Wie tief kann man graben, äh, fallen? Die Aktie des Bergbau-Konzerns Glencore lotet derzeit die tiefsten Niveaus seit dem Börsengang im Jahr 2011 aus. Schwache Konjunkturdaten aus China und weiter fallende Preise etwa für Kohle und Kupfer lösten in den letzten Wochen einen kleinen Kurs-Erdrusch aus.
Fast 30 Prozent stürzte die Glencore-Aktie am Montag in den Schacht. Keine 24 Stunden nach dem Horrorcrash dann die Wiederauferstehung: Das Papier des Schweizer Minenunternehmens legte um 16,95 Prozent zu.
Und gestern? Wir trauten unseren Augen kaum: das Papier schoss mit über 14 Prozent ins Plus und hat so innerhalb von zwei Tagen alle Verluste wieder aufgeholt. Da jubelt das Goldgräberherz!
Doch wie kam es zu dieser wilden Achterbahnfahrt? Sowohl für den Absturz als auch für das fulminante Comeback unserer Schweizer Kumpels war ein einziger Satz verantwortlich..
Zum „Flash Crash“ führten die gewagten Worte eines Analysten: „Falls die Rohstoffpreise auf diesem Preisniveau bleiben, so legt unsere Analyse nahe, dass, ohne eine substanzielle Restrukturierung, nahezu der gesamte Kapitalwert von Glencore und Anglo American verpuffen könnte“. Ein Satz, und das Papier brach um 28,77 Prozent ein.
Und welche Äußerung trieb den Kurs der Aktie um ebenfalls knapp 30 Prozent in die Höhe? Wiederum ein einziger Satz, dieses Mal von Glencore selbst. Das Unternehmen bleibe „betrieblich und finanziell robust“, versicherte ein Glencore-Sprecher.
Wie war das noch? Reden ist Silber, Schweigen ist Gold?
Sollte einem weisen Mann noch ein kluges Satement einfallen, das dem Kurs zu ungeahnten Kapriolen verhilft- nur zu! Die Weltpresse wird gierig darüber berichten und wir haben dann hoffentlich auf das richtige Trade-Pfeilchen gedrückt. Und Nerven bewahrt.



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