Monday Kickstarter: Die Bringer der Woche

jpgLadies und Dudes, ich präsentiere euch: den Monday Kickstarter, euren ultimativen Survival-Guide für die kommende Börsen-Woche! Alles was MoDiMiDoFr wichtig wird- serviert in kleinen, leichtverdaulichen Häppchen, die ihr problemlos an der Bushaltestelle, mit einem ToGo Heißgetränk, mit dem Kopf in den Kissen, dem Po aufm Klo, oder heimlich unterm Schreibtisch genießen dürft.

Wir starten mit einem Stimmungsbarometer aus Frankfurt. Noch, denn nach der Fusion der Frankfurter und Londoner Börse letzte Woche zieht der neue Mega-Handelsplatz wahrscheinlich bald in die englische Metropole. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb die deutschen Händler Depri schieben. Seit Jahresbeginn mussten sie enorme Kursverluste wegstecken. Der DAX, unsere Deutschland 30, verlor seit Januar ganze 11,3 Prozent und konnte erst in den letzten zwei Wochen wieder ein paar Pünktchen gutmachen.

Die unsichere, wirtschaftliche Lage in China und den USA und ein Ölpreis, bei dem sich die ganze Pumperei gar nicht mehr rentiert, schlugen der Börsenwelt aufs Gemüt. Wir BUXers waren da natürlich fein raus: in unserer Lieblingsapp könnt ihr nämlich mit “Pfeil runter” ganz einfach auf den Verlust einer Aktie setzen und so auch bei fallenden Kursen gut Kasse machen.

Doch jetzt langsam sind auch die Börsianer das Trauerspiel satt. Alles, was dem DAX für ein neues Wochen-High fehlt, ist ein bisschen Dope. Zum Beispiel in Form von Konjunkturdaten, die angeben, ob eine Volkswirtschaft wächst oder schrumpft. Von Montag bis Freitag knallen uns Zahlen aus Asien, den USA und Europa um die Ohren und dazwischen gibt es auch noch ein paar Top-Unternehmen, die ihre Jahreszahlen 2015 präsentieren.

Hier steht, was geht. Tag für Tag:

Montag:
* VW: gestern brachte die BamS ein neues Dokument zum Vorschein, dass den Autobauer viele Milliarden kosten könnte und Winterkorn ordentlich ins Schwitzen bringt. Offenbar wusste der Ex-VW Chef schon gut 2 Wochen vor Bekanntwerden des Abgasskandals, dass die Kacke am Dampfen ist. Er hätte die Öffentlichkeit – und damit alle Aktionäre- schon damals warnen müssen. Uuups.

Dienstag:
* Glencore (Jahreszahlen): Schweizer Bergbauunternehmen denkt darüber nach, vom verlustreichen Rohstoffhandel auf Toblerone umzusatteln (neee, nicht wirklich).

* Zalando (Jahreszahlen): Die Aktie des deutschen Fashiondealers und Frauenlieblings befindet sich seit Januar im freien Fall. Und jetzt droht auch noch Konkurrenz vom E-Commerce Riesen Amazon, der eigene Modemarken auf den Markt bringt. Yihaa, als Amazon-Fan gehe ich mit Zalando auf short, shorter, shortest!

* Barclays (Jahreszahlen): Englands drittgrößte Bank beurteilt Unternehmen- und steht heute selbst im Rampenlicht.

Mittwoch:
* Die Wundertüte der Woche: keine BUX-Highlights. Und ich habe ein Lunch-Blind-Date. Auch spannend.

Donnerstag:
* Adidas (Jahreszahlen): mein persönliches Trade-Highlight. Kann der Hersteller der berühmten Kanye West-Schlappen und einziger DAX-Gewinner des Jahres seinen Sprint fortsetzen?

* Autoträume werden wahr: in Genf. Dort startet der Internationale Automobilsalon.

Freitag:
* US-Arbeitsmarktdaten: wie stehts um den amerikanischen Job-Markt? Wenn die Amis kräftig ackern, brummt auch deren Wirtschaft. Sorgen die Zahlen für ein Lastminute Kursfeuerwerk zum Wochenende?

Der Countdown tickt: ab 09:02 Uhr sitzt ihr wieder am Drücker von eurem “Wischkästla” (Fränkisch für: Smartphone). Happy Trading!

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Monday Kickstarter: Die Bringer der Woche

Schafft Baidu den Spagat?

imagesDer chinesische Internet-Gigant Baidu ist mit 80 Prozent Marktanteil die unangefochtene Nummer 1 Suchmaschine im Land des Schnüffelns. Die Firma des legendären Robin Li muss sich auch vor der Konkurrenz von Google nicht fürchten, denn die chinesische Regierung hat http://www.google.com zum 25. Jahrestag des Massakers auf dem Tiananmen-Platz gesperrt und seitdem nicht wieder freigegeben. Auch andere westliche Internetdienste wie Facebook oder Twitter sind in China nicht verfügbar.

Jackpot! Denkt sich Robin Li und tüftelt an immer neuen Features für Baidu, das schon jetzt viel mehr als nur eine Suchmaschine ist. Neben Infos, Bildern und Videos bietet Baidu auch einen Kartendienst, Browser, Media-Player, eine Art Wiki (vermutlich zensiert) und die Möglichkeit, gefundene Produkte gleich zu bestellen. Diese O2O (Online2Offline) Dienste, bei denen Kunden erschnüffelten Kinokarten oder Taxifahrten gleich via Baidu abrechnen können, sind im Gegensatz zu den Suchmaschinen-Features nicht von Google geklont und ein Giga-Wachstumsmarkt.

Chinas E-Commerce Markt steckt noch in den Kinderschuhen und wächst rund 50 Prozent pro Jahr. Zum Vergleich: Die USA bringen es nur auf schlappe 15 Prozent. Logisch, dass Baidu sich nicht nur wie Google auf den Verkauf von Online-Anzeigen beschränkt, sondern ein größeres Stück vom Kuchen haben will. Baidu entpuppt sich als eierlegenden Wollmilchsau, die Händler und Kunden verbindet und gleichzeitig alle Verkäufe und Bezahlungen abwickelt.

Dieses Maxi-Projekt und zusätzliche Investitionen in Video-on-demand-services kosten BaiduMilliarden. Vermutlich sogar ein paar Milliarden mehr, als der Verkauf von Werbeanzeigen in die Kassen spült. Und so wäre es durchaus möglich, dass Robin Li heute bei der Präsentation der Baidu Jahreszahlen eine PowerPoint zeigt, die den Investoren wenig Freude bereitet:Umsatzkurve steil bergauf, Gewinnkurve steil bergab.

Es könnte aber auch sein, dass Investoren das Wachstum und die smarte Strategie von Baiduals Zeichen für einen wirschaftlichen Aufschwung Chinas sehen und auf Aktien-Shoppingtourgehen. Seit Jahresbeginn hat Baidu im Sog der krisengeschüttelten, asiatischen Börsen rund 14 Prozent an Wert verloren- ein guter Zeitpunkt um auf den China-Express aufzuspringen?

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Schafft Baidu den Spagat?

VW: Winterkorn gehts an den Kragen

4.19-training-2Bei VW geht es jetzt nicht nur den Diesel-Stinkern an den Kat(alysator), sondern Managern Winterkorn und Müller an den Kragen. An einem US-Gericht in San Francisco reichten geschädigte Autobesitzer, Autohäuser, geprellte Aktienkäufer und opportunistische Schlitzohren eine Sammelklage gegen das Top-Management des Autobauers ein.

Ihnen wird vorgeworfen, das “dreisteste Firmen-Verbrechen der Geschichte” begangen zu haben. Von 2009 bis 2015 hat VW eine Schummel-Software in rund 580 000 Diesel-Autos in Amerika installiert, um die Abgastests zu manipulieren und der Öffentlichkeit vorzugaukeln, dass sie “saubere” Diesel-Autos produzieren.

Die Vorwürfe gegen die Wolfsburger sind heftig: “Volkswagens illegaler Komplott entstand aus Gier und der Ambition, den weltweiten Automarkt um jeden Preis zu dominieren”, heißt es in den Klageschriften.

22 US-Anwälte werden das Who-is-Who der Autobranche in den kommenden Monaten ordentlich ins Schwitzen bringen. Die Anklageliste richtet sich nämlich nicht nur an Martin Winterkorn und seinen Nachfolger Matthias Müller, sondern auch an Audi-Boss Rupert Stadler, Michael Horn (VW USA), Frank Tuch (VW-Qualitätssicherung), Bosch-CEO Volkmar Denner, Detlev von Platen (Porsche Amerika), Scott Keough (Audi Amerika) sowie die damaligen VW-Ingenieure Ulrich Hackenberg und Wolfgang Hatz.

All diese Herren können theoretisch mit einer fetten Strafe rechnen und müssen im schlimmsten Fall sogar mit ihrem Privatvermögen haften. Die meisten Manager-Haftpflichtversicherungen decken nur bis zu 500 Millionen Euro. Die genaue Schadenssumme steht noch nicht fest, könnte sich aber im Milliardenbereich bewegen, meinte ein US-Anwalt. Ob die Villa, die Klunker der Gattin und der private Fuhrpark von Winterkorn & Co. reichen würden, um sich aus der Angelegenheit freizukaufen?

Naja, wir wollen ja nicht ganz so schwarz sehen. Bis zum Urteil vergehen sicher noch ein paar Monate, denn die Horde von US-Anwälten durchschnüffelt wahrscheinlich alle verfügbaren Unterlagen bis zum letzten Schnipsel. Die VW-Soap wird uns also noch einige Zeit entertainen und wir fragen uns: was tun mit der Aktie? Die Börsianer, die auf “short” (Kursverlust) gesetzt haben, dürften bis jetzt zu den wenigen Gewinnern des Skandals zählen.

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VW: Winterkorn gehts an den Kragen

BASF will nicht mitspielen

0159fd1c-fd14-4f0b-b213-39d133d87ebbIch kann nicht anders: Bei BASF denke ich immer noch zuerst an Mixtapes. Kennt ihr noch diese kultigen Kassetten, die zu Omas Zeiten total angesagt waren? Damit konnte man die wöchentliche Radio-Hitparade aufnehmen. Oder seiner Liebsten ein Love-Mix tapen.. Im Jahr 2016 ist BASF weniger romantisch unterwegs. Der Chemiekonzern verdient seine Euros vor allem mit der Produktion von Kunststoff, Farben, Chemikalien, Öl und Gas.

Öl und Gas? Bei vielen von euch düften jetzt die Alarmglocken ganz laut bimmeln. Die niedrigen Energie- und Rohstoffpreise füllen schon seit Monaten die Schlagzeilen und sorgen für Rekord-Verlusten bei BP, Shell und anderen energieabhängigen Industriezweigen. Bei BASF hätte ich eigentlich gedacht, dass der niedrige Ölpreis für sprudelnden Gewinne sorgt, denn für die Produktion von Plastik wird ganz schön viel Schmierstoff benötigt. Aber: Pustekuchen, BASF macht nämlich nicht nur einen auf Kunststoff und Chemie, sondern besitzt mit seiner Tochter Wintershall einen eigenen Öl-und Gasförderer, der momentan ordentlich Verluste einfährt. Das Minus, das das Gasgeschäft in die Bilanz reißt, kann auch ein leichtes Plus im Plastikgeschäft nicht wettmachen.

Dazu kommt noch, dass BASF sich vom derzeitigen Übernahme-Rausch in der Branche einfach nicht anstecken lassen will. Spielverderber! Erst vor Kurzem sind die zwei Chemiegiganten Dow Chemical und Dupont zu einem neuen Mega-Konzern verschmolzen, der BASF von seinem Thron als Weltmarktführer stoßen wird und man munkelt, das das erst der Anfang des “Großen Fressens” im Chemiekasten ist.

Doch BASF Chef Kurt Bock hat keinen Bock. Statt seine Muskeln ein bisschen spielen zu lassen und wenigstens einen klitzekleinen Übernahmedeal einzutüten, schaut er lieber zu, wie andere ihm die Sahnestücke wegschnappen. Dabei hätte sein Konzern etwas Rückenwind von profitablen Zukäufen durchaus nötig, wenn er nicht aus eigener Kraft wachsen kann.

BASF warnte seine Fans bereits im Januar vor den drohenden Verlusten aufgrund des schleppenden Öl- und Gasgeschäfts und rechnet fürs letzte Jahr mit 1,4 Milliarden weniger Gewinn und einem Umsatzrückgang von rund 5 Prozent auf 70,4 Milliarden Euro. Dieses SOS-Signal hat viele Analysten und Anleger verschreckt und ich vermute, dass Herr Bock bis morgen Früh keinen Masterplan aus dem Ärmel schütteln kann, der den Aktionären Dollarzeichen in die Augen zaubert.

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BASF will nicht mitspielen

Rosige Aussichten für die Deutsche Telekom?

ronHände hoch: wer von euch Rookies erinnert sich noch an die “Volksaktie” der Deutschen Telekom? Ich war bei ihrem Börsengang 1996 Gott sei Dank noch zu jung, um Aktien zu kaufen. Sonst hätte ich mich bestimmt wie viele andere Deutsche auch in den finanziellen Ruin gestürzt. Morgen, gut zwanzig Jahre später, präsentiert die Deutsche Telekom ihre Jahreszahlen 2015. Ein guter Grund für einen kurzen Rückblick.

Ende der 90er leitete der legendäre Ron Sommer die Geschäfte des Telekommunikationsanbieters. Er hätte genauso gut PR-Guru werden können, denn seine Kommunikationsstrategie rund um den Börsengang der T-Aktie war genial. Er wollte erreichen, dass die Deutschen ein Volk von Aktionären werden und warf gigantische Werbegelder aus dem Fenster, um den Verkauf seiner Aktie anzuheizen. Mit Erfolg: 1,9 Millionen Privatanleger stiegen ein, 713 Millionen Aktien wurden ausgegeben. Die Telekom wäre auch die fünffache Menge losgeworden. Ron freute sich über 10 Milliarden Euro frisches Kapital und die Aktie flog von 28,50 Euro auf 103 Euro im Jahr 1999. In Deutschland machte sich eine wahre Aktien-Euphorie breit, die allerdings nicht von langer Dauer war.

Dr. Sommer verspekulierte sich. Zu hohe Investitionen in UMTS-Lizenzen, eine zweifelhafte Unternehmensstrategie und der umstrittene Kauf der amerikanischen Mobilfunkunternehmen Voicestream und Powertel für ca. 39,4 Mrd. Euro (inklusive übernommener Schulden) verschreckten die Aktionäre. Es folgte ein beispielloser Wertverfall der Aktie bis zum Tiefpunkt von rund 8 Euro.

Und heute? Aktionäre von damals werden bei einem Kurs von 15 Euro noch immer in Tränen ausbrechen doch die Geschäfte laufen nicht schlecht. Ausgerechnet die Geschäfte der US-Tochter T-Mobile laufen wie peanut butter. Die amerikanische Tochter hatte den genialen Einfall, mit spottbilligen iPhones auf Kundenfang zu gehen. Der Plan ging auf und T-Mobile konnte sein Nettoergebnis im letzten Jahr fast verdreifachen.

Auch hierzulande steht der Konzern nicht still. Wer bei der Telekom- so wie ich- vor allem an Festnetzanschlüsse und Telefonstörungen denkt, der täuscht sich. Das Unternehmen setzt zunehmend auf Cloud Computing, bei dem Unternehmen Speicherplatz und Programmanwendungen auf Servern der Telekom “mieten” können, Cybersecurity und andere, nerdy IT-Dienste für Unternehmen oder die Industrie.

Die meisten Analysten erwarten bei der Telekom für das vierte Quartal ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf 18,0 Milliarden Euro und rund 16 Prozent mehr Gewinn. Damit hätten die Bonner ihr Jahresziel erreicht. Was meint ihr? Hat die Magenta-Marke das Zeug zur Volksaktie 2.0?

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Rosige Aussichten für die Deutsche Telekom?

Bayer: Innovation gesucht

aIch bin mir ganz sicher: ich werde verfolgt. Von deutschen Unternehmen. Sogar auf meinem Business / Fun- Trip nach Amsterdam stellen sie mir nach. Eigentlich hatte ich nur vor, tolle Leute zu treffen, total kreativ zu sein, “lekker” zu Essen und ein paar Heinekens zu zischen, doch ohne Bayer und die Deutsche Telekom wäre mir das wohl nicht so gut gelungen. Ohne meinen Telekom-Internetstick hätte ich diesen Artikel nicht pünktlich online gekriegt und ohne Bayer’s Aspirin hätte ich diese Zeilen überhaupt nicht aufs Papier gebracht. Heineken-Kater lässt grüßen..Autsch!

Der Gipfel ist aber, dass beide Unternehmen morgen vor Börsenstart ihre Jahreszahlen präsentieren und ich euch die Hintergrundinfos dazu füttern darf. Aber gut, ich tus mit Liebe- und Kopfschmerzen..Toller Übergang zu Bayer! Der Aspirin-Hersteller, der in seiner Chemie-Küche neben Medikamenten auch Düngemittel und Saatgut fabriziert, hat schwer zu kämpfen, denn in der Pharmabranche herrscht das große Fressen. Megafusionen wie zuletzt die von DuPont und DowChemical, oder Allergan “Botox” mit Pfitzer “Viagra” (was gibt das denn? Einen faltenfreien ihr-wisst-schon-was?) sind total angesagt. Dabei geht es um Kosteneinsparungen, aber auch um Wachstumschancen. Die Pharmaindustrie leidet unter der Billig-Generika-Konkurrenz und dem Druck, schnell neue Produkte auf den Markt werfen zu müssen.

Wenn die Firmen das Forschungs- Know-How nicht selbst im Haus haben, müssen sie eben auf Shoppingtour gehen. Einen besonders großen Übernahme-Appetit haben momentan die Chinesen. Chinas Chemieriese ChemChina bot erst vor Kurzem 43 Milliarden Dollar für den Schweizer Pflanzenschutz-Weltmarktführer Syngenta und könnte noch weitere Zukäufe planen. Bayer hätte Syngenta ganz gut brauchen können, um sein Agrar-Business zu pushen, aber die Deutschen waren nicht flott genug und jammern jetzt, weil ChemChina ihnen den Deal weggeschnappt hat.

Bayer hat mit Medikamenten wie Aspirin, dem Gerinnungshemmer Xarelto, dem Krebsmittel Stivarga und einer Hand voll anderer Wundermittel ein paar “Blockbuster” am Start, die verlässlich Geld in die Kassen spülen. Aber das wars auch schon. Von Innovation ist bei den Leverkusenern nicht viel zu sehen.

Als weitere Bedrohung werden mögliche Umsatzeinbrüche in China und den USA gesehen. Vor allem in Amerika planen Politiker, die Preisgestaltung für Medikamente zu regulieren und Wucherpreise zu verbieten.

Experten rechnen damit, dass Bayer morgen eine eher kränkliche Bilanz vorlegt, seine Geschäftsziele mit 19 Prozent mehr Umsatz allerdings erreicht hat. Mehr aber auch nicht. Die Aktie leidet schon seit einem Jahr an schmerzhaften Kursverlusten. Ob unerwartet gute Nachrichten dem Patienten morgen wieder auf die Beine helfen?

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Bayer: Innovation gesucht

Danone: Babyleicht Gewinne machen

daGute Neuigkeiten für die Foodies unter euch: wir nehmen zum Wochenstart mal einen Lebensmittelhersteller genauer unter die Lupe. Danone, der King of Fruchtzwerg, versorgt uns morgen zur Frühstückszeit mit einer gesunden Bilanz für 2015. So hoffen wir jedenfalls. Experten rechnen mit einem Umsatzplus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und gut 8 Prozent mehr Gewinn.

Die großen Gewinne macht der französische Konzern jedoch nicht mit seinen supergesunden Joghurt- Produkten wie Fruchtzwergen, oder dem Milchbakterien-Shot Actimel, sondern mit Babynahrung. Milupa und Aptamil finden vor allem in China reißenden Absatz und sorgen für leere Regale in deutschen Drogeriemärkten. Nach zahlreichen Milchpulver-Skandalen in China scheuen Eltern heimische Produkte und greifen lieber zu europäischer Babynahrung. Es entstand ein gigantischer Internet-Handel, bei dem Eltern teilweise über 30 Euro für eine Packung Milupa hinblättern. Der Trend geht soweit, dass Babynahrung Made in Europe in China sogar als Luxus-Geschenkartikel angesehen wird. Was jahrelang der Whiskey war, ist jetzt die Packung Aptamil. Schick, mit Schleifchen drumrum.

Auch sonst herrscht verkehrte Welt bei Danone. Der Lebensmittelkonzern profitiert genau von den Umständen, unter denen andere Industriezweige momentan leiden. China-Krise? Kein Thema. Danone kommt mit der Milchpulver-Produktion nicht mehr hinterher und das Ende der Ein-Kind-Politik wird für noch mehr durstige Kehlen sorgen. Niedrige Rohstoffpreise? Jackpot! Dank Mini-Milchpreisen sprudeln bei Danone die Gewinne. Mildes Klima? Bingo! Der heiße Sommer hat die Nachfrage nach Danone-Wasser (Volvic, Evian) so richtig gepusht.

Für viele Anleger sind Foodie-Aktien auch eine Art “sicherer Hafen” in Krisenzeiten, denn gegessen und getrunken wird immer. So marschiert das Danone-Papier unaufgeregt durchs Börsenjahr und musste im Vergleich zu anderen Branchen weit weniger Verluste wegstecken.

So, ich mache meinem Kleinen jetzt ein Fläschchen Hipp-Babymilch. Er hasst Milupa. Wählerisch, diese europäischen Babies…

Danone: Babyleicht Gewinne machen