Sabine Lembert

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Finanzen | Digitalisierung | Automotive

Grippewelle: Deutsche Bank und thyssenkrupp hat’s erwischt

fludogErstmal bitte einer Runde Mitleid für den Autor…ich hänge mit schniefender Nase über der Tastatur und mein Paracetamol / heiße Zitrone Doping hat mir ordentlich den Magen verdorben. Hats von euch da draußen auch jemanden erwischt? Ich tröste mich damit, dass es vielen Menschen heute sehr viel schlechter geht als mir- zum Beispiel dem Chef der Deutschen Bank, John Cryan.

Sein Name klingt schon nach Katzenjammer und genauso weinerlich stand er heute Morgen bei der Pressekonferenz auf dem Podium und musste der Weltpresse einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2015 erklären. Gestern gab’s hier bei BUX schon einen ausführlichen Artikel zum DB-Drama also füttere ich euch heute nur mit den wichtigsten Infos.

Die Deutsche Bank ist momentan ein einziger Schrotthaufen von Altlasten. Die Entlassung von rund 9000 Mitarbeitern, unzählige Rechtsstreitigkeiten wegen Geldwäsche, manipuliertem Devisenhandel und Falschaussagen vor Gericht, kosten die Bank Milliarden. Würde zumindest das Kerngeschäft der Großbank Gewinne abwerfen, wären die Finanzlöcher noch irgendwie zu stopfen, aber auch die Sparten Investmentbanking und das Filialgeschäft gaben wenig Anlass zur Freude. Der Aktienkurs rutschte nach diesen Schreckensmeldungen gut 1,5 Prozent in die Miesen. Mit rund 17 Euro pro Stück sind die Anteile der Deutschen Bank jetzt meilenweit von ihrem einstigen 100 Euro-Hoch entfernt.

Schnief! Ich gönne mir einen neuen Meter WC-Papier und stürze mich auf den nächsten Jammer-Kandidaten: thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger. Der Vorstand des Stahlbau-Unternehmens hat nicht nur die Großbuchstaben im Logo gekürzt, sondern dem ganzen Konzern eine Schlankheitskur verordnet. Doch fallende Stahlpreise, eine geringe Nachfrage und gestiegene Importe von Billigstahl Made in China, sorgen für Sorgenfalten auf Hiesinger´s Stirn. Im Vorfeld der thyssenkrupp-Hauptversammlung diesen Freitag heulte sich der Manager beim Handelsblatt mal so richtig aus und jammerte: “Alles, was wir an Sparanstrengungen unternehmen, holt uns binnen kurzer Zeit wieder ein.” Auf gut Deutsch: ist doch alles für die Katz.

Großinvestor Cevian will nun Hiesinger dazu drängen, die Sahnestücke des Konzerns wie beispielsweise den Aufzugbau oder den Automobilzulieferbereich zu versilbern. Das würde kurzfristig Geld in die Taschen spülen, aber das Stahl-Problem des Konzerns ist damit natürlich nicht gelöst. Die Aktie kränkelt mit derzeit Minus 1 Prozent in der Verliererecke der Deutschland 30 knapp über dem Papier der Deutschen Bank.

So liebe BUXers, ich habe jetzt ein Date mit meiner Wärmflasche und wünsche an dieser Stelle auch Cryan und Hiesinger gute Besserung!

http://getbux.com/de/bux-buzz-de/grippewelle-deutsche-bank-und-thyssenkrupp-hats-erwischt/

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