldschmelze geschummelt? Ich kann Sie beruhigen: Sie bezahlen tatsächlich nur für den Goldanteil. Das Restgewicht entfällt auf eine dünne Kupferlegierung, die das Sammlerstück widerstandsfähiger macht und somit den Wiederverkaufswert erhöht.

Gold ist seit Jahrzehnten der “Dauerbrenner” bei vielen Anlegern. Doch die aktuelle Preisentwicklung stimmt nachdenklich…

Erst hui, dann pfui

Eigentlich funktioniert das so: Politische Überraschungen wie der Brexit oder die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten verunsichern Investoren, die als Konsequenz den “sicheren Hafen Gold” ansteuern. Der Preis für das Edelmetall steigt. Tut er aber nicht! Und das, trotz aller geopolitischer Unsicherheiten! Anfang der Woche sackte der Goldpreis sogar auf den tiefsten Stand seit vier Monaten. Eine Feinunze verbilligte sich zeitweise um 0,6 Prozent auf 1.205 Dollar. Noch Anfang Juni sah es danach aus, als würde der Preis über die Marke von 1.300 Dollar steigen. Seit Mitte Juni hat Gold rund sieben Prozent an Wert verloren. Wie kommt es, dass die Gleichung “Gold = Krisenwährung” momentan nicht mehr aufgeht?

Zittern vor den Zinsen

Der Spaßverderber ist schnell gefunden: Die aktuelle Zinspolitik vieler Zentralbanken macht dem Goldpreis schwer zu schaffen. In Europa, Amerika und einigen anderen Ländern steht das Ende der jahrelangen Geldschwemme bevor. Kredite und Darlehen zum Nulltarif könnten schon bald Geschichte sein, da die Notenbanken vorsichtig an der Zinsschraube ziehen. Geld auf “Pump” wird dadurch teurer, aber im Gegenzug gibt’s auch wieder Rendite auf Sparbuch & Co. Deshalb fürchten viele Gold-Fans momentan, dass Anleger ihr Vermögen umschichten könnten: raus aus dem Gold, rein in festverzinsliche Geldanlagen. Als Konsequenz könnten zinslose Investitionen wie Edelmetalle an Glanz und Wert verlieren.

Die Nullzinsphase spielt Goldsuchern in die Hände, eine Zinserhöhung wirkt sich meist negativ auf die Goldpreisentwicklung aus.

Goldrausch 2.0?

Eine steigende Inflation bringt den Goldpreis dagegen gewöhnlich in Schwung, da das Edelmetall ein Wertaufbewahrungsmittel par excellence ist. Papierwährungen wie der Dollar verlieren dann an Kaufkraft, die von Gold steigt oder bleibt gleich. Doch momentan herrscht auch hier “verkehrte Welt”: die steigenden US-Zinsen belasten den Goldpreis, zumal die Inflation weiter sinkt. So ist die US-Inflationsrate im Mai auf 1,9 Prozent zurückgegangen. Damit steigt der Realzins, weshalb die Notierung des Edelmetalls zusehends unter Druck kommt.

Die große Frage lautet nun: Wird das Edelmetall seine alte Rolle als “sicherer Hafen” zurückerobern? Auch wenn wir nicht in die “Glaskugel” blicken können, so gibt es doch Anhaltspunkte, die für ein langfristiges Gold-Investment sprechen. Die aktuelle “Krisenresistenz” vieler Anleger könnte temporärer Natur sein. Sprich: Wenn die Anlegerwelt keine Krisen wahrnimmt, ist auch der sichere Hafen nicht mehr gefragt. Aber die nächste Krise kommt bestimmt und mit ihr auch ein eventueller, neuer Goldrausch.

Auch dürfen wir nicht vergessen, dass Gold trotz der momentanen Zinssorgen und Preisschwankungen ein Sachwert ist, der eine sinnvolle Ergänzung für jedes Depot darstellt. Gold ist knapp, Gold ist begehrt. Und wird es immer bleiben. Wenn Sie auf “Nummer sicher” gehen wollen, empfehlen wir ein Basisinvestment in risikoarme und zugleich renditestarke Aktien-Anlageformen, wie z.B. den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), ergänzt um Gold und etwas “Cash” als Rückhalt. Mit diesem Anlage-Mix liegen Sie immer goldrichtig!

boerse.de

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Daimler: Die Schockmeldung des Tages!

mercedes-engine-2100359_960_720.jpgWer hätte das gedacht: Medienberichten zufolge hat Daimler möglicherweise mehr als eine Million Fahrzeuge mit manipulierten Abgaswerten verkauft. Auf dem Prüfstand machen die Motoren einen blitzsauberen Eindruck, doch sobald die Wägen wieder auf die Straße rollen, schaltet sich die Schadstoffreinigung weitgehend aus. Die getürkten Autos stoßen in Folge weit mehr schädliche Abgase aus, als gesetzlich zugelassen ist.

Daimlergate?
“Gate” ist seit der berühmten Watergate-Affäre das wohl meist verwendete Skandal-Suffix. Ich finde, Daimler hat sich sein eigenes “-gate” redlich verdient! Die Saubermänner aus Stuttgart beharrten monatelang auf ihre weiße Weste und wenn WDR, NDR und “Süddeutsche Zeitung” nicht am Ball geblieben wären, würde sich Daimler-Chef Dieter Zetsche noch immer in seinen Walrossbart lachen. Die Journalisten erhielten Einsicht in den Durchsuchungsbeschluss des Landgerichts Stuttgart, der Grundlage für die Razzia bei Daimler im Mai 2017 war.

Aus dem Dokument geht hervor, dass der Autobauer von 2008 bis 2016 in Europa und den USA Fahrzeuge mit einem unzulässig hohen Schadstoffausstoß verkauft haben soll. Möglicherweise sind über eine Million Autos und Kleintransporter mit den Motoren OM 642 und OM 651 betroffen, die Daimler auch in Fahrzeugserien von Mercedes-Benz eingebaut hat.

Doch nicht bei uns!

Herbst 2015
Volkswagen steckt mitten im Dieselgate-Sumpf. Nach Bekanntwerden des Skandals rund um VW distanziert sich Daimler schon mal prophylaktisch von Tricksereien aller Art. Wörtlich sagte Daimler-Chef Zetsche zu diesem Zeitpunkt:  „Bei uns wird nicht betrogen, bei uns wurden keine Abgaswerte manipuliert.“

Januar 2016
Die DUH (Deutsche Umwelthilfe) testet zwei Fahrzeuge der aktuellen C- und B-Klasse und kritisiert, die “mangelhafte” Abgasreinigung und eine starke Abweichung der Stickoxidwerte. Die DUH verklagt Daimler daraufhin wegen irreführender Werbung, doch das Gericht weist die Anschuldigungen im Juni 2017 zurück.

Dezember 2016
Auch in den USA werden Vorwürfe gegen Daimler laut: Mercedes-Käufer reichen bei Gericht eine Sammelklage gegen Daimler wegen unzulässiger Werbeaussagen für Blue-Tec-Dieselmotoren ein. Der Autohersteller soll Kunden mit geringeren Schadstoffwerten gelockt haben, als tatsächlich gemessen. Die Klage wurde abgewiesen.

Mai 2017
Ein 200-Mann-Aufgebot der Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht mehrere Daimler-Standorte. Die Razzia scheint erfolgreich gewesen zu sein, denn das dabei sichergestellte Beweismaterial bildet die Grundlage für die aktuellen Anklagepunkte gegen zwei (unbekannte) Daimler-Bauernopfer, ähm, Mitarbeiter: Betrugsverdacht und irreführende Werbung.

Alles halb so wild!
Der Aktienkurs des Autoherstellers verlor nach Bekanntwerden der Anschuldigungen am Vormittag “nur” rund ein Prozent an Wert. Vielleicht sind die meisten Investoren mittlerweile Dieselgate-resistent und Daimler profitiert davon, nur einer von vielen Konzernen zu sein, denen Abgasmanipulationen vorgeworfen werden? VW war 2015 der erste Autobauer auf der Anklagebank. Damals reagierten die Anleger noch schockiert: die Volkswagen-Aktie verlor zeitweise über 20 Prozent an Wert.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Daimler-Die-Schockmeldung-des-Tages-von-Miss-boersede/7787754

Südzucker: Das schmeckt nach mehr!

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candy-1678933_960_720.jpgHeute berichte ich Ihnen von einer Aktie aus der zweiten Reihe, die eine Sünde wert sein könnte: Südzucker. Der MDax-Wert legt morgen Q1-Zahlen vor und Investoren interessiert natürlich brennend, ob die Zuckerbranche Zukunftspotential hat, oder ob sie sich besser heute als morgen von der Aktie verabschieden sollten.

Bitterer Nachgeschmack

Noch vor einem Jahr zählte die Südzucker-Aktie zu den Lieblingen vieler Börsianer, denn das Papier sprintete von ihrem Kurstief bei 12,77 Euro (Februar 2016) auf 25,45 Euro (Oktober 2016) und  zählte damit zwischenzeitlich zu den Top-Performern im Index mittelgroßer Werte. Steigende Zuckerpreise motivierten den Konzern, die eigene Jahresprognose zu erhöhen und bestärkten Investoren darin, in Südzucker zu investieren. Im vergangenen Geschäftsjahr verdoppelte der Konzern das operative Ergebnis nahezu auf 426 Millionen Euro (Vorjahr: 241 Millionen). Das MDax-Mitglied setzte 2016/2017 insgesamt 6,5 Milliarden Euro um nach 6,4 Milliarden im Vergleichszeitraum.

Doch mit den Monaten schmolzen die anfänglichen Gewinne dahin, wie ein Zuckerhut über der Feuerzangenbowle: die Aktie verbuchte seit Jahresbeginn ein Minus von 18,77 Prozent und einige Experten fürchten, dass das dicke Ende noch bevorsteht. Schuld am wachsenden Pessimismus ist die enorme Abhängigkeit des Lebensmittelkonzerns von den stark schwankenden Zuckerpreisen, die Ende Juni mit rund 394 Euro je Tonne den niedrigsten Stand seit 16 Monaten erreichten.

Ein Produkt, viele Geschäftsfelder

Sinkende Weltmarktpreise für das “weiße Gold” haben zwei Ursachen: die abnehmende Nachfrage und Spekulanten, die auf eine Fortsetzung des Preisverfalls wetten. Südzucker versucht sich mit einem möglichst diversifizierten Produktangebot gegen mögliche Marktschwankungen abzusichern. Der weltgrößte Zuckerkonzern gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Zucker, Spezialitäten (z.B. Tiefkühlprodukte), Fruchtzubereitungen und die Bioethanolproduktion.

Während die weltweite Nachfrage nach raffiniertem Zucker und “ungesunden” Lebensmitteln wie TK-Pizza oder Ketchup, die viel “leere Kalorien” enthalten sinkt, steigt der Bedarf an Bio-Kraftstoff. Südzucker-Tochter CropEnergies macht mit der Erzeugung von Bioethanol gute Geschäfte, wie die heute vorgelegten Zahlen beweisen. CropEnergies steigerte den Umsatz in Q1 um 38 Prozent auf 231 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Ein willkommenes “Zuckerl” für die Mannheimer Mutter…

Revolution im Schlaraffenland

Im Oktober kommt Bewegung ins Schlaraffenland: die revolutionäre Abschaffung der EU-Quotenregelung wird die jahrzehntelange Planungssicherheit der Branche bezüglich Produktionsmengen- und Preisen gefährden. Wenn die Quote wegfällt, dürfen Zuckerrübenbauern pflanzen und ernten was das Feld hergibt. Auch der Preis und die Exportmenge sind dann nicht mehr reguliert. Diese Entwicklung sorgt zum einen dafür, dass der Wettbewerb durch eine steigende Produktion zunimmt und die Preise weiter fallen könnten. Zum anderen trennt sich aufgrund der Deregulierung auch die Spreu vom Weizen: die Zuckerhersteller, die es sich leisten können, werden expandieren und noch mehr Felder bewirtschaften als momentan. Den Unternehmen aber, die nicht über die nötigen Energiereserven verfügen, könnte diese Entwicklung bittere Verluste bescheren.

Wir von boerse.de überlassen die “Nervennahrung” gerne ausgehungerten Spekulanten und konzentrieren uns lieber auf Aktien mit einem ausgezeichneten Chance-Risiko-Profil, die bei überdurchschnittlichen Renditen geringe Rückschläge aufweisen. Generell ist dies ein Kennzeichen der Nahrungs- und Genussmittelbranche, denn Gegessen und Getrunken wird bekanntlich immer. Südzucker ist da allerdings eine Ausnahme, denn die starke Abhängigkeit vom Kernprodukt Zucker, schwankenden Marktpreisen und Regularien machen den Wert zu einem spekulativen Investment.

Ein ganz anderes Bild zeichnet dagegen Branchenkollege und boerse.de-Top-Defensiv-Champion Nestlé: der schweizer Nahrungsmittelkonzern ist wesentlich breiter aufgestellt als Südzucker, profitiert als Abnehmer von fallenden Zuckerpreisen und zeichnet sich durch eine besondere Defensiv-Stärke aus. Profitieren Sie mit! Das geht ganz einfach mit einem Investment in den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), der auch in Nestlé investiert und innerhalb der vergangenen drei Jahre +46,3 Prozent Gewinn erzielte. So lasse ich mir Erfolg schmecken!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick

1b96b3ac02045e3cf60bda54462dcd39Während die meisten von uns vergangene Woche bei hochsommerlichen Temperaturen im Auto, Liegestuhl oder Büro schwitzten, kamen die Börsenbarometer Dax und Dow Jones kaum über die Nullgrad-Marke. Genauer gesagt verbuchten sowohl unser heimischer Leitindex (+ 0,5 Prozent, 12.388 Punkte) als auch die Wall Street (+ 0,33 Prozent, 21.414 Punkte) lediglich minimale Gewinne auf Wochensicht.

Marktbeobachter rätseln, ob es sich bei der momentan sehr zögerlichen Entwicklung um ein “Sommerloch”, oder den Anfang einer anhaltenden Kurs-Flaute handelt. Auch wir werden auf diese Frage keine endgültige Antwort finden – die gegenwärtigen Signale und Einflussfaktoren sind einfach zu konträr. Investoren sorgen sich um den wirtschaftspolitischen Weltfrieden und die Zinspolitik der Notenbanken. Gleichzeitig kommen positive Signale von Seiten der Industrie und dem Arbeitsmarkt: deutsche Unternehmen haben die Produktion entgegen der Marktprognose (+0,3 Prozent) im vergangenen Monat um 1,2 Prozent hochgeschraubt. Der Motor brummt, doch momentan spiegelt sich die florierende, deutsche Konjunktur nur bedingt in der Kursentwicklung des Dax wider. Etwas enthusiastischer reagierte die Wall Street vergangenen Freitag auf die durchwegs positiven US-Jobdaten. Im Juni entstanden deutlich mehr neue Stellen als erwartet – ein gutes Signal für die amerikanische Wirtschaft und die Aktienmärkte.

Viele Anleger fragen sich momentan, was wohl das Beste ist: Gewinne versilbern, abwarten oder einsteigen? Wir von boerse.de zählen nicht zu den notorischen Schwarzsehern, die hinter jedem Kursverlust einen Crash wittern: was wirklich zählt, sind langfristige Gewinne. Kleine Rücksetzer sind schmerzhaft und das “Aussitzen” vorübergehender Flauten erfordert starke Nerven, macht sich aber “bezahlt”. Unser Mantra in schwierigen Zeiten lautet: “Dax und Dow gewinnen im Mittel 9 Prozent pro Jahr”. Eine beruhigende Tatsache, finden Sie nicht?

Wagen wir trotz der aktuellen Schwäche doch mal einen Blick auf die potentiellen Kurstreiber dieser Woche:

Aurelius

Investoren der Beteiligungsgesellschaft mussten dieses Jahr entweder stoisch oder tief-gläubig sein. Ende März halbierte sich der Kurswert der Aurelius-Aktie innerhalb weniger Stunden auf ein Rekordtief von 34,55 Euro. Schuld daran waren Zweifel einer Research-Firma am Substanzwert des Unternehmens. Diese Skeptiker dürften am Freitag eines Besseren belehrt worden sein: Aurelius erhöhte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr von 500 Millionen auf  650 Millionen Euro. Die Aktie feierte das Comeback mit einem Kursplus von zeitweise über sechs Prozent. Hoch und runter, immer munter – spannend, aber kein Attribut, das Aurelius zum boerse.de-Champion krönen würde.

Dienstag:
Coca Cola-Konkurrent und Knabberartikel-Hersteller PepsiCo könnte mit der Präsentation seiner Q2-Zahlen für Erfrischung sorgen.

Mittwoch:
US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen liest uns abends aus ihrem Fed-Beige-Book vor. Kein Thriller aber eine recht aufschlussreiche Lektüre wenn man sich für die künftige Zinspolitik der USA interessiert.

Donnerstag:
Ist die Südzucker-Aktie eine Sünde wert? Am Donnerstag wird sich zeigen, ob die Naschkatzen im ersten Quartal genug Appetit hatten. Auch die wegfallenden Regulierungen auf dem Zuckermarkt könnten dem Titel pfundige Chancen bescheren.

Freitag:
Zahltag! Können die US-Banken JPMorgan, Citigroup, Wells Fargo mit einem positiven Saldo im zweiten Quartal punkten?

Die Bilanzsaison steht in den Startlöchern, der Dax witterte mit einem Plus von rund 0,4 Prozent zu Handelsbeginn Morgenluft und sogar der Ölpreis startet leicht erholt in die Woche. Alles positive Signale, die Sie zu einem Einstieg ermutigen sollten! Passend dazu finden Sie im aktuellen boerse.de-Aktienbrief 34 Kauf- bzw. Nachkaufsignale, die 400. boerse.de-Aktienbrief-Ausgabe, können Sie gratis und unverbindlich hier downloaden.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

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Tesla: Das sollte Anleger misstrauisch machen!

match-1063868_960_720Ob Tesla-Chef Elon Musk entspannt den US-Nationalfeiertag am Dienstag genießen konnte? Wohl eher nicht, denn die Nachricht, dass der E-Auto-Pionier sein Produktions-Soll nur um Haaresbreite erreichte, beunruhigte die Aktionäre. Viele hätten das Tesla-Papier wahrscheinlich bereits am Feiertag auf die Verkaufsliste gesetzt, doch auch die Börse macht ab und zu mal ein Päuschen und deshalb kam das “dicke Ende” erst gestern. Die Tesla-Aktie verlor rund vier Prozent an Wert.


“Was solls?” fragen sich jetzt vielleicht einige Fans der E-Aktie. Eine kleine Korrektur nach rund 66 Prozent Kursgewinn innerhalb eines Jahres ist doch kein Beinbruch, oder? Doch das Signal, das Tesla mit dem knapp erreichten Produktionsziel von 47.100 Stück im ersten Halbjahr 2017 (angepeilt waren 47.000 bis 50.000 Wägen) sendet, stimmt einige Marktbeobachter misstrauisch.

Tesla mit Ladehemmung

Lieferengpässe sind in der jungen Historie des Börsenlieblings nichts Neues. Bereits vor gut einem Jahr verfehlte Tesla die selbstgesteckten Ziele und seitdem geriet Musk wegen seiner zu ambitiösen Vorgaben immer wieder in die Kritik. Doch die Schuld sucht der Multimilliardär gerne bei anderen: mal sind es Zulieferer, mal die Batterien oder die Autopilot-Hardware, die die Produktion hinken lassen. Was Tesla fehlt, ist das Know-How und die jahrzehntelange Erfahrung “altmodischer” Autobauer wie BMW oder VW, bei denen Engpässe trotz viel höherer Volumina kaum vorkommen.

Der Volks-Tesla soll’s richten

Obwohl Elon Musk’s Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 65 Milliarden Dollar mittlerweile mehr wert ist als BMW, macht Tesla noch keinen Cent Profit. Die Münchener sind dagegen mit einem Gewinn von 6,9 Milliarden Euro (2016) hoch rentabel und verkauften rund 30 mal so viele Autos wie der E-Auto-Pionier. Keine gesunde Basis, doch wie so oft, wird an der Börse die Zukunft gehandelt. Investoren glauben an Musk, seine Visionen und den durchschlagenden Erfolg des “Model 3”, dem ersten Mittelklassewagen der Amerikaner.

Am Freitag sollen die ersten Volks-Teslas vom Band rollen. Angesichts der 400.000 Vorbestellungen für den rund 35.000 Dollar teuren Mittelklasse-Tesla dürfte Musk ziemlich unter Strom stehen. Der Erfolg des Model 3 könnte für Tesla zukunftsentscheidend sein, denn wenn der “Volks-Stromer” kein Verkaufshit wird oder Kunden zu lange auf ihre Bestellung warten müssen, gewinnen Hersteller der “Old-Economy” einen gewaltigen Vorsprung. Doch selbst wenn Model 3 liefern kann, zweifeln Insider an dessen kommerziellem Erfolg. Die große Frage lautet: wie kann Tesla mit günstigen Autos viel Geld in einem hart umkämpften Marktsegment verdienen, wenn dieses Kunststück nicht mal in der Oberklasse gelingt, in der Tesla quasi allein auf weiter Flur ist?

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

ThyssenKrupp schmilzt das Stahlgeschäft ein

luck-castle-555819_960_720ThyssenKrupp ohne Stahl – das ist wie Beiersdorf ohne Nivea, wie Heinz ohne Ketchup. Ein gigantischer Traditionsbruch und die Abwende vom einstigen Kernprodukt. Doch der Strategieschwenk scheint unausweichlich. Medienberichten zufolge arbeitet ThyssenKrupp an der Abspaltung seines stählernen Kerns und bereitet die Fusion der Sparte mit dem indischen Rivalen Tata Steel vor. Börsianer wittern bereits Morgenluft im Ruhrpott: Gestern sprang die ThyssenKrupp-Aktie mit Plus 4,92 Prozent an die Dax-Spitze.

Schluss mit Stahl

Seit über einem Jahrhundert dreht sich bei den Essenern alles um das harte Eisen. Doch Geld verdient ThyssenKrupp mit seinem ehemaligen Brot-und-Butter-Geschäft schon seit Jahren nicht mehr. Chinesischer Billigstahl sabotiert die Marktpreise, sorgt für Überkapazitäten der deutschen Werke und eine unsichere Unternehmensperspektive. Lang genug hat Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger Nerven aus Stahl bewiesen und an der defizitären Sparte festgehalten, doch das immerwährende Risiko von Marktschwankungen fordern ihren Tribut.

Hiesinger will sich nicht mit immer neuen Sparprogrammen knapp über Wasser halten, sondern seinen Konzern dauerhaft auf Erfolgskurs trimmen. Zum Beispiel durch den Ausbau zukunftsweisender Unternehmensbereiche wie Aufzüge, Komponenten für Autobauer und Industrieanlagen. Die Stahl-Altlasten sollen gänzlich aus der Bilanz von ThyssenKrupp verbannt werden, um mit “weißer Weste” von Vorne zu beginnen.

Indian Summer

Marktbeobachter rechnen damit, dass die Fusion zwischen Tata Steel und der Stahlsparte von ThyssenKrupp schon im Sommer in trockenen Tüchern ist. “Schon”? “Endlich” wäre vermutlich die passendere Wortwahl, denn die Verhandlungen mit den Indern sind seit fast einem Jahr im Gange. Ein Tauziehen, das den rund 27.000 Beschäftigten in Thyssens Stahl-Sparte schwer auf dem Magen schlägt, denn eine “Verschmelzung” mit Tata Steel würde den Verlust tausender Arbeitsplätze bedeuten. Über das Schicksal der Kumpels wird derzeit an Tata-Standorten in Mumbai, London und den Niederlanden verhandelt und Hiesinger plant noch im Juli ein Treffen mit Tata-Chef Natarajan Chandrasekaran um auszuloten, ob und wann der Deal über die Bühne geht.

Für die Stahlkocher besteht jedoch auch im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen mit Tata wenig Grund zur Hoffnung: Hiesinger kündigte bereits harte Sparmaßnahmen an und wird – sollte die Fusion mit Tata nicht zustande kommen – Ausschau nach einem neuen Kaufinteressenten halten.

10-Jahres-Chart der Thyssenkrupp-Aktie

Liebe Leserinnen und Leser, ein kurzfristiger Kursgewinn der ThyssenKrupp-Aktie sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Papier, das heute rund 25 Euro wert ist, vor zehn Jahren noch zum Preis von 44 Euro gehandelt wurde. Zwischenzeitlich mussten Anleger eine anstrengende Berg-und-Talfahrt “ihrer” Aktie ertragen, die ihnen Nerven aus Stahl abverlangte. Wenn Sie ruhiges Fahrwasser bevorzugen, dann sehen Sie sich doch mal den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) an. Unser Geburtstagskind feiert diese Woche sein Dreijähriges und überzeugt mit einer Performance von über 46 Prozent Plus seit dem Handelsstart am 1. Juli 2014. Happy Birthday!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick: Sunny side up!

eggs-1694991_960_720So turbulent die vergangene Juniwoche war, so ruhig sind die Wetteraussichten für die ersten Juli-Tage. Ich will ja nicht gleich von “Sommerloch” sprechen, aber die Finanzagenda ist bis auf wenige potentiell kursbewegende Termine eher spärlich bestückt. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir den Märkten den Rücken kehren sollten, ganz im Gegenteil: oft ist es so, dass sich die größten Überraschungen dann ereignen, wenn niemand damit rechnet. Über die Geschehnisse der kommenden Tage verrate ich Ihnen jetzt mehr…damit Sie gut vorbereitet in die Woche starten.

Highlights vergangener Woche:

 

  • Kleines Dax-Sommertief

 

Ein Wochenverlust von 3,21 Prozent auf 12.325 Punkte sorgt bei kurzfristig orientierten Anlegern zwar für Verdruss, doch langfristig denkende Investoren und treue boerse.de-Leser dürfte so ein kleiner Dämpfer wohl kaum aus der Ruhe bringen, denn wir alle wissen: jede Korrektur wird aufgeholt und Dax und Dow Jones erwirtschaften im Mittel 9 Prozent Rendite pro Jahr. Sowohl die historische, als auch die gegenwärtige Kursentwicklung der Indizes liefert dafür den besten Beweis: Dax und Dow liegen momentan mit 7,35 Prozent bzw. 8 Prozent Rendite seit Januar fast gleich auf. Und das Jahr ist noch jung!

 

  • Vapiano und Delivery Hero

 

Zwei Newcomer, eine Branche. Vapiano (italienische Restaurantkette) und Delivery Hero (Essens-Lieferdienst) kommen aus dem Gastro-Segment und sind seit vergangener Woche im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse gelistet. Noch ist es zu früh um darüber zu urteilen, ob die IPOs eine Erfolgsgeschichte werden. Doch eines ist jetzt schon klar: beide Foodie-Unternehmen konnten so richtig absahnen. Vapiano sammelte 184 Millionen ein, Delivery Hero genehmigte sich ganze 996 Millionen Euro. Ob sich diese Woche

 

  • Bayer bereitet Kopfschmerzen

 

Das Dax-Schwergewicht Bayer hätte vergangenen Freitag mindestens eine Aspirin vertragen können, denn der Chemie- und Pharamriese hing ganz schön in den Seilen. Eine Gewinnwarnung aufgrund des schwächelnden Brasilien-Geschäfts schockte die Bayer-Anleger, die die Aktie mit zeitweise Minus vier Prozent auf die Verkaufsliste setzten. Auch heute steht Bayer wieder im Mittelpunkt der Investoren, denn eine Investmentbank stufte den Titel aufgrund der instabilen Geschäftsentwicklung in Brasilien von “Buy” auf “Hold” herab und senkte das Kursziel von 121 Euro auf 118 Euro. Keine erfreuliche Diagnose für unseren Dax-Patienten!

Highlights dieser Woche:

 

  • Montag:

 

Großer Zahltag für die Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW. Für die Gesamtsumme von 23,6 Milliarden Euro kaufen sich die Unternehmen von der Verantwortung für ihren Atommüll frei. Damit geht die Verantwortung für die Zwischenlagerung, die Suche, den Bau und den Betrieb eines Endlagers für hochradioaktiven Abfall auf den Staat über. Viel Geld, doch glücklicherweise erwarten die Stromlieferanten im Gegenzug auch ein hübsches Sümmchen von der Regierung zurück: Immerhin 6,3 Milliarden Euro an unrechtmäßig erhobenen “Kernbrennstoffsteuern” bekommen die Energieversorger vom Fiskus erstattet.

 

  • Dienstag:

 

An der Wall Street bleiben die Bürgersteige hochgeklappt. Aufgrund des Independence-Day wird an der New Yorker Börse nicht gehandelt und somit sind von Seiten der USA Anfang der Woche wenig Impulse zu erwarten.

 

  • Mittwoch, Donnerstag und Freitag:

 

Konjunkturdaten und Zinsen: ein “langweiliges” Duo, sollte man meinen. Doch die beiden sind eng miteinander verwoben und können das Geschehen an den Märkten maßgeblich beeinflussen. Positive Daten lassen darauf schließen, dass sich die Wirtschaft eines Landes gut entwickelt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbank “mutig” an der Zinsschraube dreht. Deshalb warten viele Marktteilnehmer mit Spannung auf die wichtigsten Konjunkturtermine der Woche: den Auftragseingang der deutschen Industrie im Mai am Donnerstag und die Industrieproduktion am Freitag. Zudem wird, ebenfalls am Donnerstag, das EZB-Sitzungsprotokoll veröffentlicht. In den USA könnten die für Freitag geplanten Arbeitsmarktdaten für Aufsehen sorgen. Fallen diese positiv aus, so erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank dieses Jahr tatsächlich dreimal an der Zinsschraube dreht. Gut für Sparer, beängstigend für Aktionäre, die eine Kapital-Umschichtung in Richtung festverzinsliche Wertpapiere fürchten.

Liebe Leserinnen und Leser, glauben Sie nicht den Crash-Propheten, denn Aktien bieten trotz so mancher Korrekturen ungleich große Renditechancen. Sichern Sie sich deshalbnoch heute den boerse.de-Aktienbrief, den Sie gratis testen können und sogar noch ein Geschenk von uns erhalten: den brandaktuellen Sonderreport „Die Sommer-Champions 2017! Darin lesen Sie alles über die heißesten Champions-Aktien für die kommenden Monate, mit denen Sie jede Sommerflaute elegant umschiffen.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Delivery Hero geht an die Börse: Verbrennen Sie sich nicht die Finger!

press-photos-office-reception (1)Und täglich grüßt…nein, nicht das Murmeltier, sondern ein neuer Börsengang. Nach Vapiano am Dienstag muss morgen Delivery Hero liefern. Zwei IPOs in einer Woche und dazu noch aus der gleichen Branche das ist in Zeiten, in denen sich immer weniger deutsche Unternehmen aufs Parkett wagen eher ungewöhnlich. Schätzungen zufolge gehen 2017 hierzulande insgesamt nur 15 Firmen an die Börse. Weltweit waren es dagegen allein im ersten Halbjahr über 772 Neuemissionen. Deutschland backt zwar kleinere Brötchen als der Rest der Welt, aber vielleicht die qualitativ besseren? Bis jetzt noch nicht. Nachdem der Aktienkurs des Börsenneulings Vapiano am Dienstag kurz hochkochte, fiel er im Handelsverlauf unter den Ausgabepreis und stagniert seitdem auf ähnlichem Niveau. Ob dem Essens-Lieferdienst Delivery Hero ein ähnliches Schicksal droht?

Der Rocket Internet Sprössling

Was haben die meisten Börsengänge dieser Tage miteinander gemein? Sie schreiben rote Zahlen. So auch Delivery Hero, eine Beteiligung des (ebenfalls defizitären) Start-up Investors Rocket Internet. Das 2011 gegründete Unternehmen hinter den bei Konsumenten eher bekannten Marken “Foodora”, “Pizza.de” und “Lieferheld” setzte im vergangenen Jahr knapp 300 Millionen Euro um und schrieb 200 Millionen Euro Verlust. So überrascht es auch nicht, dass ein Großteil der IPO-Erlöse von knapp einer Milliarde Euro nicht in den Ausbau des Geschäfts, sondern in den Abbau der Schulden gesteckt wird. Das ansich ist paradox. Ich dachte immer, man kauft Aktien, um vom Erfolg eines Unternehmens zu profitieren und nicht, um dessen Defizite zu kompensieren?

Ob Delivery Hero jemals den Hunger der Investoren stillen wird, ist fraglich. Das Erlösmodell des Lieferdienstes basiert auf Provisionen, die die Webseiten des Unternehmens von angeschlossenen Restaurants erhalten. Bestellt ein Kunde Pizza beim Italiener über Pizza.de, dann klingelt bei Delivery Hero die Kasse. Naja, das ist vielleicht etwas übertrieben, denn da Foodora, Lieferheld und Pizza.de als reine Essens-Vermittlungsplattform fungieren sind die Margen so gering, dass sich das Geschäft nur sehr knapp rechnet. Folglich lautet das Geheimrezept: Wachstum. Doch die teuer erkauften Marktanteile werden sich möglicherweise auf Dauer nicht rechnen, denn im Gegensatz zu anderen Branchen trägt “Größe” im Liefergeschäft nicht dazu bei, die Margen zu erhöhen. Das Geschäft mit den Online-Essensbestellungen ist ein wahrhaft hartes Brot.

Schlaraffenland oder Schlachtfeld?

Noch übler wird der Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass der Markt für Lieferdienste weder neu, noch einfach ist. Schon seit vielen Jahren buhlen Konkurrenten wie die britische (profitable!) Firma Just Eat oder das niederländische Unternehmen Takeaway (“Lieferando”) um die Gunst hungriger Kunden. Keine Frage: Mit der Bequemlichkeit vieler Städter lässt sich ordentlich Geldverdienen. Das haben aber auch mächtige Branchen-Neulinge wie Amazon oder Uber erkannt, die neben Paketen und Fahrgästen jetzt auch Essen bzw. Lebensmittel ausliefern und mit ihrer Marktmacht Neueinsteigern die Butter vom Brot nehmen könnten.

Gegessen wird immer. Geliefert auch?

Vielleicht. Das gilt allerdings nur für wirtschaftlich florierende Länder wie Deutschland. Denn wenn das Haushaltsgeld kaum ausreicht, um Lebensmittel beim Discounter zu kaufen, ist die Sushi-Bestellung ein utopischer Luxus. Das bedeutet für Liebhaber von “Foodie-Aktien”: Investieren Sie lieber in langfristig orientierte Marken mit soliden Geschäftsmodellen und schwarzen Zahlen, wie zum Beispiel Nestlé. Der boerse.de-Top-Defensiv-Champion ist diese Woche aufgrund der geplanten Verkäufe von Anteilen an L’Oreal in aller Munde und erzielte seit Jahresbeginn eine Rendite von 13,46 Prozent. Auch zählt die Nestlé-Aktie aufgrund ihres unterdurchschnittlichen Risikos und der attraktiven Gewinne quasi zum Inventar unserer Aktienbrief-Empfehlungen und bescherte treuen Lesern, die den 35 Empfehlungen gefolgt sind, im Mittel über 136 Prozent Kursgewinn. Sicher Sie sich noch heute Ihr Aktienbrief-Gratisexemplar und entdecken Sie die Aktien, die mehr “liefern”, als sie versprechen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Achtung, Altersarmut! So schließen Sie die Rentenlücke.

snail-1447233_960_720Altersarmut? Ich? Niemals! Obwohl ich (weiblich, zwei Kinder, selbstständig) rein statistisch zur absoluten Risikogruppe zähle, schiebe ich dieses “lästige” Thema gerne auf die lange Bank. “Wird schon gut gehen” lautet die Devise vieler Deutscher und kaum ein Mittdreißiger weiß, wie hoch sein Rentenbudget im Alter tatsächlich sein wird. Ein gefährlicher Mix aus Unwissenheit und mangelndem Interesse, der uns wortwörtlich teurer zu stehen kommen könnte.

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung warnt vor einer alarmierenden Entwicklung. Demnach werden bis 2036 rund 25 Prozent mehr Menschen als derzeit von Altersarmut betroffen sein. Alles Panikmache? Tatsächlich wird das Thema “Rente” gerne als Wahlkampf-Munition missbraucht. Von einer drohenden Apokalypse, vor der Politiker gerne zu ihren Gunsten warnen, kann (noch) keine Rede sein aber Fakt ist, dass die gesetzliche Altersvorsorge für die meisten von uns im Alter nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Das Renten-Einmaleins…

So kompliziert, wie viele denken, ist es gar nicht. Im Grunde dreht sich die Thematik um drei Größen: Rentenniveau, Rentenbeitrag und Rentenalter. Das Rentenniveau (also das Verhältnis der Rente zum Arbeitseinkommen) liegt derzeit im Schnitt bei 48 Prozent. Der Rentenbeitrag, der je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt wird, beträgt 18,7 Prozent. Das Rentenalter steigt momentan schrittweise auf 67 Jahre. Wenn aber künftig immer weniger Junge für immer mehr Alte zahlen sollen, geht die Rechnung nicht mehr auf. Das Rentenniveau wird fallen und die Beiträge steigen.

…ohne Ergebnis

Die Überalterung der Bevölkerung, Risikofaktoren wie ein fragmentierter Lebenslauf, Teilzeitarbeit oder niedrige Löhne und die mangelnde Innovationsbereitschaft von Seiten der Politik tragen dazu bei, dass es allenfalls zu einer Rentenreform, nicht aber zur nötigen Rentenrevolution kommen wird. Und das, obwohl das Minus in der Rentenkasse 2016 rund 2,2 Milliarden Euro betrug. Tendenz: schrumpfend. Bis dato ist noch kein Allheilmittel gefunden, um das Kernproblem “fallendes Rentenniveau bei steigenden Beiträgen” zu lösen. Ein Ansatz wäre die freiwillige, aktienorientierte Beitragsinvestition, doch einen solchen Schritt meidet der Staat wie der Teufel das Wasser.

Warum so zurückhaltend? Schließlich sind wir doch stolz auf unsere deutschen Industrieschwergewichte wie Daimler, Siemens oder BASF und könnten aktienbasierte Investitionen in unsere “Asse” durchaus für die breite Bevölkerung zugänglich machen. Doch ein wertpapierbasiertes Rentenkonzept ist noch in weiter Ferne. Zu groß die Furcht vor Risiken und Verlusten, zu elementar die Lust am zinslosen Sparen.

Das Vorsorge-Einmaleins…

Solange die Regierung keine Aktien-Altersvorsorge anbietet, müssen wir selbst vorsorgen. Die eigene Immobilie als Geldanlage und günstiger Wohnsitz nach der Pensionierung ist ein guter Anfang. Doch auch an Wertpapieren führt in der andauernden Niedrigzinsphase, in der Sparbuch & Co. keine Rendite mehr abwerfen, kein Weg vorbei. Natürlich sind Aktien mit Risiken behaftet, doch die Chancen überwiegen bei weitem. Schwankungen an den Märkten sind völlig normal und sogar zwischenzeitliche Rücksetzer wie die der Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder der Finanzkrise 2008 wurden wieder aufgeholt.

…lohnt sich!

Die Historie beweist, dass Dax und Dow Jones im Mittel eine Rendite von 9 Prozent pro Jahr generieren. Ein Resultat, das mit festverzinslichen Geldanlagen völlig utopisch wäre. Natürlich kommt es auch auf die richtige Mischung an. Mit einer aktienbasierten Altersvorsorge meinen wir keine hochspekulativen Wertpapiergeschäfte, sondern ein solides, langfristiges Investment. Hierfür eignen sich vor allem Anteile an Unternehmen, die menschliche Grundbedürfnisse befriedigen. Essen, Trinken und Gesundheit stehen dabei ganz oben auf der Hitliste und machen deshalb auch den Großteil der Aktien des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) aus.

Nestlé, Fielmann und Fresenius sind gute Beispiele für Unternehmen mit soliden, langfristigen Geschäftsmodellen, überdurchschnittlicher Rendite und unterdurchschnittlichem Risiko. Informieren auch Sie sich noch heute über unsere Antwort auf die Rentenproblematik und investieren Sie mit dem BCDI in Ihre persönliche Zukunft. Nicht umsonst ist das BCDI-Zertifikat mit einer Rendite von rund 50 Prozent seit seiner Börsennotiz vor drei Jahren der meist gehandelte Index der Aktien-Index-Zertifikate nach dem Dax (Quelle: Deutsche Bank).

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Der Wochenausblick: Knackt der Dax die 13.000?

high-jump-695308_960_720Es hätte so schön werden können. Die Champagnerflaschen lagen vergangene Woche schon auf Eis, das Feuerwerk war vorbereitet und dann die Enttäuschung: Der Dax scheiterte an der hart umkämpften 13.000 Punkte-Marke. Dabei hatten die Börsianer allen Grund zur Hoffnung, denn der Leitindex Dax erreichte am Dienstagvormittag mit 12.951 Punkten ein neues Rekordhoch. Was jedoch fehlte, war der entscheidende “Kick”. Irgendeine fundamental positive Nachricht aus Politik oder Wirtschaft, die die Märkte beflügelt. Noch ein kleiner Anstporn und es fällt die 13.000 Punkte-Marke. Dann sind auch die nächsten “Tausender” nur noch einen Katzensprung entfernt.

Doch noch hat es nicht sollen sein. Wie auch im “echten” Leben ereignen sich Überraschungen meist nicht, wenn man sie sehnlich herbei wünscht, sondern kommen aus heiterem Himmel. Der Dax beendete eine harmonische, wenn auch nicht spektakuläre Börsenwoche mit einem Mini-Minus von 0,15 Prozent und 12.733 Punkten. Keine derben Verluste, wir wollen nicht klagen. Doch ohne Sorgen ums “schwarze Gold” hätten wir uns vermutlich über ein positives Wochenergebnis freuen dürfen…

Öl in der Krise

Der Ölpreis gilt als konjunktureller Frühindikator. Wenn die Wirtschaft brummt, läuft die Produktion in Fabriken und Unternehmen auf Hochtouren. Die Nachfrage nach Rohöl steigt und mit ihr der Ölpreis. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Wenn die Nachfrage zurückgeht, so fällt auch der Ölpreis. Ein Indiz für eine schwächelnde Weltwirtschaft, die Aktionäre natürlich gar nicht gerne sehen. Am Dienstag überraschte die Anleger ein plötzlicher Kursrutsch der Nordseesorte Brent um über drei Prozent. Damit sank der Preis pro Barrel (159 Liter) mit 45,42 Dollar auf das Niveau von Dezember 2016 und das, obwohl sich die Opec (Organisation Erdölexportierender Länder) redlich um eine Stabilisierung bemüht.

Um den Ölpreis zu “pushen” kürzen die Opec-Länder bis April 2018 ihr Fördermenge um 1,8 Milliarden Barrel täglich. Ein guter Plan? Nicht wirklich. Von vielen Marktbeobachtern wird der Schachzug als “Nullsummenspiel” gewertet, denn je weniger die Opec-Nationen produzieren, desto mehr drücken Nicht-Opec-Länder wie die USA auf die Pumpe. Eine Entwicklung, die sowohl der Ölindustrie, als auch der Umwelt schadet. Der “Fracking-Boom”, also die Erdölgewinnung aus Schiefergesteinschichten, erreicht in den USA momentan ganz neue Ausmaße und untergräbt damit das Vorhaben der Opec-Mitgliedstaaten, den Ölpreis zu stabilisieren.

Die Highlights der Woche

Vielleicht sind es ja fundamental gute Unternehmensnachrichten, die die Börsianer in den kommenden Tagen aus ihrem “schwarzen Loch” ziehen? Das Zeug dazu haben:

 

  • Vapiano

 

Am Dienstag weht ein herrlicher Pizzaduft übers Parkett, die die italienische Restaurantkette mit deutschen Wurzeln schnuppert in Frankfurt zum ersten Mal Börsenluft. Eine heißersehnte und bis zu 200 Millionen Euro schwere Neuemission, deren Einnahmen Vapiano zur internationalen Expansion verwenden will.

 

  • Monsanto

 

Mittwoch wirds spannend für Monsanto- und Bayer-Anleger. Der umstrittene US-Saatguthersteller soll noch in diesem Jahr für die Rekordsumme von 66 Milliarden Dollar von Bayer geschluckt werden. Was den beiden noch zu ihrem gemeinsamen Glück fehlt, ist die Zustimmung der EU-Kommission. Anleger wird zudem interessieren, ob Monsanto sein Geld auch wert ist…darüber dürften die Quartalszahlen Aufschluss geben, die der Konzern Mitte der Woche präsentiert.

 

  • Nike

 

Donnerstag ist Champions-Tag. Der boerse.de-Aktienbrief-Champion Nike präsentiert

Zahlen zum vierten Quartal. Anleger warten vermutlich gespannt auf Neuigkeiten zur bevorstehende Kooperation mit Amazon die vorsieht, dass der Sportartikelhersteller

künftig einen Teil seiner Produkte direkt an Amazon verkauft. Eine Win-win-Situation für beide Unternehmen und möglicherweise ein kräftiger Impuls für die “Swoosh-Aktie”.

 

  • Nestlé

 

Ein Traumstart für Nestlé, ein Traumstart für den boerse.de-Champions-Defensiev-Index (BCDI), der heute von Nestlé mit über 3,5 Prozent Plus angeführt wird. Der aggressive, amerikanische Hedgefonds-Manager Daniel Loeb steigt bei den Schweizern ein und hat sich zum Ziel gesetzt, den Nahrungsmittelkonzern und boerse.de-Top-Defensiv-Champion Nestlé weiter auf Gewinnkurs zu trimmen. Ein Vorhaben, das die Anleger des BCDI ganz besonders freuen dürfte!

Übrigens: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index feiert diese Woche seinen dritten Geburtstag und wir feiern mit, denn eine Rendite von 50,62 Prozent seit seinem Börsendebüt am 01. Juli 2014 sind das wahrscheinlich beste Geschenk für Sie, unsere Anleger.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de