Grippewelle: Deutsche Bank und thyssenkrupp hat’s erwischt

fludogErstmal bitte einer Runde Mitleid für den Autor…ich hänge mit schniefender Nase über der Tastatur und mein Paracetamol / heiße Zitrone Doping hat mir ordentlich den Magen verdorben. Hats von euch da draußen auch jemanden erwischt? Ich tröste mich damit, dass es vielen Menschen heute sehr viel schlechter geht als mir- zum Beispiel dem Chef der Deutschen Bank, John Cryan.

Sein Name klingt schon nach Katzenjammer und genauso weinerlich stand er heute Morgen bei der Pressekonferenz auf dem Podium und musste der Weltpresse einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2015 erklären. Gestern gab’s hier bei BUX schon einen ausführlichen Artikel zum DB-Drama also füttere ich euch heute nur mit den wichtigsten Infos.

Die Deutsche Bank ist momentan ein einziger Schrotthaufen von Altlasten. Die Entlassung von rund 9000 Mitarbeitern, unzählige Rechtsstreitigkeiten wegen Geldwäsche, manipuliertem Devisenhandel und Falschaussagen vor Gericht, kosten die Bank Milliarden. Würde zumindest das Kerngeschäft der Großbank Gewinne abwerfen, wären die Finanzlöcher noch irgendwie zu stopfen, aber auch die Sparten Investmentbanking und das Filialgeschäft gaben wenig Anlass zur Freude. Der Aktienkurs rutschte nach diesen Schreckensmeldungen gut 1,5 Prozent in die Miesen. Mit rund 17 Euro pro Stück sind die Anteile der Deutschen Bank jetzt meilenweit von ihrem einstigen 100 Euro-Hoch entfernt.

Schnief! Ich gönne mir einen neuen Meter WC-Papier und stürze mich auf den nächsten Jammer-Kandidaten: thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger. Der Vorstand des Stahlbau-Unternehmens hat nicht nur die Großbuchstaben im Logo gekürzt, sondern dem ganzen Konzern eine Schlankheitskur verordnet. Doch fallende Stahlpreise, eine geringe Nachfrage und gestiegene Importe von Billigstahl Made in China, sorgen für Sorgenfalten auf Hiesinger´s Stirn. Im Vorfeld der thyssenkrupp-Hauptversammlung diesen Freitag heulte sich der Manager beim Handelsblatt mal so richtig aus und jammerte: “Alles, was wir an Sparanstrengungen unternehmen, holt uns binnen kurzer Zeit wieder ein.” Auf gut Deutsch: ist doch alles für die Katz.

Großinvestor Cevian will nun Hiesinger dazu drängen, die Sahnestücke des Konzerns wie beispielsweise den Aufzugbau oder den Automobilzulieferbereich zu versilbern. Das würde kurzfristig Geld in die Taschen spülen, aber das Stahl-Problem des Konzerns ist damit natürlich nicht gelöst. Die Aktie kränkelt mit derzeit Minus 1 Prozent in der Verliererecke der Deutschland 30 knapp über dem Papier der Deutschen Bank.

So liebe BUXers, ich habe jetzt ein Date mit meiner Wärmflasche und wünsche an dieser Stelle auch Cryan und Hiesinger gute Besserung!

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Kann der DAX heute durchstarten?

1Gestern gings wieder rund auf dem Börsen-Volksfest! Der DAX zeigte uns die wildesten Loopings und rauschte am Ende des Tages nach einigen Auf-und Abs doch noch 0,6 Prozent ins Plus. Angestachelt durch den steigenden Ölpreis und zahlreicher Unternehmensmeldungen, ließen uns die Deutschland 30 schon fast den Januar-Blues vergessen.

Steigender Ölpreis? Ja, genau. Das Teufelszeug, das die meisten von uns für den Rest des Jahres wohl schon abgeschrieben hatten, bekam einen neuen Boost aus den USA. Die Lagerbestände an Rohöl sind mit 8,4 Millionen Barrel (Fässern) fast doppelt so stark gestiegen als erwartet. Übertroffene Erwartungen sind bekanntlich immer gut für steigend Aktienkurse und scheinbar auch für steigende Ölpreise. Eigentlich ist die ganze Geschichte nämlich total unlogisch, denn wenn in Amerika mehr Ölreserven lagern, als gebraucht werden, haben die Amis vermutlich ein ganz anderes Problem. Sie haben mehr Öl gebunkert, als die Industrie nun tatsächlich benötigt. Ein Zeichen für eine möglicherweise schwächelnde Wirtschaft?

Und noch aus einer anderen Ecke der Welt bekommt der Ölpreis Unterstützung: Russland und die Opec- Länder (kurz für: Öl-exportierende-Länder) könnten eine Reduzierung der Ölfördermenge beschließen. Wenn die Scheiche den Ölhahn zudrehen müssen, sinkt das Angebot und die Preise steigen.

Das Thema Ölpreis stand gestern Abend auch ganz bestimmt auf der Tagesordnung der Fed-Sitzung. Die US-Notenbanker tun alles, was in ihrer Macht steht, um die US-Wirtschaft anzuheizen. Im Dezember haben Fed-Chefin Janet Yellen und ihr Team erstmalig seit der Finanzkrise die Zinsen von 0 Prozent auf 0,25 Prozent angehoben. Für uns ein Klacks, für die Finanzwelt ein Meilenstein, denn offensichtlich hat die Notenbank wieder Vertrauen in die US-Wirtschaft gefasst. Unternehmen müssen nun etwas mehr für Kredite hinblättern als in der Vergangenheit, aber für Konsumenten mit Geld aufm Sparbuch ist so eine leichte Zins-Erhöhung natürlich Good News.

Mehr Zinsen sind allerdings momentan nicht drin verkündete Mrs. Yellen gestern Abend kurz nach der Tagesschau. Zu groß die Angst, die wackligen Finanzmärkte komplett aus dem Konzept zu bringen. Ob diese, nicht ganz überraschende, Entscheidung heute Einfluss auf unsere Aktien Made in Germany hat? Ab 09:02Uhr seit ihr wieder am Drücker!

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Deutsche Bank: Ein Drama mit Fortsetzung

dbNoch vor nicht allzu langer Zeit hätte ich meine spießige, rote Sparkassen EC-Karte liebend gerne gegen so eine smarte, blaue Karte der Deutschen Bank eingetauscht. Sieht irgendwie schicker aus, und nach mehr Geld auf dem Konto.

Mittlerweile bin ich ziemlich glücklich mit meiner Provinz-Sparkasse, denn die DB hat viel von ihrem Glamour-Image eingebüßt und kämpft mit Milliarden-Verlusten. Morgen vor Börsenstart muss die Großbank ihre Bilanz-Bücher öffnen und ihren Investoren mitteilen, was eigentlich schon seit letzter Woche die Spatzen von den Banken pfeifen: 6,7 Milliarden Euro Verlust im letzten Jahr- so viel wie noch nie in der Geschichte der Deutschen Bank. Der Aktienkurs bekam nach dieser Vorwarnung so einen Schock, dass er gleich um 10 Prozent auf das Niveau von 2009 zu Zeiten der Finanzkrise absackte.

Damit ist der Marktwert der DB auf 24 Milliarden Euro gesunken. Zum Vergleich: die größte US-Bank, JPMorgen Chase, wird derzeit mit rund 186 Milliarden Euro bewertet.
Wir fragen uns natürlich: warum schreibt die Deutsche Bank Milliarden Miese, während US-Banken ein Rekordjahr einfahren? Verantwortlich dafür ist ein bunter Skandal-Mix und hohe Altlasten.

John Cryan, der seit Mai 2015 die Geschäfte der DB leitet, muss den Laden erstmal aufräumen. Dazu zählt auch die Entlassung von rund 9000 hochbezahlten Bankern, 4000 davon allein in Deutschland. Ihr könnt euch vorstellen, dass sich die Herren nicht mit einem Blumenstrauß und einer fröhlichen “Dankeschön”- Grußkarte zum Abschied zufrieden geben. Nein, die Finanzler wollen Geld sehen! Um die Mitarbeiter von ihren Schreibtischen weg zu kaufen, hat Mr. Cryan “Rückstellungen”, also Geldreserven, in Höhe von knapp 1 Milliarde Euro vorgesehen.

Dazu kommen noch weitere 5,2 Milliarden, die die Bank für Rechtsstreitigkeiten auf die Seite legen musste. Für die Hitlisten-Liebhaber unter euch habe ich eine kleine Top 3-Liste der Schummel-Baustellen der Deutschen Bank zusammengestellt:

1. Leo Kirch
Ehemalige Top-Manager der Frankfurter Bank sollen im Prozess um die Pleite des Medienkonzerns 2002 die Richter belogen haben, um Schadensersatzforderungen zu entgehen.

2. Russland
Russische Kunden sollen über die Deutsche Bank Rubel-Schwarzgeld in Höhe von mindestens sechs Milliarden Dollar gewaschen haben.

3. Devisenhandel
Der neueste Hit: der Deutschen Bank wird vorgeworfen, für die Abwicklung von Devisengeschäften (Euro, Dollar, Yen…) Schummelsoftware eingesetzt zu haben, um die Deals zeitverzögert und in ihrem Vorteil abzuwickeln.

Das alles wäre noch zu verkraften, wenn die Geldquelle aus Privatkunden- oder Investmentgeschäft noch irgendwie sprudeln würde. Doch auch das Tagesgeschäft der Großbank schwächelt und wird vermutlich für weitere Verluste in Höhe von 2 Milliarden Euro sorgen.

Wie die Börse morgen wohl auf die schlechten Neuigkeiten reagieren wird? Wo keine Erwartungen sind, können auch keine Erwartungen enttäuscht werden. Das ist aber auch das einzig Positive, das ich dem ganzen DB-Drama abgewinnen kann.

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BASF warnt vor Verlusten

basfHättet ihr es noch vor gut einer Woche für möglich gehalten, dass sich unsere Deutschland 30 doch noch vom China-Crash Anfang Januar erholen? Also ich nicht, ehrlich gesagt. Heute stehen jedoch nach einer guten Performance der Wall Street alle Zeichen auf Grün. Der Ölpreis könnte weiter steigen und die Berichtsaison, also die “Jahreszeit”, in der börsennotierte Unternehmen ihre Ergebnisse präsentieren, ist in vollem Gange.

Nur ein DAX-Veteran, der Liebling aller Anleger, der King-of-Dividende sieht heute Morgen Rot und zieht den DAX leicht nach unten: BASF. Eigentlich soll der Chemiekasten erst am 26. Februar seine Bilanz für das letzte Quartal 2015 offenlegen, doch schon heute warnt uns der Konzern vor einem Gewinnrückgang von 8 Prozent (mehr als eine Milliarde Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Diese Frühwarn-Taktik scheint bei Unternehmen irgendwie populär zu sein. Die Deutsche Bank hat letzte Woche auch vor Milliardenverlusten gewarnt- das ganze Ausmaß des Dramas wird jedoch erst morgen offiziell verkündet.

Aber gut, zurück zu den vier Buchstaben: BASF. Der Konzern brodelt in seiner Chemie-Küche nicht nur Lacke, Zusatzstoffe für Lebensmittel oder Medikamente zusammen, sondern besitzt auch Öl-und Gasfelder. Das Energie-Business wird von der BASF-Tochter Wintershall geführt und leidet unter den kellertiefen Preisen für Öl und Gas. Anfang 2015 kostete ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent noch 57 Dollar, inzwischen sind es nur noch rund 30 Dollar. Logisch, dass der Verlust ein großes Loch in die Bilanz des Chemieriesen reißt.

Die BASF-Bosse sehen auch für die nächsten Jahre noch Schmieröl-Schwarz. Da die Weltwirtschaft momentan unter einer wahren “Ölschwemme” leidet und die Araber trotz sinkender Nachfrage fleißig weiter pumpen, werden die Energiepreise auch in den kommenden Jahren nicht großartig steigen.

Der Aktienkurs des Chemie-Giganten stürzt mit derzeit Minus 3 Prozent in eine tiefe Depression. Tja, da müssen sich die BASF-Chefs wohl einen neuen Masterplan überlegen. Wie wärs mit einem Revival der legendären Musikkassetten-Sparte?

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Siemens auf geheimer Mission

siemensAchtung: Brandaktuelle News von Siemens! Während wir noch so halb im Wochenend-Koma liegen, haben die Siemens-Bosse angeblich einen Milliardendeal eingetütet. Der Münchener Technologie-Konzern kauft Insidern zufolge für knapp eine Milliarde Dollar in bar die US-Softwarefirma CD-adapco. Das Geschäft soll möglicherweise noch heute offiziell bekannt gegeben werden.

Die ganz fleißigen BUX-Leser unter euch haben es vielleicht schon mitbekommen: Siemens präsentiert morgen seine Quartalszahlen und wir fragen uns: Hat CEO Joe Kaeser den Zeitpunkt der Übernahme rein zufällig gewählt? Wohl eher nicht, denn Joe hat ganz schön Stress. Nach Jahren des Konzernumbaus, der Entlassung von 13000 Mitarbeitern, einer schlappen Aktienkursentwicklung und fragwürdigen Investitionen in den Ölsektor, wollen Mitarbeiter und Aktionäre Resultate sehen.

Schon wieder Öl? Also ganz ehrlich: ich hatte im Vorfeld dieses Artikels keinen blassen Schimmer, dass Siemens auch irgendwas mit dem kränkelnden Ölbusiness zu tun hat, das in den letzten Monaten fast in jeder Tagesschau diskutiert wird. Siemens fabriziert neben Waschmaschinen, Lokomotiven, Hörgeräten und Kupplungen nämlich auch Industrieanlagen für die Öl-und Gasförderung und hat für knapp 8 Milliarden Dollar den US-Öl- und -Gastechnik Spezialisten Dresser-Rand übernommen. Diesen genialen Einfall hatte Joe Ende 2014, kurz bevor die Preise für das “schwarze Gold” abschmierten.

Die Geldquelle “Ölsektor” hat für Siemens also erstmal ausgesprudelt und man konzentriert sich auf den Bereich “Forschung und Entwicklung”, um mit technischen Innovationen Erzrivalen wie General Electric aus dem Feld zu schlagen. Doch scheinbar fehlt Siemens auch in diesem Bereich das nötige Know-how. Glücklicherweise hat Joe den Masterplan: Zukaufen! Und so kommt es, dass Siemens Gerüchten zufolge wieder tief in die Taschen greift, um CD-adapco zu übernehmen. Eine beschauliche, kleine US-Firma mit 900 Mitarbeitern, die Computerprogramme für Ingenieure entwickelt, mit denen die innere Funktionsweise von Maschinen simuliert werden kann. Aha! Was, wie und warum ist mir nicht so ganz klar, aber solange der Deal Kaeser’s Popo rettet und dem Aktienkurs wieder Leben einhaucht, solls mir recht sein!

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Einen guten Start wünscht Airbus

maxresdefaultHier im Büro nennen wir den ersten News-Artikel des Tages immer “Kickstarter”, also sowas wie ein aus-dem-Bett-Schmeißer. Ich frage mich natürlich: Womit kann ich euch heute aus den Federn locken, solltet ihr noch an euer Smartphone gekuschelt in den Kissen liegen? Espresso am Bett kann ich euch leider nicht servieren, aber vielleicht ein paar heiße Börsentipps für diese Woche?

Da wäre zum Beispiel die Berichtsaison. Ein paar mal pro Jahr öffnen börsennotierte Unternehmen ihre Bücher und informieren die Öffentlichkeit über ihre Auftragslage, Gewinne, Verluste und Umsätze. Auch wenn die Kacke intern kräftig am Dampfen ist, müssen die Bosse das Drama der Presse doch irgendwie als Erfolgsstory verkaufen. Sehr unterhaltsam und total wichtig für uns BUXers, weil nach so einer Meldung die Aktienkurse eines Unternehmens steigen oder sinken können. Kurse kellern meistens aufgrund enttäuschender Zahlen und manchmal sogar, wenn ein Konzern die Erwartungen der Finanzler “nur” erfüllt, aber nicht übertroffen hat. Aktien gehen dagegen ab wie Rakete, wenn ein Unternehmen Erwartungen übertrifft, also die Analysten mit irgendwas überrascht. Tja, Hellseher müsste man sein! Oder Insider. Dann wären wir alle Donald Trumps, oder?

Doch auch gute Vorbereitung kann einem echt ne Menge Trade-Vorteile bringen. Deshalb halten wir euch täglich über die In-und Outs aller Kandidaten auf dem Laufenden. Für Europa sind das diese Woche beispielsweise Siemens, Deutsche Bank und H&M. Neben der berühmten Berichtsaison hat auch wieder eine Zentralbank ihren großen Auftritt. Die Fed (US-Notenbank) trifft sich Dienstag und Mittwoch, um über die künftige Geldpolitik zu beraten. Neben “Gelddrucken” können die Superhelden unter den Bankern beispielsweise auch die Zinsen erhöhen und damit das Wirtschaftswachstum in den USA beeinflussen.

Experten erwarten vom Fed-Meeting dieser Woche: nix. Bei der momentan herrschenden, explosiven Mischung aus bohrlochtiefem Ölpreis, Sorgen über die chinesische Wirtschaft und den Kursverlusten an fast allen Weltbörsen im Januar, wird sich die Fed nicht weit aus dem Fenster lehnen. Steigende Zinsen könnten nämlich dazu führen, dass Unternehmen weniger Kredite aufnehmen (zu teuer) und die US-Wirtschaft dadurch langsamer wachsen würde. Trotzdem erhoffen sich Experten ein “Signal”. Irgendeinen Hinweis auf den nächsten Schritt der Notenbanker. Steigende Zinsen sind für Börsianer eher bad news, da Sparbücher und Co. dann wieder attraktiver werden als Aktien und Anleger ihre Papiere verticken. Die Folge: sinkende Kurse. Und darauf will man früh genug vorbereitet sein.

Über sinkende Kurse muss sich Airbus morgen vermutlich keine Sorgen machen. Die Überflieger unter den Flugzeugbauern freuen sich über einen Giga-Auftrag aus dem schönen Iran. Keine Kamele, keine fliegenden Teppiche, sondern ganze 114 Airbus-Flieger kauft Teheran noch diese Woche, voraussichtlich am Mittwoch. Das ist eine ganze Menge für ein Land, das derzeit überhaupt nur 150 flugfähige Maschinen besitzt, die eher als Schrott-Flotte bezeichnet werden können, da der Iran aufgrund langjähriger Sanktionen keine Ersatzteile mehr kaufen konnte. Die Sanktionen sind nun aufgehoben und das Land hat ein enormes Potential- sicher nicht nur für die Luftfahrtindustrie. Ich bin schon gespannt, ob die Airbus-Aktie Punkt 09:02 Uhr einen rasanten Take-Off hinlegt.

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Willkommen im Bärenmarkt!

teddyAn manchen Tagen bin ich froh darüber, dass ich BUXer und kein Börsianer bin. Die derzeitige Börsen-Achterbahn muss doch auch den erfahrenen Gurus enorm aufn Zeiger gehen, oder? Was soll man denn überhaupt noch traden, wenn alle Aktien tief in den roten Zahlen stecken? Gestern unterbot der DAX sogar seinen Tiefststand von 2015 und schlitterte 2,8 Prozent bergab auf das Niveau von Dezember 2014.

Somit sind wir jetzt übrigens offiziell im Tal des Bären angekommen. Von “Bärenmarkt” sprechen die Börsianer, wenn ein Index, wie beispielsweise unsere Deutschland 30, von seinem Hoch 20 Prozent gefallen ist. Was Anfang Januar als leichte Verstimmung begann, entwickelt sich langsam zu einer Panikwelle unter Anlegern und Börsianern, die versuchen, ihre letzten Schäfchen noch ins Trockene zu bringen, ehe alles eventuell noch schlimmer kommt.

Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung Chinas, deren Industrie viel langsamer wächst als erwartet und der bohrlochtiefe Ölpreis sind die Hauptgründe für das ganze Schlamassel. Und hängen sogar miteinander zusammen. Es ist noch früh am Morgen, aber ich probiers trotzdem mal mit einem kleinen Weltwirtschafts-Update.

Also: mit China läufts nicht so dolle. Die Fabrikschlote qualmen nur halb so schwarz wie in guten Zeiten, die Löhne steigen und viele Unternehmen stecken bis zum Hals in Schulden, da die Regierung und Banken des Landes leichtfertig ungedeckte Kredite vergeben haben, die nicht mehr zurückgezahlt werden können. Viele Firmen sind gezwungen, dicht zu machen, oder zumindest ihre Produktion runter zu schrauben. Das Land benötigt insgesamt also weniger Rohstoffe, vor allem Öl.

Weniger Nachfrage, weniger Angebot, sollte man denken. Normal schon, nur bei den Öl-Exportierenden Ländern (Opec) wie Saudi-Arabien geht diese Gleichung momentan nicht auf. Die Scheiche knallen die Pipelines voll und dabei ist es ihnen Schnuppe, ob noch irgendein Land auf dieser Welt ein paar Fässer Schmierstoff benötigt oder nicht. Alles was zählt ist, die Welt-Ölherrschaft. Die Araber wollen Öl-Produzenten mit weniger gut gefüllten Bankkonten und höheren Förderkosten, wie beispielsweise Venezuela, buchstäblich den Hahn abdrehen. Wenn der Ölpreis noch weiter fällt, lohnt sich die Produktion nämlich sowieso nicht mehr. Nur eine Frage der Zeit. Wie die Ölschlacht ausgeht ist völlig ungewiss. Ich vermute, dass wir in der BUX-App bei “Öl” noch länger auf den “abwärts” Pfeil tippen werden. Vielleicht können wir dem schmierigen Drama so wenigstens noch was abgewinnen…

Bleibt noch ein “goldener” Tipp zum Schluss. Einige Experten raten zum Sprung in den sicheren Hafen: Gold. Oder Platin. Oder Silber. Alles gut, alles relativ wertbeständig. Nach dem Motto “die letzten werden die ersten sein” könnten die Preise für Edelmetalle, die in den letzten Jahren auf der Verlierer-Seite standen, ein echtes Revival erleben. Gold gewann gestern rund 2 Prozent da viele verunsicherte Anleger aus blanker Panik dachten: zum Teufel mit den Aktien! Gold bringt zwar keine Zinsen, aber ich hab wenigstens einen Notgroschen unterm Kopfkissen.

Mein alter Esoterik-Freund meinte immer: in jeder Krise steckt auch eine Chance! Wahrscheinlich hat er recht. Nur wo die Chance steckt, wissen wir momentan noch nicht so genau. Happy Trading!

 

 

 

 

 

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Kann Draghi den DAX retten?

imagesIch will das ekelige Wort ja kaum in den Mund nehmen, aber heute passt’s leider: Aktiencrash! Der DAX sackt mit gut 3 Prozent tief unters Börsenparkett und reißt alle (!) Deutschland 30 Papiere mit in den Keller. Wie gut, dass wir hier bei BUX mit “Pfeil nach unten” auch auf fallende Kurse spekulieren können.

Und ob ihrs glaubt oder nicht: morgen Nachmittag könnte es noch schlimmer kommen. Aufgrund der Panik an den Weltbörsen hätten wir fast ein wichtiges Ereignis vergessen. Morgen gegen 14 Uhr meldet sich der Präsident der EZB (Europäische Zentralbank), Mario Draghi, zu Wort. Die EZB ist die europäische Schwester der US-Notenbank und sowas wie die Bienenkönigin unter den Banken hierzulande. Sie kann Geld drucken, Zinsen erhöhen, Banken Geld leihen und hat mit all diesen “Superwaffen” großen Einfluss auf die Weltwirtschaft.

Die “Mission Impissible” des EZB Chefs ist, eine höhere Inflation, also eine Preissteigerung zu erzielen. Wieso das denn? Ich finde die Auto-, Kühlschrank- und Elektronik-Schnäppchen momentan eigentlich ganz angenehm. Sind sie auch, zumindest für uns Verbraucher. Für die Industrie siehts dagegen ganz anders aus. Ein dauerhaft niedriges Preisniveau könnte nämlich einen Domino-Effekt aus sinkenden Löhnen und stockenden Investitionen nach sich ziehen. Alles sehr ungesund für die wirtschaftliche Entwicklung auf unserem Kontinent.

Mario hat sich deshalb ein paar Tricks ausgedacht, um die Inflation anzuheizen. Einer davon heißt “Leitzins”. Das ist der Zinssatz, zu dem sich die Sparkassen und andere Geschäftsbanken bei der EZB Geld leihen können. Der Leitzins ist mit 0,5 Prozent momentan super niedrig und stimuliert die Banken dazu, mehr Kredite an Unternehmen zu vergeben. Die wiederum zahlen wenig Zinsen an die Banken und können das geliehene Geld beispielsweise in die Entwicklung neuer Produkte stecken. Oder in fettere Geschäftswägen fürs Management. Gut für die Unternehmensbilanz und noch besser fürs Wirtschaftswachstum.

Eine weitere Superwaffe heißt: Quantitative Lockerung, auf gut Deutsch: Geld drucken. Seit März 2015 kauft die EZB mit quasi selbstgemachten Banknoten Staatsanleihen im großen Stil und pumpt auf diesem Weg monatlich 60 Milliarden Euro in die Märkte.

Von der letzten EZB Sitzung im Dezember hatte sich die Finanzwelt viel erhofft. Zum Beispiel, dass Mario beschließt, noch mehr Geld zu drucken. Tat er aber nicht und der DAX rauschte damals aufgrund enttäuschter Erwartungen auf dem Highway to Hell.

Vor dem morgigen Auftritt des Mario Draghi ist die Erwartungshaltung gleich Null. Die Banken verleihen sowieso schon genug Geld und vergeben Kredite unter manchmal fragwürdigen Bedingungen. In Italien untersucht die EZB deshalb gerade eine Reihe “fauler Kredite” in Milliardenhöhe. Geld, das die Banken vermutlich nie wieder sehen werden.

Wahrscheinlich wird es in der morgigen Sitzung beim einem charmanten “blabla” des Italieners bleiben- große Entscheidungen werden wohl auf das nächste Treffen im März vertagt. Das bedeutet im Klartext: es besteht diesmal so gut wie kein Enttäuschungspotential. Ob’s die Börse freut? Morgen Nachmittag wissen wir mehr!

BMW rauscht ab: Ex-Manager wechselt zu VW

maxresdefaultDie Börse ähnelt manchmal echt einem Horror-Thriller. Gestern noch konnten sich die meisten Aktien aufgrund halbwegs freundlicher Wirtschaftsdaten aus China von den Kursverlusten der letzten Wochen erholen und schon heute stehen alle Zeichen wieder auf rot.

China-Drachen-Rot, um genau zu sein. Denn die chinesische Börse fuhr heute Nacht wieder herbe Verluste von rund 3 Prozent ein und signalisiert dem Rest der Welt: Achtung, Achtung, das China-Drama bekommt noch eine Fortsetzung! Das könnte für uns BUXers heute mal wieder fallende Kurse bedeuten. Momentan liegt der Mega-Verlust der Deutschland 30 sogar bei über 3,8 Prozent! Schuld an der schlappen Börsen-Performance ist übrigens – wie könnte es auch anders sein- das Öl.

Es gibt derzeit einfach zu viel davon auf der Welt. Die Öl-Länder wie Saudi-Arabien pumpen die schwarze Schmierage aus dem Boden, obwohl die Nachfrage von vielen Ländern wie beispielsweise auch China sinkt. Die Folge der Überproduktion ist ein weltweiter Preisverfall und so gibts ein Fass Öl derzeit zum Schnäppchenpreis von rund 28 Dollar. So billig gabs das “schwarze Gold” zuletzt 2003.

Bei einem nachlassendem Öl-Durst der Industrieländer gehen in den Köpfen der Börsianer sämtliche Alarmglocken an. Denn wo viel produziert wird, werden auch viele Rohstoffe benötigt. Wenn hingegen wenig Rauch aus den Fabriken aufsteigt, freut sich zwar die Umwelt, aber die Wirtschaft des Landes dreht dann vermutlich auf Sparflamme. Ist das tatsächlich der Fall, so leiden früher oder später auch die Aktienkurse vieler Unternehmen, die vom China-Geschäft abhängig sind.

Eines davon könnte BMW sein. Die Experten der Citigroup haben die Aktie des weiß-blauen Autoherstellers zum Verkauf empfohlen. Die Message ist deutlich: Verticken das Ding, bevor es zu spät ist! Mich als Wahl-Bayer trifft diese Nachricht natürlich besonders hart, vor allem weil die gleichen Analysten Daimler und VW zum Kauf empfehlen! Wie kommts, dass Stuttgart und Wolfsburg die Bayern aus dem Feld schlagen?

Während BMW in Europa einen Verkaufs-Rekord nach dem anderen feiert, brachen in den USA und China Ende letzten Jahres die Umsätze ein. Die Bayern hatten den Trend zum SUV nicht rechtzeitig erkannt, und mussten den Protz-Geländewägen der Konkurrenz das Feld überlassen.

Und dann noch das: heute wurde bekannt, dass ein ehemaliger BMW-Manager zum Erzrivalen VW wechselt und für die Wolfsburger ausgerechnet in den USA Das Auto aus dem Dreck ziehen soll. Autsch! Gerade auf dem Problem-Markt Amerika hätte BMW mehr PS im eigenen Motor bitter nötig gehabt…Doch zu spät. Ex-BMW Manager Hinrich Woebkens solls jetzt wuppen und wird Nordamerika-Chef von VW. Ein grandioser Karrieresprung für Woebkens, der es bei BMW nicht bis in den Vorstand geschafft hat und auf bei Zulieferer Knorr-Bremse immerhin ein Jahr lang als Nutzfahrzeug-Chef glänzen durfte.

Die BMW-Aktie trauert mit einem Minus von derzeit 4 Prozent. Was meint ihr BUXer? Folgt ihr dem Rat der Citigroup-Experten und schmeißt BMW aus eurem Depot, oder glaubt ihr an ein Comeback der Bayern?

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Winterschlussverkauf bei Zalando?

F3DIC6YHEBNH787.RECT2100Als bekennender Amazon-Junkie gibt es etwas, was ich nie tun würde: Schuhe oder Klamotten bei Zalando kaufen. Aus Gewohnheit und natürlich aus Überzeugung. Bei Amazon lohnt es sich oft, nach Schnäppchen zu stöbern, die bei Zalando zum Ladenpreis vertickt werden. So wie meine brandneuen Sorel-Stiefel: 39,00 Euro bei Amazon, 89 Euro bei Zalando!

Ich fürchte allerdings, dass ich mit meiner Meinung ziemlich allein da stehe, denn die Mehrheit der Schuh-Junkies steht voll auf den berliner Online-Shop. Zalando präsentiert morgen vor Börsenstart seine Zahlen der letzten 3 Monate des Jahres 2015 (Q4 Zahlen) und die Erwartungen sind hoch. Seit der Gründung 2008 stellt der Modehändler einen Wachstumsrekord nach dem anderen auf.

Ein Paar Fun-Facts für die Zahlenfreaks unter euch:
Aus 500 Millionen Euro Umsatz 2011 wurden 2015 2,2 Milliarden, vielleicht sogar 3 Milliarden. Zalando’s Wachstum in Deutschland beträgt jährlich 30 Prozent, im Rest von Europa sogar 40 Prozent- damit wächst der Modehändler stärker als der gesamte E-Commerce-Markt. Die Marke Zalando war 2015 50 Prozent mehr wert als noch im Jahr zuvor. Zum Vergleich: VW musste 2015 ein Markenwert-Minus von 30 Prozent wegstecken.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass zum Start von Zalando viele meiner Shopping-Freundinnen unkten: “Schuhe online kaufen? Nee, das wird nix. Muss man doch probieren!” Und jetzt bestellen sie alle im virtuellen Schuhparadies. Was macht Zalando dann so viel erfolgreicher als die Konkurrenz und den Schuhhändler um die Ecke?

Ein wichtiger Grund ist die riesige Auswahl. Bei über 1.500 Marken im Angebot ist doch echt für jeden Fashion-Victim was dabei. Dazu kommen noch kurze Lieferzeiten, ein guter Kundenservice und enorme Budgets, die Zalando in sein Marketing pumpt.

Große Investitionen in Werbung, neue Mitarbeiter und verbessertem Service nagen allerdings an den Gewinnen und so gelang es Zalando im dritten Quartal trotz steigender Umsätze nicht, aus den roten Zahlen zu kommen. Experten befürchten nun, dass der milde Winter Ende 2015 guten Q4 Zahlen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben könnte. Bei sommerlichen Temperaturen kauft schließlich kein Mensch Moonboots.
Zalando wehrt sich gegen die Schlechtwetter-Macher unter den Börsianern und versichert, dass der Online-Handel weniger abhängig von der Wetterlage ist, als ein Geschäft in der Innenstadt.

Ob da was dran ist? Morgen vor Börsenstart wissen wir, wohin der Hase bei Zalando läuft!

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