Die Bringer der Woche: Armed and ready

ri22lliDiese Woche ists endlich mal wieder an der Zeit, den dicken Macker raushängen zu lassen. Ihr dürft prollen, prahlen, protzen soviel ihr wollt, denn unser Terminkalender ist voll mit Events für echte Männer und ähm, eure weibliche Autorin. Nach dem Spätsommerloch der letzten Wochen, in denen sich irgendwie alles nur um Zinsen und die Weltwirtschaft drehte, treffen sich am Dienstag die einflussreichsten Ölmagnaten der Welt, um über die Zukunft des Ölpreises und der Fördermenge zu beraten. Superspannende Sache, denn kein anderer Rohstoff schafft es, die Stimmung der Profitrader so zu beeinflussen, wie das Öl. Aber dazu später noch mehr! Rohstoffe zu so früher Stunde schlagen mir meistens auf den Magen. Außer es handelt sich um meinen Sellerie-Smoothie…

Noch so ein Ding, auf das ich echt schon seit Wochen warte, sind die in den nächsten Tagen anstehenden Unternehmens-Bilanzen. Die fünfte Jahreszeit ist für die Börsianer nicht das Oktoberfest (Prosit aus München!), sondern die Bilanzsaison. Dann öffnen börsennotierte Firmen ihre Bücher und erzählen uns, wie die Geschäfte so laufen. Im Vorfeld solcher Dates geben die allmighty Analysten noch ihren Senf dazu und peilen grob über den Daumen, wie sich Gewinn, Verlust und Umsatz eines Kandidaten entwickelt haben.

Wenn die Katze dann endlich aus dem Sack ist und Pressemeldungen über den Newsfeed rollen, entscheiden die Börsianer über Gedeih und Verderb des betroffenen Unternehmens. Für schlechte Zahlen, oder enttäuschte Analysten, gibts meistens die Peitsche mit derben Kursverlusten, für eine gute bis überdurchschnittliche Performance werden die Investoren  dagegen mit steigenden Kursen und Dollarzeichen in den Augen belohnt. Ordentlich “Umpf” für die Börsenkurse, sag ich euch!

Den Anfang machen diese Woche zwei besonders dicke Fische: Nike (Dienstag) und PepsiCo (Donnerstag) rücken mit Bilanzen raus. Besonders hot daran ist, dass beide in schwer umkämpften Branchen unterwegs sind- Nike im Battle gegen Adidas und Under Armor und PepsiCo natürlich gegen Coca-Cola.

Nike ist im Duell gegen Adidas in den letzten Monaten ganz schön auf der Strecke geblieben. Während die Aktie mit den drei Streifen in einem Jahr rund 120 Prozent (!) dazu gewann, verlor Nike im selben Zeitraum 10 Prozent an Wert. Wie das Rennen ausgeht, erfahren wir am Dienstag, wenn Nike uns nach Börsenschluss einen sneak peek in seine Bücher werfen lässt.

PepsiCo fällt im Vergleich zu Coke bei vielen Analysten besser in den Geschmack. Der Sprudelbrausen- und Snack-Hersteller hat das Geheimrezept geknackt: Diversifikation! Während Coca-Cola vor allem auf Soda setzt, hat PepsiCo rechtzeitig den Wasser-Hype für sich entdeckt und bietet dazu noch gesunde Knabberware. Ganz nach meinem Geschmack!

Ihr wollt noch mehr? Kriegt ihr! Am Dienstag treffen sich die Big Boys der Ölindustrie im schönen Algier. Diesmal soll es nicht wie in den letzten 8 (!) Jahren bei nettem BlaBla, Shishas und Kaviarhäppchen bleiben. Nein, diesmal wird Geschichte geschrieben! Die Opec-Mitglieder (Organisation erdölexportierender Länder) und Außenseiter Russland müssen eine Lösung finden, um die weltweite Ölflut einzudämmen. Seit Langem wird mehr Öl gepumpt als irgendein Land dieser Welt verbrennen kann mit dem Resultat, dass der Ölpreis nicht einmal mehr hoch genug ist, um die Förderkosten zu decken. Die reichen Ölmagnaten, die sich so ne Verlustnummer leisten können, pumpen arme Länder, wie Venezuela, oder Brasilien, buchstäblich in den Ruin. So kanns nicht weitergehen, die Pumpmenge muss gedeckelt werden. PepsiCo produziert ja auch nicht endlos viel Sprudel, nur um Coca-Cola aus den Supermarktregalen zu drängen.

Algerien war in der Vergangenheit schon zweimal gut für eine Überraschung. 2004 und 2008 nickte die Opec dort schon mal Förderlimits ab- ein fruchtbarer Boden für das diesjährige Meeting, hoffen wir. So ihr BUXies, meine Gehirnzellen brauchen jetzt erstmal Koffein! Wir lesen uns wieder nach Börsenstart. Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-vorbereitung-ist-alles/

Advertisements
Die Bringer der Woche: Armed and ready

Die Bringer der Woche: Timing ist alles

exgxs1eDas mit dem richtigen Timing ist ja so ne Sache. Das perfekte, weichgekochte Ei, das erste “I love you”, der letzte Elfmeter- den entscheidenden Moment zu treffen, ist schon eine Kunst für sich. Auch an der Börse kann es passieren, dass ein Unternehmen einfach bescheidenes Pech hat- wie zum Beispiel Samsung letzte Woche. Pünktlich zur Einführung des neuen iPhone 7 von Erzfeind Apple, knallen den Koreanern ihre Galaxy Note 7 Smartphones serienmäßig um die Ohren.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Apple-Boss Tim Cook nach dieser Neuigkeit ein unauffälliges “Strike” nicht verkneifen konnte. Schließlich kam der Samsung Fauxpas pünktlich zur Apple Produkteinführung und wird die Kaufentscheidung vieler Smartphone-Junkies zugunsten des iPhones beeinflussen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: iPhone 7 Plus vergriffen, Apple-Aktie mit einem Wochengewinn von 12 Prozent auf neuem Jahreshoch.

Mein Timing-Held dieser Woche ist die US-Notenbank. Dieser Woche? Was sag ich: Diesen Jahres! Die Mutter aller US-Banken stürzt mich dank Non-Stop-Berichterstattung in eine kreative Krise und die Börsianer in die Verzweiflung, denn höhere Zinsen als die 0,25-0,50 Prozent, dies momentan in Amerika gibt, würden Aktien als Geldanlage wieder unattraktiver machen. Viele Investoren gehen bei höheren Zinsen einfach lieber auf Nummer Sicher und parken ihr Spargeld auf der Bank, statt fröhlich auf dem Aktienmarkt zu spekulieren, so wie wir BUXianer.

Dieser “Geldabfluss” täte den Kursen nicht gut und deshalb wartet die Finanzwelt auf den Zinsentscheid der Fed-Chefin Janet Yellen- wie immer am Mittwochabend, 20:00 Uhr. 8 mal pro Jahr und immer genau zum Zeitpunkt meines heiligen, wöchentlichen Deep Work-Trainings hänge ich an Janets schmalen Lippen  statt im Gym (Timing, ach ja). Ihr Wort beeinflusst die Börsenkurse mehr als alles andere weil steigende, oder fallende Zinsen über die Kursentwicklung an den Weltbörsen entscheiden. Fallende Zinsen = Top Kurse, steigende Zinsen = Flop Kurse. So ungefähr lautet die Zins – Aktien-Formel.

Im Vorfeld eines solchen Events gibts immer viel Getuschel. Notenbanker gucken sich Konjunkturdaten an, die als Basis für Janets Entscheidungen dienen und versuchen daraus Rückschlüsse über die zukünftige Zinspolitik zu ziehen. Konjunkturdaten sind beispielsweise Infos über die Preisentwicklung von Produkten, unserer Kauflaune und der Anzahl neu geschaffener Jobs. Läuft es wirtschaftlich rund, so kann sich die Notenbank höhere Zinsen erlauben, weil die Unternehmen dann genug Geld in der Kasse haben, um sich Kredite was kosten zu lassen. Ansonsten würden hohe Zinsen das Wachstum eines Landes bremsen, weil Geld auf Pump zu teuer ist und Unternehmen jeden Cent zweimal umdrehen, bevor sie Investitionen wagen.

Leider sind die Konjunkturdaten aus Amerika momentan alles andere als berauschend und Experten rechnen deshalb am Mittwoch nicht mit einer Zinserhöhung. Prima, endlich abhaken, das Zins-Ding und ab ins Gym! Ne, leider nicht.. Eine selbstgemachte Börsenweisheit besagt nämlich: “Nach Janet ist vor Janet” und deshalb werden die Börsianer vermutlich zwei Dinge tun: Stillhalten und lauschen. Stillhalten, weil die Spekulanten vor Janets Auftritt lieber ihre Dollars im Sack lassen, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen. Und lauschen, weil sie auf Hinweise in Janets Rede warten, ob die Zinserhöhung dann wenigstens im Dezember Fakt ist. Leise rieselt der Schnee, die Zinsen, die tun nicht weh..Stimmt, denn dann liegen wir kollektiv im Glühwein-Koma, sind emotional sowieso im Liebe- deinen-Nächsten-Rausch und keine Sau schert sich mehr um die Notenbanken. Das wäre ein Timing!

Meine Zeit ist jetzt abgelaufen, liebe BUXies. Ich wünsche euch einen guten Börsenstart in diese Woche und Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-timing-ist-alles/

Die Bringer der Woche: Timing ist alles

Jetzt kommt’s dicke: Fiat Chrysler hat Stress mit den Airbags

built_in_airbagsFehler. In. Allen. Teilen. Ich hatte mal einen, einen Punto, Version: Glitzerblaues Cabrio. Kurz nach dem Führerschein war dieser Fiat mein größter Stolz und gleichzeitig mein größter Fehlkauf. Die Karre vernichtete aufgrund fast monatlicher Werkstattbesuche mein komplettes Spargeld und nach einem Jahr Stop- and- Go- Beziehung folgte schweren Herzens die Trennung.

Ich dachte, Fiat hätte in den letzten Jahren ein paar Dinge über “Qualität” dazugelernt, aber dem scheint nicht so zu sein. Der ameritalo Autohersteller Fiat Chrysler muss weltweit 1,9 Millionen Autos wegen defekter Airbags von der Straße holen. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Schönheitsfehler, sondern um technischen Pfusch, der schon drei Menschenleben gekostet hat. Die Airbags blasen sich im Falle eines Unfalls nicht auf und auch die Sicherheitsgurte scheinen im Ernstfall zu versagen. Modell Schleudersitz, könnte man das nennen.

Ihr seid stolzer Besitzer eines Pandas, oder Puntos? Dann dürft ihr euch auf einem sicheren Luftkissen ausruhen. Betroffen sind nämlich nur US-Modelle der Fiat-Marken Dodge, Jeep und Chrysler und der europäische Lancia Flavia. Wasn dat? Kurz Google fragen..aha, die missglückte Neuauflage einer schicken 60er-Jahre Limousine. Wurde wohl deshalb auch nur von 2012-2014 gebaut.

Gut, die Chancen, dass euer vierrädriger Freund von der Fiat-Krise betroffen ist, sind also eher gering. Den Konzern wird die Rückrufaktion allerdings ne Stange Geld kosten. Damit meine ich nicht nur die Werkstattkosten, sondern auch die wegfallenden Autokäufer in spe, die sich an die Automarken-Kurzform “Fehler in allen Teilen” erinnern und dann lieber doch zum Corsa greifen. Oder zum Golf. Der war wenigstens dank Dieselgate schon in der Werkstatt.

Stress dieser Art kann Fiat Chrysler momentan eigentlich gar nicht brauchen. Der Konzern wird verdächtigt, genauso wie VW ein bisschen an den Abgaswerten geschraubt zu haben, bekommt in China, dem wichtigsten Auto-Markt der Welt, irgendwie keinen Reifen auf die Straße und zählt mit Minus 30 Prozent innerhalb der letzten 12 Monate zu den Ramsch-Aktien der Branche.

Aber wollen wir mal nicht ganz so hart sein mit unseren italienischen Amigos. Trouble mit den Luftkissen ist nämlich nichts Neues. GM, Toyota, Honda, Nissan, BMW- sie alle hatten in den letzten Monaten mit explodierenden, rissigen, oder nicht auslösenden Airbags zu kämpfen. Den Fiat-Besitzern, die zusätzlich noch ein Samsung Galaxy Note 7 mit eingebautem TNT am Ohr haben, wünschen wir: Gute Reise und Happy Trading!

 

Jetzt kommt’s dicke: Fiat Chrysler hat Stress mit den Airbags

Die Bringer der Woche: Da geht doch was!

Screen-Shot-2013-04-30-at-9.42.52-PMLetzte Woche ging mir die Börse ehrlich gesagt ziemlich aufn Zeiger. Wegen der Warterei auf US-Jobdaten, die am Freitag überraschend bescheiden ausfielen, lagen die Börsianer die ganze Woche lang auf der faulen Haut. Keiner kam so recht in die Pötte weil der US-Notenbank – Zinsentscheid, der am 21. September ansteht, davon abhängt, ob die US-Wirtschaft genug wächst. Und das scheint irgendwie nicht so zu sein.

Wenn zu wenig Amis einen Job haben, dann kämpfen die Unternehmen mit Wachstumsproblemen. Für September scheint die Zinserhöhung also vom Tisch zu sein, denn das Risiko, die Konjunktur mit höheren Zinsen noch mehr ein zu bremsen ist zu groß. Billiges Geld auf Pump ist sowas wie Doping für Unternehmen, die Kredite aufnehmen und das Geld beispielsweise in Produktinnovationen investieren.

Unsere Germany 30 konnten am Freitag nach Bekanntwerden der schlechten Jobdaten tief durchatmen. Fett! Niedrige Zinsen! Das bedeutet, dass Anleger auch weiterhin auf Aktien setzten, um ihr Geld zu vermehren und nicht auf Sparbriefe, oder so. Diese Gewissheit peitschte den DAX schlagartig 1,52 Prozent nach oben- Bankfurt in Ekstase.

Obs diese Woche so weitergeht? Die USA liegen heute aufgrund des Labor Days erstmal auf der faulen Haut und die Wall Street bleibt dicht. Generell gilt der September als eher trister Börsenmonat, aber es gibt natürlich statistische Überraschungen und- Apple! Der Gadget-Gott versüßt uns mit seiner Key Note, bei der iBoss Tim Cook vermutlich das iPhone 7 präsentieren wird, den Mittwoch.

Die Erwartungen an das Ding sind naja, eher bescheiden. Mehr Farben, eine noch bessere Kamera und eine längere Akkulaufzeit sind zwar nett, aber nicht der Burner, den sich Apple-Fans erhoffen. Scheinbar setzt der Konzern bis zum – angeblich- revolutionären iPhone 8 (das dann was kann??) auf mehr Umsatz aus dem Appstore. Eine kreative Pause, könnte man das nennen. Ob sich die Apple-Aktionäre auch lieber in Geduld üben, oder noch vor der Key Note zuschlagen? Just in case, falls sich das Teil doch zum Verkaufsschlager entwickeln sollte und der Apple-Kurs die Schallmauer durchbricht…

So, ihr BUXianer, ich werde heute meinen Herbst-Urlaub buchen und dann überlegen, mit welchen Aktien ich meine Reisekasse tunen könnte. Oder vielleicht sollte ich doch lieber aufs iPhone 7 spekulieren? Erstmal Kaffee…Happy Trading!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/die-bringer-der-woche-da-geht-doch-was/

Die Bringer der Woche: Da geht doch was!