Delivery Hero geht an die Börse: Verbrennen Sie sich nicht die Finger!

press-photos-office-reception (1)Und täglich grüßt…nein, nicht das Murmeltier, sondern ein neuer Börsengang. Nach Vapiano am Dienstag muss morgen Delivery Hero liefern. Zwei IPOs in einer Woche und dazu noch aus der gleichen Branche das ist in Zeiten, in denen sich immer weniger deutsche Unternehmen aufs Parkett wagen eher ungewöhnlich. Schätzungen zufolge gehen 2017 hierzulande insgesamt nur 15 Firmen an die Börse. Weltweit waren es dagegen allein im ersten Halbjahr über 772 Neuemissionen. Deutschland backt zwar kleinere Brötchen als der Rest der Welt, aber vielleicht die qualitativ besseren? Bis jetzt noch nicht. Nachdem der Aktienkurs des Börsenneulings Vapiano am Dienstag kurz hochkochte, fiel er im Handelsverlauf unter den Ausgabepreis und stagniert seitdem auf ähnlichem Niveau. Ob dem Essens-Lieferdienst Delivery Hero ein ähnliches Schicksal droht?

Der Rocket Internet Sprössling

Was haben die meisten Börsengänge dieser Tage miteinander gemein? Sie schreiben rote Zahlen. So auch Delivery Hero, eine Beteiligung des (ebenfalls defizitären) Start-up Investors Rocket Internet. Das 2011 gegründete Unternehmen hinter den bei Konsumenten eher bekannten Marken “Foodora”, “Pizza.de” und “Lieferheld” setzte im vergangenen Jahr knapp 300 Millionen Euro um und schrieb 200 Millionen Euro Verlust. So überrascht es auch nicht, dass ein Großteil der IPO-Erlöse von knapp einer Milliarde Euro nicht in den Ausbau des Geschäfts, sondern in den Abbau der Schulden gesteckt wird. Das ansich ist paradox. Ich dachte immer, man kauft Aktien, um vom Erfolg eines Unternehmens zu profitieren und nicht, um dessen Defizite zu kompensieren?

Ob Delivery Hero jemals den Hunger der Investoren stillen wird, ist fraglich. Das Erlösmodell des Lieferdienstes basiert auf Provisionen, die die Webseiten des Unternehmens von angeschlossenen Restaurants erhalten. Bestellt ein Kunde Pizza beim Italiener über Pizza.de, dann klingelt bei Delivery Hero die Kasse. Naja, das ist vielleicht etwas übertrieben, denn da Foodora, Lieferheld und Pizza.de als reine Essens-Vermittlungsplattform fungieren sind die Margen so gering, dass sich das Geschäft nur sehr knapp rechnet. Folglich lautet das Geheimrezept: Wachstum. Doch die teuer erkauften Marktanteile werden sich möglicherweise auf Dauer nicht rechnen, denn im Gegensatz zu anderen Branchen trägt “Größe” im Liefergeschäft nicht dazu bei, die Margen zu erhöhen. Das Geschäft mit den Online-Essensbestellungen ist ein wahrhaft hartes Brot.

Schlaraffenland oder Schlachtfeld?

Noch übler wird der Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass der Markt für Lieferdienste weder neu, noch einfach ist. Schon seit vielen Jahren buhlen Konkurrenten wie die britische (profitable!) Firma Just Eat oder das niederländische Unternehmen Takeaway (“Lieferando”) um die Gunst hungriger Kunden. Keine Frage: Mit der Bequemlichkeit vieler Städter lässt sich ordentlich Geldverdienen. Das haben aber auch mächtige Branchen-Neulinge wie Amazon oder Uber erkannt, die neben Paketen und Fahrgästen jetzt auch Essen bzw. Lebensmittel ausliefern und mit ihrer Marktmacht Neueinsteigern die Butter vom Brot nehmen könnten.

Gegessen wird immer. Geliefert auch?

Vielleicht. Das gilt allerdings nur für wirtschaftlich florierende Länder wie Deutschland. Denn wenn das Haushaltsgeld kaum ausreicht, um Lebensmittel beim Discounter zu kaufen, ist die Sushi-Bestellung ein utopischer Luxus. Das bedeutet für Liebhaber von “Foodie-Aktien”: Investieren Sie lieber in langfristig orientierte Marken mit soliden Geschäftsmodellen und schwarzen Zahlen, wie zum Beispiel Nestlé. Der boerse.de-Top-Defensiv-Champion ist diese Woche aufgrund der geplanten Verkäufe von Anteilen an L’Oreal in aller Munde und erzielte seit Jahresbeginn eine Rendite von 13,46 Prozent. Auch zählt die Nestlé-Aktie aufgrund ihres unterdurchschnittlichen Risikos und der attraktiven Gewinne quasi zum Inventar unserer Aktienbrief-Empfehlungen und bescherte treuen Lesern, die den 35 Empfehlungen gefolgt sind, im Mittel über 136 Prozent Kursgewinn. Sicher Sie sich noch heute Ihr Aktienbrief-Gratisexemplar und entdecken Sie die Aktien, die mehr “liefern”, als sie versprechen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Advertisements
Delivery Hero geht an die Börse: Verbrennen Sie sich nicht die Finger!

Achtung, Altersarmut! So schließen Sie die Rentenlücke.

snail-1447233_960_720Altersarmut? Ich? Niemals! Obwohl ich (weiblich, zwei Kinder, selbstständig) rein statistisch zur absoluten Risikogruppe zähle, schiebe ich dieses “lästige” Thema gerne auf die lange Bank. “Wird schon gut gehen” lautet die Devise vieler Deutscher und kaum ein Mittdreißiger weiß, wie hoch sein Rentenbudget im Alter tatsächlich sein wird. Ein gefährlicher Mix aus Unwissenheit und mangelndem Interesse, der uns wortwörtlich teurer zu stehen kommen könnte.

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung warnt vor einer alarmierenden Entwicklung. Demnach werden bis 2036 rund 25 Prozent mehr Menschen als derzeit von Altersarmut betroffen sein. Alles Panikmache? Tatsächlich wird das Thema “Rente” gerne als Wahlkampf-Munition missbraucht. Von einer drohenden Apokalypse, vor der Politiker gerne zu ihren Gunsten warnen, kann (noch) keine Rede sein aber Fakt ist, dass die gesetzliche Altersvorsorge für die meisten von uns im Alter nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Das Renten-Einmaleins…

So kompliziert, wie viele denken, ist es gar nicht. Im Grunde dreht sich die Thematik um drei Größen: Rentenniveau, Rentenbeitrag und Rentenalter. Das Rentenniveau (also das Verhältnis der Rente zum Arbeitseinkommen) liegt derzeit im Schnitt bei 48 Prozent. Der Rentenbeitrag, der je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt wird, beträgt 18,7 Prozent. Das Rentenalter steigt momentan schrittweise auf 67 Jahre. Wenn aber künftig immer weniger Junge für immer mehr Alte zahlen sollen, geht die Rechnung nicht mehr auf. Das Rentenniveau wird fallen und die Beiträge steigen.

…ohne Ergebnis

Die Überalterung der Bevölkerung, Risikofaktoren wie ein fragmentierter Lebenslauf, Teilzeitarbeit oder niedrige Löhne und die mangelnde Innovationsbereitschaft von Seiten der Politik tragen dazu bei, dass es allenfalls zu einer Rentenreform, nicht aber zur nötigen Rentenrevolution kommen wird. Und das, obwohl das Minus in der Rentenkasse 2016 rund 2,2 Milliarden Euro betrug. Tendenz: schrumpfend. Bis dato ist noch kein Allheilmittel gefunden, um das Kernproblem “fallendes Rentenniveau bei steigenden Beiträgen” zu lösen. Ein Ansatz wäre die freiwillige, aktienorientierte Beitragsinvestition, doch einen solchen Schritt meidet der Staat wie der Teufel das Wasser.

Warum so zurückhaltend? Schließlich sind wir doch stolz auf unsere deutschen Industrieschwergewichte wie Daimler, Siemens oder BASF und könnten aktienbasierte Investitionen in unsere “Asse” durchaus für die breite Bevölkerung zugänglich machen. Doch ein wertpapierbasiertes Rentenkonzept ist noch in weiter Ferne. Zu groß die Furcht vor Risiken und Verlusten, zu elementar die Lust am zinslosen Sparen.

Das Vorsorge-Einmaleins…

Solange die Regierung keine Aktien-Altersvorsorge anbietet, müssen wir selbst vorsorgen. Die eigene Immobilie als Geldanlage und günstiger Wohnsitz nach der Pensionierung ist ein guter Anfang. Doch auch an Wertpapieren führt in der andauernden Niedrigzinsphase, in der Sparbuch & Co. keine Rendite mehr abwerfen, kein Weg vorbei. Natürlich sind Aktien mit Risiken behaftet, doch die Chancen überwiegen bei weitem. Schwankungen an den Märkten sind völlig normal und sogar zwischenzeitliche Rücksetzer wie die der Dotcom-Blase im Jahr 2000 oder der Finanzkrise 2008 wurden wieder aufgeholt.

…lohnt sich!

Die Historie beweist, dass Dax und Dow Jones im Mittel eine Rendite von 9 Prozent pro Jahr generieren. Ein Resultat, das mit festverzinslichen Geldanlagen völlig utopisch wäre. Natürlich kommt es auch auf die richtige Mischung an. Mit einer aktienbasierten Altersvorsorge meinen wir keine hochspekulativen Wertpapiergeschäfte, sondern ein solides, langfristiges Investment. Hierfür eignen sich vor allem Anteile an Unternehmen, die menschliche Grundbedürfnisse befriedigen. Essen, Trinken und Gesundheit stehen dabei ganz oben auf der Hitliste und machen deshalb auch den Großteil der Aktien des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) aus.

Nestlé, Fielmann und Fresenius sind gute Beispiele für Unternehmen mit soliden, langfristigen Geschäftsmodellen, überdurchschnittlicher Rendite und unterdurchschnittlichem Risiko. Informieren auch Sie sich noch heute über unsere Antwort auf die Rentenproblematik und investieren Sie mit dem BCDI in Ihre persönliche Zukunft. Nicht umsonst ist das BCDI-Zertifikat mit einer Rendite von rund 50 Prozent seit seiner Börsennotiz vor drei Jahren der meist gehandelte Index der Aktien-Index-Zertifikate nach dem Dax (Quelle: Deutsche Bank).

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Achtung, Altersarmut! So schließen Sie die Rentenlücke.

L’Oreal: Beast dumpt Beauty

Beauty-and-the-Beast-Emma-Watson-Josh-Gad-Man-RepellerDie L’Oreal-Aktie schimmert mit derzeit 4,3 Prozent Plus glamouröser als mein essie “jazzy jubilant” Glitzer-Nagellack. Und warum? Weil ein gewisser Daniel L. genug Geld hat, um sich bei Nestlé einzukaufen und statt erstmal eine Tasse Nespresso zu trinken, sofort die L’Oreal-Anteile der Schweizer auf die Verkaufsliste setzt. Mensch ihr Amis, so ein bisschen Schweizer Gemütlichkeit würde euch manchmal auch nicht schaden!

Who the f*** is Daniel Loeb?

Wir BUXis dürfen wenn nötig lästern. Das ist schön, denn so ein amerikanischer Multimilliardär, der mit seinem Hedgefonds “Third Point” nach Europa pilgert und auf der Suche nach einer neuen Goldmine Unternehmen umkrempelt, ist für mich echt kein Rolemodel. In seiner Mission, den Nahrungsmittelkonzern Nestlé auf Erfolgskurs zu trimmen ist Mr. Loeb mit “Third Point” ziemlich agro unterwegs. Sein Fonds investiert 3,5 Milliarden Dollar in die Schweizer und hält damit schlappe 1,25 Prozent am Unternehmen.

Jeder Börsen-Newbie kann sich denken, dass man mit einer vergleichsweise kleinen Beteiligung nur kleine Brötchen backen kann. Doch Daniel Loeb geht die Sache politisch an: Er will Nestlé dazu bringen, L’Oreal Anteile im Wert von geschätzten 44 Milliarden Euro zu verticken. Wie?

Au revoir, L’Oreal

Indem er die Nestlé-Aktionäre auf seine Seite zieht. Das ist gar nicht so schwer, denn die Jungs und Mädels schieben Frust. “Ihr” Konzern verfehlt seit Jahren die eigenen Wachstumsziele und außerdem passt “Beauty” auch überhauptgarnicht zu “Nahrungsmittelkonzern”. Argumente, mit denen Daniel wahrscheinlich den Nerv der Nestlé-Anleger treffen wird und dann steht dem Verkauf von L’Oreal nichts mehr im Wege.

Die Kosmetik-Aktie geht schon mal ab wie geschmiert und erreicht heute mit rund 196 Euro pro Stück ein neues Alltime-High. Na dann mach ich mal einen auf Daniel-Dicke-Hose und sichere mir einen Unternehmensanteil “weil ich es mir wert bin”. Yeah! Happy Trading!

L’Oreal: Beast dumpt Beauty

Der Wochenausblick: Knackt der Dax die 13.000?

high-jump-695308_960_720Es hätte so schön werden können. Die Champagnerflaschen lagen vergangene Woche schon auf Eis, das Feuerwerk war vorbereitet und dann die Enttäuschung: Der Dax scheiterte an der hart umkämpften 13.000 Punkte-Marke. Dabei hatten die Börsianer allen Grund zur Hoffnung, denn der Leitindex Dax erreichte am Dienstagvormittag mit 12.951 Punkten ein neues Rekordhoch. Was jedoch fehlte, war der entscheidende “Kick”. Irgendeine fundamental positive Nachricht aus Politik oder Wirtschaft, die die Märkte beflügelt. Noch ein kleiner Anstporn und es fällt die 13.000 Punkte-Marke. Dann sind auch die nächsten “Tausender” nur noch einen Katzensprung entfernt.

Doch noch hat es nicht sollen sein. Wie auch im “echten” Leben ereignen sich Überraschungen meist nicht, wenn man sie sehnlich herbei wünscht, sondern kommen aus heiterem Himmel. Der Dax beendete eine harmonische, wenn auch nicht spektakuläre Börsenwoche mit einem Mini-Minus von 0,15 Prozent und 12.733 Punkten. Keine derben Verluste, wir wollen nicht klagen. Doch ohne Sorgen ums “schwarze Gold” hätten wir uns vermutlich über ein positives Wochenergebnis freuen dürfen…

Öl in der Krise

Der Ölpreis gilt als konjunktureller Frühindikator. Wenn die Wirtschaft brummt, läuft die Produktion in Fabriken und Unternehmen auf Hochtouren. Die Nachfrage nach Rohöl steigt und mit ihr der Ölpreis. Das Gleiche gilt auch umgekehrt: Wenn die Nachfrage zurückgeht, so fällt auch der Ölpreis. Ein Indiz für eine schwächelnde Weltwirtschaft, die Aktionäre natürlich gar nicht gerne sehen. Am Dienstag überraschte die Anleger ein plötzlicher Kursrutsch der Nordseesorte Brent um über drei Prozent. Damit sank der Preis pro Barrel (159 Liter) mit 45,42 Dollar auf das Niveau von Dezember 2016 und das, obwohl sich die Opec (Organisation Erdölexportierender Länder) redlich um eine Stabilisierung bemüht.

Um den Ölpreis zu “pushen” kürzen die Opec-Länder bis April 2018 ihr Fördermenge um 1,8 Milliarden Barrel täglich. Ein guter Plan? Nicht wirklich. Von vielen Marktbeobachtern wird der Schachzug als “Nullsummenspiel” gewertet, denn je weniger die Opec-Nationen produzieren, desto mehr drücken Nicht-Opec-Länder wie die USA auf die Pumpe. Eine Entwicklung, die sowohl der Ölindustrie, als auch der Umwelt schadet. Der “Fracking-Boom”, also die Erdölgewinnung aus Schiefergesteinschichten, erreicht in den USA momentan ganz neue Ausmaße und untergräbt damit das Vorhaben der Opec-Mitgliedstaaten, den Ölpreis zu stabilisieren.

Die Highlights der Woche

Vielleicht sind es ja fundamental gute Unternehmensnachrichten, die die Börsianer in den kommenden Tagen aus ihrem “schwarzen Loch” ziehen? Das Zeug dazu haben:

 

  • Vapiano

 

Am Dienstag weht ein herrlicher Pizzaduft übers Parkett, die die italienische Restaurantkette mit deutschen Wurzeln schnuppert in Frankfurt zum ersten Mal Börsenluft. Eine heißersehnte und bis zu 200 Millionen Euro schwere Neuemission, deren Einnahmen Vapiano zur internationalen Expansion verwenden will.

 

  • Monsanto

 

Mittwoch wirds spannend für Monsanto- und Bayer-Anleger. Der umstrittene US-Saatguthersteller soll noch in diesem Jahr für die Rekordsumme von 66 Milliarden Dollar von Bayer geschluckt werden. Was den beiden noch zu ihrem gemeinsamen Glück fehlt, ist die Zustimmung der EU-Kommission. Anleger wird zudem interessieren, ob Monsanto sein Geld auch wert ist…darüber dürften die Quartalszahlen Aufschluss geben, die der Konzern Mitte der Woche präsentiert.

 

  • Nike

 

Donnerstag ist Champions-Tag. Der boerse.de-Aktienbrief-Champion Nike präsentiert

Zahlen zum vierten Quartal. Anleger warten vermutlich gespannt auf Neuigkeiten zur bevorstehende Kooperation mit Amazon die vorsieht, dass der Sportartikelhersteller

künftig einen Teil seiner Produkte direkt an Amazon verkauft. Eine Win-win-Situation für beide Unternehmen und möglicherweise ein kräftiger Impuls für die “Swoosh-Aktie”.

 

  • Nestlé

 

Ein Traumstart für Nestlé, ein Traumstart für den boerse.de-Champions-Defensiev-Index (BCDI), der heute von Nestlé mit über 3,5 Prozent Plus angeführt wird. Der aggressive, amerikanische Hedgefonds-Manager Daniel Loeb steigt bei den Schweizern ein und hat sich zum Ziel gesetzt, den Nahrungsmittelkonzern und boerse.de-Top-Defensiv-Champion Nestlé weiter auf Gewinnkurs zu trimmen. Ein Vorhaben, das die Anleger des BCDI ganz besonders freuen dürfte!

Übrigens: Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index feiert diese Woche seinen dritten Geburtstag und wir feiern mit, denn eine Rendite von 50,62 Prozent seit seinem Börsendebüt am 01. Juli 2014 sind das wahrscheinlich beste Geschenk für Sie, unsere Anleger.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte, erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

Der Wochenausblick: Knackt der Dax die 13.000?

Deutsche Telekom: Hello Sprint, goodbye Scout24

bridal-636018_960_720Während ich auf den freundlichen Telekommitarbeiter warte, der endlich meinen Anschluss freischaltet (“Umzugsservice”!) berichte Ihnen von: Der Deutschen Telekom. Das Unternehmen sorgt heute für Doppel-Schlagzeilen: “US-Tochter T-Mobile steigt bei Sprint ein” und “Die Deutsche Telekom verkauft Scout24-Anteile”. Ob diese Neuigkeiten den T-Kurs auf LTE-Geschwindigkeit beschleunigen können?

Ein bisschen mehr “Speed” würde der Telekom bestimmt nicht schaden sowohl im Kundenservice, als auch bei der Wertentwicklung ihrer Unternehmensanteile. Seit Jahresbeginn erzielte die Deutsche Telekom-Aktie mit nur drei Prozent Plus weit weniger Rendite als der Dax (+11,62 Prozent) oder gar unser Erfolgs-Zertifikat, der boerse.de-Champions-Defensiv-Index BCDI (+12,16 Prozent).

Erleben, was verbindet

Was für ein schöner, fast schon poetischer Slogan für einen Telekommunikationsanbieter. “Verbunden” fühle ich mich heute in keinster Weise, aber immerhin scheint Telekom-Tochter T-Mobile-US nach jahrelangem Flirten endlich die Braut namens Sprint über die Schwelle zu tragen. Schon 2014 buhlte Sprint um T-Mobile, kam aber aufgrund kartellrechtlicher Bedenken nicht zum Zuge. Dann wollte sich die Telekom schmollend aus dem wettbewerbsintensiven US-Markt zurückziehen und T-Mobile-US verkaufen. Die Kronjuwelen! Kein anderes T-Unternehmen erzielt so hohe Gewinne, wie die boomende US-Tochter, die unter CEO John Legere vom Aschenputtel zur Prinzessin mutierte. Allein im vergangenen Jahr wuchs die Kundenzahl um rund 13 Prozent auf mehr als 71 Millionen. Ein Strategiewechsel von “Rückzug” auf “Angriff” scheint deshalb durchaus sinnvoll.

Statt sich aus dem Konkurrenzkampf mit AT&T, Verizon und Sprint zu verabschieden, macht die Telekom ihr US-Business jetzt “great again”. Mit der geplanten Übernahme des Konkurrenten Sprint, der mit 60 Millionen Kunden auf Platz vier der US-Telko-Rangliste steht, kämen die beiden Anbieter auf insgesamt 131 Millionen Kunden und würden damit Platzhirsch AT&T mit 208 Millionen Kunden in Bedrängnis bringen.

Doch noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern, denn Telekom-Chef Tim Höttges muss erst bei Donald Trump um Sprints Hand anhalten. Nur nach dessen Zustimmung und einem O.K. der Kartellbehörden können die Unternehmen fusionieren. Die Chancen stehen diesmal aber besser als anno 2014, da die Telekom in den USA rund 45.000 Mitarbeiter beschäftigt – ein strategischer Pluspunkt, mit dem das T-Unternehmen sogar bei Trump punkten könnte.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

Ein Neuanfang, ein Abschied: Gestern Abend wurde bekannt, dass sich die Deutsche Telekom von ihren restlichen Scout24-Anteilen trennt. Der Verkauf soll den Bonnern über 300 Millionen Euro in die Taschen spülen und das Ende einer über zehn Jahre langen Partnerschaft besiegeln. Traurig allein für die Scouts, deren Aktienkurs nach Bekanntgabe der Trennung über drei Prozent an Wert verlor während das Magenta-Papier lediglich rund 0,5 Prozent eingebüßte.

Keine Champions-Aktie, wie wir von boerse.de sie lieben. Die Deutsche Telekom blickt auf eine über 20-jährige Börsenkarriere zurück. Sie wurde als “Volksaktie” mit einem Rekordkurs von 86,90 Euro pro Stück zum gefeierten Star der 2000er, dümpelt aber seither in einer Spanne zwischen 8 und 18 Euro dahin.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Deutsche Telekom: Hello Sprint, goodbye Scout24

Airbus über den Anden: Milliardendeal mit Viva Air Perú

9ba05a9a9174ef0160628914f696a9e2Diese Woche rollen ausnahmsweise mal so richtig dicke Brummer über den Pariser Runway. Dior, Chanel, Valentino und Size Zero war gestern – ab heute stehen die Schwergewichte von Airbus und Boeing im Rampenlicht! Und zwar auf der…

Paris Air Show

Alle zwei Jahre trifft sich das Who-is-Who der Szene zur weltweit größten Luft- und Raumfahrtmesse in Paris um sich selbst und die Highlights der internationalen Flugzeugindustrie zu feiern. Das Motto der Party: Größer, schneller, teurer. Riesige Boeings, Kampfjets, Militärtransporter, japanische Seeraumüberwachungsflugzeuge und andere Gadgets gibt’s zu bestaunen. Ein echtes Highlight für Jet(set)-Voyeuristen, Geheimagenten und natürlich die Einkäufer von Airlines, die mit dicken Portemonnaies auf Shoppingtour gehen.

Kleine Kolumbianer, große Deals

Die Headline “Milliarden-Order: Billig-Peruaner kaufen bei Airbus” gab der Airbus-Aktie heute gleich mal über 2 Prozent Rückenwind. Laut Flug-Fachpresse will die Newcomer-Airline Viva Air Perú insgesamt rund 45 Kurz- und Mittelstrecken Flugzeuge bestellen. Kostenpunkt: Geschätzte fünf Milliarden US-Dollar. Ein hübsches Sümmchen und ich frage mich: Woher hat Viva Air mit einer momentanen Flottenstärke von zwei (!) Flugzeugen, die erst seit Februar ihre Zulassung hat, umgerechnet rund 16,362,500,000.00 PEN (Peruanische Sol)?

Kautabak? Kaffee? Coca? Nein. Die Wikinger von Irelandia Aviation rieben sich ein paarmal das Näschen und hatten eine geniale Idee: Peru braucht eine Billigairline. Geld ist dabei nicht so ein Issue, denn Irelandia Aviation steckt hinter Lowcost-Legende Ryanair- der Cashcow über den Wolken.

Große Maschine, große Probleme

So, jetzt könnte die Airbus-Crew eigentlich ne dicke Zigarre rauchen und wieder nach Hause fliegen. Fetten Deal in der Tasche und au revoir! Doch leider gibts momentan ziemlich Stress mit dem Dickschiff der Lüfte, dem A380. Das 433 Millionen Dollar teure Prestigeobjekt aus dem Hause Airbus entwickelt sich zum Ladenhüter, den sich nur noch gut betuchte Araber leisten können und wollen. Zu groß, zu teuer, zu unflexibel. Die Luftschiffe sind wie ein Jumpsuit: eigentlich stehen sie niemandem so richtig. Doch statt das Ding aus dem Regal zu nehmen, versucht Airbus dem A380 die Flügel zu stutzen. Der neue Look spart Kerosin und soll das Luftschiff auf Erfolgskurs trimmen.

Die Airbus-Aktie läuft schonmal ganz gut: seit Jahresbeginn gings über 18 Prozent nach oben. Also BUXies: Jetzt einchecken und Happy Trading!

Airbus über den Anden: Milliardendeal mit Viva Air Perú

Inditex: Kann der Börsen- und Frauenliebling morgen liefern?

audience-1840941_960_720Ein objektiver Artikel über Inditex. Keine leichte Aufgabe für eine AutorIn! Während meiner Recherche befinde mich nämlich in einem permanenten Gewissenskonflikt zwischen “200 Euro auf zara.com vershoppen”, oder “200 Euro in Inditex-Aktien investieren”. Das spanische Modeimperium, das mit Marken wie Massimo Dutti, Bershka und Zara die Herzen der Damenwelt und Aktionäre gleichermaßen höher schlagen lässt, präsentiert morgen Zahlen der vergangenen drei Monate und wir wollen wissen: wie laufen die Geschäfte des boerse.de-Top-Defensiv-Champions Inditex?

Kleine Preise, große Gewinne

Eine Strategie, mit der “Industria de Diseño Textil S.A.” zum größten Textilhersteller der Welt geworden ist. Der spanische “Fast-Fashion”-Konzern weiß, was Frauen wollen und liefert gut kopierte Laufstegmode frisch von der Fashionshow direkt auf den Ladentisch. Zu einem Bruchteil des Preises, den die echten Designerstücke kosten, versteht sich. Endlich können modebewusste Kundinnen und Kunden die “Looks”, die in den aktuellen Mode- und Lifestylezeitschriften zu sehen sind, sofort zu erschwinglichen Preisen nachkaufen. Eine Versuchung, der auch ich oft nicht widerstehen kann…

Mit diesem Konzept ist der Spanier Amancio Ortega zur Unternehmerlegende, zum reichsten Mann Europas und viert reichstem Mann der Welt geworden. Sein Imperium umfasst derzeit acht Marken, zählt weltweit fast 7300 Boutiquen und ist in 93 Märkten vertreten. Eine unglaubliche Präsenz, die den schwedischen Konkurrenten H&M mit “nur” 4400 Geschäften in 66 Ländern wie ein Mauerblümchen aussehen lässt.

Auch in puncto Gewinn hat Inditex den Rivalen Hennes & Mauritz im vergangenen Jahr vom Fashion-Thron gestoßen: 3,16 Milliarden Euro Gewinn bleiben bei den Spaniern im Geschäftsjahr 2016/17 bis Ende Januar in der Kasse. H&M hatte im Jahr 2016 „nur“ zwei Milliarden Euro Gewinne gemacht.

Ein Mode-Märchen mit Happyend?

Die Inditex-Erfolgsgeschichte hat ihren Höhepunkt vermutlich noch lange nicht erreicht. Viele Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen in Q1 ein Wachstum von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal erzielte und mit 650 Millionen Euro deutlich mehr verdiente als im Vergleichszeitraum 2016 (540 Millionen Euro). Eine Entwicklung, die auch die Anleger des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) freut, die direkt vom Kursgewinn der Inditex-Aktie von über 11 Prozent seit Jahresbeginn profitieren.

Meine Kollegen haben Inditex aber nicht aufgrund ihres ausgeprägten Modeinteresses in die Elite-Familie der zehn BCDI-Aktien gewählt, sondern weil die Aktie des spanischen Fashion-Imperiums hohe Kursgewinne und überdurchschnittliche Dividendenrendite bei gleichzeitig geringen Kursschwankungen aufweist. Qualitätsmerkmale, die nur echte Champions-Aktien auszeichnen.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

boerse.de

 

Inditex: Kann der Börsen- und Frauenliebling morgen liefern?