Fresenius SE: Gesund ins neue Jahr

gesundWir starten gesund und munter in den Tag mit einer Pharma-Aktie: Fresenius SE. Hab ich da ein Gähnen gehört? Wer von euch BUXern denkt “boah, super langweilig, der Medizin-Kram”, der irrt sich. Ich sage nur: 60 Prozent Kursgewinn seit Jahresbeginn, Top-Performer im DAX, super Wachstumschancen, weitgehend krisensicheres Business. Na, neugierig geworden?

Das hessische Unternehmen dürfte den meisten von euch (hoffentlich) weitestgehend unbekannt sein. Fresenius hat vier Hauptgeschäftsfelder: Krankenhausmanagement, Produkte und Dienstleistungen für Patienten mit chronischem Nierenversagen, Produkte für Transfusion & Infusion und klinische Ernährung.

An alle, die schon jetzt hektisch “Fresenius” in die App-Suchbox ticken: es gibt 2 Fresenius! Die Mutter (Fresenius SE) hat doch tatsächlich eine schöne Tochter (Fresenius Medical Care), die ebenso im DAX vertreten ist. Mutti konzentriert sich dabei vor allem auf das Infusions-Geschäft, während sich Fresenius Medical Care auf Dialyse-Patienten spezialisiert hat.

Wir prüfen heute Mutter Fresenius SE auf Herz und Nieren, bei der das Infusions-Geschäft brummt. Die kürzlich veröffentlichten Jahreszahlen lassen auf eine blendende Gesundheit des Unternehmens schließen. Der Umsatz legte um 16, der Gewinn sogar um 25 Prozent zu. Für die Konzernführung Grund genug, um die Jahresprognose anzuheben.

Die guten Zahlen verdankt Fresenius SE vor allem seinem Nord-Amerika Geschäft. Die Amis hängen aufgrund von Liefer-Engpässen der US-Konkurrenz am Tropf der Infusions-Sparte Fresenius Kabi, die Medizin-Engpässe füllt und damit glänzend verdient. Daneben profitiert das Unternehmen von der Zulassung zahlreicher, neuer Medikamente und der eher besorgniserregenden Zunahme an Patienten weltweit.

Der Health-Care-Sektor bietet aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung gute Renditechancen und ist weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen, Krisen, Rohstoffpreisen oder weltpolitischen Ereignissen als VW & Co. Fresenius SE ist zwar kein Schnäppchen mehr und hat schon einen schwindelerregenden Kursanstieg hinter sich, doch wenn ihr auf der Suche nach einer Aktie seid, die euren Blutdruck schont, dann ist der Medizinkonzern eventuell einen Trade wert.

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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Fresenius SE: Gesund ins neue Jahr

Ja, ist denn schon Weihnachten?

geldO du fröhliche! Endlich ist es soweit: die Vorweihnachtszeit hat offiziell begonnen! Glühwein, Bockwurst, kitschige Fensterbilder, beleuchtete Weihnachtsmänner auf den Balkonen, Marzipankartoffeln und Weihnachtssterne. Irgendwie schon schön, die Adventszeit. Während wir mehr oder weniger begeistert das große Fest vorbereiten, wird an der Börse wie immer fleißig gehandelt.

Letzte Woche feierten die Amis Thanksgiving gefolgt vom “Black Friday”, dem größten Shoppingevent des Landes und Festtag für alle Schnäppchenjäger. Der große Run auf den Einzelhandel blieb dieses Jahr jedoch aus und auch die Wall Street zeigte sich vorweihnachtlich ruhig. Der Dow Jones trat am Freitag auf der Stelle und steckte unsere Deutschland 30 gleich mit an. So begab sich der DAX mit einem leichten Minus ins Wochenende. Nach einer Top-Woche mit einem Plus von insgesamt 1,6 Prozent gönnen wir ihm die kleine Verschnaufpause, oder?

Zu den großen Gewinnern zählte eindeutig Infineon. Die Münchner überraschten letzten Donnerstag selbst einige Analysten mit Top-Geschäftszahlen. Damit eroberten sie mit einem Plus von rund 12 Prozent nicht nur die Spitzenposition im DAX, sondern erreichten auch den höchsten Stand seit 2007.

Diese Woche erwartet uns das erste Türchen unseres Adventskalenders und am Donnerstag steht – leicht verfrüht- Nikolaus Mario (Draghi), von der EZB vor der Tür. Die Anleger warten voll Vorfreude auf seinen gut gefüllte Sack mit Geldgeschenken und hoffen, dass die Europäische Zentralbank auch weiterhin frisches Geld in die Märkte pumpt.

Im Idealfall kommt das Zentralbankgeld über die Banken, denen die EZB Wertpapiere abkauft, in Form von Krediten bei Unternehmen und Verbrauchern an. Diese Maßnahme soll das Wachstum und die Konsumlaune in Europa anschieben. Werden die Milliarden allerdings teils in Aktienkäufe investiert, freut sich die Börse (und wir BUXers) doch Mario Draghi hat sein Ziel dann verfehlt.

Auf jeden Fall wird uns diese Woche nicht langweilig, liebe BUXers… Traut ihr den DAX-Veteranen VW oder Infineon noch weiter Kurssprünge zu? Bringen uns die Notenbänker die ganz großen Kurs-Weihnachtsgeschenke?

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Ja, ist denn schon Weihnachten?

Henkel: aus Liebe zur Aktie

henkelWährend die Amerikaner an ihrem Thanksgiving-Truthahn knabbern, wird hier noch kräftig gehandelt. Eine kurze Auflistung der Börsen-Öffnungszeiten gleich mal vorweg für euren Terminkalender:

* Die Wall Street hat heute Feiertag. US-Aktien könnt ihr erst morgen wieder traden und dann auch nur bis 19:00Uhr.

* Deutsche, französische und englische Indizes unterbrechen den Handel heute zwischen 22:00Uhr und 24:00Uhr.

* Amerikanische Indizes und Rohstoffe pausieren heute von 19:00Uhr bis 24:00Uhr.

Grund genug, uns auf die deutschen Papiere zu stürzen, findet ihr nicht? In meinem Spam-Ordner fand sich heute Morgen eine Email einer gewissen “Amber” die mehr über meine Waschgewohnheiten erfahren wollte. Sie bat mich, an einer Umfrage teilzunehmen, bei der ich ein Jahr lang gratis Persil im Wert von 300 Euro gewinnen könnte! Wow!

Ganz ehrlich: ich guck mir dann doch lieber die Henkel-Aktie genauer an, denn der Persil- und Vernel-Hersteller wurde von der der US-Investmentbank Goldman Sachs zum Kauf empfohlen und könnte damit durchaus einen Trade wert sein.

Der Konzern Henkel besteht aus drei Unternehmensbereichen: Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik & Körperpflege (z.B. Schwarzkopf) sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik (z.B. Pritt oder Pattex). Anfang des Monats präsentierte der Konsumgüterhersteller blitzsaubere Quartalszahlen. Vor allem der Waschmittel-Bereich glänzte mit einem Erlöszuwachs von 5,5 Prozent, gefolgt vom Beauty-Segment mit einem Plus von 2,1 Prozent.

Lediglich das chinesische Klebstoff-Business bereitet Henkel-Chef Rorsted derzeit Kopfzerbrechen. Ursache ist nicht der Mangel an Hobby-Bastlern und Pritt-Stift Konsumenten im Reich der Mitte, sondern das schwächelnde Geschäft mit Klebern für die Computer- und Autoindustrie das sich aber, laut Meinung des Konzernchefs, bis Ende 2016 wieder erholen wird.

Mehr Freude bereitet da die Eroberung Nordamerikas. Ende 2014 gelang es den Henkel-Managern nach zähen Verhandlungen mit Wal-Mart endlich, Persil und Schwarzkopf – anfangs exklusiv- in dessen Regale zu stellen und Platzhirsch Procter & Gamble seinen Heimatmarkt streitig zu machen.
Mit Erfolg: seit ein paar Wochen verkauft Henkel seine Produkte zusätzlich zu den 4500 Wal-Mart Filialen auch in mehreren Tausend Lebensmittel- und Drogeriemarktketten und rechnet bis Ende des Jahres mit einer Marktabdeckung von mehr als 50 Prozent.

Pflegen, waschen, kleben: traut ihr dem Alleskönner unter den Konsumentenmarken auch einen sauberen Auftritt auf dem Börsenparkett zu?

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Henkel: aus Liebe zur Aktie

Frisch auf den Tisch

truthahnMein Biorhythmus scheint sich langsam dem der Börse anzugleichen, denn auch ich habe mich gestern im Lauf des Tages wieder von meinem Grappa-Schock des Vorabends erholt. Ganz genau wie der DAX, der seinen weltpolitischen Kater vom Dienstag gestern wieder überwunden hatte.

Die Schwarzmaler unter den Analysten hatten schon vor “dynamischer Abwärtsbewegung”, “Wassertreten” oder “Fehlausbruch” gewarnt. Hässliche Begriffe für die Stimmungslage unserer geliebten Deutschland 30. Gestern zeigte der DAX der Finanzwelt auf jeden Fall nochmal, dass er immer für eine Überraschung gut ist und flog mit Plus 2.15 Prozent in den Feierabend.

Schuld daran waren unter anderem gute Konjunktur- und Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die der erhofften Zinswende im Dezember zugute kommen. Denn wenn die amerikanische Wirtschaft läuft wie Peanutbutter, dann wird sich die US-Notenbank wahrscheinlich auch dazu durchringen, die Zinsen von 0 Prozent auf ca. 0,25 Prozent anzuheben. Good news für die sicherheitsliebenden Börsianer, die sich schnell noch mit Aktien eindecken wollen, ehe auch festverzinsliche Wertpapiere wieder attraktiv werden.

Und es wehen noch mehr gute Nachrichten aus den USA über den Teich zu uns: die “Truthahn-Rally” anlässlich des Thanksgiving-Feiertags (Achtung! US-Börse geschlossen!) könnte auch die Deutsche Börse heute beflügeln. Darunter versteht man die häufig gutgelaunte Wall Street rund um den amerikanischen Familien-Feiertag Thanksgiving und den verkürzten Handelstag am Freitag.

Die oft überdurchschnittlichen Renditen an diesen Tagen sind vermutlich der allgemeinen Festtagsstimmung der Amis und ihrer “Big-Spender-Laune” zu verdanken. Eventuell versuchen Anleger auch, ihre Anteile noch vor dem kurzen Handels-Freitag zu verticken. Es könnte ja sein, dass man sonst Dank Thanksgiving-Kater das ein oder andere Aktien-Geschäft verpennt.

Wie dem auch sei, wir wünschen ein frohes Fest und sind dankbar für alle Kurs-Geschenke die wir dem Ami-Feiertag womöglich zu verdanken haben! Cheers!

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Frisch auf den Tisch

Krise auf dem Börsenparkett

oilFür einen Börsen- “Rookie” wie mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, wie die Börse auf politische, wirtschaftliche oder auch sportliche Ereignisse reagiert. Die Stimmung kann binnen Minuten von “Himmelhoch jauchzend” in “zu Tode betrübt” umschlagen.

Häufig sind Zeitungsartikel, Gerüchte oder Meinungen von Analysten die Ursache für plötzliche Kurs-Achterbahnen, manchmal stecken aber auch Ereignisse von enormer, weltpolitischer Tragweite dahinter wie die Serie von Schreckensmeldungen der letzten Wochen zeigt.

Der DAX war gerade auf dem besten Wege dazu, uns vorweihnachtlich kräftige Gewinne zu bescheren, als ihn die Terrormeldungen aus Paris und der Abschuss des russischen Kampfjets an der syrischen Grenze aus dem Konzept brachten.

Während sich die Anschläge in Frankreich vor allem nachteilig auf weltweite und europäische Indizes wie den DAX oder den französichen CAC 40 und Aktien der Luftfahrt- und Tourismus-Branche auswirkten (Reisewarnungen!), hat der Vorfall an der türkisch-syrischen Grenze ganz andere Konsequenzen.

Drohende Konflikte im Nahen Osten sorgen für Sorgenfalten auf dem Börsenparkett und rufen Erinnerungen an vergangene Irak-Krisen ins Gedächtnis zurück. Vorausblickende Börsianer denken dabei gleich an Rohöl-Versorgungsengpässe, zu denen es im Ernstfall kommen könnte, wenn Streitigkeiten eskalieren und Transportwege eingeschränkt werden. Und so zählte das schwarze Gold nach wochenlangen Verlusten zu den großen Gewinnern des gestrigen Tages: ein Barrel Nordseeöl verteuerte sich um rund 4 Prozent auf 46,50 Dollar.

Der Ölpreis hat sich seit Mitte 2014 – von ein Paar Zuckungen mal abgesehen- von mehr als 100 Dollar auf weniger als 50 Dollar halbiert.

Des einen Freud, des anderen Leid: während wir an der Tanke jeden Cent weniger bejubeln, schadet der niedrige Rohölpreis einigen Ländern ganz gewaltig.

Ursache ist vor allem eine Ölschwemme der Opec (Organisation erdölexportierender Länder) mit Saudi-Arabien an der Spitze, die mit niedrigen Preisen die Konkurrenz durch das per “Fracking” gewonnene Öl in den USA bekämpfen wollen. Beim Fracking werden Öl und Gas aus tiefliegendem Schiefergestein “gepresst”. Eine sehr umstrittenen Methode, die viele Risiken für Trinkwasser, Natur und Landschaft mit sich bringt.

Das Überangebot sorgt für dauerhaft niedrige Preise auf dem Weltmarkt und Wachstumsprobleme bei den Schwellenländern, die vom Geschäft mit Rohstoffen abhängiger sind als Industrie-Nationen.

Der niedrige Ölpreis sorgt auch bei uns für Stirnrunzeln. Gerade jetzt, wo Sonnen- und Windenergie sexy werden, kommen die Ölscheichs mit Dumpingpreisen und ruinieren ambitionierte Öko-Stromprojekte mit ihren billigen, fossilen Brennstoffen. Gift für den Fortschritt und Gift für die Umwelt.

Doch es gibt Hoffnung: Am 4. Dezember treffen sich die Mitglieder der Opec  und beraten über Maßnahmen zur Stabilisierung des Ölpreises. Saudi-Arabien kündigte schon im Vorfeld seine Mitwirkung an und könnte seine Fördermengen bewusst reduzieren was wiederum den Ölpreis steigen ließe.

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Krise auf dem Börsenparkett

Infineon: Übernahmehunger in der Halbleiterbranche

infineonDas Motto der Halbleiter-Branche lautet derzeit: Fressen oder gefressen werden. Viel billiges Geld, das Dank der amerikanischen Nullzins-Politik die Märkte überflutet, sorgt für Übernahmehunger und Lust auf Chips! Ob Computer-Chips, Sicherheits-Chips, Energieeffizienz-Chips oder Automobil-Chips: Hersteller von Halbleiter-Produkten wie beispielsweise Infineon sind gefragte Leckerbissen unter den Übernahmekandidaten.

Dabei geht es nicht mehr einzig und allein um strategisch sinnvolle Investments, sondern vor allem darum, das Objekt der Begierde der Konkurrenz wegzuschnappen. Wachsen um jeden Preis lautet die Devise. Das Übernahmefieber unter dem melodischen Fachbegriff “Konsolidierung” macht schon seit einiger Zeit die Runde und infizierte unter anderem Dialog (schluckte Atmel), On Semi (schnappte Fairchild Infineon vor der Nase weg) oder Intel (kaufte Altera).

Ein weiterer Grund für das große Fressen sind die Wachstumsgrenzen, an die die Halbleiterbranche stößt. Computerchips für neue PC’s waren noch vor wenigen Jahren ein gigantischer Markt. Doch da beispielsweise Windows 10 auch auf älteren Rechnern läuft, schrumpft die Nachfrage nach neuen PC’s. Intel & Co. sind deshalb auf der Suche nach Herstellern von Halbleiter-Nischenprodukten, die sie sich “einverleiben” um überhaupt noch wachsen zu können.

Für einen vollen Magen könnte beispielsweise Infineon sorgen. Unsere Münchener Chip-Spezialisten haben den Trend zur Marktlücke erkannt und sind in zahlreichen Zukunftsmärkten vorn dabei. Die Bayern liefern beispielsweise Halbleiter für Elektroautos, entwickeln Radarsysteme für selbstfahrende Autos und bauen Chips für die Strombranche.

Die Infineon Aktie landete gestern mit Minus 4,56 Prozent auf dem unrühmlichen letzten Platz der DAX-Liste. Anleger fürchten, dass der schwache Absatz auf dem chinesischen Automobilmarkt seine Spuren in der Bilanz hinterlassen könnte. Automobilhersteller füllen aufgrund der sinkenden Verkaufszahlen in China nur zögerlich ihre Chips-Vorräte. Die Automobilindustrie ist zwar das wichtigste Standbein der Münchener, doch eventuelle Verluste könnten durch Gewinne aus dem boomenden Smartphone-Geschäft kompensiert werden.

Die meisten Analysten rechnen damit, dass Infineon morgen vor Börsenstart solide Zahlen präsentieren wird: 2015/16 könnte der Umsatz des Unternehmens um rund 10 Prozent auf dann 6,4 Milliarden Euro klettern.

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Infineon: Übernahmehunger in der Halbleiterbranche

Ja wo ist denn unser DAX?

sandEs gibt Top-Tage, Mittelmaß-Tage und Bescheidene-Tage. Gestern zählte bei mir eindeutig zur letzten Kategorie. In chronologischer Reihenfolge: ein gebrochener Eiskratzer Dank – 6 Grad Nacht-Temperatur, ein verformter Scheibenwischer, die eine WhatsApp von dem einen Menschen die NICHT kommt, eine wortwörtlich kalte Dusche vor dem Dinner und zur Krönung am Abend zu viele “aufs Haus” Grappas. Mit dem Resultat, dass ich mich heute selbst verschuldet noch schlechter fühle.

Aber ein BUXer wäre kein BUXer wenn er sich nicht vom Börsengeschehen aufmuntern ließe. Denn auf dem Parkett ging es gestern noch viel bescheidener zu als im Hause Lembert. Der eskalierende Syrien-Konflikt verunsicherte die ohnehin schon weltpolitisch angeschlagenen Anleger und verursachte einen DAX- Kurssturz von Minus 1,73 Prozent. Verkauft wurden aufgrund zahlreicher Reisewarnungen vor allem Aktien aus der Hotel- und Reisebranche.

Zu den großen Gewinnern zählten gestern VW mit Plus 5 Prozent. Das Papier der Wolfsburger Skandalbrüder legte seit 12. November um rund 20 Prozent zu, was unter anderem einer Analystenstudie der Schweizer Bank UBS zu Danken war. Offenbar wird der Skandal VW doch weniger Scheinchen kosten, als der derzeitige Aktienkurs vermuten lässt. Der Autobauer scheint die Lage langsam in den Griff zu bekommen und verdient sich mit dem Vertrauen der Anleger ein sattes Kurs-Plus. Für die mutigen BUXers unter uns könnte sich da also doch ein Trade-Highlight anbahnen.

Ein weiterer Streifen am herbstlichen Horizont ist die Anti-Krisen-Währung Gold. Wie schon so oft, könnten verängstigte Anleger in den vermeintlich sicheren Hafen flüchten und sich mit 1.080 Dollar teuren Feinunzen schmücken.

Weniger glamourös aber ebenso vielversprechend entwickelte sich der Ölpreis. Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei ist der Preis für ein Barrel Öl gestern um fast 4 Prozent gestiegen. Wieder war Angst der Auslöser, denn die Saudis könnten auf der Opec- Konferenz am 4. Dezember einlenken und den Ölhahn auf lauwarm drehen.

Die “Organisation erdölexportierender Länder” besteht aus superreichen (Saudi Arabien, USA..) aber auch bettelarmen Ländern (Venezuela, Afrika). Die Saudis probieren schon seit Langem mit einer gigantischen Fördermenge Öl ihren Marktanteil gegenüber den USA zu verteidigen. Das Überangebot sorgt für einen weltweiten Preisverfall, dem die Opec-Länder scheinbar entgegenwirken wollen. Senkt das Königreich seine Ölproduktion tatsächlich, so würde der Preis für das schwarze Gold schlagartig steigen.
Doch heute Morgen konzentrieren wir uns erstmal auf unseren DAX, der nach den Turbulenzen der letzten Tage eine kleine Aufmunterung ganz gut gebrauchen könnte. Kann VW seinen Siegeszug auf dem Parkett fortsetzen? Wie entwickeln sich die Papiere der Hotel- und Luftfahrtindustrie? Alles wird gut.

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Ja wo ist denn unser DAX?