Sabine Lembert

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Finanzen | Digitalisierung | Automotive

E.ON: Energieriese läßt Dampf ab

richrussianHeiße Neuigkeiten vom krisengeschüttelten Versorger E.ON: der Konzern steht angeblich kurz davor, seine Öl- und Gasfelder in der norwegischen Nordsee zu verkaufen.

Und wer kann es sich leisten, für die Felder (geschätzt) über 1,2 Milliarden US-Dollar hinzublättern? Die Russen natürlich. Genauer gesagt der Oligarch Michail Fridman und dessen Investitionsgesellschaft LetterOne. Nur am Rande: Google’s neuer Name “Alphabet”, von dem wir euch heute Morgen berichtet haben, hat nichts mit “LetterOne” zu tun. Obwohl beide Unternehmen ein deutliches Alpha-Männchen Verhalten an den Tag legen wenn es um die Weltherrschaft in ihrem Territorium geht.

Die Energiewende, die E.ON in Deutschland fast das Genick bricht, interessiert unsere russischen Freunde nicht die Bohne: Russland ist im Bereich der Erneuerbaren Energien Schlusslicht der G20-Gruppe (die 20  BigBoys der Industrie- und Schwellenländer).

Das Ausbauziel für Erneuerbare Energien bis 2020 liegt für Russland bei nur 2%. In Deutschland werden im selben Zeitraum 50% angepeilt.

Können würden sie schon aber wollen? Neee.. Und das hat mehrere Gründe..

  • Kohle, ähm, Geld:

Die Einnahmen aus fossilen Brennstoffen und dem Ölsektor machen fast 40 Prozent des russischen Staatshaushalts aus.

  • Wer hat, der hat:

Kaum ein Russe ohne eigene Ölquelle im Garten? Das ist natürlich übertrieben aber das Land ist eine riesige Rohstoff-Schatztruhe.

  • Die russische Seele:

Klimawandel und erneuerbare Energien sind vermutlich Worte, die noch nicht einmal ins Russische übersetzt wurden. Man ist Stolz auf seine Besitztümer also warum Solarzellen auf Zwiebeltürme klatschen?

Das russische LetterOne ist also in bester Rohstoff-Shoppinglaune und hat bereits im Frühjahr für gut fünf Milliarden Euro die Öl- und Gasfördertochter Dea des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns RWE übernommen.

Die 1 bis 2 Milliarden Euro für die E.ON Gas-und Ölfelder zahlen die Oligarchen wahrscheinlich aus der Portokasse.

E.ON kann die Erlöse aus dem Verkauf gut gebrauchen um die eigenen Schulden zu senken. Ob die Nachrichten der Aktie heute kräftig einheizen?

http://getbux.com/de/author/sabine-lembert/

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