Daumen hoch für die Facebook-Aktie

So umstritten das Social Network auch sein mag: Die Facebook-Aktie verdient ein dickes “Like”. Dieser Meinung waren gestern auch die Analysten der Investmentbank Barclays, die dem Technologiewert das Prädikat “Overweight” verliehen und ein Kursziel von 153 US-Dollar in die Bewertung aufnahmen. Momentan kostet ein Facebook-Anteil rund 143 US-Dollar.

Seit ihrem Börsendebüt im Mai 2012 gewann die FB-Aktie 260 Prozent an Wert, doch die Erfolgsgeschichte kannte ein paar Stolpersteine. Nach einem gefeierten IPO zum Ausgabepreis von 38 US-Dollar fiel die Aktie innerhalb weniger Tage unter 30 US-Dollar und erholte sich erst wieder im Dezember 2013, als die werbefinanzierte Konzernstrategie Form annahm und Anleger von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens überzeugte.

Snapchat: Konkurrent oder Copycat?

Eine ähnliche “Story” kennt Snapchat. Nach einem Raketenstart entpuppte sich das gefeierte Tech-IPO zum Rohrkrepierer. Snap Inc. notiert momentan bei einem Kurs von rund 21 US-Dollar- 9,3 Prozent unter dem Aktien-Hoch am ersten Handelstag. Ähnlich Facebooks Werdegang muss auch Snapchat erst noch seine Richtung finden und momentan ist unklar, ob sich der Wert zur “Geister-Aktie”, oder Gewinnmaschine entwickeln wird.

Auch wenn die Anleger bislang skeptisch sind: Snap Inc. hat schon seit Jahren einen mächtigen Verehrer. Kein anderer als Facebook-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg klopfte bereits 2012 bei Snapchat an und bot den Eigentümern Evan Spiegel und Bobby Murphy zunächst eine, später sogar drei Milliarden Dollar für ihr junges Unternehmen. Doch Mark biss auf Granit. Evan und Bobby wollten nicht verkaufen und zwangen Zuckerberg dazu, sich auf Plan B zu besinnen: Das schamlose Abkupfern von Snapchat-Features.

Aktuellstes Beispiel: Snapchats “Stories”. Zuerst kopierte Zuckerberg das Video- und Fotoschnipsel Feature, mit dem Nutzer ihren Alltag aufhübschen und teilen können, nur auf seiner Fotoplattform Instagram. Doch seit Kurzem können auch User der Facebook-App Bildergeschichten-Posts über “ihren Tag” publizieren. Inklusive mehr oder weniger lustigen Gesichts-Filtern, Masken und Zeichnungen.

Gut möglich, dass Snap Inc. den “Klone War” mit dem überambitionierten Facebook verlieren wird, zumal das führende Social Network gegenüber der Geister-App einen überragenden, wirtschaftlichen Vorteil hat: Facebook scheffelt Millionen mit Werbeeinnahmen.

Die Spitze des Zuckerbergs

Die Geldquelle, der Twitter und Snapchat noch auf der Spur sind, hat Facebook längst erschlossen. Im vergangenen Jahr blieben nach einem sehr erfolgreichen Schlussquartal 3,56 Milliarden Dollar in der Kasse, was einem Zuwachs von 128 Prozent entsprach. Auch der Umsatz explodierte gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 Prozent auf 8,81 Milliarden Dollar wobei Werbeeinnahmen mit 8,63 Milliarden Dollar der weitaus größte Umsatzbringer des Konzerns waren. Da das Wachstum aus Werbegeldern in den kommenden Jahren an seine Grenzen stoßen wird, hat Mark Zuckerberg eine neue Strategie bedacht. Beziehungsweise abgekupfert. Womit Netflix und Amazon schon seit Jahren erfolgreich sind, will Facebook nachahmen: Die Produktion von Video-Inhalten, die vor allem junge Zuschauer überzeugen soll. Wie immer setzt Facebook auch hier auf Werbeeinnahme, die zwischen den Inhalte-Produzenten und der Video-Plattform geteilt werden sollen.

Auch boerse.de ist auf Facebook vertreten. Wir wollen mit unserem Auftritt jedoch kein Geld verdienen, sondern schlicht und einfach mit unseren Leserinnen und Lesern kommunizieren. Schauen Sie doch mal vorbei, wir freuen uns über Ihre “Likes”, “Shares”, Kommentare und Anregungen!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

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Daumen hoch für die Facebook-Aktie

Daimler strahlt trotz Diesel-Ärgers

Dieselgate statt Wurstgate: Während sich bei der letzten Hauptversammlung in Stuttgart alles um heimlich vom Buffet entwendete Würstchen drehte, die ein Aktionär in sein Doggybag packte, muss sich Daimler heute vor allem Fragen zu Abgas-Vorwürfen gefallen lassen.

Abgas-Ärger durch Thermofenster

Anders als bei VWs Dieselfahrzeugen, deren Motorabschaltung während der Abgasprüfung aktiviert wurde, schummelt Daimler mit sogenannten Thermofenstern, die ab einer bestimmten Temperatur die Abgasnachbereitung herunterfahren. Angeblich, um bestimmte Motorteile zu schonen, wenn es draußen kälter wird. Umweltschützer in Deutschland und den USA gehen verständlicherweise auf die Barrikaden und verklagen den Autobauer, weil er mit der Werbung für vermeintlich “saubere” Dieselmotoren Verbraucher in die Irre geführt haben soll.

Spritfressende SUVs

Einen weiteren Vorwurf muss sich Daimler aufgrund seiner umfangreichen Geländewagen-Palette gefallen lassen. Die sogenannten SUVs liegen momentan weltweit total im Trend und sowohl Stadt-Cowboy, als auch Unternehmergattin schmücken sich gerne mit einem überdimensionierten Allrad. Einerseits eine erfreuliche Nachfrage-Entwicklung, andererseits ein Andachtspunkt für Daimlers Forschungsteam. Erstmals seit 2007 gelang es dem Autobauer nicht, die strengen Klimaschutzziele der EU einzuhalten und den CO2-Ausstoß der Flotte zu senken.

Der Wert belief sich 2016 wie im Vorjahr auf 123 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer. Die spezifische Zielvorgabe für Daimler für das Jahr 2020 sind maximal 100 Gramm. Eine “ernstzunehmende Herausforderung” für den Forschungschef des Konzerns, da der zunehmende Anteil spritschluckender SUVs den Gesamtwert der Daimler-Flotte erhöht.

Doch die Stuttgarter lassen sich von etwas Gegenwind noch lange nicht aus der Spur drängen. Mit einer Fokussierung auf Hybrid- und Elektromotoren will Daimler den Kraftstoffverbrauch seiner Flotte in den kommenden Jahren senken und gleichzeitig in die Entwicklung spritsparender Technologien investieren.

Traum-Bilanz

Bei so viel “Dreck am Stecken” treten die grandiosen Geschäftszahlen, die Daimler-Chef Zetsche heute präsentierte, fast schon in den Hintergrund. Dabei schien der Stern des Autobauers nie heller: Für die vergangenen drei Monaten rechnet Daimler mit dem höchsten, jemals erreichten Absatz. Die Zahlen für März liegen zwar noch nicht vor, aber im Januar und Februar schafften die Stuttgarter ein Verkaufsplus von 15,6 Prozent.

Trotz des Diesel-Ärgers treten die Aktionäre heute aufs Gaspedal und bescheren Daimler einen Kursgewinn von rund 1,6 Prozent. Nett, aber die Aktie des Autobauers kann mit einer Rendite von nahezu null Prozent seit Januar nicht überzeugen. Ganz im Gegensatz zum boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BDCI), der im gleichen Zeitraum 5,37 Prozent an Wert gewann. Sie sehen schon, liebe Leserinnen und Leser, es muss nicht immer die Marke mit dem “Stern” sein. Manchmal sind vermeintlich “langweilige”, aber ungemein renditestarke Aktien wie die des BCDI, die bessere Wahl.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Daimler strahlt trotz Diesel-Ärgers

Lufthansa, wohin geht die Reise?

Die Lufthansa-Aktie brachte es gestern höchstens auf das Niveau eines Papierfliegers: Sie trudelte mit einem Minus von 2,8 Prozent in Richtung Süden. Ein trauriges Bild, das einer pessimistischen Branchenstudie von Merrill Lynch zu danken war, die sowohl Lufthansa, als auch AirFrance-KLM wegen anhaltend niedriger Ticketpreise eine düstere Zukunft prophezeite.

Total überbewertet, die Kranich-Aktie, meinten die Investmentbank und stufte das Kranich-Papier auf ein Kursziel von 9 Euro herunter. Angesichts des momentanen Kursniveaus von rund 15 Euro pro Anteilsschein wäre das ein ziemlicher Rückschlag für die LH-Aktionäre, die sich seit Jahresbeginn über sportliche 22 Prozent Rendite freuen durften.

Rückenwind

2016 war turbulent, keine Frage. Pilotenstreiks, Terrorangst, der Konkurrenzkampf gegen Billigflieger wie Easyjet oder Ryanair…die Traditionsairline hatte an vielen Fronten zu kämpfen. Trotz allem Gegenwind gelang es der Lufthansa dennoch, einen Rekordgewinn zu landen: Wie die Airline Mitte März bekannt gab, blieb unterm Strich mit 1,8 Milliarden Euro fast fünf Prozent mehr Gewinn übrig als im Vorjahr. Der Hauptgrund für das gute Ergebnis waren aber nicht etwa gestiegene Ticket-Verkaufszahlen, sondern eine Entlastung bei den Betriebsrenten. Weil Flugbegleiter in Zukunft statt einer garantierten Rentenhöhe nur noch Festbeiträge erhalten, sparte die Fluggesellschaft 652 Millionen Euro.

In Sachen Wachstum hat dagegen Ryanair die Schnauze vorne: Die Iren schnappten sich im vergangenen Jahr den Titel “größte europäische Airline” und stießen die LH vom Thron. Insgesamt beförderte Lufthansa 109,7 Millionen Passagiere, was einem Wachstum von 1,8 Prozent entsprach, Ryanair brachte es auf 117 Millionen Fluggäste- ein sattes Plus von 15 Prozent.

Gegenwind

Grund genug für die LH, um 2017 einen Gang raufzuschalten. Die Einigung im Tarifkonflikt mit den Piloten könnte sich zwar ähnlich positiv in der Bilanz bemerkbar machen wie die Entlastung bei den Betriebsrenten, doch auf der anderen Waagschale liegen höhere Treibstoffkosten. Der Konzern rechnet mit einer Tankrechnung von 5,2 Milliarden Euro in diesem Jahr- rund 350 Millionen Euro mehr als 2016. Bei allen Fluglinien ist der Preis fürs Kerosin der größte Kostenpunkt und könnte die Bilanz der Airline in diesem Jahr schwer belasten. Auch wird Lufthansa den Atem der Konkurrenz weiterhin im Nacken spüren, die mit Dumping-Preisen immer mehr Fluggäste an Bord holen. Heute fällt auch die letzte Bastion der LH: Frankfurt. Um 6:50 Uhr startete das erste Ryanair-Flugzeug mit Ziel Palma de Mallorca.

Sanfte Landung?

Die Luft im EU-Raum wird dünn und die Kranich-Airline muss sich langsam nach neuen Fanggründen umsehen. Zum Beispiel Asien. Gestern gab die Fluggesellschaft eine Kooperation mit Cathay Pacific bekannt, die die Frankfurter auf einen Schlag zum Marktführer auf Strecken zwischen Europa, Australien, Neuseeland und Fernost macht. Durch das Code-Sharing Abkommen können LH-Kunden künftig via Hongkong vier neue Ziele am anderen Ende der Welt ansteuern, die bis dato fest in Hand der Golf-Airlines sind.

Die Eroberung des fünften Kontinents ist nur ein Schritt in Richtung Zukunft. Laut “BamS” führt die LH bereits Gespräche mit HTT, kurz für “Hyperloop Transport Technologies”- einem weiteren Baby des visionären Tesla-Gründers Elon Musk. Dabei handelt es sich um einen Hochgeschwindigkeitszug, der mit bis zu 1.220 km/h durch Vakuum-Tunnel “schießen” soll und Flugzeuge auf manchen Strecken überflüssig machen würde. Momentan laufen erste Testversuche mit Kapseln, doch es ist völlig unklar, ob der Hyperloop jemals realisiert wird, oder einen Platz in Utopia bekommt.

“Unsicherheit” ist bei Anlegern generell ein äußerst kritischer Zustand. Auch wir von boerse.de investieren unser Kapital lieber in risikoarme Branchen, wie beispielsweise die der Nahrungsmittel- oder Pharmaindustrie, die weniger Turbulenzen ausgesetzt sind als die Luftfahrt. Deshalb haben wir eine Alternative für den stressfreien Vermögensaufbau entwickelt: Den boerse.de-Champions-Defensiv-Index BCDI. Dieser Index besteht aus zehn risikoarmen Einzelaktien, die sich seit vielen Jahren durch eine besonders hohe Gewinn-Konstanz auszeichnen. Mit Erfolg: Der BCDI gewann seit seinem Börsenstart am 1.Juli 2014 ganze 42,4 Prozent, die Lufthansa-Aktie verlor im selben Zeitraum  Prozent an Wert.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

 

Lufthansa, wohin geht die Reise?

Der Wochenausblick: Ernüchterung nach der Trump-Party

Ich traue mich ja kaum noch es zu schreiben, das “T-Wort”. Aber aus aktuellem Anlass komme ich einfach nicht darum herum, auch zu Beginn dieser Woche einen Blick nach Washington zu werfen: Zu Donald Trump, dem Immobilien-Milliardär dessen phänomenale Kommandopolitik auf der Baustelle mehr Schlagkraft hatte, als im Parlament. Mr. President himself scheiterte am Freitag mit seiner Gesundheitsreform, für die er im Repräsentantenhaus keine Mehrheit bekam.

Damit bestätigt sich, was viele Trump-Kritiker schon lange vermuten: Die Wahlkampfversprechen der Republikaner könnten sich als leere Worthülsen entpuppen, die nur dem populistischen Stimmenfang dienten. Während in den ersten Monaten nach der Präsidentschaftswahl eine wahre Aktien-Euphorie an der Wall Street grassierte, die auch Bankfurt in ihren Bann zog, kehrt langsam aber sicher Ernüchterung ein. Die Börsianer zweifeln an der Durchsetzbarkeit von Trumps Steuer- und Infrastrukturvorhaben und könnten ihm das Vertrauen entziehen.

Desillusionierung

In banger Erwartung der Gesundheitsreform-Entscheidung rettete sich der Dax mit gerade mal 12.064 Punkten in den Feierabend, was einem Verlust von 0,3 Prozent auf Wochensicht entsprach. Ein moderates Minus im Vergleich zum amerikanischen Leitindex. Die Entzauberung des Herrn Trump traf die Wall Street unerwartet hart und der Dow Jones verlor aufgrund der unsicheren US-Politik rund 1,5 Prozent innerhalb der vergangenen Börsenwoche. Vielleicht sollte der amerikanische Präsident mal seine Krawattenfarbe überdenken und von aggressivem Rot zu hoffnungsvollem Grün wechseln? Rot dominiert auch heute die Kurstafeln: Der Dax notiert mit rund einem Prozent im Minus- ein positiver Wochenstart sieht anders aus.

Wo sind sie denn, die Impulse?


Börsianer sind bekanntermaßen immer auf der Suche nach dem nächsten “Kick”, denn nichts ist kurstechnisch gesehen fataler, als ein handfester Kater nach einer Kurs-Party. Trump entpuppt sich langsam aber sicher als Stimmungskiller und die Finanzwelt sehnt sich nach dem folgenden Aphrodisiakum. Gern gesehene “Impulse” kommen häufig von Seiten der Unternehmen, die mit ihren Quartals- oder Jahreszahlen die Erwartungen der Analysten erfüllen, übertreffen oder enttäuschen. So kletterte Infineon vergangenen Freitag aufgrund hervorragender Geschäftsaussichten und einer nach oben korrigierten Prognose für 2017 mit rund neun Prozent Plus an die Dax-Spitze- das ist der Stoff, aus dem Börsianerträume gestrickt sind.

Während sich in den vergangenen Wochen die Bilanzpräsentationen börsennotierter Unternehmen die Klinke in die Hand gaben, können wir dieser Tage nur wenige anregende Zahlenwerke erwarten. Ob das reicht, um unseren Leitindex wieder über die magische 12.000-Punkte-Grenze zu hieven? Die kurze Finanzagenda umfasst u.a. folgende Termine:

Dienstag: Evotec, Bertelsmann, EnBW, Tom Tailor (alle Jahreszahlen)

Mittwoch: Scout24, Stada (beide Jahreszahlen, Daimler (Hauptversammlung)

Donnerstag: SMA Solar, ElringKlinger (beide Jahreszahlen), Hennes & Mauritz (Q1 Zahlen)

Freitag: RIB Software (Jahreszahlen), Blackberry (Q4 Zahlen)

Diese Börsenwoche wird aus fundamentaler Sicht recht unspektakulär und ich vermute, dass vor allem die Nachrichten bzw. Tweets aus dem Weißen Haus über ein “Top” oder “Flop” der Indizes entscheiden könnten. Immerhin haben wir so genug Zeit und Muße, uns mit den wetterfesten, politikverdrossenen boerse.de-Champions zu befassen. Im boerse.de Aktienbrief lesen Sie alles über die 100 erfolgreichsten und risikoärmsten Aktien der Welt, denen selbst die Politik des Mr. Phänomenal langfristig nichts anhaben kann.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Börsenwoche,

Ihre Miss boerse.de

 

Der Wochenausblick: Ernüchterung nach der Trump-Party

Gold und Aktien: Das Erfolgsduo für Ihren Vermögensaufbau

Die zurückliegende Börsenwoche war von Unsicherheit und Verlusten geprägt. Keine waschechte “Krise”, aber vielleicht der Beginn einer nötigen Korrektur. So ein kleiner Rücksetzer ist im Allgemeinen kein Grund zur Besorgnis, denn der historische Kursverlauf von Dax und Dow Jones beweist, dass Aktien trotz Krieg, Krisen und Katastrophen im Mittel 9 Prozent pro Jahr zulegen.

Und doch kommen viele Anleger ins Grübeln: Ist das das Ende der “Trump-Rallye”? Droht jetzt die Abwärtsspirale, die saisonale Korrektur? Darüber können auch wir von boerse.de nur spekulieren, doch es gibt ein paar “goldene” Anlage-Regeln, die auch in Zeiten allgemeiner Verunsicherung nicht an Gültigkeit verlieren. Ganz im Gegenteil: Sie bieten uns Rückhalt und finanzielle Sicherheit in Krisenzeiten, denn Panik ist immer ein schlechter Ratgeber.

Mit Sachwerten sind Sie auf der sicheren Seite
Eine davon lautet: “Investieren Sie in Sachwerte!”. Im Allgemeinen versteht man darunter Immobilien, Gold, Schmuck, Sammlerobjekte und ähnliche Gegenstände, die im Gegensatz zu bedrucktem Papiergeld einen gewissen Eigenwert besitzen. Häufig vergessen werden hingegen Aktien, die landläufig eher das Image “Zockerpapier” statt “Sachwert” verkörpern. Zu Unrecht, denn Aktien sind Unternehmensbeteiligungen, denen reale Werte in Form von Produkten, Maschinen, Mitarbeitern oder Patenten gegenüberstehen. Als Aktionär besitzen Sie kein wertloses Papier, sondern einen geldwerten Firmenanteil.

Eine alte Börsenregel besagt, dass Verluste an den Aktienmärkten oft einen Goldpreis-Boom auslösen. Dies ist in der Tat oft der Fall, weil Anleger bei den leisesten Anzeichen einer Korrektur raus aus den “riskanten” Aktien und “rein” in die sicheren Häfen flüchten. Um eine optimale, langfristige und krisenfeste Vermögensbildung zu gewährleisten, empfehlen wir deshalb ein Investment in beide Sachwerte, die sich optimal ergänzen: Aktien und Gold.

Steigende Geldmenge = Sinkender Geldwert = Steigende Sachwerte
Wenn die Geldentwertung Realität wird, gewinnen Sachwerte umso mehr an Bedeutung. Noch vor ein paar Monaten war von einer Inflation in Euroland keine Rede, ganz im Gegenteil. Mario Draghi und seine Notenbank-Kollegen pumpten billiges Geld in die Märkte, um eine Preissteigerung von rund zwei Prozent zu erzielen, was ihnen im Februar auch gelang. Und schon haben wir das Schlamassel: Die Deutschen bangen wieder um ihr Barvermögen. Da die gleichen Notenbanker den Zinssatz trotz erreichtem Inflationsziel bei null Prozent tiefgefroren lassen, ist auch das Sparbuch kein sicherer Hafen fürs Ersparte. Die Formel, wonach eine steigende Geldmenge in sinkendem Geldwert und nominal steigenden Sachwerten resultiert, behält ihre Gültigkeit.

Goldgräberstimmung?
Schon jetzt zeichnet sich ein neuer “Run” auf das Edelmetall ab, das seit Jahresanfang 9 Prozent an Wert gewann und momentan rund 1.229 Dollar pro Feinunze (31,10 Gramm) kostet. Eine Preissteigerung von über zehn Prozent pro Jahr ist eher ungewöhnlich. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich der Goldpreis in den kommenden sechs Monaten eine kleine Verschnaufpause gönnt, in den nächsten Jahren aber insgesamt deutlich anziehen wird. Von einem rein monetären Standpunkt aus gesehen ist meine Hochzeit in zwei Wochen, nach der ich ein paar Gramm vermögensbildende “Sachwerte” an meinem Finger tragen werde, also durchaus ein kluger Schachzug…

Auslöser für den Gold-Boom ist- neben einer hohen Nachfrage- auch der “Angst-Faktor”. Die andauernde Nachrichtenflut rund um den amerikanischen Präsidenten, das Wahljahr in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland gepaart mit geldpolitischen Unstimmigkeiten nähren die Unsicherheit, die den Goldpreis weiter in die Höhe treiben könnte. Ein Muss ist das aber nicht. So war die Brexit-Panik 2016 schnell verflogen und bereitete dem Höhenflug des Edelmetalls ein jähes Ende.

Deutliche Auswirkungen auf den Goldpreis hat dagegen häufig die Zinspolitik der US-Notenbanken. So legte der Preis für das Edelmetall im vergangenen Zinsanhebungszyklus zwischen 2004 und 2006 ganze 55 Prozent zu. Nach dem Zinsschritt der US-Notenbank vor rund zwei Wochen verteuerte sich die Feinunze bereits um gut drei Prozent. Und sollte die FED die Zinsen weiter anheben, könnte sich die Geschichte wiederholen.

Obwohl Gold und auch Aktien manchmal Überraschung bieten, dürfen wir nicht vergessen, dass beide ein echter “Wertspeicher” sind, also einen realen Substanzwert verkörpern. Bei einem “Sachwert-Investment” in Firmenanteile ist es jedoch essentiell, die Spreu vom Weizen zu trennen. Es geht nicht darum, in “irgendwelche” Aktien zu investieren, sondern in die richtigen. Wir haben für Sie die risikoärmsten und langfristig erfolgreichsten Aktien der Welt herausgefiltert und in einem Aktienindex gebündelt: Dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI). Damit liegen Sie auch in Krisenzeiten Gold-richtig.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Gold-und-Aktien-Das-Erfolgsduo-fuer-Ihren-Vermoegensaufbau-von-Miss-boersede/7752622

Gold und Aktien: Das Erfolgsduo für Ihren Vermögensaufbau

Krones: Der Champion verteidigt seinen Titel

Krones, unser Champion des Tages, beweist mal wieder, wie treffsicher meine Kollegen vom boerse.de-Aktienbrief bei der Auswahl ihrer Top-Werte sind, denn Krones ist schon seit langem Mitglied der 100 Champions-Aktien- die laut Performance-Analyse sichersten und langfristig erfolgreichsten Aktien der Welt.

Der Abfüll-, Verpackungs- und Anlagenspezialist übertraf die Schätzungen der Analysten und profitierte 2016 von einem starken, internationalen Wachstum. Vor allem die Geschäfte im Mittleren Osten, Afrika sowie in Nord- und Mittelamerika legten überproportional zu und sorgten für eine Umsatzsteigerung von sieben Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Experten hatten mit 3,33 Milliarden Euro gerechnet. Unterm Strich verdiente das im MDax notierte Unternehmen 169 Millionen Euro und überstieg auch in diesem Punkt die Erwartungen der Branchenkenner, die Krones 164 Millionen Euro zugetraut hatten. Doch damit nicht genug: Der Getränkeanlagenhersteller ist flüssig genug, um seinen Aktionären auch noch eine saftige Dividende von 1,10 Euro pro Anteilsschein zu bezahlen, 0,10 Euro mehr als im vergangenen Geschäftsjahr.

Soviel zu den “schnöden” Zahlen, aber uns interessiert natürlich auch, womit Krones eigentlich seine Brötchen verdient. “Anlagenhersteller” klingt auf den ersten Blick ja eher unspektakulär und “langweilig”. Wie sehr man sich doch täuschen kann! Haben Sie sich schon mal gefragt, wie das Bier in die Flasche oder die Cola in die Büchse kommt? Mit der Getränkeherstellung allein ist es nicht getan, die Flüssigware muss anschließend auch abgefüllt und verpackt werden. Genau das ist eines der Spezialgebiete von Krones. In den 50er-Jahren begann der Konzern mit der Etikettierung von Flaschen und ist heute sowas wie ein Full-Service-Dienstleister für Getränke- und Lebensmittelhersteller.


Von der PET-Flaschen-Herstellung über die Abfüllung und Verpackung von Getränken und Lebensmitteln bis hin zum Bau kompletter Anlagen und dem Recycling der Plastikflaschen: Krones hat die gesamte Wertschöpfungskette für sich erschlossen und arbeitet unter anderem für bekannte Softdrink,- Bier,- Saft und Spirituosenhersteller.

Ein Champion, der seine Krone auch tatsächlich verdient. Allein der Aktienkurs des Unternehmens legte innerhalb der vergangenen zehn Jahre um 113 Prozent zu, seit Jahresbeginn gewann ein Krones-Anteil 19,3 Prozent an Wert. Auch um die Zukunft der bayerischen Abfüller ist es gut bestellt: Krones rechnet 2017 mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent.

Liebe Leserinnen und Leser, wie sagt man so schön? Ein Champion kommt selten allein. Sollte ihnen die Erfolgsgeschichte von Krone Lust auf “mehr” gemacht haben, dann sichern Sie sich doch gleich Ihre Gratis-Ausgabe des aktuellen boerse.de-Aktienbriefs– dem Börsenbrief für Champions-Aktien.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

Krones: Der Champion verteidigt seinen Titel

Amazons Antwort auf REWE & Co: Der Lieferservice „Fresh“ steht in den Startlöchern

Ein Artikel über Amazon. Schönes Thema! Wie so oft google ich erstmal nach den neuesten Nachrichten über den Versandhändler. Und da gibt es so einige: “Amazon: Marktführer beim Klamotten-Shoppen”, “Amazon verhandelt über Bundesligarechte” und “Amazon greift Deutsche Supermärkte an”. Aus all diesen Schlagzeilen, die jede für sich einen Hintergrundartikel verdient hätten, wird deutlich, mit welcher Macht Amazon in unterschiedlichsten Geschäftsbereichen Fuß fassen will. Das aktuellste Beispiel ist Amazon Fresh.

Schon seit geraumer Zeit spekulieren Insider darüber, ob Amazon auch in Deutschland unter die Lebensmittellieferanten gehen wird. Jetzt verdichten sich Gerüchte, wonach der E-Commerce-Riese ab April testweise Kunden in München und Berlin mit Frischwaren beliefern will. Ein starker Partner für die “letzte Meile” sei auch schon an Bord: Die Deutsche Post-Tochter DHL, die mit ihrem Onlineshop Allyouneed Fresh bereits Kunden mit Lebensmitteln versorgt. Von offizieller Stelle liegt noch keine Bestätigung vor, aber der Bau eines “Amazon-Giga-Kühlschranks” im Münchener Osten lässt darauf schließen, dass den Gerüchten bald Taten folgen werden. Rund 15.000 Quadratmeter Fläche soll die Lagerhalle samt Kühlräumen umfassen, die nach Augenzeugenberichten schon kurz vor der Fertigstellung ist.

Sobald der Putz trocken ist, könnte alles sehr schnell gehen, denn das Geschäftsmodell ist bereits erprobt. In den USA und England versorgt Amazon Fresh seine Kundschaft schon seit Monaten mit Salatköpfen, Steak und Schokoeis, doch ein Launch in Deutschland war unter Experten lange Zeit umstritten. Angeblich ließe sich mit einem solchen Service in Deutschland kein Geld verdienen. Zu viele REWEs, ALDIs und Tengelmänner zieren die Innenstädte und Industriegebiete, zu gering sei die Marge auf Nahrungsmittel. Vielleicht sind das die Unkenrufe verzweifelter Supermarktketten, die einen Angriff aus dem Amazonas eventuell nicht überleben werden?

Die Angst ist berechtigt. Amazon muss sich im Gegensatz zu den bereits etablierten Lieferdiensten von REWE oder Kaufland sein Verbrauchervertrauen im Bereich Lebensmittel zwar erst verdienen, verfügt aber über eine gigantische Anzahl registrierter Kunden. Ein enormer Vorteil für den Branchenneuling, dessen Kunden bereits mit Kreditkarte und Kontaktdaten angemeldet sind.

Ein gewagtes Abenteuer, doch bei Amazon haben sich die meisten Investitionen in innovative Projekte ausgezahlt. Egal ob der Einstieg ins Filmgeschäft, das Cloud-Business mit virtuellen Datenspeichern oder der Express-Versand Amazon Prime: Fast alles, was die Amerikaner anfassen, wird zu Gold. Kein Wunder, dass der Aktienkurs des Champions in den vergangenen zehn Jahren um- bitte festhalten- 2.670(!) Prozent zulegen konnte.

Nicht ärgern, für einen Einstieg ist es nämlich selten zu spät. Eine positive Unternehmens-Bilanz, gepaart mit glänzenden Geschäftsperspektiven und dem absoluten Willen zum Erfolg sind Amazons große Stärke. Der Online-Händler setzte 2016 insgesamt 136 Milliarden Dollar um – 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn stieg von 596 Millionen auf 2,4 Milliarden Dollar, und Amazon wird auch künftig alles daran setzen, um neue, attraktive Geschäftsfelder zu erschließen. Oder um es mit den Worten des Amazon-Gründers Jeff Bezos zu sagen: “Wenn wir, egal in welchen Bereichen, Widerstände und Hürden abschaffen, kommen die Leute zu uns – einfach, weil es ihnen das Leben erleichtert.”

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Amazons Antwort auf REWE & Co: Der Lieferservice „Fresh“ steht in den Startlöchern