Nike, just do it!

Heute schlägt für Nike die Stunde der Wahrheit. Die “Siegesgöttin” präsentiert ihre Zahlen zum dritten Quartal und die Fankurve fragt sich, ob Nike der griechischen Namenspatronin einmal mehr gerecht werden kann. Im vergangenen Jahr fehlte dem amerikanischen Sportartikelhersteller zeitweise der “Swoosh”, was sich auch in dessen Bilanz widerspiegeln könnte. Einige Analysten rechnen damit, dass Nike zum ersten mal seit 2012 Gewinneinbußen von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein schwaches Wachstum von nur drei Prozent auf dem wichtigen US-Markt hinnehmen muss. Doch das ist noch lange kein Grund, um den amtierenden Rekordhalter im Sportgeschäft als “Looser” abzuschreiben. Ganz im Gegenteil: Vieles spricht dafür, dass der Langstreckenläufer wieder zu seiner alten Form zurück gefunden hat.

Ein sportlicher Rat schonmal vorab: Meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief haben Nike zum Champion gekürt…und das zurecht, denn Nike ist der Inbegriff vieler Superlativen: Die Legende. Der weltweit führende Sportartikelhersteller. Die Hipster-Marke. Zweifellos besticht der Konzern aus dem US-Bundesstaat Oregon mit einer Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht.

Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat die Aktie 427 Prozent dazugewonnen. Nikes Börsenwert beziffert sich derzeit auf satte 90 Milliarden Euro, fast dreimal soviel wie Adidas. Doch Nikes Goldmedaille trug vergangenes Jahr ein paar Kratzer davon. Der Konzern stieß an die Grenzen seines Wachstums und musste im Schlussquartal 2016 einen Umsatzzuwachs von “nur” 6 Prozent hinnehmen. Eine gewöhnungsbedürftige Entwicklung für die erfolgsverwöhnten Nike-Anleger, deren Aktie 2016 über 15 Prozent an Wert verlor.

Neues Jahr, neues Glück? Vieles spricht dafür, dass Nike 2017 seinem Namen wieder alle Ehre machen wird und das, obwohl Erzrivale Adidas und Newcomer wie Under Armour auf der Lauer liegen. Echte Champions lassen sich eben nicht so schnell aus dem Feld schlagen. Viele Experten bezeichnen das vergangene Jahr deshalb als “Verschnaufpause”. Ein kurzes Formtief, von dem sich Nike 2017 wieder erholen wird, denn an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Die Vergangenheit ist demnach bereits “eingepreist” und kann dem zukünftigen Kursverlauf nicht mehr gefährlich werden.

Sie könnten Recht behalten. Seit Jahresbeginn punktet der Sportartikelhersteller mit einem Kursgewinn von 9,9 Prozent, was sowohl positiven Analystenstimmen, als auch einer vielversprechenden Geschäftsperspektive zuzuschreiben ist.

Die Verkäufe in Asien laufen wieder besser, und Nike hat auch im wichtigen Lifestyle-Segment ein “Ass” im Ärmel: Ende März stürmt der neue Sneaker “Air Vapor Max” die Regale. Womöglich der Kassenschlager, mit dem unser Champion einmal mehr beweist, wie viel “Swoosh” in ihm steckt.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss Boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Nike-just-do-it-von-Miss-boersede/7751516

 

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Nike, just do it!

Die Highlights der Woche: Entspannung in Sicht?

Eine turbulente Woche voll politischer und wirtschaftlicher Höhepunkte liegt hinter uns. Die Wahl in den Niederlanden, der Zinsentscheid der US-Notenbank, die dramatischen Jahreszahlen der Energieversorger, die Durchsuchung bei Audi, der Besuch von Kanzlerin Merkel bei Donald Trump… Ereignisse, welche stets auf Sicherheit bedachten Börsianer verunsicherten.
Deren Grundeinstellung “nur nicht zu weit aus dem Fenster lehnen” spiegelte sich auch in den Aktienkursen wider. So ging der deutsche Leitindex mit 12.098 Punkten und einem Wochengewinn von rund einem Prozent ins wohlverdiente Wochenende. Börsianer sind ein sicherheitsliebendes Völkchen und je mehr nach “Schema F” läuft und je weniger welt- oder finanzpolitische Überraschungen drohen, desto besser für die Kursstabilität. “Politische Börsen haben kurze Beine” lautet eine alte Börsenweisheit. Doch was, wenn sich politische Ereignisse praktisch die Klinke in die Hand geben?
Nach dem Amtsantritt von Donald Trump kommen schon die Wahl in den Niederlanden, in Frankreich und schließlich in Deutschland, gemischt mit einer ordentlichen Dosis weltpolitisches Tohuwabohu. Aus den “kurzbeinigen” Börsen werden Marathon-Märkte, die fast schon immun gegen politische Querelen geworden sind.
Auch das “Zins-Gespenst” macht seinem Namen keine Ehre mehr. Obwohl die US-Notenbank vergangenen Mittwoch den US-Leitzins auf 0,75-1,00 Prozent erhöhte, reagierten die Weltbörsen tiefenentspannt. Der Zinsschritt war zwar erwartet worden, doch die Vergangenheit lehrte uns, dass ein Anstieg des Leitzinses häufig einen Kursrutsch verursacht, da Anleger ihr Depot “umschichten”: Raus aus den “riskanten” Aktien, rein in die festverzinslichen Bankanlagen.
Selbst diese Börsenregel verliert momentan ihre Daseinsberechtigung. Sowohl Dax, als auch Dow Jones ließen nach dem Notenbanktermin nur leichte Zuckungen sehen– von einem Kurs-Kollaps konnte keine Rede sein.
Eine kleine Atempause hätten wir uns diese Woche redlich verdient. Ob die Finanzmärkte das genauso sehen? Zweifellos bewegen wir uns weiterhin auf glattem, aber bis dato überraschend tragfähigem Eis. An politische und wirtschaftliche Umfeldfaktoren haben wir uns scheinbar schon gewöhnt. Wie wäre es dann zur Abwechslung mal mit fundamentalen Unternehmensdaten? Davon gibt es diese Woche wieder reichlich. Wie im Showgeschäft drängen Stars und Sternchen aufs Parkett– von “Promis” wie Nike und BMW, bis hin zu “Geheimtipps” wie diesem Champion.
Hier ein Auszug der Börsen-Highlights, die für Stimmung auf dem Parkett sorgen könnten:
Montag:
SAP Capital Markets Day, Deutsche Bank (Geschäftsbericht)
Dienstag:
Fuchs Petrolub (Jahreszahlen), BMW (Jahreszahlen), General Mills (Q3 Zahlen), Nike (Q3 Zahlen), FedEx (Q3 Zahlen), Porsche SE (Bilanz Pk)
Mittwoch:
Xing, Jenaoptik, Kingfisher, Hermes (alle Jahreszahlen)
Donnerstag:
Postbank, Leoni, United Internet, Pfeiffer Vacuum, Stada, Krones, Freenet, Telecom Italia, GameStop (alle Jahreszahlen)
Freitag:
Salzgitter und Hapag-Lloyd (Jahreszahlen)
Liebe Leserinnen und Leser, wie im echten Leben so gilt auch an der Börse: Mit kleinen Schritten gelangt man oft sicherer ins Ziel als mit Siebenmeilenstiefeln. Auch ich fühle mich oft von der Flut an Unternehmensnachrichten und weltpolitischen Neuigkeiten “erschlagen”. Doch das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und der Börse Lebewohl zu winken. Ganz im Gegenteil. Solange die Menschheit nach Wachstum strebt, wird sich auch die Wirtschaft weiterentwickeln. Die Vergangenheit beweist, dass Dax und Dow Jones im Mittel jährlich 9 Prozent Rendite erzielen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf verlieren auch kurzzeitige Kursturbulenzen an Schrecken und einem langfristigen Vermögensaufbau mit risikoarmen Wertpapieren wie unseren Champions steht nichts mehr im Wege.
Ich wünsche Ihnen eine entspannte und erfolgreiche Börsenwoche,
Ihre Miss boerse.de

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Die Highlights der Woche: Entspannung in Sicht?

Steigende Inflation und Null-Zinsen- so wird unser Spargeld vernichtet

Jahrelang haben wir gespart. Auf den guten Rotwein, die Fernreise und den Neuwagen verzichtet. Geschuftet, um die Familie zu ernähren und das Haus abzubezahlen. All die Mühen  stellen uns jetzt vor ein neues Problem: Wohin mit dem Erspartem? Die Tagespresse überhäuft uns mit Schlagzeilen wie “Inflation auf Fünf-Jahres-Hoch”, “Wenn man fürs Sparen zahlen muss” oder “Kommt jetzt der Aktien-Absturz?”.

Diese und ähnliche Nachrichten werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten liefern und stiften Verwirrung: Welche Geldanlage lohnt sich überhaupt noch? Wird mein Geld auf dem Sparbuch von Negativ-Zinsen “aufgefressen”? Wir Verbraucher stecken in der Klemme zwischen Nullzins und gleichzeitiger Inflation– ein Patentrezept zum Geldverbrennen. Denn das auf dem Sparbuch befindliche Kapital kostet mehr, als es Zinsen bringt und das bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten.

Genährt werden die Zweifel der Sparer von zwei aktuellen Ereignissen: Dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch und dem Erreichen der europäischen Inflationsmarke von 2 Prozent im Februar. Dabei hängen das Zins- und Inflationsgespenst auch noch unmittelbar miteinander zusammen. Ist die Inflation zu gering, senken die Notenbanken den Zinssatz. Hat die Preissteigerung wieder das gewünschte Niveau erreicht, so erhöhen sie den Leitzins stufenweise.

Zumindest in den USA. Um die US-Wirtschaft anzuheizen, hat die Zentralbank den amerikanischen Leitzins lange Zeit bei Null Prozent “eingefroren”. Unternehmen konnten sich billiges Geld leihen, Arbeitsplätze schaffen und Investitionen tätigen. Mit Erfolg: Die US-Konjunktur boomt und das Ziel “Vollbeschäftigung” ist nahezu erreicht. Zeit für die Notenbanker, um den Leitzins gemächlich wieder Richtung ein Prozent hochzuschrauben und im Laufe des Jahres noch ein paar Prozentpunkte draufzulegen.

Die US-Wirtschaft kann sichs scheinbar leisten und auch die Wall Street reagierte auf die Zinserhöhung ziemlich unbeeindruckt. Doch wie stehts um die Inflations- und Zinspolitik hierzulande?

Zeit, um einen Blick auf die “Gespenster, die wir riefen” zu werfen:

Inflation
EZB-Chef Mario Draghi hat mit seiner “Geldflut” ganze Arbeit geleistet. Aufgrund der jahrelangen Nullzins-Ära, die Unternehmen billige Kredite beschert und uns um unser Spargeld bringt, ist die Inflation in Europa mit zwei Prozent im Februar auf dem höchsten Stand seit 2013 angelangt. Tanken, Heizen, Essen– die Preise für den Lebensunterhalt steigen, die schleichende Geldentwertung nimmt ihren Lauf. Gegen Preissteigerungen können wir uns kaum wehren, wohl aber gegen die Entwertung unseres eigenen Spargelds, das wir als “Volk der Sparer” immer noch viel zu gerne auf dem Sparbuch verdampfen lassen.

Zinsen
Gibt es nicht. Punkt. Für einen Inflationsausgleich müssten festverzinsliche Geldanlagen rund zwei Prozent Zinsen abwerfen, doch davon können wir derzeit nur träumen. Mario Draghi, der Chef der EZB (Europäische Zentralbank), bleibt trotz Erreichens seines Inflationszieles stur und belässt den Leitzins in der Eurozone bei null Prozent. Seine Entscheidung stützt zwar die südeuropäischen Banken, die dringend auf Null-Zinsen angewiesen sind, schadet aber der deutschen Volkswirtschaft und uns Sparern enorm.

Aktien
Immobilie? Haben wir schon. Sparbuch? Bis auf Weiteres unrentabel. Oldtimer, Rolex, Brilli? Gerne, aber dann ist das Geld erstmal in der Schmuckschatulle oder der Garage “geparkt”- und das bei unsicherer Rendite. Was bleibt, sind unsere “best buddies”, die Aktien. Von vielen noch immer als Spekulationsobjekte beschimpft, sind Unternehmensbeteiligungen langfristig der beste und sicherste Weg zum Vermögensaufbau. Man kann sie zwar im Gegensatz zu Sachwerten wie Immobilien oder Gold nicht anfassen, aber hinter Aktien verbergen sich ganz reale Werte. Fabriken, Produkte, Patente, Mitarbeiter, Maschinen… wer ein Wertpapier kauft ist kein Zocker, sondern “Miteigentümer” eines Unternehmens. Aktionäre profitieren am Firmenerfolg und erhalten zusätzlich zur Rendite oft auch eine Dividende (Gewinnbeteiligung).

Trotz politischer und wirtschaftlicher Krisen, Pleiten und Pannen kannten die Weltbörsen in der Vergangenheit nur eine Richtung: Aufwärts. Die Zielrendite bei Dax und Dow Jones liegt bei 9 Prozent jährlich. Eine Performance, die mit festverzinslichen Geldanlagen auch künftig wohl kaum zu erreichen ist.

Aktien sind also gewissermaßen der perfekte Allwetterschutz gegen Niedrigzinsen und steigende Inflation. Unter einer Bedingung: Die Mischung muss stimmen. Riskante Spekulationen können fatale Auswirkungen auf Ihre Vermögensentwicklung haben, intelligente Investitionen machen sich dagegen bezahlt. Mit Hilfe der Performance-Analyse haben meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief aus den mehr als 20.000 Werten in der boerse.de-Datenbank, die langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt herausgefiltert. Unsere Champions. Diese Aktien zeichnen sich durch ein überdurchschnittliches Rendite-Risiko-Profil aus und dürfen eigentlich in keinem Depot fehlen. Zum Schluss habe ich noch ein Geschenk für Sie. Als boerse.de-Besucher haben Sie hier die Möglichkeit, die aktuelle Ausgabe kostenlos zu lesen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende und viel Vergnügen bei der Lektüre,

Ihre Miss boerse.de

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Steigende Inflation und Null-Zinsen- so wird unser Spargeld vernichtet

Einmal volltanken, bitte! Tesla plant Kapitalerhöhung

Der nachhaltige Elektroauto- und Ökostromkonzern Tesla entpuppt sich langsam aber sicher als Kapital-Verbrenner. Um den Bau der ersten Mittelklasse-Limousine “Model 3” zu finanzieren, leiht sich Tesla deshalb jetzt Geld bei den Anlegern: Rund 1 Milliarde Dollar will Firmenchef Elon Musk mittels Kapitalerhöhung (der Ausgabe frischer Aktien) und Wandelanleihen einsammeln, wie der Konzern gestern Abend bekanntgab. Peanuts! Experten hatten im Vorfeld sogar mit einer noch größeren Finanzspritze in Höhe von 1,7 bis 2,5 Milliarden Dollar gerechnet.

Wenn es um Kapitalerhöhungen geht, reagieren Börsianer oft skeptisch, da ein solcher Schritt auf eine löchrige Finanzdecke schließen lässt, wie zum Beispiel im Falle der Deutschen Bank. Aber Tesla ist natürlich ein Fall für sich: Die Aktie des Autobauers legte gestern nachbörslich zwei Prozent zu. Ein deutliches Zeichen für das Vertrauen der Anleger in Teslas sonnige Zukunft.

Die Geldspritze dient der Stärkung der Bilanz und soll die Risiken und Nebenwirkungen des Mittelklasse-Abenteuers abfedern. Bislang waren die “Models” des Elon Musk zwar ganz hübsch anzusehen, aber zu Preisen jenseits der 45.000 Euro für Otto Normalverbraucher unerschwinglich. Mit dem Bau des umgerechnet rund 30.000 Euro teuren Stromers aus der Kategorie “VW Passat” will Elon Musk nun endlich den Massenmarkt erobern.

Es gab immer mal wieder kritische Stimmen, die unkten, dass Tesla seinen Zeitplan nicht einhalten werde, doch momentan deutet alles darauf hin, dass der “3er” bereits ab Juli vom Band laufen wird. Gute Nachrichten für fast 400.000 Kunden, die scheinbar bereits eine Anzahlung für das Mittelklasse-Modell geleistet haben. Ich frage mich nur, ob die finanziellen Vorschusslorbeeren, die bereits auf Elon Musks Konto eingegangen sind, nicht für die Finanzierung der Produktion reichen sollten?

Zwar zahlt Tesla für jeden Wagen, der vom Band rollt, immer noch drauf, doch aufgrund der steigenden Nachfrage könnte sich der Elektroautobauer bald zu einem ernsthaften Konkurrenten für BMW, VW & Co. mausern. Im Schlussquartal 2016 stiegen die Bestellungen für “Model S” und den SUV “Model X” um 52 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden 70.000 Fahrzeuge ausgeliefert, was einer Steigerung von 60 Prozent gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres entspricht.

Die Tesla-Euphorie spiegelt sich auch im Aktienkurs des Unternehmens wider: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate gewann das Papier rund 24 Prozent an Wert. Natürlich ärgere ich mich manchmal über “verpasste Chancen” auf dem Aktienmarkt, doch im Fall von Tesla werde ich mich auch weiterhin in Zurückhaltung üben. Meiner –  ganz subjektiven – Meinung nach fällt die Aktie eher in die Kategorie “Zockerpapier” statt “Champion” und würde mir zu viele schlaflose Nächte bereiten.

Risiken gibt es viele: Das Tesla-Papier profitiert wie viele amerikanische Tech-Aktien vom “Trump-Effekt” und der Hoffnung der Amerikaner auf ein phänomenales Wirtschaftswachstum. Doch was, wenn der “Trumponomics” die Luft ausgeht? Zahlreiche, teils äußerst finanzstarke und innovative “Tesla-Jäger” liegen auf der Lauer. Was, wenn ein Newcomer oder eine etablierte Marke ein noch attraktiveres Modell auf den Markt bringt? Last but not least: Elon Musk. Ein extrem erfolgreicher, aber manchmal vielleicht zu visionärer Unternehmer, dem seine eigenen Ambitionen zum Verhängnis werden könnten.

Es spricht absolut nichts gegen ein paar spannende “Spekulationsobjekte” im Depot. Nur wie so oft im Leben kommt es auf die richtige Mischung an. Ein paar Spaß-Aktien à la Tesla, gepaart mit einem soliden Fundament defensiver Champions und –  voilà  – schon fahren Sie auf der sicheren Seite.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss Boerse.de

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Einmal volltanken, bitte! Tesla plant Kapitalerhöhung

Bei Lanxess stimmt die Chemie (wieder)

Spezialchemie-Konzern Lanxess gewährt uns Donnerstagmorgen einen Blick in seine Bilanzbücher 2016. Auf den ersten Blick eine “langweilige” Branche, auf den zweiten eine unentbehrliche. Zwar fehlt den meisten von uns der rechte “Draht” zur Spezialchemie, doch was wären wir ohne Kautschuk, Kunststoffe und Pigmente? Lanxess Produkte sind vielleicht nicht so sexy wie beispielsweise Daimlers neueste Prestigeobjekte, aber ein Mercedes ohne Mithilfe eines Chemiekonzerns? Undenkbar. Reifen, Lack, Kunststoffe – viele Unterteile haben ihren Ursprung im Labor.

Auch aufgrund der boomenden Autoindustrie in Asien erhöhte Lanxess im November 2016 zum dritten Mal innerhalb eines Jahres die Prognose: Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) könnte an der Eine-Milliarden-Euro-Grenze kratzen nach 885 Millionen Euro im Jahr zuvor. Unterm Strich bleiben dem Konzern vermutlich 62 Millionen Euro in der Kasse nach 41 Millionen Euro 2015.

Die Erfolgsgeschichte des M-Dax-Mitglieds ist noch relativ jung und vor allem einem Mann zuzuschreiben: Matthias Zachert. Als der “Zahlenmensch mit Stallgeruch”, wie ihn eine Nachrichten-Website zu seinem Amtsantritt 2014 betitelte, die Leitung des Kölner Unternehmens übernahm, braute sich in dessen Chemieküche nichts Gutes zusammen. Ausgerechnet das Kerngeschäft, die Herstellung und der Vertrieb von Kautschuk, entwickelte sich zäh. Zachert fackelte nicht lange und verordnete Lanxess eine Radikalkur, gepaart mit einer strategischen Neuausrichtung.

Neben den üblichen Sparmaßnahmen wie Stellenabbau und der Zusammenlegung von Abteilungen konzentrierte sich der Chemiekonzern von nun an auf Geschäftsbereiche, die weniger zyklisch und konjunkturabhängig sind, als das kriselnde Gummi-Geschäft. Zacherts Ziel ist es, Lanxess’ Abhängigkeit vom Kautschuk zu verringern und freigewordene Ressourcen und Gelder in die Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura zu investieren. Die 2,4 Milliarden Euro teure Fusion soll bis Mitte 2017 in trockenen Tüchern sein und den Kölnern Zugang zum Markt der Schmierstoffe und Flammschutzmittel ermöglichen, die etwa in der Bau,- Luftfahrt- und Elektroindustrie genutzt werden.

Zur Rettung des schwächelnden Kautschuk-Segments fand Zachert 2015 einen potenten Partner: Den weltgrößten Energie- und Ölkonzern Saudi Aramco. Die Araber zahlten für 50 Prozent des Gemeinschaftsunternehmens 1,2 Milliarden Euro netto an Lanxess. Ein doppelter Befreiungsschlag für den Chemiekonzern: Zum einen verfügte dieser nun über die finanziellen Mittel für eine Neuausrichtung und die Akquisition von Chemtura. Zum anderen bekamen die Kölner dank ihrer neuen Arab-Connection so etwas wie eine “Privat-Pipeline” für den gefragten und teuren Rohstoff Öl, der für die Kautschukherstellung benötigt wird.

Na, neugierig geworden? Zurecht. Die Spezial-Chemieindustrie befindet sich zwar im stetigen Wandel, doch sie liefert die Basis für viele Erzeugnisse des täglichen Lebens– von Nahrungsmitteln über Medikamente bis hin zu Gebrauchsgütern. Natürlich gibt es in der Chemiebranche eine Vielzahl interessanter Einzelwerte. Um die Spreu vom Weizen zu trennen haben wir bei der Auswahl der Titel, die den Namen “Champion” auch verdienen, vor allem ein Augenmerk auf deren Zehn-Jahres-Performance gelegt und entschieden uns für den Lanxess-Konkurrenten Fuchs Petrolub. Eine Kursrendite von +368 Prozent (Fuchs Petrolub) im Vergleich zu +70 Prozent (Lanxess) innerhalb der vergangenen zehn Jahre, gepaart mit einem hoffnungsfroh-grünen Renditedreieck machte uns die Entscheidung, Fuchs Petrolub zum Champion zu küren, relativ einfach.

PS: Brandaktuelle Informationen und Analysen zu unseren Champions, den erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt, erhalten Sie in der druckfrischen Ausgabe des boerse.de-Aktienbrief. Reinlesen lohnt sich!

Ich wünsche Ihnen einen spannenden, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Bei Lanxess stimmt die Chemie (wieder)

E.ON sieht rot

E.ON veröffentlicht Mittwochmorgen Jahreszahlen 2016. Ein Ereignis, das – zumindest zahlentechnisch – nicht übermäßig spannend ausfallen dürfte, denn dass der Energieversorger tief in den roten Zahlen steckt, ist bereits jetzt traurige Gewissheit. Schon in den ersten neun Monaten klaffte im Zahlenwerk der Essener ein 9,3 Milliarden tiefes Bilanzloch, zum Jahresende dürfte sich der Fehlbetrag Schätzungen zufolge auf 12,4 bis 14 Milliarden Euro belaufen.

Immerhin ein schwacher Trost: E.ON steht mit seiner Leidensgeschichte nicht alleine da. Ruhrpott-Kumpel RWE präsentierte heute Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr und verzeichnete einen neuen Negativ-Rekord. Unterm Strich stand 2016 ein Minus von 5,7 Milliarden Euro – der größte Verlust in der Firmengeschichte.

Atomausstieg
Das alte Sprichwort “geteiltes Leid ist halbes Leid” trifft auf die Versorger nur hinsichtlich der Kosten für die Energiewende zu. Für 23,55 Milliarden Euro “dürfen” sich die vier Energieriesen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall von den Risiken und Nebenwirkungen des Atomausstiegs “freikaufen”. Das Geld wandert in einen staatlichen Fonds, der die Zwischen- und Endlagerung der verstrahlten Altlasten managed. Davon entfallen rund zehn Milliarden Euro auf E.ON, die schon diesen Sommer fällig werden. Mit der Endlagerung allein ist es natürlich nicht getan. Auch die Stilllegung und der Abriss der Atommeiler hat seinen Preis und könnte die vier Versorger weitere 60 Milliarden Euro kosten.

Preisverfall
Ja, und wo bleiben die Einnahmen, um das ganze Debakel zu finanzieren? Unglücklicherweise scheint auch hier nur ein schwaches Licht am Ende des Tunnels. Hippe Ökostrom-Anbieter drängten konventionelle Stromerzeuger aus den Netzen und verursachten in den vergangenen Jahren einen gigantischen Preisrutsch für konventionell erzeugte Energie. Den wird die leichte Strompreiserhöhung 2017 nicht annähernd kompensieren können.

Neue Energiequelle?
Eine zukunftsträchtige Lösung für beide “Baustellen” zu finden, würde vermutlich viele Firmenchefs überfordern. E.ON-Boss Johannes Teyssen hat dann auch entweder ein besonders sonniges Gemüt oder einen extrem guten Motivations-Guru. Wie sonst lassen sich vier Milliardenverluste in einer Amtszeit verdauen? Bislang blieben Teyssens Wiederbelebungsversuche des akut kranken Konzerns weitgehend erfolglos. Gewagte Vorstöße in Regionen wie die Türkei oder Brasilien haben sich nicht ausgezahlt und die “Kernspaltung” des Unternehmens in alte (Uniper) und neue (E.ON) Energie ist umstritten. Zwar spielte Konkurrent RWE einen ähnlichen Schachzug, doch mit umgekehrter Rollenverteilung. RWE behielt das konventionelle Stromgeschäft und brachte die neue, schöne Ökostrom-Tochter Innogy an die Börse.

Welche Strategie sich letzten Endes beweisen wird, bleibt abzuwarten. Momentan deutet allerdings vieles auf einen Punktesieg für RWE: Der E.ON-Rivale sorgt heute mit seiner Gewinnperspektive fürs Geschäftsjahr 2017 für Jubel unter den Aktionären und einen Kursgewinn von zeitweise über acht Prozent.

Ob die E.ON-Anleger auf Tyssons Bilanzpräsentation morgen ähnlich enthusiastisch reagieren? Experten rechnen damit, dass der Energieriese Investoren mit einer Dividende von 20 Cent pro Aktie bei Laune zu halten probiert. Ein fraglicher Anreiz, zumal die Gewinnausschüttung im Vorjahr noch bei 50 Cent pro Anteilsschein lag… Bleibt noch die Hoffnung auf Besserung. Experten erwarten eine Stabilisierung der Strom-Großhandelspreise und robustere Geschäfte des Tochterunternehmens Uniper, von dem sich E.ON nach Ende 2017 trennen will.

Die gesamte Energiebranche steht schon lange unter Strom und Versorgeraktien frustrierten Investoren in den vergangenen zehn Jahren mit gigantischen Verlusten: E.ON mit -78,5 Prozent, RWE mit -82 Prozent. Da ist das kleine Kursgewinn-Trostpflaster heute nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wie wäre es statt unrentabler Spekulationen mit einem devensiven Investment, das innerhalb der vergangenen zehn Jahre +274 Prozent Rendite errechnet? Der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) setzt sich aus zehn “langweiligen” Einzelwerten mit solider Kurshistorie zusammen und eignet sich gerade deshalb bestens für den langfristigen Vermögensaufbau.

Ich wünsche ihnen einen entspannten, erfolgreichen, Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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E.ON sieht rot

Die Highlights der Woche: Unter Strom

Unser heimisches Börsenbarometer kämpfte vergangene Woche erfolglos gegen den Abstieg aus der 12.000 Punkte-Liga. Es war ein spannender Wettstreit, nach dem der Dax nach einigen Up’s und Down’s am Freitag mit 11.963 Punkte ins wohlverdiente Wochenende ging. Auf Wochensicht ein Minus von einem halben Prozent. Keine berauschende Performance, aber angesichts der Vielzahl politischer und wirtschaftlicher Einflussfaktoren, die die Weltbörsen momentan im Griff haben, schlägt sich unser heimischen Leitindex noch recht wacker.

Den gleichen Wochenverlust verbuchte der amerikanische Dow Jones, der zwar mit 20.888 Punkten aus dem Rennen ging, aber nicht genug “Drive” hatte, um die 21.000 Punkte-Schallmauer zu durchbrechen.

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier…
Die Hochstimmung an den Weltbörsen erfährt momentan Gegenwind eines Tiefdruckgebietes namens “Donald”, das Mitte der Woche von “Janet” abgelöst wird. Donald Trump und Janet Yellen, die Chefin der US-Notenbank, dominieren schon seit Monaten die Stimmung der Börsianer. Mr. Präsident mit seinem “Gezwitscher” und vagen Äußerungen zu “phänomenalen”, steuerpolitischen Plänen und Mrs. Yellen mit einer überraschend deutlichen Stellungnahme zum anstehenden Zinsentscheid. Sie kündigte vergangene Woche an, dass die “Fed” (US-Notenbank) mit großer Wahrscheinlichkeit am 15. März eine Erhöhung des amerikanischen Leitzinses von derzeit 0,50-0,75 Prozent auf 0,75-1,00 Prozent beschließen wird.

Auf derlei “Drohungen” reagieren die Börsianer oft sehr empfindlich, da steigende Zinsen – angeblich – schlecht für die Aktienkurse sind. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Der Entscheid ist offenbar schon in den momentanen Börsenkursen “eingepreist”. Damit verliert das “Zins-Gespenst” an Schrecken und könnte sich sogar noch in ein regenbogenfarbenes Einhorn verwandeln, denn viele Aktionäre interpretieren den Zinsschritt als ein positives Signal für eine robuste Wirtschaft. Und gute Konjunkturdaten verleihen den Börsenkursen bekanntlich Flügel.

Neue Energie
Bei den Jahreszahlen dürften die Energieunternehmen diese Woche den Ton angeben. RWE, “Sprössling” Innogy und Konkurrent E.ON kämpfen um die Spitzenposition des verlustreichsten Stromerzeugers– ein mit Hochspannung erwarteter Showdown. Die vier Versorger E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall leiden unter erdrückenden Milliardenkosten für den Atomausstieg und kämpfen zusätzlich mit chronisch niedrigen Großhandelspreisen für ihr Kernprodukt: Strom. Dementsprechend ernüchternd dürften auch die Zahlen der Energieriesen ausfallen, die schon im Vorfeld vor Milliardenlöchern in ihren Bilanzen warnten.

Weitere Finanz- und Bilanztermine, die in den kommenden Tagen für Aufsehen sorgen könnten:

  • Dienstag: RWE, Volkswagen, Symrise, Wacker Chemie (alle Jahreszahlen), Adidas (Investoren Tag)
  • Mittwoch: E.ON, Inditex, Raiffeisen, Sixt, Munich Re (alle Jahreszahlen), Bayer (Investoren Tag), Fed Zinsentscheid
  • Donnerstag: HeidelbergCement, Lanxess, K+S, Lufthansa, MAN, Sainsbury (alle Jahreszahlen) BoE Zinsentscheid
  • Freitag: “Hexensabbat”, der große Verfallstag für Terminkontrakte wie Futures und Optionen

Liebe Börsianer und “Neueinsteiger”, wir freuen uns auf fünf abwechslungsreiche Tage mit dem US-Notenbankentscheid als Höhepunkt. Bis Mittwoch könnten die Märkte deshalb in einer Art “Lauerstellung” verharren, doch sobald die Katze aus dem Sack ist, gehts wieder Rund auf dem Parkett!

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

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Die Highlights der Woche: Unter Strom