Nike sucht seinen Swoosh

gdfqlw-lHoHoHo, heute nach dem Glöckchen wirds was geben! Die Swoosh-Legende Nike kommt nach US-Börsenschluss mit Quartalszahlen über den Tisch und wir flüstern euch, ob der Turnschuhfabrikant zurück zu seiner alten Form findet. Oder nicht.

Das Duell: Adidas oder Nike?

Nike! Nenene, nicht so schnell, Sabine. Obwohl ich total an meinen Nike Air Max hänge, versuch ichs doch mal lieber mit Objektivität. Meinungsbildung und so, ihr wisst schon. Also gehen wir das Thema mal journalistisch-analytisch an!

Die Glaubensfrage

Kaum ein Thema gibt in der Fußball-Umkleide mehr Stoff für Zoff als die ewige Frage nach den RICHTIGEN Schuhen. Drei Streifen oder Swoosh? Die Puma-Fraktion verdrückt sich bei solchen Diskussionen ohnehin meistens meinungs- und lautlos.

Die meisten von uns dürften einen klaren Favoriten im Schrank haben und würden ihrem Brand auch nie-nie-niemals untreu werden. Zumindest bis Nike den “Air Jordan X Retro OVO” oder Adidas den “Original YEEZY Boost 750” auf den Markt wirft und wir in einen Loyalitätskonflikt geraten.

Wer denkt sich eigentlich diese Namen aus? Sicher irgendwelche ultra-smarten Brandmanager auf der Suche nach dem nächsten Zungenbrecher… “Ähm, ich hätte gerne ein Paar Cheese-Boots oder so von Adidas”. Alles klar.

Die Fußball-Frage

Schnell beantwortet: Der Punkt geht an Nike. Während Adidas bis auf den FC Bayern mit Hamburg, Schalke und Ingolstadt nur Absteiger ausstaffiert, hat Nike mit Leipzig, Hertha und Eintracht Frankfurt ne ganz gute Sponsoren-Aufstellung am Start.

Die Finance-Frage

Nike ist auf der Suche nach seinem Mojo. 2016 war ein tristes Börsenjahr, in dem die Aktie rund 17 Prozent an Wert verlor. Und damits noch mehr wehtut: Adidas konnte im gleichen Zeitraum 59 Prozent zulegen und zählt damit zu unseren absoluten Börsenlieblingen der letzten 12 Monate.

Nike ist zwar noch immer Weltmarktführer, aber die Konkurrenz schläft nicht. Adidas, Under Armour, aber auch No-Brand-Sneakers von Zara & Co. buhlen um uns Millenials und der nächste Verkaufs-Hit, für den die Fans vor den Nike-Stores ihre Zelte aufschlagen, lässt auf sich warten.

Die Analysten halten sich deshalb mit Kaufempfehlungen zurück und befürchten, dass Nike trotz leicht gestiegener Umsätze auch diesmal nicht liefern kann. Zu wenig Bestellungen, zu groß die Angst vor dem neuen Mr. President Trump. Der hat was gegen US-Firmen, die im Ausland produzieren und könnte Nike schmerzhafte Importzölle aufs Auge drücken die an den Gewinnen knabbern.

And the winner is…Adidas! Oder Under Armour, oder New Balance, oder Puma.. auf jeden Fall sitzt Nike vorerst auf der Ersatzbank und wartet auf bessere Zeiten. Wir nicht! Also ran an die Buttons und *Just do it*!

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Nike sucht seinen Swoosh

BMW: Alle Münchner fliegen hoooch!

article-2427946-1824275200000578-134_964x487Wenn die Deutsche Bank was von “Liquidität”, “Profitabilität” oder “gute Firmen-Führung” faselt, dann kann sie nicht sich selbst meinen. Stimmt, die Deutsche Drama-Bank, die mehr interne Baustellen hat als die A8, plauderte heute nicht aus dem eigenen Nähkästchen, sondern lobte die Bayerischen Motoren Werke.

Die Großbank adelte die BMW-Aktie und verlieh ihr die “Buy” Medaille was soviel bedeutet wie: Kaufen, das Ding! BMW sei hoch profitabel, gut gemanaged und finanziell flüssiger als Konkurrent Daimler.

Autsch!

Daimler. Da war doch was. Erst vor zwei Tagen sickerte eine Meldung durch die Presse, wonach die Stuttgarter die Münchner erstmals seit elf Jahren am Auspuff schnuppern lassen. Aktuelle Absatzzahlen der Monate Januar- November verraten, dass Daimler rund 70.000 mehr Autos ausgeliefert hat als BMW, oh weh oh weh. Daran könnte nur ein Unglück der Größenordnung “Elchtest” oder “Dieselgate” noch etwas ändern.

Macht niX!

Denn 2018 kommt der X7, verriet BMW Finanzchef Eichiner. So ne neue, große Kiste könnte den SUV-verliebten US-Markt wieder anheizen, in dem die Münchner mit einem Verkaufs-Minus von 18 Prozent ganz schön Federn lassen mussten. Die Amis stehen auf dicke Kisten und warten lieber auf den neuen X7 oder 5er, der im Februar auf den Markt kommen soll, als sich mit Modellen der letzten Generation zu begnügen.

Auch wenn BMW seinen Titel dieses Jahr wohl an Daimler verlieren wird, glauben die meisten Experten daran, dass die Motorenwerke 2017 einen Gang raufschalten. Analysten prophezeien 21 Prozent höhere Gewinne und sorgen mit ihrem Optimismus dafür, dass die BMW-Aktie heute mit Plus 1,24 Prozent zu den Top-Scorern des Tages zählt.

Und jetzt seid ihr dran. Entscheidet ihr euch für “Fahrfreude pur” oder “Das Beste oder nichts”? Happy Trading!

BMW: Alle Münchner fliegen hoooch!

Deutsche Telekom: T-Saster oder T-Trumpf?

f2dkkc5Donald J. Trump twittert ja gerne und oft. Das wissen wir bereits aus seiner Wahl-Schlammschlacht. Gestern Abend übte er mal wieder “ich klopf mir selbst auf die Schulter” und verkündete unter seinem Twitter- Alias @realDonaldTrump einen 50 Milliarden-Dollar-Deal, der nur, aber auch nur zustande kommt, weil er Mr. President wird.

Manhattan-Maki

Hübsch sahen die beiden gestern in der Lobby des Trump-Towers in Manhattan aus: Der große Donald neben dem kleinen Japaner und Softbank-Chef Masayoshi Son im Partnerlook mit schwarzem Anzug und rotem Schlips. Der einflussreiche Investor kam extra angereist, um Trump zu seinem Sieg zu gratulieren und brachte ihm ein nettes Gastgeschenk: Keine Flasche Sake, sondern 50 Milliarden-Dollar.

Big in Japan?

Gerüchten zufolge (und Börsianer lieben Gerüchte!) soll der Mega-Anteil des Geldes in die Telekom-Tochter T-Mobile US fließen. Softbank liegt schon seit Jahren auf der Lauer, um seine Mobilfunk-Sparte Sprint mit T-Mobile US zu fusionieren und so den Marktführern AT&T und Verizon auf die Pelle zu rücken. Ging aber nicht, weil Obama etwas gegen “Kartellbildung”, also der Marktmacht einzelner Firmen, hatte.

Jetzt ist die Katze aus dem Haus und die Japaner wittern ihre Chance auf einen fetten Happen vom Mobilfunk-Kuchen. Trump sieht das mit den Kartellregeln alles nicht so eng und könnte dafür sorgen, dass die Karten auf dem US-Mobilfunkmarkt durch Fusionen neu gemischt werden.

Doping für die T-Aktie?

Da die Telekom den Mega-Anteil ihrer Umsätze momentan mit T-Mobile US macht, freuen sich auch die T-Aktien-Besitzer über japanischen Frischfisch und die englische Investmentbank Barclays krönte das Telekom-Papier sogar mit der Auszeichnung “Top Pick” für 2017.

Hm. Also ich finde das leicht übertrieben. Die T-Aktie ist momentan ungefähr so viel Wert wie zu ihrem turbulenten Börsen-Start vor 20 Jahren und bewegt sich auch heute nur um träge 0,8 Prozent nach oben.

Was meint ihr BUXies? Steht das nächste T-saster vor der Tür oder kommt 2017 der lang erwartete T-Trumpf?

Deutsche Telekom: T-Saster oder T-Trumpf?