Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Ich handle mit Aktien. Sporadisch und gerne online. Zeit also für einen (virtuellen) Besuch auf der Website meiner Hausbank, die mich sogleich mit einer plakativen Werbung für den sogenannten “Oberland Sparbrief” begrüßt. Dieser verspricht unglaubliche 1,00 Prozent Rendite pro Jahr – und das bei einer Laufzeit von “nur” fünf oder zehn Jahren (fest)! Sie hören meine Ironie…1,00 Prozent Rendite ist zwar in Zeiten, in denen der europäische Leitzins bei Null Prozent eingefroren ist, gar nicht so übel, aber nichts im Vergleich zu dem, was mein Online-Aktiendepot derzeit erwirtschaftet und in den kommenden fünf bis zehn Jahren erwirtschaften könnte: Dax und Dow Jones eröffnen eine langfristige Gewinnperspektive von im Mittel neun Prozent jährlich. Und das bei voller Flexibilität.

Anlegerin bem Aktienkauf via Laptop und iphone
Wie Sie sich sicher schon vorstellen können, gelang es meiner Bank nicht, mich mit ihrer Sparbrief-Reklame zu ködern und auch sonst tut sie meiner Meinung nach zu wenig, um eine neue, jüngere Kundengeneration von Produkten wie Fonds und Aktien zu überzeugen. Das mangelhafte Engagement der Banken gepaart mit den geringen Finanzkenntnissen der meisten Deutschen sorgt dafür, dass die Aktionärsquote in Deutschland seit 2015 bei rund 14 Prozent stagniert. Wir haben so viel Geld auf der hohen Kante wie schon seit Jahren nicht mehr, die Wirtschaft boomt, der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich 2016 so gut wie nie im vergangenen Vierteljahrhundert entwickelt, der DAX gewinnt durchschnittlich neun Prozent pro Jahr und trotz allem haben viele Deutsche nicht den Mumm, in vermeintlich “riskante” Aktien zu investieren.

Ein Unding, denn Papiergeld schmilzt auf dem Sparbuch, wie ein Eis in der Sonne. Das Schreckgespenst vieler Sparer heißt “Inflation”. Die Geldentwertung, die momentan noch bei “nur” zwei Prozent liegt, ist vermutlich schon jetzt höher als die Zinsen, die Sie für Ihr Festgeld bekommen. Das bedeutet: Ihr Geld verliert bereits jetzt schleichend an Wert. Was aber, wenn die Inflation wie Anfang der 90er Jahre auf rund fünf Prozent steigt?

Daran können sich viele jüngere Anleger wohl kaum erinnern und auch die Dotcom-Blase ist an vielen “Millenials” vorbeigegangen. Ist das der Grund, weshalb eine neue, junge Zielgruppe das Börsenparkett für sich entdeckt? Trotz nahezu gleichbleibender Aktionärsquote ist die Zahl der Anleger im Alter bis 39 Jahre 2016 im zweiten Jahr in Folge gestiegen und macht nun immerhin 21,7 Prozent aller Wertpapierkäufer aus. Ein Hoffnungsschimmer, denn gerade das vergangene Jahr hätte dank politischer Unruhen, Brexit und Trump so manchem Anleger das Fürchten lehren können.

Doch am Ende konnte der Dax trotz einiger Berg- und Talfahrten auf Jahressicht ein Kursplus von rund sieben Prozent verbuchen. Ein Ergebnis, das Lust auf mehr macht und so manchen Börsen-Neuling Vertrauen in die Märkte fassen lassen könnte.

Wie Sie sicher bereits ahnen bin ich, unter 39 Jahren und weiblich, bereits vom Börsenvirus infiziert. Das Vermögen, das meine Eltern, Großeltern und deren Vorfahren über Generationen hinweg aufgebaut haben, liegt mir am Herzen. Ich lebe nicht nur im “Hier und Jetzt” wie uns Jüngeren oft unterstellt wird, sondern sorge mich um meine persönliche und finanzielle Zukunft. Auch aus diesem Grund sehe ich Aktien und Fonds als wertvollen Bestandteil eines langfristigen Vermögensaufbaus. Wertpapiere müssen keine “Zockerpapiere” sein, ganz im Gegenteil.

Mit dem boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) haben wir für Sie zehn besonders defensive Titel herausgefiltert, die sich durch einfache Geschäftsmodelle, starke Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. Das Resultat kann sich sehen lassen: Seit seinem Börsendebüt am 30.06.2014 erzielte der BCDI eine Rendite von 36,9 Prozent, der DAX dagegen “nur” 17,3 Prozent. Sie sehen schon: Wie Sie das Blatt auch drehen und wenden: Alles bringt mehr Profit, als die Euros auf dem Sparbuch “versauern” zu lassen.

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

Ihre Miss boerse.de

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Das Wort zum Wochenende: Mein Haus, mein Auto, meine Aktie?

Die Aktie des Tages: Allianz

slip-up-709045__340Endlich Donnerstag, das Wochenende ist schon zum Greifen nahe! Während wir uns auf zwei entspannte Tage freuen, geht es bei Europas größtem Versicherer heute und morgen nochmal turbulent zu. Freitagfrüh steht die Präsentation der Jahreszahlen auf der Agenda, doch das Gros der Finanzwelt wartet auf Neuigkeiten anderer Art: Gelingt es der Allianz noch vor “D-Day” schnell mal 2-3 Milliarden Euro auszugeben? Sollte der Versicherer bis Freitag keinen geeigneten und “willigen” Kandidaten für die Milliardenübernahme gefunden haben, so müsste er das Geld den Investoren in Form von Aktienrückkäufen erstatten – so hatte es der Vorstand vor drei Jahren beschlossen.

“Kein Problem, ich geb euch schon mal meine IBAN!” möchte ich rufen…was für ein Luxusproblem! Doch tatsächlich gestaltet sich das “Geldloswerden” schwieriger als erwartet, da die überschüssigen Euros in Ankäufe investiert werden sollen, die dem Konzernwachstum zugutekommen. Unter den möglichen Übernahmekandidaten machten zahlreiche Namen die Runde, doch bis jetzt versucht die Allianz vergebens, einen Deal in trockene Tücher zu bringen. Der französische Konkurrent AXA hat generell kein Interesse an einer Übernahme, um die italienische Generali buhlen gleich mehrere Anwärter und die Verhandlungen mit dem australischen Versicherer QBE entpuppten sich als flüchtiger Flirt.

Da sich auf die Schnelle wohl kein geeigneter Übernahmekandidat finden wird, erwarten Branchenexperten, dass Allianz-Chef Oliver Bäte morgen ein milliardenschweres Aktien-Rückkaufprogramm ankündigt und sich über weitere extra-Milliarden in der Jahresbilanz 2016 “freuen” darf. Ein operativer Gewinn von 10,7 Milliarden Euro und eine Erhöhung der ohnehin schon großzügigen Dividende von 7,30 Euro (2015) auf 7,50 Euro (2016) sollten im Bereich des Möglichen liegen.

Vor allem das Segment Lebens- und Krankenversicherungen boomt und sogar die Geschäfte der Tochtergesellschaft Pimco geben wieder Grund zur Hoffnung. Das auf Vermögensverwaltung spezialisierte “enfant terrible” der Familie rutschte vor drei Jahren in eine tiefe Krise, woraufhin viele Kunden dem einstigen Star-Fond “Total Return” den Rücken kehrten. Dieser Kundenabfluss ist jetzt scheinbar gestoppt: Pimco verbuchte die ersten Nettomittelzuflüsse seit dem zweiten Quartal 2013 – insgesamt 4,7 Milliarden Euro.

Trotz aller Erfolge kann von einem Rundum-Sorglos-Paket für Anleger keine Rede sein. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, schwer kalkulierbare Risiken durch Naturkatastrophen, die wachsende Konkurrenz durch digitale Vertriebswege und politische Unsicherheiten machen Versicherungsaktien zu einer Investition, die kein Garant für ruhige Nächte ist. Wer die “Allianz fürs Leben” sucht, sollte sich auf einige Turbulenzen und – langfristig gesehen- eher geringe Renditen einstellen.

Während die Allianz-Aktie in den vergangenen zehn Jahren sogar ein leichtes Minus verbuchte, können sich Vertreter der Healthcare Branche, wie beispielsweise Fresenius (im Mittel 15 Prozent Plus p.a.), über gesunde Gewinne freuen. Der direkte Kursvergleich zwischen der Allianz und dem Medizin-Unternehmen Fresenius, auch vertreten im BCDI-Zertifikat (WKN: DT0BAC), macht deutlich, dass sich Wertpapiere der Nahrungsmittel-, Konsumgüter- oder Gesundheitsbranche langfristig weit lukrativer und stabiler entwickeln als Versicherungsaktien.

Der BCDI-Index beinhaltet zehn renditestarke, “unaufgeregte” Aktien aus der Konsumgüter-, Lebensmittel -, und Gesundheitsindustrie und übertraf mit einer Rendite von rund 40 Prozent seit Börseneinführung (30.06.2014) mit Leichtigkeit die Performance der Allianz-Aktie, die im gleichen Zeitraum ein Plus von lediglich 29 Prozent verbuchen konnte.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Die Aktie des Tages: Allianz

Die Aktie des Tages: PepsiCo

snack_1483932_1280Morgen um 12:30 Uhr deutscher Zeit heißt es: Showtime für PepsiCo! Der ewige Coca-Cola-Konkurrent präsentiert dann Zahlen zum vierten Quartal 2016, und uns interessiert natürlich, ob es der Champions-Aktie ein weiteres Mal gelingt, die Marktprognosen zu toppen. In den ersten drei Quartalen 2016 übertraf der Getränke- und Lebensmittelkonzern jedes Mal die Erwartungen der Börsianer, und auch morgen könnte PepsiCo für eine erneute Überraschung sorgen.

Doch die Latte der Wall Street liegt hoch: Einnahmen in Höhe von 19,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal, rund fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, sollten schon drin sein, um die Stimmung an der Wall Street zum Sprudeln zu bringen. Halbleer ist das Glas dagegen bei Coca-Cola: Die Getränkemarke enttäuschte vergangene Woche mit sechs Prozent weniger Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal und einem trüben Ausblick fürs Gesamtjahr.

Was macht PepsiCo also besser als die Konkurrenz? Zwar ist der Konzern vor allem für seine Cola-ähnlichen Softdrinks bekannt, doch was die meisten Konsumenten nicht wissen, ist, dass PepsiCo gleichzeitig den Löwenanteil des weiltweiten Chips-Markts für sich beansprucht. Unter dem Namen “Lay’s” verkauft Pepsi Kartoffelchips, die nach Paprika, Thai Sweet Chili, Smoked Bacon, oder Sour Cream & Onion schmecken und trifft damit bei den meisten Couch-Potatoes ins Schwarze. Das Knabber-Segment, das schon seit 1965 zum Pepsi-Imperium zählt, erwirtschaftet mittlerweile fast ein Viertel von PepsiCo’s Gesamtumsatz: Rund 13 Milliarden Euro.

Doch die Diversifikation, die PepsiCo einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Coca-Cola beschert, geht noch weiter. Neben Knabbereien buhlen auch immer mehr gesunde Drinks um ihren Platz auf dem Sofa. Nach Angaben des Branchendienstes Beverage-Digest ist der Softdrink-Konsum in Amerika im Jahr 2015 auf den niedrigsten Stand seit 1985 gesunken – eine große Herausforderung für die gesamte Limo-Industrie. PepsiCo hat das wachsende Gesundheitsbewusstsein seiner Kundschaft rechtzeitig erkannt und füllt die Supermarktregale auch mit Säften (Punica, Tropicana), Gatorade und Lipton Ice Tea. Ebenfalls nicht gerade zuckerfrei, aber immerhin erwecken diese Durstlöscher den Anschein, als wären sie ernährungstechnisch unbedenklich.

Kurz gesagt: Die Mischung machts. Ob diese so viel gesünder ist, als die klassische Pepsi-Cola, ist fraglich, aber der US-Konzern sichert sich mit seinem Mix aus Softdrinks, Knabberwaren und Säften einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Coca-Cola und ist gleichzeitig besser für die Zukunft gewappnet.

Neben veränderten Konsumenten-Trends droht der Limonadenindustrie nämlich noch eine weitere Gefahr: Immer mehr Staaten folgen der Aufforderung der Weltgesundheitsorganisation WHO, eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke einzuführen, die mindestens ein Fünftel des Preises ausmachen soll. Mit dieser Maßnahme sollen Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes bekämpft und das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung geschärft werden. PepsiCo-Chefin Indra Nooiy fühlt sich auch für diesen Kampf bestens gerüstet und will in den kommenden Jahren Milliarden Dollar in die Entwicklung gesünderer Snacks und Getränke investieren.

Sie sehen schon, die Lebensmittelbranche ist zwar stets in Bewegung, eignet sich aber im Gegensatz zu schwankungsanfälligen Sektoren, wie beispielsweise der Automobilindustrie, bestens für einen gesunden, langfristigen Vermögensaufbau. Konsumgüter-Aktien wie PepsiCo machen einen Teil unseres BCDI-Aktienfonds aus, mit dem auch Sie am Erfolg von 25 Aktien mit einer besonders niedrigen Risikokennziffer partizipieren können. Der BCDI-Aktienfonds investiert regelbasiert in die zehn Werte des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI; WKN: SLA3CD) und in 15 weitere laut Performance-Analyse des boerse.de-Aktienbrief besonders defensive Champions. Dabei stammen gleich neun Titel aus der Branche Tabak, Lebensmittel & Getränke.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden Börsentag und sprudelnde Renditen,

Ihre Miss boerse.de

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Die Aktie des Tages: PepsiCo

Die Aktie des Tages: Nestlé

chocolate-bar-1636220_960_720Mit großer Wahrscheinlichkeit kamen auch Sie heute schon in den Genuss eines Nestlé-Produktes. Das Schweizer Traditionsunternehmen, das uns morgen vor Börsenstart Jahreszahlen serviert, ist mit Marken wie Nescafé, Vittel, Maggi, Herta, Thomy, Buitoni, Wagner, After Eight oder KitKat in aller Munde und sicherte sich mit einem Umsatz von 88 Milliarden Euro und einer Börsenbewertung von 200 Milliarden Euro 2015 den Titel: „Größter Nahrungsmittelkonzern weltweit.“

Bei so vielen Superlativen interessiert uns natürlich, ob der Top-Defensiv-Champion, der seit 150 Jahren die Kühl- und Vorratsschränke seiner Kundschaft in 189 Ländern füllt, noch immer eine “sichere Kornkammer” für Krisenzeiten ist. Aktien der Konsumgüterindustrie sind langweilig, aber solide. Das bestätigt auch ein Blick auf die Gewinne des Unternehmens, die sich zwischen 2005 und 2015 im Schnitt um 1,2 Prozent pro Jahr verbesserten.

Trotz des stetigen Wachstums ist es selbst für Unternehmen aus der beständigen Konsumgüterindustie manchmal an der Zeit, neue Wege einzuschlagen. Dass man dabei manchmal mit uralten Traditionen brechen muss, mag für die Schweizer schwer bekömmlich sein. Dennoch wagte Nestlé ein personelles Experiment: Zum ersten Mal seit 1922 wurde ein externer Manager zum Firmenchef ernannt. Seit Januar 2017 steht Ex-Fresenius-Boss Ulf Mark Schneider an der Spitze des Lebensmittelriesen.

Nach anfänglichen Zweifeln unter den Kontinuität-liebenden Aktionären macht sich jetzt Zuversicht breit, denn Schneider gilt als personifizierte Wachstumsmaschine. In den vergangenen 13 Jahren gelang es dem Manager, Fresenius auf Gewinnkurs zu trimmen – eine Erfolgsgeschichte, die Nestlé gerne nachschreiben möchte.

Doch neben seiner Reputation als Top-Manager gab es für den Lebensmittelriesen noch eine weitere Motivation, Ulf Schneider mit an Board zu holen. Im Gegensatz zum weitgehend gesättigten Lebensmittelmarkt gilt die Gesundheitsbranche als Wachstumswunder. Ein rasender Zug, auf den Nestlé mit “Functional Food” Produkten wie Spezial- und Krankenhausnahrung aufspringen will und den Ulf Schneider mit seiner jahrelangen Erfahrung im Bereich “Nutrition” bestens lenken kann.

Auch aufgrund ihrer Innovationskraft vertrauen die Anleger der Schweizer Qualitätsaktie, die seit 2007 mit einer schmackhaften Kursrendite von durchschnittlich 9% jährlich und einer aktuellen Dividendenrendite von 3% überzeugt. Lebensmittel verkaufen sich eben immer, unabhängig von der wirtschaftlichen Großwetterlage. Die Spaghetti finden ihren Platz im Einkaufswagen, die neue Familienkutsche zieht dagegen in Zeiten schmaler Geldbeutel oft den Kürzeren. Mit der Nestlé-Aktie, Bestandteil des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI), profitieren auch Sie von der stabilen Wertentwicklung der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche. Zudem eröffnet der Demografiewandel, also das Älterwerden der Weltbevölkerung, neue Wachstumschancen für Nestlé und Renditechancen für uns Anleger.

Ich wünsche Ihnen einen spannenden und erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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Die Aktie des Tages: Nestlé

Unsere Börsenwoche: Erste allgemeine Verunsicherung

17562844299_0d84693952_bVielleicht sollten wir einfach kollektiv “Die Simpsons” gucken, statt den Aktienanalysten und Wirtschaftsnachrichten Glauben zu schenken? Im Internet grassieren mittlerweile ganze Hitlisten von Ereignissen, die das “Simpsons Orakel” prophezeit hat und die auch tatsächlich eingetreten sind. So zum Beispiel die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten, die Erfindung der Smartwatch und: Der Auftritt von Lady Gaga beim Super-Bowl.

Die 14-minütige Performance der Sängerin während der Halbzeitpause war auch wegen ihres Outfits bemerkenswert, aber  in Deutschland undenkbar. Oder können Sie sich vorstellen, dass Sarah Connor in der Trinkpause eines DFB-Pokalspiels singend von der Decke der Allianz Arena schwebt und sich dann auch noch zu politischen Statements über Kanzlerin Merkel hinreißen lässt? Wohl eher nicht.

Amerikaner haben uns eines voraus: Enthusiasmus. Nicht nur beim Sport, sondern auch in Politik und Wirtschaft. Während die Börse in New York seit Trumps Präsidentschaftswahl “the only way is up” trällert, verharrt unser heimischer Leitindex DAX in einer Art Schockstarre und verabschiedete sich mit rund 11.666 Punkten ins Wochenende am Freitag zuvor waren es 11.651 Punkte. Der Dow-Jones-Index markierte dagegen vergangene Woche mit 20.269 Punkten wiederum ein neues Jahreshoch. “Schuld” am Run auf amerikanische Aktien ist ein alter Bekannter: Donald Trump.

Der Twitter-Präsident zwitschert seine Regierungspläne in 140 Zeichen und sorgt damit immer wieder für Euphorie auf dem Börsenparkett. So geschehen vergangenen Donnerstag, als “Mr. T” seine “phänomenalen” Steuerpläne ankündigte. Nichts genaues weiß man nicht, aber diese vage Botschaft genügte, um das Kopfkino der Börsianer zum Laufen zu bringen. Demnach könnten Steuersenkungen die US-Konjunktur ankurbeln, Unternehmen entlasten und neue Stellen schaffen. “Ein riesen Ding” für Amerika, dessen Konsequenzen für Europa momentan nur schwer abzusehen sind.


Die Unsicherheit hierzulande im Gegensatz zur Euphorie in den USA spiegelt sich auch in den Börsenkursen wider. Wir treten auf der Stelle, die Amis geben so richtig Gas. Gelingt es Trump diese Woche seine Pläne zu konkretisieren, so könnte das den Trump-Effekt an der Wall Street sogar noch verstärken. Könnte, könnte, könnte. Zu viel Konjunktiv für meinen Geschmack. In Zeiten politischer Unsicherheit besinnen wir uns lieber auf die Fakten dieser Börsenwoche, zum Beispiel der laufenden Berichtsaison.

Unter den Kandidaten, die in den kommenden Tagen ihre Zahlenwerke präsentieren, finden sich auch einige Champions-Aktien und sogar zwei Mitglieder des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI): Reckitt Benckiser (Montag) und Nestle (Donnerstag). Beide Unternehmen könnten mit der Veröffentlichung ihrer Jahreszahlen zumindest kurzfristig für Bewegung im Index sorgen. “Bewegung” ist jedoch nicht gleichzusetzen mit “Turbulenzen”. Während beispielsweise der Dow-Jones-Index im Gleichklang mit Donald Trumps Gezwitscher marschiert, ist der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) kein Freund der lauten Töne.

Der Index, mit dem auch Sie an der Wertentwicklung zehn besonders risikoarmer Top-Defensiv-Champions teilhaben können, eignet sich hervorragend für den langfristigen, stressfreien Vermögensaufbau. Der BCDI verhält sich vor allem in Korrekturphasen an der Börse viel stabiler als beispielsweise der Dow-Jones-Index, erleidet kürzere Verlustphasen und ist dem amerikanischen Leitindex auch hinsichtlich seiner Performance überlegen: Innerhalb der vergangenen drei Jahren verbuchte der BCDI ein Plus von 57,48 Prozent, der Dow-Jones-Index brachte es dagegen auf “nur” 27,72 Prozent.

Ich wünsche Ihnen eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche!
Ihre Miss boerse.de

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Unsere Börsenwoche: Erste allgemeine Verunsicherung

TUI macht Lust auf Meer

imagesKurztrip zum Ballermann geplant? All-Inklusive Korfu gebucht, weil der / die Liebste mal nichts tuend aufm Touri-Toaster am Pool liegen will? Don’t! Ich gebe hiermit offiziell eine Reisewarnung für Spanien und Griechenland aus, denn sie kommen: Die TUI-Touristen!

Europas größter Reisekonzern, der morgen seine Zahlen zum ersten Quartal offenlegt, musste aufgrund der enormen Nachfrage nach diesen Reisezielen sein Bettenkontingent um 20 Prozent (Kanaren) bis 40 Prozent (griechische Inseln) hochfahren. Und das alles nur, weil Urlauber die All-In Klassiker wie Türkei oder Ägypten, die als “unsicher” gelten, umfliegen.
Könnt ihr euch vorstellen, was das bedeutet? Gerangel beim Checkin zwischen Familien mit Babies und übergewichtigen, ähm, Koffern, überfüllte Charterflieger, Bustransfers die für 10 km ne satte Stunde benötigen und Schlangestehen an Rezeption / Buffet / Bar. Welcome to Paradise!
Was für mich nach blankem Horror klingt, lässt bei TUI die Kassen klingeln. Die Reisekasse der Deutschen ist reich gefüllt, 2017 ist in Sachen “Brückentagen” ein echter Knaller und so liegt die Anzahl der Buchungen bereits jetzt über den Erwartungen des Tourismus Konzerns. Ein gutes Omen für die morgigen Q1-Zahlen ist auch das Konzernergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres: TUI machte im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent mehr Gewinn, was der geschmeidigen Summe von 1 Milliarde Euro entspricht.
Woher der Geldsegen? Wer (wie ich) seine letzte Pauschalreise irgendwann Ende der 90er Jahre im Reisebüro gebucht hat und seitdem lieber Ryanair mit Airbnb kombiniert, sollte vielleicht mal wieder einen Blick in den TUI-Katalog werfen. Der Reiseveranstalter hat nämlich durchaus gecheckt, dass er seine Kunden mit hipperen Angeboten als nur “Flug + Hotel” bei Laune halten muss. Deshalb gibts jetzt neben dem TUI-Cluburlaub beispielsweise auch TUI- Meditationsreisen oder TUI-Kreuzfahrten mit “Mein Schiff 1,2,3,4 oder 5”.
Machen wirs doch einfach wie der russische Geschäftsmann Alexei Mordaschow. Der deckte sich Ende 2016 prophylaktisch mit 1,8 Millionen TUI-Aktien ein und machte damit bis dato rund 4 Prozent Rendite, so circa 860.000 Euro… Happy Trading!

TUI macht Lust auf Meer

Das Wort zum Wochenende: Money Matters

money-shark-funny-bunch-of-money-decoration-fun-1673085Vor einer gefühlten Ewigkeit besuchte ich das städtische Gymnasium. Nach der vierten Klasse Grundschule war der weitere Weg schnell klar. All meine Freundinnen gingen aufs “Gymi” und ich als Lehrers-Tochter bekam nicht mal die Chance, mich mit den Alternativen Real- oder Hauptschule zu beschäftigen. Die Noten stimmten, also auf Richtung Hochschulreife!

18 Jahren jung und um mehrere Fremdsprachen reicher, fühlte ich mich reif genug, “echte” Lebensentscheidungen zu treffen und stand schnell vor Problemen, auf die mich keine Schule vorbereiten konnte. Ich hatte ein bisschen Geld geerbt und investierte in Sojabohnen. Das Resultat: Totalverlust. Ich kaufte mir ein Auto ohne Vollkasko-Versicherung und setzte es bei Glatteis in den Graben. Das Resultat: Totalschaden.

Allmählich dämmerte mir, dass ich in den letzten 13 Schuljahren zwar gelernt hatte, selbstständig zu denken, zu rechnen und zu schreiben, aber keinen Schimmer von den Dingen habe, mit denen sich Erwachsene tagtäglich herumschlagen müssen. Welche Versicherungen braucht man wirklich? Wie geht eine Steuererklärung? Wohin mit dem Spargeld? Fragen über Fragen, mit denen sich viele Menschen gar nicht beschäftigen wollen – zu groß der Wissensrückstand, zu mühselig das “Nachpauken” jenseits der Schulbank.

Die Aktionärsquote liefert einen eindeutigen Beweis für das mangelhafte Interesse der Deutschen an Aktien: Nur 14 Prozent der Gesamtbevölkerung investieren in Aktien und Fonds. Das liegt zum einen an der mangelnden Aufklärung über die “Risiken und Nebenwirkungen” von Wertpapieren, zum anderen an unserem gespannten Verhältnis zum Thema Aktien.

Für viele Deutsche sind Aktien kein Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau, sondern “Zockerpapiere”. Diese Risikoscheu gepaart mit Unwissenheit führt dazu, dass Bundesbürger ihr Geld auch in Niedrigzins-Zeiten auf dem Sparbuch, dem Tagesgeldkonto oder in der Garage “parken”. Mit der Konsequenz, dass ihr mühsam Angespartes irgendwann der Inflation zum Opfer fällt. Spannend auch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Während laut dem GFK Investmentbarometer Aktien zwar für 20 Prozent der Deutschen ein attraktives Investment sind, lassen sich nur 12 Prozent dazu hinreißen, auch tatsächlich mit Wertpapieren zu handeln.

Kurios wird es dann beim Thema “Sparbuch”: Von nur 12 Prozent als “attraktiv” eingestuft, erfreut sich das Null-Rendite-Investment immer noch größter Beliebtheit: 40 Prozent der Bundesbürger besitzen das gehasst-geliebte Büchlein ihrer Hausbank.

Amerikaner haben zum Thema Aktien eine viel gesündere Einstellung. Sie sehen sich nicht als “Opfer” börsennotierter Unternehmen, die ihr Spargeld verbrennen, sondern fühlen sich wie kleine Warren Buffets, wenn sie mit dem Kauf von Firmenanteilen am Erfolg von Apple oder Coca-Cola partizipieren.

Ob wir von den US-Bürgern diesbezüglich noch etwas lernen können? Hoffentlich, denn das Thema Geldanlage ist brisanter denn je. Meine Eltern und Großeltern gaben sich größtenteils mit den Zinsen zufrieden, die das Sparbuch abwarf oder kauften sich “reale” Werte, wie Gold oder Immobilien. Doch in Zeiten der Nullzinsen werden Alternativen wie Aktien oder Fonds für den Vermögensaufbau und die Absicherung im Alter immer wichtiger.

Wir von boerse.de haben dazu eine klare Meinung. Wir glauben, dass die Aktienmärkte trotz zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig nur einen Weg kennen: Aufwärts. Beispielsweise erreichte der Dax trotz “New Economy Blase” und “Bankenkrise” in der Vergangenheit durchschnittlich 9 Prozent Rendite (inklusive Dividenden) – hochgerechnet bedeutet das eine Verdopplung Ihres Kapitals alle acht Jahre.

Ich habe einiges aus den Fehlern meiner Jugend gelernt und meine damalige Wissenslücke als Chance begriffen. Die Finanzwelt, aus der ich Ihnen regelmäßig berichte, ist unglaublich spannend und birgt auch für Sie viele Chancen. So vergibt boerse.de mit Hilfe der Performance-Analyse an 100 Aktien das Prädikat „Champion“. Dank der überdurchschnittlichen Kursrenditen, besteht bei den Champions sogar die Chance zur Kapitalverdopplung alle vier Jahre.

Vielleicht finden Sie am Wochenende die Zeit, sich mit dem “lästigen” Thema Aktien einmal anzufreunden. Ich wünsche Ihnen schon mal viel Freude beim Lesen des boerse.de-Aktienbriefs – dem Börsenbrief für Champions-Aktien!

Ihre Miss boerse.de

http://www.boerse.de/geldanlage/Das-Wort-zum-Wochenende-Money-Matters/7740061

Das Wort zum Wochenende: Money Matters