Sabine Lembert

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Finanzen | Digitalisierung | Automotive

Kann Wolfsburg das Ding noch wuppen?

139610636-vfl-wolfsburg-schuerrle-afp_20151007-074236-1d5O4fEz3sefGott sei Dank siegte Bayern gestern gegen Beneficia. So konnte ich meinen Börsenfrust wenigstens mit einem kühlen Hellen runterspülen ohne das ganze gleich “Frustsaufen” zu nennen. 2,63 Prozent stand unser Dax gestern in den Miesen. Da kann der heutige Tag eigentlich nur besser werden, oder? Ich schlage vor, dass wir kollektiv auf “up” traden und heute Abend zwei Bierchen zischen: Prost auf fette Kursgewinne und Prost auf VfL Wolfsburg!

Wolfsburg? Da war doch was? Genau, die Schummelmannschaft von VW! Der Skandal um manipulierte Diesel-Abgaswerte stinkt nicht nur den US-Händlern, den Umweltbehörden und Autobesitzern, sondern schadet auch dem Image von Produkten Made in Germany in den USA. Laut einer amerikanischen Studie, die gestern veröffentlicht wurde, glauben 42 Prozent der befragten Amis, dass der Abgasskandal von VW unserer Wirtschaft langfristig schaden wird und 30 Prozent haben sogar jedes Vertrauen in die deutsche Autoindustrie verloren. Heul! Ich zücke gleich das Taschentuch, singe The Final Countdown und hänge die deutsche Fahne auf halbmast.

Nicht so VW: der Konzern hält unerschütterlich an seiner US-Strategie fest und pumpt 900 Millionen Dollar in die Entwicklung der Geländelimousine CrossBlue, die die SUV-verliebten Amis davon überzeugen soll, dass Made in Germany eigentlich doch ganz geil ist. Wenn der Plan nicht aufgeht, leidet Volkswagen allerdings schon bald unter einem Cross-Blues…

Für etwas mehr Durchblick im Dieselnebel sorgt die US-Umweltbehörde EPA, die heute und morgen in Michigan zum „Internationalen Gipfel für Abgas-Einhaltung, Testverfahren und Vollzug“ lädt. Dort dürfen Regierungsmitglieder aus aller Welt der EPA bei Abgastests über die Schulter schauen. Schon unglaublich, dass die hohen Herren für zwei Tage nach Ann Arbour fliegen, um sich mal so richtig zuqualmen zu lassen. Aber gut, wenns dem Weltklima dient!

VW sollte sich auf jeden Fall mit der EPA gut stellen, denn am 21. April muss der Konzern den US-Richtern eine Einigung mit der Umweltbehörde präsentieren können, aus der hervorgeht, wie die rund 600.000 illegalen Diesel-Stinker in den USA umgerüstet werden sollen. Der Dieselgate-Masterplan, sozusagen. Gelingt Volkswagen das nicht, so droht dem Autobauer im Sommer ein Prozess um Milliardenstrafen.

Zählt ihr zu den unerschütterlichen Wolfsburg-Fans? Dann empfehle ich euch heute um 20:45 Uhr das Viertelfinale VfL Wolfsburg – Real Madrid und bis dahin den “Up!”(-Button) in eurer Lieblings-Tradingapp!

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