Google: D-day nach Börsenschluss

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Habt ihr im Jahre 1999 darüber nachgedacht, euch spaßeshalber die Domain www.abcdefghijklmnopqrstuvwxyz.com zu kaufen? Nicht getan? Böser Fehler. Denn niemand anderes als Google hat vor Kurzem für diese kuriose Internetadresse höchstwahrscheinlich eine Menge Kohle an eine „unbekannte Privatperson“ bezahlt.

Grund dafür war die Umstrukturierung des Konzerns unter dem Namen „Alphabet“. Da die Domain-Namen alphabet.com (BMW) und abc.com (US-Fernsehsender) schon vergriffen waren, entschied man sich für die mega-lange Internetadresse, die momentan noch ins Nichts führt.

Die neue Konzernstruktur, die unter anderem für mehr Transparenz sorgen soll,  könnt ihr euch vereinfacht gesagt so vorstellen:

Alphabet ist die Konzernmutter mit mehreren Töchtern. Die derzeit erfolgreichste Tochter heißt Google und vereint alle Marken und Dienste, die wir so kennen (Suchmaschine, Youtube, Android, Werbeanzeigen…).

Und dann gibt es da ein paar Sprösslinge, die noch in der Pubertät stecken und heftig experimentieren. Dazu zählen unter anderem Google X, Sidewalk Labs, Google Ventures oder Nest. Ob selbstfahrende Autos, oder solarbetriebene Kontaktlinsen- keine Idee ist zu verrückt, um nicht in Google’s geheimen Labors getestet zu werden.

Alphabet wird heute Abend nach Börsenschluss erstmalig die Q3 Zahlen des Konzerns präsentieren.

Und die Analysten sind optimistisch: so ging es mit der Aktie in den letzten 3 Monaten rund 12 Prozent bergauf. Da ich selbst als fleißiger BUXer das Papier in meinen Positionen hatte, freue ich mich natürlich besonders!

Das Unternehmen dürfte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um gut 12 Prozent auf 18,54 Mrd. US-Dollar steigern. Im Schnitt rechnen Analysten mit einem Nettogewinn von 7,21 Dollar je Aktie.

Als Goldesel könnte sich Googles Videoportal YouTube entpuppen. Die Filmchen-Bibliothek verzeichnete zuletzt eine 60-prozentige Zunahme bei den Zuschauerstunden gegenüber dem Vorjahr und das könnte ein fettes Plus an Werbeeinnahmen bedeuten.

Apropos Werbung. Gehen euch die Vorfilme bei YouTube manchmal auch so auf den Senkel? Ihr glaubt es nicht, aber das Nerv-Potential der YouTube-Werbung wird Google ab Mittwoch in den US auch noch versilbern.

Nutzer können sich dann für das Bezahl-Angebot YouTube Red entscheiden und für rund 10 Dollar pro Monat werbefreie Videos genießen.

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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Google: D-day nach Börsenschluss

Ein fliegender Start

klmWas war das für ein Börsentag gestern! Ferrari raste gleich bei seinem ersten Börsen-Rennen mit rund 15 Prozent Plus an die Poleposition, Boeing konnte im letzten Quartal so richtig abheben und auch GM blieb Dank seiner starken, deutschen Tochter Opel auf Kurs.

Da blieb sogar unserem guten alten DAX (Deutschland30) nichts anderes übrig, als mit der Wall Street mitzufeiern. Knapp 1 Prozent Plus am Ende des Börsentages sind doch schon ganz anständig.

Die Partylaune verdankten wir vor allem dem DAX-Dauerbrenner Adidas und der Deutschen Post, die eine Portoerhöhung zum Jahreswechsel bekanntgab. Ab Januar dürfen wir für einen Standardbrief 8 Cent mehr lockermachen. Tut nicht weh im Portmonee aber wie sagt man so schön: Kleinvieh macht auch Mist und die Deutsche Post rückt ihrem Gewinnziel auf diese Weise etwas näher.

Mehr Stirnrunzeln bereiten uns momentan unsere niederländischen Freunde von Air France-KLM. Gestern nach Börsenschluss wurde bekannt, dass die Holländer 6 Start- und Lande- „Slots“ auf dem Flughafen London Heathrow an Delta Air Lines verkaufen. Der Deal spült KLM immerhin 276 Millionen Dollar in die Kassen. Doch handelt es sich dabei nicht vielleicht auch um einen S.O.S –Ruf der krisengebeutelten Fluggesellschaft?

Die Aktie befand sich die letzten 6 Monate in einer Art Taumelflug nach unten, entgegengesetzt zum allgemeinen Aufwärtstrend der Luftfahrt-Papiere. Streikende Piloten und „gerupfte“ HR –Bosse, die mit zerrissenem Hemd aus Mitarbeiter-Meetings flüchten müssen, sind deutliche Anzeichen einer handfesten Krise, die im kommenden Jahr rund 1000 Mitarbeiten ihren Job kosten wird.

Air France will morgen weiter Details zum Sparplan bekanntgeben. Und ihr könnt wie immer ab 09:00Uhr auf die Flugrichtung der Aktie tippen, liebe BUXers.

Übrigens: Auch Börsen-Giganten wie Google und Amazon präsentieren heute ihre Quartalszahlen. Keine Sorge, pünktlich vor dem US-Börsenstart füttern wir euch natürlich noch mit allen relevanten Infos über diese beiden Big Boys.

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Ein fliegender Start

Fette Zeiten für McDonald’s?

burgerGeht es euch auch so, liebe BUXers? Manchmal verlangt das Gemüt einfach nach etwas fettig, salzig und ungesundem. Egal ob bei Kater, Beziehungs-Stress, Regenwetter, Diätfrust, Kochunlust oder nervigem Chef: ein herrlicher McDonald’s Super Whopper heilt viele Wunden.

Doch alle heiligen Zeiten ein McDo–Häppchen macht einen Mega-Konzern natürlich auch nicht fett. Die überwiegende Mehrheit der Kunden reitet mittlerweile auf der Gesundheits-Welle und besucht das Schnellrestaurant nur noch an Kinder-Quengeltagen oder bei knapper Kasse.

Wenn ich meiner Gesundheit was Gutes tun will, mixe ich mir einen Gemüse-Superfood-Smoothie aber gehe ganz bestimmt nicht zum freundlichen Fastfood-Clown im Industriegebiet. Doch McDonald’s gibt den Kampf um ein gesundheitsbewusstes Klientel noch lange nicht auf. Strategiewechsel in Richtung „Bio“ ist bei unseren Fastfood-Freunden angesagt und soll den Schnellimbiss vor weiter sinkenden Einnahmen retten.

So bietet McDonald’s in Deutschland seit Oktober Burger mit Bio-Rindfleisch an. Es geht um eine „Testphase“- Ende November wird sich herausstellen, ob der Bio-Burger die Geschmacksnerven getroffen hat.

Doch damit nicht genug: wie ein Chamäleon mit Persönlichkeitsstörung passt sich McDonald’s den Vorlieben seiner wechselnden Kundschaft an. Suppe, Kuchen, Eis, Burger, Veggie, Bio, 24Std Frühstück und Tischservice.. wie wärs denn noch mit einer total hippen Wein-Bar??

Neben der neuen Produkt-und Servicepalette tritt das Unternehmen gewaltig auf die Kostenbremse. McDonald’s will bis 2018 insgesamt 3.500 seiner Restaurants an Franchise-Nehmer verkaufen mit dem Ziel, jährlich 300 Millionen Dollar einzusparen.

Die Börsianer haben schon lange Geschmack an der Aktie gefunden und sind von den Zukunftsplänen der Amerikaner überzeugt:

Zusätzlich zu stetig steigenden Kursen verführt McDonald’s seine Aktionäre mit einer üppigen Dividendenrendite von rund drei Prozent.

Morgen legt der Schnellimbiss seine Zwischenbilanz fürs drittes Quartal vor und ihr dürft euch jetzt schonmal überlegen, wo es mit der Aktie hingeht. Und ich brauche jetzt ein Happy-Meal. Dringend.

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Fette Zeiten für McDonald’s?

Pernod Ricard: ernüchternde Zahlen?

In einer Opiumhöhle will Inspektor Abberline (Johnny Depp) den Schmerz der Erinnerung an seine verstorbene Frau betäuben. Die Drogen haben allerdings noch einen weiteren Effekt: Sie verstärken seine hellseherischen Fähigkeiten...

Zugegeben, es ist noch ein bisschen früh für alkoholisches aber aus gegebenem Anlass muss ich doch mal aus dem Weinkeller, äh, Nähkästchen plaudern.

Wie die meisten Teenager wollte auch ich vor vielen Jahren mal was total „verbotenes“ ausprobieren. Zur Wahl standen Mitte der 90’er Jahre: Red Bull aus Österreich per Fahrrad nach Deutschland schmuggeln oder Absinth testen. Mein Girls-Club und ich entschieden uns für Letzteres und probierten leider vergeblich, von dem Aniszeug mit angeblich süchtig machendem Thujon irgendwie high zu werden. Wir waren beschwipst, mehr nicht.

Hersteller des eher harmlosen Getränks ist das französische Unternehmen Pernod Ricard. Der Spirituosenhersteller, der sich auch weitere Feten-Hits wie Absolut (Wodka), Havana Club (Rum) oder Kahlúa (bah, Kaffee Likör) auf die Fahne schreiben kann, lässt uns morgen tief in seine Bücher schauen.

Größte Konkurrenten im hart umkämpften Schnapps-Business sind Bacardi und die Engländer Diageo mit Marken wie Smirnoff, Baileys und Captain Morgan.

Pernod Ricard’s wichtigster Absatz-Markt sind die USA und gerade da hapert es. Im August musste Pernod zugeben, dass das Amerika-Geschäft trotz allgemeinem Wachstum im Spirituosen-Segment an einem heftigen Kater leidet. Der Geschmack der Amis hat sich geändert: sie mixen ihre Coke lieber mit „braunem“, hochprozentigem wie Rum oder Whiskey statt mit Wodka, Pernods wichtigstem Umsatz-Zugpferd.

Und noch ein internationaler Trend bereitet den Franzosen momentan Kopfschmerzen: sogenannte „Craft Vodkas“. Das sind kleine, aber feine Schnapsbrennereien, die sich seit einigen Jahren auf dem Markt tummeln und den Big Boys Marktanteile abluchsen. Sie brauen Schnaps aus lokalen und oft biologischen Zutaten.

Gin aus München, Whisky von der Havel, Kräuterliköre aus Berlin: Ähnlich wie bei Wein und Lebensmitteln steigt auch bei hochprozentigem die Nachfrage nach regionaler Produktion und hochwertigen Zutaten.

Pernod hat diesen Trend (endlich) auch erkannt und will mit der Hippster-Marke „Our/Vodka“ Berliner Ursprungs die Städte dieser Welt erobern.

Doch wenn es ums Wachstum geht, dreht es sich vor allem mal wieder um ein Land: China. Wer macht das Rennen in den Karaoke-Bars? Während viele Konzerne in China derzeit auf die Nase fallen, hat Pernod Ricard mit dem Verkauf von Cognac in der Volksrepublik wieder bessere Geschäfte gemacht. Wie den Rivalen Diageo und Remy Cointreau macht auch Pernod seit längerem der Anti-Korruptionskampf der Pekinger Regierung zu schaffen. So dürfen Beamte nicht mehr mit teuren Fläschchen beschenkt, oder besser gesagt, bestochen werden.

Wie die Schnaps-Geschäfte im Sommer gelaufen sind, wird uns Pernod morgen verraten. Und ihr dürft jetzt schon mal mit nüchternem Blick tippen!

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Pernod Ricard: ernüchternde Zahlen?

Daimler: ein Stern am Autohimmel

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Die Zukunft steht in den Sternen… genauer gesagt im Stern von Daimler. Der nahezu Krisen-immune Autobauer präsentiert morgen Früh vor Börsenstart seine ja, genau, Quartalszahlen und wir helfen euch schon jetzt bei der Trade-Entscheidung.

Die Schwaben sind bis weit übers Ländle hinaus bekannt für ihre Superflitzer Marke Mercedes-Benz, Smart und AMG aber Daimler ist auch ne ganz große Nummer wenn es um LKW’s und Finanzdienstleistungen geht.

Ist ja auch naheliegend: wer sich eigentlich keinen Stern am Schlüsselbund leisten kann, bekommt beim freundlichen Mercedes-Partner gleich die 0-Prozent Finanzierung mit dazu. Und die Haftpflicht. Und die Vollkasko. Und eine Kreditkarte für den Fall, dass der glückliche Mercedes-Besitzer die Raten doch nicht mehr abstottern kann.

Abgasskandal? Chinakrise? Womit sich VW & Co. derzeit rumärgern, lässt die Schwaben weitgehend kalt. Denn im Reich der Mitte setzte der Konzern im letzten Monat 38.663 Fahrzeuge ab. Das waren traumhafte 53 Prozent mehr als im selben Monat des Vorjahres und ein neuer Rekordwert.

Insgesamt stieg der Mercedes-Absatz im luxusverliebten China um 16 Prozent auf 188.444 Fahrzeuge während die Konkurrenz von BMW und Audi nur im unteren einstelligen Bereich zulegen konnte. Mit dem starken Zuwachs hat China im September erstmals die USA als größten Absatzmarkt für Mercedes abgelöst. Chapeau!

Und auch hierzulande könnte Daimler wortwörtlich den Karren aus dem Dreck ziehen: die kulanten Stuttgarter entsenden im Januar kommenden Jahres einen rettenden Engel Richtung Wolfsburg, die Ex-Verfassungsrichterin und Daimler-Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt.

Die 65 Jahre alte Juristin ist dann als Volkswagens erste Frau im Vorstand dafür verantwortlich, die Folgen des Abgasskandals in den Griff zu kriegen und männlichen Kollegen auf die Fingerchen zu klopfen um weiteren Schweinereien vorzubeugen (erinnert ihr euch an den Lustreisen-Skandal der VW-Vorstände vor rund 10 Jahren?).

Daimler könnte somit nicht nur Konkurrent Volkswagen aus der Misere helfen, sondern auch gleich den Ruf der gesamten Made-in-Germany Autobranche retten. Frauen sind doch manchmal unentbehrlich..

Morgen vor Börsenstart schlägt für die Stuttgarter die Stunde der Wahrheit: kann Daimler für seine Aktionäre die Sterne vom Himmel holen und die angeschlagene Deutsche Autoseele retten?

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Daimler: ein Stern am Autohimmel

Ja ist denn schon Weihnachten?

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In den Supermarkt-Regalen stapeln sich die Marzipankartoffeln, die Frozen-Adventskalender stehen an der Kasse bereit und ich? Ich bekam gestern ein Päckchen. Darin war mein- verfrühtes- Weihnachtsgeschenk an mich selbst: ein goldenes Notebook. Oh ich glückliche! Und ihr, liebe BUXers seid die ersten, denen ich heute mit goldenen Tasten schreibe. Guten Morgen!

Apropos Festtags-Stimmung: auch an der Börse wird heute so richtig ausgepackt. Ich sage nur: ebay, CocaCola, GereralMotors- gleich drei große Namen präsentieren heute Nachmittag ihre Zahlen der letzten drei Monate. Von CocaCola und GM berichteten wir euch schon gestern, heute Nachmittag gibt’s noch spannende Insider-News zu ebay, die ihre Bücher erst nach US Börsenschluss öffnen werden.

Aber erstmal widmen wir uns den heimischen Aktien. Habt ihr gestern euren Kontostand gecheckt? Und? Keine 6 Milliarden Dollar mehr als vorgestern? Schade…Kunden der Deutschen Bank hofften leider vergebens, dass der „Tippfehler“ eines neuen Mitarbeiters der Großbank ihnen zu spontanem Reichtum verhelfen würde. Aber weit gefehlt.. die Riesen-Summe wurde fälschlicherweise auf das Konto eines Hedge-Fonds überwiesen und ist nun wieder in Händen der Deutschen Bank. Es ist ja verzeihlich, wenn ein Neuling neunmal versehentlich aufs „R“ drückt, aber neun Nullen zu viel ist schon ne andere Nummer.

Ob der neue Mitarbeiter seine Probezeit besteht, wissen wir nicht. Sicher ist nur, dass das Papier der Bank ordentlich Federn lassen musste: Minus 1,4 Prozent. Autsch! Ob sich die Deutsche Bank heute wieder von diesem kleinen Dämpfer erholen wird?

Auf dem DAX-Siegertreppchen stand gestern die Deutsche Telekom Aktie mit einem Plus von über 2 Prozent. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat den Titel von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft. Was Analysten mit drei kleinen Buchstaben doch alles bewirken können! Und schon erstrahlte das angestaubte Papier wieder in festlichem Magenta..

Grund für die gute Bewertung der Volksaktie, die 2015 schon ein sattes Plus von rund 16 Prozent einfahren konnte, waren der Erfolg der US- Tochter T-Mobile US sowie der freie Cash-Flow von 4,3 Milliarden Euro in diesem Jahr. Genug Kohle, um T-Aktien-Fans ein paar hübsche Dividenden auszuzahlen, so hoffen wir.

Nach Börsenschluss hieß es zudem aus informierten Kreisen, dass der Bonner Konzern den Verkauf seines niederländischen Mobilfunkgeschäfts erwäge. Wenn der Deal durchgeht, könnte das der Telekom bis zu fünf Milliarden Euro in die Kassen spülen! Gerüchte, die der Aktie heute vielleicht noch zu einem extra Plus verhelfen?

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

Ja ist denn schon Weihnachten?

Zalando: Herbstshopping an der Börse

schuhschrankDie Wetteraussichten für heute, liebe BUXers, sind unverändert nasskalt und grau. Doch kein Grund, den Kopf unter die Decke zu stecken, denn heute könnte die Börse endlich mal wieder brummen!

Top Titel wie Zalando, Unilever und Goldman Sachs klappen an diesem Donnerstag ihre goldenen Bücher auf und berichten, wie gut oder schlecht es in den vergangenen Sommermonaten so gelaufen ist.

Da sind die gestrigen Katermeldungen aus der Finanzwelt hoffentlich schnell wieder vergessen: unser DAX ließ Federn und war mit 9.900 Punkten meilenweit von seiner Topform im Frühling (über 12.000 Punkte!) entfernt.

Walmart schockte in den USA Investoren und Anleger mit einer düsteren Prognose für die Geschäftszahlen 2017. Toll, wenn ein Unternehmen so vorausblickend ist und dennoch den Trend „Onlineshopping“ gründlich verpennt hat. Jetzt müssen die Chefs des weltgrößten(!) Einzelhändlers ordentlich Kohle locker machen, um Amazon & Co. Parole bieten zu können. Ob das noch Sinn macht ist allerdings fraglich..Die US-Börse war not amused und strafte das Papier sofort: über 9 Prozent in die Miesen. Autsch!

Aber heute, liebe Leute, ist der Tag von Zalando, einem erste Sahne e-commerce Unternehmen Made in Germany. Eine Aktie nur für schuhverliebte Online-Shopaholics? Von wegen: das Papier glänzte mit einem fetten Plus von über 38 Prozent seit Zalando’s Börsengang vor einem Jahr. Mit dem Gewinn hätten wir uns schon einige Paar neue Sneakers ins Haus holen können!

Aber jetzt ist die große Frage: kann Zalando an seinen Erfolg der vergangenen Monate anknüpfen? Die Berliner investieren fleißig in Expansion, mobile Dienste wie Modeberatung per WhatsApp, Paketzustellung noch am selben Tag und den Bau eines neuen Logistik-Zentrums. Analysten sind euphorisch. Und ich bestelle mir heute gleich ein Paar Winterstiefel. Tue ich mir und der Aktie was Gutes.

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Zalando: Herbstshopping an der Börse