Air Berlin oder: das große Fressen

das-grosse-fressen-27945841-fee8-4136-8219-a8b4af7b4085Als Kind habe ich das immer in den Tierfilmen gesehen, die ich statt Mickey Mouse gucken “durfte”: Kaum liegt ein verletzter Vogel am Boden, schon kreisen die Aasgeier über der Beute-to-be. Grausam und kein bisschen besser für die zarte Kinderseele, als die Maus mit den großen Ohren. Aber gut, so ist das Leben eben und auch beim aktuellen “Ausschlachten” der insolventen Air Berlin gehts blutig zur Sache. Und das gleich auf mehreren Schauplätzen:

Wirtschaft

Kaum hatte Hauptgesellschafter Etihad vergangene Woche bei Air Berlin den Dollar-Zapfhahn zugedreht, schon nahmen die Fressfeinde die Fährte auf. Der Pleitegeier, der sich momentan nur mit einem 150 Millionen Euro-Kredit der Bundesregierung in der Luft halten kann, ist ein echter Leckerbissen für Konkurrenten wie die Lufthansa, Easyjet, TUIfly und ein paar andere. Strange, denn wer hat schon Bock auf so ein abgemagertes Opfer mit zuletzt 1,2 Milliarden Euro Schulden auf den Rippen?

Niemand. Außer, der Happen wird filetiert. Genau das passiert momentan mit Air Berlin: Die Rivalen wittern heißbegehrte “Slots”, also Start- und Landerechte, die Air Berlin hat. Dazu noch ein paar Flieger und natürlich rote Lindt-Schokoherzen (dazu gleich mehr). Doch wer letzten Endes zuschlagen darf, entscheidet vor allem die…

Politik

Als heißester Interessent wird momentan die Deutsche Lufthansa gehandelt. Das zeigte sich schon vergangenen Dienstag, als die Air Berlin-Pleite bekannt wurde und die LH-Aktie um über fünf Prozent nach oben preschte. Deutschlands größte Airline will noch mehr Marktanteile und Maschinen an sich reißen und ein nationaler “Champion” werden. Hey, nicht so schnell! Bevor ihr euch literweise Tomatensaft mit Schuss eintrichtert und die LH-Aktie hortet, gibt’s noch einen Battle zu gewinnen: Politik vs. EU-Kommission.

Während die Bundesregierung Lufthansa als “Champion” extrem heiß findet, sieht die EU ein Airline-Monopoly eher kritisch. Slots statt Schlossallee ist ja schön und gut, nur sollte die nicht ein Spieler allein bekommen. Zu groß die Gefahr der Markt-Macht, die Preise steigen und Innovation verhindern könnte. Vermutlich wird’s also so laufen, dass Air Berlin häppchenweise verteilt wird. An wen die besten Stücke gehen, entscheidet sich wohl schon in den nächsten Wochen.

…und ebay

Einstweilen verticken Air Berlin-Vielflieger ihre (wertlosen) Meilen auf ebay und Souvenirs für Flug-Nostalgiker werden zu Höchstpreisen gehandelt. Ihr habt noch ein ranziges Air Berlin-Schokoherz im Reisekoffer? Gratuliere! Der aktuelle Auktionspreis beläuft sich auf süße 222 Euro pro Stück.

PS: Zu dem Preis bekommt ihr auch zwölf Lufthansa-Aktien. Ohne Verfallsdatum.

Happy Trading!

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Air Berlin oder: das große Fressen

Alibaba: Morgen kommt die Katze aus dem Sack

Chinese-Cat.jpgMensch, verdammt. Jetzt wollte ich als total ambitionierte Autorin Alibaba auch mal ausprobieren, bevor ich darüber schreibe. Doch was soll ich sagen? Die chinesische Handels *slash* Kommunikations *slash* Cloudplattform macht mir einen Praxistest echt nicht leicht.

Angefangen mit meinem vergeblichen Versuch auf alibaba.de (ein türkischer Joghurtgetränke-Hersteller) Kabel zu kaufen, bis hin zum, naja, langwierigen Shoppingerlebnis auf Alibabas aliexpress.com, machte Babas-Shoppingimperium auf mich einen eher exotischen Eindruck.

Alibaba muss liefern. Morgen.

Während ich bei aliexpress.com ganze 28-56 Tage auf mein “Lange Typ Telefonkabel rein” (oder schlicht und einfach: Telefonkabel) warten müsste, das dann kostenfrei im “ordinary Kleine Paket plus” aus China geshippt wird, muss Alibaba schon morgen liefern. Quartalszahlen – pünktlich und in Top-Qualität, versteht sich.

Die Erwartungen an den chinesischen Giganten mit über 50.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Dollar sind hoch. + 31 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahreszeitraum, + 55 Prozent mehr Umsatz – das sind Promille, die sonst nur im Schnapsregal zu finden sind. Wenn der Online-Multi zahlentechnisch irgendwo darunter liegt, könnten die Profi-Trader in den SSV-Modus wechseln und das wars dann erstmal mit der Kursrakete!

Glückskekse

Chill: Wahrscheinlich hat Ex-Mathelehrer und Firmengründer Jack Ma alles richtig gemacht. Gut, Alibaba hat verdammt viel Verwechslungspotenzial mit Amazon, doch der Lucky-Mix aus Commerce, Cloud und Content ist einfach so hot wie die “3 Herrlichkeiten” auf dem Mittagsmenü meines Liefer-Chinesen.

Statistiken behaupten, dass die Anzahl chinesischer Onlineshopper im vergangenen Jahr um 41 Prozent zugenommen hat und Alibaba kräftig am E-Commerce-Trend im Land des Lächelns mitprofitieren wird. Eine Cloudplattform für virtuellen Speicherplatz und gehostete Software (AliYun), ein Filmstudio, diverse Shops sowie ein Payment-Provider tragen alle zu Alibabas zweistelligem Gewinnwachstum bei.

Die Aktie läuft im Gleichschritt mit: Allein in diesem Jahr stieg der Kurs der Baba-Aktie um 57 Prozent. Seit ihrem Mega-Börsengang 2014, der sogar noch fetter war als der von Facebook, gabs + 82,46 Prozent aufs Depot. Ich sage nur: Ab in den Warenkorb, die Ali-Aktie!

Alibaba: Morgen kommt die Katze aus dem Sack

Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

10914554_340c184857_zFire and Fury! Trump twittert “World of Warcraft”-Slogans und fühlt sich dabei scheinbar immer noch wie zu Zeiten seiner TV-Show “The Apprentice”. Als Showmoderator beendete er jede Sendung mit den Worten “You’re fired!”, scheinbar eine seiner Lieblingsparolen, die er momentan allerdings im falschen Kontext gebraucht.

Krieg ist kein Game und die Welt fürchtet, dass Trump mit seinen Machtspielchen gegen Nordkorea die politische Sicherheit rund um den Globus gefährden könnte. Und was hat das jetzt mit uns zu tun? Alles! Denn die Börse ist “das größte Spiel der Welt”, das bestimmten Regeln folgt. Eine davon lautet:

Play safe

Sobald Zeitungen irgendwas von “Krise”, “Konflikt” oder sogar “Krieg” schreiben, reagieren Börsianer wie die Lemminge, werfen reihenweise ihre Aktien über Bord und flüchten ins Gold. Das ist kein finanzieller Selbstmord, sondern Selbstschutz, denn Unternehmensanteile könnten in Krisenzeiten an Wert verlieren. Gold dagegen nicht. Weil es so selten und deshalb begehrt ist, wird das Edelmetall immer teuer bleiben.

Aktien runter, Gold rauf

Oder noch teurer werden! Der Preis pro Feinunze (entspricht in etwa 13 Goldbären) liegt momentan bei rund 1.286 Dollar, Tendenz steigend. Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis elf Prozent zugelegt und das sogar, obwohl Aktien 2017 enorm angesagt waren und es in den USA endlich wieder Zinsen auf Sparbuch & Co. gibt. Und wenn Trump weiter so abgeht, könnte das Edelmetall erst so richtig zünden.

Dicke fette Blockchain-Kette

BlingBling um den Hals ist sooo last season…Blockchains sind das Must-have dieser Tage! Die verketteten Datensätze der Digiwährung Bitcoin besitzen zwar keine inneren Werte, könnten aber möglicherweise trotzdem zum  “sichere Hafen” der Millenials werden. Im Gegensatz zu anderen Währungen existiert Bitcoin in einer nicht-regulierten, virtuellen Parallelwelt, die weitgehend frei von politischen Einflüssen ist.

Wenn – worst case –  alles den Bach runtergeht, dann haben wir immer noch ein paar BTC im digitalen Wallet, die momentan mit rund 3.490 Dollar pro Stück mehr als doppelt so teuer sind, wie eine Feinunze Gold.

Alte Werte oder Krypto-Gold? Was ist euer “safe haven”?

Trump spuckt Feuer, Gold gibt Gas

Nordex überrascht: Ist das der Startschuss für die Kursrakete?

windack-394544_960_720Rückenwind für die Nordex-Aktie: Überraschend gute Halbjahreszahlen wehen den Anleger-Liebling heute auf Kurs Nord-Ost. Der Windanlagenhersteller generierte zwischen April und Juni rund ein Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum, was einem Erlös von 1,5 Milliarden Euro entspricht. Eine sanfte Brise, die auf dem Börsenparkett mit stürmischem Applaus gefeiert wird: Die Nordex-Aktie gewann zu Handelsbeginn zeitweise über fünf Prozent an Wert.

Leicht übertrieben? Vielleicht, doch an den Märkten spielen Erwartungen oft eine größere Rolle, als Fakten. Im Fall von Nordex hatten die meisten Experten mit rückläufigen Erlösen gerechnet und aufgrund der geringen Erwartungshaltung wird das einprozentige Umsatzplus als positive Überraschung gewertet.

Ebenso pessimistisch (und falsch) waren die Prognosen in puncto Auftragslage und Gewinn: Zwar blieben mit 114,5 Millionen Euro unterm Strich 14 Prozent weniger in der Kasse, als im Vergleichszeitraum 2016, doch das war immer noch mehr, als man erwartet hatte. Auch der Auftragseingang lag mit 572 Millionen Euro über den Schätzungen. Tief pokern und anschließend groß auftrumpfen ist eine Strategie, die sich rendite-technisch also durchaus bezahlt machen kann…

Wie ein Fähnchen im Wind

Doch die Windrichtung kann sich für Nordex auch ganz schnell wieder drehen, wie die ausgeprägte Volatilität des Aktienkurses beweist. Zwischen ihrem Jahreshoch von 108 Euro pro Anteilsschein (2001) und der momentanen Bewertung von rund 12,40 Euro liegen Welten und Anleger mussten sich in den vergangenen Jahren gleichermaßen auf Flauten und Tornados einstellen. Erst im Februar brach nach einer Gewinnwarnung der TecDax-Aktie ein wahrer Verkaufs-Sturm los, der die Nordex-Aktie innerhalb von zwei Tagen um 30 Prozent einbrechen ließ. Auf Jahressicht verlor das Papier satte 44 Prozent an Wert. Da ist der heutige Tagesgewinn nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Generell profitieren Windanlagen-Hersteller wie Nordex natürlich von der Energiewende und dem weltweiten Trend zum Ökostrom, doch die Branche stößt an ihre Wachstumsgrenzen und leidet unter einem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck.

Die Solarworld-Pleite macht zudem deutlich, dass das Geschäft mit regenerativen Energien trotz des Klimawandels kein Erfolgsgarant auf Lebenszeit ist. Politische Turbulenzen, die verschärfte (Billig-)Konkurrenz aus Asien und die Konsolidierungswelle in der gesamten Branche machen Wind-Anlagen zu einer wackeligen Angelegenheit.

Windrad XL

Nordex-Chef Krogsgaard will den Anlagenbauer jetzt auf Profit trimmen, das Service-Geschäft ausbauen und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Zum Beispiel durch die Erschließung windarmer Gebiete. Nordex stellt derzeit rund 40 Prozent seiner Turbinen in Süddeutschland auf und erobert damit ein Gebiet, das für viele Konkurrenten uninteressant ist. Nordex hat spezielle “Riesenräder” entwickelt, die sogar bei wenig Wind ordentlich Output liefern. Ein Wettbewerbsvorteil, der Nordex in den kommenden Jahren Rückenwind verschaffen könnte.

Minus 44 Prozent seit Jahresbeginn. Eine Negativ-Rendite der Nordex-Aktie, die “weh tut”. Wie wärs dagegen mit Plus von 41 Prozent im Depot? Eine Top-Rendite, die der  boerse.de-Champions-Defensiv-Index BCDI seit seinem Börsenstart am 1. Juli 2014 verbuchen konnte. Und das bei weit geringeren Rückschlägen als Nordex, wie Sie im Vergleichsdiagramm boersedeProfiChart__29c70baa04884626cc3f30dbf92606besehr eindrucksvoll erkennen können. Das Nordex-Papier steckt voll Überraschungen und ist nur etwas für spekulativ orientierte Anleger, denn wie sagt man doch so schön: “Wer Wind sät, wird Sturm ernten”.

 

 

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Nordex überrascht: Ist das der Startschuss für die Kursrakete?

Fuchs Petrolub: Top Zahlen, Top Ausblick

7028Unsere erfahrenen boerse.de-Aktienbrief-Leser profitieren heute von einem klaren Heimvorteil: Die Fuchs Petrolub-Aktie, von der viele Börsianer vielleicht noch nie gehört haben, zählt schon seit Jahren zum Eliteclub der Champions-Aktien und was soll ich sagen? Meine Kollegen aus der boerse.de-Aktienbrief-Redaktion hatten mal wieder den richtigen Riecher. Der Schmierstoffhersteller präsentierte heute Morgen glänzende Halbjahreszahlen und hängt die Latte für das Gesamtjahr 2017 noch höher.

Läuft wie geschmiert!

Die Erlöse dürften 2017 nun zwischen sieben und zehn Prozent wachsen, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Zuvor war das Management von einem Plus zwischen vier und sechs Prozent ausgegangen. Die Fuchs-Familie hat auch allen Grund, um ein wenig an der Prognoseschraube zu drehen, denn umsatztechnisch laufen die Geschäfte wie geschmiert und das Mannheimer Unternehmen erwirtschaftete mit 1,25 Milliarden Euro zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Vor allem das starke, sieben prozentige Wachstum in Asien, Amerika und Afrika lässt die Kasse des Mineralöl- und Chemiekonzerns (und die der Aktionäre) klingeln.

Aktie geht ab

32,73 Prozent Rendite innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Ein Plus von 342,85 Prozent seit 2007. Immer neue Rekord-Hochs, wie zuletzt Mitte Juni, unterdurchschnittliche Rücksetzer. Das sind die Merkmale, die einen Aktienbrief-Champion auszeichnen. Denn im Gegensatz zu vielen spekulativen Aktien mit einer ähnlichen 12-Monats-Rendite wie z.B. Aixtron oder Paion verläuft der Kurs der Fuchs Petrolub-Aktie “wie am Schnürchen” himmelwärts. Die Ursache für die stetig steigende Rendite liegt auf der Hand: Fuchs Petrolub punktet mit einem grundsoliden Geschäftsmodell, einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte und guten Wachstumsperspektiven.

Die Fuchs-Familie

Wer Motoröl (wie ich) lieber nachfüllen lässt, anstatt selbst zum Kanister zu greifen, hat von Fuchs Petrolub vielleicht noch nie gehört. Das ist verzeihlich, zumal das Familienunternehmen vor allem Industrie-Schmierstoffe produziert. Fuchs Petrolub hat mehr als 10.000 Produkte für alle Lebensbereiche im Programm und beliefert unter anderem Automobilhersteller, Stahlunternehmen und die Landwirtschaft. Ein Konzern, der weit weniger “glamourös” als die Elektroauto-Schmiede Tesla, das Geister-Startup SnapChat oder der Actionkamera-Hersteller GoPro ist. Doch der “Charm” vieler Unternehmen wird oft überbewertet und macht Anleger blind für die Mauerblümchen auf dem Börsenparkett, die häufig eine weit bessere Performance hinlegen, als so manche “hippe” Aktie.

Wir haben neben Fuchs Petrolub noch 99 weitere, “heiße” Champions-Aktien für Sie herausgefiltert, die auch in turbulenten Zeiten wie diesen durch herausragende Renditen und geringe Risiken glänzen. Welche das sind, verraten wir Ihnen im brandneuen boerse.de-Aktienbrief. Ihr Gratisexemplarliegt schon für Sie bereit!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Fuchs Petrolub: Top Zahlen, Top Ausblick